Adolf Hitler

Vom Namenlosen bis zum Diktator

Am Samstag, 20. April 1889, wurde um 6 Uhr 30 nachmittags kurz vor der Osternacht, in Brauna am Inn, im Gasthof zum Pommern, der Sohn Alois und Klara Hitler geboren.

Hitler kam mit 6 Jahren in die n├Ąchst gelegene Volkshochschule nach Fischhalm. Der Lehrer Adolfs, erinnerte sich, dass der junge Adolf recht aufgeweckt, folgsam aber auch recht lebhaft war. Besonders auffallend war seine Ordentlichkeit bei seinen Schulsachen.

Als der Vater 1896 nach Lambach zog, besuchte Adolf Hitler die dortige Volksschule. Trotz der h├Âheren Anforderungen, hatte Adolf Hitler hier keine Probleme. Im Abschlu├čzeugnis des Jahres 1897/98 hatte er in 12 F├Ąchern die Note 1. In Lambach beeindruckte ihn das dortige Benediktiner-Kloster. Er war vor allem erfreute an dem Prunk der kirchlichen Feste und wollte sp├Ąter einmal Abt werden.

1898 zog die Familie nach Leonding, wo er sein Talent des Zeichnen entdeckte. Von nun an wollte er nicht mehr Abt sondern K├╝nstler werden, ein Berufswunsch dem sich sein Vater auf das heftigste widersetzte. Er zeigte seinem Vater angeblich keinen Respekt mehr, obwohl sein Vater sehr auf Respekt vor den Eltern achtete. Um ihm das nun wieder auszutreiben griff er zur Nilpferpeitsche. Als Adolfs Halbbruder Alois jr. durch die Bevorzugung Adolfs von der Mutter, mit 14 Jahren von daheim ausri├č, wandte sich die Sorge des Vaters, ganz dem jungen Adolf zu. Doch der Vater war immer noch nicht mit dem Berufswunsch seines Sohnes zufrieden, der wollte f├╝r seinen Sohn, dass er genau so ein angesehener Beamter wird wie er selbst. Adolf hingegen, wollte immer noch K├╝nstler aber auf keinen Fall Beamter werden. Vorerst respektierte er jedoch die Entscheidung des Vaters auf die Realschule nach Linz zu schicken. Doch gleich in der ersten (bzw. f├╝nften) Klasse erlebte Adolf eine Niederlage, denn er wurde nicht versetzt. Im 2. Lauf tat er sich leichter und wurde versetzt, doch gleich in der n├Ąchsten Klasse begannen die Schwierigkeiten vom neuen. Auch der Streit in der Familie nahm an Heftigkeit zu. K├╝nstler oder Beamter, die Fronten Zuhause w├╝rden immer h├Ąrter. Hitler schrieb in seinem Buch mein Kampf : " Der Vater verlie├č nicht sein>Niemals<, und ich verst├Ąrke mein>Trotzdem<."

Mit dem pl├Âtzlichen Tod des Vaters am 3. Januar 1903, nahm der Streit zu hause ein schnelles Ende.

Hitler schaffte zwar mit M├╝he und Not den Realschulabschul├č und h├Ątte theoretisch das Abitur machen k├Ânnen, doch dieser Gedanke schien ihm schier unertr├Ąglich. Er schrieb auch in seinem Buch>Mein Kampf<:>Da kam mir pl├Âtzlich eine Krankheit zu Hilfe und entschied in wenigen Wochen ├╝ber meine Zukunft und die dauernde Streitfrage des elterlichen Hauses.< Eine Lungenentz├╝ndung lie├č es ratsam erscheinen den 16j├Ąhrigen Jungen erst mal vor├╝ber gehend aus der Schule zu nehmen. Doch das eigentlich verlassen der Schule kam erst als Hitler, blutspukend und vom Husten geplagt seine Mutter ├╝berzeugte, dass es besser sei die Schule zu beenden. Nun war Adolf Hitler aus der Schule und der sp├Ątere gang zur Kunstakademie in Wien versprochen. Hitler lebte nun ohne die sorgen und den Druck der Schule unbesorgt in den Tag hinein und las ein Buch nach dem anderen. Mit der Zeit wurde er dann ein Einzelg├Ąnger und Tr├Ąumer.

