Alaska

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    Grundinformationen Geschichte Klima Nationalparks Flora und Fauna Verkehr
Wirtschaft

Grundinformationen



Alaska ist der gr├Â├čte Bundesstaat der USA, der eine Gebiet von 1518800 km┬▓ also etwa die 4┬Żfache Fl├Ąche der BRD einnimmt. Es umfa├čt ca. 60.000 km K├╝stenl├Ąnge. Von Alaska ist fast nichts in Privatbesitz, ca. 12% wurde Verb├Ąnden von Ureinwohnern ├╝bertragen, die restlichen 88% stehen unter der Kontrolle von Washington und Juneau. Die Ost - West - Ausdehnung ist 1.) 3.200 km, die Nord - S├╝d - Ausdehnung ist 2.) 2.000 km. Man kann diese Entfernungen mit 1.) Der Strecke Hamburg - Tunis oder London - Ural und 2.) Berlin - Moskau vergleichen.
Alaska ist durch Kanada vom geschlossenen Staatsgebiet der USA abgetrennt, in der Nordwestecke Nordamerikas. "Gro├čes weites Land", Alachschka, Aleaksu, Alakhskhak, Alaksu, Alscaj, Alaschka, Alayeksa, so wurde und wird es von den Ureinwohnern, den Al├źuten und Indianern, den Inuit (Eskimos), Tlingit, den Haida und Athapaska genannt. Der Name wird vom aleutischen Wort "Festland" abgeleitet.
Im Norden wird Alaska vom Nordpolarmeer, im Westen von der Beringstra├če und vom Beringmeer, im S├╝den vom Atlantik begrenzt. Der n├Ąchste Nachbar im Westen jenseits der an der schmalsten Stelle nur 85 km breiten Beringstra├če ist die Sowjetunion wobei zwischen diesen 85 km noch die zwei kleinen Diomedes Inseln liegen.
Das 1959 als 49. Bundesstaat in die Union aufgenommene Land gliedert sich in drei gro├če Landschaftsr├Ąume: Im S├╝den verlaufen entlang von vielen Fjorden und Buchten zerschnittenen Pazifikk├╝ste vergletscherte Hochgebirge, die in der Alaskakette im 6198m hohen Mt. McKinley, dem h├Âchsten Berg Nordamerikas, gipfeln; das Innere, das ├╝berwiegend zum Einzugsgebiet des Yukon geh├Ârt, ist Tiefland und Mittelgebirge. Das n├Ârdliche Drittel Alaskas wird von der bis 3050 m hohen Brookskette durchzogen, die nach Norden in eine weite Ebene an der Beaufort ├╝bergeht.
Etwa ein Drittel Alaskas ist Baumlose Tundra, unter der der Boden bis in gro├če Tiefen gefroren ist. ( tw. Bis unter 600 m) Nur etwa 5% der Fl├Ąche werden landwirtschaftlich genutzt.
Das urspr├╝nglich von Indianern und Eskimos d├╝nn besiedelte Land geh├Ârte bis 1867 zu Ru├čland; dann kauften es die USA den Russen f├╝r 7,2 Mio. US$ ab. Das war ohne Zweifel ein guter Kauf, denn Alaska hat ein gro├čes potential an Natursch├Ątzen: Holz, Fische, Pelztiere und nicht zuletzt bedeutende Vorkommen von Erd├Âl, Erdgas, Kohle, Zinn, Eisen, Gold, Silber, Blei, und anderen Metallen.
Der Reichtum zog immer wieder Pioniere und Abenteurer an, die wellenartig ins Land str├Âmten. Beim ber├╝hmten Goldrausch am Ende des 19. Jh. wuchs die Bev├Âlkerungszahl z.B. von einigen hundert Einwohnern im Jahr 1880 auf ├╝ber 40000 zwischen 1900 und 1910 an. Ein stetiges Bev├Âlkerungswachstum setzte allerdings erst seit 1940 ein. Heute sind noch etwa ein f├╝nftel der Einwohner Eskimos und Indianer. Insgesamt kommen auf Alaska 550.043 Einwohner (Stand 1990). Das hei├čt, dass auf 3 km┬▓ eine Person kommt. Wobei allein schon die H├Ąlfte der Einwohner Alaskas in Anchorage, der gr├Â├čten Stadt Alaskas, der Hauptstadt Juneau und der anderen gro├čen Stadt Fairbanks lebt. Somit ist die Verst├Ądterungsrate schon bei 50%. Angenommen die restliche Bev├Âlkerung kommt vom Land, so kommt auf 6 km┬▓ gerade eine Person wenn man von den Stadtgebieten absehen w├╝rde. In Deutschland dagegen kommen auf einen km┬▓ 226 Personen also auf 3 km┬▓ in denen in Alaska eine Person wohnt 678Menschen.


