Adolf Hilter - Kindheit und Jugend

Adolf Hitler

Kindheit und Jugend

Adolf Hitler wurde am 20. April 1889 in Braunau am Inn geboren. Sein Vater Alois war Zollbeamter, seine Mutter Klara geb. P├Âlzl war Hausfrau. Er hatte zwei j├╝ngere Geschwister, Edmund und Paula. Hitler war in der Volksschule (1. - 4. Klasse) sehr gut. "Das l├Ącherlich leichte Lernen in der Schule gab mir soviel freie Zeit, dass mich mehr die Sonne als das Zimmer sah." Er war Katholik.
Als er dann in Linz auf eine Realschule ging, wurden seine Noten schlechter, weil er bestimmte F├Ącher vernachl├Ąssigte, wie z.B. Franz├Âsisch, Mathematik und die Naturwissenschaften. Er musste die 1.Klasse wiederholen. Dieser "Lernboykott" hatte den Sinn, die Beamtenpl├Ąne seines Vaters zunichtezumachen, denn Hitler wollte, aufgrund seines Talentes Maler werden. Bei der Berufsfrage war er oft anderer Meinung wie sein Vater. "Zum ersten mal in meinem Leben wurde ich als damals noch kaum Elfj├Ąhriger in Opposition gedr├Ąngt. So hart und entschlossen auch der Vater sein mochte in der Durchsetzung einmal ins Auge gefa├čte Pl├Ąne und Absichten, so verbohrt und widerspenstig war auch sein Junge in der Ablehnung eines ihm nicht oder nur wenig zusagenden Gedankens. Schwerer wurde die Frage, wenn dem Plane des Vaters ein eigener gegen├╝bertrat. Schon mit zw├Âlf Jahren traf ich die Entscheidung, dass ich Kunstmaler werden wollte. Mein Vater zweifelte an meiner Vernunft."
Mit sechzehn Jahren half ihm eine angebliche Lungenkrankheit, die Realschule, mittlerweile in Steyr, zu beenden. Sein Abschlu├čzeugnis war das, der vierten Oberrealschulklasse.
Nach zehn Schuljahren, davon einem doppelten, auf f├╝nf verschiedenen Schulen. Nach seinem Schulabgang beschlo├č er, eine zweij├Ąhrige Pause von allen "Anstrengungen" zu machen und wohnte bei seiner Mutter in einem Haus in Linz. Nach dieser Zeit zeichnete, sich erstmals ab, was f├╝r ein Phantast er war, als er fest damit rechnete im Lotto zu gewinnen. Als er nicht gewann, wurde er w├╝tend und j├Ąhzornig.
Im Herbst 1907 versuchte sich der 18j├Ąhrige bei einer Aufnahmepr├╝fung in der Akademie der Bildenden K├╝nste in Wien, Abteilung Allgemeine Malerschule. "Ausger├╝stet mit einem dicken Pack von Zeitungen hatte ich mich aufgemacht, ├╝berzeugt davon, die Pr├╝fung spielend leicht bestehen zu k├Ânnen." Bei der zweiten Pr├╝fung fiel er durch, ein Jahr danach, beim zweiten Versuch sogar schon in der ersten.
Zwischen diesen Versuchen starb seine Mutter an Krebs, Hitler war v├Âllig am Ende, da seine Mutter nach dem Tod seines Vaters 4 Jahre zuvor, sein letzter Zufluchtspunkt war.
Die n├Ąchsten f├╝nf Jahre, von 1908 - 1913 lebte Hitler in Wien, verdiente sich Geld mit dem Verkaufen von selbst gemalten Zeichnungen und Aquarellen. Da er davon sehr gut leben konnte, zog er in ein M├Ąnnerheim.



