Österreich nach dem Ende des Erste Weltkrieges

Nach dem Ende des Erste Weltkrieges wurde am 12. November 1918 die Gründung der Republik ausgerufen. Doch nicht einmal die Grenzen der Republik waren festgelegt, deshalb sprach sich schnell ein Gerücht um, und zwar, dass diesen Staat keiner wollte, dies stimmte jedoch nicht. 1921 kam dann durch den Friedensvertrag von Saint-Germain-en-Laye Westungarn (Burgenland) zu Österreich. Seit dem Zeitpunkt waren die Grenzen die selben wie sie auch heute noch sind.

Am 16. Februar 1919 fanden die ersten Wahlen statt (Wahlrecht für Frauen wurde eingeführt). Es standen folgende Parteien zur Wahl:

1. Sozialdemokratische Partei

orientierte sich am Programm von Karl Marx (stark links orientiert)

2 Denker:

Dr. Karl Renner (gemäßigter Flügel)

Dr. Otto Bauer (radikaler Flügel)

Wähler waren Arbeiter

2. Christlich-soziale Partei

Prälat Dr. Ignaz Seipel (radikal) Prälat = kirchl. Ehrentitel

Prälat Hauser

3. Großdeutsche Partei

wollten ein Großdeutschland

4. Landbund

liberale Bauernorganisation

5. Kommunistische Partei

Diese Wahl gewannen die Sozialdemokraten vor den Christlichsozialen. Nach dieser Wahl stellten die beiden Großparteien bewaffnete Privatarmeen auf: die Christlichsozialen die Heimwehr, die Sozialdemokraten den Schutzbund.

Die Sozialgesetzgebung der Republik Österreich, zum Großteil das Werk des Ministers für Soziale Fürsorge, Ferdinand Hanusch, war eine der umfassendsten und fortschrittlichsten der Welt

Achtstundentag

Kollektivverträge

Verbot der Kinderarbeit

Arbeitslosenversicherung

1922 trat eine profilierte Persönlichkeit an die Spitze der christlichsozialen Regierung, Prälat Dr. Ignaz Seipl. Er sanierte die Staatsfinanzen und "beschaffte" auch eine Anleihe vom Völkerbund. Dadurch konnte die Inflation gestoppt werden und am 1. Januar 1925 wurde eine neue stabile Währung, der Schilling, eingeführt.

Prälat Dr. Seipl war der politische Gegner von Dr. Otto Bauer.

Das Fußvolk der Parteien, der Kontrolle der Führung oft entglitten, griff jedoch immer wieder zur Gewalt. Am 30. Januar 1927 prallten in Schattendorf im Burgenland sozialistische Schutzbündler und christlichsoziale Frontkämpfer aufeinander, ein Kind und ein Invalider wurden erschossen. Die schuldigen Frontkämpfer stellte man vor Gericht, aber die Geschworenen sprachen sie frei. Daraufhin marschierten am 15. Juli sozialistische Demonstranten vor dem Justizpalast auf, sie drangen in das Gebäude ein und steckten es in Brand. Die Polizei ging mit Waffengewalt gegen die Demonstranten vor, es gab 89 Tote (4 Polizisten).

Am 20. Mai 1932 übernahm Dr. Engelbert Dollfuß die Führung der christlichsozialen Regierung. 1933 schaltete er durch einen organisierten Streik das Parlament aus, ab diesen Zeitpunkt regierte er mit diktatorischen Mitteln (er verbot unter anderem den Schutzbund).

Es lag schon lange in der Luft, dass irgend etwas passieren würde. Am 12. Februar 1934 war es dann so weit, es kam zum Bürgerkrieg zwischen Schutzbund und Heimwehr.(4 Tage). Die Christlichsozialen konnten durch die Einbeziehung des Bundesheers den Bürgerkrieg gewinnen.

Am 25. Juli 1934 wurde Dollfuß von einer illegalen österreichischen SS-Einheit ermordet. Sein Nachfolger wird Dr. Kurt von Schuschnigg. Er schloß dann mit Deutschland ein Abkommen, indem sich Österreich verpflichtet nationalsozialistisch gesinnte Politiker in die Regierung aufzunehmen. Als Gegenleistung anerkannte das Deutsche Reich die Unabhängigkeit Österreichs.

Im Februar 1938 lud Hitler Schuschnigg ein und forderte die Bedingung in Österreich ein nationalsozialistisches Regime zu errichten. Dies geschah dann auch, doch Schuschnigg setzte am 9. März eine Volksabstimmung gegen Hitler für den 13. März an. Hitler reagierte schnell und drohte mit dem Einmarsch in Österreich. Schuschnigg ließ die Volksabstimmung fallen und trat zurück. Dr. Arthur Seyss-Inquart wurde zum Bundeskanzler ernannt und Hitler marschierte am 12. März 1938 in Österreich ein. Eine von den neuen Machthabern veranstaltete nachträgliche Volksabstimmung brachte ein geradezu penetrantes Ergebnis, 99,73 % der Österreicher hätten demnach die Frage "Bist Du mit der am 13. März 1938 vollzogenen Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich einverstanden und stimmst Dur für die Liste unseres Führers Adolf Hitler?" mit Ja beantwortet.

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