Martin Luther King Jr.

"I have a dream"

Das Leben des Martin Luther King Jr.

1. Lebenslauf

2. Wichtige Ereignisse w├Ąhrend der Zeit von Martin Luther King

3. Martin Luther Kings Rede "I have a dream"

4. Bild von Martin Luther King

Getrennte Trinkwasserbrunnen f├╝r Schwarze und Wei├če. "Logen" f├╝r Farbige im Kino. Sitzpl├Ątze im hinteren Teil des Busses. Es mussten Soldaten gerufen werden, um kleine Kinder zu sch├╝tzen die in die Schule wollten. Es mag schwer zu glauben sein, dass dies die Lebensbedingungen in Amerika vor weniger als 40 Jahren waren, der Zeit in der Martin Luther King Jr. aufwuchs. Martin Luther King Jr. war schwarz und hatte deshalb unter diesen Bedingungen zu leiden. Sein Lebensziel war die Bedingungen zu verbessern und eine Gleichheit aller B├╝rger vor dem Gesetz zu erreichen.

1. Lebenslauf

Martin Luther King Jr. wurde am 15. Januar 1929, als Sohn des Baptistenpfarrers Martin Luther King und der Lehrerin Alberta King, in Atlanta, Georgia geboren.

Er besuchte von 1935 - 1944 Grundschule und High School und tratt mit 15 Jahren in das Morehouse College ein. Mit 18 Jahren wurde er Hilfsprediger in der Kirche seines Vaters. 1948 beginnt er sein Theologie- und Philosophie Studium in Chester und Boston. Er begann bereits damals die Methoden Gandihs zu studieren Noch w├Ąhrend seines Studiums heiratet er am 18. Juni 1953 Coretta Scott. 1954 wird am 17. Mai offiziell die Rassentrennung an ├Âffentlichen Schulen abgeschafft. Im September des selben Jahres zieht Martin Luther King Jr. mit seiner Frau nach Montgomery, Alabama, wo er Pfarrer der Dexter Avenue Baptist Kirche wird. 1955 erwirbt King den Doktortitel. Am 17. November dieses Jahres wird seine erste Tochter Yoki geboren. Am 5. Dezember 1955 beginnt der Busstreik und King wird zum Pr├Ąsidenten der Montgomery Improvement Association gew├Ąhlt. Am 26. Januar 1956 wird King verhaftet, da er 8 km/h zu schnell gefahren ist. 4 Tage sp├Ąter wird ein Bombenanschlag auf Kings Haus ver├╝bt.. Am 13. November 1956 zeigt der Busstreik Erfolg, der Oberste Gerichtshof erkl├Ąrt die Rassentrennung in ├Âffentlichen Verkehrsmitteln von Montgomery f├╝r verfassungswidrig. Im Januar 1957 gr├╝nden schwarze Priester die "Southern Christian Leadership Conference", deren Vorsitzender Martin Luther King Jr. wurde. In diesem Jahr hielt Martin Luther King ├╝ber 200 Reden und nahm an vielen Demonstrationen teil, unter anderem am Gebetsmarch zum Lincoln Memorial am 17. Mai. Im September gab es Schulunruhen in Little Rock. Am 23. Oktober 1957 bringt Coretta King ihr zweites Kind zur Welt. Es erh├Ąlt den Namen seines Vaters, n├Ąmlich Martin Luther King III. 1958 ver├Âffentlicht King sein erstes Buch es hei├čt "Stride Towards Freedom" und handelt vom Busboykott in Montgomery. W├Ąhrend er f├╝r sein Buch wirbt sticht am 20. September eine afrikanische Amerikanerin in Harlem auf ihn ein. 1959 ist Martin Luther King f├╝r vier Wochen in Indien um die Methoden seines Vorbildes Gandhi zu studieren. 