BWL BT Skriptum

1) BT - BWL (Betriebstechnik - Betriebswirtschaftslehre) : Einordnung der Betriebstechnik in die Betriebswirtschaftslehre, Arten der BWL, Gliederung der Betriebe, Produktionsfaktoren.

1.1 Lehraufgabe

Die Betriebstechnik besch√§ftigt sich mit den Grundlagen, Methoden u. Verfahren der Analyse, Planung, Durchf√ľhrung u. Kontrolle der einzelnen Betriebsbereiche eines Unternehmens mit dem Ziel die Produktionsfaktoren (Mensch, Betiebsmittel, Arbeitsgegenstand) unter obtimalen Einsatz u. im Hinblick auf eine st√§ndige Kostensenkung zu einem bestm√∂glichen Ergebnis zu f√ľhren.

1.2 Einordnung in die Wirtschaftswissenschaft

Die Betriebstechnik ist ein Teil der Betriebswirtschaftslehre. Die Betriebswirtschaftslehre:= Lehre einer rationellen (wirtschaftlichen) Betriebsf√ľhrung. Das Objekt mit dem sich die Betriebswirtschaftslehre besch√§ftigt ist der wirtschaftliche Betrieb.
Institutionelle Gliederung der Betriebswirtschaftslehre:
a) allg. Betriebswirtschaftslehre: beschäftigt sich mit Vorgängen u. Problemen in allen Betrieben

b) spezielle Betriebswirtschaftslehre: behandelt betriebliche Fragen einzelner Branchen (Betriebslehre, Bankbetriebslehre, Industriebetriebslehre)

c) spezielle Verkehrslehren: Untersucht die Interaktionen einzelner Betriebe untereinander z.B.: Zahlungsverkehr, Kreditverkehr, Warenfl√ľ√üe, Energiefl√ľ√üe,...

Wirtschaft (engl. economy)
Def.: "Ist das Gebiet aller menschlicher T√§tigkeiten f√ľr den Markt zur Bed√ľrfnisbefriedigung"
Obwohl die menschlichen Bed√ľrfnisse praktisch unbegrenzt sind stehen jedoch zu ihrer Befriedigung beschr√§nkte Mengen zur Verf√ľgung. Diese Naturgegebene Knappheit der G√ľter (Ressourcen) f√ľhrt zu einem Spannungsverh√§ltniss zwischen Bedarf u. Bedarfsdeckung, zwingt den Menschen also zum wirtschaftlichen Handeln = Wirtschaften (engl. managing, housekeeping) d.h. das die vorhandenen Mittel so zu verwenden sind, das ein m√∂glichst gro√ües Ma√ü an Bed√ľrfnisbefriedigung erreicht werden kann.
MS: Wirtschaft sind wir alle

1.3 Betriebstechnik

Sie ist die Anwendung der einzelnen Betriebslehren bzw. deren Erkenntnisse u. Methoden im einzelnen Betrieb.

Technik: (Fertigkeit, Erzeugungsvermögen)
1) Sie ist die Nutzbarmachung der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse f√ľr die zivilisatorischen Bed√ľrfnisse der Menschen
2) Die Methode zur Erzielung einer spezifischen Leistung

Betrieb:
Der Betrieb:= planvoll organisierte Wirtschaftseinheit, in der eine Kombination der Produktionsfaktoren (MPM) mit dem Zielerfolg, Sachg√ľter zu produzieren u./od. Dienstleistungen zu erstellen.
Die Betriebstechnik ist die Lehre von den Verfahren u. Methoden, der Kombination der Produktionsfaktoren, die zum erreichen des Betriebszieles u. einer humanen Arbeitswelt notwendig sind.

2. Firma, Betrieb und Unternehmen

Firma:= Name eines Vollkaufmannes, unter dem er im Handel seine Geschäfte betreibt, seine Unterschrift abgibt u. unter dem er in Handelssachen klagen u. beklagt werden kann.

Betrieb:= Wirtschaftseinheit, in der Sachg√ľter u./od. Dienstleistungen f√ľr den Bedarf Dritter hergestellt werden kann.
3 Merkmale: a) Kombination der Produktionsfaktoren
b) Leistung f√ľr andere od. dritte
c) Absolute Geltung des ökonomischen Prinzip

√Ėkonomisches Prinzip: Mit einem Minimum an Aufwand ein Maximum an Erfolg erzielen.

Unternehmen:= Eine selbstständige vom Haushalt des Unternehmer losgelöste Einzelwirtschaft, die örtlich nicht gebunden (wie Betrieb) aber wirtschaftlich, finanziell u. rechtlich eine Einheit bildet, kann aus einem, zwei od. mehreren Betrieben bestehen (z.B.: Arbeitsgemeinschaft - ARGE)

Unternehmung: hat mehrere Bedeutungen: a) Firma
b) Betrieb: aber nur sehr groß od. mehrere Betriebe
c) nur f√ľr private Betriebe
d) In √Ėsterreich:= rechtlicher Rahmen den der Betrieb braucht um nach au√üen Handeln zu k√∂nnen.

2.1 Betriebsgliederung

a) Nach der Art der wirtschaftlichen Leistung:
Produktionsbetriebe - Sachleistungsbetriebe: - Konsumg√ľterbetrieb
Dienstleistungsbetrieb - Investitionsg√ľterbetrieb

b) Nach den vorherrschenden Produktionsfaktoren:
- Lohnintensive Betriebe (ca. 60% des Umsatzes sind Lohnkosten)
z.B.: Kunstgewerbebetriebe, Dienstleistungsbetriebe
- Anlagenintensive Betriebe (Hauptteil des betrieblichen Kapitals in Anlagevermögen;
60 - 80%) z.B.: hochautomatisierte Produktionen
- Materialintensive Betriebe: (60% des Umsatzes in Materialkosten)
z.B.: Stahlindustrie

c) Nach den 3 Wirtschaftssektoren:
- prim√§rer Wirtschaftssektor: Grundstoffindustrie z.B.: Bergbau, Landwirtschaft, √Ėl, Erdgas,...
- sekundärer Wirtschaftssektor: Rohstoffverarbeitende Betriebe z.B.: Stahlind., Lebensmittel
- tertierer Wirtschaftssektor: Dienstleistungen z.B.: Handelsbetriebe, Verkehrsbetriebe, Banken, Versicherungen, Fremdenverkehr, Botendienste,...

MS: Die Anzahl der Beschäftigten sinkt in den beiden ersten Wirtschaftssektoren u. steigt im letzten.

sonstige Einteilungen: - nach der Größe des Betriebes z.B.: Groß - , Mittel - u. Kleinbetrieb
- nach der Beschäftigtenanzahl od. nach dem Umsatz
- nach Branchen
- nach der Rechtsform z.B.: AG, Ges.m.b.H., KG
- nach dem Eigent√ľmer z.B.: privat od. √∂ffentlich, einer od. Personengruppe
- nach Produkten

3.Produktionsfaktoren: Mensch, Betriebsmittel, Arbeitsgegenstand
2) WIRTSCHAFT : Allgemeine Bedeutung, Wirtschaften, Wirtschaftsektoren, √Ėkonomisches Prinzip, Marktformen, Wirtschaftsformen, Einflu√ü der EU.

2.1 Allgemeine Bedeutung

Ist das Gebiet aller menschlichen T√§tigkeiten zur Bed√ľrfnisbefriedigung. Obwohl die menschlichen Bed√ľrfnisse praktisch unbegrenzt sind, stehen jedoch die zur Bed√ľrfnisbefriedigung geeigneten Mittel und G√ľter nur in beschr√§nkter Menge zur Verf√ľgung. Diese naturgegebene Knappheit der G√ľter f√ľhrt zu einem Spannungsverh√§ltnis zwischen Bedarf und Bedarfsdeckung; zwingt dem Menschen also zum wirtschaftlichen Handeln.

2.2 Wirtschaften

Wirtschaften (engl. managing, housekeeping) d.h. das die vorhandenen Mittel so zu verwenden sind, das ein m√∂glichst gro√ües Ma√ü an Bed√ľrfnisbefriedigung erreicht werden kann.
MS: Wirtschaft sind wir alle

2.3 Wirtschaftssektoren

- prim√§rer Wirtschaftssektor: Grundstoffindustrie z.B.: Bergbau, Landwirtschaft, √Ėl, Erdgas,...

- sekundärer Wirtschaftssektor: Rohstoffverarbeitende Betriebe z.B.: Stahlind.,

- tertierer Wirtschaftssektor: Dienstleistungen z.B.: Handelsbetriebe, Verkehrsbetriebe, Banken, Versicherungen, Fremdenverkehr, Botendienste,...

2.4 Das ökonomische Prinzip

Unabhängig um welchen Betrieb es sich handelt, muss die Kombination der Produktionsfaktoren unter Beachtung des ökonomischen Prinzips erfolgen, welches besagt, dass mit geringstem Aufwand, der größtmögliche Erfolg erzielt werden soll.

2.5 Marktformen

2.5.1 Definition:

Der Markt ist ein fiktiver Ort, an dem das Wirken der Betriebe sichtbar wird. Jeder Markt ist durch das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage gekennzeichnet.

Man unterscheidet:

• M√§rkte mit vollst√§ndiger Konkurrenz (Polypol): viele K√§ufer und viele Verk√§ufer

• M√§rkte mit eingeschr√§nkter Konkurrenz (Oligopol): Viele Verk√§ufer und nur wenige K√§ufer und umgekehrt z.B. Milch - Markt

• M√§rkte mit fehlender Konkurrenz (Monopol): Ein K√§ufer und viele Verk√§ufer und umgekehrt. z.B. Tabak, ORF, Salz

2.6 Wirtschaftsformen

Diese sind gekennzeichnet durch folgende Entscheidungen:
- Wer bestimmt was produziert wird (Produktionsprogramm)
- Wem geh√∂ren die Produktionsmittel (Eigent√ľmerfrage)
- Wie werden die Produktionsg√ľter verteilt
- Wer muss, kann od. darf in welchen Betrieb arbeiten

2.6.1 Freie Marktwirtschaft

M√∂glichst gro√üe Liberalisierung f√ľr den Markt, Preis wird ausschlie√ülich von Angebot u. Nachfrage bestimmt.

2.6.2 Planwirtschaft

Hier befinden sich nur wenig Produktionsfaktoren im privaten Eigentum, vorwiegend kleine landwirtschaftliche Betriebe. F√ľr die Wirtschaft werden 5 Jahrespl√§ne entwickelt.

2.6.3 Soziale Marktwirtschaft

Sie soll in der freien Marktwirtschaft benachteiligten und den wirtschaftlich schw√§cheren einen gewissen Schutz bieten. z.B.: Sozialgesetzgebung, Pensionsversicherung, Richtpreise (verbindlich od. empfohlen), St√ľtzungsgelder, Subventionen,...

2.6.4 Gelenkte Wirtschaft:

Sie ist ein Mittelding zwischen der freien Marktwirtschaft und der Planwirtschaft.
Wenn zum Beispiel sehr viel verstaatlicht ist. Am Beispiel Frankreich lässt sich dies sehr gut veranschaulichen.


2.6.5 Zentralverwaltungswirtschaft

Ist durch eine starke, zentrale Wirtschaftslenkung gekennzeichnet. Produktionsfaktoren befinden sich im öffentlichen Eigentum.

3. Einfluß der EU

Durch die EU ist der Markt größer geworden. Es gibt einen größeren Konkurrenzkampf.
Der wirtschaftliche Wettbewerb ist intensiver geworden.

3) AUFBAUORGANISATION (ABO) :Aufgabe und Ziel derABO; was verstehen wir unter einer Organisation, Vorbedingungen, Tätigkeiten in einer Organisation, Über - und Unterorganisation, Organisationsgrad

3.1 Organisation

3.1.1 Definition

Eine Organisation ist ein zielgerichtetes Gebilde, welches eine zweckmäßige Ordnung aufweist (Struktur).

Der Begriff Organisation ist in doppelter Hinsicht mit dem menschlichen Handeln verbunden.

• als Strukturierungsvorgang => organisieren
• als die jeweilige Struktur => Ergebnis der T√§tigkeit => Organisation

3.1.2 Vorbedingungen f√ľr eine Organisation

• Teilbarkeit : Aufgabenstellung muss einen teilbaren Umfang haben
• Wiederholbarkeit : Aufgaben m√ľssen sich gleich oder √§hnlich wiederholen lassen
• Zielvorstellung : (Zielaufgabe); Die Aufgabe muss einen Zweck erf√ľllen

3.1.3 Tätigkeiten in einer Organisation

1) Disposition :

Darunter verstehen wir eine Einzelma√ünahme, die keine strukturierende Wirkung hat. Die G√ľltigkeitsdauer ist kurzfristig und betrifft den konkreten Einzelfall.

2) Improvisation :

Die G√ľltigkeitsdauer ist mittelfristig und weist nur bedingte oder teilweise strukturierende Wirkung auf. Dies sind mehr vor√ľbergehende Ma√ünahmen, die entwedereine organisatorische oder keine L√∂sung nachsichziehen.

3) Organisation :

Hier werden Ma√ünahmen mit vollstrukturierender Wirkung ergriffen, welche langfristig oder bis auf Widerruf g√ľltig sind.

Tätigkeit
G√ľltigkeitsdauer
Strukturierende Wirkung
Disposition
kurz
keine
Improvisation
mittelfristig
bedingt
Organisation
bis auf Widerruf
voll






3.1.4 Ausmaß der Organisation

Dies ist aus dem Organisationsgrad ersichtlich :

Anteil der gereglten Tätigkeiten
Organisationsgrad = - - - - - - - - - - - - - - - - -
Anteil der dispositven Tätigkeiten

Es sollte ein " Goldener Mittelweg" gefunden werden, sodass keine √úber - oder Unterorganisation entsteht.


3.1.5 √úberorganisation :

Unter einer √úberorganisation versteht man zu starke Strukturierung.Aufgrund vieler
√ľbersteigerten und versteiften Dauerregelungen bleibt nur ein geringer Spielraum f√ľr freie Disposition,dh der Betrieb verliert an Flexibilit√§t und reagiert nur langsam auf Ver√§nderungen.

3.1.6 Unterorganisation :

Eine Unterorganisation ist dann gegeben, wenn zu geringe Strukturierung vorliegt, dh es ist hier ein zu gro√üer Spielraum. Die Koordination innerhalb des Betriebes ist gel√∂st. Der Einzelne hat das Gef√ľhl der Unordnung, und es entsteht ein zu hoher Aufwand f√ľr Disposition.
3.2 Aufbauorganisation (ABO) :
3.2.1 Definition
Sie beschäftigt sich mit der Verteilung der Aufgaben eines Betriebes auf diverse Stellen und regelt das Zusammenwirken dieser Stellen. Sie beinhaltet die Grobstruktur eines Betriebes und umfaßt auch die Zielsetzung, Verantwortung, Kompetenz - und Aufgabenverteilung auf die einzelnen Ebenen und Stellen im Betrieb.
3.2.2 Organisationspyramide

n - te
1.Ebene
4
2.Ebene
3
3.Ebene
2
4.Ebene
1
n - te Ebene
Die Aufbauorganisation lässt sich folgendermaßen unterteilen :

4) VERTEILUNGSSYSTEM : Seine Aufgabe und innerbetrieblichen Modelle sowie deren Vor - und Nachteile bez√ľglich betrieblicher Kapazit√§t, Koordination und pers√∂nliche Aspekte; au√üerbetrieblich : Unternehmenszusammenschl√ľsse - Gr√ľnde und M√∂glichkeiten.

4.1 Definition

Hier werden die Aufgaben und Tätigkeiten im Betrieb oder Unternehmung nach ihrer Gleichheit bzw. Ungleichheit zusammengefaßt. Die wichtigsten Handlungsinhalte (Kennzeichen, Unterscheidungsmerkmale von Tätigkeiten) sind :

- Verrichtung (Handlungsart, Funktion)
- Objekt ( Handlungsobjekt, Produkt)
- Region ( Bezugsraum der Handlung, Markt)




Daraus ergeben sich nun 3 Verteilungsmodelle:

4.1.1 Verrichtungsprinzip :

Zusammenfassung von Handlungen der gleichen Hauptverrichtungsgruppe. z.B.:

Einkauf
Direktion (Chef) Verkauf Fräserei
Produktion Dreherei
Montage

4.1.2 Objektmodell:

Gliederung nach den Produktbereichen ( =Spartenorganisation oder Divisionalorganisation )z.B.: Chemiekonzern oder

Kfz - Hersteller: *) Nutzfahrzeuge
- Traktor
- Omnibus
*) Pkw
*) Motorräder

4.1.3 Regionalmodell:

Zusammenfassung der Handlungen nach ihren Bezugsr√§umen z.B.:Kontinenten, L√§ndern, M√§rkten,...wie z.B.: IBM (hat Zweigstellen auf der ganzen Welt), Versicherungen (hat Stellen in ganz √Ėsterreich)

4.2 Vorteile und Nachteile des Verrichtungsprinzip mit Objekt - bzw. Regionalmodell :
(Artteilung zu job en largement)
a) bez√ľglich Kapazit√§t:

VT: - Entlastung der Leistungsspitze
- Verringerung der Kommunikationsschwierigkeiten
NT: - gro√üerer Bedarf an qualifizierten F√ľhrungskr√§ften


b) bez√ľglich Koordination:

VT: - klar getrennte Verantwortungsbereiche
- geringere Abhängigkeit der Teilsysteme
- Transparenz der Struktur
NT: - verstärkte Koordination
- zusätzliche Zentralkoordinationsstelle
- Notwendigkeit getrennter Erfolgskontrolle

c) bez√ľglich per√∂nlichen Aspekten:

VT: - bessere Entfaltungsm√∂glichkeiten f√ľr Nachwuchskr√§fte
- ganzheitliche Leistungsaufgaben
- direkte Beziehungen zum eigenen Beitrag
- direkte bereichsbezogene Erfolgskontrolle
- personelle Autonomie des Subsystems
NT: - geringere Integration im Gesamtpersonal
- geringere Beziehungen zum Gesamtsystem und zu seinem Ziel


5) LEITUNGSSYSTEM : Aufgaben, Beziehungen zur Stelle, die drei wesentlichen Modelle, deren Vor - und Nachteile bez√ľglich betrieblicher Kapazit√§t, Kooordination, Entscheidungsqualit√§t und pers√∂nliche Aspekte


5.1 Definition

Dieses wird auch Weisungs - ,Kompedenz - od. Zust√§ndikeitssystem bezeichnet. Es regelt aufgrund der vertikalen Aufgabenteilung (leiten - ausf√ľhren - kontrollieren) die Leistungsbeziehungen der verschiedenen Stellen. Eine Leistungsbeziehung liegt dann vor wenn eine √ľbergeordnete Stelle (Instanz) einer untergeordneten Stelle (Ausf√ľhrende) eine Aufgabe und deren Durchf√ľhrung anordnen kann. Dies ist nur in Grenzen die durch die Instanz zu setzen sind m√∂glich .Ersichtlich sind diese Grenzen (Gesetze) in Organigrammen.

5.2.1 Einlinienmodell:

Jeder Stelle wird von nur einer √ľbergeordneten Stelle Anweisungen, Befehle,.... erteilt. Dadurch bleibt die Einheit der Aufgabenerteilung gewahrt und Verantwortlichkeiten lassen sich immer ermitteln.
Zur Erleichterung der Verständigung zw. den
Ebenen sind Querverbindungen sogenannte
Passarellen möglich: z.B.: - Arbeitsgruppen
- Teams
- Projektplanung usw.



Vorteilhaft ist beim Einlinienmodell die klare Kompedenzabgrenzung und die leichte Kontrolle bei Fehlern. Nachteilig sind die langen Kommunikationswege und die √úberlastung der Leistungsspitze (Managerebene).

