Die griechischen Sagen

INHALTSVERZEICHNIS













































DIE GRIECHISCHEN SAGEN


Kleinere Sagen


Prometheus

Er war der Enkel des Uranos, ein Sohn des Titanen Japathos. Prometheus nahm Erdenton und formte daraus nach dem Ebenbild der G├Âtter den Menschen. In deren Brust gab er gute und schlechte Taten. Das war die Seele. Zu guter Letzt hauchte ihnen Pallas Athene den Atem ein. Permetheus wurde ihr Lehrer. Zeus verlangte von den Menschen, dass sie die G├Âtter achten sollen und ihnen Opfertiere zu bringen hatten. Prometheus fiel eine List ein um die Allwissenheit der G├Âtter zu pr├╝fen. Er lie├č im Namen der Menschen einen Stier schlachten und teilte ihn in zwei Teile. Auf die eine Seite legte er Fleisch, Eingeweide und Speck. Auf die andere Seite legte er die Knochen und bedeckte sie mit Talg. Dieser Haufen war gr├Â├čer. Nun sollte Zeus einen der beiden Haufen w├Ąhlen. Zeus durchschaute den Betrug und verneinte deshalb den Menschen den Gebrauch des Feuers. Prometheus jedoch ri├č einen markgef├╝llten Stengel des Riesenfenchels ab, erhob sich mit ihm zum Himmel und z├╝ndete ihn an beim vor├╝berrollenden, funkenspr├╝henden Sonnenwagen des Gottes Helios an. Mit dieser Fackel setzte er auf der Erde einen Holzsto├č in Flammen. Da ging die Jungfrau Pandora, die von Hephaistos geschaffen wurde, mit einer B├╝chse auf die Erde, in der Krankheiten und Hoffnung enthalten waren. Sie ├Âffnete den Deckel und schon machten sich elende Krankheiten auf der Erde breit. Die Hoffnung lie├č Pandora jedoch in der B├╝chse. Als dritte Strafe f├╝r Prometheus befahl er Hephaistos und seinen beiden Knechten, dass sie ihn an einen Abgrund eines Felsens mit Ketten festbinden sollen. Sie stie├čen ihm einen diamantenen Pfeil in die Brust, sodass Prometheus qualvolle Schmerzen erdulden musste. Dazu kam noch, dass Zeus ihm t├Ąglich einen Adler sandte, der ihm von seiner Leber fra├č, die immer wieder nachwuchs. Nach 30 Jahren wurde er von Herakles gerettet. Prometheus musste aber stets einen eisernen Ring tragen an dem ein Steinchen von dem Felsen befestigt war.

Die f├╝nf Zeitalter

Eine andere Sage erz├Ąhlt, dass die Menschen durch die G├Âtter erschaffen wurden. Die Sterblichen lebten voll Gl├╝ck und Freude miteinander Sie waren fern von Neid und Ha├č und waren rundum gl├╝cklich. Nach dem goldenen Zeitalter gingen die Menschen von der Erde und wurden Schutzg├Âtter. Darauf folgte das silberne Zeitalter. Die Menschen wuchsen bei ihren M├╝ttern auf und als sie erwachsen waren, waren sie dumm und unvern├╝nftig und sie gerieten in Elend. Nachdem sie die G├Âtter mi├čachteten und Opfer verweigerten, nahm sie Zeus hinweg von der Erde. Jetzt schuf er das erzene Zeitalter. Die Menschen waren grausam, kriegerisch und gewaltt├Ątig. Ihr Schatten sank in die Unterwelt. Bald lie├č Zeus ein viertes Menschengeschlecht entstehen. Es war edler und gerechter als das vergangene. Sie wollten das B├Âse freik├Ąmpfen und kamen dabei um. Danach begann das eiserne Zeitalter, das heute noch besteht. Neid und Feindschaft herrschte unter den Menschen. G├Âtter wurden verachtet und die Erde ging ├╝ber von L├╝gen und Schamlosigkeit. Die Menschen aber sind ihrem Elend allein ├╝berlassen und k├Ânnen nur durch Abkehr von den unheilbringenden ├ťbeln den Himmel wieder vers├Âhnen.

Deukalion und Pyrrha

Als Zeus erfuhr, dass die Menschen immer grausamer wurden, lie├č er sie alle ertrinken. Auch Poseidon der Gott der Meere half mit und lie├č riesige Wasserfluten mit seinem Dreizack entstehen. Nur Deukalion, der Sohn des Prometheus, und Pyrrha wurden von ihrem Herren gewarnt und ├╝berlebten. Nun waren sie die einzigen Menschen auf der Welt, da sie fromm und gl├Ąubig waren. Deukalion wollte neue Menschen schaffen und bat die G├Âtter um die Gabe, die schon sein Vater besa├č. Da sprach die G├Âttin Themis:"Verh├╝llt euer Haupt und werft Gebeine eurer Mutter hinter euch." Mit Gebeinen meinte sie Steine, mit Mutter die Erde. Deukalion und Pyrrha taten, wie ihnen befohlen. So verloren die Steine ihre H├Ąrte und gewann Gestalt der Menschen, was daran feucht war wurde zu Fleisch, das feste wurden Knochen. Pyrrha und Deukalion schufen auf diese Art Gestalten, die tauglich waren f├╝r schwere Arbeit und M├╝he und Anstrengung auf sich nehmen konnten.

Phaetons unseliger Wunsch

Phaeton ging eines Tages dem Palaste seines Vaters, dem Sonnengott zu. Er wollte seinen Gef├Ąhrten beweisen, dass er ein Sohn eines Gottes, n├Ąmlich Helios' war, weil sie es ihm nicht glaubten. De Gott versprach seinem Sohn, dass er sein Vater sei und er einen Wunsch frei h├Ątte. Phaeton w├╝nschte einmal den Sonnenwagen zu lenken, der nur mit gro├čer Kraft gesteuert werden konnte, da sich die Rosse nur schwer im Zaum halten konnten. Au├čerdem musste man das golden, silbern funkelnde Gespann in der Mitte des Weltraums fahren, da man sonst den Himmel oder die Erde verbrennen w├╝rde. Als Phaeton den wagen bestieg rasten die Rosse sogleich steil bergauf, steil bergab los und verbrannte, Berge, W├Ąlder, Fl├╝sse und Meere begannen zu sieden und Lebewesen gingen in Flammen auf. Da Zeus Angst um den Olymp hatte, musste er den Gottes Sohn mit einem Blitzstrahl vom Wagen in den Strom werfen. Helios versank in tiefer Trauer, sodass der Erde zu diesen Zeiten das Sonnenlicht verweigert wurde.

Europa

In Ph├Ânikien wo K├Ânig Agenor ├╝ber Tyros und Sidon herrschte wuchs die sch├Âne Europa heran. Eines Nachts hatte sie folgenden Traum: Sie sah Asien den m├Ąchtigen Teil ihres Vaters in femininer Gestalt. Die Frau breitete ihre Arme ├╝ber sie um sie zu sch├╝tzen. Europa drang auf Asia zu um ihr den zarten Sch├╝tzling zu entrei├čen. Sie sprach:"Dem Weltenbeherrscher selbst sollst du eigen sein."
Jetzt kam es, dass Zeus in Liebe zu Europa entbrannt war. Er mischte sich als Stier verkleidet unter Argos'Vieh und trieb mit ihnen zum Meer, wo sich Europa mit ihren Gespielinnen aufhielt. Da sie von dem wundersch├Ânen Stier entz├╝ckt war, sprang sie auf ihn und sie ritten immer schneller werdend und mit Furcht behaftet auf die Insel Kreta. Dort bat Zeus um ihre Hand. Von da an ist sie unsterblich und der Erdteil tr├Ągt f├╝r immer ihren Namen

Kadmos gr├╝ndet Theben

Zeus hatte K├Ânig Agenor, von Ph├Ânizien, Europa entf├╝hrt. Seine vier S├Âhne, darunter war Kadmos sollten sie suchen. Kadmos wollte zuerst das Orakel von Delphi befragen. Er erfuhr folgendes: auf einer Wiese werde er ein Rind, das noch kein Joch getragen habe, erblicken. Wo es sich niederlegen werde, solle er eine Stadt gr├╝nden. Und wirklich, Auf einer nahen Wiese des Orakels Erblickte er ein Rind. Er wurde jedoch abgelenkt, als er merkte, dass seine drei Br├╝der verschwunden waren. Kadmos erkannte bald, dass sie von dem Drachen get├Âtet wurden, der so laut schrie, dass der Boden wackelte. Aus Rache t├Âtete er ihn mit einem Speer. Da erschien ihm Pallas Athene. Sie sagte zu ihm, dass er des Drachens Z├Ąhne in den gepfl├╝gten Boden s├Ąhen sollte. Als er dies tat, merkte er, dass Lanzen und Krieger wuchsen, die sich bis auf f├╝nf M├Ąnner umbrachten. Diese restlichen waren freundlich gesinnt und fingen an, mit Kadmos die Stadt Theben aufzubauen.

Pentheus

Dionysos schuf zur Freude der Menschen den Weinstock. Daf├╝r verabscheute ihn Pentheus der K├Ânig. Deshalb befahl er seinen Dienern den Gott zu ihm zu bringen und in das Kellerverlies zu sperren. Auf Befehl des Gottes spaltete ein Erdbeben die Mauern und die Ketten, mit denen Dionysos angekettet waren, zersprangen. Somit war er frei. Dionysos'Anh├Ąnger vollbrachten nun wahrliche Wunder. Wasser und Wein sprudelten aus den Felsen, Honig flo├č aus hohlen B├Ąumen und das Wasser in den B├Ąchen wurde zu Milch. Pentheus wollte sich diese Wunder mit eigenen Augen ansehen. Als er auf dem Weg war, setzte ihn der Gott auf einen Tannenzweig und lie├č ihn in die H├Âhe gleiten, sodass ihn das ganze Volk sehen konnte, das ihn auch sogleich mit Steinen und Tannenzweigen bewarf. Bald darauf bat der K├Ânig seine eigene Mutter um Gnade. Diese hatte aber kein Mitleid mit ihm sondern zerri├č ihn in St├╝cke.

Perseus mit dem Medusenhaupt

Ein Orakelspruch hatte K├Ânig Akrisios von Argos vorrausgesagt, dass einer seiner Nachkommen ihn um Leben und Thron bringen werde. Deshalb lie├č er seinen Enkel Perseus, den Sohn des Zeus, mit dessen Mutter Danae in einen Kasten einschlie├čen und ins Meer werfen. Sie wurden auf eine Insel gesp├╝lt, wo Diktys und dessen Bruder Polydektes als K├Ânig herrschten. Polydektes nahm Danae zur Frau und erkl├Ąrte Perseus zu seinem Sohn. Als J├╝ngling musste er Medusa das Zauberhaupt abschlagen. Durch Erpressung der drei grauhaarigen Schwestern kam er zum Weg zu den Nymphen. Bei diesen holte er sich Fl├╝gelschuhe, eine H├Ąngetasche und eine Tarnkappe. Mit einer Sichel zus├Ątzlich flog er zu den drei Gorgonen, deren dritte Medusa hie├č und als einzige sterblich war. Er hieb ihr Haupt, w├Ąhrend sie schlief ab und verbarg es in der H├Ąngetasche. Als die Gorgonen die tote Schwester erblickten, gingen sie auf M├Ârdersuche. Doch die Tarnkappe machte Perseus unsichtbar. Perseus reiste nun zu K├Ânig Atlas. Dieser verweigerte ihm aber ein Nachtlager, da er Angst um seine goldenen ├äpfel hatte. So holte Perseus das Medusenhaupt vor und hielt es ihm vors Gesicht. Jetzt wurde der K├Ânig zu Stein (wenn man in ein Haupt der Gorgonen blickt wird man versteinert) und bildete ein gro├čes Gebirge. Dann flog Perseus zu Andromeda, der Tochter des K├Ânigs Kepheus. Sie war an einer Felsenklippe angebunden und vom Vater dem Ungeheuer dargeboten um sein Land vor einer ├ťberschwemmung zu retten. Perseus schwang sich in die L├╝fte und t├Âtete das Ungeheuer mit dem Schwert. Andromeda war somit gerettet und sie heiratete den Held. W├Ąhrend des Hochzeitsmahls kam des K├Ânigs Bruder Phineus und forderte Andromedar, da sie ihm versprochen war. Kepheus erwiderte, dass Perseus ihr Retter sei und sie nun ihm geh├Âre. Jetzt folgte ein spannender Kampf, den Perseus beendete, indem das Medusenhaupt gegen die Feinde richtete. alle Festteilnehmer und Phineus wurden zu Stein. Andromedar und ihr Gatte kehrten in seine Heimat zur├╝ck. Akrisios war wieder in Furcht um Leben und Thron. Bei den Wettk├Ąmpfen, an denen Perseus und sein Vater teilnahmen traf der Enkel Akraisos mit einer Diskusscheibe t├Âdlich. Voll Trauer zog er in sein Reich und wurde K├Ânig.

Daidalos und Ikaros

Daidalos war vor langer Zeit in Athen ein ber├╝hmter K├╝nstler. Auch sein Neffe war k├╝nstlerisch begabt. Er erfand z.B. die T├Âpferscheibe und die S├Ąge. Daidalos war neidisch und eifers├╝chtig auf den Sohn seiner Schwester, sodass er ihn bei einem Felsen in die Tiefe stie├č. Er wurde zum Tode verurteilt und in einen Kerker geworfen. Aus diesem konnte er jedoch ausbrechen und er floh mit seinem Sohn Ikarus auf die Insel Kreta wo K├Ânig Minos seine Kunst aufnahm. In seinem Reiche hauste ein der menschenfressende Minotauros. Daidalos musste ihm nun ein Gewehrsam bauen aus dem er nicht fliehen konnte. Nach vollendetem Werk glaubte, dass ihn Minos gehen lassen werde. Er wollte ihn aber auf der Insel festhalten. So bauten sich Daidalos und Ikaros aus Vogelfedern zwei paar Fl├╝gel mit denen sie von Kreta fl├╝chten wollten. Daidalos gab seinem Sohn Anweisungen wie er zu fliegen hatte und wie nicht. Er durfte nicht zu tief fliegen da er sonst ins Meer tauchen w├╝rde, auch durfte er nicht zu hoch fliegen, da er sonst in der Sonne verbrennt werden w├╝rde. Vor lauter ├ťbermut flog Ikaros doch zu hoch, seine Fl├╝gel verbrannten im Sonnenlicht und er ertrank im Meer. Als der Vater das bemerkte, lie├č er sich voll Trauer auf einer Insel nieder, an die Ikaros gesp├╝lt wurde. Weinen begrub er den vielgeliebten Sohn. Die Insel hei├čt heute noch Ikaria. Daidalos lie├č sich schlie├člich auf Sizilien nieder. Als Minos von seinem Aufenthalt dort erfuhr wollte er ihn gewaltsam zur├╝ckholen. Kokalos der Herrscher nahm ihn freundlich auf Sizilien auf und lie├č ihn hinterlistig in siedendem Badewasser ersticken.

K├Ânig Midas

Einst zogen Dionysos und sein Freund Seilenos mit einer Gesellschaft von Stadt zu Stadt. Volltrunken landeten sie in Phrygien bei K├Ânig Midas. Als sie weiterziehen wollten verga├čen sie auf Seilenos, der schlie├člich freundlich von K├Ânig Midas aufgenommen wurde. Nach einem Fest f├╝r den Freund des Gottes brachten sie ihn zu Dionysos der K├Ânig Midas vor Freude einen Wunsch gew├Ąhrte. Er w├╝nschte sich, dass alles was er ber├╝hrt zu Gold wird. Der Wunsch wurde ihm erf├╝llt. Er ber├╝hrte einen Stein. Er wurde zu Gold Er ber├╝hrte seine Pforte. Sie wurde zu Gold. Als er Hunger hatte und nach dem Brot griff wurde es zu Gold. Nach einiger Zeit war er dem Verhungern nahe und der Gott hatte Erbarmen mit ihm. Er sprach:"Gehe zur Quelle des Paktoloflusses und tauche dein Haupt dreimal ins Wasser, so wirst du von deiner Schuld rein werden." Er befolgte Dionysos'Rat und verabscheudte von diesem Zeitpunkt an Prunk und Reichtum. Er begab sich zu den Hirten in den W├Ąldern. Dort konnte er seine Meinung bei einem Wettkampf mit den anderen nicht teilen. Da trat Apollon einer der Wettk├Ąmpfer hinter Midas und zog ihm Eselsohren auf denen graue Haare wuchsen. Da bat der ehemalige K├Ânig um Gnade. Als ihm diese verweigert wurde, zog er sich eine M├╝tze an und fl├╝chtete in den Wald. Sein Geheimnis wurde von seinem Haarschneider den Menschen verraten, indem er am Ufer eines Flusses ein Loch in den Sand grub und hineinschrieb:" K├Ânig Midas hat Eselsohren." So wu├čte es bald die ganze Menschheit, die sich fortan ├╝ber ihn lustig machte.

