Pflanzen und ihre Wirkstoffe

INHALT

I. Einleitung

1. Geschichtlicher √úberblick

2. Die giftigen Inhaltsstoffe der Pflanzen

3. Hanf

I. Einleitung

Verglichen mit der Unmenge an Pflanzenarten, die es auf unserem Planeten gibt, ist die Zahl der Giftpflanzen relativ klein. Bei richtiger Anwendung stellen sie jedoch h√§ufig wertvolle Heilmittel dar. Der Mensch lernte fr√ľhzeitig, Pflanzengifte im t√§glichen Kampf um die Nahrung und in Stammesfehden zu gebrauchen. Er verstand es Pfeile und Speere so zu pr√§parieren, dass man durch sie, gro√üe Tiere erlegen konnte. Auch in Berichten √ľber Kriege tauchten fr√ľhzeitig Giftwaffen auf.

1. Geschichtlicher √úberblick

Schon im Jahre 700 als die Mohammedaner in Indien eindrangen, wurden sie mit Giftpfeilen empfangen. Diese Giftpfeile nannten die Inder "bish", auf Sanskrit "visha", und von daher haben wir das lateinische Wort Virus, das eigentlich starkes Gift bedeutet, jedoch heute die Bezeichnung f√ľr schleichendes Gift oder einen mikroskopischen Krankheitserreger ist.

Die Naturv√∂lker waren nat√ľrlich abh√§ngig, von der lokalen Pflanzenwelt. Das Gift "Aconitin" wurde sehr h√§ufig verwendet, da es viele verschiedene Aconitum Pflanzenarten gibt und sofort in die Blutbahn dringt und das Zentralnervensysthem l√§hmt, welches Herzstillstand zur Folge hat. Jedoch wurden noch viele andere Giftpflanzen gen√ľtzt, wie zum Beispiel Croton, und aus der Familie der Hahnenfu√ügew√§chse neben Aconitum auch Helleborus, der von Galliern verwendet wurde, und mehrere Strychnos-Arten die Strychnin liefern und im Orient vorkommen. Oft wurde eine Mischung aus mehreren Giftpflanzen benutzt.

Gift als politische Waffe

Gift wurde im Kampf um die Macht verwendet. Der Giftbecher war einige tausend Jahre lang eine wirksame und h√§ufig gebrauchte Waffe. Wenn man es verstand das richtige Gift auszuw√§hlen, war es nahezu unm√∂glich den T√§ter aufzusp√ľren. Daher wurden Giftexperten erforderlich. Die Bezeichnung Pharmazeut ist eine direkte Latinisierung des griechischen Wortes f√ľr Giftmischer -"farmakeus". Bereits um 600 v. Chr. erlie√ü man strenge Gesetze f√ľr Giftmischer, und in der Bibel wurden sie verteufelt. Die Juden und Perser F√ľhrten die Todesstrafe f√ľr Giftmischer ein. Kleopatra, die vor allem durch die Art, mit der sie C√§sar und sp√§ter Antonius zu bet√∂ren verstand, ber√ľhmt wurde, soll in der Herstellung von Giften Eine wahre Teufelin gewesen sein. In vielen Kriegen wurden Gifte zum Bet√§uben des Feindes genutzt. So zog sich der karthargische Heerf√ľhrer in einem Krieg gegen die Afrikaner scheinbar zur√ľck, und hinterlie√ü gro√üe Gef√§√üe mit Wein, die mit dem Pflanzengift der Alraune vermischt war. Die Afrikaner tranken davon, und die bet√§ubten Soldaten waren daraufhin leicht zu √ľberw√§ltigen. Bei Plinius kann man die Regeln nachlesen, die zu seiner Zeit zu befolgen waren, wenn man giftige Kr√§uter ausgrub. Man musste sich davon √úberzeugen, dass der Wind nicht entgegen stand, dann mit einem Schwert drei Kreise um sich ziehen, und danach mit dem Gesicht gen Sonnenuntergang die Pflanze ausgraben. Sp√§ter wurde dieses Ritual bei der Alraune zur ganz gro√üen Mystik ausgeweitet. Im Mittelalter war man der √úberzeugung, dass diese Pflanze nur auf einem Galgenh√ľgel an einer Stelle zu finden war, wo ein unschuldiger J√ľngling erh√§ngt worden war und im Augenblick des Todes sein Wasser verloren hatte. Beim Ausgraben sollte man sich Wachs in die Ohren stopfen, denn wenn die Wurzel die Erde verlie√ü, stie√ü sie einen Schrei aus, der den Vermessenen t√∂ten k√∂nnte. Deshalb nahm man einen schwarzen Hund zu Hilfe. Um die gelockerte Wurzel wurde eine Schnur gebunden, und wenn man den Hund rief und er die Wurzel aus dem Boden ri√ü, stie√ü man gleichzeitig in ein Horn, um den Schrei zu √úbert√∂nen. Dieser Aberglaube war bis weit in das 17. Jh. lebendig.