1960 ziehen die Kings zur├╝ck nach Boyhood, Martin Luther King ├╝bernimmt die Kirche seines Vaters. Im Februar gibt es erste "Sit - ins" in Greensboro, North Carolina. Am 19. Oktober wird King erneut verhaftet, kommt aber gegen 2000 $ Kaution wieder frei. 1961 erzwingen Schwarze und Wei├če die Aufhebung der Rassentrennung in zwischenstaatlichen Verkehrsbetrieben. King ruft zum Boykott der ├Âffentlichen Einrichtungen mit Rassentrennung auf. 1962 trifft King den Pr├Ąsidenten der Vereinigten Staaten John F. Kennedy um von ihm Unterst├╝tzung f├╝r die B├╝rgerrechte zu bekommen. 1962 wird sein Sohn Dexter geboren. Am 3. April 1963 startet King die Birmingham Kampagne, er wird daf├╝r verhaftet. Im Juni erscheint sein zweites Buch "Strength to Love". Am 28. August nehmen 250000 B├╝rger am "March on Washington " teil. Am Lincoln Memorial h├Ąlt King dann die ber├╝hmte Rede "I have a dream". 1963 wird sein viertes Kind Bunny geboren. 1964 wurde das B├╝rgerrechtsgesetz verabschiedet, das jede Art von Trennung Schwarzer und Wei├čer als ungesetzlich erkl├Ąrt. Im selben Jahr erscheint sein drittes Buch "Why we can't wait". Im Sommer gibt es Rassenunruhen in Harlem, New Jersey und Pennsylvania. Im September trifft Martin Luther King Willy Brandt und Papst Paul VI. Martin Luther King erh├Ąlt am 10. Dezember 1964 den Friedensnobelpreis. 1965 l├Ąsst sich King f├╝r die Wahl registrieren und wird angegriffen. King demonstriert gegen die Diskriminierung bei der Registrierung der W├Ąhler. Am 9. Februar trifft er sich mit dem Pr├Ąsidenten und anderen politischen F├╝hrern um ├╝ber das Wahlrecht f├╝r afrikanische Amerikaner zu sprechen. Vom 16. - 21. M├Ąrz marschieren 3200 Menschen von Selma nach Montgomery. Als sie am 21. M├Ąrz dort ankommen wurden sie von der Polizei brutal zusammen geschlagen. Dieser Tag ging als blutiger Sonntag in die Geschichte ein. Als Folge von ihm wurde noch im selben Jahr das Wahlrecht f├╝r alle eingef├╝hrt. 1966 spricht King sich ├Âffentlich gegen die Einmischung der Amerikaner in Vietnam aus und beginnt eine Antigettokampagne. 1967 erscheint sein viertes und letztes Buch "Where do we go from here". Es gibt weitere Rassenunruhen. King ruft zum "Marsch der Armen" nach Washington auf. Am 3. April 1968 h├Ąlt King seine letzte Rede. Er wird am 4. April von James Earl Ray in Memphis, Tennessee erschossen. Am 20. Januar 1986 wurde der erste Martin Luther King Gedenktag durchgef├╝hrt.