Fakten und Tradition


1926 veranstaltete "The American Legion" und "Department of Alaska" einen Wettbewerb in Alaskas Schulen um eine Flagge zu entwerfen.
Der Entwurf von dem 13 j├Ąhrigen Benny Benson setzte sich durch.
Er schrieb zu seinem Entwurf: "Das Blau soll den Himmel und die Staatsbkumem das Vergi├čmeinnicht darstellen. Der Nordstern soll die Zukunft und gleichzeitig die notlichste Region der USA darstellen. Das Sternbild soll einen B├Ąren darstellen, der die Kraft Alaskas demonstriert.


Motto des Staates:
"North to the Futur" = "Im Norden liegt die Zukunft"

Lied der Staates (Flaggenlied):
Eight stars of gold on a field of blue
Alaslas flag. May mean to you
The blue of the sea, the evening sky,
The mountains lakes, and the flowers nearby;
The gold of the early sourdoughs dream;
The prezious gold of the hills ans streams;
The briliant stars in the northern sky,
The "Bear" - the "Dipper" - and, shining high,
The great North Star with its steady light,
Over land and sea a beacon bright.
Alaska's flag - to Alaskans dear,
the simple flag of a last frontier.
(von Marie Drake)

Der offizielle Vogel Alaskas:
Das Schneehuhn (seit 4.2.1955)

Der Fisch Alaskas:
Der K├Ânigslachs (seit 25.3.1963)

Die Staatsblume:
Das Vergi├čmeinnicht (seit 28.4.1917)

Der Leitbaum des Staates:
Die Sidkafichte (seit 1962)




Geschichte




Mit h├Âchster Wahrscheinlichkeit war das Nordamerikanische Festland mit dem Festland Asiens vor 12000 - 40000 Jahren mit einander verbunden. Heute hat die Beringstra├če (die Verbindung zwischen Asien und Nordamerika) etwa eine Tiefe von 70 m. Durch den Anstieg des Meeresspiegels wurde die Verbindung zwischen den beiden Kontinenten jedoch wieder von
einander isoliert. W├Ąhrend der Zeit, in der es m├Âglich war ├╝ber die Landbr├╝cke in das neue Land einzuwandern, machten sich viele auf den Weg in das neue Land.
Richtig bekannt wurde Alaska allerdings erst vor ca. 250 Jahren, als der d├Ąnische Kapit├Ąn Vitus Bering 1741 das Alaska entdeckte. Zu dieser Zeit fuhr er unter Russischer Flagge. Die neu gekr├Ânte Zarin Elisabeth interessierte sich nicht f├╝r seine Entdeckung. Allerdings waren die Kaufleute um so mehr interessiert, als sie davon erfuhren, dass dort die Meerotter lebt. Sie lie├čen Expeditionen machen. Die Al├źuter mussten unter dieser Entdeckung sehr leiden, sie wurde versklavt und ausgebeutet. Von urspr├╝nglich 16000 ├╝berlebten gerade 2000 - 3000 das Massaker. Heute ist nach ihm die Zwischen Ru├čland und Alaska verlaufende Bering Stra├če (Bering Strait) und die n├Ârdlich der Al├źuten Inseln Beringmeer benannt.
Das "Pelzfieber" trieb die Russen von Insel zu Insel immer weiter nach Osten bis zu Festland. Allein auf den Beiden Pribilof - Inseln schlachteten die Russen zwischen 1786 und 1830 drei Millionen Tiere ab. Innerhalb von nur wenigen Jahrzehnten war die Seeotter fast ausgerottet.
Ein anderer Pionier war der Engl├Ąnder James Cook. Nach ihm wurde der Cook - Intel, die Meerenge vor Anchorage benannt. Auf seiner Suche nach einer Nord West Passage ging er vor dem heutigen Anchorage vor Anker. Nach ihm ist auch das heute beste Hotel in Anchorage benannt. Anchorage hei├čt ├╝brigens ├╝bersetzt Ankerplatz.
Zwischen 1799 und 1867 war Alaska eine russische Kolonie, bis sie 1867 von dem damaligen Au├čenminister Seward f├╝r 7,2 Mio. den Russen abgekauft wurde. Es war im Vergleich ein Spottpreis. Die Russen wu├čten nicht, was ihnen an dem unerforschten und abgelegenem Land verloren. Die Russen machten sich an den Walfang, der zwischen Anfang und Mitte des 19. Jh. einen Boom hatte. Doch schon wenige Jahre nach dem Verkauf Alaskas waren die Walbest├Ąnde so weit eingegangen, dass die F├Ąnger immer weiter in das Nordpolarmeer vordringen mussten, um Wale zu erreichen. Die Amerikaner lie├čen Bald vom Fang ab und gingen nun an das unerforschte Alaska. Bald stellte sich heraus, welche ein g├╝nstiges Gesch├Ąft sie
Allein im Jahr 1903 erwirtschaftete man nur im Bergbau schon das 10 Fache des urspr├╝nglichen Kaufpreis. Man sch├Ątzt, dass bis heute alleine nur durch Fischfang und Bergbau sollen schon 5 Milliarden US$ verdient worden sein. ┬╝ des US Bedarfs an ├ľl werden von alaskanischem ├ľl gedeckt, das per Pipeline nach Anchorage und danach weiter mit dem Schiff in die USA gelangt.