1905 lernte er seinen Jugendfreund, August Kubizek, kennen. Auch er wollte ein gro├čer K├╝nstler, aber als Musiker, werden. Hitler reiste 1906 das erste mal nach Wien und war ├╝berw├Ąltigt von der Pracht und dem Glanz, war f├╝r Hitler klar des er hier unbedingt auf die Kunstakademie will. Als er dann zur├╝ck nach Linz ging, ├╝berredete er seine Mutter, die ihm dann das Einverst├Ąndnis gab. Im Sommer 1907 durfte er dann auch sein v├Ąterliches Erbe von 700 Kronen abheben und im September des Jahres zur Aufnahmepr├╝fung der Wiener Kunstakademie wieder in die Hauptstadt reisen. Adolf Hitler schilderte in seinem Buch>Mein Kampf< es so:>Ausger├╝stet mit einem dicken Pack von Zeichnungen hatte ich mich damals auf den Weg gemacht, ├╝berzeugt, die Pr├╝fung spielend leicht bestehen zu k├Ânnen.< Als dann die Mitteilung kam, durchgefallen zu sein, traf es ihn ein Schlag aus heiterem Himmel. Doch der Akademiedirektor erz├Ąhlte ihm von seinem Talent f├╝r die Architektur. Von nun an wollte Hitler Baumeister werden.

Hitler kehrte aber inzwischen wieder nach Linz zur├╝ck weil sich der Gesundheitszustand seiner Mutter verschlechterte. Sie verstarb am 21 Dezember 1907.

Nach dem die Familienangelegenheiten geregelt waren, kehrte Adolf Hitler wieder im Februar des Jahres 1908 nach Wien zur├╝ck. Hier lebte er mit seinem Freund der es schaffte ans Konservatorium aufgenommen zu werden. Hitler hingegen schaffte es auch bei seinem 2. Versuch nicht an die Kunstakademie aufgenommen zu werden. Architektur konnte er ebenfalls nicht studieren, da ihm das n├Âtige Abitur fehlte. Hitler konnte bis jetzt von dem geerbten Geld und der Waisenrente gut leben, doch nun kam er ihn Geldn├Âte. Um Geld zu sparen wechselte er mehrmals die Wohnung und fand letztendlich in einem Obdachlosenasyl des Arbeiterviertels Meidling Unterkunft. Von einem Bewohner des Heims wurde Hitler wieder aufgemuntert und angeregt, sein Talent zu zeichnen zu nutzen und Postkarten zu malen die er dann verkaufen w├╝rde. Zun├Ąchst verlie├č Hitler aber das Obdachlosenasyl und zog in ein M├Ąnnerheim um. Hier begann Hitler Ansichtskarten von Wien zu malen die sein Freund dann in den Kaffeeh├Ąusern und auf den Jahrm├Ąrkten verkaufte.

Doch als sein Freund ihn betrog, machte er sich komplett selbst├Ąndig. W├Ąhrend seiner Zeit ihn begann er sich immer mehr f├╝r die Politik zu interessieren. Wenn es um Politik ging warf er sogar seinen Pinsel in die Ecke und mischte sich in jede Politischedebatte mit ein. Hitler bewunderte den Oberb├╝rgermeister Wiens Dr. Lueger und seine Christlich Soziale Partei genauso wie das nationalistische Programm des Georg Ritter von Sch├Ânerer. Die beiden waren au├čerdem wie Hitler ├╝berzeugte Antisemiten (Judenhasser). Zum Antisemitismus und zur Ablehnung des Marxismus (Kommunismus) parlamentarischen Demokratie (Demokratische Herrschaft).

Nach f├╝nf Jahren verlie├č er die Reichshauptstadt weil ihm das V├Âlkergemisch aus Tschechen, Polen, Ungarn, Ruthenen, Serben, Kroaten und Juden zuwider wurde. Der Gedanke daran f├╝r dieses Land einmal k├Ąmpfen zu m├╝ssen lie├č es ihm ratsam erscheinen Wien zu verlassen und nach M├╝nchen zu gehen.

