Frankfurter Schule



































1. Erläuterung des Begriffes Frankfurter Schule



Unter dem Begriff Frankfurter Schule versteht man zwei Bedeutungen. Einerseits das 1923 gegr√ľndete Institut f√ľr Sozialforschung in Frankfurt als auch die Theorien von Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und Herbert Marcuse.


1.1 Geschichtliche Entwicklung der Frankfurter Schule


Gegr√ľndet wurde die FS im Jahre 1923 unter dem Namen Institut f√ľr Sozialforschung in Frankfurt. Dessen Existenz ist der gro√üz√ľgigen Stiftung von Hermann Weil, eines deutschen Auswanderers der in Argentinien als Gro√üfarmbesitzer reich wurde, zu verdanken. Sein Sohn Felix brachte seinen Vater dazu die FS zu gr√ľnden, da er die Idee zur Gr√ľndung eines politisch unabh√§ngigen und finanziell abgesichterten sozialwissenschaftlichen Instituts verwirklichen wollte. Felix Weil besch√§ftigte sich selber intensiv mit den Marxschen Schriften auseinandersetzte.
Im Jahre 1923 nahm das Institut schließlich seinen Betrieb auf. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Frankfurter Schule zu einer immer wichtigeren Einrichtung der kritischen Philosophie.
Sie behandelte Themen wie Fragen der Literatur - und Musiksoziologie, der √Ėkonomie, der Psychologie und der Philosophie. Hinter einer solchen Bandbreite des Stoffes steht die Auffassung, dass die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit nur durch das Ineinandergreifen der verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen begriffen werden kann.
Aufgrund der politisch immer brisanter werdenden Situation in Deutschland wurde ein Teil der FS im Jahre 1931 nach Holland ausgesiedelt.
1933 musste der Betrieb in Deutschland ganz aufgegeben werden und die Spitzen der FS emigrierten.
1950 wurde der Betrieb wieder aufgenommen. Horkheimer, der bereits 1930 Direktor des Instituts war, als auch Adorno kehrten nach Frankfurt zur√ľck an das Institut.


1.2 Die Frankfurter Schule heute


Spricht man heute von der Frankfurter Schule so meint man damit im Allgemeinen die Theorien von Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und Herbert Marcuse. Diese drei Theoretiker haben im wesentlichen die Struktur des Denkens der "Kritischen Theorie" gepr√§gt, einer Sozialphilosophie, deren Wirkungen erst eine Weile nach der Entstehung eintritt. Erst die studentischen Protestbewegungen in den sp√§ten 60 - er Jahren hat ihre Ideen wieder aufgegriffen und diese der √Ėffentlichkeit unterbreitet. Diese Ausbreitung ging parallel zur Wiederaufnahme der Diskussion √ľber die Marxschen Werke.

2. Die Methode der Frankfurter Schule, die Kritische Theorie



Die Kritische Theorie wird von den Vertretern der Frankfurter Schule als Methode zur Erfassung der Gesellschaft verwendet. Oberstes Ziel ist dabei die Totalit√§t der Gesellschaft als widerspruchsvollen Gesamtzusammenhang zu entlarven. In der Aufdeckung der gesellschaftlichen Widerspr√ľche ist die "Kritische Theorie" vom Interesse an einer menschenw√ľrdigen Gesellschaft geleitet. Sie will sich quer zur bestehenden gesellschaftlichen Realit√§t stellen.
Damit kontrastiert sie sich zentral gegen√ľber dem Positivismus, der als Gegensatz zur Kritischen Theorie formuliert ist.

Positivismus ist die Lehre, die das Gegebene (Gesellschaft) deutungsfrei, das heißt ohne subjektiv bedingte Erklärungsversuche erfassen will. Dabei orientiert sich der Positivismus an seinem Wissenschaftsideal am Vorbild der Naturwissenschaften. Ziel ist es die möglichst exakten Erkenntnisse nutzbar zu machen und technisch anzuwenden.