5.2.2 Einlinienstabmodell:

Um die Leitungsstellen und Entscheidungsstellen zu entlasten werden ihnen oft Stabstellen zur Verf√ľgung gestellt, welche Informationen beschaffen und Daten f√ľr Entscheidungen aufbereiten sollen. Stabstellen haben keine Entscheidungsbefugnis und keine Leitungsaufgaben, wodurch sie sich intensiv mit der Bew√§ltigung schwieriger Aufgaben befassen k√∂nnen. Sie erf√ľllen die Funktion eines Beraters.

Beispiele: - )Sekretariat, Rechtsb√ľros
- )Militärstab
- )Presidentenberater in den USA
- )Ministerb√ľros (=Berater f√ľr den Minister)



GD GD....Generaldirektion
TD....Technische Direktion
KD....Kaufmännische Direktion
TD KD R R....Revision

........Linienstellen

........Stabstellen


Vorteilhaft ist beim (Einlinien) - Stabmodell ,dass die Linienstelle entlastet wird und somit Entscheidungsfragen besser vorbereitet und ausgearbeitet werden k√∂nnen. Die Stabstellen k√∂nnen sich volle Zeit f√ľr die Probleml√∂sung nehmen.
Nachteilig ist, dass die Gefahr eines zu großen Leistungs - u. Steuerungssystems besteht und somit ein Mehraufwand an Arbeit.

5.2.3 Mehrlinienmodell :

Hier wird durch kurze Informationswege und wenig Ebenen in der Organisationspyramide ein rascher Informationserhalt gew√§hrleistet.Dieses Modell geht auf den Begr√ľnder der modernen Betriebsorganisation F.W.Taylor zur√ľck.(Taylorismus = ausgepr√§gte Arbeitsteilung "Scientic Management")








Die Einheit der Auftragserteilung ist nicht mehr gegeben, da eine Stelle mehrere Instanzen haben kann.Weitere Bezeichnungen f√ľr dieses Organisationsmodell sind:

a)Funktionsorganisation :

Instanzen erf√ľllen eine bestimmte Funktion (= Aufgabe)



b) Matrixorganisation :

Produkte

Abteilungen A B C D

Konstruktion

1.mechanische Werkstätte

2.mechanische Werkstätte

Verkauf



Es ist das häufigste und modernste Leistungsmodell.
Von Vorteil ist beim Mehrlinienmodell,dass es weniger Zwischeninstanzen gibt und somit die Informationswege k√ľrzer sind.Nachteilig ist ,dass die erh√∂hte Zusammenarbeit Zeit f√ľr Absprechen bediengt (R√ľckfragen) und weiters besteht die Gefahr ,dass durch die engere Zusammenarbeit der Stellen einer Ebene diese sich verselbstst√§ndigen.

5.2.4 Vorteile und Nachteile des Leitungssystems :

Vor - und Nachteile der Leitungsmodelle: EM........Einlinienmodell
SM.........Einlinienstabmodell
MM........Mehrlinienmodell

a) bez√ľglich Kapazit√§t:

Vorteile: EM : - Einheit der Auftragserteilung
SM : - Entlastung der Linienstellen
- bessere Vorbereitung und Ausarbeitung von Entscheidungsfragen
MM: - weniger Zwischeninstanzen
- Verk√ľrzung der Informationswege
- Verteilung der Leistungsaufgaben auf mehrere Stellen

Nachteile: EM: - √úberlastung der Leistungsspitze
- vermehrter Informationsaufwand
- lange Kommunikationswege
SM: - Gefahr eines zu großen Leistungs - und Steuerungssystems

b) bez√ľglich Koordination:

Vorteile: EM: - klare Kompetenzabgrenzung
- klare Zuständigkeit
- klare Informationswege
- klare Befehlsanordnung
- leichte Kontrolle
SM: - erhöhte Information in den Leistungsstellen
MM: - bessere Zusammenarbeit in der Leitungsebene

Nachteile: EM: - keine Koordination in der gleichen Ebene durch gr√∂√üere Anzahl hierarchischer Ebenen (Verb√ľrokratisierung)
SM: - bewirkt eine zusätzliche Vermehrung an höheren Arbeitsplätzen
- zusätzliche Absprache zwischen den Stabstellen
- Information der Linienstellen durch die Stabstellen = Mehraufwand
MM: - durch die enge Zusammenarbeit der Stellen in der gleichen Ebene besteht die Gefahr, dass sich diese verselbstständigen
- erh√∂hte Zusammenarbeit bediengt Zeit f√ľr Absprachen (R√ľckfragen)





6) F√úHRUNGSSYSTEM : Was verstehen wir unter F√ľhrung, Autorit√§t, F√ľhrungsformen, ihre Vor - und Nachteile bez√ľglich betrieblicher Kapazit√§t, Koordination, Entscheidungsqualit√§t und pers√∂nliche Aspekte

6.1 Allgemeines


Als F√ľhrung verstehen wir die dominante (gewaltfreie) Einflu√ünahme eines formell oder informell autorisierten Gruppenmitgliedes (= F√ľhrer) auf:
a.) die √ľbrigen Gruppenmitglieder
b.) die Bildung von formellen und informellen Zielen
c.) die Verfolgung und Erreichung des Gruppenzieles

Man unterscheidet folgende F√ľhrungsformen:
a.) autoritative F√ľhrung
b.) partizipative F√ľhrung
c.) F√ľhrung autonomer Arbeitsgruppen (= demokratische F√ľhrung)

Eine ganz spezielle Form des F√ľhrungsverhaltens ist das "laisser fair" (laufen lassen), das in der F√ľhrungstechnik f√ľr keine oder zu schwache F√ľhrung verwendet wird. In jeder F√ľhrungsform k√∂nnen 3 verschiedene Arten von Autorit√§ten ersichtlich sein:
a.) positionsspezifische Autorität (Bundespräsident)
b.) aufgabenspezifische Autorität (Fachmann, Spezialist, Kapazität)
c.) personenspezifische Autorität (Idole)
Autorität:
:= auf Leistung und oder Tradition beruhender maßgebender Einfluß und Ansehen.

6.2 Die autoritative F√ľhrung

autoritativ:= auf echte Autorit√§t gest√ľtzt, in legitimer Vollmacht handeln. Die Einflu√ünahme des Vorgesetzten st√ľtzt sich vorwiegend auf seine positionsgebundene Autorit√§t (= Stellung im Betrieb) und den mit der Position verbundenen Sanktions - und Strafm√∂glichkeiten. Kennzeichen der autoritativen F√ľhrung sind organisatorische Ma√ünahmen der Statusdifferenzierung (z.B. Anzahl der Sekret√§rinnen, Gr√∂√üe des B√ľros, Auto....).
Die Hauptaufgaben des Vorgesetzten sind:
• entscheiden
• anordnen
• kontrollieren

6.3 Die partizipative F√ľhrung


Erst bei partizipativem Verhalten des Vorgesetzten kann man im engeren Sinn von F√ľhrung sprechen. Der Vorgesetzte bem√ľht sich als F√ľhrer anerkannt zu werden; Dazu ist es notwendig, seine positionsspezifische Autorit√§t m√∂glichst zur√ľckhaltend einzusetzten, und sich daf√ľr in entsprechendem Ausma√ü aufgaben - und personenspezifische Autorit√§t zu erwerben. Nur so gelingt es ihm, eine Atmosph√§re des Vertrauens und eine gro√üe Gruppenkoh√§sion zu schaffen.
Die Funktion des Vorgesetzten ist wesentlich geändert; seine Hauptfunktion liegt darin, Entscheidungen nicht alleine, sondern mit der Gruppe (partizipativ) zu treffen.
partizipativ:= teilhabend
Der Vorgesetzte bleibt formell verantwortlich, die Entscheidung wird aber gemeinsam im Sinne der Gruppe gefällt.

6.4 F√ľhrung autonomer Arbeitsgruppen

(demokratische F√ľhrung)
Die Grundidee des Konzepts liegt darin, auf die bestimmung eines formellen Vorgesetzten zu verzichten und an seiner Stelle einen gruppeninternen F√ľhrer w√§hlen zu lassen (demokratisch), der die Gruppe nach au√üen (als Sprecher = speaker) vertritt und die Verbindung zu anderen Gruppen herstellt. Die Kompetenz des Vorgesetzten geht an die Gruppe als ganzes √ľber und begr√ľndet eine echte Gruppenverantwortung. Dadurch soll dem Individuum eine besondere Identifikation mit der Gruppe und ihren Zielen erm√∂glicht werden. Die Gruppe selbst f√ľhrt suigeneris zu Konflikten (z.B. zerfallendes Jugoslawien, eine starke F√ľhrung verhindert Konflikte z.B. Tito).
Die Aufgabe des Sprechers kann erweitert werden, z.B.:
Koordinator,....bis zum Entscheidungsträger.

6.5 Vor - und Nachteile von F√ľhrungssystemen mit hohem partizipativem Anteil


a.) Kapazitätsaspekt :
Vorteile:
• bessere Kommunikation (m√ľndlich, direkt und sofort)
• Konsolitierung (Fertigung)

Nachteile:
• es werden qualifizierte, lernf√§hige und lernbereite Mitarbeier vorausgesetzt
• kostenintensivere Gruppenentscheidungen (mehr Stunden/Entscheidung)

b.) Koordinationsaspekt:
Vorteile:
• gruppeninterne Selbstkoordination
• keine permanente √úberwachung der Mitarbeiter notwendig
• fr√ľhzeitige Offenlegung und L√∂sung von gruppeninternen Konflikten

Nachteile:
• schwierige Bewertung individueller Beitr√§ge
• Verlust des individuellen Verantwortungsbewu√ütseins bei Gruppenverantwortung
• das Gruppenziel entfernt sich vom Gesamtziel
• Transparenz des Willensbildungsprozesses geht verloren
c.) Entscheidungsqualität:
Vorteile:
• Wissensintegration
• Irrtumsausgleich
• soziale Unterst√ľtzung durch: Sicherheit, Enthemmung u. geistige Anregung
• bessere Identifikation mit den Leistungszielen
• gegenseitige Konkurrenz und Gruppendruck bewirken erh√∂hte Zielniveaus

Nachteile:
• Entscheidungsverz√∂gerung
• Kompromi√üdenken (fauler Kompromi√ü)
• Gefahr der Informationsfilterung durch die Gruppe
• Gefahr der Vernachl√§ssigung entscheidender Beitr√§ge von nicht diskussionsgewandten und oder nicht motivierten Mitarbeitern.

d.) personenbezogene Gesichtspunkte:
Vorteile:
• Geborgenheit in der Gruppe (= Befriedigung sozialer Bed√ľrfnisse)
• vermehrte Subjektstellung als Objektstellung der Mitarbeiter
• bessere Entfaltungsm√∂glichkeit in der Gruppe
• h√∂here Motivation (weniger Angst)

Nachteile:
• Gruppensituation ist ung√ľnstig f√ľr Einzelg√§nger
• zu starke Identifikation mit der Gruppe schafft Abh√§ngigkeit und Verlust der Eigeninitiative und der √ľbrigen sozialen Beziehungen (z.B. Sekten)

7) ABLAUFORGANISATION ( ALO ) : Ihre Ziele, Aufgaben, Gliederung, Vorraussetzungen, Arbeitssystem, Verbindung zur ABO und Regelkreismodell.


7.1 Ziele & Gliederung:

Die ALO befa√üt sichmit der Aufgabenerf√ľllung in ihrem r√§umlichen und zeitlichen Ablauf, d.h. mit dem:

• Wo: in welcher Abteilung oder welchem Arbeitsplatz.
• WANN: in welcher zeitlichen Abfolge (Ablauffolge)
• WOMIT: mit welchem Arbeitsgegenstand oder Betriebsmittel ein Mensch ein Produkt fertigen soll.

7.2 Voraussetzungen:

Um von einer ALO sprechen zu k√∂nnen m√ľssen folgende Gegebenheiten zutreffen.

• Aufgabenstellung (Zielsetzung) voranden.
• Kapazit√§ten (Mensch und Betriebsmittel) m√ľssen vorhanden sein.
• Es muss eine Eingabe in Form vom Material, Energie und/oder technischer Information erfolgen.
• Es muss weiters eine Ausgabe erfolgen.

7.3 Arbeitssystem:

Das Arbeitssystem besteht aus 7 Systemelementen


Arbeitsaufgabe


Input M Arbbeitsablauf BM Output


Umwelteinfl√ľsse


7.4 Verbindung zur ABO:

Die Bestimmungsgrößen von Handlungen werden in ABO und ALO verschiedenwertig, wie in
nachfolgender Tabelle, behandelt.









Bestimmungsgrößen von Handlungen festgehalten in
ABO ALO

Handlungsträger (Mensch) 0 0
Betriebsziel (Handlungszweck) + -
Handlungsobjekt (Arbeitsgegenstand) - +
Rang, Abteilung + -
Arbeitsplatz (Ort der Handlung) - +
Verrichtung, Tätigkeit - +
zeitliche Abfolge (Hinter - , Nach - & Neneneinander) - +
Produkt, Leistung 0 0

+........voll - .........nicht 0.......teilweise

7.5 Regelkreismodell:

Dieses soll den Zusammenhang von ALO und AV verdeutlichen.



Verkauf Konstruktion

Kunden Auftrags - Verkaufs - und Erzeugnis -
Kaufanfrage abwicklung Produktplanung gliederung



Produktion

Werkstätten - Fertigungssteuerung Fertigungsplanung
leitung
Materialbedarfsermittlung St√ľcklistenerstellung

Kapazitätsdisposition A Arbeitsplanerstellung
V
Lagerwirtschaft Auftragssteuerung Termin und
*Rohstoffe im Betrieb Fristenplanung
*Halbfabrikate
*Fertigwaren





Versand zum Kunden Einkauf

betriebliches Rechnungswesen
8) ARBEITSVORBEREITUNG (AV) : Fertigungsplanung, Fertigungssteuerung, Direkte und Indirekte Aufgaben, Elementaraufgaben der Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung.

Def : Sie umfaßt alle Maßnahmen der Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung mit dem Ziel,ein Optimum aus Aufwand und Arbeitsergebnis zu errreichen.

Arbeitsplanung :
Sie umfa√üt alle Planungsma√ünahmen,welche unter Ber√ľcksichtigung der Wirtschaftlichkeit die Fertigungs und Ablaufgerechte Gestaltung einer Dienstleistung gew√§hrleistet.
Arbeitssteuerung :
Sie umfa√üt alle Ma√ünahmen,die f√ľr die Arbeitsplanung entsprechenden Auftragsausf√ľhrung erforderlich sind.

8.1 Gliederung der AV

Direkte Aufgaben : Sie beziehen sich auf ein Produkt
Indirekte Aufgabe : Sie beziehen sich auf 2 oder mehrere Produkten.Sie werden auch gesamtbetriebsbezogene
Aufgaben benannt.

8.2 Direkte Aufgaben der FP

a)St√ľcklistenerstellung : Sie zeigt die Beziehungen des erzeugnisses zu seinen Baugruppen und
Einzelteile=>Auflösung des Erzeugnisses in Baugruppen,Untergruppen und
Einzelteile(z.B Megen√ľbersichts - ,Baukasten - ,Strukturst√ľckliste)
b)Arbeitsplanerstellung : Sie zeigt die Anweisung,wie,wann,wo,mit welchen Betriebsmittel,Wkst und WZ
Einzelteile erzeugt werden können.Weiters unterscheidet man zwischen Arbeitsplan
(Tätigkeiten des Menschen) und Arbeitunterweisung (Reihenfolge der Abläufe).
c)Einheitsfristenpl√§neerstellung : Sie ist die Ermittlung von Fristen f√ľr eine Fertigungseinheit,wobei auf die
zeitliche Abfolge zu achten ist.
d) Bedarfsplanung je Einheit : Ermittlung des Material,Betriebsmittel und Abreitskr√§ftebedarfes f√ľr eine
Produktionseinheit.

8.3 Indirekte Aufgabe der FP

a)Produktionsprogrammplanung :
Sie ermittelt die Absatzerwartung und die daraus abgeleitete Aufstellung des Produktionsprogrammes.Sie geibt die Anzahl der Produkte in einer Zeitperiode geordnet an.=>Fertigungsprogramm.
b) Produktionsgestaltung :
Sie umfa√üt das Kl√§ren,Entwerfen und Ausarbetien einer Aufgabenstellung.Die Aufgabe wird in mehreren Teilaufgaben unterteilt,um die Gesamtaufgabe zu erf√ľllen.

c)Normung und Typung :
Sie ist eine Regelung einer Vielzahl von Erscheinungen,um eine eindeutige Ordung zu erhalten.Eine Norm ist ein wiederholdendes Ereigniss.
d)Teilfamilienbildung :
√Ąhnliche Teile und Gruppen werden zusammengefa√üt=>gr√∂√üere Losgr√∂√üe
e)Investitionsplanung:
Sie ist die Abstimmung f√ľr langfristige Investitionen f√ľr das Produktprogramm.
f)Kostenplanug : Die Kosten der Erzeugnisse weden durch Kostenart,Kostenstellen und Kostentr√§ger √ľberpr√ľft.
g) Materialfluß,Gebäude und Fabirksplanung :
Sie umfaßt die Ermittlung der auftretenden Transport - und Lagerbelastung sowie Auswahl und Organisation der Transportmittel und Lagergeräte.
h)Lohngestaltung:Sie beinhaltet die Schaffung eines gerechten Lohnsystem im Betrieb.

8.4 Direkte Aufgaben der Fertigungsteuerung

a)Materialbedarfsermittlung :
Sie ermittelt den Bedarf an Bauteilen,Halbfabrikate und Material sowien Hilfmittel und Betriebsstoffe f√ľr eine bestimmte Teit und Menge.
b)Lagerbewirtschaftung:
Es soll f√ľr einen Arbetisablauf die ben√∂tigte Menge mit der erforderlichen Qualit√§t eines bestimmten Materials zur richtigen Zeit vorhanden sein.
c)Kapazitätsdisposition:
Bestimmung der Kapazitätsbedrafes mit Einbeziehung der Maschinen - und Arbeitkräftekapazitäten.
d)Auftragssteuerung :
Die Einhaltung des Termines in der Fertigung und Montage muss gewährleistet sein.



8.5 Indirekte Aufgaben der Fertiungssteuerung

a)Ermittlung und Bereitstellen von Ist - Daten:
Die in der Teilefertigung und Montage durchgef√ľhrten Vorg√§nge werden durch Stammdaten soweit beschreiben,bis diese Daten zur L√∂sung von verschiedenen Teilaufgaben ben√∂tigt werden.
b)Vorgeplante Betriebsmittel Instandhaltung :
Bei der Wartung,Service,Kontrolle soll sich keine Störung der Fertigung ergeben.

8.6 Elementaraufgaben der Fertigungsplanung :

a)St√ľcklistenerstellung :Siehe direkte Aufgaben der FP
b) Arbeitsablaufabschnittfolgeermittlung:
Sie legt die Reihenfolge der AAA unter Beachtung des Fertigungsprozesses fest.
Projekt: Sie ist gesamte AA,die ein Hersteller eines Produktes oder zur Druchf√ľhrung eines gr√∂√üeren
Vorhabens verwendet.
Vorgang : Sind AAA,die von einer Arbeitsgruppe an einer Mengeneinheit ohne Unterbrechung ausgef√ľhrt werden kann.Bei A - Vorgang,A - Gang und bei Wiederholungen von Zyklen werden als Vorgang bezeichnet.
Vorgnagselemente : Sie sind Teile,die sich weder in ihrer Beschreibung und ihrer zeitlichen Erfassung weiter unterteilt werden können.
Bewegungselemene :von Menschen ausgef√ľhrt
Proze√üelemenete : von Betriebsmittel ausgef√ľhrt
c)Qualitätstandartermittlung :
Es wird f√ľr jede Aufgabe bestimmte Q - Merkmale und Q - Standarte festgelegt.
d)Betriebsmittelauswahl :
Das zu wählende Betriebsmittel hängt von den Q - Merkmalen ab.
e)Arbetissystemgestaltung :
Bestgestaltung des Arbeitssystems
f)Sollzeitermittlung :
Ermittlung der Vorgabezeiten f√ľr die verschiedenen Aufgabenbereiche
g)Erteilung von Nummern:
Sie ist die notwendige Zuordnung von Zeichen,Objekte und Sachverahlte durch Nummern.