In Wien ordnungsgem├Ą├č abgemeldet, verlie├č er am 24, Mai 1913 das M├Ąnnerheim in der Meldemannstra├če und fuhr mit dem Zug nach M├╝nchen. In M├╝nchen angekommen mietete er sich in der Schlei├čheimer Stra├če beim Schneidermeister Josef Popp ein Zimmer. Er lebte in M├╝nchen ungef├Ąhr wie in Wien, er malte Bilder und verkaufte sie.

Als man Hitler am 18. Januar 1914 von Linz aus in M├╝nchen fand und aufforderte 2 Tage sp├Ąter zur Musterung nach Linz zukommen und gleichzeitig gemahnt wurde das er 1909 seiner Meldepflicht nicht nachgekommen sei, schrieb er einen geschickt formulierten Brief. Er bat um das Mitgef├╝hl der Beamten, dass sie ihm erlaubten seiner Meldepflicht im n├Ąher gelegen Salzburg nachzukommen. Dieses wurde genehmigt und Hitler wurde am 5. Februar gemustert und wegen seinem schw├Ąchlichen Gesamtzustandes als waffenunf├Ąhig eingestuft.

Froh dem ├Âsterreichischen Wehrdienst entkommen zu sein, fuhr er wieder zur├╝ck nach M├╝nchen um sein gewohntes Leben fort zu f├╝hren.

Hitler war ein "Einsiedler", doch dieses dasein hatte ein pl├Âtzliches Ende mit dem Ausspruch des 1. Weltkrieges. Unter den gro├čen Menschen Massen die sich am M├╝nchner Odeonplatz versammelt hatten, befand sich auch ein begeisterter Adolf Hitler. Er schrieb in seinem Buch>Mein Kampf<:

>Ich sch├Ąme mich auch heute nicht es zu sagen, dass ich, ├╝berw├Ąltigt vor Begeisterung, in die Knie gesunken war und den Himmel aus ├╝bervollem Herzen danke, dass er mir das Gl├╝ck geschenkt, in dieser Zeit leben zu d├╝rfen.<

Den Kriegsausbruch empfand Hitler als eine pers├Ânliche "Erl├Âsung". Sein zielloses Leben bekam endlich einen Sinn. Er wu├čte nun wohin er geh├Ârte und seine einzige Sorge war, das der Krieg k├Ânne bereits vorbei sein, bevor er zum Kampfeinsatz gekommen w├Ąre. Er meldete sich umgehend als Kriegsfreiwilliger. Seiner bitte an K├Ânig Ludwig III., in ein bayrisches Regiment eintreten zu d├╝rfen, wurde zugesagt. Als einfacher Soldat des 16. Bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, wurde er und seine Kameraden nach einer kurzen und mangelhaften Ausbildung 2 Monate sp├Ąter an die Westfront geschickt. Acht Tage sp├Ąter kam eine seine Kompanie in der n├Ąhe von Ypern zum Einsatz. das Gefecht tobte 3 Tage und Hitlers Kompanie mussten schwere Verluste, wie z.B. den Verlust ihres Regimentskommandeur List.

Vier Jahre lang ertrug Hitler diesen Krieg bis zum bitteren Ende. Als Meldeg├Ąnger eingesetzt, war er ein au├čerordentlich tapferer Soldat. Er erledigte jeden noch schweren Auftrag und sprang oft noch f├╝r andere Meldeg├Ąnger ein. Hitler erhielt neben vielen Auszeichnung, das Eiserne Kreuz beider Klassen. Dennoch blieb er den ganzen Krieg ├╝ber nur Gefreiter. Erstens weil sein Vorgesetzter keine F├╝hrereigenschaften an ihm fand und zweitens legte Hitler keinen Wert darauf bef├Ârdert zu werden.

Hitler wurde am 7. Oktober 1916 am Bein verwundet und kam in ein Lazarett in der N├Ąhe von Berlin. Anschlie├čend wurde er in ein Ersatzbataillon nach M├╝nchen entlassen.

