Das Apostelkonzil


Das Apostelkonzil

Konzil:
    eine kirchliche Versammlung oder Zusammenkunft im allgemeinen ist es eine Bischofsversammlung, die über Fragen der Lehre und des Lebens berät, z.T. können auch Laien daran teilnehmen

Heiden:
    nach dem Alten Testament diejenigen, die nicht zum Volk Israel gehören nach dem Neuen Testament die Gruppe der nicht Getauften im christlichen Sprachgebrauch werden Nichtjuden und Nichtchristen als Heiden bezeichnet.

Kurze Information über das Konzil:
    wird im Neuen Testament (Apostelgeschichte 15, 1 - 13) beschrieben dieses Konzil von Jerusalem, das um 50 n.Chr. stattfand, war ein Treffen von Petrus, Paulus und führenden Vertretern der Christen in Jerusalem und beschäftigte sich mit dem Problem der Heidenmission und der Christlichen Freiheit

Ursachen und Vorgeschichte, die zum Konzil führten:
    Kurz nach Ostern kam es zu einem heftigen, folgenschweren Streit zwischen den genuin palästinensischen Judenchristen und den griechisch sprechenden Einwandern und deren Abkömmlingen Die lukanische Tradition (Apg. 6,1 - 7) verharmlost und übermalt erbaulich das Ereignis Die gemeinsame Versorgung der christlichen Witwen und ihres Anhangs hat vorhandene Spannungen akut werden lassen und die Einsetzung von Diakonen war sicher nicht das Mittel der Befriedigung angebliche Diakone arbeiteten später als Missionare und Evangelisten und sind anerkannte Träger des Kreises von Hellenisten, die unter Führung von Stephanus den Weg in die Heidenmission antraten Dieser entstandene Konflikt betraf eine selbstständige Gemeindeleitung der Hellenisten, in welcher der Sieben neben die Zwölf der Palästinenser gestellt wurden Wichtigste Unterschied zwischen den Gemeinden und mindestens einen Protagonisten betraf Frage, ob man die Mission der jüdischen Diaspora [Zerstreuung] sich auf Juden und den Kreis der Gottesfürchtigen beschränken sollte, man Heiden also erst nach Aufnahme in Synagoge oder ohne Vorbedingungen bekehren dann taufen durfte (in christliche Gemeinschaft) Praktisch entstand die Frage, ob das Christentum eine messiasgläubige jüdische Sekte bleiben sollte, oder auf mosaische Kult - und Ritualgesetze verzichten, Weltmission treiben sollte und Kirchen aus Juden und Heiden geduldet wurden Heiden hatten sich christlichen Gemeinden angeschlossen, ohne auf das jüdische Gesetz verpflichtet worden sein Soziologisch stellt sich die Frage, ob ein neuer Religionsverband geschaffen werden sollte oder nicht Ihre Stellung musste geklärt werden, ob sie nun vollgültige Christen wahren oder nicht
Im Zentrum stand das Problem der Freiheit gegenüber der Tradition
Freiheit gegenüber vorchristlicher Offenbarungstradition, zumal dies im Alten Testament stand
    Besonders wirkten sich diese Konflikte in Sachen Beschneidung aus: Möglicherweise gab es auch schon Judenchristen, die ihre Kinder nicht beschneiden ließen Gesetzestrenge Judenchristenheit wurde von allem nicht betroffen Orthodoxe Judenchristen unterstellten den Heidenmissionaren, sie verzichten auf die Beschneidung um viele Leute zu werben Sachlich bedeutete dies: Die Preisgebung der Beschneidung, die Kontinuität mit Israel aufzugeben " Für die noch streng an das Gesetz gebundene Urgemeinde stand mit der Beschneidungsforderung nichts Geringeres als die leibhaftige Kontinuität der Heilsgeschichte auf dem Spiel und damit die Frage der Legitimation ihres Anspruchs, das wahre Israel zu sein im Gegensatz zu den Jude, die ihren eigenen verheißenen Messias - König verworfen hatte" (Bornkamm, Paulus, 55) Für die anderen, die bewußt auf die Beschneidung verzichteten, stellte sich dieses Problem genau umgekehrt dar, ihnen erschien die Forderung nach Beschneidung unzumutbar dar, als könne Gottes Gnade nur wirken, wenn man beschnitten ist Sie sahen die Beschneidung als eine Gefährdung des Wesens des Glaubens Diese Fragen schwellten schon lange, vor allem Petrus und Barnabas beschäftigten sich mit dieser Frage und eine Regelung Nach dem konkreten Anlass gehen die Apostelgeschichte und Paulus auseinander, dennoch findet sich ein Ausgleich nach (Apg 15,1) fand eine Agitation [Verbreitung von politischen Ideen] durch Judaisten in Antiochia statt, die zu Streit in der Gemeinde führten Gemeinde entschloss sich Paulus und Barnabas nach Jerusalem, um Klärung der Angelegenheit zu senden Paulus sagte aber, dass er aufgrund einer Offenbarung nach Jerusalem gekommen sei (Gal. 2,2) Ihm war es eine Herzensangelegenheit und eine Notwendigkeit Ziel: Einigung zwischen Jerusalem und Antiochia Aus beiden, gewisser Weise, rivalisierten Gemeinden in Jerusalem war es, theologisch geurteilt, zu etwas wie verschiedenen Konfessionen mit abweichender Dogmatik [Glauben] und weitgehender Einschränkung der Bruderschaft gekommen Wahrscheinlich wollte die Gemeinde in Antiochia die Versöhnung der Gemeinden und die wachsende Trennung von Jerusalem beheben