Philemon und Baukis

In alter Zeit pr├╝fte Zeus die Herzen der Menschen. ├ťberall wo er um Obdach zur ├ťbernachtung suchte, wurde er abgewiesen. Als er zu einem alten, kleinen Haus kam, in dem ein altes, liebevolles Ehepaar wohnte, wurde er aufgenommen. Die Eheleute tischten ihnen ein ├Ąrmliches aber k├Âstliches Mahl auf und waren ├╝beraus bem├╝ht um ihre G├Ąste. Als sie merkten, dass sich der Wasserkrug aus dem Zeus trank immer wieder von neuem auff├╝llte, erkannten sie, dass er ein Gott war. Sie baten ihn um Entschuldigung weil sie nichts hatten. Zeus lobte deren Gastfreundlichkeit und beschlo├č die gesamte Menschheit zu bestrafen, ausgenommen Philemon und Baukis, weil sie kein Herz hatte. Sie gingen mit Zeus auf einen Berg und sahen zu wie der Gott alles vernichtete. Ihr altes Bauernhaus wurde zu einem goldenen Tempel. Das Ehepaar versprach Zeus, dass sie ihm als Priester dienen werden, wenn er sie zur gleichen zeit sterben l├Ąse. Ihr Wunsch wurde nach einigen Jahren, in denen sie fromm miteinander lebten und Zeus dienten erf├╝llt.

Meleagros und der wilde Eber

Die Schicksalsg├Âttinnen weissagten der Mutter Meleagros, Althaia, dass ihr Sohn sterben werden, wenn da Holzscheit das auf dem Herde liegt verbrannt ist. Sofort versteckte die besorgte Frau das Holzst├╝ck im Schrank, damit ihr Sohn lebe. Als Meleagros zu einem sch├Ânen, kr├Ąftigen J├╝ngling heranwuchs, der auch am Argonautenfeldzug teilnahm, bekam er die Aufgabe, einen wilden Eber, der im Reich seines Vaters w├╝tete zu t├Âten. Er rief die tapfersten Helden zusammen, auch Atalante (eine Frau), da sie von der Jagd und der Wildnis Erfahrung hatte. Sie war eine wundersch├Âne Frau und Meleagros wollte sie zur Frau haben. Nach einem Kampf bei dem drei Helden t├Âdlich durch das Schwein verwundet wurden, sandte ihm Atalante einen Speer nach, der das Untier am Ohr verwundete. Zu guter Letzt wurde der Eber von Meleagros selbst get├Âtet. Er nahm Fell und Haupt des Tieres und ├╝berreichte es der Siegerin. Die ├╝brigen J├Ąger waren dar├╝ber sehr emp├Ârt, da der Preis eigentlich Meleagros zustand. Mit geballten F├Ąusten bedrohten sie Atalante. Das vertrug ihr Verehrer nicht und er rannte den Bedrohern das Schwert in die Brust. Als die Mutter des M├Ârders davon erfuhr legte sie das Holzscheit aus Rache wieder auf den Herd. W├Ąhrenddessen ├╝berkam Meleagros ein Fieber als er auf dem Weg zum Palast war. Wie das Holzscheit langsam verglomm, so wurde auch sein Pulsschlag schw├Ącher. Mit dem letzten Funken des Holzes wich das Leben aus ihm. Seine Mutter hatte sich in pl├Âtzlicher Reue erdrosselt. Atalante wollte nach diesem Ereignis nicht mehr heiraten. Sie stellte ihrem Vater jedoch ein Ultimatum. Wer sie zur Frau haben mochte, musste sie im Wettlauf besiegen. Gewinne sie den Lauf so solle er sterben. Auf diese Art waren schon viele gestorben, bis Hippomenes des Weges kam. Er hatte drei ├äpfel der G├Âttin Aphrodite (G├Âttin der Liebe und Sch├Ânheit) bei sich. W├Ąhrend des Wettlaufes warf er immer einen zu Boden, nach denen sich Atalante immer wieder b├╝ckte. So war Hippomenes als erster am Ziel.

Pelops

Pelops, dessen Vater Tantalos in die Unterwelt verbannt wurde hatte kein Herrschergl├╝ck und zog deshalb aus Kleinasien nach Griechenland (er verlor beim trojanischen Krieg). Er war in die vielbegehrte Hippodameia, die Tochter des K├Ânigs Oinomaos, verliebt. Das Orakel prophezeite dem K├Ânig, dass der der seine Tochter zur Frau bek├Ąme ihren Vater umbringen w├╝rde. Er stellte seiner Tochter jedoch ein Ultimatum. Der, der ihn beim Pferderennen besiegt, solle seine Tochter heiraten. Der, der verliere solle von ihm selbst get├Âtet werden. Auf diese Weise verloren dreizehn J├╝nglinge ihr Leben. Pelops bat Poseidon um seinen schnellsten Wagen W├Ąhrend dem Rennen, opferte der K├Ânig wie immer Zeus einen Widder. Als er den Freier einholen wollte und schon einen Speer nach ihm warf, l├Âsten sich die R├Ąder des Wagens und die rasenden Rosse schleiften den Ungl├╝cklichen zu Boden. Inzwischen traf ein Blitz das Schlo├č in dem Hippodamaia gerade verweilte. Pelops eilte dorthin und rettete seine Geliebte, die er bald darauf heiratete und K├Ânig von Elis wurde. Heute erinnert eine Halbinsel Griechenlands genannt Peloponnes an den Helden Pelops.

Die stolze Niobe

Niobe war einst eine sehr stolze Pers├Ânlichkeit. Sie war stolz auf ihre Klugheit, ihre Sch├Ânheit, ihre Muse Musik zu spielen und vieles mehr. Bei einer ├Âffentlichen Verehrung schm├╝ckten und achteten, die thebanischen Frauen die Zwillingskinder Apollon und Artemis und deren Mutter und G├Âttin Leto mehr als die wundersch├Âne und stolze Niobe. Als sie sich dar├╝ber emp├Ârte, t├Âteten die Zwillinge jedes einzelne Kind der hochm├╝tigen Frau (sie hatte vierzehn an der Zahl - sieben S├Âhne und sieben T├Âchter) Niobe wurde vor lauter Trauer zu Stein, der weinte. Durch einen Sturmsto├č wurde der Stein auf das Gebiet von Lydien gebracht. Dort ist Niobe an den Klippen der Marmorfelsen mit menschlichem Antlitz heute noch zu sehen. Aus ihren Augen Fliesen Tr├Ąnen ohne Ende. Niemand kann sie stillen.

Sisyphos

Zeus raubte dem Flu├čgott Asopos seine sch├Ânste Tochter, die Nymphe Aigina und trug sie in der Gestalt eines Adlers auf eine Insel, die seit dem Aigina hei├čt. Auf der Suche nach ihr, kam der Flu├čgott in die Stadt Korinth, wo er den listigen und verschlagenen Sisyphos, der dort als K├Ânig herrschte, nach seiner geraubten Tochter fragte. Er versprach dem Suchenden zu sagen, wo seine Tochter sei, wenn er ihm aus dem Felsen des Burghofes eine Quelle schl├╝ge. Nun wurde Sisyphos von Zeus bestraft, weil er Asophos das Versteck aus Eigennutz und nicht aus N├Ąchstenliebe verraten hatte. Sisyphos wurde vom Todesgott in die Unterwelt geworfen. Dort bat er Hades und Pherephone ihn f├╝r eine Weile nach Korinth zu beurlauben. Dort geno├č er das wiedererlangte Leben bei festlichen Gelagen in voll Z├╝gen. Als er sich bei einem schwelgerischen Mahl wiedereinmal r├╝hmte, die Schattenherrscher ├╝berlistet zu haben, schleuderte ihn der Todesgott in heiligem Zorn in die Unterwelt zur├╝ck. F├╝r diesen Betrug erhielt Sisyphos eine entsetzliche Strafe. Er muss einen m├Ąchtigen Marmosblock eine steile Anh├Âhe hinaufw├Ąlzen, ist er dann fast oben, entgleitet der Fels seinen H├Ąnden und st├╝rzt in das tiefe dunkel hinab. Niemand wei├č, wann Sisyphos erl├Âst werden wird. Eine m├╝hsame Arbeit, die kurz vor dem guten Ende mi├člingt, und wieder von vorne begonnen werden muss, nennt mann auch eine Sisyphosarbeit.

Die Argonauten


Iason und Pelias

Iason war der Sohn des K├Ânigs Aison. Dessen j├╝gerer Bruder Pelias ├╝bernahm die Macht in Iolkos, und verbannte Aison mit Frau und Kind. Bald darauf wurde Iason dem Kentauren Chiron ├╝bergeben, welcher ihn gut erzog. Pelias war mit seiner Herrschaft jedoch nicht zufrieden, da ihm ein Orakelspruch folgendes verk├╝ndete: H├╝te dich vor dem Mann mit einem Schuh. Als Iason 20 Jahre alt war, machte er sich auf den Weg nach Iolkos, um sein rechtm├Ą├čiges Erbe anzutreten. Auf dem Weg dorthin begegnete ihmeine alte Frau. Als er sie ├╝ber den Flu├č trug, blieb ein Schuh im Schlamm stecken. Die alte Frau entpuppte sich als Hera. Sie sagte Iason, er solle so wie er sei (mit einem Schuh) weitermarschieren. So kam er in Iolkos an und begegnete dort seinem Onkel. Er sagte ihm, dass er nun sein Erbe antreten wollte. Pelios entgegnete ihm jedoch, dass er zuerst das goldene Flies bringen sollte. Iason vermutete nichts B├Âses und willigte ein. Er rief mehrere Helden zusammen und lie├č sich von Argos unter anleitung Athenas ein Schiff bauen, welches er Argo nannte. Die Helden, die mit ihm fuhren, hie├čen daher Argonauten.

Die Argonauten auf der Insel Lemnos

Nach zwei Tagen Fahrt landeten die Argonauten auf der Insel Lemnos, wo es nur Frauen gab, da diese ihre M├Ąnner wegen Treulosigkeit umgebracht hatten. Die Argonauten ruhten sich einige Zeit auf Lemnos aus und fuhren dann trotz der Bitten der Frauen doch hierzubleiben weiter.

Herakles wird zur├╝ckgelassen

Nach siegreichen K├Ąmpfen gegen die Giganten landeten die Argonauten in Kios. Es wurde ihnen zu Ehren ein Festmahl gegeben, w├Ąhrend Herakles sich entfernte, um sich ein Ruder zu schnitzen. W├Ąhrenddessen wurde Herakles Freund Hylas beim Wassersch├Âpfen von Wassernymphen entf├╝hrt, und Herakles machte sich auf die Suche nach ihm. So stachen die Argonauten am n├Ąchsten Tag unbeabsichtigt ohne Herakles in See, ein Meergott sagte ihnen aber, dass sie trotzdem weiterfahren sollten.

Polydeukes und der Beleryk├Ânig

Die Argo landete in Kolchis, wo sie vom Beleryk├Ânig Amybos zum Fastkampf herausgefordert wurden. Polydeukes trat gegen ihn an und gewann. Da gingen die Beleryken auf ihn los, die Argonauten jedoch schlugen sie und machten reiche Beute.

Phinius und die Harpyien

Phinius war ein alter K├Ânig, der die Wahrsagegabe mi├čbrauchte und deswegen bestraft wurde, indem ihm die Harpyien (das sind gr├Ą├čliche V├Âgel mit Menschengesichter und Blindheit) sein Essen wega├čen. Er wu├čte, dass nur griechische Helden ihn von den Harpyien befreien konnten. Die Argonauten schafften das dann auch, indem sie die Harpyien verfolgten um sie zu t├Âten, welches sie aber dann doch nicht taten, nachdem ihnen versprochen wurde, dass sie Phinius Essen ihn Ruhe lassen w├╝rden und ihnen sagte, was sie tun m├╝ssten um das goldene Flies zu bekommen.

Die Symphlegaden

Nach einigen Tagen kamen die Nymphen zu den Symphlegaden (2 Felsen im Meer, die st├Ąndig aufeinander zu und wieder auseinander schie├čen) Mit Athenas Hilfe schafften sie es ohne gr├Â├čere Sch├Ąden am schiff zwischen ihnen hindurcj zu fahren.

Weitere Abenteuer

Die Argonauten landeten auf der Insel Aratia, wo sie sich vor den Stachelfedern der Symphaliden sch├╝tzten und diese verjagten. Auf der Insel trafen sie auch vier Schiffbr├╝chige, unter ihnen Argos. Sie waren die S├Âhne Prixos, welcher das Goldene Vlies nach Kolchis gebracht hatte. Sie sagten den argonauten, dass ihr Vorhaben das Goldene Vlies zu stehlen unm├Âglich sei. Trotzdem setzten die Helden ihre Fahrt fort. So landeten sie in Kolchis. Sie schritten zum Palast des K├Ânigs Aietes zu, um von ihm das Vlies zu fordern. Dort wurden sie von Medeia (j├╝ngste K├Ânigstochter) gesehen. Diese verliebte sich in Jason.

Der Rat des Argos

Nachdem aites vom Vorhaben der Griechen erfuhr, wollte er w├╝tend von dannen schreiten. Doch er erinnerte sich eines Orakelspruches, welches besagte, dass er es ihnen geben m├╝sse. Leider konnte er sich nicht vom Goldenen Vlies trennen. So stellte er Jason eine aufgabe. Er sollte mit zwei Stieren, welche Flammen speien, den Boden des Acheron mit Drachenz├Ąhnen s├Ąen und die Menschen, die daraus entstanden umbringen. Jason willigte ein. Da sprach Argos zu ihm, dass er eine Tante habe, die Zauberkr├Ąfte besitzt (Medeia) und, dass diese ihm helfen w├╝rde.

Jason und Medeia

Medeia bestellte Jason in der Fr├╝h zum Tempel der Hekabe, um ihm dort das Mittel zu ├╝bergeben. Sie erkl├Ąrte ihm folgendes: Wenn du die Z├Ąhne erh├Ąltst, bade dich einsam im Flu├č, bekleide dich schwarz und bring Hekabe ein Opfer dar, dann gehe weg ohne dich umzudrehen. Am n├Ąchsten Morgen werde ich dich und deine Waffen salben, so wirst du f├╝r einen Tag unerm├Ą├čliche Kr├Ąfte erhalten. Wnn aus der Saat menschen gewachsen sind, wirf einen Stein zwischen sie, um den werden sie k├Ąmpfen und du kannst sie in aller Ruhe umbringen.
Zum Schlu├č gestanden sie sich ihre Liebe zueinander.

Jasons Kampf

Jason tat, was Medeia ihm aufgetragen hatte und er bekam tats├Ąchlich ├╝berirdische Kr├Ąfte, mit deren Hilfe er die Aufgabe erf├╝llte. Trotzdem wollte Aites ihm das Goldene Vlies nicht ├╝bergeben.

Medeia und Jason rauben das Goldene Vlies. Die Flucht

Da die Hilfe Medeias nicht unbemerkt blieb, musste sie mit den Argonauten fliehen, doch vorher half sie Jason das Goldene Vlies zu stehelen. Sofort wurden sie von den Kolchern auf ihren schnellen Segelschiffen verfolgt. Auf einer Insel trafen sie sich dann zur Verhandlung, doch die Argonauten t├Âteten die Krieger Kolchis im Schlaf.