Da er aber entsetzt ├╝ber die gro├če Not in der Bev├Âlkerung und die Respektlosigkeit der Rekruten gegen├╝ber den Frontsoldaten war, bat er in einem Schreiben an einen Vorgesetzten, dass es sein "dringendster Wunsch" sei wieder an die Front zu seinen Kammeraden zu d├╝rfen. Hitler wurde anschlie├čend am 14. M├Ąrz 1917 wieder an die Front geschickt.

Adolf Hitler glaubte bis zum Schlu├č an den Sieg Deutschlands und mit ihm seine Kammeraden, die zum sterben bereit waren. Sie konnten es nicht fassen, dass in der Heimat gestreikt wurde, dass sich die Befehlsverweigerungen h├Ąuften und das sich Offiziere als Kiregsverl├Ąngerer sch├Ąmen mussten. Deren Ha├č galt den "Roten", den "Pazifisten", den "Dr├╝ckebergern", die den Sieg verspielen.

Im Oktober 1918 musste Hitlers Regiment noch mal h├Ąrteste Artilleriefeuer ├╝ber sich ergehen lasen. Darauf folgte ein Giftgas angriff, dem auch Hitler zum Opfer fiel. Er erblindete und wurde in ein Lazarett in Pasewalk im Bezirk Neubrandenburg gebracht, wo er bald darauf das Augenlicht wiedererlangte. Hier erlebte Hitler die deutsche Kapitulation am 11. November. F├╝r ihn wie f├╝r Millionen Deutsche war es wie ein Weltzusammenbruch.

Da Hitler im Krieg, Aufkl├Ątungsarbeiten mit Erfolg durchf├╝hrte und als Vertrauensmann eingesetzt wurde, erhielt er von seinen Vorgesetzten den Auftrag die Zusammenkunft zwischen der Deutschen Arbeiter Partei (DAP) des Eisenbahnschlossers Anton Drexler zu besuchen.

Zun├Ąchst war sein Eindruck weder gut noch schlecht, er wollte gerade gehen als ein Versammlungsteilnehmer die These vertrat, dass sich Bayern vom Reich l├Âsen sollte und eine Vereinigung mit ├ľsterreich anstreben sollte. Hitler musste direkt explodiert sein und hielt eine 15 min. Rede und verlie├č das Lokal. Nach dieser Rede waren alle fasziniert und Drexler meinte das Hitler ein brauchbarer Mann sei. Drexler steckte Hitler eine Brosch├╝re zu und bat in wiederzukommen. 1 Woche sp├Ąter erhielt Hitler eine Postkarte, dass er schon Mitglied sei und bitte an der n├Ąchsten Sitzung am 16. September zu kommen. Hitler kam und vier Leute, darunter auch Drexler, hie├čen ihn Willkommen. Hitler sah in diese Partei eine Chance und war 2 Tage sp├Ąter Mitglied 55 und 7. Mitglied im Ausschu├č. Will man Hitlers Darstellung in>Mein Kampf< folgen, hatte er schon zu diesem Zeitpunkt ein fest geformtes Weltbild. Als Sch├╝ler sei er bereits Nationallist und in Wien Antisemist geworden.

Nun dr├Ąngte Hitler darauf die Anonymit├Ąt der Partei zu l├Âsen und sich an die ├ľffentlichkeit zu wenden. Anfangs waren die Veranstaltungen nur gering besucht. Doch die Zahlen steigerten sich von 11 auf 13 und schlie├člich auf 43 Zuh├Ârer. Doch Hitler hatte noch nicht genug und ging aufs ganze. Er ├╝berredete den Parteiausschu├č da Parteiverm├Âgen in eine Zeitungsanzeige zu investieren und eine Veranstaltung bekannt zugeben.