Flucht aus ├ľsterreich
1913 siedelte er nach M├╝nchen ├╝ber, weil er wegen Wehrdienstflucht polizeilich gesucht wurde. Er wollte nicht f├╝r ├ľsterreich k├Ąmpfen. Nach einiger Zeit wurde Hitler gefunden, aber kurz darauf wurde er vom Wehrdienst befreit, weil er "zum Waffendienst untauglich, zu schwach" eingestuft wurde. Anschlie├čend wurde er wieder nach M├╝nchen entlassen, worauf er sich sofort bei der deutschen Armee als Kriegsfreiwilliger meldete. Als am 1.August der Kriegszustand ausgerufen wurde freute sich Hitler mit Tausenden anderen Menschen darauf, f├╝r "sein Vaterland" k├Ąmpfen zu d├╝rfen.






Der Soldat


Hitler bat K├Ânig Ludwig den Dritten von Bayern, in ein bayerisches Regiment eintreten zu d├╝rfen; sein Gesuch wurde genehmigt. Nach neun Monaten Ausbildung und nach dem Eid auf zwei Majest├Ąten, Wittelsbach und Habsburg, denn er war ja immer noch ├ľsterreicher, wurde er im Oktober 1914 mit seinem Infanterie - Regiment Nr.16 (List) nach Flandern transportiert. Der Krieg dort wurde immer mehr vom Bewegungs - zum Stellungs - und Zerm├╝rbungskrieg. Hitler wurde im November Gefreiter und erhielt einen Monat darauf das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Er schrieb in dieser Zeit folgende Briefe:

3.Dezember 1914: 4 Tage lagen wir im schweren Kampfe und mit Stolz darf ich sagen, unser Regiment hat sich heldenhaft geschlagen schon am ersten Tag abends hatten wir fast alle Offiziere verloren... Am vierten Tage waren von 3600 Mann so stark war unser Regime noch 611 Mann ├╝brig. Aber die Engl├Ąnder hatten wir geschlagen.
26.Januar 1915: Tag f├╝r Tag seit zwei Monaten zittert hier die Luft und Erde unter dem Heulen und Krachen der Granaten, dem Platzen der Schrapfnelle( Art Kanone). Fr├╝h beginnt das H├Âllenkonzert um 9 Uhr und endet um 1 Uhr Mittag um dan zwischen 3 Uhr und 5 Uhr Nachmittag den H├Âhepunkt zu erreichen. 5 Uhr ist Schlu├č. Schaurig ist es wenn dann in der nacht auf der ganzen Front oft der Kanonen Donner zu rollen anf├Ąngt....Aber aus dem Ort bringt uns kein Tod und Teufel mehr hinaus.
5.Februar 1915: ...nun geht es bei uns zum Sturm. Wir kommen blitzschnell ├╝ber die Felder vor, und nach stellenweise blutigem Zweikampf werfen wir die Burschen aus einem Graben nach dem anderen heraus. Viele heben die H├Ąnde hoch. Was sich nicht ergibt wird niedergemacht. Graben um Graben r├Ąumen wir so... Links liegen einige Geh├Âfte die sind jetzt noch besetzt und wir bekommen furchtbares Feuer. Einer nach dem Anderen bricht von uns zusammen... Nun ist noch ein Offizier ├╝brig... In uns kocht die Wut. "Herr Leutnant f├╝hren sie uns zum Sturm" schreit alles. Also dann vorw├Ąrts durch den Wald links hinein. Auf der Stra├če kommen wir nicht vor. 4mal dringen wir vor und m├╝ssen wieder zur├╝ck, von meinem ganzen Haufen bleibt nur mehr einer ├╝brig au├čer mir, endlich f├Ąllt auch der. Mir rei├čt ein Schu├č den ganzen Rock├Ąrmel herunter aber wie durch ein Wunder bleibe ich gesund und heil... 3 Tage k├Ąmpften wir so bis endlich am 3ten die Engl├Ąnder geworfen wurden.... Ich bin jetzt beim Stab als Gefechtsmeldeg├Ąnger. In Bezug auf Schmutz ist es da etwas besser, daf├╝r aber auch gef├Ąhrlicher. (Schreibfehler sind Original)
In Gefechtspausen vertreibt sich Hitler die Zeit mit Malen, Zeichnen, Lesen und Gedichte schreiben.
Im Jahr 1918 bekam Hitler erst das Regimentsdiplom f├╝r hervorragende Tapferkeit, danach das Eiserne Kreuz erster Klasse. Freiherr von Godin: "Als Meldeg├Ąnger leistete er sowohl im Stellungskrieg, als auch im Bewegungskrieg Vorbildliches an Kaltbl├╝tigkeit und Schneid und war stets freiwillig bereit, Meldungen in schwierigsten lagen unter gr├Â├čter Lebensgefahr durchzubringen. Ich halte Hitler w├╝rdig zur Auszeichnung mit dem EK 1." ├ťber den Gefreiten kam Hitler nie hinaus.