Die Kritische Theorie offenbart wie sich die Gesellschaft, vom Menschen erschaffen, unaufh√∂rlich an Autonomie gewinnt und sie dadurch als gigantischer Apparat erscheint, dem der Einzelne als handlungsunf√§hig und ohnm√§chtig ausgeliefert ist. Die gesellschaftlichen Mechanismen haben sich verselbst√§ndigt und den Menschen zum Objekt degradiert. Die Kritische Theorie tritt f√ľr die gro√üen b√ľrgerlichen Ideen von Freiheit und Vernunft ein und richtet sich gegen das Zeitalter der Massenkultur.

Die "Frankfurter Schule" versteht sich als Repr√§sentant und Nachfolger der klassischen Philosophie, die ein Gesellschaftsideal vertritt, das am Glauben an die M√∂glichkeiten des Menschen orientiert ist. Sie halten eine Verwirklichung, Befreiung des Menschen nur dann f√ľr m√∂glich, wenn er sich aus den gesellschaftlichen Zw√§ngen befreit bzw. wenn sich die Gesellschaft grundlegend ver√§ndert. Die Resultate wie Egoismus lastet die FS nicht dem Individuum an, sondern der gesellschaftlichen Realit√§t, in der es gefangen ist.



3. Die Weiterf√ľhrung der Marxschen Kapitalismuskritik



In ihrem erfassen der Gesellschaft kn√ľpft die FS an der Marxschen Kapitalismuskritik an. Ich m√∂chte diese nun kurz erl√§utern.

Laut Marx beinhaltet das Kapitalverh√§ltnis ein Tauschverh√§ltnis. Der Arbeiter tauscht seine Arbeitskraft gegen einen bestimmten Geldbetrag und stellt als Gegenleistung dem "K√§ufer" seine Arbeitskraft zur Verf√ľgung. Nach Beendigung dieses Verh√§ltnisses f√ľr ein gewisses Zeitquantum kann dieser Vorgang beliebig wiederholt werden. Der Arbeiter existiert als freies und autonomes Individuum, das, anders als der Sklave, nicht durch physische Gewalt zur Arbeit gezwungen wird. Marx' Untersuchung besteht darin, aufzuzeigen, wie sich hinter diesem scheinbar gerechten Austausch in Wahrheit ein Ausbeutungsverh√§ltnis verbirgt.

Der Wert einer Ware wird durch ihre Herstellungskosten und die aufgewendete Arbeitszeit bestimmt. Durch immer neue technische Innovationen, Rationalisierungen und billigere Rohstoffe wird die Ware billiger.

Indem der Arbeiter seine Arbeitskraft als Ware anbietet unterwirft er sich der gleichen Wertbestimmung wie jede Ware. Ihr Wert entspricht dem Arbeitsquantum, das zu ihrem Existieren notwendig ist, also die Kosten, die f√ľr die Lebenserhaltung des Arbeiters notwendig sind. Die untere Grenze des Werts der Arbeitskraft wird jedoch durch den Wert der physisch unentbehrlichen Lebensmittel festgelegt.
Der Kapitalist erwirbt die Arbeitskraft des Arbeiters f√ľr eine bestimmte Geldsumme, um sie im Produktionsprozess einzusetzen. Die Ungleichheit des Tauschverh√§ltnisses zwischen Kapital und Arbeit besteht nun darin, dass der Arbeiter w√§hrend des Produktionsprozesses mehr Wert schafft, als er kostet. W√§re dies nicht so h√§tte der Kapitalist kein Interesse am Arbeiter.

Der Kapitalist macht laut Marx nichts weiter, als das von ihm erworbene Arbeitsvermögen so weit wie möglich anzuwenden und die Fähigkeiten des Arbeiters, mehr Kapital zu schaffen als er gekostet hat, auszubeuten.
W√§hrend in vorkapitalistischen Gesellschaften (Sklaven, Bauern im mittelalterlichen Feudalismus) das Ausbeutungsverh√§ltnis offen vorliegt, ist es in der kapitalistischen Gesellschaft verschleiert. Dem Sklaven ist bewusst, dass er ausgebeutet wird, der Arbeiter jedoch denkt seine Arbeit w√ľrde bezahlt, nicht seine Arbeitskraft. Das Wesen der Gesellschaft, auf Ausbeutung zu beruhen, ist nicht unmittelbar wahrnehmbar.