Seit 1959 ist Alaska der 49. Staat der USA. Davor stand es unter einer Selbstregierung.
Viele Journalisten, insbesonders Horace Greeley, der Herausgeber der New York Tribune stellten den Kauf Alaskas stark in Frage.

1880 finanzierte der deutsche Bergbauingenieur Georg Pilz die Goldsuche, in dem er die beiden Mienenarbeiter Joe Juneau und Richard Harris auf die Suche schickte. Beide machten sich mit dem Kanu auf den Weg. Von Sitka einer Kleinstadt am Pazifik, s├╝d├Âstlich von Juneau brachen sie auf. Sie umrandeten die Insel im S├╝den, und fuhren dann die Chathamstra├če hinauf. An einem Bachzulauf stie├čen sie dann tats├Ąchlich auf Gold.
Nachdem die Zeitungen den Fund ├Âffentlich machten, brach ein Goldrausch aus. Viele Abenteurer suchten ihr Gl├╝ck in der Suche nach Gold. So entstand innerhalb k├╝rzester Zeit eine Goldgr├Ąberstadt mit 1200 Einwohnern, die nach Juneau benannt wurde. Dampfer schafften die Tausenden, die vom schnellen Gl├╝ck durch Gold glaubten nach Alaska. 1886 wurde ein weiteres gro├čes Goldvorkommen am Fortymile River, einem Zuflu├č des Yukon gefunden. Noch mehr Menschen pilgerten nach Norden, und schon bald fand man Scharen von Sch├╝rfern am Yukon sowohl in Alaska, als auch im benachbarten Kanada.
Der gr├Â├čte Fund wurde 1896 am Klondike gemacht. Drei Goldsucher hatten das Gl├╝ck, die bislang reichste Goldader gefunden zu haben. Allerdings war die Zeit gar nicht so glorreich, wie es immer scheint. Die meisten, die die Gebiete, in denen Gold gefunden wurde erreichten, mussten deprimiert feststellen, dass die besten Claims schon abgesteckt waren.
Sobald die Goldsucher verschwanden, weil die Ausbeute knapper wurde, zeigten sich zerschundene Flu├čufer und Berge von Abraum. Noch heute, kann man die Narben von damals noch deutlich erkennen. Nach Sch├Ątzungen wurde allein am Klondike Gold im Wert von ca. 3000000 US$ gewonnen.
Durch den Goldrausch wurde aber auch das Interesse an anderen Rohstoffen gef├Ârdert. So kam es, dass ein Konsortium ein Eisenbahnnetz anlegte, um das gewonnene Kupfer weiter transportieren zu k├Ânnen. Als nach 30 Jahren die Rohstoffpreise stiegen, und F├Ârdermengen nachlie├čen, verabschiedete sich der Zusammenschlu├č aus dem Gesch├Ąft. Sie hinterlie├čen die Geisterstadt Kennicott im ├Âstlichen Alaska. Heute liegt sie im "Wrangell - Saint Elias - Nationalpark und Schutzgebiet".
Die gesamte alaskanische Geschichte und Wirtschaft wurde von Raubbau an der Natur gepr├Ągt. Sogar die scheinbar unersch├Âpflichen Lachsgr├╝nde waren in den 50er Jahren fast ersch├Âpft. ├ťber Jahre riegelten Fischeruntenehmen Flu├čm├╝ndungen ab und verhinderten so die Regeneration der Best├Ąnde.
Durch die vielen Krisen im nahen Osten wurde das Erd├Âl Alaskas interessant. Zwar konnte es 1950 noch nicht bewiesen werden, dass es Erd├Âlvorr├Ąte g├Ąbe, obwohl seit der Jahrhundertwende 165 Probeborungen durchgef├╝hrt wurden. Trotzdem sicherten sich bis 1955 alle bedeutenden ├ľlgesellschaften und private Spekulanten insgesamt 20000 km┬▓ Pachtland.
1957 stie├č die kleine kalifornische ├ľlgesellschaft "Richfield Oil" auf das erste nennenswerte ├ľlvorkommen Alaskas. Es lag unter Rentierweiden am Swanson River 50 km s├╝dlich von Anchorage. Zwar gab die Quelle t├Ąglich nur 140 Kubikmeter ├ľl aber trotzdem war es eine historische Entdeckung. Durch diese neuen wirtschaftlichen Perspektiven konnte man den Status eines US Bundesstaates beanspruchen. 1959 konnten die Bewohner Alaskas dann endlich ihren willen durchsetzen. Sie wurden als 49. Staat aufgenommen.