Die r√∂mischen Kaiser verf√ľgten oft √ľber gro√üe Lager von teuren importierten Giften. Es ist erwiesen, dass sie ohne R√ľcksicht auf Verwandtschaft jede Person umbringen lie√üen oder umbrachten, die sie nur im geringsten verd√§chtigten, sie k√∂nne ihnen im Wege stehen. Das ganze Rom der Kaiserzeit schien von Verbrechern bev√∂lkert zu sein, und dies wurde auch nicht besser, als es das Rom der P√§pste wurde.

Symptome und direkte Aufzeichnungen lassen mit gutem Grund vermuten, dass von Anfang an pflanzen die Hauptinhaltsstoffe des Giftbechers waren, obwohl gelegentlich auch mineralische Gifte wie Arsen und Blei benutzt wurden. Die verwendeten pflanzen waren meist Blauer Eisenhut, Schlafmohn, Gefleckter Schierling und Nachtschattengewächse wie Tollkirsche, Bilsenkraut und Stechapfel. Diese Nachschattengewächse enthalten die sogenannten Atropa - Alkaloide, vor allem Atropin und Scopolamin. Beide zeigen typische Vergiftungssymptome.

Atropin bewirkt einen Verwirrungs - und Erregungszustand mit Halluzinationen., der mit Geisteskrankheit verwechselt werden kann.

Bei der reinen Scopolaminvergiftung bleibt der Erregungszustand aus, der Vergiftete kann in einem halbwachen Zustand jedoch die seltsamsten Dinge unternehmen und hat Halluzinationen oft erotischer Art.

Symptome einer Vergiftung

Die meisten Diagnosen waren wertlos und mit einer guten Portion Aberglauben und Magie gemischt. Zumeist lie√ü sich die Diagnose erst nach dem Tod des Opfers stellen. Man war felsenfest davon √úberzeugt, dass die Haut eines Menschen, der den Vergiftungstod erlitten hatte, blauschwarz, schwarz oder gefleckt werde, und dass sich dass Fleisch von den Knochen und √ľbel riechen w√ľrde. Eine Leiche die Gewebszerst√∂rungen aufwies, indizierte den Gebrauch von √§tzendem Gift z.B. Wolfsmilch oder bestimmten Hahnenfu√ügew√§chsen, w√§hrend diejenigen Gifte, die Erbrechen und Durchfall hervorriefen, schwer zu identifizieren waren. Die Analyse auf chemischen Wege war erst im 19./20. Jh. m√∂glich.

Gegengifte

Die ewige Furcht vor dem Tod durch Vergiftung machte Vorsichtsma√ünahmen erforderlich. Bedeutende Personen legten sich einen Mundschenk zu, der von Speisen und Getr√§nken kosten musste, bevor sie selbst davon a√üen. Au√üerdem gab es eine Unmenge von Gegengiften und Verhaltensregeln, die meist den √úbertreibungen des Aberglaubens entsprangen, Edelsteine wie Amethyst, Saphir und Rubin galten jahrtausendelang als Gegengifte, sowie stark riechende Kr√§uter und die unfehlbaren Mittel die gewisse Fabeltiere lieferten. Wenn diese Gegengifte nicht die entsprechende Wirkung zeigten, so mussten andere erprobte Methoden angewendet werden. Diese waren oft qualvoll und davon bestimmt, wie sich nach der Meinung der √Ąrzte die K√∂rpers√§fte bewegen.