Heimfahrt der Argonauten

Es war den Argonauten unm├Âglich nach Hause zu kommen, bevor nicht Kirke Jason und Medeia vom Mord gereinigt hatte, was Kirke auch tat. Auch den anderen Gefahren widerstanden die Helden, bis sie zum K├Ânigreich der Phaiaken kamen, wo sie von K├Ânig Alkinoos freundlich aufgenommen wurden. Auch eine Flotte aus Kolchis landete dort. Diese wurde bes├Ąnftigt und blieben bei den Phaiaken. Jason und Medeia heirateten. Die Argonauten fuhren weiter. Endlich kamen sie in Ioskos an.


Jasons Ende

Obwohl Jason die Aufgabe erf├╝llt hatte, bekam er den Thron dennoch nicht. er fl├╝chtete mit seiner Gattin nach Korinth, wo sie ihm drei S├Âhne gebar. Sein Gl├╝ck w├Ąhrte nicht lange, denn er verlie├č Medeia um die Tochter Kronos zu heiraten. Daher ermordete Medeia die beiden und dann auch ihre und Jasons Kinder, um damit Jason zu verletzen. Dieser st├╝rzte sich letztendlich in sein Schwert.

Jason, der Schiffsf├╝hrer
Tiphys, der Steuermann
Lynkeus, der Lotse
Herakles
Peleus, Vater des Achilleus
Telamon, Vater des Helden Aias
Kastor
Polydeukes
Dioskuren
Meleagros, Besieger des kalydonischen Ebers
Admetos
Orpheus, der Sanggewaltige
Theseus, sp├Ąterer K├Ânig von Athen
Peirithoos
Hylas
Oileus

Theseus

Seine Geburt und Jugend

Theseus war der Sohn des K├Ânigs Aigeus von Athen und der Tochter des K├Ânigs Pittheus von Troizen im Peleponnes. Er wuchs bei seinem Gro├čvater und seiner Mutter auf. Sein Vater versteckte hinter einem Felsen Schwert und Schuhe. Wenn Theseus kr├Ąftig genug dazu w├Ąre den Felsen alleine wegzutragen, solle er mit den versteckten Dingen zum Vater nach Athen kommen. Mit sieben Jahren wurde zu seinem Idol Herakles, bei dem er Eindruck schand und von dem Held gelobt wurde. Als seine Zeit gekommen war wurde er von seiner Mutter aufgekl├Ąrt. Er konnte den Felsen m├╝helos wegschieben und wollte auch gleich losziehen. Er wollte auf dem Landweg nach Athen gelangen und die Wege von R├Ąubern und Verbrechern s├Ąubern, wie es Herakles zuvor in Lydien getan hat. Das gelang ihm auch. In Athen aber gingen Verwirrung und Uneinigkeit weiter, da sein Vater unter der gewaltsamen Zauberin Medeia stand die ihm versprochen hatte ihm seine Jugendlichkeit wiederzugeben, wenn er ihr auf dem Hofe Zuflucht gew├Ąhrte. Von ihr bekam er den Auftrag seinen Sohn, den er nicht als seinen Sohn erkannte zu vergiften, da sie wu├čte dass ihre Macht,mit dem Eintritt Theseus ins Land, zu Ende sei. Gl├╝cklicher Weise kam es dazu, dass des K├Ânigs Sohn nicht von dem vergifteten Getr├Ąnk kostete und Medeia aus Athen getrieben wurde.

Theseus und der Minotauros

Athen war dem K├Ânig Minos von Kreta tributpflichtig, n├Ąmlich sieben J├╝nglinge oder Jungfrauen, weil die Athener den Sohn des K├Ânigs nach den Wettspielen aus Eifersucht get├Âtet haben. Sie wurden auf Kreta gebracht und in das Labyrinth des Minotauros eingesperrt. Bei der neuerlichen Auslosung meldete sich Theseus freiwillig und zog mit den restlichen nach Kreta. Er hatte vor den Minotauros zu t├Âten und bei der Heimfahrt dann eine wei├če Fahne zu hissen. Bei der Abfahrt fuhren sie mit einer schwarzen davon. Ariadne, die Tochter des Minos, verliebte sich in Theseus und half ihm bei seinem Plan, den Minotauros zu t├Âten, indem sie ihm mit Wolle aus dem Labyrinth half. Alles ging gut. Als wieder abfuhren lebte der Minotauros l├Ąngst nicht mehr. Auf der Insel Naxos machten sie Rast. Auch Ariadne war mitgekommen, da auch Theseus in sie verliebt war. Er tr├Ąumte dort, dass er Ariadne auf der Insel lassen musste, da sie f├╝r Dionysos bestimmt sei. Trauernd verga├čen sie die wei├če Fahne zu hissen. Als der K├Ânig von Athen das Schiff in der Ferne mit der schwarzen Fahne sah, nahm er sich in Trauer um seinen verlorenen Sohn das Leben, indem er sich ins Meer warf. Nach ihm wird die See das ├äg├Ąische Meer genannt. Nun wurde Theseus K├Ânig von Athen.

Theseus, K├Ânig von Athen

W├Ąhrend Theseus in Athen als K├Ânig herrschte, wurde sein Reich ein ansehnlicher Staat. Er errichtete einen Dankfesttag, andem keiner der thener hingerichtet werden durfte. Er lie├č einen gemeinsamen Mittelpunkt f├╝r die Beratungen des Volkes errichten. Um die Einwohnerzahl zu erh├Âhen, rief er aus allen L├Ąndern Siedler herbei und gab ihnen das attische B├╝rgerrecht. Er teilte das ganze Volk in gesellschaftichliche Klassen. Priester, Beamte und Richter unterst├╝tzten seine Regierungst├Ątigkeit. Dadurch ├╝bertraf er sogar sein Vorbild Herakles.

Der Amazonenkrieg

Hypolyte, eine sch├Âne Amazone, wurde gerne seine Gemahlin und K├Ânigin von Attika. Aus Eifersucht erschienen ihm pl├Âtzlich Amazonen, die in seiner Stadt ihr Lager aufschlugen. Schlie├člich begann ein Kampf. Viele von ihnen wurden get├Âtet. Auch K├Ânigin Hippolyte k├Ąmpfte gegen ihr Land. Mitten im Schlachtget├╝mmel wurde sie von einem Speer get├Âtet. Ihr zum Ged├Ąchtnis wurde sp├Ąter in Athen eine S├Ąule errichtet, als man mit den Amazonen Frieden geschlossen hatte und sie in ihr Land zur├╝ckgekehrt waren.

Theseus und Peirithoos

Der Held Peirithoos hatte schon viel von der St├Ąrke und Tapferkeit des K├Ânigs Theseus geh├Ârt. Deshalb wollte ihn der Held kennenlernen. Er raubte dem K├Ânig sein Vieh und rannte nicht, wie es ein Dieb tut davon, sondern ging seinem Opfer entgegen. Als sie sich sahen, begr├╝├čten sie sich wie alte Freunde. Als Peirithoos die thessalische F├╝rstentochter Hippodameia zur Frau nahm, gab der Br├Ąutigam ein Hochzeitsfest. Lange herrschte ungest├Ârte Fr├Âhlichkeit, doch der Kentaure Eurytion hatte dem Weine unm├Ą├čig zugesprochen. Er raubte in seinem Rausche die Braut. Ihn nahmen sich die fremden G├Ąste zum vorbild und jeder ergriff ein thessalisches M├Ądchen. Die Folge war, Geschrei und wirres Durcheinander. Jetzt entstand ein wilder Kampf zwischen Theseus, der die Braut dem R├Ąuber Eurytion wieder entrei├čen wollte und dem R├Ąuber selbst. Bald artete der Kleinkampf in eine Schlacht zwischen allen G├Ąsten aus. Erst die Nacht machte dem blutigen Gemetzel ein Ende. Der Kampf festigte die Freundschaft zwischen Theseus und dem jungen Ehepaar.

Theseus und Phaidra

Nach dem Tod seiner Gattin Hippolyte erinnerte er sich an die Schwester der Ariadne, Phaidra. Er beschlo├č um sie zu werben. Als er sie als seine Gemahlin heimf├╝hrte und seinem Sohn, den er von Hippolyte hatte, (Hippolytos genannt) gefiel er ihr besser als sein Vater. Als sie ihm nach einer gemeinsamen, unsittlichen Nacht sagte,dass er den Vater vom Thron werfen sollte fluchte er ihr und alle anderen Frauen. Deshalb wollte sie ihn aus Rache verderben und erh├Ąngte sich. In ihrem Abschiedsbrief stand geschrieben:"Hippolytos hat nach meiner Ehe getrachtet. Ich sterbe, damit ich nicht die Gattentreue verletze." Theseus verbannte nun seinen Sohn, der sich als unschuldig bezeichnete. Auf dem Weg aus der Stadt wurde des Vaters Fluch war. Sein Sohn wurde von den Rossen zu Tode geschleift. Pl├Âtzlich kam die Amme der sich Hippolyte nach der unsittlichen Nacht anvertraute und bezeugte die Unschuld des verstorbenen Sohnes. Der Vater bereute seine unselige Tat.

Theseus auf Frauenraub

Der alternde Theseus ging mit seinem Freund Peirithoos, dessen Frau nach kurzer Zeit gestorben war, auf Frauenraub. Sie waren beide In Liebe zu Helena entflammt. Das Los entschied, dass sie Theseus zustand. Er ├╝bergab diese seiner Mutter. Jetzt wollten sie Persephone aus der Unterwelt entf├╝hren. Das Wagnis mi├čgl├╝ckte. Zur Strafe wurden sie von Pluton an einen Felsen gebannt. Theseus wurde sp├Ąter von Herakles aus dem Hades befreit. Sein Freund Peirithoos musste aber f├╝r immer dort bleiben. In der Zeit ihrer Gefangenschaft forderten Br├╝der Helenas um ihre Befreiung. Nach einer Schlacht mit den B├╝rgern um Athen zogen Kastor und Polydeukes mit ihrer Schwester nach Hause. Nach diesem Ereignis herrschte unter den Athenern gro├če Besorgnis. Menestheus, der nach dem leeren Throne trachtete, ben├╝tzte dies, um das Volk gegen Theseus aufzuhetzen.

Des Helden Theseus Ende

Als Theseus den Hades wieder verlassen hatte besann er sich seiner Untaten und wollte Unruhen und Verwirrung seines Volkes wieder beseitigen. Dieses von Menestheus aufgestachelt erh├Ârte seine Worte nicht mehr. So beschlo├č Theseus, der damalige Held, seine Vaterstadt zu verlassen. Er zog auf die Insel Skyros wo er von Lykomedes freundlich aufgenommen wurde. Er wollte ihn aber beseitigen, da er seinen Gast f├╝rchtete. Der Herrscher der Insel warf Theseus von einer Felsklippe herab. Seinem Volk verk├╝ndete er, den Greis habe auf dem Berg ein Schwindel erfa├čt, sodass er abgest├╝rzt sei. Niemand der Athener trauerte um Theseus. Dort herrschte Menestheus, als ob er der rechtm├Ą├čige Erbe w├Ąre. Nach hunderten von Jahren verhalf Theseus Geist den Athenern bei einem Kampf mit den Persern zum Sieg. Man lie├č seine Gebeine suchen und ehrenvoll bestatten. Der Begr├╝nder der Freiheit kehrte so in seine Vaterstadt zur├╝ck und erhielt nach Jahrhunderten den Dank, den ihm seine Mitwelt so schn├Âde schuldig geblieben war.

├ľdipus


Geburt und Fluch

Das Orakel verk├╝ndete Laios, dem Sohn des K├Ânigs Kadmos, dass ihm seine Frau einen Sohn geb├Ąren wird, der seinen Vater t├Âten wird und die Mutter heiraten wird. Um das Ungl├╝ck zu verh├╝ten setzten die Eltern ihr Kind nch der Geburt aus. Laimos lie├č ihm die F├╝├če durchboren und zusammenbinden. Er wurde dem Hirten des K├Ânigs Polybos von Korinth ├╝bergeben. Dieser verband seine Wunden und nannte das Kn├Ąblein ├ľdipus, das Schwellfu├č bedeutete. Sp├Ąter wurde er vom K├Ânig und seiner Gattin Merope aufgezogen. Er glaubte, dass er der thebanische K├Ânigssohn sei. Bei einer Feier wurde ihm aus Hohn gesagt wer er wirklich sei. Sogleich befragte er das Orakel zu Delphi, das ihm verk├╝ndete, dass er seinen Vater t├Âten wird und die Mutter zur Frau nehmen wird. Jetzt beschlo├č der K├Ânigssohn nicht mehr zu seinen vemeintlichen Eltern zur├╝ckzukehren. Er schlug den weg nach B├Âotien ein. Auf dem begegnete er seinem richtigen Vater, der ihn mit barschen Worten aufforderte auf die Seite zu gehen. J├Ąhzornig wie er nun einmal war erschlug er den alten Greis, so hatte sich das Orakel zur H├Ąlfte erf├╝llt.

├ľdipus Gatte seiner Mutter

In Theben angekommen erfuhr er von der Trauer um seinen Vater, der angeblich von einem Unbekannten ermordet worden war. Er wu├čte ja nicht, dass der von ihm erschlagene der K├Ânig Laios war. Jetzt herrschte dort Jokastes Bruder. ├ľdipus Onkel also. Dieser versprach der B├╝rgschaft, wer das Ungeheuer vor den Stadttoren umbringe, erhalte K├Ânigreich und die Hand der verwitweten K├Ânigin. Sogleich machte sich ├ľdipus auf um das Ungeheuer zu erlegen. Und wirklich, er bekam seine Mutter zur Gattin und das K├Ânigreich. So hatte sich auch der zweite Schwur des Orakels erf├╝llt. Als sich eine entsetzliche Pest im Land ausbreitete, schickte ├ľdipus seinen Schwager Kreon um das Orakel zu befragen. Die Antwort dessen lautete, dass sich der M├Ârder des K├Ânigs im Land befinde und die Seuche nur dann ein Ende haben wird wenn der Frevler aus dem Lande geworfen werde. ├ľdipus, nichtsahnend dass er der Verursacher der Krankheit sei, veranlasste alles um den M├Ârder zu suchen.

Die Entdeckung

Der Seher Teiresias verk├╝ndete ├ľdipus, dass er der Gesuchte ist. Der M├Ârder verfluchte den ├ťberbringer dieser Botschaft. Auch seine Mutter und Gattin tat dasselbe, da sie meinte ihr Sohn sei immernoch dort wo sie ihn ausgesetzt haben. Jetzt fragte ├ľdipus seine Mutter wo das denn gewesen sei. Voller Entsetzen merkte er, dass es der Hohlweg war an den er sich erinnern konnte. Aber er redete sich die Untat immer wieder aus. Jetzt wurde ein Zeuge herbeigerufen, der ├ľdipus ├╝ber das bisher Geschehene aufkl├Ąrte. Jokaste rannte schreiend davon. ├ľdipus aber hielt sich f├╝r einen Sohn des Gl├╝cks.

├ľdipus und Jokaste in Verzweiflung

Nach einer Gegen├╝berstellung mit einem neuen Zeugen der ├ťbeltat erkannte ├ľdipus, dass er den Vater umgebracht habe und mit seiner Mutter verheiratet ist. Er wollte seine Mutter t├Âten, doch sie hatte das zuvor schon getan. Er ├╝bergab Kreon wieder die K├Ânigsstelle, da er in die Berge gehen wollte, wo er ausgesetzt wurde, und sterben wollte.

Verbannung und Tod

Der neue K├Ânig ├╝berredete seinen Schwager in der Heimat zu bleiben. Seine beiden S├Âhne stellten sich gegen ihren Vater, den M├Ârder. Nur seine T├Âchter erbarmten sich ihm, als er aus dem K├Ânigspalast geworfen wurde. Seine ├Ąltere Antigone genannt ging mit ihm in die Verbannung und versorgte ihn. Das Orakel verk├╝ndete ├ľdipus, dass er von den Racheg├Âttinnen erl├Â├čt werde. Als er am Ziel war, n├Ąmlich beim Haine der Eumeniden kam seine j├╝ngere Tochter angeritten und verk├╝ndete ihrem Vater, dass seine beiden S├Âhne Kreon entthront haben und nun abwechselnd herrschen. Der j├╝ngere Sohn hetzte das Volk jedoch gegen seinen ├Ąlteren Bruder auf und vertrieb ihn mit Waffengewalt. Jetzt verk├╝ndete das Orakel, dass der Sohn siegen werde und den Thron bek├Ąme, an dessen Seite sich der Vater stelle. ├ľdipus wollte sich auf keine Seite stellen. Er bakam von Theseus das Angebot in Athen zu verweilen. Doch ├ľdipus wollte in Kolonos bleiben. Kreon lie├č seine beiden T├Âchter wegbringen und wollte ├ľdipus ergreifen. Da schaltete sich Theseus abermals ein und kam ├ľdipus und seinen beiden T├Âchtern zu Hilfe. Jetzt erkannte er, dass sein Ende gekommen war. Er verabschiedete sich von allen und schritt dann der Unterwelt zu.