Die Regierung gab den ├ľlgesellschaften anreize bei ihrer Such weiter nach Norden vorzudringen. Zugleich setzte die Regierung die Aufhebung das Bohrverbot in der n├Ârdlichen K├╝stenregion durch, denn Teams des US Geological Survey hatten dort auf milit├Ąrischem Sperrgebiet ├ľlvorkommen gefunden.
Im Dezember 1967 stie├č ein Bohrteam der Atlantic - Richfield Company in Prudhoe Bay am Polarmeer auf ├ľl. Das vorkommen zeigte sich mit 240000 Kubikmetern pro Tag als das bisher gr├Â├čte Nordamerikas. Wegen Streitigkeiten um Gebietsanspr├╝che der Ureinwohner vergingen 10 Jahre, bis die ├ľlgesellschaften mit dem Bau der 1300 km Langen Pipeline nach Valdez fertig waren. Durch das viele ├ľl wurde Alaska sehr reich. W├Ąhrend der Bl├╝tezeit nahm der Staat durch Erd├Âlsteuern und F├Ârderabgaben j├Ąhrlich 4 Mill. US$ ein. Nur wenige Jahre zuvor betrug das Budget gerade 400 Mio. US$. Auf diesen pl├Âtzlichen Reichtum folgten nicht nur Gl├╝ck sondern auch Korruption und Verschwendung des Geldes.(├ľlpumpstation siehe Bild)
Durch das ├ľl konnte Alaska nun die dringend ben├Âtigten Schulen, Abw├Ąsserkan├Ąle und Kulturzentren bauen. Aber auch hier wurde Geld in ├╝berfl├╝ssige Projekte, wie z.B. f├╝r ein landwirtschaftliches 100 Mio. US$ Projekt, das im rauhen Klima der Region zum Scheitern verurteilt war.
Da das ├ľl f├╝r Alaska eine so wichtige Rolle spielte, wurden Schutzma├čnahmen der Natur und regelm├Ą├čige ├ľlalarm - ├ťbungen vernachl├Ąssigt. Diese Vers├Ąumnisse machten sich am 24. M├Ąrz 1989 bemerkbar, als der ├ľltanker Exxon Valdes auf Grund lief, 41 Mio. Liter ├ľl verlor und damit die gr├Â├čte Umweltkatastrophe Nordamerikas verursachte. Der Staat und die Industrie ergriffen Sofortma├čnahmen, die jedoch nicht sehr hilfreich waren.
Weil die Einkommen immer weiter fallen, hofft die Mehrheit der Bev├Âlkerung auf die Erschlie├čung neuer ├ľlquellen. Die republikanischen Abgeordneten machten sich in einer Kampagne daf├╝r stark, die Aufhebung eines Bohrverbots in einem 7000 km┬▓ gro├čen K├╝stenstreifen mit gesch├╝tzter Tundra innerhalb der Arctic Wildlife Refuge durchsetzen. Doch die au├čenstehende US Bev├Âlkerung macht sich sorgen, dass durch Freigaben von Gebieten die Natur in Alaska zerst├Ârt wird. Durch diese gro├če ├Âffentliche Diskussion wurde auch Bill Clinton aufmerksam. Er erkl├Ąrte ├Âffentlich, dass er gegen eine Ausweitung des ├ľlabbaus in Alaska ist. Allerdings wird er in der Zukunft wegen des Rechtsrutsches im Kongre├č wohl Probleme kriegen, den Standpunkt weiter durch zu setzen.
St├Ąndig finden irgendwelche Kleinkriege statt, in denen ├╝ber die Freigabe von der Natur zur Ausbeutung die Rede ist. Erst k├╝rzlich verklagte er die Bundesregierung auf einen Schadensersatz von 29 Mill. US$: Der Kongre├č habe Land unter der Kontrolle der Bundesbeh├Ârde einseitig der Verpachtung an Mienengesellschaften entzogen und den Staat Alaska so um Milliarden gebracht. Der Gouverneur hatte freieren Zugang f├╝r Bulldozer in gesch├╝tzte Gebiete verlangt.
1980 hatte Jimmy Carter durch eine Unterschriftensammlung bewirkt, dass fast ein drittel des Landes unter Naturschutz gestellt und somit keinen Zugang der "Boomer" zul├Ąsst.
Bruce Babbitt ist Kabinett Clintons f├╝r alle Naturschutzgebiete der USA verantwortlich. Zum Thema Alaska und deren Zerst├Ârung aus wirtschaftlichen Gr├╝nden ├Ąu├čerte er sich einmal folgenderma├čen: "Wir haben eine furchtbaren Preis bezahlt, als wir die lower 48 entwickelt haben. Wir haben Fl├╝sse einged├Ąmmt, die Bisons abgeschlachtet, W├Ąlder niedergeholzt. Ich will nicht, dass Alaska diesen Preis ebenfalls bezahlt. Alaska ist der letzte Ort mit einem machtvollen intakten ├ľkosystemen und gro├čer regenerativer Natur. Wir m├╝ssen sie erhalten.