Gifte als Liebesmittel

Aphrodisiaka wurden h√§ufig verwendet. In vielen F√§llen handelte es sich dabei um unsch√§dliche Mittel die man Aufgrund von Aberglauben und Mystik benutzte, um den Geschlechtstrieb zu verst√§rken. Jedoch waren darunter auch zahlreiche Giftpflanzen, vor allem Arten der Nachschattenfamilie und pflanzen wie Gemeiner Stechapfel, Bilsenkraut und Alraune. Durch den Gehalt dieser Pflanzen an Atropin und Scopolamin wurde das Opfer in einen D√§mmerzustand versetzt und seine Willenskraft geschw√§cht, so dass es leichter zu "√ľberreden" war. Sowohl in Griechenland als auch im Rom des Altertums wurden Gesetze mit strengen Strafen f√ľr Giftmischer erlassen, die solche Mittel verkauften.

Pflanzenmittel als Abtreibungsmittel

Viele der Pflanzen können den Abgang eines Embryos bewirken, und sie wurden auch häufig zu diesem Zweck gebraucht. Alle geeigneten Pflanzen sind so giftig, dass schon eine Kleinigkeit zu viel davon die Dosis gefährlich werden ließ. Der Sadebaum, Lebensbaum, Wermut, Raute waren allgemein als Abtreibungsmittel bekannt.

Pflanzengifte in der Gegenwart

Giftpflanzen haben noch immer ihre Bedeutung. Vielfach stellen ihre Inhaltsstoffe - in der richtigen Dosierung - lebensrettende Heilmittel dar. Ein Pflanzenstoff wie Dicumarol hat sich hervorragend zur Bekämpfung von Ratten und Mäusen bewährt. Dicumarol wurde lange Zeit bei Patienten die anfällig auf Blutgerinnsel waren, verwendet.

2. Die giftigen Inhaltsstoffe der Pflanzen

Was der ber√ľhmte Arzt, Philosoph und Mystiker Paracelsus die "quinta essentia", den Wirksamen Bestandteil der Pflanze, nannte, kann der Pflanze nun entzogen werden, und dies hat sich im Laufe der Zeit zu einem besonderen Zweig der chemischen Forschung entwickelt, der Naturstoffchemie. Mit Hilfe von Methoden, die im 20. Jh. entwickelt wurden, ist es der Naturstoffchemie m√∂glich geworden, Die Pflanzenstoffe in einem reinem Zustand zu isolieren, (Chromatographie) und mit st√§ndig verbesserter analytischer Apparatur ihren chemischen Aufbau festzustellen. Dank dieser Technik wissen wir heute in der Regel, durch welche Inhaltsstoff die Giftpflanzen gef√§hrlich sind.

Alkaloide

Man entdeckte, dass einige pflanzliche Giftstoffe gemeinsame Kennzeichen besitzen. Eine Gruppe von farblosen, festen Stoffen, die unl√∂slich in Wasser, jedoch l√∂slich in bestimmten organischen L√∂sungsmitteln wie z.B. Alkohol ist, erhielt die Bezeichnung Alkaloide, da sich herausstellte, dass sie einen basischen Charakter haben. Sp√§ter kamen noch einige fl√ľssige Alkaloide in diese Gruppe; das Coniin des Schierlings und das Nikotin des Tabaks. Die Alkaloide sind in den Pflanzen fast immer an organische S√§uren gebunden, und die Salze sind in der Regel in Wasser l√∂slich. Stellt man einen w√§√ürigen Auszug der Pflanze her und setzt diesem eine Base zu, so wird das Alkaloid ausgef√§llt. Es l√§sst sich auch mit Hilfe von Gerbs√§ure ausgef√§llt, ein Umstand, den man sich bei der Bek√§mpfung von entsprechenden Vergiftungen zunutze macht, nur ist darauf zu achten, dass es einige wie Atropin und Morphin gibt, die sich bei einem √úberschu√ü an Gerbs√§ure wieder aufl√∂sen. Zur allgemeinen Ersten Hilfe bei Alkaloidvergiftungen und bei Vergiftungen √ľberhaupt, dient Kohle. Kohle ist stark absorbierend, und nimmt einen gro√üen Teil des Giftstoffes auf. Porzellanerde oder Pfeifenton haben ebenfalls absorbierende Eigenschaften, was bereits den Griechen der Antike bekannt war. Diese Erde fand sich auf der Insel Lemnos im √Ąg√§ischen Meer. Die Griechen machten Pastillen aus ihr, und verwendeten sie als Universalmittel gegen mancherlei Krankheiten, besonders gegen. "sauren Magen". Chemisch ist die Tonerde aus der die Pastillen hergestellt wurden aus Aluminiumsilikat, welches heute noch ein viel gen√ľtztes Heilmittel gegen √ľbersch√ľssige Magens√§ure ist. Einige der gef√§hrlichsten Pflanzengifte geh√∂ren zu den Alkaloiden, so Atropin und Scopolamin der Nachtschattenfamilie, das Aconitin des Blauen Eisenhuts und das Coniin des Gefleckten Schierlings. Eine Pflanze wie der Schlafmohn enth√§lt nicht weniger als ca. 45 verschiedene Alkaloide, die mehr oder wenig giftig sind.