Herakles

Seine Jugend

Herakles ist der Sohn des Zeus und der Alkmene, die den K├Ânig Amphitryon von Theben zum Gatten hat. Hera, die Gattin Zeus, ha├čt ihre Nebenbuhlerin, Alkmene und ebenso Herakles. Sie schickte zwei Riesenschlagen in die Wiege des Herakles. Diese erw├╝rgte er mit blo├čen H├Ąnden. Vom Seher Teiresias wurde ihm eine heldenhafte Zukunft gesehen.

Herakles am Scheideweg

Herakles stand am Scheideweg seines Lebens. Auf der einen Stra├če kam ihm die Gl├╝ckseligkeit entgegen. Sie versprach ihm Ruhe, Frieden und Spa├č, ohne einen Finger zu kr├╝mmen. Auf der anderen Stra├če kam die Tugend. Sie sagte zu ihm: "Durch harte Arbeit und Flei├č wirst du zu ewigem Ruhm gelangen". Herakles entschied sich f├╝r den letzteren Weg.

Herakles und die Minyer

Herakles, der einen entsetzlichen L├Âwen erlegte, begegneten Herolde des Minyer - K├Ânigs, die von den Thebanern Tribune verlangten. Er vest├╝mmelte die Herolde, worauf der K├Ânig die Auslieferung Herakles verlangte. Dieser stellte ein Heer auf und k├Ąmpfte gegen die Minyer. Der Minyer - K├Ânig fiel, aber auch Herakles Stiefvater Amphitryon. Ganz Griechenland und sogar die G├Âtter bewunderten Herakles. Kreon gab ihm seine Tochter Megara zur Frau.Sie schenkte ihm drei S├Âhne. Auch die G├Âtter beschenkten ihn. Hermes mit einem Schwert, Apollon mit Pfeilen, Hephaistos mit einem goldenen K├Âcher und Athene mit einem herrlichen Waffenrock.

Der Kampf mit dem Giganten

Die Erdg├Âttin Gaia forderte ihre S├Âhne, die Giganten auf, Zeus vom K├Ânigsthron zu st├╝rzen, weil er die Titanen, die ├Ąlteren S├Âhne von Gaia versto├čen hatte. Die Giganten drangen bis zum Olymp vor. Die G├Âtter konnten sie nur mit Hilfe eines Sterblichen besiegen, so riefen sie Herakles um Hilfe. Die G├Âtter siegten. F├╝r seine Hilfe durfte sich Herakles einen Olympier nennen, wie alle G├Âtter, die am Kampfe teilgenommen hatten.

Herakles und Eurystheus

Zeus w├╝nschte sich, dass der erstgeborne Perseusenkel ├╝ber alle Nachkommen des Perseus herrschen sollte. Er dachte, es w├╝rde Herakles sein, doch Hera lie├č Eurysteus eher zur Welt kommen. Also war Herakles Eurysteus unterstellt. Die G├Âtter verlangten von Herakles, dass er zehn Arbeiten, die ihm Eurysteus auftrug, ausf├╝hrt, dann ist er den G├Âttern gleich. Herakles viel in eine tiefe Schwermut und im Wahnsinn brachte er seine Frau Megara und seine drei S├Âhne um, da er glaubte, sie w├Ąren Giganten. Als sein Verstand klar wurde, trauerte er und beschlo├č die zehn Arbeiten zu verrichten.

Die ersten drei Arbeiten

Als erste Arbeit musste er das Fell des nemeischen L├Âwen herbeibringen. Der L├Âwe war durch menschliche Waffen nicht verwundbar. Als Herakles den L├Âwen sah, versuchte er ihn mit mit Pfeilen zu erlegen, doch diese plahlten ab. So nahm Herakles eine Keule und schlug ihm ins Genick. Der L├Âwe fiel zu Boden und Herakles erw├╝rgte ihn mit blo├čen H├Ąnden. Er zog dem Tier das Fell ab mit seinen eigenen Klauen. Als zweite Arbeit musste Herakles die ungeheure Wasserschlange Hydra, sie besa├č neun H├Ąupter, wovon eines unsterblich war, erlegen. Hydra lebte zu Argolis im Sumpfe von Lena. Herakles ging unerschrocken auf sie zu und schlug ihr einen Kopf ab. Doch an dieser Stelle wuchsen sofort zwei neue K├Âpfe. Er z├╝ndete eine Fackel und brannte ihr die R├╝mpfe ab so konnte ihr nichts mehr nachwachsen. Als er auch den unsterblichen Kopf abgeschlagen hatte, vergrub er ihn. Seine Pfeile tauchte er ins Giftblut der Schlange, die Pfeile schlugen von nun an unheilbare Wunden. Die dritte Arbeit beanspruchte weniger Heldenmut, wohl aber mehr Geduld. Er musste die Hirschkuh Kerypitis lebendig fangen. Sie war ein herrliches Tier, hatte ein goldenes Geweih und eherne F├╝├če. Sie weidete auf dem heiligen H├╝gel Arkadien. Er jagte es ein Jahr bis er es endlich ersp├Ąhte und mit einem Schu├č l├Ąhmte. Auf seinen Schultern trug er es nach Mykene.

Drei weitere Arbeiten des Herakles

Seine vierte Arbeit war es, den erymanthischen Eber, der die Gegend des Berges Erymanthor verw├╝stete, lebendig nach Mykene zu bringen. Unterwegs kehrte Herakles bei den Kentauren Pholos ein. Er setzte ihm Wein und Fleisch vor, der Wein geh├Ârte allerdings allen Kentauren gemeinsam. Vom Duft des Weines angelockt, kamen sie, doch Herakles ├╝berw├Ąltigte sie alle. Die Kentauren fl├╝chteten in das Haus des Chiron, ein Freund des Herakles. Dort t├Âtete Herakles alle Kentauren mit seinen Pfeilen. Ein Pfeil aber traf auch Chiron. Herakles begrub seinen Freund und kehrte zu Pholos zur├╝ck. auch dieser war tot. Er zog weiter, erlegte das Tier, band es an den Beinen zusammen und brachte es nach Mykene. Die f├╝nfte Arbeit war eines Helden unw├╝rdig. Herakles musste den Viehhof des K├Ânigs Augeias von Elis in einem Tag ausmisten. K├Ânig Augeias versprach ihm ein Zehntel seiner Herde als Lohn, wenn er es schaffe. Herakles leitete zwei Fl├╝sse durch einen Graben in den Hof und diese sp├╝lten den Dreck weg. Als der K├Ânig erfuhr, dass Herakles die Arbeit von Eurystheus aufgetragen bekam, versagte er ihm den Lohn und jagte ihn aus dem Land. Eurystheus erkannte die Arbeit nicht an, weil Herakles einen Lohn verlangte. Er schickte ihn trotzdem zur sechsten Arbeit. Er musste die sympatischen Raubv├Âgel verjagen, die im See Stymphalos hausten und Menschen und Tier ├╝berfielen. Sie konnten die Federn wie Pfeile abschlie├čen und ihre Schn├Ąbel durchschlugen selbst eiserne Panzer. Herakles bekam von Athena zwei gro├če Klappern, mit denen er die V├Âgel aufscheuchte, von denen er viele erscho├č, andere jedoch flogen davon und kamen nie wieder.

Die siebente bis zehnte Arbeit des Herakles

K├Ânig Minos von Kreta versprach dem Gott Posseidon als Opfer das Tier, dass zuerst aus dem Meer kommen w├╝rde. Dies war ein prachtvoller Stier, dieser gefiel Minos so gut, dass er dem Gott ein anderes opferte. Darauf wurde der Stier wild und verw├╝stete alles. Herakles siebente Aufgabe war es, diesen Stier zu b├Ąndigen. K├Ânig Minos half Herakles den Stier zu fangen und ihn zu b├Ąndigen. Die achte Arbeit war die wilden R├Âsser des K├Ânigs Diomedes von Thralien nach Mykene zu bringen. Die R├Âsser waren sehr wild und stark und fra├čen nur Menschenfleisch Als Herakles bei Diomedes ankam, warf er ihn den Pferden vor. Diese wurden pl├Âtzlich zahm. Herakles brachte sie zu Eurystheus. Dieser weihte sie der G├Âttin Hera. Als neunte Arbeit musste Herakles das Wehrgeh├Ąnge der Amazonenk├Ânigin Hyppolyte bringen. Die Amazonen waren ein mutiges Weibervolk. Sie waren von der Gestalt des Helden so beeindruckt, dass sie ihm das Wehrgeh├Ąnge versprachen. Doch Hera verbreitete das Ger├╝cht, dass Herakles die K├Ânigin entf├╝hren will. Die Amazogen griffen das Lager Herakles an. Dieser schlug sie. Er brachte den G├╝rtel nach Mykene. Die zehnte Arbeit war, die Rinder des Riesen Geryones herbeizuschaffen. Geryones war riesengro├č, hatte drei Leiber, drei K├Âpfe, sechs Arme und sechs F├╝├če. Herakles machte sich auf den Weg zur Insel Irytheila. Auf dem Weg dorthin auf der Insel Libyon rang er mit dem Riesen Antalos, erdrosselte ihn und reinigte die Insel von Raubtieren. In Iberien k├Ąmpfte er mit den S├Âhnen des K├Ânigs Chrysaor und eroberte das Land. Auf der Insel Eritheia t├Âtete er den Hirten und trieb die Rinder zusammen. Der dreileibige Geryones stellte sich zum Kampf und Hera kam und stand dem Riesen bei. Herakles scho├č einen Pfeil in ihre Brust, sodass sie schwerverletzt fliehen musste. Den Riesen traf ein giftiger Pfeil in der Magengrube, wo seine drei Leiber zusammenliefen. Er sank tot zu Boden. Herakles trieb die Rinder nach Mykene.

Die beiden letzten Arbeiten

Da Eurysteus neidisch auf die Kraft und den Mut von Herakles war, vor dem er Angst hatte, wollte er ihn t├Âten. Er lie├č zwei seiner Arbeiten nicht gelten. N├Ąmlich die S├Ąuberung des Augeiasstalles und die T├Âtung der Hydra. Als erstes sollte er drei ├äpfel der Hesperiden, welche die Fr├╝chte der ewigen Jugend und Unsterblichkeit waren herbeibringen. Die Fr├╝chte wurden von vier jungfr├Ąulichen Hesperiden und einem 100 - k├Âpfigen Drachen bewacht. Da nur Prometheus genau wu├čte, wo sich der Garten mit den ├äpfeln befand, befreite Herakles ihn vom Felsen. Als Dank erz├Ąhlte ihm der Freigelassene den Weg dorthin. Herakles ging zu Atlas, der das Himmelsgew├Âlbe trug und bat ihn die drei ├äpfel zu holen, w├Ąhrenddessen Herakles das Himmelsgew├Âlbe trug. Atlas brachte Herakles die drei ├äpfel. Dieser wiederum ├╝bergab sie Eurystheus. Dieser schenkte sie ihm aus Wut, weil er ihn nicht beseitigen konnte. Die letzte Arbeit von Herakles war, dass er den H├Âllenhund Kerberos, welcher drei K├Âpfe hatte, einen gr├Ą├člichen Rachen mit zwei giftigen Geifern und dessen Haupt - und R├╝ckenhaare Schlangen waren, heraufbringen sollte. In der Unterwelt angekommen, befreite Herakles seinen Freund Theseus. Herakles zog weiter zu Pluton, durchbohrte ihn mit einem Pfeil, sodass dieser ihm erlaubte, Kerberos zu nehmen, wenn er ihn ohne Waffengewalt b├Ąndigen k├Ânnte. Herakles tat dies, und legte das Tier in Ketten. So brachte er ihn zu Eurystheus, der sich vor Angst in einem Fa├č versteckte und dem Helden befahl, das Tier zur├╝ckzubringen, was er auch tat.

Herakles bei Admentos

Die Schicksalsg├Âttin bestimmt, dass K├Ânig Admentos eines fr├╝hen Todes sterben sollte. Apollon, sein Schutzgott, verl├Ąngert sein Leben, jedoch m├╝sste ein anderer f├╝r ihn einspringen und fr├╝h sterben. Da meldet sich die K├Ânigin freiwillig. Sie schm├╝ckt sich f├╝r den Todesgott und sinkt entseelt zu Boden. Als Herakles das Schicksal der K├Ânigin Alkestis erfuhr, beschlo├č er, sie dem Todesgott zu entrei├čen. Nach getaner Arbeit zieht Herakles weiter.

Herakles im Dienste der Omphale

Herakles hielt eines Tages um die Hand der Iole an. Ihr Vater wollte sie nur hergeben, wenn der Freier ihn im Bogenschie├čen besiege. Nach gewonnener Tat, bekommt Herakles die Jungfrau dennoch nicht. Aus Rache st├Â├čt Herakles Iolas Bruder Iphistos von einem Felsen. Ein Orakelspruch sagte, dass Herakles nach drei Jahren Sklavenarbeit wieder frei von S├╝nde w├Ąre. So stellt er sich am Sklavenmarkt der K├Ânigin von Lydien. Als diese erfuhr wer ihr Sklave wirklich war, heiratete sie ihn. In dieser Ehe musste Herakles jedoch nur Frauenarbeit verrichten und er wurde von seiner eigenen Gattin nur verspottet. Nach den vorrausgesagten drei Jahren wirft er seine Frauenkleider ab, verl├Ąsst Omphale und zieht weiter.

Sp├Ątere Heldentaten des Herakles

Herakles wollte K├Ânig Laomedon einst bestrafen, da dieser ihm die Arespferde versprochen hatte, sein Wort jedoch nicht gehalten hatte. Mit anderen Helden zieht er gegen Laomedon und t├Âtete ihn und seine drei S├Âhne. Dasselbe tat er mit K├Ânig Augeias, der ihm einst ein zehntel seiner Viehschaft ├╝bergeben wollte. Auch er hatte sein Versprechen nicht gehalten. Phyleus ├╝bergibt er das K├Ânigreich des Vaters. Zu Ehren Zeus gr├╝ndete er die Olympischen Spiele.

Herakles und Deianeira

Herakles wollte um die sch├Âne Deianeira k├Ąmpfen. Um sie zu bekommen musste er aber mit dem Flu├čgott Acheloos ringen. Nat├╝rlich gewann der Held den Kampf und bekam Deianeira zur Frau.

Herakles und Nessos

Auf einer Reise mit seiner Gemahlin, musste Herakles den Flu├č Euenos durchquere.Nessos tr├Ągt dort Wandere durch den Flu├č. So auch das junge Paar Deianeira und Herakles. Auf dem feuchten Weg auf das andere Ufer wollte Nessos Deianeira einen Ku├č rauben. Dadurch wurde er von Herakles mit einem seiner Giftpfeile get├Âtet. Vor seinem Tod trug er Deianeira auf etwas von seinem Blut aufzuheben. Sollte ihr Gatte einmal untreu werden, sollte sie es auf sein Gewand streichen. Voll Glaube zu ihm tat sie das und merkte nicht, dass sie ├╝berlistet wurde.