Hitler sprach am 16. Oktober 1919 im M├╝nchner Hofbr├Ąuhaus Saal zum erstenmal vor einem gro├čen Publikum, es waren ca. 110 Menschen erschienen. Hitler hatte hiermit best├Ątigt, dass das was im kleineren Kreis funktioniert auch vor einem gro├čen Publikum geht und die Rede Hitlers war ein voller Erfolg f├╝r ihn und die Partei. Denn die Besucher waren so begeistert, dass sie insgesamt mehr als 300 Mark spendeten und das in eine Parteikasse die durchschnittlich nicht mehr als 5 Mark in der Kasse hatte. Nun wurden Plakate und Flugbl├Ątter gedruckt und bei der n├Ąchsten Veranstaltung erschienen ├╝ber 130 Menschen. Die dritte Gro├čveranstaltung brachte schon 170 Besucher. Nun wollten viele Partei Mitglieder nicht mehr eine vierte Gro├čveranstaltung, doch Hitler dr├Ąngte dazu. Und es kam ein R├╝ckschlag, es kamen nur noch 150 Personen, dass st├Ąrkte die Hitlergegner in der Partei etwas, denn sie hatten Angst um ihre Position. Doch Hitler gab nicht nach und forderte eine weitere Veranstaltung die ihn best├Ątigten, es kamen ├╝ber 200 Besucher.

Von nun an k├╝mmerte sich Hitler auch um die bessere Organisation in der Partei. Es wurde ein B├╝ro gemietet und eingerichtet und Hitler und Drexler stellten ein Parteiprogramm mit 24 Punkten auf, in denen jeder einen Vorteil f├╝r sich finden konnte, au├čer den Juden.

Nun wollte Hitler eine Gigantische Veranstaltung durchf├╝hren, aber er stie├č auf Widerstand in der Partei, sogar von Drexler. Doch Hitler ├╝berredete Drexler schlie├člich und die Veranstaltung sollte satt finden. Es wurden nun rote Plakate aufgeh├Ąngt und Flugbl├Ątter verteilt. Hitler w├Ąhlte mit Absicht dir Farbe rot um die "Linken" zu locken. Als Hitler dann am 24. Februar 1920 im Festsaal des Hofbra├╝hauses die 25 Punkte verk├╝ndete, sind ├╝ber 2000 Besucher erschienen. Nat├╝rlich blieben Zwischenrufe nicht aus, es kam zu Massenschl├Ągerein und Bierkr├╝ge flogen durch die Luft. Doch Hitlers Kriegskameraden sorgten energisch f├╝r Ruhe und Ordnung. Kurz darauf wurde aus der DAP die NSDAP, die Nationalsozialistische Arbeiter Partei.

Am 3. Februar 1921 hielt Hitler die erste nationalsozialistische Massenveranstaltung im M├╝nchner Zirkus Krone und es kamen ├╝ber 6000 Besucher.

Hitler reiste im Fr├╝hsommer 1921 nach Berlin und lie├č sich immer genau ├╝ber die Parteiaktivit├Ąten informieren und es trat auch das ein was Hitler beabsichtigt hatte, n├Ąmlich die Hitlergegner in der Partei taten sich zusammen und wollte Hitler Aktivit├Ąten bedeutend einschr├Ąnken. Doch Hitler dachte ├╝berhaupt nicht daran sich einschr├Ąnken zu lasen. Hitler wu├čte ├╝ber seine bedeutende Stellung f├╝r die NSDAP und trat am 11. Juni aus der Partei aus. Drei Tage sp├Ąter wollten die entsetzen Hitlergegner, sich mit Hitler wieder vers├Âhnen und Hitler trat wieder in die Partei ein. Mit dieser Taktik hatte Hitler einen vollen und wurde zum ersten Vorsitzendem gew├Ąhlt mit diktatorischen Vollmachten. Hitler wollte als erstes die "demokratische Willensbildung" innerhalb der Partei beenden. Denn Hitler ha├čte nichts mehr als innere Schw├Ąche. Das galt auch f├╝r andere Organisationen die gleiche Ziele verfolgten. Ortsgruppen durften nur dann gegr├╝ndet werden, wenn die "Autorit├Ąt der Zentrale" als sicher galt. Auf die sp├Ątere NS-Parole "F├╝hrer befiel, wir folgen" lief schon damals Hitlers Selbsverst├Ąndnis hinaus. Selbst der Saalschutz musste nach diesem Grundsatz parieren.

Im August 1921 wurde aus diesem Saalschutz die "Turn- und Sportabteilung" und etwas sp├Ąter die "Sturmabteiltung" (SA). Mit den jungen SA-M├Ąnnern und der Devise Hitlers, das "Terror nur mit Terror bek├Ąmpft werden kann" kam ein neues Element der NSDAP dazu.