Glykoside

Glykoside sind oft gef√§hrliche Gifte. Chemisch werden sie als stickstofffreie Pflanzenstoffe, die eine Zuckerart im Molek√ľl gebunden haben. Sie sind recht unbest√§ndig und spalten sich unter der Einwirkung von S√§uren und manchmal auch Basen in die Zuckerart und einen oder mehrere charakteristische Stoffe, oft mit sehr kompliziert zusammengesetzten Molek√ľlen Vom Aussehen her sind es feste kristallinische Stoffe. Bestimmte Planzenfamilien wie Rachenbl√ľtlern, Kreuzbl√ľtengew√§chse und Steinobst sind besonders reich an Glykosiden. Bei den Rachenbl√ľtlern wie z.B. Fingerhut kann man mehrere verschiedene Glykoside in derselben Art finden, und nah verwandte Glykoside sind in ganz unterschiedlichen Arten anzutreffen, die zu verschiedenen Familien geh√∂re, wie z.B. Fingerhut und Maigl√∂ckchen.

Flavonoide

Ihre Giftigkeit ist zwar gering, doch können sie bei längerer Einnahme in einigen Fällen zu Lichtepfindlichkeit zur Folge haben.

Saponine

Die Saponine sind ebenfalls eine Art Glykoside. Werden sie in die Blutbahn gebracht, so erfolgt eine Zerst√∂rung der roten Blutk√∂rperchen. Wenn Saponine geschluckt werden, so spalten sich im Magen, und normalerweise √ľben sie auf diese Weise keine Giftwirkung aus. Jedoch werden Alpenveilchen und Gauchheil zur Bet√§ubung von Fischen verwendet.

Bitterstoffe

Bitterstoffe lassen sich nur schwer mit einem gemeinsamen chemischen Zeichen versehen. Sie k√∂nnen v√∂llig ungef√§hrlich sein, doch gibt es unter ihnen auch starke Gifte wie z.B. das Xylostein des Pfaffenh√ľtchens und das Lactupikrin des Gift- Lattichs.

√Ątherische √Ėle

Sie k√∂nnen manchmal hautirritierend wirken und zu Blasenbildungen und Entz√ľndungen f√ľhren, Direkte Vergiftungen durch Einnahme kleiner Mengen sind selten doch einige sind √§u√üerst giftig. Wenige Tropfen von der Eibe und dem Sadebaum k√∂nnen t√∂dlich sein. Mit Salbei, Lebensbaum und Wermut sollte man ebenfalls vorsichtig umgehen, denn ihre √§therischen √Ėle enthalten das Nervengift Thujon.

Eiweißstoffe

Eiweiße sind wichtige Nährstoffe, doch auch darunter gibt es einige, die gefährlich sind, z.B. das Phasin der Gartenbohne, das jedoch beim Kochen abgebaut wird.

3. Hanf

Allgemein

Man unterscheidet Hanf in den Indischen - (Cannabis indica), den Gewöhnlichen - (Cannabis sativa) und den Faserhanf.

Der Indische ist eine aufrechte Pflanze mit handförmig geteilten Blättern, deren Nebenblätter gesägt sind. Er wird in Europa bis zu 1,5 m hoch, kann aber in den Tropen wesentlich höher werden und ist zweihäusig.Seine Heimat ist Indien.

Der Gew√∂hnliche Hanf unterscheidet sich vom Indischen Hanf dadurch, dass er keine rauscherzeugenden Stoffe enth√§lt. Der Faserhanf wird haupts√§chlich zur Herstellung von F√§den, Schn√ľren, Seilen, etc. kultiviert.

Besonders bei den weiblichen Bl√ľtenst√§nden des Indischen Hanfes sitzen - vor allem an den Tragbl√§ttern der Bl√ľten - Dr√ľsen, die ein Harz, das Haschisch, ausscheiden. Die harzverklebten, getrockneten Pflanzenteile ergeben das Marihuana.