Der Demagoge

(Def. (griechisch "Volksf├╝hrer"): in den altgriechischen Stadtstaaten ein einflu├čreicher Redner. Heute wird der Begriff negativ gebraucht: Volksf├╝hrer, Hetzer)
Im August 1919 wurde Hitler zusammen mit Kameraden zu nationaler Propagandaarbeit ins Lager Lechtfeld geschickt. Dort musste er vor Heimkehrern aus der Gefangenschaft reden. Von daher kamen erstmals Hitlers rhetorische F├Ąhigkeiten zur Geltung. Ein Vorgesetzter: "Herr Hitler ist ein geborener Volksredner, der durch seinen Fanatismus und sein popul├Ąres Auftreten die Zuh├Ârer unbedingt zur Aufmerksamkeit und zum Mitdenken zwingt."
Sein Vorgesetzter schickte seinen erfolgreichen Agitator (Agitation: die aggressive Werbung f├╝r eine politische Gruppe oder Weltanschauung") zu einer Versammlung der Deutschen Arbeiter Partei (DAP). Dort traf er auf den Reichsvorsitzenden, zugleich Mitglied der v├Âlkischen Thule - Gesellschaft, deren Richtung schon 1918 in der Zielsetzung der Vernichtung des Judentums war. Au├čerdem traf er dort Rudolf Hess, seinen sp├Ąteren Gehilfen im Dritten Reich, und zwei andere Antisemiten. Ein Mitglied der DAP: "Mensch der hat a Gosch'n, den kunnt ma braucha." Hitler trat im September 1919 in die DAP ein. "Hier konnte man noch arbeiten...Hier konnte noch der Inhalt, das Ziel und der Weg bestimmt werden, was bei den beistehenden gro├čen Parteien von Anfang an schon wegfiel. Nach zweit├Ągigem qualvollen Nachgr├╝beln und ├ťberlegen kam ich endlich zur ├ťberzeugung, den Schritt zu tun. Es war der entscheidendste Entschlu├č meines Lebens...So meldete ich mich als Mitglied der Deutschen Arbeiterpartei an und erhielt einen provisorischen Mitgliedschein mit der Nummer: sieben." In Hitlers erster rein politischen Rede war schon deutlich der Antisemit zu erkennen:
"Zun├Ąchst ist das Judentum unbedingt Rasse und nicht Religionsgemeinschaft...Durch tausendj├Ąhrige Inzucht, h├Ąufig vorgenommen in engstem Kreise, hat der Jude im allgemeinen seine Rasse und ihre Eigenarten sch├Ąrfer bewahrt als zahlreiche der V├Âlker, unter denen er lebt. Und damit ergibt sich die Tatsache, dass zwischen uns eine nichtdeutsche fremde Rasse lebt. Nicht gewillt und auch nicht imstande, ihre Rasseneigenarten zu opfern, ihr eigenes F├╝hlen, Denken und Streben zu verleugnen, und die dennoch politische Rechte besitzen wie wir selber. Bewegt sich schon das Gef├╝hl des Juden im rein Materiellen, so noch mehr sein Denken und Streben... Der Antisemitismus der Vernunft jedoch muss f├╝hren zur planm├Ą├čigen gesetzlichen Bek├Ąmpfung und Beseitigung der Vorrechte der Juden. Sei letztes Ziel aber muss unverr├╝ckbar die Entfernung der Juden ├╝berhaupt sein. Zu beidem ist nur f├Ąhig eine Regierung nationaler Kraft, niemals eine Regierung nationaler Ohnmacht..."
Aus dem munteren Erz├Ąhlen des Kriegsfreiwilligen war das fanatische Reden des Demagogen geworden, ohne jede Pers├Ânlichkeit, sondern nur noch das politische Ziel in den Augen. Genauso wie energisch und entschlossen wie in der Rede muss man sich Hitler auch als Parteiaktivisten vorstellen. Hitler wurde mit seinen Reden bald der f├╝hrende Redner, er konnte allein die ganze Partei begeistern.
Die ersten Erfolge wurden im Winter 1919/20 sichtbar. Es gelang Hitler, eine wachsende Zahl von M├╝nchnern f├╝r die DAP zu interessieren. Von einer Versammlung im Hofbr├Ąuhauskeller vor 111 Zuh├Ârern schrieb er: "Ich sprach drei├čig Minuten, und was ich fr├╝her, ohne es irgendwie zu wissen, einfach innerlich gef├╝hlt hatte, wurde nun durch die Wirklichkeit bewiesen: Ich konnte reden! Nach drei├čig Minuten waren die Menschen in dem kleinen Raum elektrisiert." F├╝r Hitler war das Reden und der damit verbundene Applaus wie eine Droge, die er immer wieder brauchte. Nach seine Reden war er immer v├Âllig verschwitzt und um Pfunde leichter. Joseph Goebbels, selbst einer der besten und gef├Ąhrlichsten Redner sagte ├╝ber ihn: "Als Redner ein wundervoller Dreiklang zwischen Geste, Mimik und Wort. Der geborene Aufpeitscher! Mit dem Mann kann man die Welt erobern. La├čt ihn los, und er bringt die korrupte Republik ins Wanken."
Hitler vertraute nicht nur seiner Ausstrahlung, er arbeitete au├čerdem noch an seinen handwerklichen Mitteln. Manchmal gab ihm ein Operns├Ąnger Sprechunterricht. Vor dem Spiegel probte er Handstellungen und Mienenspiel.