Herakles, Iole und Deianeira - Sein Ende

Eines Tages unternahm Herakles einen Feldzug gegen Eurytos, der ihm seine Tochter versagt hatte. Alle wurden von ihm get├Âtet, nur Iole nicht. Als Sklavin nimmt er sie mit nach Hause. Deshalb wurde Deianeira eifers├╝chtig und dachte an die Worte des Kentauren Nessos. Sie tat das, was ihr von ihm befohlen wurde. Zu sp├Ąt erkennt sie die falsche Tat. Herakles wurde schwer verwundet und w├╝nschte sich nichts sehnlicher als den Tod. Das Orakel von Delphi tr├Ągt Herakles auf, dass er sich zum Gipfel des Berges ├ľta begeben sollte. Dort wurde er verbrannt und in einer Wolke von den G├Âttern zum Olymp getragen. Er bekam Hebe zur Gemahlin, die ihm unsterbliche Kinder schenkte.


Der trojanische Krieg


Troja und das Urteil des Paris

Zu K├Ânig Teukros kam eines Tages der F├╝rster Dardanos und bat ihn um Aufnahme. Teukros schenkte ihm ein St├╝ck fruchtbares Land und gab ihm seine Tochter zur Gemahlin. Dardanos gr├╝ndete eine Stadt, die nach seinem Enkel Tros, Troja genannt wurde. Dessen ├Ąltester Sohn Ilos baute dort, wo sich, vom Orakel vorraus gesagt eine Kuh niederlegte, eine Burg, die Ilion, Ilios oder Pergamos genannt wird. Ilios Enkel Priamos war der Gatte der Hekabe und der Vater des gro├čen Enkel Hektors. Hakebe tr├Ąumte vor der Geburt ihres zweiten Kindes, dass sie eine brennende Fackel zur Welt bringen werde, was bedeutete, dass ihr Sohn Troja ins Verderben st├╝rzen w├╝rde. Deshalb setzte sie den Sohn aus. Eine Sklavin fand ihn und zog ihn auf. Sie nannte das Kind Paris. Als Paris ein kr├Ąftiger und sch├Âner J├╝ngling war, feierte der K├Ânig Peleus von Pessalien ein Fest zu dem alle G├Âtter eingeladen waren, au├čer der Zwietrachtsg├Âttin Eris, die aus Rache einen Apfel mit der Inschrift "Der Sch├Ânsten" unter die G├Ąste warf. Da sich alle G├Âttinnen f├╝r die sch├Ânste hielten, begann sogleich ein wortreicher Streit, besonders zwischen Hera, Athena und Aphrodite. Zeus bestimmte, Paris solle entscheiden, wer die Sch├Ânste sei. Hera versprach dem J├╝ngling die K├Ânigswurde ├╝ber das sch├Ânste und gr├Â├čte Land, wenn er sie w├Ąhle. Athena h├Âchste Weisheit und Mannestugend, und Aphrodite versprach ihm Helena, die sch├Ânste aller Frauen zur Gemahlin. Paris, von Aphrodites Sch├Ânheit und Anmut entz├╝ckt, gestand ihr den Apfel zu. Somit zog er sich den Zorn der anderen G├Âttinnen auf sich, die schworen, sich am trojanischen Volk zu r├Ąchen.

Der Raub der Helena

Herakles hatte den Vater des Priamos, den gewaltt├Ątigen K├Ânig Laomedon, get├Âtet und dessen Tochter Hesione verschleppt und sie seinem Freund Telamon von Salamis geschenkt. Paris erkl├Ąrte sich auf Wunsch seines Vaters bereit, sie zur├╝ckzuholen. Trotz der Warnung des Sehers Helenos, dass dies den Untergang Trojas bedeutete, stach Paris in See und opferte auf der Insel Kyzhera seiner Schutzg├Âttin Aphrodite. Aus Neugierde fuhr auch Helena, in Abwesenheit ihrers Gatten Menelaos dorthin, um die Trojaner zu sehen. Paris gefiel ihr, doch sie reiste zur├╝ck, um ihren Gatten nicht zu betr├╝gen. Paris, der sich in sie verliebt hatte, fuhr ihr nach und warb solange um sie, bis sie ihm fast freiwillig folgte, als er sie entf├╝hrte, und sie erlaubte ihm, Sch├Ątze ihres Mannes mitzunehmen.

Aufruf des K├Ânigs Menelaos zum Rachefeldzug

Ganz Griechenland war ├╝ber Paris emp├Ârt und Minealos und sein Bruder Agamemnon forderten alle griechischen F├╝rsten zum Rachefeldzug gegen Troja auf. Nur zwei Helden wollten nicht mitkommen. Der eine war Odysseus, auf dessen St├Ąrke und Klugheit man nicht verzichten wollte. Doch als man ihn holen wollte, stellte er sich wahnsinnig, pfl├╝gte den Boden und s├Ąte Salz in die Furchen. Doch Palamedes, ein Begleiter des Menelaos, durchschaute die List und legte Odysseus Sohn, Telemachos vor den Pflug. Als Osysseus geschickt auswich, erkannte man, dass er nicht verr├╝ckt sei und ├╝berredete ihn doch am Feldzug mitzumachen. Der andere war Achilleus, ohne den man einen Untergang der Griechen voraussagte. Doch seine Mutter, die Merg├Âttin Thetis, wu├čte, dass ihr sohn bei Troja sterben w├╝rde und schickte ihn als M├Ądchen verkleidet auf die Insel Skyros. Doch der Seeherr Kalchas erkannte, wo er ist und Odysseus sollte ihn holen. Auf Skyros f├╝hrte ihn der K├Ânig Lykomedes seine T├Âchter vor, unter denen sich auch Achilleus befand, den man jedoch nicht erkannte. Als Kaufm├Ąnner verkleidet, breiteten sie vor den M├Ądchen Schmuck und Waffen auf. Als der schlaue Osysseus vor dem Schlo├č die Kriegstrompeten blasen lie├č, rannten alle M├Ądchen aus furcht weg, nur als Achilleus griff nach den Waffen. So wurde er erkannt und er erkl├Ąrte sich bereit, auch am Feldzug teilzunehmen.

Ausfahrt der griechischen Flotte

Helden aus allen Teilen Griechenlands str├Âmten in die Hafenstadt Aulis. Unter ihnen der gro├če und der kleine Aias, Dyomedes, der K├Ânig von Argos, der greise Nestor und viele andere. Agamemnon wurde zum obersten Heerf├╝hrer ernannt. Es kam eine gro├če Windstille auf, die daher kam, dass die G├Âttin Artemis entz├╝rnt sei, weil Agamemnon eine ihr geweihte Hirschkuh erlegt hatte. Um sie zu vers├Âhnen, sollte Agamemnon ihr seine Tochter Iphigenia opfern. Zuerst str├Ąubte er sich, lie├č sich dann doch ├╝berreden, sie unter den Vorwand, sie sollte Achilleus heiraten holen zu lassen. Schon in Aulis angekommen, erfuhren sie und ihre Mutter Klytaimnestra, dass sie get├Âtet werden sollte. Die Mutter weigerte sich, das M├Ądchen opfern zu lassen. Doch Iphigenia sah ein, dass es notwendig sei, und erkl├Ąrte, sie gebe ihr Leben freiwillig hin, um die Ehre Griechenlands zu retten. Wenn Troja zerst├Ârt werden w├╝rde, sollte dies ihr Denkmal und Hochzeitsgeschenk sein. Als die Jungfrau einen Felsen hinabgest├╝rzt werden sollte, zeigte Artemis Mitleid mit ihr, h├╝llte sie in eine Wolke, entf├╝hrte sie nach Tauris, wo sie Priesterin der Artemis wurde. Nun konnten die Helden in See stechen. Nur Klytaimnestra sann auf Rache gegen ihren Mann.

Die Griechen vor Troja

Paris war inzwischen mit Helena in Troja eingetroffen. Doch das Volk war mit der Entf├╝hrung nicht einverstanden. Es f├╝rchtete die Rache der Griechen. Doch Helena gewann durch ihre Sch├Ânheit bald die Herzen der Trojaner, die versprachen, sie zu sch├╝tzen. Bald h├Ârte man, dass eine m├Ąchtige griechische Flotte heranziehe und nach anf├Ąnglicher Furcht r├╝stete man sich, optimistisch zum Kampf. Hektor wurde zum Heerf├╝hrer bestimmt, ihm zur Seite stand der weise und tapfere Aineas. Als die griechische Flotte angekommen war, baute sie rasch ihr Lager auf. Man erwartete eine lange Belagerungszeit, aber mit zehn Jahren hatte niemand gerechnet. Zwischen dem Lager und der Stadt Troja breitete sich die skamandrische Wiese und die trojische Ebene aus, die sich gut als Kampfplatz eignete.

Beginn des Kampfes

Die Griechen waren noch nicht mit dem Aufbau ihres Lagers fertig, als die Trojaner ├╝ber sie herfielen. Wo Hektor k├Ąmpfte, mussten die Griechen weichen, doch Achilleus und an seiner Seite Aias dr├Ąngten die Trojaner zur├╝ck. Achilleus t├Âtete in dieser ersten Schlacht zwei der f├╝nfzig S├Âhne des Priamos. Die Griechen machten sich nach Abwehr des Angriffes wieder an die Befestigung ihres Lagers, doch w├Ąhrend der Totenfeier f├╝r die Gefallenen fiel der K├Ânig Kybnos von Kolonai, ein Freund der Trojaner ├╝ber sie her. Achilleus versuchte lange Zeit vergebens, den K├Ânig zu t├Âten, doch als er es endlich schaffte, flohen die Kolonaier. Die Griechen verfolgten sie und nahmen etliche St├Ądte ein. Auf diesem Feldzug raubte Achilleus dem Apollonpriester Chyres, seine Tochter Chryseis, die er Agamemnon als Sklavin gab und f├╝r sich nahm er sich die sch├Âne Briseis, die Tochter des K├Ânigs Brises. Obwohl sie nun schon neun Jahre vor Troja warteten, konnten sie die Trojaner immer noch nicht aushungern.

Der Zorn des Achilleus

Im zehnten Kriegsjahr erschien der Priester Chryses mit L├Âsegeld bei den Griechen, um seine Tochter zur├╝ckzufordern. Doch obwohl in das ganze Heer dr├Ąngte, wollten sie Chryseis nicht freigeben. Apollon strafte die Griechen daf├╝r, indem er Pfeile ins Lager scho├č, die viele Griechen t├Âteten und indem er eine Seuche schickte. Doch trotzdem wollte Agamemnon Chryseis nur hergeben, wenn er f├╝r sie ein Ehrengeschenk bek├Ąme. Achilleus war diese Habgier nicht recht, dennoch bot er ihm bei der Eroberung Trojas die dreifache Beute. Doch das war Agamemnon nicht genug. Achilleus beschimpfte ihn deswegen, besann sich dann aber doch und gab Agamemnon, als er es verlangte, seine Sklavin Briseis. Doch Achilleus schwor nicht mehr gegen Troja zu k├Ąmpfen, egal was passiere. Briseis ging nur widerwillig zu Agamemnon, denn sie hatte ihren Herrn liebgewonnen. Als dieser Chryeis zu ihren Vater schickte, h├Ârte die Seuche auf. Achilleus beklagte sich bei seiner Mutter Thetis, und sie und Zeus schickten viel Unheil ├╝ber Agamemnons Krieger.

Der Zweikampf zwischen Paris und Menelaos

Zeus gab aus Rache Agamemnon den falschen Rat, Troja zu st├╝rmen, doch dieser wollte zuerst die Kampfesstimmung seiner Krieger pr├╝fen. Er k├╝ndigte an, dass das Heer nach Griechenland zr├╝ckkehren sollte. Dieser Vorschlag wurde widererwarten begr├╝├čt. Alle Helden st├╝rmten zu den Schiffen. Odysseus konnte sie jedoch dazu bewegen zu bleiben, indem er sie erinnerte, dass das Orakel vorausgesagt hatte, dass sie im zehnten Jahr Troja einnehmen werden. So zogen sie in die Schlacht, allen voran Agamemnon. Auch die Trojaner r├╝ckten an und Paris trat aus ihren Reihen hervor und forderte prahlerisch den tapfersten Trojaner zum Kampf heraus. Als Menelaos den R├Ąuber seiner Gattin erblickte, wollte er gegen ihn k├Ąpfen. Als Paris seinen Gegener erblickte, wurde er bleich und wollte umkehren. Als ihm sein Bruder Hektor vorhielt, er sei kein Held, erkl├Ąrte er sich bereit, doch zu k├Ąmpfen. Der sieger sollte Helena als Preis erhalten. Bald stellte sich heraus, dass Menelaos der bessere Krieger war und er h├Ątte Paris beinahme get├Âtet, h├Ątte seine Schutzg├Âttin Aphrodite ihn nicht in eine Wolke geh├╝llt und zur├╝ck nach Troja gebracht. Von beiden Seiten wurde Menelaos als Sieger anerkannt. Zeus und Hera hatten den Untergang Troja beschlossen. Deshalb wurde Athena ausgesandt einen Pfeil auf Menelaos abzufeuern und so den Zorn der Griechen zu sch├╝ren. Der Held wurde nur leicht verletzt, weil die G├Âttin den Pfeil ablenkte. Als es zu einer Schlacht kam, wurden viele der Helden von beiden Seiten get├Âtet.

Der rasende Diomedes

Auch G├Âtter nahmen an diesen Kampf teil. Ares und Aphrodite halfen den Trojanern, w├Ąhrend Athene den Griechen beistand. Sie lie├č Doimedes wahre Heldentaten verrichten. Dieser t├Âtete den trojanischen Bogensch├╝tzen Pandaros. Als Aineias dessen Leib sch├╝tzen wollte, hatte Diomedes auch ihn get├Âtet, h├Ątte Aineis Mutter nicht ihren Sohn in einer Wolke nach Troja zur├╝ckgebracht. Das brachte ihr den Zorn des Diomedes ein und er scho├č ihr einen Speer in die Handwurzel. Als Ares seine Waffe gegen Diomedes erhob, lenkte Athena den Speer ihres Sch├╝tzlings in die H├╝fte des Kriefsgottes. Nun hatten die Trojaner keinen Gott mehr, der ihnen beistand, denn Ares und Aphrodite sind auf dem Olymp zum Arzt der G├Âtter gefl├╝chtet. Jetzt waren die Griechen das eindeutig st├Ąrkere Heer und viele trojanische Helden fielen in der Schlacht. Helenos bat seinen Bruder Hektor, Athena zu opfern, sie aber blieb feindlich gesinnt. Paris hatte sich an dieser Schlacht nicht beteiligt, und sa├č bei den Frauen. Als Hektor ihn dort fand, rief er ihm zu, ob er sich nicht sch├Ąme, hier unt├Ątig zu sein, w├Ąhrend das Volk sein Blut f├╝r ihn vergie├če. Dies veranlasste Paris zu versprechen, wieder in den Kampf zu ziehen.

Hektor und Aias im Zweikampf

Haktor verabschiedete sich von seiner Gemahlin Andromache und seinen kleinen Sohn, denn er wurde von b├Âsen Todesahnungen gequ├Ąlt. Dann zog er aus der Stadt hinaus um den tapfersten der Griechen zu einem Zweikampf herauszufordern. Zuerst wollte sich niemand dem Helden gegen├╝berstellen und als sich schlie├člich Menelaos melden wollte, hielt ihn Agamemnon zur├╝ck, da er um das Leben seines Bruders f├╝rchtete. Als Nestor den Griechen an die Heldentaten ihrer V├Ąter erinnerte, erkl├Ąrten sich gleich mehrere bereit, gegen den gef├╝rchteten Helden zu k├Ąmpfen. Das Los entschied f├╝r den gro├čen Aias. Der Kampf war ausgeglichen doch die Nacht machte ihm ein Ende. Die beiden K├Ąmpfer beschenkten sich und zogen zu ihren Gef├Ąhrten zur├╝ck. F├╝r den n├Ąchsten Tag vereinbarten die beiden Parteien Waffenstillstand um die Leichen begraben zu k├Ânnen.