Klima


Auf drei Seiten ist Alaska von Meer umgeben. Neun Monate und l├Ąnger sind die Nordk├╝sten des Landes vom Eis des Arktischen Ozeans blockiert. Der S├╝dteil hingegen, der von der warmen Pazifischen Str├Âmung besp├╝lt wird, bleibt das ganze Jahr ├╝ber eisfrei. Die Al├źuten Schwelle bildet nach S├╝den hin eine h├Âchst wirksame Barriere. Die pazifische Str├Âmung kommt nur schwach in das Beringmeer, dass deshalb sehr kalt ist. Der Nordteil der Beringmeer ist die H├Ąlfte des Jahres ├╝ber mit einer Treibeisdecke ├╝berzogen ist. F├╝r die Wetter - und Klimaverh├Ąltnisse in Alaska sind die drei Meere von gr├Â├čter Bedeutung.
Allerdings verhindern die Gebirgsketten, die fast den ganzen S├╝dteil Alaskas bedecken, dass das Meer direkt auf das Klima Einflu├č nimmt. Insbesondere des Meeres, das am w├Ąrmsten ist und aus dem S├╝den heranstr├Âmt. Die Feuchte Warmluft des S├╝dens wird der Zutritt verwehrt und damit ein ausgedehnter Austausch zwischen dieser und der arktischen Kaltluft ├╝ber dem Festland verhindert. Auch die Brookskette im Norden schr├Ąnkt den Luftaustausch stark ein.
Das nach Norden und S├╝den abgeriegelte innere Alaskas besitzt daher ein ausgepr├Ągtes Kontinentalklima.
Die kalten Meere im Norden und Westen verst├Ąrken zudem noch mit der lang dauernden Eisbedeckung eine Verst├Ąrkung des Kontinentalklimas. Nur wenig ist ihr mildernder Einflu├č auf einem schmalen K├╝stenraum zu bemerken.
Die westlich und s├╝dwestlich des alaskanischen Festlandes im Bereich der Al├źuten haben durch eine Tiefdruckrinne einen besonders harten Winter. Die S├╝dk├╝ste dagegen steht das ganze Jahr ├╝ber mehr oder weniger unter dem Einflu├č warmer s├╝dlicher und s├╝dwestlicher Luftstr├Âmungen. Von den Al├źuten wandern die Wirbelst├╝rme, die in jeder Jahreszeit Klima und Wetter eines Gro├čteils ganz Nordamerikas beeinflussen, ostw├Ąrts. Entlang der K├╝stengebiete Alaskas werden sie nach Osten und S├╝dosten abgedr├Ąngt, wo sie sich schlie├člich im s├╝dlichen British - Columbia und in der Gegend der Grenze zwischen British - Columbia und dem Staat Washington den Kordillerenwall treffen.
An den hohen K├╝stengebirgen erreicht in Folge der Thermik die Niederschlagsmenge vielerorts au├čerordentlich hohe Werte. S├╝dostalaska und das K├╝stenland British - Columbias geh├Âren zu den niederschalgreichsten Gegenden der gem├Ą├čigten Zone ├╝berhaupt. Ketchikan, der s├╝dlichste der gro├čen Orte Alaskas, ragt mit einem Jahresmittel von ├╝ber vier Metern hervor. Nach Norden und Westen nehmen die Niederschl├Ąge, wie auch die Temperaturen ab. Sitka z.B. hat etwas ├╝ber zwei Meter. Kodiak 1,5 Meter. Die Zahl der Regentage betr├Ągt im Durchschnitt etwa 200 (Juneau 231) Auch der Schneefall ist betr├Ąchtlich (Juneau ├╝ber 2,5 Meter). Doch schwankt die Schneemenge je nach der Lage der einzelnen Stationen au├čerordentlich. Die zahlreichen ausgedehnten Vorlandgletscher vermehren durch ihre abk├╝hlende Wirkung zweifellos lokal die Niederschlagsmenge. ├ťberhaupt sind die klimatischen Unterschiede in dem gewaltigen Gebirgsbereich und um den Golf von Alaska von Ort zu Ort sehr verschieden. Besonders im Inselgewirr der Panhandle, wo die Bergh├Ąnge auf der Ozeanseite oft in dichte Wolken geh├╝llt sind, w├Ąhrend am inneren Ende der Wasserstra├če sch├Ânster Sonnenschein herrscht. Um so gr├Â├čer die Entfernung von der K├╝sten ist, um so weiter sinkt normalerweise die Niederschlagsmenge.