Verlauf:
    So wie es in der Apostelgeschichte scheint und beschrieben wird, waren die Verhandlungen nicht Barnabas, der Paulus nach Antiochien geholt hat, war Delegationsführer, während die zentrale Auseinandersetzung um die paulinische Mission als die aggressivste und erfolgreichste Gestalt der Christianisierung von Heiden ging Gesetzesstrenge Judenchristen, die sich um Jakobus scharen, klagen an, wiederholen praktisch die Anklage des Stephanusprozess, nun aber in christlicher Form Paulus meinte es wären Falschbrüder unter ihnen, die Judenchristen, dies führte seinerseits zu Zorn Seiner Meinung nach sind die führenden Leute auf Jerusalemer Seite: Jakobus, Petrus und Johannes; auf der von Antiochia sind nur: Petrus, Barnabas und Titus als Beispiel für einen unbeschnittenen Heiden Laut Apostelgeschichte fehlen die Zwei, Johannes und Titus Wichtigster Unterschied ist die Rollenverteilung; laut Apostelgeschichte hat zuerst Petrus zu der erregten Menge über Macht Gottes, der auch die Heiden rettet, gesprochen Die Anwesenden waren von dem Plädoyer so beeindruckt, so dass sie der radikalen Minorität einstimmten, um die Trennung der Interessen zu waren Man könnte dies ausgesprochene kirchen - politische Lösung einer tiefgreifenden Krise bezeichnen Was man Paulus zugestanden hatte, was er nachher in Antiochien praktizierte, blieb strengen Judenchristen (1Kor 8 - 10 und Apg 10, 9 - 16 ) ein Ärgernis und wurde von überwachenden Jakobusleuten, dem Apostelfürsten vorgehalten 15 Jahre nach Jesu Tod kamen dort Spionage und Denunziation vor, Rangstreitigkeiten verjagte den vornehmsten Apostel aus Petrus war kein Vertreter der evangelischen Freiheit, hatte er sich undogmatisch sich mit Heidenchristen eingelassen, kroch er nun zu Kreuze, der Jerusalemer Disziplin unterwerfend, woraufhin Paulus ihn der Heuchelei beschuldigte In dem Konzil spürte man die Anspielungen auf die Bekehrungen des Kornelius (Apg. 15,7 - 11) Aber danach kommen Barnabas und Paulus in einem einzigen Vers zu Wort (Apg. 15,12) "...und sie hörten Barnabas und Paulus erzählen, was für Zeichen und Wunder Gottes an den Heiden durch sie getan hat." Über Probleme und Nöten berichteten diese Menschen nicht, nur von den Wundertaten Gottes Dann tritt Jakobus auf, der wieder auf das Beispiel von Kornelius anspielt, dass er schon durch den Bruder Simon den Weg gewiesen habe Dies wird durch Schriftzitat untermauert (Amos 9,11f.), aus dem das Recht zur Heidenmission abgeleitet wird, er gibt den Rat auf die Beschneidung zu verzichten, lieber mehr die Einhaltung der noalitischen Gebote zu verlangen Durch diese Argumentation wirkt dies alles nicht ganz überzeugend, aber es wird vorausgesetzt, dass allen diese Ereignis bekannt war (Apg. 11,1 - 18), doch zeigt es sich, dass es weitgehend unbekannt war Dann kommt es zu Aufruhr, weil Dinge so geschahen, wie sie nach Petrus geschehen mussten
"Aber für Lukas gab es keine andere Wahl. Er war einmal davon überzeugt: Gott will die gesetzesfreie Heidenmission. Und er war weiter davon überzeugt: Diese Heidenmission ist nur legitim, wenn sie von dem Repräsentanten der jerusalemischen Gemeinde ins Werk gesetzt war. Dann blieb ihm als Erklärung des Widerspruchs, auf den diese Mission in Jerusalem stieß, nur jene unbegreifliche Vergeßlichkeit, die als solche zu bezeichnen, er sich freilich gehütet hat" (Haenchen, Apostelgeschichte, 447)
    Man muss sich an Paulus‘ Worte halten und die Richtigkeit zu erkennen, obwohl er nicht viel mitgeteilt hatte, jedoch lassen seine Worte erahnen wie schwierig die Verhandlungen gewesen sein müssen Zum Ende kam dann doch ein tragbares Resultat zu Stände



