Jimmy Cliff

1. Jimmy Cliff - Eine kurze Biographie

Mit Jimmy Cliff startet der Reggae seinen Siegeszug um die Welt. Stars wie Bob Marley und Paul Simon berufen sich auf den Jamaikaner, der allein in den ersten 30 Jahren seines Schaffens 20 Alben herausbringt.

Cliff hat seine musikalischen Wurzeln auf seiner Heimatinsel Jamaika. In seinen Songs verwendet er Rhythmen und Melodien, wie er sie als Jugendlicher in der Kirche kennenlernt. In der Hauptstadt Kingston versucht Cliff schon als Student, einen Plattenvertrag zu ergattern und erh├Ąlt seine Chance: Er nimmt einige Songs auf, bis er 1962 mit "Hurricane Hattie" einen nationalen No.1-Hit landet. Mehrere Hit-Singles machen auch das Publikum in den USA auf ihn aufmerksam, 1969 hat er in Amerika den ersten Chart-Erfolg mit "Wonderful World, Beautiful People".

Ein Jahr sp├Ąter erobert der Jamaikaner auch das k├╝hle Gro├čbritannien. Sein Song "Vietnam" wird ein Erfolg, und au├čerdem von Bob Dylan als bester Protestsong aller Zeiten bezeichnet. "Wild World" steigt im selben Jahr auf Platz 8. Der endg├╝ltige Durchbruch gelingt Cliff 1973 mit dem Film 'The Harder They Come'. Jimmy Cliff steht darin vor der Kamera und steuert zum Soundtrack den Titelsong bei. Das Album wird eines der am meisten verkauften Reggae-Alben aller Zeiten. Weitere Alben wie 'Unlimited' (1973), 'Give Thanx' (1978) und 'Special' (1982) folgen und pr├Ągen den Sound des Reggae nachhaltig.

1993 gelingt Cliff noch einmal ein internationaler Hit. F├╝r den Film 'Cool Runnings' spielt er den Johnny Nash -Klassiker 'I Can See Clearly Now' neu ein. Der Song steigt bis auf Platz 18 in den US-Charts. 1999 ver├Âffentlicht Cliff sein bisher letztes Album 'Many Rivers To Cross'.

Geboren wurde Jimmy Cliff am 1.4.1948 in St.Catherine (Jamaika) als James Chambers. Cliff sang anfangs vor allem Ska und Rhythm&Blues, wandte sich sp├Ąter jedoch mehr dem Pop-Reggae zu. Von seinem Vater erzogen, kam er 1962 erstmals nach Kingston (Jamaika), wo er seine erste Single Daisy got me crazy (mit Count Ossie) aufnahm. Ersten Erfolg hatte er 1962 mit seinem eigenen Song Hurricane Hattie.1963 arrivierte er als Ska-S├Ąnger unter Leslie Kong ( u.a. mit King of Kings und Dearest Beverly). 1964 ├╝berredete ihn Chris Blackwell bei einem Konzert auf der Weltausstellung in New York, nach London ├╝berzusiedeln. 1967 unterzeichnete er einen langfristigen Vertrag mit Island Records- als eines der ersten K├╝nstler Jamaikas.

1968 vertrat er Jamaika beim International Song Festival in Brasilien.

Ersten Erfolg in Grossbritannien hatte Cliff 1969/70 mit einer Cover-Version von Cat Stevens Wild World und dem Song Wonderful World, Beautiful People. 1970 versuchte er, desillusioniert vom Musik-Business, in den Muscal Shoal Studios in Alabama eine Karriere als Souls├Ąnger. Sei Song Vietnam wurde von Bob Dylan als bester Song ├╝ber den Krieg in Vietnam bezeichnet. Paul Simon flog daraufhin nach Kingston und nahm sein Mother And Child Reunion mit der gleichen Rhythm-Section im gleichen Studio mit dem gleichen Toningeneur auf (der erste US-amerikanische Reggae-Song). Cliff spielte 1972 den Strassenjungen Ivan in dem Film The Harder They Come. Eine Fotsetzung des Titels unter dem Namen The Harder They Fall, zu dem er das Drehbuch schreiben sollte, wurde auf Grund eines Rechtsstreites mit Perry Henzell, Autor und Produzent des ersten Films, nicht realisiert.