Marihuana und Haschisch werden vor allem aus den weiblichen Pflanzen des Indischen Hanfes gewonnen.

Die berauschende Wirkung von Haschisch und Marihuana wird besonders durch Tetrahydrocannabinol (THC) hervorgerufen.

THC ist ein √Ątherisches √Ėl und somit wasserunl√∂slich (l√∂st sich nur in Fetten oder fl√ľchtigen Substanzen wie Alkohol)

Hanf ist eine der √Ąltesten Nutzpflanzen der Menschheit. Er liefert nicht nur Fasern, sondern auch n√§hrstoff - und √∂lreiche Samen. Eine besondere Beachtung brachte ihm aber die Verwendung als Heilpflanze, als rauscherzeugendes Genu√ümittel und als Aphrodisiakum ein.

Die Wirkung von Hanf

Cannabis kann geraucht oder oral konsumiert werden. Der Rausch h√§lt ca. 2-3 Stunden an. Die am H√§ufigsten beobachteten Wirkungen des Cannabisgebrauchs sind Mundtrockenheit und eine sp√ľrbare Beschleunigung des Herzschlages. Der Einflu√ü von Hanf auf die Sinne wird oft als beeindruckend beschrieben. Farben werden in der Regel sehr viel klarer und leuchtender erlebt ebenso wird das Erleben von Klang intensiviert. Oft dominieren Details den Gesamteindruck fast v√∂llig. Auch das Geschmacksempfinden erscheint verfeinert. Die Stimmung wird von einem entspannten Gl√ľcksgef√ľhl, von Heiterkeit bis Albernheit bestimmt. Eine lose Folge unzusammenh√§ngender Gedanken stellt sich ein und die Grenze von Bewu√ütsein und Unterbewu√ütsein wird durchl√§ssiger.

Beim Konsum sehr hoher Dosen kann es zu optischen und akustische Halluzinationen.

Nebenwirkungen

Da die Pulsfrequenz erh√∂ht wird sollten Menschen mit Kreislaufsch√§den mit Cannabis vorsichtig umgehen. Das Rauchen von Cannabis kann zu Lungensch√§den f√ľhren. Diese sind im Vergleich zu Tabakkonsum jedoch verschwindend gering.

Die Leistung des Kurzzeitgedächtnisses wird während dem Rauschzustand reduziert. Latent vorhandene Psychosen können durch die psychodelische Wirkung von Hanf zum Ausbruch gebracht werden.

Körperliche Entzugserscheinungen treten nicht auf, doch gelegentlich kommt es zu psychischer Gewöhnung

3.1 Was kann man aus Hanf alles herstellen?

1. Textilien und Stoffe aller Art

Zelte, Teppiche, Gardinen, Bettdecken, Handt√ľcher, Windeln, usw., wurden in den meisten Teilen der Welt bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts vornehmlich aus Hanffasern hergestellt.

2. Fasern und Zellstoff f√ľr Papier

Bis 1883 wurden zwischen 75 bis 90 Prozent des Weltweit produzierten Papiers mit Hanffasern hergestellt. Dieses Papier war das hochwertigste und haltbarste Papier, das je hergestellt wurde. Wurde dieses Papier na√ü, konnte es rei√üen, aber sobald es wieder trocken war, hatte es die gleich Rei√üfestigkeit wie zuvor und es kann unter halbwegs normalen Bedingungen Jahrhunderte √ľberdauern.

3. Seile, Schn√ľre und Tauwerk

4. Farben und Lacke

5. Lampenöl

Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Hanf√∂l das in den USA und in der Welt am h√§ufigsten verwendete Leucht√∂l. Nachdem 1859 in Pennsylvania √Ėl entdeckt worden war, wurde Lampen√∂l durch Petroleum und Kerosin ersetzt.

6. Energie aus Biomasse

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen Henry Ford und andere vorausblickende kluge K√∂pfe zu der wichtigen Erkenntnis, dass bis zu 90 Prozent der weltweit verbrauchten fossilen Brennstoffe durch Biomasse wie Kornhalme, Cannabis, Altpapier zu ersetzen w√§ren. Biomasse kann mit einem Bruchteil der derzeitigen Kosten f√ľr √Ėl, Kohle und Atomenergie in Methan, Methanol oder Benzin umgewandelt werden. W√§re ihre Verwendung vorgeschrieben, g√§be es keinen sauren Regen mehr, keinen schwefelhaltigen Smog, und der Treibhauseffekt w√ľrde r√ľckl√§ufig sein.