Diese maschierten oder fuhren in offenen Lastkraftwagen mit Hitlers selbst entworfenen Hackenkreuzflaggen und Symbolen durch die Stra├čen der St├Ądte. Jetzt als alleiniger "F├╝hrer" der NSDAP, begleitet von den schlagfertigen SA-M├Ąnnern, versuchte Hitler an die gro├čen Menschenmengen heranzukommen. Die NSDAP konnte mit dem Fortschritt der Inflation die schon nach dem Kriegsende begann, einen gro├čen Mitgliederzuwachs verbuchen. F├╝r die Agitation (Propaganda) gab es nun das beste Meinungsklima, denn Schuld seinen allein die Demokraten. Die NSDAP hatte nun in vier Jahren einem Mitglieder Anstieg von 55 auf ├╝ber 55 000 Mitglieder. Hitler wollte diesen Moment unbedingt ausnutzen und mit einer gewagten Strategie einen Marsch nach Berlin Wirklichkeit werden lasen. Am 8 November 1923 als gerade im B├╝rgerbra├╝keller eine "Vaterl├Ąndische Kundgebung" von Kahr ├╝ber den Marxismus (Kommunismus) abhielt, platze Hitler mit seinen SA-M├Ąnner herein, feuerte einen Schu├č in die Decke, stieg hinters Rednerpult uns sagte: "Die nationale Revolution ist ausgebrochen! Der Saal ist umstellt, niemand verl├Ąsst das Lokal." Danach bat er die Herren Kahr, Lossow, uns Sei├čer in ein Nebenzimmer um sie davon zu ├╝berzeugen den Putsch gegen Berlin doch zu starten, vergeblich. Dann hielt Hitler noch eine faszinierende Rede und aus dem Hinterzimmer ert├Ânte ein ja, das ja auf das Hitler hoffte und die Herren Kahr, Lossow und Sei├čer schlossen sich dem Putsch an. Doch kaum waren sie aus dem Saal verschwunden stellten sie sich gegen Hitler. Nun wollte Hitler schon aufgeben, doch Ludendorf forderte ihn auf weiter zu k├Ąmpfen, den er vertraute auf seine Autorit├Ąt als Kriegsheld. Er dachte das wenn er den Putsch anf├╝hre kein Soldat oder einer der Landespolizei schie├čen w├╝rde. Doch als sie an der Feldherrenhalle angekommen waren und die Landespolizei ihnen den Weg versperrte, fielen Sch├╝sse. Dabei wurden 4 Polizisten und 14 Hitlerleute get├Âtet. Als Hitlers Privater Schutzmann t├Âdlich getroffen wurde, viel er auf Hitler und kugelte Hitler die Schulter aus. Hitler wurde darauf aus M├╝nchen in Sicherheit gebracht. Hitler wurde anschlie├čend des Hochverrates angeklagt und vor Gericht gebracht. Doch durch seine gute Argumentation vor dem Gericht, kam es nur zur Mindest Strafe des Hochverrates, zu 5 Jahren Haft. In dieser Zeit schrieb er den ersten Band seines Buches>Mein Kampf<.

Hitler wurde fr├╝hzeitig aus der Haft entlassen und wollte nun auf legalem Weg an die Macht gelangen. Er wollte nun sogar an den demokratischen Wahlen teil nehmen und meinte sp├Ąter sogar, "Er wollte seine Nase in den Reichstag stecken. Wenn es auch l├Ąnger dauert sie zu ├╝berstimmen als sie zu erschie├čen, wird uns ihre Verfassung mit der Zeit den Erfolg garantieren. Jeder legale Vorgang ist langsam, doch fr├╝her oder sp├Ąter werden wir die Mehrheit haben und damit Deutschland." Aber jetzt galt es erst die SA neu zu gr├╝nden und die zerstrittenen Parteimitglieder wieder unter seine F├╝hrung zu bringen. Hitler entwickelte eine neue Taktik und unterteilte Deutschland in verschiedene Gruppen (Gaue, Kreise, ...). Er versuchte auch die Volksgruppen zu organisieren, f├╝r die Jugend von 14 - 18 Jahren wurde dir Hitlerjugend, die HJ gegr├╝ndet, in der HJ wurden die M├Ądchen im BdM, Bund deutscher M├Ądel zusammen gespa├čt. F├╝r Frauen gab es die NS Frauen und dazu kamen besondere Organisationen f├╝r Beamte, Studenten, ... .