Ergebnisse

    Ergebnis: Aposteldekret, das die den Heidenchristen die Einhaltung der noachitischen Gesetze abverlangt, aber nicht die Beschneidung Auch für Paulus ist der Verzicht auf die Beschneidung ein wesentliches Ereignis, aber die Bestimmungen des Aposteldekrets sind ihm unbekannt è das Aposteldekret muss in eine andere Situation gehören Dass Paulus nicht damit zu hat, ist aus mehreren Gründen anzunehmen
    Paulus würde zum Lügner, wenn er eine derartige Abmachung gemacht hätte und dann behauptet
(Gal. 2,6), ihm seihen keine Auflagen erteilt worden
Wäre diese Sache nur eine sinnlose Lüge gewesen, hätte diese alles verschlimmert
    Im ersten Korintherbrief beschäftigt sich Paulus, mit der Frage wie man sich mit Götzenfleisch verhalten soll, er hat keine feste Lösung und kann nur seelische Ratschläge geben
Hätte er am Aposteldekret mit entschieden, hätte er eine klare Lösung gehabt, seine Antwort weicht sachlich kaum vom Aposteldekret ab, vor allem in 1.Kor. 10,23 - 11,1
    Schließlich hat man auch literarkritisch den Eindruck das Paulus ursprünglich nichts damit zu tun, zwar werden noch Barnabas und Paulus erwähnt, aber das ist eine spätere Einfügung
Die Sendboten heißen nachdem Judas und Silias, sie sind beauftragt die Dinge entsprechend dem Dekret durchzuführen in Antiochia, hätten sie Einfluss auf das Dekret gehabt, wären sie nicht nur nebenbei erwähnt worden, è das Aposteldekret wird nicht unmittelbar mit dem Apostelkonzil im Zusammenhang stehen
    laut Paulus hat das Apostelkonzil 3 Ergebnisse gebracht, wobei das Erste wirklich klar ist
    - Jerusalemer verzichteten auf die Beschneidung bei Eintritt in die Gemeinde und erkennen sie als gleichwertige Christen an, dies wird am Beispiel des Titus deutlich, leicht wird den Jerusalemern die Entscheidung nicht gefallen sein
"Sicher haben die Jerusalemer sich das paulinische Evangelium nicht völlig und in allen seinen Konsequenzen zu eigen gemacht. Es scheint, als ob die unmittelbare Einsicht in das von Gott wunderbat Gewirkte beim Zustandekommen der Einigung den stärkeren Anteil hatte als rein theologische Argumente" (Bornkamm, Paulus, 59)
    - "Wir zu den Heiden, sie zu den Juden" (Gal. 2,9)
- schwierig zu verstehen und wurde verschieden ausgelegt
    kann geographisch zu verstehen sein, dann hätte sich Petrus nicht daran gehalten, aber Trennung kaum durchführbar noch schwieriger ist die ethnische Aufteilung, nach der sich Petrus nur an die Juden wendete und Paulus nur an die Heiden, so war es aber nicht Paulus ist der Überzeugung, dass das Heil erst den Juden und dann den Heiden angeboten werden müsste Trennung von Heidenchristen und Judenchristen, d.h. jeder Missionar missionierte in seinem Bereich Er hat die Vereinbarung so verstanden, dass die sachliche Eigenart der beiden Missionarsarten, als gleichberechtigt anerkannt wurde