7. Medizin

Die Cannabisforschung des 20. Jahrhunderts hat den therapeutischen Wert - und das Ausbleiben sch√§dlicher Nebenwirkungen - der Behandlung vieler gesundheitlicher Probleme mit Cannabis aufgezeigt: Asthma, gr√ľner Star, √úbelkeit, Tumore, Epilepsie, Infektionen, Stre√ü, Magersucht, Depressionen, Rheumatismus, Arthritis und m√∂glicherweise auch Herpes.

8. Speiseöle und Protein

Aus Hanfsamen kann man h√∂chst nahrhaftes Speise√∂l gewinnen, das die meisten essentiellen Fetts√§uren enth√§lt. Diese lebenswichtigen √Ėle sind f√ľr unsere Immunsystem verantwortlich und reinigen die Arterien von Cholesterin und Plaque.

Proteine aus Hanfsamen gehören zu den hochwertigsten und vom menschlichen Körper am leichtesten verwertbaren Pflanzenproteinen.

9. Baustoffe

Da man aus 0,4 ha Hanf die gleiche Menge Zellstoffasern gewinnen kann wie aus 1,6 ha Holzbestand, ist Hanf der perfekte Ersatzstoff f√ľr Baumholz zur Herstellung von Hartfaserplatten, Pre√üspanplatten und Schalbrettern.

F√ľr die Herstellung von Plastikrohren kann man die nachwachsende Hanfzellulose als chemisches Ausgangsmaterial verwenden und auf diese Weise die Kunststoffe aus dem nicht erneuerbaren Erd√∂l ersetzen.

3.2 Warum n√ľtzen wir Hanf nicht, wenn diese Pflanze so viele

unserer weltlichen Probleme lösen könnte?

Das Ende des legalen Hanfanbaus begann als Mitte der drei√üiger Jahre der gr√∂√üte R√ľstungskonzern der USA, Du Pond, der mit der Schie√üpulver Herstellung, auf Grund der √§hnlichen Ausgangsmaterialien, auch die Produktion von Textilfasern verband, viel Geld in die Entwicklung synthetischer Fasern flie√üen lie√ü. "Man denke nur an unsere nat√ľrlichen Ressourcen. Die Chemiker haben mit der Entwicklung synthetischer Produkte, durch die nat√ľrliche Produkte erg√§nzt oder v√∂llig ersetzt werden k√∂nnen, dazu beigetragen, diese zu erhalten." Wie der Generaldirektor von Du Pond seine Ma√ünahmen rechtfertigte. 1937 lie√ü Du Pond das umweltsch√§dliche Verfahren zur Herstellung von Holzzellstoffpapier auf Sulfatbasis sowie Nylon patentieren. Auf den Druck des Konzerns hin, verabschiedete der Senat im selben Jahr das Marihuanasteuergesetz, welches es den kleinen Betrieben und Farmern, die bisher Papier und Textilfasern aus Hanf herstellten, unm√∂glich machte der Konkurrenz der gro√üen Konzerne stand zu halten. Um das Monopol unantastbar zu machen folgte das Marihuanaverbot, welches heute noch besteht.

Die Standartfaser der Weltgeschichte, eine der wichtigsten landwirtschaftlichen Nutzpflanzen, die selbst in einer Monokultur angebaut keine Bodensch√§den verursacht, k√∂nnte uns mit Textilien, Papier, Speise√∂len, Proteinen, Baustoffen, Energie, Farben und Lacken, Medikamenten, Seilen, Brennstoffen und ungef√§hrlichen Rauschzust√§nden versorgen. Doch die Gro√üindustriellen - Du Pond, Allied Chemical, Monsato, um nur einige zu nennen - sind durch die Hanfprohibition vor Konkurrenz gesch√ľtzt .Sie f√ľhren Krieg gegen den biologischen Zyklus der Natur und gegen die kleinen Farmer. Sie verhindern die harmonische Nutzung der Natur die uns Hanf erm√∂glichen w√ľrde und zerst√∂ren somit die einzige Chance die schwindenden Ressourcen unseren Planeten zu bewahren.

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