8.7 Elementaraufgaben der Fertigungssteuerung :

a) Primärbedarfsermittlung :
Sind die f√ľr eine Planungsperiode ben√∂tigten Erzeugnisse und Ersatzteile f√ľr den Markt.
b) Sekundärbedarfsermittlung :
Festlegung der Menge an Werkstoffen,Halbfabrikate,Einzelteilen,Baugruppen,die sich aus dem Primärbedarfes ergeben
c)Teriärbedarfsermittlung :
Bestimmung der Menge an Hilfs - und Betriebsstoffen,die f√ľr die Fertigung ben√∂tigt und im Endprodukt nicht sichbar ist.
d) Ermittlung der Bestellmenge :
Bestimmung der Menge von Erzeugnisse,Baugruppen,Einzelteile.Rohmaterial,Hils und Betriebsstoffen.Die Bestellung kann außerhalb oder innerhalb des Betriebes erfolgen.
e)Bestellungsaufgaben :
Sie ist die Bestellung des ermittelten Bedarfes zu jeden Bestellzeitpunkt,unter Ber√ľcksichtigung des Kalenders.
f)Bestands√ľberwachung :
Sie ist eine Aufzeichnung der Ein und Ausgänge der Bestellmenge und die daraus resultierenden offenen Bestellungen.
g)Erstellung der auftragsbezogenen Fristenpläne :
Die Einheitsfristenpläne werden durch die Bestellmenge und durch den aktuellen Auftragsstandes der Fristenpläne erstellt.
h)Terminierung der Fristenpläne :
Eingliederung der Fristenpläne in die Planungsperiode.
i)Kapazitätsbelastung
Die Zuteilung von Auftr√§gen an einer vorhandenen Kapazit√§t wird ohne Reihenfolge der Auftr√§ge und auf die Kapazit√§tsgrenzen r√ľcksicht genommen.
j)Kapazitätsausgleich :
Man versucht die vorhandenen Kapazit√§ten gleichm√§√üig und vollst√§ndig zu n√ľtzen und dabei ist auf einer raschen Abwicklung des Auftrages zu achten.
k)Auftragsfreigabe:
Freigabe eines Auftrages kann dann erfolgen,wenn Betriebsmittel,Mensch,Arbetisgegenstand und Arbeitsunterlagen f√ľr den Auftrag und innerhalb der ben√∂tigten Zeit vorhanden sind.
l)Bereitstellung :
Das rechtzeitige Bereitstellen von Kapazitäten,Arbeitsgegenständen und Arbeitsunterlagen.
m)Arbeitszuteilung :
Direkte Zuordnung der Aufträge zu den Kapazitäten mit der bestimmten Reihenfolge.

9) ABLAUFANALYSE UND ABLAUFGESTALTUNG : Erläuterung von Aufgabe und Ziel der Ablaufanalyse und der Gliederung des Betriebsablaufes in Ablaufarten. Welche Gliederungsmöglichkeiten des betrieblichen Ablaufes gibt es und welche Ablaufarten lassen siche jeweils bilden ?

9.1 Begriffe

- Informationen:
Formulierte Unterrichtung von Systemen (M,BM,...) √ľber Sachverhalte, Ereignisse oder Abl√§ufe mittels Daten.

- Daten:
Werden durch Zeichen oder Zeichenfolgen bzw. durch kontenuierliiche Funktionen, auf Grund bekannter oder unterstellter Abmachungen dargestellt.

- Zeichen:
Element aus einer vereinbarten, endlichen Menge von Elementen (wird auch Zeichenvorrat genannt). Wir können folgende Zeichenarten unterscheiden: a) alphabetische Zeichen
b) numerische Zeichen
c) Sonderzeichen

In der BT handelt es sich bei den Daten in erster Linie um folgende Arten:
- Zeiten, - Mengen, - Arbeitsbedingungen, - Einflußgrößen auf die Zeiten, - Häufigkeiten,
- Kosten

9.2Verwendungszweck der Zeiten (Daten)

a) PLANUNG: Vorkalkulation, Vergleich von Arbeitsverfahren und - methoden, Bedarfsplanung, ...
b) STEUERUNG: Terminierung (zeitliche Einordnung der Fristenpläne in den Kalender), Maschinenbelegung, Materialdisposition, Personaleinsatz, ...
c) KONTROLLE: Nachkalkulation, Kennzahlen, ...
d) ENTLOHNUNG: Lohn - und Gehaltsschema, Zeit - oder Leistungslohn, Prämie.

9.3 Die Zeit im betrieblichen Ablauf

Die Zeitbetrachtungen können nach zwei Gesichtspunkten erfolgen:
a) Die analytische Betrachtung der Arbeitsvorg√§nge (Beobachtung) einerseits mit dem Ziel ihrer Bestgestaltung, andererseits um Grundlagen (Zeiten) f√ľr verschiedene Planungsaufgaben zu erhalten. Die sich daraus ergebenden IST - Zeiten werden f√ľr die
3 Produktionsfaktoren und unterschiedliche Ablaufarten ermittelt.
b) Die synthetische Betrachtung des Arbeitsablaufes erfolgt in der Vorstellung um einerseits (auf Basis der Analyse) einen optimalen Arbeitsablauf zu erhalten und andererseits SOLL - Zeiten f√ľr die 3 Produktionsfaktoren zu erhalten.

9.4 Analyse des Arbeitsablaufe

Ablaufarten sind die Bezeichnungen f√ľr das Zusammenwirken der 3 Produktionsfaktoren M, BM, Aggst innerhalb bestimmter Ablaufabschnitte im Sinne der Arbeitsaufgabe.






R√úSTEN: Ist das Vorbereiten des Arbeitssystems f√ľr die Erf√ľllung der Arbeitsaufgabe sowie das R√ľcksetzen des Arbeitssystem in den urspr√ľnglichen Zustand.

AUSFÜHREN: Hier wird die Eingabe im Sinne der Ausgabe verändert.

9.5 Gliederungsschema nach den unterschiedlichen Einfl√ľssen auf den Arbeitsfortschritt f√ľr M, BM, Aggst

9.6 Methoden der Zeitermittlung

Man Unterscheidet:

a) Methoden zur Erfassung von IST - Zeiten (Analyse)

personelle Mm. durch Beobachter (Fremdbeobachtung)
1) Meßmethode teilautomatische Mm. durch A. Person selbst (Selbstbeobachtung)
automatische Meßmethode

2) Zahlenmethode - Multimomentaufnahme:
g√ľnstig f√ľr Verteilzeitaufnahmen

3) Befragen

4) Schätzen


b) Methoden der SOLL - Zeit bestimmung (Synthese)
SOLL - Zeiten sind Vorgabezeiten

1) Methoden der Erfassung und Auswertung von IST - Zeiten (REFA - Methode)

2) Berechnungsmethode

Systeme vorbestimmter Zeiten (S.v.Z.)
3) Teilzeitmethoden
Planzeiten (REFA)

4) Methode des subjektiven Schätzens

Vergleich der Verfahren 1 - 4
5) Vergleichsmethode
Zeitklassenmethode

10) VORGABEZEITERMITTLUNG UND ABLAUFSYNTHESE : Erl√§uterung der Vorgabezeit, der Vorgabezeitarten, der einzelnen Zeitarten aus der Vorgabezeit f√ľr den Menschen sowie Darstellung des Aufbaues der Auftragszeit


10.1. Synthese

10.1.1. Vorgabezeit

Zeiten f√ľr bestimmte Ablaufabschnitte sind f√ľr Planung, Steuerung, Kontrolle und Entlohnung grunds√§tzlich nur verwendbar, wenn die Bezugsleistung und die Bezugsmenge dieser Zeiten festgelegt sind. Enthalten diese Zeiten neben dem wesentlichen Anteil f√ľr die planm√§√üige Erf√ľllung der Arbeitsaufgabe auch Anteile f√ľr nicht genau vorausbestimmbare Ablaufabschnitte, so nennt man solche Soll - Zeiten im Arbeitsstudium Vorgabezeiten.

Vorgabezeiten nach REFA sind Soll - Zeiten f√ľr von Menschen und Betriebsmitttel ausgef√ľhrte Arbeitsabl√§ufe. Vorgabezeiten f√ľr den Menschen enthalten Grundzeiten, Erholungszeiten und Verteilzeiten.

Im wesentlichen werden zwei Arten von Vorgabezeiten unterschieden:

• auftragsabh√§ngige Vorgabezeiten: sie beziehen sich auf einen Auftrag
• auftragsunabh√§ngige Vorgabezeiten: sie beziehen sich auf eine bestimmte Mengeneinheit (z.B.: 100 oder 1000 Stk)

Die n√§here Bezeichnung der Vorgabezeit h√§ngt davon ab, ob sie f√ľr den Menschen oder das Betriebsmittel bestimmt wurde und welche Bezugsmenge ihr zugrunde liegt.

Weiters gibt es drei Zeitarten der Vorgabezeit:

• Grundzeit: In die Grundzeiten gehen die Sollzeiten f√ľr die planm√§√üige Ausf√ľhrung von Abl√§ufen ein. Sie machen i. a. den wesentlichen Anteil der Vorgabezeiten aus.

• Erholungszeit: Sie bestehen aus Sollzeiten f√ľr das infolge der T√§tigkeit notwendige Erholen des Menschen. Ihr Anteil an den Vorgabezeiten h√§ngt von H√∂he und Dauer der Beanspruchung des Menschen durch die Arbeit ab.

• Verteilungszeit: Sie bestehen aus Sollzeiten, die zus√§tzlich zur planm√§√üigen Ausf√ľhrung vorkommen. Dabei wird zwischen pers√∂nlich und sachlich bedingten Verteilzeiten unterschieden. Die Verteilzeiten treten w√§hrend des Ablaufes mit unterschiedlicher Dauer und H√§ufigkeit auf. Sie entstehen zum Teil als Folge der Erf√ľllung der Arbeitsaufgabe, haben aber zum Teil auch keinen Zusammenhang mit der Arbeitsaufgabe.


10.1.2. Grundzeit


Die Grundzeit tg besteht aus der Summe der Soll - Zeiten von Ablaufabschnitten, die f√ľr die planm√§√üige Ausf√ľhrung eines Ablaufes durch den Menschen erforderlich sind; sie bezieht sich auf die Mengeneinheit 1.

Die Grundzeit besteht aus folgenden zwei Zeitarten:
tg = tt + tw
tt...Tätigkeitszeit tw...Wartezeit

Die T√§tigkeitszeit besteht aus der Summe der Soll - Zeiten aller Ablaufabschnitte mit der Ablaufart Hauptt√§tigkeit MH und Nebent√§tigkeit MN, die f√ľr die planm√§√üige Ausf√ľhrung eines Ablaufes durch den Menschen erforderlich sind; sie bezieht sich auf die Mengeneinheit 1.

Die Wartezeit besteht aus der Summe der Soll - Zeiten aller Ablaufabschnitte mit der Ablaufart ablaufbedingtes Unterbrechen MA, die bei der planm√§√üigen Ausf√ľhrung eines Ablaufes durch den Menschen vorkommen; sie bezieht sich auf die Mengeneinheit 1.

Man unterscheidet folgende Grundzeiten:

• trg: R√ľst - Grundzeit, die Zeit, w√§hrend der Mensch das Betriebsmittel r√ľstet
• tg: Grundzeit, die Zeit f√ľr das Ausf√ľhren der Mengeneinheit 1 durch den Menschen
• trgB: Betriebsmittel - R√ľstgrundzeit, die Zeit, w√§hrend das Betriebsmittel ger√ľstet wird
• tgB: Betriebsmittel - Grundzeit, die Zeit, w√§hrend das Betriebsmittel f√ľr das Ausf√ľhren der Mengeneinheit 1 belegt ist.

Die Betriebsmittel - Grundr√ľstzeit besteht aus der Summe der Soll - Zeiten aller Ablaufabschnitte, die f√ľr die planm√§√üige Ausf√ľhrung eines Ablaufes durch das Betriebsmittel erforderlich sind; sie bezieht sich auf die Mengeneinheit 1.

Die Betriebsmittel - Grundzeit besteht aus folgenden Zeitarten:
tgB = th + tn + tb
th...Hauptnutzungszeit tn...Nebennutzungszeit tb...Brachzeit


10.1.3 Verteilzeit

Die Verteilzeit tv besteht aus der Summe der Soll - Zeiten aller Ablaufabschnitte, die zus√§tzlich zur planm√§√üigen Ausf√ľhrung eines Ablaufes durch den Menschen erforderlich sind; sie bezieht sich auf die Mengeneinheit 1.

Die Verteilzeit besteht aus folgenden zwei Zeitarten:

tv = ts + tp
Die sachliche Verteilzeit ts enth√§lt Sollzeiten f√ľr zus√§tzliche T√§tigkeiten MZ und st√∂rungsbedingtes Unterbrechen MS.
In die pers√∂nliche Verteilzeit tp gehen Sollzeiten f√ľr pers√∂nlich bedingtes Unterbrechen der T√§tigkeit MP ein.

Die Betriebsmittel - Verteilzeit tvB besteht aus der Summe der Soll - Zeiten aller Ablaufabschnitte, die zus√§tzlich zur planm√§√üigen Ausf√ľhrung eines Ablaufes durch das Betriebsmittel erforderlich sind; sie bezieht sich auf die Mengeneinheit 1.

Die Betriebsmittelverteilzeit besteht aus folgenden Zeitarten:
tvB = ∫tBZ + ∫tBS + ∫tBP

Dabei ist:

tBZ die Sollzeit f√ľr zus√§tzliches Nutzen des Betriebsmittels
tBS und tBP die Sollzeit f√ľr st√∂rungs - bzw. pers√∂nlich bedingtes Unterbrechen der Nutzung des Betriebsmittels.


10.1.4. Erholungszeit


Die Erholungszeit ter besteht aus der Summe der Soll - Zeiten aller Ablaufabschnitte, die f√ľr das Erholen des Menschen erforderlich sind; sie bezieht sich auf die Mengeneinheit 1.

ter = ∫tME
Die in der Zeit je Einheit enthaltenen ablaufbedingten und st√∂rungsbedingten Unterbrechungszeiten tMA und tMS k√∂nnen unter gewissen Voraussetzungen auf die Soll - Zeiten tME angerechnet werden. Deshalb wird die in der Vorgabezeit ber√ľcksichtigte Erholungszeit ter h√§ufig auch als Resterholungszeit bezeichnet.


10.1.5. Zeit je Einheit

Die Zeit je Einheit te ist die Vorgabezeit f√ľr die Ausf√ľhrung eines Ablaufes durch den Menschen; sie bezieht sich i. a. auf die Mengeneinheit 1, 100 oder 1000.

F√ľr die Mengeneinheit 1 ist:

te1 = tg + ter + tv
In der St√ľck - Massenfertigung kann te1 sehr kleine Werte annehmen. Unter diesen Umst√§nden ist es √ľblich, die Zeit je Einheit nicht als te1, sondern als te100 oder te1000 anzugeben. Dann sind die der Zeit je Einheit zugrunde liegenden Mengeneinheiten nicht 1 St√ľck, sondern 100 oder 1000 St√ľck. Dabei ist:
te1000 = 10 * te100 = 1000 * te1
Die Betriebsmittelzeiten je Einheit teB1, teB100 bzw. teB1000 sind Vorgabezeiten f√ľr die Belegung eines Betriebsmittels bei der Mengeneinheit 1, 100 bzw. 1000.


10.1.6. Ausf√ľhrungszeit und R√ľstzeit

Die Ausf√ľhrungszeit ta und die Vorgabezeit f√ľr das Ausf√ľhren der Menge m eines Auftrages durch den Menschen.
ta = m * te bzw. ta = m * te100/100 bzw. ta = m * te1000/1000

Die R√ľstzeit tr ist die Vorgabezeit f√ľr das R√ľsten innerhalb eines Auftrages durch den Menschen.

Die Betriebsmittel - Ausf√ľhrungszeit taB ist die Vorgabezeit f√ľr das Belegen eines Betriebsmittel durch die Menge m eines Auftrages.

Die Betriebsmittel - R√ľstzeit trB ist die Vorgabezeit f√ľr das Belegen eines Betriebsmittels durch das R√ľsten bei einem Auftrag.


10.1.7. Auftragszeit und Belegungszeit

Die Auftragszeit T ist die Vorgabezeit f√ľr das Ausf√ľhren eines Auftrages durch einen Menschen.
Die Belegungszeit TbB ist die Vorgabezeit f√ľr die Belegung des Betriebsmittels durch einen Auftrag.


Haupttätigkeit

Nebentätigkeit Tätigkeitszeit

zusätzliche T. Grundzeit

ablaufbedingtes Wartezeit
Unterbrechen d. T.

störungsbedingtes Erholungszeit Zeit je Einheit
Unterbrechen d. T.

Erholen Sachliche
Verteilzeit
Verteilzeit
persönlich bedingtes persönliche
Unterbrechen d. T. Verteilzeit
11 ) KENNZAHLEN : Wozu werden diese benötigt, wie werden sie gebildet und worin liegt ihre Bedeutung und Gefahr? Erläutere einige besonders signifikante und häufige Kennzahlen im Betriebsgeschehen.

11.1 Allgemein :

Sind Verh√§ltniszahlen mit sinnvoller Aussage √ľber Untersuchungen, Betriebe oder Betriebs -
teile.
Kennzahl=Beobachtungszahl / Bezugszahl

Verwendung: Zur Beurteilung eines Unternehmens z.B.:(inner & außerbetrieblich) Kostenrechnung, Bilanz, Umsatz
- als Kontrollinstromalien (Soll - Ist - Vergleich)
- F√ľhrungselement im Sinne einer Zielvorgabe (M.B.O)
Umsatzzahlen oder Gewinn,...

11.2 Wie werden Kennzahlen erstellt?

1. Zielformulierung: Was will ich pr√ľfen?
2.Aufgabenabgrenzung: Umfang der Pr√ľfung
3.Analysieren ,welche Daten sind notwendig: wichtige (signifikante) und zufällige Daten
4.Synthese: Den mathematischen Zusammenhang formulieren und richtige Aussagen treffen .

Grunds√§tzlich ist es m√∂glich f√ľr jeden Tatbestand eine Kennzahl zu schaffen, aber diese gilt nur f√ľr den Betrieb f√ľr den sie geschaffen wurde. Da es auf dem Gebiet der Kennzahlen keine einheitliche Regelung gibt, ist beim Vergleich Vorsicht geboten.

11.3 Wirtschaftliche Kennzahlen :


Wirtschaftliche Kennzahlen


Wertschöpfung Cash - Flow Rentabilität Wirtschaftlichk. Produktivität


Sie lassen sich aus den ökonomischen ableiten und stellen ein Verhältnis von Ertrag zur Aufwand dar.
Ausbringungsmenge
- Produktivität = Einsatzmenge *100 [%]

z.B.: Kraftwerk: t Kohle zu kWh

- Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand oder Leistung / Kosten
Es gibt 3 Arten der Wirtschaftlichkeit:
. Kassamäßige Wirtschaftlichkeit = Einnahmen / Ausgaben
. Bilanzielle W. = (Erlöse + Bestandsänderunge) / Aufwand
(Bestands√§nderungen = Ankauf oder Verkauf von Grundst√ľcken, Geb√§uden,...)
. Kalkulatorische W. = Preise / Kosten

- Rentabilität : R = Reingewinn / eingesetztes Kapital *100 [%]
nur der monitäre Einsatz wird betrachtet
R = ((Umsatz - Kosten) / Umsatz *100 ) * Umsatz / Kapital

Umsatzrentabilität Kapitalumschlagungsgrad

- Wertschöpfung:

Beitrag einer Betriebswirtschaft zur Volkswirtschaft od. Gesamtwirtschaft od. zum Volkseinkommen.