Der weit im Cook Intel gelegenen Orte Anchorage erh├Ąlt beispielsweise weniger als ┬Ż m Niederschlag im Jahr, w├Ąhrend das auf der Halbinsel Kenai gelegene, dem offenen Alaska - Golf zugekehrte Steward ├╝ber 1,5 m abkriegt. Der Gro├čteil der Niederschl├Ąge besteht aus Land - und Spr├╝hregen der vorzugsweise in den Herbst und Wintermonaten f├Ąllt, aber auch die Sommermonate sind regenreich.
Mit den hohen Niederschlagsmengen im K├╝stengebiet ist ein echt typischer ozeanischer Temperaturablauf verbunden. In Ketchikan betr├Ągt die j├Ąhrliche Durchschnittstemperatur +6,4 ┬░C, das Mittel des w├Ąrmsten Monats in (Juli) ist +14,2 ┬░C, das des k├Ąltesten (Januar) - 1,5 ┬░C. In Dutch Harbour auf den Al├źuten liegt das Jahresmittel bei +4,3 ┬░C in Anchorage im innersten, schon weniger ozeanischen Abschnitt des Cook Inlet schwankt es zwischen 0 und +1┬░C. Dabei sind auch die Extremwerte nicht sehr hoch. In Ketchikan betr├Ągt nach langj├Ąhrigen Beobachtungen das absolute Maximum +35,6┬░C, das Minnimum - 22,3┬░C; im extrem ozeanischen Gebiet der stlichen Aleuten (Dutch Harbour) liegen die entschprechenden Werte bei +26,6 und - 15┬░C.
Obgleich die Aleutischen Inseln z.T. unter s├╝dlicherer Breite liegen, als S├╝dostalaska, weisen sie immer niedrigere Temperaturen auf. Mit ewig wolkenverhangenem Himmel und stetig einander folgenden St├╝rmen besitzen sie ein f├╝r den Menschen h├Âchst unangenehmes Klima, in dem sich auch die beiden einzigen Jahreszeiten Sommer und Winter, wenig voneinander unterscheiden. Die starke Luftfeuchtigkeit ist ein Merkmal f├╝r den gesamten Inselg├╝rtel, so dass selbst die heftigen Luftstr├Âmungen kaum eine austrocknende Wirkung auf die Vegetation aus ├╝ben k├Ânnen. Eine Abnahme der Niederschlagsmenge, wie auch der Temperaturen ist nach Westen hin zu erkennen. Besonders, wenn die Russischen Komandeurs - Inseln in die Betrachtung mit eingeschlossen werden.
Der Eiflu├č durch die Luftstr├Âmung des Stillen Ozeans macht sich bis zur Alaska - Kette teilweise st├Ąrker, teilweise schw├Ącher bemerkbar. Der Cook Intel wird dabei als eine art Schneise f├╝r die Feuchte Luft genutzt. Somit erm├Âglicht sie den Zutritt zum Gebirge. Wobei das Landes innere fast unbeeinflu├čt bleibt.
Der Bereich um den Yukon herum weist starke Temperaturextreme und wenig Niederschl├Ąge auf. Fairbanks hat ein ungef├Ąhres Jahresmittel von - 3┬░C das Julimittel ist +16┬░C, das Januarmittel betr├Ągt
- 25┬░C. Die ├╝ber Jahre hin Gemessenen extreme liegen jedoch zwischen +37,2 und - 51┬░C. Die j├Ąhrlichen 30 cm Niederschlag fallen fast nur im Sommer. Das liegt an den S├╝d und S├╝dost Luftstr├Âmen.
Der Schneefall ist sehr unterschiedlich aber nie hoch. Allerdings ist es daf├╝r sehr lange gefroren. Der Yukon z.B. ist im Bereich des Polarkreises von Oktober bis in der Mai hinein zugefroren.