" Das konnte in diesem Fall vor allem nur heißen, dass die heidenchristliche Mission ungehindert ihren Weg gehen sollte und beiden Seiten auf Rivalität und Konkurrenz im Missionsbereich der anderen verzichten" (Bornkamm, Paulus, 60)
    natürlich gab es wieder andere die diesen Teil der Abmachung wieder anders verstanden, ein wesentlicher Teil der Schwierigkeiten des Paulus in seinen Gemeinden ist auf diese Auslegungen zurückzuführen vielleicht habe es einige Möglichkeit einer getrennten Entwicklung verstanden, was auch später vielleicht zu einem Konflikt in Antiochia führt
    Paulus erklärte sich freiwillig bereit eine Kollekte in der Gemeinde einzusammeln. Dies spielt in seinem weiteren Leben eine wichtige Rolle.
    Röm 15,25 - 31 zeigt, dass am Ende seines Lebens das Verhältnis zur Muttergemeinde auf ihn lastet
25 Jetzt aber fahre ich hin nach Jerusalem den Heiligen zu Dienst.
26 Denn die aus Mazedonien und Achaja haben willig eine gemeinsame Gabe zusammengelegt für die Armen unter den Heiligen zu Jerusalem.
27 Sie haben’s willig getan und sind auch ihre Schuldner. Denn so die Heiden ihrer geistlichen Güter teilhaftig geworden, ist’s billig, dass sie ihnen auch in leiblichen Gütern Dienst erweisen.
28 Wenn ich nun solches ausgerichtet und ihnen diesen Ertrag treulich überantwortet habe, will ich von euch aus nach Spanien ziehen.
29 Ich weiß aber, wenn ich zu euch komme, dass ich mit dem vollen Segen Christi kommen werde.
30 Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, durch unsern Herrn Jesus Christus und durch die Liebe des Geistes, dass ihr mir helfet kämpfen mit Beten für mich zu Gott,
31 damit ich errettet werde von den Ungläubigen in Judäa und mein Dienst, den ich für Jerusalem tue, angenehm werde den Heiligen,

    Feinde erwarten ihn nicht, bloß vor den Juden muss er sich in Acht nehmen Er ist nicht einmal sicher, ob die Kollekte von den Brüdern angenommen wird Er kennzeichnet sie nur als Liebesgabe, während sie in Jerusalem nur als eine Art Kirchensteuer betrachtet wird Paulus würde sie nicht wichtig nehmen, wenn sie nicht wichtig wäre und brauchte sie nicht persönlich zu überbringen, wenn nicht sein Apostelat und sein Werk erneuert werden müssten Aus Apostelgeschichte wird klar, dass Jerusalem Primatsansprüche in Samaria und Palästina wie in Syrien erhoben hat Man inspizierte und bestätigte neue Gemeinden, so dass das Auftauchen von Jakobusleuten, strengen Judenchristen begreiflicher wird