- Cash - Flow (=finanzwirtschaftliche Überfluß) bzw. Zahlungsfähigkeit (Liquidität).
Gibt Auskunft √ľber die Finanzkraft eines Unternehmens; ist vergangenheitsorientiert und
Stichpunkt bezogen.

11.4 BETRIEBLICHE KENNZAHLEN

Sie beschäftigen sich mit betriebliche Situationen z.B.: Produktivität, Wirtschaftlichkeit, Materialfluß, Kapazitäten,...
Wir unterscheiden 4 Arten:


Betriebliche Kennzahlen



Gliederungszahlen Beziehungszahlen Meßzahlen Indexzahlen

Einer der häufigsten Bezugszahlen im Betrieb ist die Einsatzzeit.
Wir unterscheiden:
- theoretische Einsatzzeit (ist f. d. jener Teil der Arbeitszeit, in d. er den Betrieb zur Verf√ľgung steht und bezieht sich immer auf eine Periode).

EZth = AZ * SZ * AMA/s
AZ...Arbeitszeit SZ...Schichtzahl AMA/s...Anzahl d. Mitarb. je Schicht

- Soll - Einsatzzeit: EZth * Planungsfaktor PF<1

• Gliederungszahlen

Sie stellen das Verhältnis eines Teiles zum ganzen dar, wobei die Zahl im Zähler ein Teil d. Zahl im Nenner ist.
Voraussetzungen:
a. gleiche Mengeneinheiten b. gl. Perioden od. Zeitpunkte
c. Krankenstandsgrad d. Ausschußgrad e. Lehrlingsgrad

• Beziehungszahlen

Hierbei stehen im Zähler und Nenner Daten versch. Arten in Beziehung, die entweder Grundzahlen oder bereits Verhältniszahlen sind. Es gibt ähnlich wie vorher Voraussetzungen.


• Me√üzahlen

Dabei werden Zahlen mit gleichen Maßeinheiten, aber aus versch. meist gleichlangen Perioden (od. Zeitpunkten) stammend in Verhältnis gesetzt.
Bsp.: Umsatzzahlen = Umsatz 1993 / Umsatz 1992

• Indexzahlen

werden √§hnlich wie Me√üzahlen gebildet, nur wird der Z√§hler in % des Nenners ausgedr√ľckt.
Umsatzindex = Umsatz 1993 / Umsatz 1992 *100 [%]
Indexzahlen werden meist als Zahlenreihen dargestellt, wobei f√ľr eine bestimmte Periode od. Zeitpunkt eine Basiszahl angenommen wird.

• Kennzahlen im Arbeitsstudium

Wir unterscheiden:

a - allg. betriebswirtschaftliche Kennzahl:
Fertigungsgrad = (Fert.zeiten / (Fert.zeiten*Hilfszeiten) ) *100 [%]
Beschäftigungsgrad = (Fert.zeiten + Hilfsz.) / Ezth
b - Kennzahlen zum Einsatz d. Menschen:
Zeitgrad = (Σ d. Vorgabezeiten i.e. Periode)/( Σ d. Ist - Zeiten i.e. Periode)*100
c - Kennzahlen zum einsatz der Betriebsmitteln
- Hauptnutzungsgrad = (Hauptnutzungszeit / Ezth) *100 [%]
- Gesamtnutzungsgrad
d - Kennzahlen zum Durchlauf des Arbeitsgegenstandes:
- Arbeitsgrad = (Fert.zeiten / Durchlaufzeit )*100
- Ausbringungsgrad = (Arb.ergebnis in Anzahl der Gutteile / Eingabemenge)*100
e - Kostenkennzahlen:
- Leistungsgrad = (Σ Leistungsl√∂hne / Σ aller L√∂hne) *100
- Instandhaltungsgrad
- Materialflußgrad = Materialkosten / Herstellkosten *100






12) WERTANALYSE & ABC - ANALYSE : Aufgabe und Ziel sowie Einfluß der Funktion in der Wertanalyse, Beschreibung der Aufgaben und der Möglichkeiten einer ABC - Analyse


12.1 Erklärung der Wertanalyse

Sie kommt aus der USA (Schiffbau 1944/1945) und geht von den Herstellkosten aus und versucht diese zu reduzieren.






12.2 Kennzeichen der wertanalyischen Denkweise:

a) im Vordergrund stehen die Funktionen des wertanalyischen Projektes

Die Wertanalyse zerfällt nach DIN 69910 in:
- Wertverbesserung: WA f√ľr bereits bestehende Produkte
- Wertgestaltung: WA f√ľr neue Produkte

b) organisierte und erzwungene Zusammenarbeit der Mitarbeiter in den betroffenen Ableitungen

c)systematische Anwendung jener Regeln, die f√ľr ein gemeinsames, sch√∂pferisches, analysiertes Arbeiten mit einer Gruppe zum Ziel hat

Dieses wird am besten durch Wertanalysearbeitsgruppen erreicht. Diese sollen durch folgende Abteilungen vertreten sein:

- Konstruktion
- AV
- Einkauf
- Verkauf
- Qualitätswesen
- Kostenrechnung






12.3 Begriff Funktion

Der Begriff der Funktion ist das zentrale Thema in der Wertanalyse.
Unter den Funktionen eines Produktes werden alle Aufgaben verstanden, die mit dem Produkt erf√ľllt werden sollen, aber auch jene Aufgaben, die zum Produkt f√ľhren bzw. mit der Produktion und mit der Entsorgung verbunden sind.

a)Funktionsarten:

- )Gebrauchsfunktion: ist meist eine technische Funktion und ist durch die Art und Weise der Problemlösung gekennzeichnet => dient zur Nutzung des Objektes
- )Geltungsfunktion: Geltungsfunktion eines Objektes √ľberlagert die Gebrauchsfunktion und geht meist √ľber sie hinaus und dient z.B.: dem Prestige, der √Ąstetik oder dem Image (ist fast ausschlie√ülich subjektiv abh√§ngig)

Beispiel: Uhr:
Gebrauchsfunktion: Zeitanzeige
Geltungsfunktion: Schmuckfunktion

b)Funktionsklassen: Wir unterscheiden in

- )Hauptfunktion
- )Nebenfunktion
- )unnötige Funktion
- )Hauptfunktion: Kennzeichnet die eigentlichen Aufgaben des Produktes oder Objektes, => ihre Erf√ľllung ist daher unerl√§√ülich
- )Nebenfunktion: ist eine der Hauptfunktion diente oder erg√§nzente Funktion. Sie wird manchmal f√ľr die L√∂sung der Hauptfunktion ben√∂tigt.
- )unn√∂tigte Funktion: sie ist meist nicht erw√ľnscht. Sie wird oft beseitigt, weil sie zu hohe Kosten versacht.

Beispiel:Gl√ľhbirne:
Hauptfunktion: leichten, Licht spenden
Nebenfunktion: Stromladung, Anschlu√ü der Gl√ľhbirne => Fassung
unnötigte Funktion: Wärmeabgabe, Entsorgung

12.4 Durchf√ľhrung der Wertanalyse

a) Wertanalytiker

Aufgaben:
- F√ľhrungskr√§fte informieren √ľber WA
- Ziele und Aufgaben erarbeiten/festlegen
- Wertanalyseteams bilden, organisieren und leiten
Voraussetzungen:
- abgeschlossene technische/ kaufmännische/ betriebswirtschaftliche Berufsausbildung
- mehrjährige Berufserfahrung
Fähigkeiten:
- Hartnäckigkeit beim Verfolgen von Zielen
- Motivations - und Koordinationsfähigkeit
- Organisatorisches und diplomatisches Geschick

Kenntnisse:

- Wertanalyse nach DIN 699610
- Fertigungsverfahren und Abläufe in Betrieben/Verwaltung
- Fertigungsplanung und Fertigungstechnik
- Konstruktions - , Entwicklungs - und Beschaffungsaufgaben

Persönlichkeitsbildung:

- √úberzeugungskraft
- Selbstbewußtsein
- Begeisterungsfähigkeit

b) Wertanalyseteam (WA - Arbeitsgruppe) :

Wertanalyseteam besteht aus folgenden Leute aus den folgenden Stellen :

- ) Kalkulation
- ) Fertigung
- ) Wertanalyse
- ) Entwicklung
- ) Vertrieb

Vorteile der Teamarbeit:

- Verk√ľrzung der Bearbeitungszeiten
- Verbreiterung des Wissenbasis
- Vervielfachen der Ideenmenge

In einem WA - Team sind alle Abteilungen vertreten, die kostenverursachend am Untersuchungsobjekt beteiligt sind.

12.6 ABC - Analyse

Sie ist ein Verfahren zur Bestimmung der Wichtigkeit (Bedeutung, Preferenz) von mehreren Produkten. Sie spielt in der Wertanalyse und auch in der Materialwirtschaft eine große Rolle.
Bei der Analyse des Produktionsprogramms stellt man immer wieder fest, dass ein großer Teil des gesamten Umsatzes von einem kleinen Teil wichtiger Erzeugnisse bestritten wird.
Und dass umgekehrt ein kleiner Teil des Umsatzes auf eine gro√üe Zahl weniger wichtiger Erzeugnisse zur√ľckgeht.

Die ABC - Analyse f√ľhrt zu einer Klassenbildung.

1. A - Teile: Diese sind aus der Sicht des Umsatzes, des Gewinnes, des Deckungsbeitrages
oder der Kosten wichtige Produkte. (80 %).

2. B - Teile: Das sind weniger wichtige Produkte. (15 %)

3. C - Teile: Sind die unwichtigen Produkte mit sehr geringem Anteil (5%).

Wichtigste Struktur in diesem Gebiet ist die Mengen - Wert - Beziehung der Materialien.

Weitere betrachtete Beziehungen sind: Preisänderung - Herstellkosten
Wiederbeschaffungszeit - Produktionsdurchlaufzeit
Verfahren der Kosten√ľberwachung
Budgetplanung
Auftragsbearbeitung
Kapazitätsplanung

Bewertungskriterien bei der ABC - Analyse.

13) NETZPLANTECHNIK : Erläuterung der einzelnen Größen eines Netzplanes an Hand eines einfachen Beispiels, Vorgehen bei Erstellung eines Netzplanes, Anwendung, Vorteile, Nachteile.

13.1 Allgemein

Der Netzplan ermöglicht uns die grafische Darstellung von mehreren Einflußfaktoren in einem Plan.
Unter der Netzplantechnik (Network analysis) verstehen wir, alle Verfahren zur Analyse, Beschreibung, Planung, Steuerung u. √úberwachung von Abl√§ufen. Dabei finden Einflu√üfaktoren (Zeit, Kosten, Einsatzmittel,...) Ber√ľcksichtigung, um bei diesen Reihenfolgeproblemen eine optimale L√∂sung zu erhalten.

Kennzeichen der Netzplantechnik sind:

1. Der Arbeitsablauf wird in Einzelschritte aufgelöst, welche nach Vorgänge, Ereignisse, Hilfsmittel u. Bedingungen analysiert werden. Es wird auch der Arbeitsumfang je Schritt festgelegt.
2. Vorgänge u./od. Ereignisse werden nach ihren Sachbeziehungen zugeordnet.
3. Vorgänge u./od. Ereignisse werden von Pfeilen u. Knoten zum Netzplan zusammengefaßt, woraus die Struktur des Projektes u. die Sachzeitlich bedingte Folge der Vorgänge ersichtlich werden.
4. Zeitfolge u. Zeitpunkte f√ľr Vorg√§nge u./od. Ereignisse bilden die Zeitstruktur des Projektes.
5. Die Berechnung der Zeitpunkte deckt Zeitreserven u. Verschiebungsmöglichkeiten auf (Pufferzeiten).
6. Mit Hilfe rechnerischer Methoden wird die Fristbestimmende kritische Folge der Vorgänge ausgewiesen u. kontrollierbar gemacht.
7. Umfangreiche Aufgaben können in Teilprojekte zerlegt u. rechnerisch zu einem Gesamtplan zusammengefaßt werden.
8. Die Ber√ľcksichtigung verschiedener Faktoren u. Schranken kann auch nachtr√§glich erfolgen, da Ablauf - u. Zeitplanung getrennt durchgef√ľhrt werden k√∂nnen.
9. Laufende Berichterstattung √ľber den Stand der Arbeiten, ist bei guten Informations - u. Kommunikationssystemen gegeben.

Aufbau eines Netzplanes:

a) 2 formale Elemente:

1.) Knoten: (Kreise, Quadrate od. Rechtecke) können sowohl Vorgänge als auch Ereignisse sein.
2.) Pfeile: Vorgänge, Scheinvorgänge können aber auch Anordnungsbeziehungen symbolisieren.

b) strukturelle Elemente: (funktionale Elemente)

1.) Vorgang: Dieser ist ein Zeit - u. Kapazitätsverbrauchendes Element, dessen Anfang u. Ende definiert werden kann u. das Geschehen im Projekt festhält. z.B.: eine Tätigkeit, Wartezeiten, Lieferfristen, eingeplante Zeitreserven, ...
Vorg√§nge k√∂nnen je nach NP - Art sowohl als Pfeile als auch als Knoten dargestellt werden. Bei umfangreichen Aussagen √ľber den Vorgang z.B.: Kapazit√§tsbedarf, Hilfsmittel, Zeitbedarf, Kosten,... sind getrennte Aufzeichnungen (Vorgangslisten) erforderlich.
2.) Ereignis: (engl. event) Kennzeichnet das Eintreten eines Zustandes u. verbraucht weder Zeit, Kapazität noch Kosten.
Besondere Ereignisse: - Zielereignis (ZE)
- Startereignis (SE)
- Vorereignis (VE)
- Nachereignis (NE)
c) Anordnungsbeziehungen:

Netzplanarten :

a) Vorgangspfeilnetzplan VPN: Hier sind die Vorgänge beschrieben u. durch Pfeile dargestellt. Bekanntestes Beispiel ist das bekannte CPM (Critical Path Method). Ereignis
- >Vorgang u. AOB - >Ereignis


b) Vorgangsknotennetzplan VKN: Hier sind die Vorgänge beschrieben u. durch Knoten dargestellt. Vorgang
- >AOB - >Vorgang


c) Ereignisknotennetzplan EKN: ähnlich dem VPN
PERT - Methode (Program Evaluation and Review Technic) = Technik zur Bewertung u. √úberwachung von Programmen. Ereignis
- >AOB - >Ereignis


14) Vorgangspfeilnetzplan : Entwicklung aus dem GANTT - Diagramm, Elemente, Anordnungsbeziehungen, Berechnung, Pufferzeiten, kritischer Weg

14.1 Entwicklung aus dem Gantt - Diagramm

14.2 Elemente


V=Pfeil
AOB=Pfeil
E=Knoten

14.3 Anordnungsbeziehungen


Hier sind die Vorgänge beschrieben & durch Pfeile dargestellt.
Bekanntestes Beispiel ist das CPM (critical path method)

14.4 Berechnung


nur Ende - Anfangsbeziehungen, Scheinvorgänge
Fr√ľhester Zeitpunkt=fr√ľhester Anfang=alle Vorg√§nger abgeschlossen, der Sp√§teste
Sp√§tester Zeitpunkt=sp√§tester Abschluss=Beginn irgendeines (fr√ľhesten) Nachfolgers
Nummer kann bel.(bei EDV autom.) vergeben werden, Nachfolger m√ľssenn h√∂here Nummern haben

a) Berechnungschritt Vorwärtsrechnung

Startereignis: Fz=0
bei mehreren Vorläufern :Fzj=(Fzi+Dmax)

b) Berechnungschritt R√ľckw√§rtsrechnung

SZ Endrereignis= Fzmax
Szi=Szj - D
bei mehereren Nachfolgern Szi=(Szj - Dmin)

14.5 Kritischer Weg


Der L√§ngste Weg im NP, er bestimmt die kleinst m√∂gliche Projektdauer, alle Ereignisse (Vorg√§nge) die am kritischen Weg liegen d√ľrfen keine Verschiebung erfahren

14.6 Pufferzeiten


Dispospielräume f den Vorgangsanfang mit Einfluß auf Vorgänger&Nachfolger Sie werden in Pufferzeittabellen dargestellt.

F√ľr die Bestimmung der Pufferzeiten werden die Vorgangsanf√§nge disponiert.
Der fr√ľheste Anfangszeitpunkt wird durch die Vorg√§nge in ihrer f√ľhesten zeitl. Lage bestimmt. (FAZ)
Ein weiterer ausgezeichneter Anfangspunkt wird durch die späteste Lage der Vorgänger ZASV (Zeitpkt d. Anfangs d. spätesten Vg) festgelegt.
Die Nachfolger in Ihrer fr√ľhesten Lage bestimmen den Anfangspunkt =ZAFN (Zeitpkt d. Anfangs d. fr√ľhest. Nachf.)
Mit SAZ ergeben sich 4 Zeitpunkte f√ľr die Ermittlung der Pufferzeiten.

GP Ges.Pufferzt ,wenn Vorg zum fr√ľheste, Nachf zum sp√§teste Zeipkt
FP Freie Puffer ,fr√ľheste Lage aller Umgebenden =Zeitsp, um die ein Vorgang verschoben werden kann,
ohne fr√ľheste Lage d NF zu beeinflussen
SP fr.R√ľckw√§rtspufferzt ,Dispospielraum sp√§teste Lage aller Vorg√§nge
UP unabh.Pufferzt. immer, ungebunden von Umgebenden ausgenutzt werden



15) PRODUKTENTWICKLUNG & - GESTALTUNG : Welche Aufagebn und Analysen bzw Methoden stehen uns f√ľr sie zur Verf√ľgung und wie erfolgt ihr Proze√ü im betrieblichen Alltag ( Methode nch Zangemeister ).

15.1 Allgemeines

Es ist meist ein langfristiger Entwicklungsprozeß der mehr od. minderschnell abläuft.Dieser Prozeß findet in
einem best. System statt (z.B.:Betrieb,Unternehmung,Entwicklungslabor ......). Hand in Hand damit geht f√ľr den
Betriebstechniker die Arbeitsgestaltung,beides zusammen wird unter dem Begriff Systemgestalten betrachtet.










System:=Es besteht aus Elementen (Dinge,Teile,Objekte) mit best Eigenschaften (Attributen).Die Elemente sind durch Beziehungen verkn√ľpft.

Elemente:=Sind jene Komponenten eines Systemes die sich im Rahmen der vorliegenden Problemstellung nicht weiter sinnvoll zerlegen lassen.
Ein Systemelement kann bei genauerer Betrachtung zu einem eigenen System werden.
⇒Hierarchische Gliederung von Systemen:

Wir unterscheiden 3 Grundformen von Systemen:

a) techn. System
Besteht aus techn. Daten u. od. Gegenständen z.B.:einfacherMechanismus,Maschine,Fließband,Programmier - sprache

b) sozial. System
Hier sind ide Elemente selbständig handelnder Personen (z.B.: Gruppen, Klassen,Betriebsverein

c) sozi.techn. System
Liegt vor wenn techn. u. soziale Systeme miteinander verkn√ľpft sind z.B.:Arbeitsplatz,Werkst√§tte

15.2 6 - Stufenmethode REFA (Reichsausschu√ü f√ľr Arbeitsstudien)

gegr. 1924 heute:REFA e. V. Darmstadt siehe Bild 1.



Bei der Erstellung von Idealsystemes kann man 3 Ebenen unterscheiden :

1.)Ebene: theorethisches Idealsystem
2.)Ebene: äußerstes Idealsystem
3.)Ebene: technologisch durchf√ľhrbares Idealsystem.