Die Frankfurter Schule nimmt den Marxschen Gedanken auf und macht ihn zur Grundlage ihrer Gesellschaftstheorie. Sie beziehen die Marxsche Erkenntnisse auf alle Lebensbereiche und weisen nach dass im Tausch nicht nur eine √∂konomische Unterdr√ľckung vorliegt, sondern eine allgemeine Unterwerfung des Besonderen unter dem Allgemeinen. Der Austausch zweier Waren, z.B. eines Handy gegen Stiefel zeigt, dass im Tauschakt von der unterschiedlichen, materiellen Qualit√§t der Gegenst√§nde abgesehen wird und sie miteinander verglichen werden. Damit zwei unterschiedliche Dinge verglichen werden k√∂nnen, m√ľssen sie aber ein gemeinsames Merkmal besitzen. Dieses Gemeinsame oder Allgemeine, die den Tauschwert der Waren bildet, ist die investierte Arbeitszeit. Indem so unterschiedliche Gegenst√§nde miteinander verglichen werden, wird von ihrer Besonderheit abgesehen und diese dem Allgemeinen unterworfen. Diesen Prozess nennt man Abstraktion.

Auch die Natur ist dem Prozess der Degradierung zum Objekt unterworfen. Natur wird unter dem Aspekt der Nutzbarmachung und Verwertbarkeit vom Subjekt zum Objekt erniedrigt. Dieses Verhalten der Menschen zur Natur spiegelt sich in ihrem Verhalten zueinander wider; die Menschen behandeln sich gegenseitig als Objekte, als Mittel f√ľr ihre Interessen, nicht aber als Subjekte, unmittelbare Ziele und Zwecke ihrer Handlungen.

Die Degradierung zum Objekt scheint in der Geschichte immer wichtiger und das Besondere scheint mehr und mehr an Wert zu verlieren. Auch die Freiheiten und die Autonomie des einzelnen sind in unserer verwalteten, kapitalistisch orientierten Welt immer schwieriger auszuleben.
Marx und Hegel sahen die Geschichte als unaufhaltsamen Progress, diese Ansicht negiert die FS. Zwar sieht sie die Geschichte auch als widerspr√ľchlich ablaufenden Prozess, jedoch entzieht sie sich dem Endzielgedanken.



4. Die Bedeutung der Psychologie als Gesellschaftswissenschaft


Als grundlegende Bedingung um die Gesellschaft zu verstehen verlangt die FS die fächerspezifische Aufteilung der Wissenschaft. Die unterschiedlichen Disziplinen können so in die Fragestellungen der kritischen Theorie eingebracht werden.

Marx legte bei seiner Kapitalanalyse nur Augenmerk auf √∂konomische Ph√§nomene wie die Monopolbildung. Die FS sprengt diesen verengten Ansatz und wandelt auf den Spuren Wilhelm Reichs. Dieser besch√§ftigte sich mit der Frage, wie es zu erkl√§ren ist, dass in der tiefsten √∂konomischen Krise des kapitalistischen Systems die Irrationalit√§t des Nationalsozialismus √ľber die rationale Erkenntnis des Marxismus triumphieren konnte. Wie folgen die Massen von Leuten trotz offensichtlicher M√§ngel der kapitalistischen Produktion nicht ihrem √∂konomischen Interesse, sondern schlie√üen sich dem Faschismus an? F√ľr Reich, wie die FS, ist dieses Ph√§nomen nur psychologisch erkl√§rbar. Der Faschismus mobilisierte das Unbewusste, die verdr√§ngten Triebregungen f√ľr seine politischen Ziele.

Insbesondere die Untersuchung des Nationalsozialismus gab der FS Anstoß die Psychologie als wichtige Komponente in die Gesellschaftsuntersuchung einzubringen. Die soziologische und ökonomische Dimension des Faschismus wird durch die Ergebnisse der Psychologie relativiert und verständlicher.