Hitler hielt noch ein paar Reden trotz Redeverbot vor den Wahlen. Doch das Wahlergebnis am 21. Mai 1928 war entt├Ąuschend f├╝r die NSDAP, nur 2,8 % der Stimmen und daher spielte die NSDAP mit 12 Abgeordneten keine Rolle im Reichstag. Doch Hitler gab nicht auf und hatte eine straff organisierte Partei mit ├╝ber 100 000 Mann, einer schlagkr├Ąftigen SA und der Elitetruppe der Schutzstaffel der SS, ├╝ber ganz Deutschland verteilt und wenn sich die Verh├Ąltnisse zu schlechteren ├Ąndern w├╝rden, womit Hitler rechnete, dann w├╝rde es zur Stunde der Bew├Ąhrung kommen. Die Demokraten sahen aber keine Gefahr und heben Hitlers Redeverbot in Deutschland auf und somit konnte er sein Hauptmachtmittel wieder einsetzten. Das wollte sich auch die Deutschnationale Volkspartei (DNVP), deren F├╝hrer Alfred Hugenberg, der viele Zeitungen und Verlage sowie die Filmgeselschaft Ufa beherrscht, gegen die Kriegsentsch├Ądigung an die Siegerm├Ąchte zu nutze machen. Durch diese Kampagne kam Hitler aus der Unbekantheit heraus und die Zeitungen berichteten ├╝ber ihn. Das B├╝ndnis mit Hugenberg war zwar ein Erfolg f├╝r Hitler und seine Partei, aber den Durchbruch schafften sie erst mit der Weltwirtschaftskrise 1929. Am Schwarzen Freitag, als die B├Ârse in New York zusammen brach und die amerikanischen Kredite zur├╝ckgezogen wurden, kam die zweite bew├Ąhr Probe f├╝r die Demokraten die sie nicht ├╝berleben sollten. Am 27. M├Ąrz 1930 betrug die Arbeitslosenrate rund 20 Millionen Menschen und die Regierung Berlins trat zur├╝ck. Nun versuchte Hitler selber Reichskanzler zu werden, doch dieser Versuch scheiterte im entscheidenden Wahlgang am 10. April 1932. In diesem Wahlgang erhielt Hitler 13 418 011 Stimmen doch Hindenburg erhielt 19 359 650 Stimmen und entschied damit diese Wahl. Hindenburg ernannte im Mai 1932 durch den Einflu├č seines Beraters von Br├╝ning, Franz von Papen zum Reichskanzler.

Die vorzeitig abgehaltenen Wahlen brachten der NSDAP 18,3 % und insgesamt 107 Abgeordnete durften in den Reichstag und insgesamt hatten sich sechs Millionen W├Ąhler f├╝r Hitler entschieden.

Bei den n├Ąchsten Wahlen am 31. Juli 1932 waren es ├╝ber 13,7 Millionen W├Ąhler. Somit war die NSDAP die nunmehr st├Ąrkste Partei. Hitler beanspruchte nun als F├╝hrer der gr├Â├čten Partei die gesamte Staatsgewalt. Dies lehnte Hindenburg doch sofort ab. Papen versuchte eine Koalition zwischen NSDAP und DNVP herzustellen, da er aber scheiterte, wurde der Reichstag erneut aufgel├Âst. Und Hitler musste bei den neuen Wahlen am 6 November einen weiteren R├╝ckschlag erleiden, denn die NSDAP verlor 4,2 % der Stimmen und brachten somit nur noch 196 Mandate auf. Dies war schon die vierte Wahl auf Reichsebene in einem Jahr und die Finanzen der NSDAP waren katastrophal. Jetzt hoffte Papen sie zu einem B├╝ndnis mit Strasser fordern zu k├Ânnen. Hitler blieb aber weiter hin auf seinem Kurs. Nun glaubte General Schleicher, er hatte Papen als Reichskanzler abgel├Âst, einen Ausweg gefunden zu haben. Er dachte wenn nicht die ganze Partei, dann wenigsten den linken Fl├╝gel. Als Hitler erfuhr das Strasser breit dazu war, war er emp├Ârt und w├╝tend. Doch Strasser war nicht der Typ der sich gegen Hitler setzt und trat von allen Pl├Ąnen ab. Aber schon am 4 Januar 1933 setzten sich Papen, der der Vertraute von Hindenburg war und Hitler zusammen um abermals ├╝ber eine Deutschnationale und einer Nationalsozialistischen Koalition zu reden. Papen w├Ąre sogar bereit gewesen mit Hitler die Macht zu teilen es m├╝ssten nur die Zweifel Hindenburgs aus dem Weg geschafft werden. Doch Hitler w├╝rde nur ├╝ber eine neue Zusammensetzung des Kabinetts reden nicht aber um eine Teilung der Kanzlerschaft und damit der Macht.