15.3 Methoden der Ideenfindung

a.)analytische Methoden

- Morphologie
- Bionik
b.)intuitive Methoden

- ) Brainstorming

- Diskussion 66
- Didaktisches Brainstorming
- Brainwriting(Methode 635)

- )Synethik

- )Auflockerung des Suchfeldes

15.4 Acht - Stufenmethode nach Zangenmeister

Wird vorwiegend zur umgestaltung vorhandener Systeme od. zur Problemlösung verwendet.




16) ANFORDERUNGSERMITTLUNG & ARBEITSBEWERTUNG: Bespreche sie ihre Hauptanwendungsgebiete; welche Arten der Anforderungsermittlung und Arbeitsbewertung kennen sie ? (Unterschied : Arbeiter - , Arbeits - undArbeitsplatzbewertung).
Sie besteht aus der Beschreibung von Arbeitssystemen sowie der Analyse und der Qualifizierung Ihrer Anforderungen.

a) Anforderungsabhängige Lohndifferenzierung:
F√ľr diesen Zweck wird sie meist Arbeitsbewertung genannt. Personen an Arbeitspl√§tzen mit hohen Anforderungen sollen ein h√∂heres Gehalt erhalten als solche mit geringeren Anforderungen. Dazu ist es erforderlich, die unterschiedlichen Anforderungen zu bewerten, um eine von der Anforderung abh√§ngige Wertzahl zu ermitteln. Diese beeinflu√üt einen Teil des Gesamtlohnes.

b) Zur Arbeitsgestaltung:
Bei der Anforderungsermittlung sind manchmal auch Mängel des Arbeitssystems ersichtlich, deren Beseitigung im Zuge einer Arbeitsgestaltung erfolgt und eine menschengerechte und wirtschaftliche Gestaltung der Abläufe zum Ziel hat.

c) Personalorganisation:
F√ľr diese ist die Arbeitsbewertung Voraussetzung, um z.B. Personalbedarfsplanung, Personaleinsatzplan erstellen zu k√∂nnen. Ein Ziel der Personalorganisation ist es, die richtige Arbeitsperson am richtigen Arbeitsplatz zu haben.

Summarisches Vorgehen

W√§hrend sich die Arbeitsbewertung in der Vergangenheit an der Ausbildung des arbeitenden Menschen orientierte, schenkt man nun der tats√§chlich verrichteten Arbeit mehr Bedeutung. Deshalb kann man erst jetzt von einer Arbeitsbewertung sprechen, da die Bewertung nicht mehr nach dem Beruf oder nach der Ausbildung des Arbeitenden sondern nur noch nach jener Ausbildung erfolgt, welche zur Verrichtung einer Arbeit erforderlich ist. Die Ausbildung vermittelt nur das erforderliche Wissen und die notwendige Fertigkeit zur Ausf√ľhrung einer Arbeitst√§tigkeit, z.B. Hand - oder K√∂rpergeschicklichkeit, geistige F√§higkeiten, Qualifiaktionen und notwendige Bef√§higungsnachweise. Die Einordnung von gewerblicher Arbeit nach derartigen Beschreibungen wird als summarische Arbeitsbewertung bezeichnet, d.h. eine Arbeitsbewertung ist insofern summarisch, als sie vorrangig nur die zur Arbeitsausf√ľhrung erforderliche Ausbildung bzw. erforderliches K√∂nnen ber√ľcksichtigt.

Analytisches Vorgehen

Wenn die Anforderungen eines Arbeitssystems an den Menschen in mehrere Anforderungsarten, z.B. Kenntnisse, Verantwortung, Belastung,..... getrennt erfaßt werden, spricht man von analytischen Verfahren zur Ermittlung von Anforderungen.
Diese Vorgangsweise kann in 3 Stufen gegliedert werden:
1. Arbeitsbeschreibung: umfaßt das Arbeitssystem und gegebenenfalls die Arbeitssituation
2. Anforderungsanalyse: Ermitteln von Daten f√ľr die einzelnen Anforderungsarten und
3. Qualifizierung der Anforderungen: Bewertung der Anforderung und Berechnung des Anforderungssummenwertes

Anforderungsarten nach REFA
1. Kenntnisse: Ausbildung; Erfahrung; Denkfähigkeit;
2. Geschicklichkeit: Gewandtheit; Handfertigkeit; Geschicklichkeit;
3. Verantwortung: f√ľr die eigene Arbeit; f√ľr die Arbeit und Sicherheit anderer
4. Geistige (psychische) Belastung: Aufmerksamkeit; Denktätigkeit;
5. Muskelmäßige (physische) Belastung: Dynamische - ; statische - ; einseitige Muskelarbeit
6. Umgebungseinfl√ľsse: N√§sse, √Ėl, Fett, Staub,...... (Schutzkleidung erforderlich)

Verfahren der Anforderungsbewertung
Wir unterscheiden a) analytische Verfahren:
Stufenwertzahlverfahren
Rangreihenverfahren
b) summarische Verfahren:
Rangfolgeverfahren
Lohngruppenverfahren (Kollektivvertrag)



17) LOHNFORMEN & LOHNARTEN : Was verstehen wir unter Lohn, dem √Ąquivalenzprinzip, sowie der absoluten und relativen Lohnh√∂he, wie kann ein Lohnsystem aufgebaut werden, welche Vor - und Nachteile haben die Zeitl√∂hne und wie ist ihr Einflu√ü auf die Lohnst√ľckkosten?

17.1 Definition

Unter Lohn wird das f√ľr die menschliche Arbeit bezahlte oder verrechnete Entgelt verstanden, wobei der Lohn im Angestelltenverh√§ltnis mit Gehalt bezeichnet wird.

17.2 Lohnhöhe

17.2.1 Absolute Lohnhöhe

Die absolute Lohnhöhe ist der durchschnittliche Lohn, der in einer bestimmten Branche bezahlt wird. Die absolute Lohnhöhe ist kein betriebliches, sondern ein sozialpolitisches Problem.

17.2.2 Relative Lohnhöhe

Die relative Lohnh√∂he stellt den Unterschied zwischen den einzelnen Mitarbeitern dar. Die relative Lohnh√∂he ist ein innerberiebliches Problem, und f√ľr den sozialen Frieden im Betrieb von enormer Wichtigkeit.

17.3 Das √Ąquivalenzprinzip

Der Lohn soll der Leistung entsprechen. Dazu wird die Leistung folgendermaßen eingeteilt :

• Jene Leistung, die zur Bew√§ltigung der Arbeitsanforderungen am Arbeitsplatz erforderlich ist. √Ąquivalenz von Lohn und Anforderungen.
• Jene Leistung, die direkt Einflu√ü auf die betriebliche Sachleistung hat. √Ąquivalenz von Lohn und pers√∂nlichem Anteil.

17.4 Aufbau eines Lohnschema

Festanteil + Arbeitsanteil
Grundlohn
+ persönlicher Leistungsanteil
= individueller Leistungslohn
private und betriebliche Vereinbarungen ==> Brutto - Lohn

17.5 Vor - und Nachteile von Zeitlohn

Vorteile :

• Die Leistung der einzelnen Arbeiter ist leicht √ľberschaubar und kontrollierbar
• Der Arbeiter hat nur geringen Einflu√ü auf das Arbeitsergebnis
• Eine √úberwachungs - oder Abrechnungsm√∂glichkeit ist f√ľr einen direkten Leistungslohn nicht gegeben.

Nachteile :

• Der reine Zeitlohn √ľbt keinen Anreiz auf mehr Leistung aus
• Der Lohn geht nicht konstant in die St√ľckkosten ein
• Eine kleine Leistung bedingt schlecht Ausn√ľtzung der betrieblichen Kapazit√§ten und h√∂heren Gemeinkostenanteil
• Schlechte Lohngerechtigkeit







18) LEISTUNGSLOHN - ERGEBNISLOHN : Welche Lohnformen der Leistungsentlohnung gibt es, wodurch unterscheiden sie sich und was sind die wesentlichsten Grundlagen f√ľr die betriebliche Anwendung? Welche Unterschiede bestehen zwischen Leistungs - und Ergebnislohn? Welche M√∂glichkeiten und Probleme schafft der Ergebnislohn?

18.1 Lohnformen der Leistungsentlohnung

18.1.1 Lohnformen - Lohnarten

Lohnformen : Naturallohn Geldlohn
Lohnarten : Trucksystem Zeitlohn
Deputatlohn Akkord, Prämie

18.1.2 Unterschied zwischen Leistungs - und Ergebnislohn

Leistungslohn : (Akkord, Pr√§mie) ber√ľcksichtigt die individuelle Einzelleistung.

Ergebnislohn : Der Ergebnislohn wird in Verbindung zum Betriebsergebnis gebracht, und stellt somit keinen direkten Zusammenhang zur individuellen Leistung dar. Daher gilt er auch nicht als gesetzliches Entgelt.

18.1.2.1 Möglichkeiten des Ergebnislohnes

Beim Ergebnislohn sind mehrere M√∂glichkeiten der Gewinnbeteiligung zu ber√ľcksichtigen :

• Auf Grund des Arbeitsverh√§ltnisses
• Auf Grund einer Kapitalbeteiligung
• Auf Grund des Arbeitsverh√§ltnisses und einer Kapitalbeteiligung

18.1.2.2 Beispiele f√ľr praktisch eingef√ľhrten Ergebnislohn

USA : RUCKER - PLAN : Die Arbeiter (nicht die Angestellten) werden mit einem festgelegten Satz am Wertzuwachs beteiligt. Der Bruttobetrag des Wertzuwachses wird um die Bruttolöhne einschließlich aller gesetzlichen und freiwilligen Sozialleistungen vermindert. Die Differenz ist der zu verteilende Anteil.

SCANLON - PLAN : Als Bemessungsgrundlage dient eine Lohnkonstante, die aus dem Lohn - Umsatzverhältnis ermittelt wird. Der Plan wird in vielen Abwandlungen verwendet.

Deutschland - √Ėsterreich :

SPINDLER - PLAN : Steht unter der Motivierung vom Arbeiter zum Mitarbeiter. Der auszusch√ľttende Gewinn wird nicht in voller H√∂he bar ausgezahlt. Ein Rest dient zur Bildung einer R√ľcklage aus den Gewinnanteilen der Arbeitnehmer, aus dem die im Plan vorgesehenen Verlustbeteiligungen gedeckt werden.

KUSS - PLAN : (Duisburger Kupferh√ľtte) Nachdem 5 % Zinsen f√ľr das Kapital abgezogen sind, wird der Rest zu gleichen Teilen an Kapital und Belegschaft verteilt.
BERENKOPF - FELS - PLAN : Ein Teil des auszusch√ľttenden Anteils wird als zus√§tzliche Lebensversicherungspr√§mie f√ľr die Arbeitnehmer verwendet, der Rest ausgesch√ľttet.

Weitere Beispiele : ZEISS - STIFTUNG, BOSCH - STIFTUNG

18.1.2.3 Probleme beim Ergebnislohn

• Wenn ein hoher Gewinn die Aussch√ľttung solcher Sonderbetr√§ge gestattet, ist das ein Zeichen daf√ľr, dass die L√∂hne zu niedrig waren (besser w√§re Anhebung des Lohnniveaus)
• Der ausgewiesene Gewinn ist wesentlich vom Willen des Unternehmers abh√§ngig - z.B. Bildung von R√ľcklagen, stille Reserven (Grundlage laigt also nicht fest).
• Die Belegschaft tr√§gt einen etwaigen Verlust nicht mit, deshalb hatr sie auch keinen Anspruch auf einen Anteil am Gewinn.
• Sie wird trotz getroffener Abmachungen entt√§uscht sein, wenn ein Gewinn und somit eine Aussch√ľttung ausbleibt.

19) ERGONOMIE & ARBEITSPLATZGESTALTUNG : Aufgaben und Ziele der Ergonomie; Zusammenhänge zwischen Arbeit - Leistung - Belastung und Beanspruchung; sowie die anthropometrischen und ergonomischen Bestimmgrößen zur Arbeitsplatzgestaltung.

Ergonomie:Lehre von der Anpassung der Arbeit an den Menschen und umgekehrt (menschliche Arbeitsplatzgestaltung)

19.1 Aufgabe und Ziele der Ergonomie :

Die Ergonomie ist die Lehre der meschlichen Arbeit.Ihre Aufgabe ist es zu untersuchen und festzustellen welche Beanspruchung der Mensch durch die Arbeit ausgesetzt ist und wie man seine speziellen Fähigkeit am Besten nutzen kann.
Die Arbeit ist die Gesamtheit von Energie und Informationen die bei der Erf√ľllung von Aufgaben durch den Menschen umgesetzt bzw verarbeitet wird.

19.2 Zusammenhänge zwischen Arbeit - Leistung - Belastung und Beanspruchung :

a) Ausf√ľhrbarkeit :
(untersteEbene,kurzfristig):=antropometische,physiche oder psychophhyisches Problem z.B max Greifarm,max Muskelkraft
b) Erträglichkeit :
(langfristig)=arbeitsphysiologisches,medizinisches Problem z.B Grenzen der Ausdauer bei
Muskelarbeit,Grenzen der Konzentration
c) Zumutbarkeit :
soziologisches Problem,akzeptierung von innerhalb der Erträglichkeitsgrenzen liegenden
Bedingungen z.B Kanalräumen,Stall entmisten
d) Zufriedenheit:
(oberste Ebene) psychologisches,sehr individuelles Probelm,wird von vielen Faktoren (Kindheit,Ausbildung,private Situation) beeinflußt.

19.3 Bestimme die anthropometrischen und ergonomischen Bestimmgrößen zur Arbetisplatzgestaltung :

a)Arbeitswissenschaft :
Beschäftigt sich mit der Ausarbeitung wissenschaftlicher Methoden zur Bestgestaltung der Beziehung Mensch - Maschine - System.

b)Arbeitspädagogik :
Praxis des konkreten Lehren und lernen des Arbeitens=Systematische Aufbereitung von arbetisbezogene Kenntnisse,Fertigkeiten und Erfahrungen sowie von √úberzeugen und wissenschaftlich gewonnenen Erkenntnisse zum Zweck der Weitergabe an andere.

c) Arbeitstechnologie :
Lehre von der Umwandlung von den Rohstoffen bis zu den Fertigungsprodukte.

d) Arbeitsphysiologie :
Lehre von der Funktion des menschlichen Körpers bei der Beanspruchung durch Arbeit.



e) Arbeitspsychologie :
Lehre von der geistigen und seelischen Beanspruchung des Menschen durch die Arbeit.f)Anatomie:Lehre vom Bau und Struktur des menschlichen Körpers und seine Teile.

g) Arbeitshygiene :
Lehre von den Berufserkrankungen,Abnutzerscheinung und deren Verh√ľtung.

h) Arbeitssoziologie :
Lehre von der zwischenmenschlichen Beziehungen im Arbeitsmilieu.

i) Betriebssoziologie :
Lehre von der allgemeinen Ordnung im betrieblichen Gesellschaftsleben,ihre
Bewegungs - und Entwicklungsgesetze,ihre Beziehung zur Umwelt und Menschen.

j) Ergonomie :
Sammelbegriff f√ľr die biologischen F√§cher der Arbetiswissenschaften 20) DIE MENSCHLICHE LEISTUNG : Vorraussetzungen f√ľr eine Leistung, Besprechung der einzelnen Faktoren und Komponenten der menschlichen Leistung. Welche zeitabh√§ngigen Faktoren kennst du und wie k√∂nnen diese bei der Arbeitsplatzgestaltung ber√ľcksichtigt werden?

20.1 Voraussetzungen f√ľr eine Leistung :

Zu einer menschlichen Leistung kann es nur kommen wenn die beiden Leistungsfaktoren Anforderung und Angebot vorhanden sind.

20.1.1 Faktoren und Komponenten der menschlichen Leistung :

20.1.1.1 Faktoren :

Es gibt 2 verschiedene Faktoren :

1. Leistungsanforderung

- Abhängig von der Betriebszielsetzung
- Aufgabenbeschreibung
- Tätigkeits und Stellenbeschreibung
- Umgebungseinfl√ľsse

2. Leistungsangebot des Menschen:

- Seine körperlichen und geistigen Fähigkeiten

20.1.1.2 Komponenten :

a.) √§u√üere ← (indifferent) → innere
Talente Disposition Motivation
Fähigkeiten seelische ausgeglichenheit Streben nach Geld
Anlagen augenblickliches Befinden Streben nach Anerkennung
Alter Erm√ľdung
Geschlecht Tagesrythmik

b.) Weitere Unterscheidungen

- vom Betrieb beeinflussbare Komponenten wie die Steigerung der Motivation
vom Betrieb nicht beeinflussbare Komponenten
- Altersabhängige und unabhängige Komponenten
- Geschlechtsspezifische Komponenten
- Konstante oder variable Komponenten

20.1.1.3 Zeitabhängige Faktoren :

a.) Ausf√ľhrbarkeit (unterste Ebene, kurzfristig)
physisches Problem
z.B.: max. Greifraum, max. Muskelkraft

b.) Erträglichkeit (langfristig)
Arbeitsphysioöogische, medizinisches Problem
z.B.: Grenzen der Ausdauer bei Muskelarbeit, Grenzen der Konsentration

c.) Zumutbarkeit
Soziologisches Problem. Akzeptierung von Bedingungen, die innerhalb der Erträglichkeitsgrenze liegen.
z.B.: Kanalräumen, Stall entmisten

d.) Zufriedenheit (oberste Ebene)
Psychologisches sehr individuelles Problem. Wird von vielen Faktoren Beeinflußt.
z.B.: Kindheit, Ausbildung, private - berufliche Situation



21) BEURTEILUNG DER MENSCHLICHEN LEISTUNG : Streuung der Leistung, Arten und Ursachen. Anforderungen an die Leistungsgradbeurteilung, Bezugsleistungen und REFA - Normalleistung; Anwendung und Auswirkung.


Da eine Arbeit mit hoher oder niedriger Leistung ausgef√ľhrt werden kann, ist bei der Zeitaufnahme der Istzeiten des Arbeiters der menschliche Leistungsgrad zu ber√ľcksichtigen. Man versteht darunter das Verh√§ltnis einer beobachteten menschlichen Leistung zur Normalleistung.

Leistungsgrad= Beobachtete Ist - Leistung / Normalleistung * 100 [%]

Normalzeit= Istzeit * Leistungsgrad/100 = Istzeit * Leistungsfaktor

21.1 Streuung der menschlichen Leistung :

Im Sport beträgt die Streuung der Leistung (Anfänger - Profi) einige 100% (bis 1000%)
Im Arbeitsbereich zwischen 80 - 130 % der Durchschnittsleistung
Die gesamte Streuung ergibt sich aus den Streuungen der einzelnen Leistungsfaktoren und Leistungskomponenten. Dieser können sich untereinander ausgleichen, aber auch verstärken
Wir unterschieden zwei Arten der Streuung :

a)interindividuelle Streuung: besteht zwischen zwei Personen
b)intraindividuelle Streuung: innerhalb ein und der selben Personen

Bsp.:
zu a) Größe, Geschlecht, Alter,...
zu b) Tagesrhythmik, Biorhythmik, persönliche Konstruktion, Disposition

21.2 Leistungsgradbeurteilung :

Definition: Der Leistungsgrad dient zur Berechnung von Sollzeiten aus Istzeiten. Die Bezugsleistung ist erf√ľllt, wenn die Bewegungsmenge erbracht wird (LG = 100%)
LG beeinflußbare IST - Mengenleistung bei beobachteten Bezugsablauf / beeinflußbare Bezugsmengenleistung bei vorgestelltem Bewegungsablauf * 100 in %

LG = Soll - Zeit / Ist - Zeit *100
Leistungsfaktor LF = LG / 100
Sollzeit= Istzeit * LG

Der Leistungsgrad wird in Prozent angeben und bei Schätzen auf 5 - er Stufung gerundet (z.B.: bei einer Schätzung 104 ~105)
(=> 105, 100, ...85, 80,...)
Wird der Leistungsgrad von erfahrenden Leiten (Arbeitsstudienleute) beurteilt, so ist die Streuung kleiner 5 %.