Sieg der Trojaner

Zeus verbot den G├Âttern und G├Âttinnen sich in die Schlacht einzumischen und er selbst schaute den Kampf zu. Er legte zwei Todeslose auf die goldene Waage, die zugunsten der Trojaner war. Nun wollte er die Beleidigung des Achilleus r├Ąchen. Die Griechen waren das schlechtere Heer, den Zeus stand den Trojanern bei. Bei den Schiffen angelangt. wollte Hektor diese erobern, doch Agamemnon tat von Hera angefeuert alles, um ihn daran zu hindern. Zeus ermutigte die Trojaner wieder. Nun wollten die G├Âtter wieder in den Kampf eingreifen. Zeus untersagte es ihnen, bis der z├╝rnende Achilleus sich nicht in seinem Zelt erhebe, denn so wolle es das Schicksal. Die Nacht machte den K├Ąmpfen ein Ende. Die Trojaner zogen nicht in die Stadt zur├╝ck, sondern ├╝bernachteten auf der Wiese, um am n├Ąchsten Morgen gleich wieder angreifen zu k├Ânnen. Die Griechen waren nicht mehr zuversichtlich und Agamemnon wollte sogar das Heer nach hause segeln lassen, weil Zeus sie verlassen hatte. Diomedes widersprach und alle stimmten ihm bei. Agamemnon erkl├Ąrte sich bereit, Achilleus Geschenke zu machen um ihn zu vers├Âhnen, damit er wieder unter ihnen k├Ąmpfe. .Achilleus blieb hart und verweigerte sogar seine Hilfe, als er ihn Briseis anbot. Am n├Ąchsten Morgen r├╝steten sich beide Seiten wieder zum Kampf. Agamemnon t├Âtete zwei S├Âhne des Priamos und auf anraten des Zeus zog sich Hektor zur├╝ck um zu warten, bis Agamemnon verwundet ist. Dies geschah durch Koos, der daf├╝r sein Leben lassen musste. Auch Diomedes und Odysseus wurden verwundet. Hektor und Aias t├Âteten jeweils viele gegnerische F├╝rsten, die sich einander auf Anraten Zeus mieden. Auch der Arzt der Griechen wurde verletzt, jedoch in Sicherheit gebracht, um den anderen zu helfen. Als Achilleus seinen Freund Partokles zu Nestor schickte, um sich zu erkundigen, wer aller verletzt sei, sagte dieser nur, dass es Achilleus nichts anginge, da er selbst nicht mitk├Ąmpfe und die anderen sterben lie├č. Partokles versuchte nochmals vergeblich Achilleus zum K├Ąmpfen zu ├╝berreden. Hektor st├╝rmte inzwischen mit seinen Leuten das Schiffslager der Griechen die mit allen Mitteln versuchten, ihre Schiffe zu sch├╝tzen. Unerkannt mischte sich nun der Meergott zugunsten der Griechen unter die K├Ąmpfenden. Auch Hera war dabei, nachdem sie Zeus mit List von Schlaf ├╝bermannt hatte. Hektor wurden von einen Stein getroffen und sank zu Boden, wurde jedoch von seinen Gef├Ąhrten in die Stadt gebracht, wo ihn Apollon mit himmlicher Speise wieder st├Ąrkte. Jetzt k├Ąmpfte man um die Schiffe und es entstand ein schreckliches Gemetzel indem noch viele den Tod fanden.

Tod des Patroklos

W├Ąhrend die Griechen auf ihren Schiffen k├Ąmpften, eilte Patroklos tr├Ąnen├╝berstr├Âmt zu Achilleus mit flehender Stimme stellte er dem Peliden die Not der Gef├Ąhrten vor, von denen die Besten verwundet oder tot waren. Patroklos flehte Achilleus an, dass er, wenn er nicht selbst k├Ąmpfen wolle, ihm wenigstens seine R├╝stung zur Verf├╝gung stellen sollte, damit Patroklos die Trojaner t├Ąuschen k├Ânnte. Weiter bat Patroklos, seinen Freund ihm die Myrmidonen zur Seite zu stellen. Diesen Bitten kam Achilleus nach heftigen ├ťberlegen nach. Sofort r├╝stete Patroklos von seinen Freund angetrieben sich zum Kampfe, und st├╝rmte mit den Kampfbereiten Myrmidonen gegen die Trojaner vor. Als diese den vermeindtlichen Achilleus sahen, ergriff sie gro├če Furcht und sie st├╝rzten verwirrt davon. Selbst Hektor konnte den Myrmidonen nicht widerstehen und lenkte seine Rosse davon, doch Patroklos verfolgte ihn st├╝rmisch, anstatt im Lager zu bleiben, wie Achilleus es ihm geraten hatte.Da ereilte Patroklos das Schicksal. Hektor wandte sich im Schutze des Apollons gegen ihn, stie├č Patroklos mit seiner Lanze nieder, raubte ihm Schild und Harnisch und t├Âtete ihn. Der h├Âhnende Sieger raubte auch noch die strahlende R├╝stung des Sterbenden. Es wurde noch lange um den Leichnam gek├Ąmpft, doch schlie├člich zogen ihn Menelaos und Aias an sich und Antilochus wurde ausgeschickt, um Achilleus den Tod seines Freundes zu melden.

Totenklage des Achilleus

Als der Pelide die Ungl├╝cksbotschaft h├Ârte, und den durchbohrten Leib seines Freundes sah, schwor er Rache an Hektor zu ├╝ben. Hektor sollte den Tod des Patroklos mit seinem Leben b├╝├čen. Thetis, die die Schmerzenschreie ihres Sohnes Achilleus ├╝ber den Tod seines Freundes vernahm, eilte herbei. Sie stimmte ihrem Sohn zu, dass Hektor den Tod b├╝├čen m├╝sse und versprach ihrem Sohn eine neue R├╝stung aus den H├Ąnden des Hephaistos. Der herrliche Leib des toten Helden wurde aufgebart und Achilleus gelobte den Toten nicht eher zu ruhen, als bis er ihn Hektors Haupt und Waffen als Totengabe dargebracht habe, und zw├Âlf der edelsten Trojas├Âhne geopfert habe.

Vers├Âhnung zwischen Achilleus und Agamemnon

Bald darauf brachte Thetis ihrem Sohn die versprochene R├╝stung, die sch├Ânste, die Hephaistos je geschaffen hatte. Achilleus begann sich sofort zu r├╝sten, trat kampflustig vor sein Zelt und alle Krieger, selbst die verwundeten eilten herbei, unter ihnen auch Agamemnon. Als sich der L├Ąrm der hoffnungsfrohen Krieger gelegt hatte, sprach Achilleus zu Agamemnon, dass sie das Vergangene doch vergessen sollten und reichte ihm die Hand zur Vers├Âhnung. Sie beschlossen gemeinsam gegen die Trojaner zu ziehen und sofort brach heftiger Jubel aus. Auch Agamemnon trug seinen Teil der Vers├Âhnung bei und gab Achilleus Briseis und andere Geschenke zur├╝ck. Nachdem sich die Griechen gest├Ąrkt hatten, begann die Sschlacht, an der auch die G├Âtter auf Anweisung des Zeus teilnehmen durften.

Achilleus im Kampf

Als Achilleus im Gew├╝hl Hektor suchte, ihn aber nicht fand, stellte sich ihm Aineias entgegen. Sofort zogen sich die G├Âtter zur├╝ck um den Zweikampf zu betrachten. Aineias warf seinen Speer, aber dieser durchschnitt nur zwei Schichten des gottgeschmideten Schildes. Achilleus Speer jedoch drang in den Gegner ein, dieser bekam Schutz von Poseidon. Als der Pelide unter anderen trojanischen Kriegern auch Hektors Bruder Pammon t├Âtete, st├╝rzte sich Hektor auf Achilleus, dessen Speer von Athena abgelenkt wurde. Aus Zorn jagte Achilleus alle die sich ihm entgegengestellt hatten in den Skamandrios, sprang ihnen hinterher und t├Âtete sie, sodass sich das Wasser des Flusses blutrot f├Ąrbte. Da ergrimmte der Flu├čgott und wollte Achilleus mit mannshohen Wellen t├Âten, doch Athena und Poseidon retteten ihn.

Hektors Tod und die Rache des Achilleus am Leichnam

Hoch in den L├╝ften tobte nun der Kampf der G├Âtter gegeneinander. Auch auf der skamandrischen Ebene w├╝tete der Kampf. Die ├╝berlebenden Trojaner fl├╝chteten in die Stadt, nur Hektor blieb trotzig und mutig stehen, w├Ąhrend sich das Stadttor hinter ihm schlo├č und wartete auf Achilleus. Herrlich und schrecklich war dessen Anblick mit der gl├Ąnzenden R├╝stung und dem Schwert aus Eschenholz. Hektor wollte davoneilen, doch es war zu sp├Ąt. Die Tore waren bereits geschlossen. Da fl├╝chtete Hektor und Achilleus lief ihm dreimal um die Mauern von Troja herum hinterher. Indes lie├č Achilleus Hektor am Bett des Patroklos niederlegen und es gab einen Leichenschmaus f├╝r seinen Freund. Achilleus selbst wollte nichts essen und trinken bis Patroklos Leichnam nicht verbrannt w├Ąre. Im Schlaf bat Patroklos, ihn im Traum seinen Leichnam zu verbrennen und sagte Achilleus seinen Tod vor Troja voraus. Schon am n├Ąchsten Tag wurde der Scheiterhaufen errichtet, Patroklos K├Ârper verbrannt und zw├Âlf trojanische J├╝nglinge und viele Opfertiere geopfert. Dann wurde die Asche des Toten eingesammelt und die goldene Urne in Achilleus Zelt aufgestellt. Hektor h├Ątte von Hunden zerfletscht werden sollen, doch Aphrodite hielt sie von ihm fern. Dann rief Achilleus zu Kampfspielen zu Ehren seines Freundes auf, beteiligte sich selbst aber nicht daran.

Mitleid des Achilleus mit Hektors Vater

Von Zeus bewogen, eilte Priamos trotz Widerspruch seiner Gattin Hekabe zu Achilleus, um ihm mit Geschenken den Leichnam abzukaufen und Hermes sch├╝tzte ihn dabei. Er bat Achilleus reiches L├Âsegeld an. Achilleus lie├č den Leichnam waschen, salben und bekleiden und auf den Wagen laden. Doch hermes sagte Priamos im Traum, dass er sich nicht aufhalten solle, sondern heimkehren, da, wenn die Griechen ihn entdeckten, f├╝r ihn hohes L├Âsegeld verlangen k├Ânnten. Als Priamos von Hekabe, Hektors Schwester Kasandra und seiner Gattin erwartet wurde, war das ganze Volk in tiefer Trauer um Hektor. Seine Leiche wurde verbrannt, die Asche in ein goldenes K├Ąstchen gef├╝llt, in der Erde vergraben und dar├╝ber ein gro├čer Grabh├╝gel aufgesch├╝ttet. Dann gab es ein k├Ânigliches Totenmahl im Palast. W├Ąhrend all dieser Arbeiten herrschte Waffenruhe wie Achilleus es versprochen hatte.

Tod des Achilleus und Totenfeier

Die Amazonenk├Ânigin Penthesileisa, die Tochter des Ares, die Priamos aufnahm, schwor die Griechen zu vernichten und Athena verst├Ąrkte sie durch ein Traumbild in diesem Wahn. Sie t├Âtete viele Griechen, wobei sie von Achilleus get├Âtet wurde. Ihre Leiche wurde Priamos ausgeliefert, verbrannt und ihre Asche bestattet. Doch die Trojaner erhielten erneut Hilfe. Diesmal von dem ├äthiopierk├Ânig Memnon. Als dieser in der Schlacht Nestors Sohn Antilochos, der seinen Vater sch├╝tzen wollte t├Âtete, rief Nestor Achilleus herbei. Es kam zu einem langen lange Zeit ausgeglichenen Kampf zwischen Achilleus und Memnon, dem zeus ein Ende bereitete, indem er Achilleus siegen lie├č. Dieser wurde von Apollon get├Âtet, als er die Torfl├╝gel Trojas aus den Angeln heben wollte um die Stadt zu st├╝rmen. Alle Griechen trauerten um den Tod des verlorenen Helden, besonders die Mutter des Toten, Thetis beklagte den Tod ihres Sohnes. Achilleus Leichnam wurde verbrannt, seine Asche in ein goldenes Gef├Ą├č gegeben und dar├╝ber ein Grabh├╝gel aufget├╝rmt. Der Besitz des Toten wurde Odysseus zugeschrieben, der sich darum mit Aias stritt. Dieser t├Âtete sich im Wahn selbst, da ihm dieser versagt blieb. Aber auf Anraten Odysseus wurde er ehrenvoll bestattet.

Tod des Paris

Nun kam Eurypylos von Mysien, den Trojanern zu Hilfe. Diese waren nun neu gest├Ąrkt, doch den Griechen fehlten ihre zwei gr├Â├čten Helden. Der Seher Kalchas riet ihnen den erwachsenen Sohn des Achilleus zu holen. Odysseus und Diomedes taten dies und ihm wurde die R├╝stung seines Vaters zugeschrieben. Neoptolemos verbrachte solche Heldentaten, dass die Griechen glaubten, Achilleus sei auferstanden. Er t├Âtete auch den K├Ânig von Mysien. Die Trojaner zogen sich zur├╝ck. Nun wollte Kalchas die Pfeile des Herakles zur Eroberung Trojas von Philoktetes holen. Mit einem von diesen Giftpfeilen wurde Paris get├Âtet.

Das h├Âlzerne Pferd

Im zehnten Jahr der Belagerung Trojas hatte Odysseus einen Einfall. Die Griechen sollten ein riesiges Pfers aus Holz zimmern und in dessen Bauch die besten Helden, darunter Odysseus, Menelaos, Diomedes, Philoktetes, Aias, der j├╝ngere und der Zimmermann Epeios verstecken. Das Lager sollte abgebrochen werden und die Schiffe scheinbar die Heimreise antreten. aber au├čerhalb der Sichtweite der Trojaner warten. Einer, n├Ąmlich der junge Sinon sollte sich als Verfolgter der Griechen ausgeben, der knapp dem Tod entronnen sei. Er soll den Trojaners sagen, dass das Pferd der Feindin der Trojaner Athena geweiht ist, aber den Trojanern Gl├╝ck bringen werde, wenn sie es in die Stadt bringen w├╝rden. Dann sollten die eingeschlossenen aus dem Bauch kriechen, den Schiffen ein Signal geben und dann w├╝rden die Griechen Troja zerst├Âren. Athena beauftragte Epeios mit den Bau des Pferdes. Als es in drei Tagen fertig war, wurde das Lager in Brand gestellt die Schiffe brachen auf und Odysseus Plan wurde befolgt. Die Trojaner staunten ├╝ber den Abzug der Griechen und ├Âffneten die Tore. Da bat Sinon um Schutz bei den Trojanern. Er h├Ątte auf Anraten des Odysseus den G├Âttern geopfert werden sollen, konnte aber fliehen. Er erz├Ąhlte Priamos die Geschichte mit dem Pferd und f├╝gte hinzu, dass die Griechen hoffen, dass die Trojaner das Pferd zerst├Âren und somit den Fluch der G├Âtter auf sich ziehen w├╝rden. Die Trojaner glaubten diese L├╝gen und sahen als Best├Ąrkung von Sinos Worten, dass der zweifelnde Priester Laokoon und seine zwei S├Âhne als sie am Strand den G├Âttern opfern wollten von zwei Meeresschlangen erw├╝rgt wurden. Dies sahen die Trojaner als Strafe f├╝r sein Zweifeln.

Das Ende Trojas

Schlie├člich wurde das Pferd in die Stadt gebracht. Vom Wein berauscht, fielen die Trojaner in einen tiefen Schlaf, worauf Sinon gewartet hatte. Er gab den Schiffen das vereinbarte Zeichen und klopfte auf den Bauch des Pferdes, damit die Helden herausk├Ąmen. Diese drangen in die H├Ąuser ein und erschlugen die schlafenden Trojaner, wobei auch einige Griechen den Tod fanden. Priamos wurde von Neoptolemos der Kopf abgeschlagen und seine Gattin Hekabe wurde gefangengenommen, ebenso Hektors Witwe Andromache.Als Menelaos im Palast Helena suchte, wollte er sie erschlagen, doch Aphrodite lie├č sie so sch├Ân erscheinen, dass er sich wieder in sie verliebte. Die Griechen w├Ąren gl├╝cklich an die K├╝ste Griechenland gelangt, wenn Athena nicht einen Sturm gesandt h├Ątte, dem manches Schiff zum Opfer fiel, weil Aias, der j├╝ngere die Seherin Kasandra mi├čhandelt hatte. Er selbst fand den Tod in einem der St├╝rme. Doch Troja war endg├╝ltig gefallen. Von der einst so bl├╝henden Stadt blieb nach dem 10 - j├Ąhrigen Kriegszug nichts, au├čer einem Schutthaufen ├╝brig.