Cliff betrieb ein eigenes Label, Sunpower, und konvertierte sp├Ąter zum Islam. Ende der 70er Jahre kehrte er wieder nach Jamaika zur├╝ck.

1986 war er an der Anti-Apartheid-Platte Sun City und dem Soundtrack zum Film Club Paradise beteiligt.

1987 sang er ein Duett mit Elvis Costello auf dessen CD Out Of Your Idiot mit dem Titel Seven Day Weekend.

1994 beteiligte er sich am Festival Woodstock II. 1995 sang er beim Disney-Klassiker K├Ânig der L├Âwen mit.

Cliff lebt nun schon seit einigen Jahren in Rio de Janeiro.

2. Alle seine bisherigen Alben

Best of Jimmy Cliff; Hard Road to Travel; Jimmy Cliff; Treat the Youths Right; Reggae Nights; Another Cycle; Struggling Man; Give the People; Special; Give Thanks; I am the Living; Harder They Come; UnLimited; Hanging Fire; The Power and the Glory; Wonderful World, Beautiful People; Rub-A-Dubb-Partner,Follow my Mind; Jimmy Cliff live; House of Exile; Brave Warrior; Higher and Higher. Dutzende Best of Alben werden hier nicht erw├Ąhnt.

3. Seine Hits

Reggae Night; Hakuna Matata; I Can See Cleary Now (Soundtrack zu Coll Running's 1993); Many Rivers To Cross; The Harder They Come; Wonderful World, Beautiful People; Vietnam; Sitting in Limbo; Miss Jamaica; Samba Reggae u.v.a.

4. Auszug aus einer Pressemitteilung

" You Can Get It If You Really Want - Du kannst es schaffen, wenn du nur willst, ist der wohl bekannteste Song aus dem Film The Harder They Come und das ist auch gleichzeitig der Leitsatz des Protagonisten Ivan aus dem Film. Ivan heisst im b├╝rgerlichen Leben James Chambers, besser bekannt als Jimmy cliff.

Wir versetzen uns zur├╝ck ins Jamaika der fr├╝hen 70er Jahre: Der Ska entwickelt sich ├╝ber Rock Steady allm├Ąhlich zum Reggae und nimmt - mit Bob Marley auf der einen Seite und Jimmy Cliff auf der anderen - Anlauf zu seinem internationalen Durchbruch. Jimmy ist ein rastlos Suchender, ein sich st├Ąndig unverstanden F├╝hlender, der nur von einem tr├Ąumt: ein grosser Popstar zu werden. In der Figur des Ivan spielt er sich im Prinzip selbst - nur wird Ivan im Gegensatz zu Jimmy Cliff von Macht und Korruptionsspielen aufgefressen und am Ende umgebracht.

The Harder They Come erlangt in Jimmys Heimat Jamaica Kultstatus und verkauft sich auch in den Staaten gut. Endlich wird einmal ein authentisches bild von Land und Leuten auf der Karibikinsel vermittelt. Jimmy Cliff ist Jamaikas erster Superstar.

5. Er verhilft andern zu Toperfolgen

Zum Beispiel half er Bob Marley, sein erstes Album zu produzieren.

Er sang Many Rivers To Cross, welchen UB40 coverte und erfolgreich wurde.

Cliff sang mit T.Rice zusammen Hakuna Matata, was Rice ber├╝hmt machte. EltonJohn coverte den Song und hatte Welterfog damit.

Er verhalf MELANIE mit Brand New Key zu einem Toperfolg auf Jamaica.

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