Er arbeitete an seinem Erscheinungsbild, um soviel wie m├Âglich unter Selbstkontrolle zu haben, sogar seine Wutausbr├╝che. Eigentlich aber dachte er ├╝ber die Masse, die ihm zuh├Ârte sehr geringsch├Ątzig: "Die Aufnahmef├Ąhigkeit der Masse ist nur sehr beschr├Ąnkt, das Verst├Ąndnis klein, daf├╝r jedoch die Verge├člichkeit gro├č. Aus diesem Grunde muss eine Propagandarede volkst├╝mlich sein, und ihr geistiges Niveau einzustellen nach der Aufnahmef├Ąhigkeit des Beschr├Ąnktesten unter denen, an die sie sich zu richten gedenkt."




Die Keimzelle des Dritten Reiches

Im Februar 1920 rief die DAP zur ersten Gro├čveranstaltung im Festsaal des Hofbr├Ąuhauses auf. Im Verlauf des Abends verlass Hitler das Parteiprogramm der DAP, in 25 Punkten, von denen sich vier auf Juden beziehen. Einige Tage nach dem Parteitag setzte sich die DAP ihrem Namen das Wort "nationalsozialistisch" voran, hie├č also von da an Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP). Mit seinem Widerstand gegen jede kleine Entscheidung erwies sich Hitler schon bald als Machtmensch. Noch lie├č er aber anderen die Vormachtstellung in der Partei, und begn├╝gte sich mit dem Propagandaposten.
Einen Monat sp├Ąter gab es einen gro├čen Putsch der Rechtsradikalen in M├╝nchen, der auch gelang, im Gegensatz zu Berlin, wo ein Putsch niedergeschlagen wurde. Es gab in M├╝nchen also einen Machtwechsel und immer h├Ąufiger h├Ârten M├╝nchner den Namen Adolf Hitler, aber nicht nur sie. Im April entstand in Rosenheim die erste Ortsgruppe der NSDAP au├čerhalb M├╝nchens. Hitlers Ziele waren vor allem die Bek├Ąmpfung des Versailler Vertrags und der Juden. Die Juden waren seiner Meinung nach an allem Ungl├╝ck schuld: "Juden - Die Macher am Weltkrieg - Die Macher der deutschen Niederlage - Die Macher der Revolution - Die Macher des Waffenstillstandes - Die Macher des Friedensvertrags." Der besessene Redner, der mittlerweile schon S├Ąle f├╝llte, war innerhalb seiner Partei wie ein adoptierter Junge, mit dem sein Adoptivvater nicht mehr zurecht kommt. Und so stellte sich die Machtfrage in der Partei ein zweites Mal, diesmal endg├╝ltig. Hitler konnte nicht mehr lange jemanden ├╝ber sich haben. Im Juli 1921 brach der Streit ├Âffentlich aus, als Hitler demonstrativ aus der Partei austrat, als gegen seinen Willen eine Entscheidung gef├Ąllt wurde. Den Wiedereintritt machte er von folgenden Forderungen abh├Ąngig: "Der derzeitige Ausschu├č der Partei legt seine ├ämter nieder, bei der Neuwahl desselben fordere ich den Posten des 1. Vorsitzenden mit diktatorischer Machtbefugnis...F├╝r die Partei kann es niemals einen Zusammenschlu├č mit denjenigen geben, die mit uns in Verbindung treten wollen, sondern nur deren Anschlu├č..." Die Parteispitze kapitulierte sofort ohne Widerrede: "Der Ausschu├č ist bereit, in Anerkennung ihres ungeheuren Wissens, Ihrer, mit seltener Aufopferung und nur ehrenamtlich geleisteten Verdienste f├╝r das Gedeihen der Bewegung, Ihrer seltenen Rednergabe, Ihnen diktatorische Machtbefugnisse einzur├Ąumen und begr├╝├čt es auf das freudigste, wenn Sie nach ihrem Wiedereintritt die Stelle des Vorsitzenden ├╝bernehmen." 22 Monate nach dem Eintritt in die DAP besa├č er soviel Macht, wie kein anderer Parteichef in Deutschland, obwohl die Mitgliederzahl der DAP weit geringer war, als die der gro├čen Parteien.
In der Partei war nun ein regelrechter F├╝hrerkult (Die Bezeichnung "F├╝hrer" f├╝r Hitler taucht das erstemal am 4.August 1921 in der parteieigenen Zeitung auf). Ein Jahr nach der Einrichtung dieser "innenparteilichen Diktatur" beschreibt Rudolf He├č Hitler so: "Der Glaube an die Reinheit der eigenen Sache und an den unendlichen Sieg, eine unb├Ąndige Willenskraft geben ihm die Macht der hinrei├čenden Rede, die die Massen ihm zujubeln l├Ąsst...Er selbst hat nichts mit der Masse gemein, ist ganz Pers├Ânlichkeit, wie jeder Gro├če. Wenn die Not es gebietet, scheut er auch nicht davor zur├╝ck, Blut zu vergie├čen. Gro├če Fragen werden immer durch Eisen und Blut entschieden...Er hat einzig und allein vor Augen, sein Ziel zu erreichen, stampft er dabei auch ├╝ber seine n├Ąchsten Freunde hinweg...Noch wissen wir nicht, wann er rettend eingreift, der Mann. Aber dass er kommt, f├╝hlen Millionen."