Da Hitler Hindenburg nicht allein ├╝berzeugen konnte kamen er und Papen zusammen und wollten die engsten Berater des alten Pr├Ąsidenten, den Staatssekret├Ąr und den Sohn des Pr├Ąsidenten, von Hitler zu ├╝berzeugen. Denn w├Ąren sie einmal mit der Kanzlerschaft einverstanden w├╝rde Hindenburg kaum noch etwas dagegen tun. Es kam dann zu einer Begegnung die streng Geheim war, es trafen sich Oskar von Hindenburg (Sohn des Reichspr├Ąsidenten), Mei├čner, von Papen und Hitler. Mitten im Gespr├Ąch kam pl├Âtzlich der Vorschlag Hitlers, sich mit dem Sohn des Pr├Ąsidenten in einem Nebenzimmer zu unterhalten. Was dort geredet wurde, was man nicht. Aber als sie das Haus verlie├čen, glaubte Mei├čner, dass Hitler den Sohn des Pr├Ąsidenten schon ├╝berzeugt h├Ątte und der Sohn sagte selber das man wahrscheinlich nicht um diesen Hitler herum kommen w├╝rden, weil er die gr├Â├čten Parteien hinter sich hat und die anderen Kandidaten somit machtlos w├Ąren. Der Reichspr├Ąsident lie├č sich schlie├člich von seinem Sohn und Mei├čner vom Hitler als Reichskanzel ├╝berzeugen und als Schleicher zur├╝ck trat, blieb ihm nichts anderes mehr ├╝brig als Hitler am 30 Januar 1933 zum Reichskanzler zu ernennen. Nach der Ernennung lie├č er keine Zeit verstreichen und l├Âste sofort alle anderen Parteien auf und freie Gewerkschaften wurden verboten. Er schlo├č alle Juden von den ├Âffentlichen ├ämtern aus und politische Gegner kamen in Konzentrationslager (KZ).

Hitler nahm den Reichsbarnd am 27. Februar 1933 zum Anlass das System zu unterh├Âhlen. Mit der Notverordnung vom "Zum Schutz von Volk und Saat" h├Ârte Deutschland auf ein Rechtsstaat zu sein. Nun konnte Hitler quasi jeden verd├Ąchtigen verhaften lassen. Mit dem Erm├Ąchtigungsgesetz schaltete er praktisch den Reichstag und weitgehend auch den Reichspr├Ąsidenten ab.

Nun erreichten die Nationalsozialisten mit Unterst├╝tzung von den rechtskonservatifen bei den n├Ąchsten Wahlen 44% der Stimmen und als Hindenburg am 2. August 1934 starb, konnte Hitler quasi sein Nachfolger werden.

Literaturnachweis

"Adolf Hitler Eine Biographie in Texten, Bildern und Dokumenten" von Christian Zentner,

Delphin Verlag GmbH, M├╝nchen, 1989

"Hilter eine Biographie" von Joachim Fest, Ullstein Buchverlage GmbH & Co. KG, Berlin, 1973

"Wer war wer im Dritten Reich" von Robert Wistrich, Harnack Verlag, M├╝nchen, 1983

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