21.3 Voraussetzung f√ľr das Leistungsgradbeurteilen :

a) der zu beurteilende Arbeitsablaufschnitt muss die Ablaufart voll beeinflußbar haben.
b) der Arbeitende muss ausreichend eingeschult und einge√ľbt sein, sowie die technischen und organisatorischen Umst√§nde beeinflussen k√∂nnen.
c) die Arbeit darf keinen großen Anteil an statischer Muskelarbeit enthalten

Unter der Leistungsgradbeurteilung verstehen wir, dass die Arbeitsstudienperson das Erscheinungsbild des Bewegungsablaufes beachtet und mit dem Bild des vorgestellten Bewegungsablaufes vergleicht, um aus den Vergleich einen Bezug auf die Mutmaßlich errechnete Mengenleistung im Verhältnis zur Bezugsmengen festzustellen.

21.4 Beurteilung des Bewegungsablaufes :

Das Erscheinungsbild des Bewegungsablaufes ist die Grundlage des Leistungsgrades beurteilt durch die Intensität und der Wirksamkeit charakterisiert
=> also 2 Komponenten: - Intensität
- Wirksamkeit

Beurteilen der Intensität: Diese macht sich in der Bewegungsgeschw., Schnelligkeit, Kraftanspannung bemerkbar.
Beurteilung der Wirksamkeit: Diese ist daran zu erkennen wie geläufig: zugig, beherrscht, harmonisch, sicher, unbewußt, rhythmisch und locker gearbeitet wird.

MS: Hohe Intensität verleitet zum Überbewerten. Hohe Wirksamkeit zum Unterbewerten.

21.5 Die Bezugsleistung :

F√ľr diese ergeben sich 3 sinnvolle M√∂glichkeiten:

a) Durchschnittsleistung: Sie stellt den statistischen Durchschnitt dar. z.B.: arithmetischen Mittel, momentanen Durchschnitt, statistische Durchschnitt,..

b) Standardleistung der Systeme vorbestimmter Zeiten z.B.: MTM, WF (Work - Factor) MTM (Methods - Time - Measurement),...

c) REFA Normalleistung: Unter der REFA - Normalleistung wird eine Bewegungsausf√ľhrung vorstanden, die dem Beobachter hinsichtlich Einzelbewegungen, der Bewegungsfolge und ihrer Koordinierung besonders harmonischer, nat√ľrlicher und ausgeglichener erscheint.

Sie kann erfahrungsgem√§√ü von jedem in erforderlichen Ma√üe geeigneten, ge√ľbten und volleingearbeiteten Mitarbeiter (Arbeiter) auf Dauer und im Mittel der Schichtzeit erbracht werden, sofern er die pers√∂nlichen Bed√ľrfnisse und gegebenenfalls f√ľr die Erholung vorgesehene Zeit erh√§lt und die freie Entfaltung seiner F√§higkeiten nicht behindert wird.
Sie stellt das Energieminium f√ľr die erbrachte Arbeit dar und ist mit der Pendelbewegung vergleichbar.

21.6 Zeitgrad

Während der menschliche Leistungsgrad durch beurteilen im Verlauf der Arbeitsbeobachtung gefunden wird, errechnet man sich die Zeitart nach der Arbeit und zwar als das prozentuelle Verhältnis der tatsächlichen durchschnittlichen Leistung des Arbeiters innerhalb eines längeren Zeitraumes (Schicht pro Woche) zu der vorgegebenen Zeit.
ZG = vorgegebene Zeit / benötigte Zeit * 100 =
ZG= Soll - Zeit / Ist - Zeit * 100

Bei Leistungslohn beeinflußt der Zeitgrad die Lohnhöhe

21.7 Belastung und Beanspruchung :

Die Arbeitsbelastung ist die Gesamtheit der erfa√übaren Einfl√ľsse die im Arbeitssystem (7 Elemente) belastend auf den Menschen einwirken. Anders als in der Umgangssprache ist dieser Wert Begriffswert frei und kann positiv, negativ oder neutral empfunden werden. z.B.: Musik in der Freizeit,..
Die Belastung erfolgt in erster Linie durch der Arbeitsaufgabe, wodurch aber die Umgebungseinfl√ľsse ver√§ndert werden. Die Belastungsfaktoren k√∂nnen durch messen, sch√§tzen, beurteilen, festgelegt werden.


22) BETRIEBLICHES RECHNUNGSWESEN : Aufbau und Aufgaben, √úberleitung des Aufwandes in Kosten.

1. Begriff und Gliederung des Rechnungswesens

Aufgabe des betrieblichen Rechnungswesens ist die zahlenm√§√üige Erfassung der betrieblichen Vorg√§nge. Es sollen Erkenntnisse √ľber die Vergangenheit und Unterlagen f√ľr Entscheidungen √ľber die Zukunft gewonnen werden.

Das Rechnungswesen erf√ľllt folgende

Funktionen (Aufgaben):



Dokumentations - und Dispositionsfunktion Informationsfunktion
Kontrollfunktion

1. Die Dokumentations - und Informationsfunktion
Ihre Aufgabe ist die wertmäßige, eventuell auch mengenmäßige Aufzeichnung der
betrieblichen Vorgänge. Die am Unternehmen interessierten Personen und Organisationen
(Eigent√ľmer, Gesch√§ftsf√ľhrung, Belegschaft, Finanzamt, Kreditinstitute etc.) sollen √ľber das
Betriebsgeschehen informiert werden.

2. Die Dispositionsfunktion
Das Rechnungswesen liefert einen Teil jener Unterlagen, die notwendig sind, um die
betrieblichen Vorgänge zu steuern.

3. Die Kontrollfunktion
Das betriebliche Rechnungswesen ermöglicht eine Kontrolle der Wirtschaftlichkeit und
der Rentabilität sowie eine Überwachung des betrieblichen Geschehens und der im
Unternehmen beschäftigten Personen.

Wirtschaftlichkeit ist dann gegeben, wenn ein bestimmtes Ziel mit dem geringstmöglichen
Einsatz an Mitteln erreicht oder mit gegebenen Mitteln die bestmögliche Leistung erzielt
wird. Rentabilität ist das prozentuelle Verhältnis des Gewinnes zum eingesetzten Kapital.

Aus der F√ľlle der Aufgaben ergaben sich folgende vier

Teilgebiete des Rechnungswesens:



Buchhaltung Planungsrechnung Kostenrechnung Betriebswirtschaft -
liche Statistik


1. Buchhaltung (Geschäfts - oder Finanzbuchhaltung)
Unter Buchhaltung versteht man alle schriftlichen Aufzeichnungen, die den wirtschaftlichen
Erfolg des Unternehmens sowie dessen Vermögenslage nachweisen. Sie grenzt den Betrieb
durch laufende Pr√ľfung des Verm√∂gensstandes (Bilanz) und Nachrechnung des
Betriebserfolges (Gewinn - und Verlustrechnung) hinsichtlich der Kosten nach außen ab. Ihr
obliegt mit der Rechnungskontrolle die √úberwachung der Schulden und Forderungen und
damit die finanzielle Verbindung zu den Lieferanten und Kunden.

2. Kostenrechnung
Die Kostenrechnung hat unter anderem die Aufgabe, Grundlagen f√ľr die Berechnung
(Kalkulation) der Preise zu liefern.
a.) Kostenartenrechnung:
Die Kostenartenrechnung hat die Aufgabe, sämtliche Kosten, die bei der Leistungserstellung
entstehen, l√ľckenlos zu erfassen und sie nach ihrer Herkunft zu gliedern.
b.) Kostenstellenrechnung:
Unter Kostenstellen versteht man betriebliche Teilbereiche, die in der Kostenrechnung als
selbständige Abrechnungsbereiche dienen.
Hauptaufgabe der Kostenstellenrechnung ist es, den Gesamtbetrieb in Kostenstellen
untergliedern, in denen die in der Abrechnungsperiode anfallenden Gemeinkosten erfaßt
und kontrolliert werden können.Damit wird eine Kontrolle der Wirtschaftlichkeit von
kleinen, klar abgegrenzten Verantwortungsbereichen und die mittlere Zurechnung der
Gemeinkosten auf die Erzeugnisse (Kostenträger) ermöglicht.
c.) Kostenträgerrechnung:
Mittels der Kostenträgerrechnung, die auf der Kostenarten - und der Kostenstellenrechnung
aufbaut, werden den Kostenträgern die durch sie verursachten Kosten zugerechnet.
Als Kostenträger werden die im Betrieb hergetellten Leistungen bezeichnet, denen die
Kosten zugerechnet werden. Es k√∂nnen dies f√ľr den Absatz bestimmmte Leistungen oder
f√ľr den Betrieb selbst erbrachte Leistungen sein.

3. Betriebswirtschaftliche Statistik (Vergleichsrechnung)
Die Statistik wertet die Zahlen der Buchhaltung und der Kostenrechnung aus, um
Unterlagen f√ľr die Disposition und Planung zu gewinnen. F√ľr die √ľbersichtliche Darstellung
der betrieblichen Tatbestände werden Zahlenreihen, Tabellen, Schaubilder und andere
graphische Darstellungsmittel aufgestellt bzw. verwendet.

4. Planungsrechnung (Vorschaurechnung)
Die Planungsrechnung ist in die Zukunft gerichtet und stellt eine wert - und mengenmäßige
Schätzung der erwarteten betrieblichen Entwicklung dar. Sie bildet damit eine wichtige
Grundlage f√ľr betriebliche Dispositionen.

Aufbau und Organisation des Rechnungswesens sind von einer Reihe von Faktoren, beispielsweise vom Wirtschaftszweig, von der Rechtsform, der Betriebsgröße und von den gesetzlichen Vorschriften, abhängig.

2. Die Interessenten am Rechnungswesen

Die im vorhergehenden Kapitel genannten Aufgaben des Rechnungswesens werden insbesondere im Interesse folgender Personen bzw. Organisationen erf√ľllt:

1. Eigent√ľmer des Unternehmens
F√ľr den oder die Eigent√ľmer des Unternehmens sind in erster Linie die Aufzeichnungen des
Standes und der Veränderungen des Vermögens und die Ermittlung des Erfolges (Gewinnes
oder Verlustes) von Bedeutung. Der Eigent√ľmer kann aufgrund des Rechnungswesens auch
die Tätigkeit der Unternehmensleitung und der Belegschaft kontrollieren, wozu er sich unter
Umst√§nden anderer Personen, wie Buchsachverst√§ndiger oder Wirtschaftspr√ľfer, bedient.

2. Unternehmensleitung
F√ľr die Unternehmensleitung liefert das Rechnungswesen den Nachweis der korrekten und
erfolgreichen F√ľhrung der Gesch√§fte, Unterlagen f√ľr ihre dispositive (d.h. planende,
organisierende etc.) T√§tigkeit und schlie√ülich die Grundlage f√ľr die Ausarbeitung des
Geschäftsberichtes und der Steuererklärungen.

3. Belegschaft des Unternehmens
F√ľr die Belegschaft des Unternehmens ist ein ordnungsm√§√üiges Rechnungswesen z.B. im
Hinblick auf die korrekte Berechnung und Abfuhr der Sozialversicherungsbeiträge von
Interesse. Au√üerdem ist ein gut funktionierendes Rechnungswesen Voraussetzung f√ľr die
Erhaltung des Unternehmens und somit f√ľr die Sicherung der Arbeitspl√§tze.
Die mit dem Rechnungswesen direkt befa√üten Mitarbeiter m√ľssen aufgrund ihrer
Mitverantwortlichkeit (z.B. im Sinne des Finanzstrafrechtes) an einer ordnungsmäßigen
Buchhaltung interessiert sein.

4. Gläubiger des Unternehmens
F√ľr die Gl√§ubiger des Unternehmens ist die Buchhaltung eine wesentliche
Informationsquelle; so z.B. pr√ľfen Banken bei einer Kreditgew√§hrung die Lage des
Unternehmens aufgrund der Bilanzen und Erfolgsrechnungen.

5. Steuerberater
F√ľr die Erstellung der Abgabenerkl√§rungen nimmt die Gesch√§ftsf√ľhrung meist die Dienste
eines Steuerberaters in Anspruch; auch dieser ist an einer ordnungsmäßigen Buchhaltung
interessiert und gegebenenfalls auch daf√ľr verantwortlich.

6. Bund, Länder, Gemeinden etc.
Die Buchhaltung bildet die beweiskr√§ftige Grundlage f√ľr die Besteuerung des Unternehmens
(z.B. Umsatz - und Gewerbesteuer), des Eigent√ľmers oder der Eigent√ľmer (Einkommen -
und Verm√∂gensteuer) und der Dienstnehmer (Lohnsteuer) sowie f√ľr die Ermittlung diverser
Geb√ľhren und Beitr√§ge (z.B. der Sozialversicherungsbeitr√§ge). Das Interesse, das deshalb
Bund, Gemeinden, Sozialversicherungsträger (z.B. die Krankenkassen) etc. an der
Buchhaltung haben, kommt in einer großen Zahl von gesetzlichen Vorschriften zum
Ausdruck.

3. Gesetzliche Bestimmungen

1. Allgemeines
Die Bestimmungen √ľber die Buchf√ľhrungs - bzw. Aufzeichnungspflicht sind in einer Reihe von Gesetzen (Handelsgesetzbuch, Aktiengesetz, Bundesabgabenordnung etc.) enthalten. Aufgrund dieser Vorschriften ergeben sich f√ľr gewerbliche Unternehmen (z.B. Handels - und Industrieunternehmen) folgende


Systeme der F√ľhrung von B√ľchern bzw. Aufzeichnungen:



Doppelte Buchhaltung Einnahmen - Ausgaben - Aufzeichnungen im
Rechnung Rahmen der steuerlichen
Pauschalierung


2. Formvorschriften

Die Formvorschriften sind im Handelsgesetzbuch (HGB) und in der Bundesabgabenordnung (BAO) enthalten. Im wesentlichen ist folgendes vorgeschrieben:

1. Die B√ľcher sind (abgesehen von Ausnahmef√§llen) im Inland zu f√ľhren.

2. Die Buchhaltung ist in einer lebenden Sprache zu f√ľhren. Soweit die B√ľcher und
Aufzeichnungen nicht in deutscher Sprache gef√ľhrt weren, hat der Steuerpflichtige auf
Verlangen der Abgabenbehörde eine beglaubigte Übersetzung beizubringen bzw. einen
Dolmetscher beizustellen. Stenographieren ist nicht erlaubt.

3. Die Eintragungen sollen der Zeitfolge nach geordnet, vollständig, richtig und
zeitgerecht vorgenommen werden. Kasseneinnahmen und - ausgaben sollen mindestens
täglich aufgezeichnet werden.

4. Die Bezeichnung der Konten und B√ľcher soll erkennen lassen, welche Gesch√§ftsf√§lle auf
dem betreffenden Konto verbucht werden.

5. Soweit B√ľcher und Aufzeichnungen gebunden gef√ľhrt werden, sollen sie (nach Ma√ügabe der
Eintragungen) Blatt f√ľr Blatt oder Seite f√ľr Seite mit fortlaufenden Zahlen versehen
sein. Werden B√ľcher oder Aufzeichnungen auf losen Bl√§ttern gef√ľhrt, so sollen diese in
einem laufend gef√ľhrten Verzeichnis (Kontenregister) festgehalten werden.

6. Die zu den B√ľchern und Aufzeichnungen geh√∂rigen Belege sind derart geordnet
aufzubewahren, dass die √úberpr√ľfung der Eintragungen jederzeit m√∂glich ist.

7. Es d√ľrfen keine leicht radierbaren Schreibmittel (z.B. Graphitstifte) verwendet werden.

8. An Stellen, die der Regel nach zu beschreiben sind, d√ľrfen keine leeren Zwischenr√§ume
gelassen werden. Wird z.B. irrt√ľmlich eine Zeile frei gelassen, so ist sie mittels
Durchstreichens oder mittels einer Buchhalternase zu entwerten.

9. Der √ľrspr√ľngliche Inhalt der Eintragung darf nicht mittels Durchstreichens oder durch
Radieren unleserlich gemacht werden.

10. Aufbewahrungspflicht: B√ľcher, Aufzeichnungen sowie die zugeh√∂rigen Belege und die
empfangenen Handelsbriefe sowie die Abschriften der abgesandten Handelsbriefe und die
sonstigen Unterlagen, die f√ľr die Besteuerung von Bedeutung sind, sind durch 7 Jahre
aufzubewahren. Die Frist beginnt mit Ende des
Jahres, in dem die letzte Eintragung in die B√ľcher vorgenommen wird.

23) KOSTENRECHNUNG : Aufgabe, Einteilung der Kosten, Kostenartenrechnung und Kostenstellenrechnung, Einzel - und Gemeinkosten.

Aufgaben:
Allgemeine Aufgabe der kostenrechnung ist die Erfassung, Verteilung und Zurechnung der Werteinsätze (Kosten), die bei der betrieblichen Leistungserstellung entstehen.
Kosten sind somit Werteinsatz zur Leistungserstellung.

23.1. Aufgaben der Kostenrechnung:

• Kontrolle der Wirtschaftlichkeit der betrieblichen Leistungserstellung und Leistungsverwertung
• Schaffung von Daten f√ľr die betriebliche Vorschaurechnung (Planung) und damit f√ľr unternehmerische Entscheidungen.
• Berechnung der Preise, bzw. bei gegebenen Preisen Ermittlung des Gewinnes pro Leistungseinheit
• Ermittlung des Betriebserfolges, worunter man die Differenz zwischen den Betriebsbedingten Ertr√§gen (Leistungen) und den Kosten einer Periode versteht.
• Bewertung der Best√§nde an Halb - und Fertigerzeugnissen f√ľr die bilanz.
• Erstellung der Unterlagen f√ľr die lang und kuezfristige Erfolgsrechnung, f√ľr die Betriebsstatistik und f√ľr die Planung in allen Bereichen.

23.2 Einteilung der Kosten

Es gibt viele M√∂glichkeiten Kosten zu Unterteilen z.B.: f√ľr einen bestimmten Zeitraum (Jahr,Monat), entsprechend ihrer Entstehung (f√ľr Material, Personal), nach ihrer Zurechenbarkeit zu einzelnen Produkten oder Dienstleistungen (direkt - und indirkt zurechenbar), nach ihrem Verhalten bei wechselndem Besch√§ftigungsgrad (fix oder variabel) und dergleichen
Welche Gruppierung vorzunehmen ist, hängt von Art und Zweck der jeweiligen Rechnung ab.

23.2.1 Einteilungskriterien:

Zeitraum: Unabh√§ngig von anderen Einteilungsgesichtspunkten kann man die Kosten f√ľr einen bestimmten Zeitraum z.B.: Monat, Quartal, Jahr, erfassen.

Entstehung: Entsprechend ihrer Entstehung gliedert man in
Materialkosten
Personalkosten
Kapitalkosten
Fremdleistungskosten auch "sonstige
Steuerkosten Kosten" genannt

Bereiche: Entsprechend den Bereichen, in denen die Kosten entstehen, gliedert man z.B.: in
Lagerkosten
Fertigungskosten
Verwaltungskosten
Vertriebskosten

Zurechenbarkeit zu einer Leistung: Je nachdem, ob ob Kosten einer betrieblichen Leistung direkt zurechenbar sind oder nicht, unterscheidet man
direkte = direkt zurechenbare Kosten = Einzelkosten und
indirekte = nicht direkt zurechenbare Kosten = Gemeinkosten.
Direkt zurechenbare Kosten f√ľr die Erstellung betrieblicher Leistungen sind vorr allem Arbeitsl√∂hne und Fertigungsmaterial.
Zurechenbarkeit zu einer Kostenstelle: Sind Kosten einer Kostenstelle direkt zurechenbar, spricht man von Kostenstelleneinzelkosten, wie z.B.: Lohn eines Lagerarbeiters der der Kostenstelle Lager zuzurechnen ist. Kostenstellengemeinkosten sind Kosten, die einer Kostenstelle nicht direkt, sondern nur mittels eines Schl√ľssels zugerechnet werden k√∂nnen, wie z.B.: Reinigungskosten mittels m¬≤ - Schl√ľssel.


