Gotthold Ephraim Lessing

Gothold Ephraim Lessing

1 Biographie

    geb. 1729 in Kamenz (Oberlausitz) gest. 1781 in Braunschweig dt. Dramatiker und Kritiker f├╝hrender Vertreter der Aufkl├Ąrung Sohn eines Pfarrers ├Ę studierte Theologie, Philosophie, Medizin in Leipzig und Wittenberg w├Ąhrend Studium in Leipzig: verfa├čte sein erstes Drama: Der junge Gelehrte (1748) lebte zw. 1748 u. 1755 vorwiegend in Berlin, war dort Mitherausgeber der Beitr├Ąge zur Historie und Aufnahme des Theaters + Mitarbeiter an Berlinischen Privilegierten Zeitung (sp├Ąter: Vossische Zeitung) hat in Wittenberg Magisterw├╝rde erhalten bet├Ątigte sich in Berlin als erfolgreicher u. angesehener Theater - u. Literaturkritiker w├Ąhrend dieser Zeit geschrieben: Lustspiel Der Freygeist (entstanden 1749, erschienen 1755) + Die Juden (entstanden 1749, erschienen 1754) von 1755 bis 1758 Leben wieder in Leipzig lernte dort Dichter Ewald Christian von Kleist kennen, wurden Freunde kehrte 1758 nach Berlin zur├╝ck, gr├╝ndete dort 1759 (zusammen mit Philosophen Moses Mendelssohn + Kritiker Christoph Friedrich Nicolai) die Zeitschrift Briefe (1759 - 1765) verfa├čte f├╝r diese zu wichtigen Organ der lit. ├ľffentlichkeit avancierten Zeitschrift eine Vielzahl von Essays*
├Ę Essays*: formulierte u.a. Kritik an franz├Âsischer Klassik, postulierte, dass Dramen von
Shakespeare dt. Dramatikern ein geeigneteres Vorbild seien als franz. Drama
    Essays* machten dt. Literatur von franz. Einfl├╝ssen frei 1760 bis 1765: Lessing stand als Kriegssekret├Ąr in Diensten von Kommandanten von Breslau (heute: Wroclaw, Polen) 2 weitere Jahre in Berlin, folgte 1767 Einladung, als Dramaturg am neugegr├╝ndeten Dt. Nationaltheater in Hamburg zu arbeiten (war damit erster dt. Dramaturg ├╝berhaupt) Theaterprojekt scheiterte Ende 1768, versah Lessing von 1770 bis zu seinem Tod am 15. Februar 1781 das Amt eines Bibliothekars an der herzoglichen Bibliothek in Wolfenb├╝ttel.

2 Schaffen

    mit dramatischen Werk und kritischen Essays* verlieh Aufkl├Ąrer Lessing der dt. Literatur neues Gepr├Ąge, ├╝bte gro├čen Einflu├č auf nachfolgende dt. Schriftsteller aus B├╝hnenst├╝ck Mi├č Sara Sampson (1755) ist 1. b├╝rgerliches Trauerspiel der dt. Dramenliteratur Lustspiel Minna von Barnhelm (1767) + das dramatische Gedicht Nathan der Weise (1779), (verfa├čte Lessing in Blankversen), z├Ąhlen noch heute zum Standardprogramm dt. B├╝hnen. mit Nathan der Weise: Lessing schuf ein Pl├Ądoyer f├╝r Toleranz und Humanismus, indem: zeigte auf, dass Charakterst├Ąrke und Edelmut nicht aus der Zugeh├Ârigkeit zu best. Religion erwachsen. versuchte Umsetzung wesentlicher Elemente seiner Dramentheorie in Emilia Galotti (1772), seinem zweiten b├╝rgerl. Trauerspiel (Stoff geht auf r├Âm. Historiker Livius zur├╝ck)

    befa├čte sich mit einer Vielzahl kritischer Schriften mit Theater, Literatur, Kunst, Arch├Ąologie, Theologie zu fr├╝hesten modernen Abhandlungen geh├Ârt auch Hamburgische Dramaturgie (1767/68) ├╝ber Dramentheorie + verbindet Rezension mit Reflexion. ├Ąu├čerte sich Literaturkritisch in seinen Briefen, in Essay* ├╝ber die Fabeltheorie (war vorangestellt (als Vorwort) in seinem dreib├Ąndigen Werk Fabeln (1759) + in den Wolfenb├╝tteler Beitr├Ągen Zur Geschichte und Literatur (1773 - 1781) in Schrift Laokoon oder ├ťber die Grenzen der Mahlerey und Poesie (1766): befa├čte sich mit Poesie, Bildhauerkunst + Malerei, grenzte sie gegeneinander ab aus Besch├Ąftigung mit der Arch├Ąologie resultierten Werke: Briefe antiquarischen Inhalts (1768/69) und Wie die Alten den Tod gebildet (1769) setzte sich in theologisch - philosophischen Werk Die Erziehung des Menschengeschlechts (vollst├Ąndig 1780) mit dem Konflikt zwischen Kirchendogma + religi├Âsem Gef├╝hl auseinander

3 Quellenangabe

Informationen ├╝ber Lessing aus Microsoft Encarta 97 Enzyklopedie
Definition des Essays aus Microsoft Encarta 97 Enzyklopedie
Bild von Lessing aus Meyers Universal Lexikon, 3. Auflage von 1981






















*Essay, (englisch: Versuch, Probe, zu lateinisch exagium: das W├Ągen), in Prosa verfa├čte und stilistisch hochstehende, zumeist
k├╝rzere Abhandlung mit sprunghaft - unsystematischem, intuitiv - assoziatorischem Charakter. Durch seinen ├Ąsthetischen Anspruch unterscheidet sich der Essay vom journalistischen Feuilleton oder vom Traktat, durch seine subjektive Formung vom Bericht. Thematisch ist er nicht festzulegen.

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