Auch die Hakenkreuzfahne war zum gro├čen Teil Hitlers Sch├Âpfung. Die Farben Rot und Wei├č, zusammen mit dem Hakenkreuz deutet er so: "Nicht nur, dass durch die einzigen, von uns allen hei├čgeliebten Farben, die einst dem deutschen Volk so viel Ehre errungen hatten, unsere Ehrfurcht vor der Vergangenheit bezeugt wird, sie (die Symbolik) war auch die beste Verk├Ârperung des Wollens der Bewegung. Als nationale Sozialisten sehen wir in unserer Flagge unser Programm. Im Rot sehen wir den sozialen Gedanken der Bewegung, im Wei├č den nationalistischen, im Hakenkreuz die Mission des Kampfes f├╝r den Sieg der arischen Menschen..."
Am 8. November "├╝berfiel" Hitler mit mehreren Bewaffneten eine Versammlung zum f├╝nften Jahrestag der Revolution von 1918. Hitler schrie: "Die nationale Revolution ist ausgebrochen. Die bayerische Regierung ist abgesetzt, eine provisorische Reichsregierung wird gebildet." Hitler "einigte" sich mit dem Triumvirat, dass er die Reichsregierung darstellen, und General von Ludendorff die nationale Armee f├╝hren sollte. Diese "Einigung" aber wurde von der Regierung als ung├╝ltig erkl├Ąrt, weil sie erzwungen worden war. Die Regierung blieb, wie sie war. Hitler und die anderen Nationalsozialisten wollten dann jedoch die Regierung mit einer Demonstration doch noch kippen, die allerdings ein gewaltsames Ende in einer Schie├čerei mit siebzehn Toten endete. Die NSDAP wurde daraufhin verboten.
Hitler wurde dann verhaftet und wartete in der Festung Landsberg auf seinen Proze├č wegen Hochverrats. Beim Verfahren im Februar und M├Ąrz 1924 vor dem Volksgericht in M├╝nchen genossen die Angeklagten sehr viel Schonung, und konnten sich vor Gericht sehr viel erlauben. So wurde Hitler nur zu f├╝nf Jahren Festungshaft verurteilt, Ludendorff wurde sogar freigesprochen. Hitler beschlo├č, da es in der NSDAP chaotisch zuging, sein F├╝hreramt bis zu seiner Entlassung niederzulegen. Der zweite Grund, warum er keine Zeit f├╝r die "Fernf├╝hrung" der NSDAP hatte war, dass er in dieser Zeit mit seinem Buch "Mein Kampf" begonnen hatte. Sein Buch fordert erneut sehr oft den Kampf gegen die Juden, da ├╝berzeugt war, der Menschheit und auch Gott damit einen gro├čen Dienst zu tun. Zitat: "...Dann