Max Frisch

Referat "Max Frisch"
Gliederung
    Biographie mit einigen Lesebeispielen Meinungen und Zitate Andere Werke mit Leseproben

Teil 1 - Biographie

    * 15.5.1911 in Z√ľrich gilt als Dramatiker und Erz√§hler normaler Bildungsgang (Gymnasium, Matura √® Germanistikstudium in Z√ľrich - LB 2 - 1932 Tod des Vaters √® Lebensunterhalt selbst verdienen Zuwendung zum Journalismus (Neue Z√ľrcher Zeitung, Skizzen, Reisebilder) Balkanreise √® 1. Roman J√ľrg Reinhart Selbstzweifel √® Krise, verbrennt alles bisher Geschriebene und bricht Studium ab Neubeginn (finanziell unterst√ľtzt von Schulfreund) √® 1936 Aufnahme Architekturstudium h√§lt eigenen Schreibverzicht nicht konsequent ein Erfahrungen im Milit√§rdienst (Kriegsbeginn) - LB 2 - √® 1940 Tagebuch eines Kanoniers, Bl√§tter aus dem Brotsack - LB 1 - 1941 Abschlu√ü Studium 1942 Heirat mit "gro√üb√ľrgerlicher" Constanze von Meyenburg (Architektin) Erfolg Architekturwettbewerb √® er√∂ffnet eigenes B√ľro - LB 4 - 1943 Abschlu√ü erster Schreibphase mit J’adore ce qui me br√Ľle oder Die Schwierigen Danach Hinwendung zum Theater (Anregung durch sp√§teren Direktor des Z√ľr. Schauspielhauses) 1945 - 1953 sechs Dramen (Thema: akt. Nachkriegssituation: auch m√§rchen - und moritatenhaft und verfremdet) Nun singen sie wieder, Chines. Mauer, Graf √Ėderland (auch Film) LB 8 Reisen ins zerst√∂rte Nachkriegseuropa (auch: sowj. besetz. Gebiete und Teilnahme am Breslauer Friedenskongre√ü (1948)) 1947/1948 Begegnungen mit B. Brecht.(starker Einflu√ü auf F.) √® Tagebuch 1946 - 1949 √® Peter Suhrkamp er√∂ffnet Verlag damit! Dieses Tagebuch und das von 1966 - 1971 sind zum guten Verst√§ndnis von F.s Thematik wichtig 1951 Rockefeller - Stipendium √® Aufenthalt in USA √® neue Erfahrungen √® Stiller, Homo Faber (Bied. u. d. Brandst. √® erster B√ľhnenerfolg) Stiller verhalf ihm zum Durchbruch auf liter. Markt - LB 9 - √® gab Architekturberuf auf, freier Schriftsteller, Trennung von C. M. materiell. Unabh√§ngigkeit, h√§ufiger Wohnsitzwechsel (1960 - 1965: Rom, danach Berlin, Tessin, New York aber immer wieder auch Z√ľrich) 1958 Rede bei Verleihung des B√ľchner - Preises und andere √∂ffentliche Reden 1958 - 1962 liiert mit Ingeborg Bachmann (auch Schriftst.) 1968 - 1979 Ehe mit Marianne Oellers weitere publiz. Arbeiten (Thema: Gegensatz zw. heimatl. Enge und kosmopol. Weite) literar. Preise, √úbersetzungen, Fernsehauftritte, Interviews... √® wachsender Ruhm in den 60 Jahren 1961 Andorra (internat. Theatererfolg)
Referat "Max Frisch" - Seite 1 (Biographie)
    weniger Aufmerksamkeit mit n√§chsten Werken (70er u. 80er) Biographie - Ein Spiel, Triptychon, Prosab√§nde: Montauk, Der Mensch erscheint im Holoz√§n 1979 √ľbergab F. Materialien an neugegr. Archiv an der TH Z√ľrich zur Ordnung seines Nachlasses 1981 Film mit Richard Dindo: Eine filmische Lekt√ľre von Max Frischs Tagebuch zunehmend polit. engagiert √® Redner bei soz. - demokr. Parteitagen au√üerdem Hinwendung zu aktuellen Problemen (Schweiz ohne Armee, 1989) gegenl√§ufig dazu erz√§hlerische Entwicklung, jedoch nur wenig Resonanz Montauk gibt ziemlich unverh√ľllten Einblick in Privates "R√ľckzug" in seinen erz√§hl. Werken un√ľbersehbarer Zwiespalt zw. Erz√§hler und krit. Zeitgenossen U 4. April 1991 in Z√ľrich (wo er auch geboren wurde), wurde 80 Jahre alt

Teil 2 - Meinungen
"Ich kenne keinen zeitgenössischen Prosaschriftsteller deutscher Zunge, von dem so viel - Irrtum vorausgesetzt - bleiben könnte." - Marcel Reich - Ranicki

"Max Frisch ist f√ľr das 20. Jahrhundert das, was Dostojewski f√ľr das 19. Jhdt. war: derjenige, der die undeutliche Lebenserkenntnis und Entscheidungsnot der Zeit in deutliche Gestalten und Vorg√§nge gebannt hat." - Hartmut von Hentig

Teil 3 - Andere Werke mit Leseproben
Beispiele 6 und 7
Frisch versucht, sich √ľber die Probleme der anderen aber nicht zuletzt auch seiner eigenen klarzuwerden, wobei er feststellt, dass viele von den Menschen verdr√§ngt werden. Auch die Thematik "Warum tue ich, was ich tue?" besch√§ftigt ihn.