Nationalparks




    Anikchak National Monument and Preserve Bering Land Bridgge National Preserve Cape Krusenstern National Preserve Denali National Preserve Gates to the Arctic National Park and Preserve Noatak National Park und Preserve Kobul Valley National Park Glacier Bay National Park and Preserve Katmai National Park and Preserve Kenai Fjords National Park Lake Clark National Park and Preserve Wrangell - Saint Elias National Park and Preserve Yukon - Charley Rivers National Preserve


Flora und Fauna



Kurz nach dem Ende des Winters beginnt, wie es einem scheint ohne ├ťbergang Fr├╝hling und Sommer zugleich. Aus dem Boden sprie├čen die Farbigsten pflanzen, wie man es dem Polarkreis nie zugetraut h├Ątte.
Viele uns auch in Europa bekannte Pflanzen wachsen in Alaska. Man findet an den H├Ąngen der Gebirge eine ├╝ppige Alpinen - und Subalpinengflora. Die h├Âhe von 1500 - 2000m entspricht in Alaska etwa der H├Âhe von 500m. Hier findet man schon den blauen und wei├čen stengellosen Enzian, die Alpenrose, die kleinere Alpin Azalee, der gelbe Heide, die Glocken - und Moosheide, Beerenstauden, von denen sich das Feldschneehuhn en├Ąhert, die Tschuktschen - Primel, Alpenveilchen, sibirischer Phlox und nat├╝rlich das Vergi├čmeinnicht. So viel, um nur einen kleinen Teil des Sortiments zu nennen.
Alle in Alaska lebenden Tier sind vorsichtig und Scheu. Man kann eigentlich nicht damit rechnen, auf einer Wanderung auf ein Tier zu treffen. Doch trotzdem verbirgt sich hinter den dichten W├Ąldern ein reges Tierleben. Wenn die Tiere jedoch einen Menschen wittern verschwinden meist. Auch gro├če S├Ągetiere, wie z.B. der B├Ąr, der eindeutige Herr in der Tierwelt Alaskas und der Elch. Die Karibus, die in den Tundrenw├Ąldern leben, und sich vor Eibruch des Winters zu gro├čen Herden zusammenfinden, um dann den Zug nach S├╝den anzutreten. Das wei├če Dallschaf und die Schneeziegen in den Bergen und nat├╝rlich auch der Wolf, der von allen genannten im Sommer der am wenigsten gesehene ist. Auch Wale und die verschiedensten Zugv├Âgelarten kann man hier finden.
Durch die besonderen Fl├Ąchenstrukturen, die ineinander ├╝bergreifen wird diese erstaunliche Artenvielfalt unterst├╝tzt.