kann der Jude in jeder Form seinen Einzug halten, und dieser Meister der internationalen Giftmischerei und Rassenverderbnis wird dann nicht eher ruhen, als bis er ein solches Volk restlos entwurzelt und damit verdorben hat. Das Ende ist dann der Verlust eines bestimmten einheitlichen Rassenwertes und damit der endg├╝ltige Verfall." Schon in "Mein Kampf" stellte er immer den blutreinen Arier gegen den blutsaugenden Juden; in seinen Reden geschah das gleiche: "Das j├╝dische Volk kann mangels eigener produktive F├Ąhigkeiten einen Staatsbau r├Ąumlich empfundener Art nicht durchf├╝hren, sondern braucht als Unterlage seiner eigenen Existenz die Arbeit und sch├Âpferischen T├Ątigkeiten anderer Nationen. Die Existenz der Juden selbst wird damit zu einer parasit├Ąren innerhalb des Lebens anderer V├Âlker."
Weil Hitler eine M├Âglichkeit zur vorzeitigen Entlassung gegeben wurde, zeigte er sich von seiner besten Seite, und wurde dann tats├Ąchlich schon nach neun Monaten auf Bew├Ąhrung aus der Haft entlassen. Der Gef├Ąngnisdirektor Leybold: "Hitler zeigt sich als ein Mann der Ordnung und der Disziplin...Er ist gen├╝gsam, bescheiden und gef├Ąllig. Macht keinerlei Anspr├╝che, ist ruhig und verst├Ąndig, ernst und ohne jede Ausf├Ąlligkeit, peinlich bem├╝ht, sich den Einschr├Ąnkungen des Strafvollzugs zu f├╝gen. Er raucht nicht, trinkt nicht und ist sehr kameradschaftlich." Kurz darauf, am 27.Februar 1925 wurde die NSDAP wieder erlaubt und neu gegr├╝ndet. Die Partei war aber sehr zusammengeschmolzen und erreichte bei der Reichstagswahl nur vierzehn Sitze. Am 9.M├Ąrz erhielt Hitler in sechs Gliedstaaten absolutes Redeverbot, weil seine hetzerischen Reden nicht mehr geduldet wurden. Hitler war also seiner wichtigsten Waffe beraubt. Am 30.April wurde er aus der ├Âsterreichischen Staatsb├╝rgerschaft entlassen. Er war also nur noch Deutscher.
Bei erneuten Reichstagswahlen erhielt die NSDAP nur noch zw├Âlf Sitze. Doch Ende 1929 begann mit dem New Yorker B├Ârsenkrach die Weltwirtschaftskrise. Die NSDAP bekam sehr viele Stimmen von Unzufriedenen, Verzweifelten und Protestw├Ąhlern, und so kamen sie bei der Reichstagswahl am 14.September 1930 zu 18.3 % der Stimmen, was 107 Sitze im Reichstag bedeutete.