In seinen sp√§ten Arbeiten versuchte insbesondere Marcuse die Freudsche Psychoanalyse f√ľr die Erkenntnis gesellschaftlicher Steuerungsmechanismen fruchtbar zu machen. Marcuse m√∂chte eine Ver√§nderung der vom Kapitalismus geweckten manipulierten Bed√ľrfnisse veranlassen. Um den gesellschaftlichen Gehalt der existierenden Bed√ľrfnisse zu untersuchen geht er auf zwei Ebenen vor. Zum einen will Marcuse aufzeigen wie die gesellschaftlichen Normen √ľber die elterliche Erziehung im Kind manifestiert werden, zum anderen fragt er sich, ob die Unterdr√ľckung des Lustprinzips durch das Realit√§tsprinzip eine Notwendigkeit ist, um das Fortbestehen der Kultur zu erm√∂glichen.

F√ľr Freud ist die Frage eindeutig dadurch gekl√§rt, dass Kultur und gesellschaftlicher Fortschritt nur m√∂glich sind wenn die Triebe von ihrem direkten Streben nach Erf√ľllung durch Ablenkung und Unterwerfung kontrolliert werden und produktiv eingesetzt werden. Marcuse h√§lt jedoch eine Symbiose zwischen Realit√§ts - und Triebanspr√ľchen f√ľr denkbar, wenn die kapitalistischen Herrschafts - und Leistungsprinzipien aufgehoben werden.



5.Kunst und Kulturindustrie f√ľr der Frankfurter Schule


Die Kunst soll - nach der FS - sich gegen√ľber der Herrschaft des Tauschwertes als resistent erwesen. Marcuse, Adorno und Horkheimer sehen die Kunst als Ausdruck von Menschlichkeit, G√ľte und Solidarit√§t um so das gesellschaftliche M√∂gliche gegen das gesellschaftlich Wirkliche zu vertreten.Um ihre Gegenposition zur Gesellschaft bewahren zu k√∂nnen und ihre Bestimmung, sich aus dem Prozess der Abstraktion herauszul√∂sen, muss Kunst auf Autonomie und Distanz zur Gesellschaft bestehen.

Kunst steht im Gegensatz zu den Produkten der Kulturindustrie, die das Individuelle ausl√∂schen und es durch Stereotypen ersetzen. Sie produziert und manipuliert die Bed√ľrfnisse der Konsumenten, deren F√§higkeit zu kritischem Denken verk√ľmmert. Ziel der Kulturindustrie ist es, die Identifikation des einzelnen mit der Gesellschaft herzustellen. Die Wiederholung des immer Gleichen l√§sst den Schein der Unver√§nderbarkeit der gesellschaftlichen Verh√§ltnisse entstehen.

Neben der Aufgabe, die Identit√§t von Individuum und Gesellschaft zu garantieren, f√§llt der Kulturindustrie die Funktion zu, die Aufrechterhaltung der Arbeitskraft zu garantieren. Als Freizeitindustrie produziert sie Konsumg√ľter, die die Individuen zwar als denkende Subjekte verneinen, jedoch ihre weitere Verwendung im Produktionsprozess m√∂glich machen. Reduziert die kapitalistische Produktionsweise nach Adorno, Horkheimer und Marcuse das Individuum auf die Eigenschaft, Arbeitskraft zu sein, so wiederholt die Kulturindustrie diesen √∂konomischen Vorgang auf ideologischer Ebene. Sie macht dem Menschen deutlich, dass er auswechselbar ist.

Die Kulturindustrie gibt vor, dass sie den autonomen Bed√ľrfnissen der Konsumenten folgt, w√§hrend sie umgekehrt erst diese Bed√ľrfnisse erzeugt. Pers√∂nlichkeit verk√ľmmert in der Bewusstseinsindustrie zur leeren H√ľlle, zum √§u√üeren Unterscheidungsmerkmal, das die innere Gleichf√∂rmigkeit der Individuen verdeckt. Sie reduziert sie auf der Wahl der Zigarettenmarke und der Art der Haarfrisur.