2. Wichtige Ereignisse w├Ąhrend der Zeit von Martin Luther King

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Der Busboykott in Montgomery (1955)

Rosa Parks, eine 43 Jahre alte schwarze Schneiderin, wurde in Montgomery, Alabama daf├╝r verhaftet, dass sie sich geweigert hatte, ihren Sitzplatz im vorderen Teil eines Busses einem Wei├čen zu ├╝berlassen. In der Nacht darauf trafen sich 50 f├╝hrende K├Âpfe der sp├Ąteren B├╝rgerrechtsbewegung in einer Kirche, um das Problem zu diskutieren. Unter ihnen war ein junger Priester, Dr. Martin Luther King. Die Anf├╝hrer organisierten den "Montgomery Bus Boycott", der den Busunternehmen zwei Drittel ihres Umsatzes kostete und Martin Luther King Jr. 500$ Geldstrafe oder 386 Tage Gef├Ąngnis einbrachte. Er bezahlte die Strafe und 8 Monate sp├Ąter entschied der Supreme Court, dass Rassentrennung in den Bussen gegen die Verfassung verst├Â├čt.

Aufhebung der Rassentrennung in Little Rock (1957)

In der Little Rock Central Highschool sollte mit dem Beginn des Schuljahres 1957 die Rassentrennung aufgehoben werden. Am 2. September, der Nacht vor dem ersten Schultag, k├╝ndigte der Gouverneur von Arkansas an, dass er der Nationalgarde von Arkansas befohlen habe, die Schule am n├Ąchsten Tag zu ├╝berwachen. Als eine Gruppe von 9 schwarzen Sch├╝lern am 3.September an der Schule ankamen, wurden sie von Soldaten am betreten gehindert. Am 20. September bewilligte Richter Davies eine einstweilige Verf├╝gung gegen den Gouverneur und drei Tage sp├Ąter kehrten die Sch├╝ler zur Schule zur├╝ck. Obwohl die Sch├╝ler nicht k├Ârperlich verletzt wurden, verhinderte eine Meute von 1000 Einwohner, dass sie an der Schule bleiben konnte. Pr├Ąsident Eisenhower machte dem Treiben dann am 25. September ein Ende, indem er 1000 Fallschirmj├Ąger und 10 000 Soldaten der Nationalgarde nach Little Rock beorderte um die Sch├╝ler zu besch├╝tzen.

Erste Sit-Ins (1960)

Nachdem sie bei einer Essensausgabe in North Carolina kein Essen erhielten, kamen Joseph McNeill - ein schwarzer Collegesch├╝ler und drei Klassenkameraden am n├Ąchsten Tag zur├╝ck, um am Schalter solange sitzenzubleiben bis sie bedient w├╝rden. Sie wurden nicht bedient. Die vier Sch├╝ler kamen jeden Tag zur Essensausgabe zur├╝ck. Als ein Artikel in der New York Times die ├Âffentliche Aufmerksamkeit auf den Protest der Sch├╝ler lenkte, schlossen sich schwarze und wei├če Sch├╝ler an.

Die "Freedom Rides" (1961)

1961 fuhr eine Gruppe Schwarzer und Wei├čer mit Bussen durch das ganze Land, um gegen die Rassentrennung der Busterminals zu protestieren. Sie wurden jedoch - trotz ihres gewaltlosen Protestes - an vielen Haltestellen brutal empfangen. Ihre Proteste hatten aber Erfolg, die Rassentrennung in den zwischenstaatlichen Bussen wurde aufgehoben.

Mississippi Unruhen (1963)

Pr├Ąsident Kennedy befahl Polizeichefs James Meredith, den ersten Schwarzen, der sich an der Universit├Ąt von Mississippi einschreiben wollte, auf den Campus zu begleiten. Es brach ein Tumult aus und bevor die Nationalgarde ankam, um die Polizeichef zu unterst├╝tzen, wurden zwei Studenten get├Âtet.

Die Birmingham-Proteste (1963)

In den 60er Jahren war Birmingham die Stadt, in der die Rassentrennung am h├Ąrtesten durchgesetzt wurde. Schwarze M├Ąnner und Frauen veranstalteten "Sit-ins" an Essensausgaben, an denen sie kein Essen bekamen und "kneel-ins" auf den Stufen der Kirchen, in die sie nicht eingelassen wurden. Hunderte von Demonstranten wurden bestraft und kamen ins Gef├Ąngnis. 1963 f├╝hrte Martin Luther King und zwei weitere Geistliche einen Protestmarsch in Birmingham. Den Protestierenden wurden Polizei mit Hunde und Wasserwerfer entgegengesetzt. Die drei Priester wurden verhaftet und ins Gef├Ąngnis gebracht. Dort schrieb Marti Luther King seine Briefe.

Der "March on Washington" - Die B├╝rgerrechtsbewegung an ihrem H├Âhepunkt (1963)

Trotz der Sorge, dass nur wenige Menschen teilnehmen und Gewalt ausbrechen k├Ânnte, organisierten zwei B├╝rgerrechtler das historische Ereignis, das die B├╝rgerrechtsbewegung symbolisieren w├╝rde. King nannte ihn sp├Ąter "die gr├Â├čte Manifestation der Freiheit in der Geschichte unserer Nation" ein Reporter der "New York Times" schrieb: "Keiner konnte sich je daran erinnern, dass eine Armee so friedlich und sanftm├╝tig einmarschierte wie die 250 000 B├╝rgerrechtler, die Washington besetzten."