Die Irrfahrten des Odysseus


Telemachos und die Freier

Odysseus, der K├Ânig von Ithaka, wird in seiner Heimat f├╝r tot gehalten. Er wird jedoch von der G├Âttin Kalypso, die ihn zum Gemahlen will, auf Ogygia festgehalten. Im Palast des Odysseus werben 100 - e Freier um Penelope (Gattin des Odysseus). Telemachos (Sohn des Odysseus) ist jedoch betr├╝bt und sehnt sich nach seinem Vater. Telemachos erz├Ąhlt sein Leid Athena (G├Âttin der Weisheit und der Kunst), die ihm als K├Ânig Mente erschienen war. Athena bot ihm Trost und befahl, dass er die Freier nach Hause schicken, mit einem Schiff zu K├Ânig Nestor aufbrechen und Odysseus suchen solle. Lebe Odysseus noch, solle Telemachos nach Hause kehren, sei er aber tot, ihm ein Denkmal setzen. Am n├Ąchsten Tag rief Telemachos die Freier auf dem Markt zusammen. Er beschuldigte diese, weil sie das Gut Odysseus verpra├čt haben und das Volk klagte er an, dass es dieser Missetat zusehe. Die Freier meinten, die Schuld l├Ąge bei Pennelope, da diese versprach, bei der Vollendung des Totenkleides ihres Vaters einen der Freier zum Mann zu nehmen. Vom Volk verlangte Telemachos ein Schiff, um seinen Vater zu suchen. Als die Freier dies h├Ârten, sollte sie Athena in Gestalt des Mentors (Freund des Odysseus) dr├Ąngte Telemachos sofort mit dem bereitgestellten Schiff abzufahren. Telemachos holte Speis und Trank vom Palast, w├Ąhrend Athena diesmal in Gestalt des Telemachos Gef├Ąhrten f├╝r die Reise suchte und die Freier bet├Ąubte, damit das Schiff ungehindert aufbrechen konnte. Bald kamen sie nach Pylos zu K├Ânig Nestor, der ihnen jedoch keine Auskunft ├╝ber Odysseus geben konnte, ihnen aber Pferde, einen Wagen und seinen Sohn Peisistratos zur Verf├╝gung stellte. Am n├Ąchsten Tag kamen sie nach Sparta zu K├Ânig Menealos, der ihnen vom Meeresgott Proteos ausrichtete, dass Odysseus auf einer einsamen Insel von Kalypso festgehalten und kein Schiff hatte um in die Heimat zur├╝ckzukehren. Sofort brachen sie nach Pistos auf. Inzwischen planten die Freier (Antinoos) einen Hinterhalt. Sie lauerten zwischen Ithaka und Samos. Durch einen Herold erfuhr Penelope vom Anschlag der Freier und bat Athena um Schutz f├╝r Telemachos. Dies wurde Penelope in einem Traum best├Ątigt.

Odysseus bei den Phaiaken

Odysseus segelte mit einem selbstgebautem Flo├č auf dem Meer. Dort begegnete er dem Meeresgott Posaidon, der ihn in ein Unwetter geraten lie├č. Odysseus wurde Schiffbr├╝chig, konnte sich jedoch mit Hilfe des Schleiers der Meeresg├Âttin Leukothea nach zwei Tagen und zwei N├Ąchten auf eine Insel retten. Dort wurde er ohnm├Ąchtig und als er erwachte, schritt er einen H├╝gel hinauf, machte sich ein Lagerfeuer und schlief ersch├Âpft ein. Doch Athena verga├č Odysseus nicht, und bewegte Nausikaa, die Tochter des K├Ânigs der Phaiaken ihre Kleider in Odysseus N├Ąhe zu waschen. Sp├Ąter spielte sie mit ihren Gef├Ąhrtinnen Ball. Athena jedoch l├Ąsst ihn in einen Strudel geraten, worauf die M├Ądchen zu schreien begannen und somit Odysseus aufweckten. Nausikaa schenkte Odysseus Kleider, Speis und Trank und nahm ihn in die n├Ąchste Stadt mit. Dort begleitete Athena in Gestalt eines phaiakischen M├Ądchens Odysseus zum K├Ânigspaar (Alkinoos, Arete), wo er ohne nach seinem Namen gefragt zu werden, gastfreundlich aufgenommen wurde. Am n├Ąchsten Tag gab Alkinoos zu Ehren des Gastes ein Fest, wo dieser seiner Kraft wegen bewundert wurde. Au├čerdem wurde Odysseus ein Schiff, Kleider und Gold zur Verf├╝gung gestellt. Odysseus bat den S├Ąnger, ihm ein Lieder ├╝ber den troyianischen Krieg und Odysseus zu singen. Er ist von diesem Lied so bewegt worden, dass er weinte und somit seinen Namen preisgab. Nun erz├Ąhlte Odysseus allen sein Leid, das ihn auf der R├╝ckkehr von Troja widerfahren war.

Beim Zyklopen Polyphemos

Sie fuhren von Hion zu der Kikonenstadt Ismaros, die sie erobert hatten und nur mit schweren Verlusten davongekommen waren. Dann segelten sie westw├Ąrts, doch Zeus (der Allherrscher ├╝ber G├Âtter und Menschen) schickte einen Sturm und sie landeten am Ufer der Lotophagen, die sich von der Lotusfrucht, die bewirkt, dass man von Heimkehr nichts mehr wissen will, ern├Ąhrten. Ihre weitere Fahrt ging zu der Ziegeninsel, wo sie sich s├Ąttigten. Odysseus sollte die nahegelegene Zyklopeninsel auskundschaften und fuhr sogleich mit 12 Gef├Ąhrten zu dieser hin├╝ber. Odysseus nahm einen Schlauch voll Wein mit sich. Schon bald kamen sie zur H├Âhle eines Zyklopen, wo sie Ziegen, L├Ąmmer, K├Ąse und Milch auffanden, doch ein Riese war nicht zu sehen. Abends kam der Zyklop mit seiner Schafherde nach Hause, verschlo├č die H├Âhle mit einen Stein und ersp├Ąhte die ├Ąngstlichen Eindringlinge. Der Zyklop fragte sie, woher sie k├Ąmen und woher sie seien. Odysseus antwortete jedoch, dass ihr Schiff an den Klippen zerschellte. Dann fra├č der Riese zwei M├Ąnner auf und schlief ein. Am Morgen trieb er die Schafe hinaus, verschlang wiederum zwei Gef├Ąhrten und verschlo├č die H├Âhle mit einem Stein. Nun stellten Odysseus und seine Gef├Ąhrten aus einem Ast der Riesenkeule eine Waffe her. Nach der R├╝ckkehr des Zyklopen stellten sie sich einander vor. Der Zyklop hie├č Polyphemos. Odysseus jedoch sagte, dass er "Niemand" hei├če. Odysseus machte den Zyklopen betrunken und brannte ihm sein Auge aus. Darauf rief der Zyklop seine Kameraden herbei und sagte, dass "Niemand" ihn umbringen wollte. Dann gingen die Zyklopen weg. Am n├Ąchsten Morgen versteckten sich Odysseus und seine M├Ąnner unter den B├Ąuchen der Schafe und gelangten so aus der H├Âhle. In Sicherheit gab Odysseus seinen Namen preis und ├Ąrgerte den Riesen, sodass dieser Felsen nach ihnen warf und sie verfluchte. Au├čerdem verriet der Riese, dass er gewu├čt h├Ątte, dass ein gewisser Odysseus ihm das Augenlicht stehlen werde. Odysseus kehrte mit seinen M├Ąnnern zur Ziegeninsel zur├╝ck und berichtete alles den Zur├╝ckgelassenen.



Bei der Zauberin "Kirke"

Sie gelangten zur Insel des Aiolos. Odysseus bekam zum abschied von diesem einen Schlauch mit allen St├╝rmen. Auf der Heimfahrt kamen die St├╝rme durch ein Mi├čgeschick aus dem Schlauch, sodass sie zur Insel des Aiolos zur├╝ckgeworfen und hinausgewiesen wurden. Endlich kamen sie an eine K├╝ste zu einer turmreichen Stadt. Dort begegneten sie menschenfressende Riesen und ihre Schiffe wurden mit Steinen beworfen. Odysseus Schiff blieb als einziges unbesch├Ądigt, sodass sie schweren Verlusten fliehen konnten. Sie landeten auf der Insel Araia, die von der Halbg├Âttin Kirke bewohnt wird Odysseus teilte seine M├Ąnner in zwei Gruppen. Die einen mussten mit Eurylochos zum Schlo├č, die anderen blieben mit ihm selbst auf dem Schiff. Beim Schlo├č angekommen, rief Kirke die M├Ąnner zu sich ins Haus und gab ihnen zu essen. Eurylochos versteckte sich jedoch hinter einem Strauch und musste sogleich mit ansehen, wie seinen Freunde in Schweine verwandelt wurden. Dies berichtete er Odysseus, der mit Hilfe von Hermes Zauberkr├Ąutern Kirke bezwang und diese Odysseus Kameraden in ihre normale Gestalt verwandelte.Sie verweilten dort ein Jahr und brachen dann zu Nestor auf.

Odysseus im Schattenreich

Im Schattenreich angekommen, opferten sie Tiere, um mit den Abgeschiedenen zu sprechen. Zuerst trank Teiresias, der Odysseus von den Freiern, Penelope, dass Posseidon ihn verfolge, da Odysseus Polyphemos das Augenlicht geraubt hatte, dass Odysseus einem Posseidon unbekannten Volk diesem ein Opfertier darbringen solle und dass Odysseus nach langen Irrfahrten trotzdem nach Hause kommen werde, erz├Ąhlte. Odysseus begegnete seiner Mutter, die aus Liebe zu ihm gestorben war, Achilleus (Sohn des Peleos und der Meeresg├Âttin Thetis) Agamemnon (Oberfeldherr gegen Troja) Aias (Held von Troja), Tantalos, (Sohn des Zeus) und Sisyphos (K├Ânig von Korinth).

Die Sirenen. Zwischen Skilla und Charybdis. Bei Kalypso

Die Seeleute kamen bald zu den Sirenen. Dies sind Nymphen, die die Schiffahrt durch ihre Sch├Ânheit und ihren Gesang bet├Âren wollen, um sie dann zu t├Âten. Odysseus band sich an den Mast, weil er ihre Stimmen h├Âren wollte. Die restlichen M├Ąnner stopften sich die Ohren mit weichem Wachs.
Kaum waren sie eine Strecke vorw├Ąrts gerudert, kamen sie zur Charybdis, ein Strudel, der jedes Schiff verschlingt. Zeus stand den Seefahrern bei. So konnten sie Charybdis entrinnen. Sie kamen jedoch zu nahe an die Skylla, ein Meeresungeheuer mit sechs K├Âpfen. Dieses verschlang sechs von Odysseus M├Ąnnern. Nun gelangten sie zur Insel Thrinakia, wo die heiligen Rinder und Schafe des Sonnengottes weihten. Alle mussten einen Schwur tun, dass sie keines der Tiere schlachten w├╝rden. Sie a├čen und schliefen dann ein.
Zeus sandte ihnen viele Tage lang St├╝rme, sodass sie nach einem Monat keinen Speisevorrat mehr hatten. Eurylochos hetzte die Mannschaft auf, die heiligen Tiere zu schlachten. Als sie dies taten, br├╝llte das Fleisch an den Spie├čen und die H├Ąute krochen umher, als w├Ąren sie lebendig. Nach einer Woche brachen sie auf und Zeus sandte ihnen einen W├╝tenden Orkan. Das Schiff wurde v├Âllig zerst├Ârt und die ganze Mannschaft ertrank. Nur Odysseus konnte sich auf einem "Flo├č" retten. Bald legte sich der Orkan, aber Odysseus wurde zur Skylla und Chalybdis zur├╝ckgetrieben. Er konnte sich gerade noch einen Ast schnappen und schwebte nun bodenlos ├╝ber der Chalybdis. Diese spie das Flo├č wieder hinaus und so sprang er auf seinen alten Sitz und ruderte mit den H├Ąnden aus dem Wirbel hinaus. Zeus sch├╝tzte Odysseus vor Skylla. Neun Tage trieb er auf dem Meer, bis er am 10. Tag auf die Insel Ogygya zur G├Âttin Kalypso kam, die ihn neun Jahre lang festhielt und dann auf Befehl des Zeus freigab. Mit diesen Worten schlo├č Odysseus den Bericht ├╝ber seine Abenteuer.

Odysseus in der Heimat

Nach Odysseus Erz├Ąhlungen wird er reich beschenkt, Zeus ein Opfertier dargebracht und er bricht Richtung Heimat auf. Er sinkt auf dem Schiff in einen tiefen Schlaf und wird bei der ankunft in Ithaka bzw der H├Âhle der Nympfen (Naturg├Âttinnen) von den Phaiaken schlafend mit den Geschenken zur├╝ckgelassen. Als er aufwacht, erkennt er seine Heimat nicht wieder und glaubt, dass die Phaiaken ihn beraubt h├Ątten. Zudem hat Athena einen dichten Nebelschleier um ihn gelegt, damit ihn damit finde und erkenne, ehe die Freier durch seine Hand bestraft w├╝rden. Pl├Âtzlich kam ihn Athena in der Gestalt eines Schafhirten entgegen und best├Ątigte ihn, dass er auf Ithaka sei. Odyssus gab zuerst seine wahre Identit├Ąt nicht preis, doch als sich der Hirte in eine sch├Âne Jungfrau verwandelte, und ├╝ber Odysseus Klugheit l├Ąchelte, bemerkte er, dass Athena vor ihm stand. Sie lei├č den Nebel verschwinden, sodass Odysseus Ithaka erkannte. Dennoch versteckten sie die Geschenke in der Felsenkluft und heckten Pl├Ąne gegen die Freier. Athena beschlo├č Odysseus in einen armen Greis zu verwandeln und dieser musste seinen alten Freund, den Hirten Eumaios ├╝ber die Vorg├Ąngnisse in Odysseus Palast ausfragen. Bei Hirten angekommen, wurde der Greis bewirtet und versicherte dem Hirten, dass Odysseus noch innerhalb dieses Monats zur├╝ckkehren werde. Dies besiegelten sie mit einem Mantel und einem Leibrock. Als der Greis auf seine Identit├Ąt angesprochen wurde, erkl├Ąrte er, dass er Odysseus in Troja kennengelernt h├Ątte. W├Ąhrenddessen sprach Athena zu Telemachos, der sich in Sparta aufhielt, dass er um seine Mutter vor den Freiern zu besch├╝tzen nur in der Nacht, da die Freier zwischen Ithaka und Same auf ihn lauerten, nach Ithaka zu Eumaos aufbrechen und bei diesem bis zum n├Ąchsten Morgen verweilen sollte. In aller Eile lie├č Menelaos Telemachos ein Abschiedsmahl bereiten. Dennoch ├╝berreichte er seiner Gemahlin Helena und seinem Sohn Megapenthes dem Telemachos reiche Geschenke, f├╝r die er ergiebig dankte. Da stie├č ein Adler auf eine zahme Gans im Hofe und schleppte sie in seinen Klauen davon. Helena sprach: "Das ist ein gutes Zeichen. Wie der Adler auf die Gans sto├čt, wird Odysseus pl├Âtzlich kommen und die Frevler zerhacken." Am Abend dieses Tages pr├╝fte Odysseus den Hirten seiner Treue wegen und dieser bestand den "Test". Sie unterhielten sich die ganze Nacht ├╝ber ihre Erlebnisse. am n├Ąchsten Morgen kam Telemachos beim Hirten an und sandte diesen zu Penelope. Odysseus kam sich jedoch nicht zu erkennen.