Verhalten bei wechselndem Besch√§ftigungsgrad: Je nachdem, ob Kosten bei √Ąnderung des Besch√§ftigungsgrades unver√§ndert bleiben oder ebenfalls √Ąnderungen aufweisen, unterscheidet man
feste = fixe Kosten und
veränderliche = variable Kosten
Fixe Kosten sind alle Kosten, die zur Aufrechterhaltung der Betriebst√§tigkeit im allgemeinen (unabh√§ngig vom jeweiligen Besch√§ftigungsgrad) erforderlich sind. Eine der wichtigsten Gruppen der fixen Kosten ist die Gruppe der zeitabh√§ngigen Abschreibungen der Anlageg√ľter.
Die fixen Kosten sind in der Periodenrechnung (meist Jahresrechnung) vom Beschäftigungsgrad fast unabhängig.
Auf die Leistungseinheit bezogen, wird ihre h√∂he daher bei steigendem Besch√§ftigungsgrad pro Leistungseinheit geringer, bei sinkendem Besch√§ftigungsgrad jedoch h√∂her. Dieses Absinken oder Aansteigen des Fixkostenanteils an den St√ľckkosten nennt man Fixkostendegression oder Fixkostenprogression. Wird allerdings die Grenze der jeweiligenKapazit√§tsstufe erreicht, steigen die fixen Kosten sprungartig an. Die Schaffung einer h√∂heren Kapazit√§t erfordert Investitionen, die das sprungartige Ansteigen der fixen Kosten bedingen (sprungfixe Kosten).

Veränderliche oder variable Kosten sind alle von der Auslastung des Betriebes abhängige Kosten. Es sind dies im wesentlichen die direktverrechenbaren Kosten. Man untescheidet drei Hauptgruppen:
- proportionale (lineare) Kosten: sie steigen oder sinken in gleichem Maß wie der Beschäftigungsgrad.
- √ľberproportionale (progressive) Kosten: sie steigen oder sinken st√§rker als der Besch√§ftigungsgrad.
- unterpropirtionale (degressive) Kosten: sie steigen oder sinken nicht so stark wie der
Beschäftigungsgrad.
Die h√§ufigste und wichtigste Gruppe der variablen Kosten sind die proportionalen Kosten. Sie verhalten sich ann√§hernd gleich wie der Besch√§ftigungsgrad, sie sind also auf das St√ľck bezogen fix.
Dazu gehören insbesondere:
Fertigungsmaterial
Fertigungslohnkosten
Fracht - uind Provisionskosten
leistungsabhängige Abschreibungen



23.3 Kostenartenrechnung:

Der erste Teilbereich der Kostenrechnung ist d. Kostenartenrechnug. Die Kostenartenrechnung hat die Aufgabe, s√§mtliche Kosten, die bei der Leistungserstellung entstehen, l√ľckenlos zu erfassen und sie nach ihrter Herkunft zu gliedern. Sie liefert die Grundlage f√ľr die Kostenstellen und Kostentr√§gerrechnung.

Ausgangspunkt f√ľr die Errmittlung der kostenm bilden die Aufwendungen der buchaltung; durch die zeitliuche und betriebliche Abgrenzung ergeben sich die Kosten.

Rechenschema:

Aufwendungen laut buchaltung
+/ - zietliche Abgrenzung
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
zeiltlich abgegrenzter Aufwand
+/ - betriebliche Abgrenzung
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Kosten


23.4 Kostenstellenrechnung:

Unter Kostenstellen versteht man betriebliche Teilbereiche, die in der Kostenrechnung als selbsständige Abrechnungsperiode dienen.
Hauptaufgabe der Kostenstellenrechnung ist es, den Gesamtberieb in
Kostenstellen zu untergliedern, in denen die in der Abrechnungsperiode angefallenen Gemeinkosten erfaßt und kontrolliertwerden können. Damit wird eine Kontrolle der Wirtschaftlichkeit von kleinen, klar abgegrenzuten Verantwortungsbereichen und die mittelbare Zurechnung der Gemeinkosten auf die Erzeugnisse (Kostenträger) ermöglicht.

W√§hrend die Einzelkosten den Kostentr√§gern direkt zugerechnet werden k√∂nne, werden die Gemeinkosten vorerst √ľber Kostenstellen gef√ľhrt.
Formal erfolgt die kostenstellenrechnung im BAB.

Bei der kostenstellenrechnung ergeben sich folgende Probleme:
1 - Bildung der kostenstellen;
2. Umlegung der Gemeinkosten auf die Kostenstellen;
Die Verrechnung der in den Hauptkostenstellen gesammelten Gemeinkosten auf die kostenträger erfolgt durch Zuschalgsätze.
3. Errmittlung der Gemeinkostensätze ( werden dadurch gebildet, fdass man die Gemeinkosten d. Hauptkostenstellen zu einer Zuschalgsbasis in Verbindung setzt.







24) KALKULATION : Aufgabe, Arten, Verfahren, Anwendung, Voll - und Teilkostenrechnung und ihre Auswirkungen, Vor - und Nachteile.

24.1 Allgemein :

Mit der Kalkulation ermitteln wir die Kosten einer Leistungseinheit od. einer Leistungsgruppe. Bestandteile der Kalkulation sind Material - , Lohn - , Sonder - u. Geimeinkosten. Jede Kalkulation eines Kostentr√§gers (Maschine, Ger√§t, Anlage) f√ľr innerbetriebliche od absatzf√§hige Leistungen setzt eine Vielzahl von Einzelkalkulationen voraus (Einzelteil, Baugruppe).

24.2 Hauptgebiete der Kalkulation:

24.2.1 Vorkalkulation :

Die Vorkalkulation versucht vor der Erstellung einer betrieblichen Leistung die Vorraussichtlichen Kosten zu ermitteln. Sie wird oft auch als Angebots - od. Offertkalkulation bezeichnet.
Jede Konstruktionsänderung an einem Erzeugnis sowie jede Veränderung des Produktionsprozesses macht eine Vorkalkulation notwendig.
Bei Einzel - u. Kleinserienfertigung werden oft die Preise durch die Vorkalkulation der Erzeugnisse ermittelt.

24.2.2 Nachkalkulation :

Die Nachkalkulation findet nach der Vollendung der betrieblichen Leistung statt, wodurch sie auf Istkosten aufbauen kann. Sie stellt eine Kontrolle jedes Kostenvoranschlages dar, der im Rahmen der Vorkalkulation als Sollkostenrechnung durchgef√ľhrt wurde.

24.2.3 Zwischenkalkulation :

Sie ist wie die Nachkalkulation eine Istkostenrechnung, welche die Kontrolle während des Ablaufes eines Produktionsvorganges zum Ziel hat. Sie ist also sozusagen die Nachkalkulation einer Teilleistung, aus der die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt entstandenen Kosten ersichtlich sind.
Hierdurch wird der Produktion die M√∂glichkeit geboten, anomal verlaufende Arbeitsabl√§ufe rechtzeitig zu erkennen, deren Ursachen zu ergr√ľnden, Verlustarbeiten zu unterbrechen u. die Verlustquellen zu beseitigen.

24.3 Kalkulationsverfahren :

24.3.1 Divisionskalkulation :

Sie ist eine reine Nachkalkulation, die hauptsächlich in Betrieben mit einheitlichen Leistungen im Gesamtbetrieb od. mit einem Teil des Betriebes angewendet wird.
Alle Kostenarten eines Abrechnungszeitraumes werden auf die in demselben Zeitabschnitt erzeugten Mengen od. Einheiten bezogen.
Selbstkosten je Kostenträger=Summe der Kosten je Abrechnungszeitraum / Zahl der Kostenträger im Abrechnungszeitraum
Sonderkosten werden den einzelnen Erzeugnissen direkt zugerechnet.
Die f√ľr die Divisionsrechnung notwendige Kostenartensummierung entbindet die Betriebsabrechnung nicht von einer eingehenden Gliederung der Kosten nach Kostenarten u. Kostenstellen.
Werden die Kosten in bestimmten Erzeugungs - od. Vertriebsphasen gegliedert, ist es m√∂glich die jeweiligen Bereichskosten der Leistungseinheit f√ľr jeden Teilbereich durch Divisionskalkulation zu ermitteln.

24.3.2√Ąquivalenzziffernkalkulation :

Sie ist eine Variante der reinen Divisionskalkulation u. kann bei Betrieben angewandt werden deren Endprodukte nur ähnliche Struktur aufweisen.
Ermittelt man durch genaue Kostenkontrollen od. Annahme von Erfahrungswerten die Kostenarten jeder Sorte u. setzt sie zueinander ins Verh√§ltnis, so erh√§lt man √Ąquivalenzziffern, welche die Proportionalit√§t der Erzeugniskosten zueinander aufzeigen. Genau wie bei der Divisionskalkulation muss auch bei der √Ąquivalenzziffernkalkulation die Kostenermittlung des Produktionsbereiches von der Verwaltung u. dem Vertrieb getrennt werden, wenn im gleichen Zeitraum Produktions - u. Absatzziffern nicht identisch sind.

4.3.3 Zuschlagskalkulation :

Da nur ein Teil der Kosten als Einzelkosten direkt f√ľr den Kostentr√§ger erfa√üt werden kann, m√ľssen die restlichen Kosten als Gemeinkosten durch indireke Zurechnung √ľber die Kostenstellen auf die Kostentr√§ger umgelegt werden. Die einzelnen Gemeinkosten werden mit verschiedenen Zuschlagsarten den durch Belege nachgewiesenen Einzelkosten zugerechnet u. zwar mit Hilfe des Zuschlagssatzes. Die Zuschlagskalkulation kann f√ľr alle Kalkulationsgebiete angewandt werden.
25) PLANKOSTENRECHNUNG & DECKUNGSBEITRAGSRECHNUNG : Grundbegriffe, Arten, Anwendung.

25.1. Plankostenrechnung

Grundlage der Plankostenrechnung ist die Istkostenrechnung. Die Plankostenrechnung ist eine Vorschau - und Vorgaberechnung. Vorschauwerte sind unverbindliche Plandaten, welche die wahrscheinliche zuk√ľnftige Kostenentwicklung des Betriebes oder einzelner Teilbereiche aufzeigen. Vorgabewerte sind verbindliche Plandaten, die dem Betrieb oder einzelnen Teilbereichen als realistisch erreichbare Ziele vorgegeben werden. Das Kernst√ľck der Plankostenrechnung ist der Soll - Ist - Vergleich.
Ihr Wesen besteht in der Aufstellung und Vorgabe von Sollziffern f√ľr mehr oder weniger gro√üe Zeitr√§ume. Im Rahmen der Planung der Kosten gibt sie allen Kostenstellen, Kostenarten als Sollkosten vor und macht diese zr Grundlage einer st√§ndigen Kostenkontrolle.

29.1.1 Arten der Plankostenrechnung

• Starre Plankostenrechnung

Hierbei werden Einzel - und Gemeinkosten als Plankosten ermittelt und ohne Ber√ľcksichtigung ver√§nderlicher Istbesch√§fftigung als Sollwert eingesetzt. Plankosten entsprechen also den Sollkosten. Die laufende Abrechung ist einfach, jedoch in den meisten F√§llen nicht zufriedenstellend, da nur die Gesamtabweichung ausgewiesen wird, ohne Ber√ľcksichtigung des kostenbeeinflussenden Besch√§ftigungsgrades. Nur bei Fixkosten f√ľhrt diese Methode zu befriedigenden Ergebnissen.

• Flexible Plankostenrechnung

Die zu einer vorgegebenen Planbesch√§ftigung ermittelten Plankosten werden in jeder Abrechungsperiode der jeweiligen Istbesch√§ftigung angepa√üt. Hierzu werden √ľberwiegend die Plankosten in fixe und porportionale Anteile aufgel√∂st und die Sollkosten in Abh√§ngigkeit von der Istbesch√§ftigung ermittelt. Sehr oft werden nur die porportionalen Plankosten in porportionale Sollkosten entsprechend der abweichenden Istbesch√§ftigung umgewandelt. Durch Addition mit den meist besch√§ftigungsunabh√§ngigen Fixkosten ergebn sich die Gesamt - Sollkosten. Die flexible Plankostenrechnung zeigt beim Soll - Ist - Vergleich die Verbrauchsabweichungen in Abh√§ngigkeit zur Istbesch√§ftigung auf und ist dadurch wesentlich aussagekr√§ftiger als die starre Plankostenrechnung.

29.2. Deckungsbeitragsrechnung - Grundbegriffe

Die Teilkostenrechnung teilt die Kosten in mengenabhängige (variable) und zeitabhängige (fixe) Kosten auf. Die mengenabhängigen Kostenanteile werden einem Kostenträger direkt zugerechnet. In der Kostenrechnung werden sie als Grenzkosten bezeichnet.

Grenzkosten sind die Kosten, die bei der Fertigung einer zusätzliche produzierten Mengeneinheit zusätzlich entstehen.

Bei der Deckungsbeitragsrechnung werden die mengenabhängigen Kosten eines Erzeugnisses oder eines Auftrages ermittelt und der Erlös wie nachstehend bestimmt:

Erlös=Netto - Verkaufspreis je Mengeneinheit - mengenabhängige Kosten.

Der Deckungsbeitrag ist die Differenz nach folgender Gleichung:
Deckungsbeitrag=Erlös - mengenabhängige Kosten.
oder auch
Deckungsbeitrag=Erlös - Grenzkosten.

Der Deckungsbeitrag ist der Erl√∂santeil, der die nicht direkt dem Kostentr√§ger zurechnenbaren zeitabh√§ngigen (fixen) Kosten abdeckt. Er kann entweder st√ľckbezogen oder periodenbezogen sein.

29.2.1 Arten der Deckungsbeitragsrechnung

Man unterscheidet zwischen Art von Deckungsbeiträgen.
Der zeitbezogene Deckungsbeitrag wird ausgedr√ľckt als
Deckungsbeitrag je Fertigungsstunde in Schilling/h
Deckungsbeitrag je Zeitabschnitt in Schilling/Monat
oder auch als
Deckungsbeitrag in Deckungsbeitrag in Schilling/Zeitabschnitt / Gesamterlös in Schilling/Zeitabschnitt * 100%

Der mengenbezogene Deckungsbeitrag wird ausgedr√ľckt als
Deckungsbeitrag je Mengeneinheit in Schilling/Mengeneinheit
Deckungsbeitrag je Auftrag in Schilling/Auftrag
oder auch als
Deckungsbeitrag in Deckungsbeitrag in Schilling/Mengeneinheit / Gesamterlös in Schilling/
Mengeneinheit * 100%

29.2.2 Anwendungen der Deckungsbeitragsrechnung

Die Deckungsbeitragsrechnung kann die Vollkostenrechnung nicht ersetzen. Langfristig kann ein Unternehmen nur exsistieren, wenn alle anfallenden Kosten durch die Umsetzerl√∂se gedeckt werden. Die Vollkostenrechnung ber√ľcksichtigt diese Binsenwahrheit. Die Deckungsbeitragsrechnung ist jedoch f√ľr die kurzfristige Planung pr√§destiniert. Sie liefert als Instrument der Angebotskalkulation und Preisbildung aussagef√§hige Orientierungshilfen f√ľr die √úberbr√ľckung vor√ľbergehender Rezessionsphasen.













27) ZEITWESEN : Ablaufarten und Zeitarten, Methoden der Zeiermittlung, die Multimomentaufnahme, Anwendung, Vor - und Nachteile

Ablaufarten sind Bezeichnungen f√ľr das Zusammenwirken der 3 Produktionsfaktoren (M,BM,AG) innerhalb best. Ablaufabschnitte im Sinne der Arbeitsaufgabe.
Zeitarten sind diein Zeit angeg. Ablaufarten (bzw. wenn damit dieZeit eines AAA näher bestimmt wird).

Ablaufarten werden eingeteilt in :

Ablaufarten bezogen auf den Menschen :

MI: Mensch im Einsatz
ML: Mensch außer Einsatz
MR: Betriebsruhe

Ablaufarten bezogen auf das Betriebsmittel :

BI: BM im Einsatz
BL: BM außer Einsatz
BR: Betriebsruhe

Ablaufarten bezogen auf den Arbeitsgegenstand :

AV: AG verändern
AE: Einwirken, Formveränderung
AEZ: Zustandsveränderung

27.1 Methoden der Zeitermittlung :

a) zur Erfassung von Ist - Zeiten (Analyse)
1.) Meßmethode - personelle MM
- teilautonome MM
durch Beobachter(Fremdbeobachtung)
durch Arbeitsperson selbst(Selbstbeobachtung)
- auton. MM
2.) Zählmethode - Multimomentaufnahme
3.) Befragen
4.) Schätzen

b) zur Sollzeiermittlung (Synthese)
1.) Methoden der Erfassung u. Auswertung von Istzeiten(REFA)
2.) Berechnungsmethoden mittels technol. Formeln
3.) Teilzeitmethoden - Systeme vorbest. Zeit (S.v.Z.)
- Planungszeiten
4.) M. des subjektiven Schätzens
5.) Vergleichsmethode - Vergleich der Verfahren 1. - 4.
- Zeitklassenmethoden (REFA)


27.2 Multimomentaufnahme :

27.2.1 Definition :

Die Multimomentaufnahme besteht in dem Erfassen der H√§ufigkeit zuvor festgelegter Ablaufarten an einem oder mehreren gleichartigen Arbeitssystemen mit Hilfe stichprobenm√§√üig durchgef√ľhrter Kurzzeitbeobachtungen.

27.2.2 Planung von Multimomentaufnahmen :

Eine Multimomentaufnahme erstreckt sich im allg. √ľber mehrere Wochen. Deshalb bedarf es sorgf√§ltiger Planung, um zu erreichen, dass ihre Ergebnisse tats. verwendet werden k√∂nnen.
skizze



27.2.1 Ziel festlegen :

Das Ziel ist zu formulieren, die zu beobachtenden Arbeitsystem auszuwählen und zu beschreiben.

27.2.2 Ablaufarten festlegen und beschreiben :

Hier wird festgelegt, welche Ablaufarten bei den beobachteten Systemelementen unterschieden werden sollen, um die gew√ľnschten Schl√ľsse √ľber deren Verhalten ziehen zu k√∂nnen.
Bei der Festlegung der Ablaufarten muss man ber√ľksichtigen, dass sie durch Kurzzeitbeobachtungen eindeutig erkannt werden k√∂nnen. So ist z.B. schwer zu unterscheiden, ob eine Arbeitsperson √ľberwacht oder ihre T√§tigkeit ablaufbedingt unterbricht. zus√§tzlich zur Nennung der Ablaufarten sind d einfache, leicht und eindeutig wahrnehmbare Erkennungsmerkmale anzugeben.

27.2.3 Rundgangsplan festlegen :

Hier wird der Rundgangsplan, das ist eine skizzenmäßige Darstellung der Beobachtungspunkte und - folgen, aufgestellt.
Der Beobachtungspunkt ist die räuml. gekennzeichnete Stelle, von der aus die Beobachtung eines Arbeitssystems im Augenblick des Vorbeigehens erfolgen soll.
Wie einzelne Beobachtungen aufeinander folgen, wird durch die Beobachtungsfolge angegeben. Um das Zufallsprinzip zu wahren, werden mehrere mögliche Beobachtungsfolgen festgelegt, aus denen vor Beginn eines Rundgangs eine Beobachtungsfolge zufallsmäßig ausgewählt wird.