6. Formen und Möglichkeiten der Gesellschaftsveränderung in der Theorie der "Frankfurter Schule"


Zun√§chst m√ľssen wir uns in Erinnerung rufen, dass - nach der Theorie der FS - das Tauschprinzip in unserer Gesellschaft ein alles umfassendes, in jede Pore eindringendes, kontinuierlich fortschreitendes Prinzip ist. Da unsere Gesellschaft von diesem Prinzip immer mehr und mehr eingenommen wird, wird das kritische Denken gegen√ľber bzw eine reflektierte Auseinandersetzung mit der Gesellschaft immer schwieriger.

Nun fragt sich nat√ľrlich, wie wir aus diesem "Teufelskreis" herauskommen k√∂nnen. Theodor Adorno sieht kaum noch M√∂glichkeiten zu einem effektiven Widerstand gegen das gesellschaftliche System zu leisten. Ein R√ľckzug des einzelnen Individuums aus der totalen Vereinnahmung der kapitalistischen Gesellschaft ist f√ľr Adorno noch die vern√ľnftigste L√∂sung. Dass eine Ver√§nderung im Verhalten der Massen m√∂glich ist h√§lt er f√ľr unm√∂glich.

Herbert Marcuse dagegen sucht nach einer Strategie, die es m√∂glich macht, dass die Integration des Menschen im gesellschaftlichen Betrieb aufgehalten bzw sogar r√ľckg√§ngig gemacht werden kann.

Marcuses Vorstellungen √ľber Mittel und Wege gesellschaftlicher √Ąnderung sind als Gegensatz zur Marx Revolutionstheorie formuliert. Die Marxsche Revolutionstheorie vertritt die Auffassung, dass das kapitalistische System an seinen √∂konomischen Widerspr√ľchen zerbricht, welche sich in wirtschaftlichen Krisensituationen √§u√üern. Die Arbeiterklasse wird in Krisenzeiten dazu getrieben, das herk√∂mmliche kapitalistische System abzuschaffen und eine neue sozialistische Gesellschaftsform zu kreieren.

Marcuse stellt dieser Revolutionstheorie die historische Entwicklung der b√ľrgerlichen Gesellschaft entgegen, die offenbar nicht auf einen Zusammenbruch hinausl√§uft.
Sie bringt es sogar zustande kritische Potentiale (Arbeiterklasse) √ľber Bed√ľrfnismanipulation und einer Steigerung des Lebensstandards zu befriedigen. Daher setzt Marcuse darauf die gesellschaftliche Herrschaft √ľber das Individuum abzuschaffen und neue Bed√ľrfnisse zu erzeugen. D.h. die Ver√§nderung der Gesellschaft setzt die Ver√§nderung der menschlichen Triebbed√ľrfnisse und Wertvorstellungen voraus. Der Mensch muss zun√§chst seine innere Natur √§ndern, damit sein Verh√§ltnis zur √§u√üeren Natur umgestaltet werden kann.

Marcuse fordert die Emanzipation der Sinne und die Befreiung der Phantasie als F√§higkeit, gesellschaftliche Alternativen denken zu k√∂nnen. In einer solchen √úberflussgesellschaft wie der unseren k√∂nnten wir uns eine Gesellschaft erlauben, die nicht, wie bisher, auf Unterdr√ľckung beruht.

Da die Arbeiterklasse viel zu sehr in den gesellschaftlichen Integrationsmechanismen gefangen ist, stellt sie f√ľr Marcuse die Funktion der revolution√§ren Bewegung nicht dar.
Stattdessen werden Randgruppen wie Studenten oder Afroamerikaner f√ľr Marcuse zu Repr√§sentanten neuer Bed√ľrfnisse und Lebensformen. Diese Randgruppen zeigen bereits zwischenmenschliche Beziehungen, die auf Solidarit√§t und Sinnlichkeit beruhen und kontr√§r zu den Gepflogenheiten der Tauschgesellschaft stehen.











7.Quellenverzeichnis


- Marcuse, Herbert:Versuch √ľber die Beifreiung, Frankfurt a. M. 1969
- Apel, Hartmut: Die Gesellschaftstheorie der Frankfurter Schule


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