Hitler sagte zu diesem Erfolg: "Im Prinzip sind wir keine parlamentarische Partei, denn damit st├╝nden wir im Widerspruch zu unserer ganzen Auffassung...Und so ist der Sieg, den wir gerade errungen haben nichts anderes als der Gewinn einer neuen Waffe f├╝r unsern Kampf. Wir k├Ąmpften nicht um Parlamentssitze der Parlamentssitze willen, sonder um eines Tages das deutsche Volk befreien zu k├Ânnen." Die Partei Hitlers war also erstmals ein Faktor in Deutschland geworden. Auch bei den Landtagswahlen war die Hitlerpartei sehr ├╝berzeugend, und es waren Ergebnisse von 25 - 40 % vorhanden. Innerhalb eines Jahres verdreifachte sich die Zahl der Mitglieder der NSDAP fast. Aufgrund wachsender Arbeitslosigkeit gab es immer mehr, die vor der Demokratie fl├╝chteten, und die NSDAP w├Ąhlten (In Mecklenburg - Schwerin erhielten sie 49.9 % der Stimmen). Die Hitler - Gegner brachten keine vern├╝nftige Regierung mehr zusammen, und die NSDAP verdoppelte ihre Mitglieder erneut, auf mittlerweile 1.5 Millionen. Die wachsende Begeisterung f├╝r die Rechtsradikalen war auch bei den n├Ąchsten Reichstagswahlen deutlich sichtbar. Die NSDAP erhielt am 31.Juli 1932 37.4% aller Stimmen (13.7 Mio. W├Ąhler). Sie war damit mit 230 von 608 Abgeordneten die mit gro├čem Abstand vor der SPD st├Ąrkste Partei in Deutschland. Die Partei Adolf Hitlers hatte also innerhalb von 4 Jahren 13 Millionen neue W├Ąhler gewonnen!!!
Hitlers Kommentare zur "Macht├╝bernahme":
"Die gro├če Zeit der Entscheidung ist nunmehr gekommen...Vor 13 Jahren wurden wir Nationalsozialisten verspottet und verh├Âhnt - heute ist unsren Gegnern das Lachen vergangen." (20.Juli 1932)
"Warum sollte ich auf Berlin marschieren? Ich bin doch schon dort! Die Frage ist nicht, wer auf Berlin marschieren wird, sondern vielmehr, wer aus Berlin herausmarschieren wird."
    August 1932)
"Ich verliere nicht die Nerven. Mein Wille ist unersch├╝tterlich, und mein Atem ist l├Ąnger als der Atem als der Atem meiner Gegner." (1.September 1932)
"Wenn wir einmal die Macht bekommen, dann werden wir sie, so wahr uns Gott helfe, behalten. Wegnehmen lassen wir sie uns dann nicht mehr." (17.Oktober 1932)
Im M├Ąrz 1932 folgte allerdings ein R├╝ckschlag, als Hitler bei der Wahl zum Reichspr├Ąsident mit 13,4 Mio. zu 19,4 Mio. Stimmen gegen den doppelt so alten Hindenburg verlor.
Doch dann wurde Hitler am 30.Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt. Diese Ernennung l├Âst unter den Nationalsozialisten einen Freudentaumel aus. Damit war das dritte Reich angebrochen. Hitlers ehemaliger "Kollege" sagte dazu: "Sie haben durch die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler unser heiliges deutsches Vaterland einem der gr├Â├čten Demagogen aller Zeiten ausgeliefert. Ich prophezeie ihnen feierlich, dass dieser unselige Mann unser Reich in den Abgrund st├╝rzen und unsere Nation in unfa├čbares Elend bringen wird." Die Zeit zeigte, wie recht er mit dieser Aussage hatte!!!!
