27.2.4 Erforderlichen Beobachtungsumfang bestimmen :

Es stellt sich die Frage, wieviele Rung√§nge bzw. Beobachtungen durchzuf√ľhren sind, um zu ausreichenden Ergebnissen zu kommen.
Weiter ist festzulegen, mit welchem absoluten Vertrauensbereich man diesen Anteil der Hilfszeiten ermitteln will. Je enger der Vertrauensbereich, desto mehr Beobachtungen sind durchzuf√ľhren.
Aufgrund des vermuteten Anteils einer Ablaufart und des erforderlichen Vertrauensbereich kann die voraussichtlich erforderliche Zahl von Beobachtungen ermittelt werden. Dazu bedient man sich des Nomogramms, das auch zur Auswertung von Multimomentaufnahmen verwendet wird.

27.2.5 Multimometnaufnahmebogen MM1 :

Die Vorderseite enthält alle bisher genannten Programmschritte zusammengefaßt.
Die R√ľckseite enth√§lt einen Vordruck f√ľr die Ablaufarten, wie sie im Schritt 2 bereits grob genannt worden sind; sie werden nun feiner untergliedert.

27.2.6 Rundgangszeitpunkte bestimmen :

Nun werden die Zeitpunkte f√ľr jeden Rundgang ermittelt. Wesentlich ist, dass diese zuf√§llig erfolgen. Damit werden sowohl statische Bedingungen erf√ľllt als auch einer unbewu√üten Beeinflussung der Ergebnisse durch den Beobachter und den Beobachteten vorgebeugt. Die Bestimmung der Rundgangszeitpunke erfolgt mit Hilfe von sogenannten Stunden - Minuten - Zeittafeln.


27.3. Durchf√ľhrung und Auswertung von Multimomentaufnahmen :

27.3.1 Beobachtungen durchf√ľhren :

Die Durchf√ľhrung der Rundg√§nge geschieht zeitlich aufgrund der Rundgangszeitpunkte und r√§umlich aufgrund des Rundgangsplanes.
Dabei wird vom Beobachter die Ablaufart notiert, die er im Moment des Vorbeigehens am zu beobachtenden Systemelement feststellt. Werden mehrere Systemelemente von einem Standpunkt beobachtet, dann wird die Ablaufart notiert, die beim ersten Hinsehen festgestellt wird.

27.3.2 Multimomentaufnahmebogen MM2, MM3 und MM4 :

F√ľr die Durchf√ľhrung der stehen einige Multimomentaufnahmebogen zur Verf√ľgung, die je nach Art der Aufschreibungen - ob Einzel - oder zusammengefa√üte Aufschreibungen - und nach Anzahl der beobachteten Systemelemente eingesetzt werden.

27.3.3 Zwischenauswerten :

Eine Zwischenauswertung wird durchgef√ľhrt um zu pr√ľfen, ob die im 4.Schritt gesch√§tzte Zahl der erforderlichen Beobachtungen zutreffend sein wird oder ob ein wesentlicher Sch√§tzfehler vorlag.

27.3.4 Endauswerten :

Sie besteht aus:

1.) Feststellung der Gesamtzahl der Beobachtungen jeder Ablaufart
2.) Feststellung des Anteils jeder Ablaufart
3.) Feststellung des erzielten Vertrauensbereich f√ľr jede Ablaufart
4.) Zusammenfassung der Ergebnisse
5.) Aufbau von Kontrollkarten f√ľr den Nachweis des enger werdenden Vertrauensbereich
6.) Entscheidung √ľber die Brauchbarkeit der Multimomentaufnahme

27.4. Anwendung von Multimomentaufnahmen :

Sie ist stets dort wirtschaftlich anzuwenden, wo man Daten √ľber die relative Zusammensetzung von Ablaufarten in Zeitb√§ndern ben√∂tigt und dabei mindestens etwa 5 Beobachtungen je Rundgang anfallen.

Vorteile:
1.) Es werden keine Meßgeräte benötigt.
2.) Anstelle der dauernden Bindung des Arbeitsstudienmannes während der Zeitstudie anden beobachteten Arbeitsplatz tritt die nur zeitweise Bindung.
3.) Es können nahezu beliebig viele Arbeitsplätze beobachtet werden, wobei der Aufwand beim Hinzuziehen weiterer Arbeitsplätze nur wenig steigt.

Nachteile:
1.) Die einzelne Notierung kann nur schlecht auf ihre sachl. Richtigkeit √ľberpr√ľft werden, da sie ein einmaliger, nicht wiederkehrender Vorgang ist. Daher ist die Multimomentaufnahnme als Protokoll nicht in dem Ma√üe √ľberpr√ľfbar wie eine Zeitaufnahme.
2.) Gegen√ľber der Zeitaufnahme kann man mit Hilfe der Multimomentaufnahme keine Ausk√ľnfte √ľber LG und nur bedingt √ľber die Gestaltung des Arbeitsplatzes u. - vorganges geben.
3.) Bewußte Beeinflußungen des Ergebnisses durch den Beobachteten lassen sich schwerer als bei der Zeitaufnahme erkennen

28) SYSTEMTECHNIK & - GESTALTUNG : Begriffe, 6 - Stufenmethode, Anwendung, Methoden der Ideenfindung.


Systemtheorie:

Sie ist eine Multidiszinäre Theorie.

System: Es besteht aus Elementen (Dinge, Teile, Objekte) mit bestimmten
Eigenschaften (Atributen) wobei die Elemente durch Beziehungen verkn√ľpft
sind.

Elemente: Sind jene Komponenten eines Systems, die sich im Rahmen der
vorliegenden Problemstellung nicht mehr weiter sinvoll zerlegen lassen.

Ein Systemelement kann bei genauerer Betrachtung zu einem eigenen System
werden, daraus folgt eine hirachische Gliederung der Systeme.

Supersysteme

Systeme

Subsysteme


Systemtechnik: Gestalltung funktionsfähiger, syntätischer Systeme

Systemanalyse: Diskriptive (beschreibende) Darstellung der Funktionsweise
eines Systems.




















6 - Stufenmethode nach REFA:

Stufe 1
Ziele setzen: 1)Kostenziel
2)humane Ziele
3)organisatorische Z.
4)Terminziele

Aufgabenabgrenzung
verändern

Stufe 2
Aufgaben abgrenzen: 1)Systemgröße
2)Rational. Ansatz
3)Minimalforderung
4)Projektgruppe
5)Terminplanung


Ist - Zustands - Analyse ja Ist - Zustand
erforderlich? analysieren

nein
ja Ist - Aufgabenab - nein
grenzung richtig?


Stufe 3
ideale Lösung suchen nach idealen und allen
denkbaren Lösungs -
möglichkeiten suchen

Forschen
und entwickeln

Stufe 4 Daten und informationen
Daten sammeln und sammeln; technisch
praktikable L√∂sungen durchf√ľhrbare und
entwickeln wirtschaftliche nein
Lösungsalternativen
entwickeln



Kann Zielsetzung
erreicht werden? nein Kann Aufgabenab -
grenzung verändert
ja werden?

Stufe 5 L√∂sung pr√ľfen:
optimale Lösung 1)technisch
auswählen 2)wirtschaftlich
3)human
4)rechtlich
beste Lösung auswähl.


Stufe 6 L√∂sung einf√ľhren und
L√∂sung einf√ľhren u. Zielerf√ľllung
Zielref√ľllung kontroll. kontrollieren






Methoden der Ideenfindung:

Brainstorming: Das brainstorming wird in einer Sitzung durchgef√ľhrt, an der mehrere Personen beteiligt sind. Ziel dieser Sitzung ist es m√∂glichst viele Ideen und/oder L√∂sungsans√§tze zu finden. F√ľr das Verhalten bei diesen Sitzungen gibt es vier Regeln:
    Die Menge der Ideen ist wichtiger als deren Quallität. es zählen nicht die Einzelleistungen sondern nur die Gruppenleistung. Jegliche Kritik der geäußerten Ideen ist verboten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Diese Regeln sollen eine Atmosphäre schaffen, in der ein freier Gedankenfluß
möglich ist.

Diskussion 66:Diese Variation des Brainstorming wird dann verwendet, wenn
mehr als 15 Personen an der Sitzung teilnehmen m√ľssen.Die Teilnehmer werden
in Gruppen zu je etwa 6 Personen aufgeteilt, die eine 6 min√ľtige Sitzung abhalten.
Die Ergebnisse dieser Sitzungen werden in der gesamten Gruppe vorgetragen und
verglichen.

Didaktisches Brainstorming: Im Gegensatz zum klassischen Brainstorming
wird den Teilnehmern hier das Problem nur vage angedeutet und erst im
laufe der Sitzung präzesiert. Dadurch wird ein vorschnelles Aufgreifen von
bekannten Lösungsansätzen unterbunden.

Synektik: Der Begriff "Synektik" bedeutet "Zusammenf√ľgen scheinbar
Zusammenhangloser Sachverhalte". Aus der Denkpsychologie ist bekannt,
dass der kreative Prozeß zum finden neuer Ideen besonders durch
Assoziationen √ľber Analogien gef√∂rdert wird. Die Synektische Vorgehens -
weise vollzieht sich prinzipiell in folgenden drei Phasen:
1) Vertrautmachen mit dem Problem
2) Verfremden des Problems
3) Verfremdetes und Vertrautes kombinieren
Aus den sich daraus ergebenden Anal√∂gien k√∂nnen sich Ans√§tze f√ľr f√∂llig
neue Lösungen ergeben.

Auflockerung des Suchfeldes: Oft ergeben sich (intuitiv) andere oder neue
Lösungsansätze zu einem Problem, wenn deises von einer anderen Seite her
betrachtet wird. Es gibt eine Reihe von Verhaltensregeln, die es einem erleichtern
den Betrachtungs - Standpunkt zu variiren:
    Umformulieren des Problems suchen nach synon√ľmen Ausdr√ľcken bewust versuchen, das Problem aus der Sicht anderer Bereiche zu betrachten versuchen, das Problem durch Symble darzustellen oder graphisch zu
formulieren.

Morphologie: Der Begriff "Morphologie" bedeutet die Lehre von den Gestallten
oder Formen. Dabei wird das Problem in eine Reihe von Teilproblemen zerlegt,
die im Wesentlichen unabhängig von einander gelöst werden können. Anschliesend
werden f√ľr jedes Teilproblem m√∂glichst alle bekannten oder auch denkbaren
Lösungen festgehalten. Die Gesamtlösung ergibt sich aus einer Kombination der
einzelnen Teillösungen.

Bionik: Zu einem zu lösenden Problem sucht man in der Natur nach vergleichbaren,
ahnlichen oder verwandten Relationen. Diese werden systematisch analysiert und
im Hinblick auf ihre √úbertragbarkeit auf das Ausgangsproblem √ľberpr√ľft. Solche
nat√ľrlichen Probleml√∂sungen werden h√§ufig als Anregung f√ľr echte Probleme
verwendet.

29) PERSONALPOLITIK - BETRIEBSSOZIOLOGIE : Mitarbeiterf√ľhrung, Personalbedarfs - , beschaffungs - , einsatz - , entwicklungs - und Personalkostenplanung.

29.1 Personalbedarfsplanung:

Der Bedarf ergibt sich zun√§chst aus der Zahl und der jeweiligen Qualifikation der Arbeitskr√§fte, die zur Erf√ľllung der Unternehmensaufgaben f√ľr einen bestimmten Zeitraum ben√∂tigt werden. Die w√§hrend des Planungszeitraumes zu erwartende Ver√§nderungen im Personalbestand sind zu einem geringen Teil (z.B.: Peonsionierung) genau erfa√übar und zum gr√∂√üeren Teil (z.B.: K√ľndigung, Tod) anhand der Erfahrungswerte feststellbar.

29.2 Personalbeschaffungsplanung:

Die Aufgabe der Personalbeschaffung ist es, das Unternehmen zum richtigen Zeitpunkt mit ausreichend qualifizierten Mitarbeitern zu Versorgen.
Die Personalbeschaffung kann auf zwei grundsätzlichen Wegen (intern und extern) erfolgen.
Die Möglichkeiten der internen Personalbeschaffung sind:
- Um - und Versetzung von Mitarbeitern
- √úbernahme von Auszubildenden
- Beförderung von Mitarbeitern
Vorraussetzung f√ľr die interne Personalbeschaffung ist die Kenntnis der Qualifikation jedes einzelnen Mitarbeiters.

Die Möglichkeiten der externen Personalbeschaffung sind:
- Auslagerung von Aufgaben auf andere Unternehmen
- Nutzung von Personalzeitunternehmen
- Neueinstellungen
Bei Neueinstellungen bieten sich folgende Möglichkeiten:
- Abgänger der verschiedenen Schultypen
- Arbeitslos gemeldete
- Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte

29.3 Personaleinsatzplanung:

Aus der Reihe von Vorraussetzungen f√ľr eine wirksame Personalplanung ist die Gesamtplanung an erster Stelle zu nennen. Wo sie fehlt, wesentliche Bereiche ausl√§sst oder sich nur auf kurzfristige √úberlegungen beschr√§nkt, kann auch die Personalplanung nur einem Teil ihrer Aufgaben gerecht werden. Eine gut funktionierende Information und Kommunikation zwischen den einzelnen Bereichen des Unternehmens ist eine zweite Vorraussetzung.

29.4 Personalentwicklungsplanung:

W√§hrend ein quantitativer Mehrbedarf regelm√§√üig zu einer Planung der Personalbeschaffung f√ľhren wird, lassen sich die aus dem Plan ergebenden Ver√§nderungen des Personalbestandes in qualitativer Hinsicht sowohl durch au√üer - als auch durch innerbetriebliche Personalbeschaffung decken. Der Ausbildungsplan h√§ngt deshalb eng mit dem Bedarfsplan zusammen.




29.5 Personalkostenplanung:

Bei der Kostenplanung auf dem Personalsektor sind f√ľr einen bestimmten Zeitraum nicht nur die quantitative und qualitative Entwicklung des Personalbestandes, die vorraussichtliche Entwicklung der Tarifl√∂hne und - geh√§lter und der Arbeitszeit zu ber√ľcksichtigen, sondern ebenso bevorstehende Gesetzes√§nderung, die sich auf die Personalkosten auswirken.

29.6 Mitarbeiterf√ľhrung:

30) VERHANDLUNGSTECHNIK : Rhetorik, Bewerbung und Vorstellungsgespräch, Verkaufs - und Verhandlungssituationen.

30.1 Allgemeines :

Die Vorbereitung einer Rede beginnt mit einer Stoffsammlung. Der Redner kann zu den einzelnen Gliederungspunkten wie bei einem "Braistorming" Stichworte sammeln, sie nach ihrer Wichtigkeit bewerten und dann zuordnen.

a) √úber die Gliederungspunkte hinaus sammelt der Redner auch Informationen zu folgenden Fragen :

- Redeanlass: Einladung, Vorstellung,....
- Art der Rede: Vortrag, Referat,....
- Zielgruppe: Gewerbetreibende, Gewerkschaft,.....
- Redeziel (Zweck, Inhalt): Umsatzsteigerung,....
- Ort: B√ľro, Vortragszimmer, Fachleute, Kunden,...
- Rolle des Redner: Trainer, Lehrer, Chef,....

Es ist hilfreich, sich auch f√ľr die beabsichtigte Wirkung und das angestrebte Ziel Stichpunkte zu sammeln, die dann bei der Gestaltung der Rede verwendet werden k√∂nnen.

b) Ablauf einer Rede :

- Begr√ľ√üung
- Einleitung
- √úberleitung
- Sachvertrag mit Untergliederung
- Zusammenfassung
- Schluß

c) Faktoren einer Rede :

• Sprache:
- Wortwahl
- Satzbau
- Pausen

• K√∂rpersprache:
- Atmung
- Haltung
- Mimik
- Gestik

• Pr√§sentation
- Hilfsmittel (Folie)
- Wirkmittel (Sprache und Körpersprache)
- Anf√ľhren von Beispielen
- Aktivierung der Zuhörer

• Konfliktsituationen
- √ľberreden
- klären und vereinen

30.2 Das Vorstellungsgespräch :

Im Vorstellungsgespr√§ch entscheidet es sich, ob sie als einer der Kandidaten der "engeren Wahl" auf den ersten Platz vorsto√üen und die angestrebte Stelle kommen, oder ob sie einem anderen, der besser vorbereitet, geschickter oder gl√ľcklicher ist, als sie, den Vortritt lassen m√ľssen.

30.2.1 Die Vorstellung von Berufsanfänger :

a) einige Empfehlungen :

- Informieren sie sich √ľber die Vielzahl der anerkannten Ausbildungsberufe (=>Berufsberatung)
- Entscheiden sie sich f√ľr den Ausbildungsberuf
- Informieren sie sich √ľber das Berufsbild (=> Befragung von Fachleuten)
- Planen sie ihr Vorgespräch
- Planen sie ihre Anreise (=>Bauen sie einen Zeitpuffer ein)

b) Frage nach Aufstiegsmöglichkeiten :

Das hängt von ihrer persönlichen Zielsetzung ab.
- wenn sie eine Aufstiegsposition suchen, dann bewerben sie sich nur auf solche Stellenangebote, die Aufstiegschancen einr√§umen und sprechen sie auch im Vorstellungsgespr√§ch dar√ľber. (Dies gilt auch, wenn Aufstiegsm√∂glichkeiten im Anzeigentext nicht so deutlich erw√§hnt werden.)
- wenn sie mit einer bestimmten Position zufrieden sind, dann bewerben sie sich mit Bestimmtheit f√ľr diese, und lassen sie das Thema " Aufstieg" erw√§hnt.

c) Grundsätzlich sollten sie in Vorstellungsgespräch jedoch klären :

- die Art und die Dauer ihrer Einarbeitung
- die Dauer der Probezeit
- die Möglichkeit weiterer Qualifikationen
- sonstige Leistungen des Unternehmens (=>sonstige Bez√ľge und Nebenleistung)

30.2.2 Gehaltsverhandlungen :

Vielleicht kennen sie ihren Marktwert, oder sie liebten es zu pokern und nennen ihre Gehaltsw√ľnsche. An der Reaktion ihrer Gespr√§chspartner werden sie vermutlich ablesen k√∂nnen, ob sie mit ihren Forderungen richtig oder falsch liegen.
Halten sie sich an die Grundregel f√ľr Gehaltsforderungen: Bleiben sie realistisch! Seien sie aber andererseits nicht zu bescheiden.
H√§ufig wird vereinbart, dass w√§hrend der Probezeit oder der Einarbeitungszeit ein geringeres Gehalt gezahlt und danach das Gehalt √ľberpr√ľft und entsprechend den Leistungen angehoben wird. Bestehen sie in solchen F√§llen darauf, dass der Zeitpunkt der Pr√ľfung und das sp√§tere Mindestgehalt im Vorstellungsvertrag oder in einem Erg√§nzungsschreiben festgehalten werden.
Auch Entwicklungs - und Karriere√ľberlegungen k√∂nnen sie veranlassen, zun√§chst mit einem etwas niedrigeren Gehalt zufrieden zu sein, wenn etwa das Unternehmen in ihre Einarbeitung oder Entwicklung viel Zeit und Geld investiert. Die Wahrscheinlichkeit, sp√§ter den R√ľckstand aufzuholen und durch eine entsprechende Karriere zu einem h√∂heren Lebenseinkommen zu gelangen, sollte ihnen ein niedriges Einstiegsgehalt wert sein.






31) MANAGEMENTMETHODEN : Ihre Ziele und Aufgaben; die drei gängigsten Varianten, ihre Eigenschaften, Gemeinsamkeiten und Unterschiede; neuere Management by ...Modelle und ihre Besonderheiten.

14899 Worte in "deutsch"  als "hilfreich"  bewertet