Von Selma nach Montgomery - Der blutige Sonntag (1965)

Emp├Ârt ├╝ber die T├Âtung eines Demonstranten von einem Polizisten, entschlossen sich die Schwarzen von Marion, Alabama einen Marsch zu veranstalten. Martin Luther King sollte diesen Marsch von Selma nach Montgomery, der Hauptstadt, f├╝hren und dort direkt mit dem Gouverneur sprechen, um die Brutalit├Ąt bei der Polizei zu stoppen und Aufmerksamkeit auf ihren Kampf f├╝r das Wahlrecht zu erhalten. Als der Gouverneur den Marsch nicht erlaubte, ging Martin Luther King nach Washington, um mit Pr├Ąsident Johnson zu sprechen, der den Marsch zwei Monate aufschob. Die Demonstranten konnten nicht so lange warten und begannen ihren Marsch. An der Stadtgrenze von Selma wartete die berittene Polizei auf sie. Als die Demonstranten die Br├╝cke, die aus Selma herausf├╝hrt ├╝berquerten, wurde ihnen befohlen, den Marsch aufzul├Âsen. Aber die Polizisten warteten nicht, bis ihre Warnung ankam und griffen sofort die Menschen an, die ihre K├Âpfe zum Gebet geneigt hatten. Mit Tr├Ąnengas und Schlagst├Âcken wurden die Demonstranten in ein schwarzes Wohnviertel gejagt, wo die Polizisten sowohl die Demonstranten als auch unbeteiligte Anwohner weiterhin schlugen.

Der blutige Sonntag erhielt nationale Aufmerksamkeit und zahlreiche M├Ąrsche wurden daraufhin als Antwort organisiert. Pr├Ąsident Johnson hielt im Kongress eine flammende Rede und im gleichen Jahr noch wurde der "Voting Rights Act", in dem allen die Wahlrechte zugesichert wurde - gewisserma├čen als Ergebnis des blutigen Sonntags - verabschiedet.

3. Martin Luther Kings Rede "I have a dream"

Die Rede, die Martin Luther King am 28. August 1963 am Lincoln Memorial in Washington, D.C. vor ├╝ber 250000 Menschen hielt, war der H├Âhepunkt eines Protestmarsches zur Durchsetzung effektiverer Gesetze, um den Schwarzen Chancengleichheit und die Wahrung ihrer B├╝rgerrechte zu garantieren.

Auszug aus der Rede

Englisch

I have a dream that one day the sons of former slaves and the sons of former slaveowners will be able to sit down together at the table of brotherhood. I have a dream that my four little children will one day live in a nation where they will not be judged by the colour of their skin but by the content of their character.

I have a dream today.

I have a dream that one day little black boys and black girls will be able to join hands with little white boys and girls and walk together as sisters and brothers.

I have a dream today.

Let freedom ring. Let it ring from every village and every hamlet, from every state and every city we will be able to speed up that day when all of God's children, black men and white men, Jews and Gentles, Protestants and Catholics will be able to join hands and sing in the words of that old Negro Spiritual "Free at last! Free at last: Thank God almighty, we are free at last!"

Deutsch

Ich habe einen Traum, dass eines Tages die S├Âhne fr├╝herer Sklaven und die S├Âhne fr├╝herer Sklavenbesitzer in der Lage sein werden zusammen an einem Tisch der Freundschaft zu sitzen. Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einem Land leben, in dem sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sonder nach ihrem Charakter gerichtet werden.

Ich habe heute einen Traum.

Ich habe einen Traum, dass eines Tages schwarze Jungen und M├Ądchen in der Lage sein werden wei├čen Jungen und M├Ądchen die H├Ąnde zu reichen und als Br├╝der und Schwestern zusammen zuleben.

Ich habe heute einen Traum.

Lasst den Ruf der Freiheit ert├Ânen. Lasst ihn ert├Ânen aus jedem Dorf und jedem Kaff, lasst ihn ert├Ânen aus jedem Staat und jeder Stadt. Wir werden in der Lage sein den Tag herbeizuf├╝hren, an dem alle Kinder Gottes, Schwarze und Wei├če, Juden und Nazis, Protestanten und Katholiken sich die H├Ąnde reichen und die Worte des alten Negerlieds "Endlich Frei! Endlich Frei: Danke allm├Ąchtiger Gott, wir sind endlich Frei!" singen.

Denkendorf, 4.12.1999

Quellen:

"Keiner dreht sich um", die Lebensgeschichte des Martin Luther King; Anrnulf Zitzlmann Martin Luther King, Amerikas gro├čer gewaltloser F├╝hrer, der im Kampf um die Rechte der Schwarzen ermordet wurde; Valerei Schloredt & Pam Brown Der Friedens-Nobelpreis, Band 8 1963-1970; u.A. Homer A. Jack Internet

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