Der Staatsmann

Einer der wichtigsten Teile von Hitlers Regierung war das Radio, ├╝ber das er immer wieder gegen Kommunisten, Juden und gegnerische Parteien hetzte, und f├╝r seine Partei Propaganda machte. Diese Werbung war auch bald sehr erfolgreich, und f├╝hrte dazu, dass sich alle Parteien zur├╝ckzogen.
Im Jahr 1933 begannen Hitler und seine Partei mit der "Endl├Âsung der Juden", also die v├Âllige Ausrottung dieser "Rasse". Auf den Boykott j├╝discher Gesch├Ąfte folgte schon bald der Verbot gegen├╝ber Juden, Beamte zu sein. Kurz darauf wurde den Juden das Betreten ├Âffentlicher Anlagen verboten; sie wurden v├Âllig von der Gesellschaft abgegrenzt. Der vorl├Ąufige H├Âhepunkt war die Reichskristallnacht am 8./9. November 1938.
Am 2. August 1934 nahm Hitlers Macht weiter zu, als der Reichspr├Ąsident Hindenburg starb. Die Reichswehr wurde auf Hitler vereidigt, er hatte die alleinige Kontrolle ├╝ber sie.
Kurz darauf lernte Hitler seine sp├Ątere Frau Eva Braun kennen: "Sie ist die einzige Frau in meinem Leben und wenn ich mich nach dem Krieg nach Linz zur├╝ckziehe, wird sie meine Frau."

Am 1. September begann der zweite Weltkrieg mit dem Angriff Deutschlands auf Polen, worauf England und Frankreich Deutschland den Krieg erkl├Ąrten. Hitler: "Es ist ein unab├Ąnderlicher Entschlu├č, den Weg der Gewalt zu gehen, um die Erhaltung der Volksmasse und deren Vermehrung zu sichern. Somit handele es sich um das Problem des Raumes...der hierf├╝r notwendige Raum k├Ânne nur in Europa gesucht werden. Es handele sich nicht um die Gewinnung von Menschen, sondern von landwirtschaftlich nutzbarem Raum."
Zwei Monate sp├Ąter gab es ein Bombenattentat auf Hitler durch Georg Elser. Hitler war nicht mehr anwesend als die Bombe explodiert. W├Ąhrenddessen f├╝hrte auch Ru├čland Krieg mit Deutschland. Kurz darauf auch die USA. Am 13.Oktober 1943 erkl├Ąrte auch das bis dahin Verb├╝ndete Italien Deutschland den Krieg. Am 20.Juli 1944 gab es erneut ein Bombenattentat auf Hitler, diesmal durch Oberst Stauffenberg, doch Hitler wurde nur sehr leicht verletzt. Im Krieg verlief es f├╝r ihn jedoch nicht so gl├╝cklich, und Deutschland verlor sehr viele Schlachten und Soldaten. Am 29.April 1945 diktierte Adolf Hitler sein Testament im Bunker der Reichskanzlei und heiratete am selben Tag Eva Braun. Doch bereits am n├Ąchsten Tag begingen beide Selbstmord, Hitlers Nachfolger wurde Gro├čadmiral D├Ânitz. Nach Hitlers Tod war kurz darauf auch der Krieg zu Ende, als Berlin am 2.Mai 1945 kapituliert. Adolf Hitler musste den von ihm selbst produzierten Untergang seines "geliebten Heimatlandes" nicht mehr erleben.






















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