Beispiele 5 und 9 (Biographie)
"Wenn ich mein Leben noch mal leben d√ľrfte, w√ľrde ich dann etwas anders machen? Und wenn ich es anders machen w√ľrde, w√§re ich dann gl√ľcklicher?" - Um dieser Thematik auf den Grund zu gehen, setzt sich F. immer wieder damit auseinander. Obwohl er dieses Thema erst in "Biographie" richtig verarbeitet, machte er sich auch fr√ľher schon Gedanken dar√ľber.
- In "Biographie" beschreibt F. die Geschichte des Herren K√ľrmann, der auf irgend eine Weise die M√∂glichkeit bekommen hat, sein Leben noch einmal durchzuspielen. Weiterhin taucht der Regisseur auf, der immer wieder dazwischenfunkt und auch Antoinette, eine Dame, die eigentlich seine Frau wird; K√ľrmann jedoch will es dieses mal anders machen. Wir werden also in eine Szene geworfen, als der Regisseur im Dossier bl√§ttert und liest:

Stiller (ohne Leseprobe)
Stiller erz√§hlt die Geschichte von einem Mann, der aufgrund eines Irrtums bei einer Pa√ükontrolle mit einem verschwundenen Bildhauer verwechselt wird und von nun an mit unfa√übarer Hartn√§ckigkeit f√ľr diesen gehalten wird. Obwohl er sich anfangs dagegen wehrt, resigniert er irgendwann, denn nur so kann er aus der Haft entlassen werden und sein Leben fortsetzen. Mehr und mehr identifiziert er sich mit der Person, die er eigentlich verabscheut, weil sie ihm so viel √Ąrger bereitet. Der Roman stellt die √úberwindung der Selbstverleugnung dar und die schwierige Akzeptierung des eigenen Ich. Er wird auch als wichtiges Dok. d. deut. Nach
kriegslit. angesehen.

Referat "Max Frisch" - Seite 2 (Biographie, Zitate, Lesebeispiele)
Frisch nutzte in diesen Roman viele epische M√∂glichkeiten, f√ľgte Kritik an der Zeit hinzu und trumpft mit L√ľgengeschichten auf.

ANHANG

Anhang A - Zu den Fragebogen
Teile aus den Fragebogen stammen aus seinen Tageb√ľchern und sind in der Urfassung teils in Englisch, teils in Deutsch geschrieben. Viele dieser Fragen stellte er sich selbst. Einige wurden ihm von einer Frau gestellt, die er auf einer seiner Reisen nach Amerika kennenlernte. Das besondere jedoch an diesen Fragebogen ist, dass dem Leser die Antwort √ľberlassen bleibt.

Anhang B - Worterklärungen
Matura √∂sterr. / schweiz. Reifepr√ľfung (√§hnlich dem deutschen Abitur)
kosmopolitisch weltb√ľrgerlich (Weltanschauung, die das Streben der imperial. Gro√ü - m√§chte nach Weltherrschaft damit begr√ľndete, dass Nazismus und Patriotismus gegenw√§rtig √ľberholt sei
Dostojewski (1821 - 1881) russ. Schriftsteller, krit. Realist von gr. Gestaltungskraft und √ľbte nachhaltigen Einflu√ü auf russ. und die Weltlit. aus. Wandte sich gegen Unterdr√ľckung und Erniedrigung d. Menschen. (Schuld und S√ľh - ne) Vereint in seinen Werken scharfe Sozialkritik und pessimistische Lebensphilosophie.

Anhang C - Quellen
Literaturlexikon (Sammlung von Beiträgen versch. Autoren)
Klappentext Homo Faber (Verlag Volk und Welt)
Klappentext Halten Sie sich f√ľr einen guten Freund? - Fragebogen (Insel Verlag)
Klappentext Stiller (Reclam Verlag)
St√ľcke Band 1 (Verlag Volk und Welt)
St√ľcke Band 2 (Verlag Volk und Welt)
Tagebuch 1946 - 1949 (Suhrkamp Verlag)
Blaubart (Verlag Volk und Welt)
Erzählende Prosa 1939 - 1979 (Verlag Volk und Welt)

Anhang D - Verzeichnis der Lesebeispiele
Nummer Buch Markierung
LB 1 Erzählende Prosa 1 (Blätter aus dem Brotsack)
LB 2 Erzählende Prosa 2 (Rekrutenschule)
LB 4 Erzählende Prosa 3 (Architektur)
LB 5 Tageb√ľcher 1 (√úberleitung BIOGRAPHIE)
LB 6 Tageb√ľcher 2 (H√∂flichkeit)
LB 7 Tageb√ľcher 3 (Das Handeln der Menschen)
LB 8 Tageb√ľcher 4 (Chines. Mauer)
LB 9 St√ľcke (2) Biographie: Ein Spiel (mit Einleitung!)





Referat "Max Frisch" - Seite 3 (Lesebeispiele, Anhang)

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