Folgen

    Apostelkonzil war ein bedeutender Schritt in der Geschichte des Christentums, danach erkannte die Jerusalemer Gemeinde auch unbeschnittene Heiden, die zum Glauben gekommen sind, als gleichberechtigt an Aus Sorge und Verantwortung für die Einheit der Kirche hatten sich die Jerusalemer Autoritäten dazu bekannt, sie gaben damit eine kräftigen Impuls zur Mission unter Heiden Indem die Jerusalemer Gemeinde die Beschneidung als nicht notwendig hielt, machten sie sich in den Augen ihrer Landsleute des Verrats am jüdischen Volk strafbar/schuldig è Verfolgung der Jerusalemer Gemeinde, auch Folge des Apostelkonzils der Beschluss stellte die nationale und religiöse Integrität des jüdischen Volkes in Frage, die hereinbrechende Verfolgung bestätigte dies noch einmal, dass die Heidenchristen nicht beschnitten werden mussten die Gegner der Christen nutzen die Gunst der Stunde, noch einmal hatte ein jüdischer Herrscher Herodes Agrippa I. die relative Selbststätigkeit über das Reich Herodes‘ des Großen antreten können, er hatte sich hohe Dienste erworben und wurde als selbstständiger Vasallenkönig eingesetzt er war darauf bedacht, den Pharisäern entgegenzukommen und dem jüdischen Gesetz Gültigkeit zu verleihen Die Juden habe die Christen verraten so konnten die Gegner der Christen ein sichtbares Zeichen des frommen Eifers setzen, dieser Verfolgung fielen der Zebedaide Jakobus und dessen Bruder Johannes zum Opfer; auch Petrus wurde gefangengenommen und entkam nur knapp den Martyrium, die Apostelgeschichte sieht dies als wunderbare Befreiung (Apg. 12,1 - 17) durch den plötzlichen Tod Aggripas ebbte die Verfolgung zunächst wieder ab, obwohl die Haltung gegenüber den Christen immer feindlicher wurde, die Jerusalemer mussten bedacht handeln, um nicht noch mehr Anstösse zu provozieren Daraus resultierte ein Wechsel der Gemeindeleitung in Jerusalem Petrus verließ Jerusalem fluchtartig Zurückblieb Jakobus Wahrscheinlich waren es keine innere Differenzen, er fand unter äußerem Druck statt Hintergründig lässt sich eine sachliche Differenz erkennen, Jakobus wurde eine längere Zeit von der jüdischen Bevölkerung geduldet als Petrus Im späteren Konflikt in Antiochia wird deutlich, dass er eine jüdisch orientierte Haltung hatte für die weitere Entwicklung des Christentums war es wichtiger, dass ohne Bedenken und Einschränkungen Mission getrieben werden durfte die sogenannte erste Missionsreise ist somit eine Auswirkung des Apostelkonzils nun hatten Barnabas und Paulus das Recht, die Grenzen des jüdischen Siedlungsraumes zu überschreiten; man erfährt über Paulus, dass dies nicht sein erstes Missionswirken war man kann dies trotzdem als erste Missionsreise bezeichnen, da alles durchplant war und von einer Gemeinde, Antiochia, getragen wurde Die Reise führte über Zypern und dann ins Innere Kleinasiens; Pisidien, Ikonien, Lystra und Derbe. Die Rückreise erfolgte über denselben Weg um die Gemeinden in ihrem Glauben zu festigen Lukas hat die wenigen Nachrichten erzählerisch ausgedrückt und Reden gewollt eingefügt Als sicher gilt, dass Paulus kleinere Gemeinden in den Kulturzentren gebildet hat, die christliche Mission konnten nur dort Erfolg haben, wo Griechisch gesprochen wurde, praktisch in den Städten Die Apostelgeschichte hat somit Recht, dass die Missionare zuerst die Synagogen aufsuchten um dort zu predigen und der Widerstand der Juden erwachte heftig und schnell In der paulinischen Tradition hat sich es festgehalten, dass Paulus schweren Leiden ausgesetzt wurde und Paulus selbst erwähnt, dass er einmal gesteinigt wurde (2.Kor. 11,25) Die Apostelgeschichte lokalisiert diese Steinigung nach Lystra (Apg. 14,19), dass wäre ein weiteres Indiz, dass die Reise wirklich stattgefunden hat Wenn man betrachtet, dass eine Vielzahl von neuen Gemeinden gegründet wurde, eine Vielzahl von Reisewegen es gab und den nochmaligen Besuch durch Paulus, dann müsste die Reise mehrere Jahre beansprucht haben, so etwa von 44 n.Chr. - 47 n.Chr. Dann kehrten die beiden Missionare nach Antiochia zurück und fanden dort eine andere Situation vor


2563 Worte in "deutsch"  als "hilfreich"  bewertet