Odysseus und sein Sohn

Nun waren Vater und sohn endlich allein, da rief Athena Odysseus zu sich, blieb Telemachos jedoch unsichtbar und verwandelte Odysseus in seine urspr├╝ngliche Gestalt. Dieser trat vor seinen Sohn, der ihn jedoch f├╝r einen Gott und sp├Ąter f├╝r einen D├Ąmon hielt. Da erkl├Ąrte ihm Odysseus, dass Athena ihn verwandelt hatte. Nun schlo├č Telemachos seinen Vater in die Arme und sie schmiedeten Pl├Ąne. Telemachos sollte am folgenden Tag in den Palast gehen und sich unter die Freier setzen. Der greise Odysseus w├Ąre selbst im Saal und auf ein Zeichen von diesem sollte Telemachos alle Waffen von den W├Ąnden nehmen und nur zwei Schwerte, zwei Speere und zwei Schilder zur├╝cklassen. Au├čerdem d├╝rfte Telemachos niemanden erz├Ąhlen, dass Odysseus zur├╝cksei. Inzwischen war Eumaios zu Penelope gelangt, und erz├Ąhlte ihr, dass Telemachos zur├╝ckgekehrt sei. Dieses erfuhren auch die Freier durch untreue Dienerinnen. Penelope h├Ârte von den Anschlag von ihrem Sohn und stellte die Freier zur Rede. Am Abend wurde dem Greis berichtet, dass das Schiff der Freier wieder im Hafen l├Ąge. Am n├Ąchsten Tag erz├Ąhlte Telemachos seiner Mutter, dass der Vater bei Kalypso gefangen sei. Nachdem Telemachos in die Stadt gegangen war, brachen auch der Greis und der Hirt auf. Auf dem Weg dorthin begegneten sie dem Ziegenhirt des Odysseus, der sie furchtbar beschimpfte und sogar ├╝ber seinen Herrn selbst und dessen Sohn fluchte. Beim K├Ânigspalast angekommen, erkannte Argos, ein alter Haushund, sein Herrchen Odysseus wieder. Leider starb er bei seinem Anblick.

Odysseus als Bettler im Saal

Odysseus betrat als Bettler den Saal, wo sich die Freier Telemachos und Eumaios bereits aufhielten. Der alte Bettler bekam zu essen und ihm wurde aufgetragen, dass er die Gem├╝tslage der Freier feststellen sollte, in dem er bettle. Manche zeigten sich mildt├Ątig, doch Malanthios fluchte ├╝ber ihn und Antinoos warf ihm sogar einen Fu├čschemel nach. Odysseus sann schweigend auf Rache. Nach einer Weile betrat Iros, ein ber├╝chtigter Bettler den Saal. Er forderte diesen zum Kampf heraus. Der Gewinner sollte eine gro├če Blutwurst bekommen. Odysseus ging als Sieger hervor und belehrte sogleich Antinoos. Am Abend gingen die Freier nach Hause und.Odysseus und sein Sohn konnten ungest├Ârt die Waffen abr├Ąumen. Der Bettler erz├Ąhlte Penelope, dass er Odysseus bewirtet habe, dieser aber vom Orakel des Zeus erfuhr, dass er zur Zeit des Neumondes zu Hause sein werde. Das war aber schon der folgende Tag. Deshalb glaubte Penelope dem Bettler nicht und fragte ihn ├╝ber Odysseus Kleidung. Weiters erz├Ąhlte sie, dass sie am folgenden Tag durch einen Wettkampf entscheiden werde, wer Odysseus Nachfolger werde. Am selben Tage wurden Odysseus die F├╝sse von Eurykleia, die ihn gro├čgezogen hatte gewaschen. Dadurch erkannte sie, dass Odysseus ihr Sohn war. Sie musste jedoch versprechen, niemanden etwas davon zu erz├Ąhlen. Nachdem Odysseus gewaschen war, erz├Ąhlte ihm die K├Ânigin, dass sie getr├Ąumt h├Ątte, ein Adler w├╝rde ihre 20 G├Ąnse t├Âten und gesagt haben, dass er Odysseus und die G├Ąnse die Freier seien. Odysseus sagte darauf, dass Penelope dem Adler Glauben schenken k├Ânne.

Bogenkampf beim festlichen Mahl

Beim Neumondfest, zu Ehren des Appolon, beschlossen die Freier, Telemachos zu t├Âten. Penelope erkl├Ąrte den Freiern die Regel des Wettkampfes. Telemachos versuchte zuerst sein Gl├╝ck und lie├č nach drei Versuchen die Freier ans Werk. Keinem von diesen gelang es jedoch, den Bogen auch nur zu biegen. Inzwischen hatte Odysseus zwei neue Gef├Ąhrten f├╝r die Vernichtung der Freier gefunden und verriet ihnen, wer er wirklich sei. Eumaios und Philoitios glaubten ihm und versammelten sich beim Hoftor, banden ein Seil ums Schlo├č und sagten den Weibern, dass sie die T├╝ren verschlie├čen sollten. Nun war Odysseus an der Reihe. Ihm wurde Penelope zur Frau versagt. Er bekam aber gute Kleider versprochen. Als er den Bogen spannen wollte, donnerte es und er wu├čte, dass ihm Zeus beistand.

Das Ende der Freier

Odysseus scho├č den Pfeil gekonnt durch alle zw├Âlf ├ľsen. Auch t├Âtete er Antinoos durch einen Pfeil. Nun griffen die Freier zu den Waffen. Jetzt wurde Eurymachos get├Âtet. Der Ziegenhirt wollte den Freier aus einem Seitenpf├Ârtchen Waffen besorgen. Als Odysseus dies merkte, fesselte er die beiden Verschw├Ârer. Der S├Ąnger Phemios wurde als einziger verschont. Odysseus h├Ąngte nun alle treulosen Dienerinnen in der K├╝che auf. Die treuen hie├čen ihren Herren unter Freudentr├Ąnen willkommen.

Odysseus, Penelope, Laertes

Odysseus schickte Eurykleia, die den Auftrag hatte, Penelope aufzukl├Ąren zu Penelope. Die Lumpen des Bettler irritierten Penelope. Da Odysseus wissen wollte, wie das Volk zu ihm stand, t├Ąuschten Penelope und der Freier eine Heirat vor. Penelope wurde letztendlich ├╝berzeugt, als Odysseus von seinem Bett erz├Ąhlte, dessen Bettpfosten ein ├ľlbaum sei. Sie berichtete die ganze Nacht von ihren Erlebnissen und Leiden. Am n├Ąchsten Morgen gibt Odysseus zu Laertes, seinem Vater und stellte ihn auf die Probe. Er erz├Ąhlte, dass er Odysseus besuchen wollte. Darauf entgegnete der Vater, dass Odysseus wahrscheinlich tot sei. Jetzt konnte Odysseus nicht l├Ąnger warten, gab seine Identit├Ąt preis und belegte diese mit der Narbe. Im Laufe des Tages wurde es in Ithaka bekannt, welch furchbares ende die Freier ereilt hatte. Die Einwohner sagten, dass die Todesstrafe gerecht sei. Die Eltern der Gefallenen jammerten und stie├čen Drohungen gegen Odysseus aus. Eupeites, der Vater des Antinoos hetzte die Volksmasse gegen Odysseus auf, der S├Ąnger verteidigte ihn und sagte, dass dieser im Willen der G├Âtter gehandelt h├Ątte. Die Menge hielt zu Eupeites und sie zog bewaffnet gegen das Landgut des Laertes. Athena und Zeus standen Odysseus bei, doch f├╝r Eupeites kam jede Hilfe zu sp├Ąt. Hierauf schlo├č Odysseus mit dem F├╝rsten von Ithaka ein Friedensb├╝ndnis. Mit lauten Jubelschreien stimmten alle zu und begleiteten ihren K├Ânig zum Palast, aus dem ihm die festlich geschm├╝ckte Gattin Penelope entgegen kam. Viele gl├╝ckliche Jahre wurden sie als mildes Herrscherpaar geliebt und verehrt.


Die letzten Tandaliden

Fluch ruht auf dem Haus der Atriden

Nachdem Troja gefallen war, segelten alle heimw├Ąrts. Durch ein Unwetter wurden fast alle get├Âtet. Aber Agamemnon und seine Flotte standen unter Heras Schutz. Als erneut ein Sturm aufkam, betete Agamemnon zu den G├Âttern. Es w├Ąre wohl besser gewesen, in einem fernen Barbarenland zu landen, als nach Mykene zur├╝ckzukehren. Seit Tantalos die G├Âtter betrogen hatte, lastete ein Fluch auf dem Haus der Artriden. Pelops, der Sohn des Tantalos, kam auf seiner Reise nach Peloponnesos uund warb in Eli um die Tochter des K├Ânigs Oinomaos. Dieser wollte die Tochter nur dem geben, der ihn im Wagenrennen besiege. Pelops bestach den Stellmeister Myrtilos und gewann si das Rennen. Pelops brachte Myrtilos, den Sohn des Gottes Hermes um und so wurde der Fluch weitergeleitet. Er heiratete Hippodameia und sie gebahr Atreos und Thyestes. Die beiden wurden Herrscher ├╝ber Argos. Bald aber entstand ein Zwist, da Thyestes und Atreos und Thyestes das Flies stahl. Thyestes floh und nahm Atreos Sohn Pleistenes mit und erzog ihn wie seinen Sohn. Als der J├╝ngling erwachsen war, schickte Thyestes ihn nach Argos, um seinen, wie er dachte Onkel, in Wirklichkeit seinen Vater zu t├Âten. Der M├Ârder wurde gefa├čt. Atreos lie├č ihn hinrichten. Als er erfuhr, wen er get├Âtet hatte, vers├Âhnte er sich zum Schein mit Thyestes, t├Âtete dessen S├Âhne und setzte sie ihm vor. Der Sonnengott, der dies beobachtet hatte, wandte seinen Wagen nach Osten ab. Aigisthos, der Sohn des Thyestes t├Âtete Atreos und Agamemnon, Atreos ├Ąltester Sohn t├Âtete dann Thyestes. Aigisthos aber blieb verschont.

Agamemnons schreckliche Heimkehr

W├Ąhrend Agamemnon weg war, warb Aigaisthos um Klytaimnestra, die ungl├╝cklich war, weil Agamemnon Iphigenia geopfert hatte und sie sich r├Ąchen wollte. Klytaimnestra hatte drei Kinder. Elektra, Orest und Chrysothemis. Als Agamemnon nach Hause kam und Klytaimnestra begr├╝├čte war sie voll falscher Freundlichkeit. Er hatte erfahren, dass Aigisthos sein Reich verwaltete und bedankte sich bei ihm. Aigaisthos vers├Âhnte sich zum Schein mit Agamemnon. Klytaimnestra sah Kassandra auf dem Beutewagen und wurde eifers├╝chtig. Allerdings hatte sie mehr Angst vor ihrere Hellsehergabe. Kassandra wu├čte, was ihr bevorstand. Agamemnon betrat das Bad, Aigaisthos warf ein Netz ├╝ber ihn und t├Âtete ihn. Kurz darauf wurde Kassandra get├Âtet. Aigaisthos und Klytaimnestra gaben zu, dass sie die beiden get├Âtet haben. Elektra schickte Orest zu deren Onkel, den K├Ânig Strophis. (Orest wurde von Strophis dem K├Ânig Phodis, mit dessen Sohn Pylades erzogen.

Ist der R├Ącher tot

Elektra wartete viele Jahre lang auf Orests R├╝ckkehr, da er versprochen hatte, zur├╝ckzukommen und sich zu r├Ąchen. Klytaimnestra hatte Sorgen, dass er wirklich kommen k├Ânnte. Sie brachte Opfer am Apollontempel dar. Pl├Âtzlich erschienen zwei M├Ąnner mit einer Urne die sagten, dass Orest tot sei. Dies war allerdings nur eine L├╝ge. Als Elektra dies h├Ârte, gab sie alle Hoffnungen auf. Chrysothemis erz├Ąhlte Elektra, dass Orest lebe aber sie glaubte ihr nicht. Elektra ging zum Grab des Vaters und traf dort Orest und dessen Freund Pylades. Als sich Orest zu erkennen gab, war Elektra ├╝bergl├╝cklich.

Orests Rache

Orest wollte nicht l├Ąnger warten und ging sofort in den Palast, wo er Klytaimnestra t├Âtete. Elektra betete bei Apollons Altar, dass alles gut gehe, als Aigistos kam und sie fragte, ob Orest wirklich tot sei und wo die Boten w├Ąren. Elektra schickte ihn in den Palast wo er Orest und Pylades erblickte, die die Bahre trugen. Er glaubte, Orest l├Ąge darauf, schlug das Tuch zur├╝ck und sah Klytaimnestra darauf liegen. Orest und Pylades dr├Ąngten ihn in den Palast zur├╝ck und t├Âteten auch ihn.

In der Gewalt der Erinnyen

Orest hatte nach den Orakelspruch gehandelt. Trotzdem bekam er ein schlechtes Gewissen und wurde sofort nach der Tat Opfer der Erinnyen. Pylades verlobte sich mit Elektra. Apollon besch├╝tzte ihn und sie flohen nach Delphi in den Tempel Apollons. Dieser sagte ihm, dass er nach Athen gehen sollte und er ├╝bergab Hermes die Obhut der Fl├╝chtlinge. Die Erinnyen folgten ihnen in der Ferne. Im Tempel der Athene angekommen, wollten sich die Erinnyen auf Orest st├╝rzen. Pl├Âtzlich erschien Athene und nahm Orest bis zur Gerichtsverhandlung in Schutz. Orest kam vor Gericht und Apollon war zu seinem Schutz erschienen, da Orest auf sein Gehei├č gehandelt hatte. Er rechtfertigte sich, indem er sagte, er habe in Klytaimnestra nur die M├Ârderin seines Vaters gesehen und nicht seine Mutter. Eine H├Ąlfte der Richter stimmte f├╝r den Angeklagten, die andere gegen ihn. Also konnte Athene entscheiden. Sie entschied sich f├╝r Orests Freispruch. Die Racheg├Âttinnen waren damit aber nicht einverstanden, doch sie konnten den freigesprochenen Orest nichts anhaben.

Iphigenia in Tauris

In Delphi sagte die Priesterin, dass er auf die taurische Halbinsel fahren solle, wo Artemis ein Heiligtum besa├č. Er sollte das Bildnis der G├Âttin nach Athen bringen. Die Tauries waren ein wildes Volk, das jeden, der die Insel betrat der G├Âttin Artemis opferte. Iphigenia, Orests Schwester, die von der G├Âttin gerettet wurde (Aulis vom Altar) wurde von ihr nach Tauris gebracht, wo sie ihr als Priesterin diente. Sie musste alle Gestrandeten der G├Âttin opfern.

Auf den Altar mit dem Fremden

Orest kam mit seinem Freund Pylades in Tauris an. Sie warteten die Nacht ab, um dann in den G├Âttertempel einzudringen. Doch sie wurden schlie├člich von den Hirten gefesselt, die sie bemerkt hatten, da Orest wieder einen seiner Anf├Ąlle und getobt hatte. Dann wurden sie Iphigenia ├╝bergeben. Sie sollte sie opfern. Sie aber hatte Mitleid mit ihren Landsleuten und nahm ihnen die Fessel ab.

Bruder und Schwester

Iphigenia unterhielt sich mit den beiden und erfuhr aus dem Gespr├Ąch, dass einer von ihnen Orest war. Sie wollte die beiden retten, aber wie.

Iphigenias Fluchtplan

Iphigenia erz├Ąhlte K├Ânig Thoas, dass Orest und Phylades unrein waren (sie haben viele Untaten ver├╝bt). Sie habe gesehen, wie sich das Standbild der G├Âttin Artimis abwandte, als die beiden um Schutz flehten. Nun m├╝sse sie sie entz├╝hnen. Der K├Ânig sollte sich im Tempel halten und alles ausr├Ąuchern, damit sie alles sauber vorf├Ąnde. Thoas willigte ein.

Heimkehr mit Hilfe der G├Âtter

Als der Bote, K├Ânig Thoas mitteilte, dass Iphigenia mit Orest und Pylades und dem Standbild der G├Âtter geflohen seien und die Geschichte mit den S├╝hneopfern gelungen war, beschlo├č der K├Ânig den Entflohenen Artemis weiterhin als ihre G├Âttin. Pylades wurde K├Ânig von Phokis. Orest starb mit 90 Jahren an einem Schlangenbi├č in die Ferse. Nun war der Fluch der Tantaliden erloschen.

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