B├Ąren sind so gut wie nie in Gruppen zu sehen, nur mit sehr viel "Gl├╝ck" und zur richtigen Jahreszeit hat man die Chance sie anzutreffen.
Das wilde Ren ist nicht mehr wie fr├╝her im ganzen Land verteilt, sondern bewohnt mittlerweile nur noch die H├Ąlfte des Landes. Doch trotzdem ist Alaska immer noch das Wildreichste Land der n├Ârdlichen Erdhalbkugel.
Innerhalb des Bereiches der Taiga - und Tundrag├╝rtels der Nordkontinente besitzt Alaska allerdings eine bevorzugte Stellung. Neben der Unber├╝hrtheit spielt die Vielgestaltigkeit eine gro├če Rolle. Tundra, verschiedenartigster Wald und Gebirge greifen ineinander ├╝ber. Diese Konstellation in Verbindung mit den unterschiedlichsten Klimas geben Alaska seine Einmaligkeit.

Verkehr


Das Stra├čennetz ist d├╝nn und endet n├Ârdlich von Fairbanks. R├╝ckgrad des Verkehrs ist der 1942 im Rahmen der Verteidigungsbem├╝hungen Amerikas im zweiten weltkrieg erbaut Alaskan Highway, der von Dawson Creek/ Alberta durch Kanada nach Fairbanks ├╝ber eine Strecke von 2430 km f├╝hrt. Das gesamte Highway - Netz umfa├čt 1984 15315 Meilen.
Es gibt Eisenbahnlinien, die Seward ├╝ber Anchorage mit Fairbanks verbindet und 470 Meilen lang ist.
Hauptvekehrsmittel ist das Flugzeug. Rund 12000 gepr├╝fte Buschpiloten und ├╝ber 200 Lufttaxiunternehmen stehen zur Verf├╝gung. Etwa 9500 Kleinflugzeuge sind registriert und 1000 Flugzeuge, respektive Landepisten. Auf 56 Einawohner kommt ein Flugzeug, und jeder 46 Einwohner ist Pilot. Allerdings wird der hoch Moderne Flughafen Anchorages nicht von den Privatpiloten genutzt. Auch die gro├čen Linienflugzeuge fliegen Anchorage nicht als Endflughafen an. Meistens machen sie hier nur einen Zwischenstopp und fliegen nach einem kurzen Aufenthalt weiter. Ihr Endflughafen liegt meist in Japan. Die Privatpiloten landen meist aus umliegenden Seen, auf denen sie keine Geb├╝hren Zahlen m├╝ssen.
(siehe Bild)


Wirtschaft


Wichtige Bodensch├Ątze sind Antiomon, Chrom, Eisen, Gold, Kobald, Kohle, Kupfer, Molybden, Nickel, ├ľl, Platin, Quecksilber, Titan, Wolfram und Zinn. Von den in den USA als wichtig bezeichnet 33 Mineralien soll in Alaska nur ein einziges fehlen. Erst seit wenigen Jahren wird das ├ľl durch eine Pipeline aus dem Norden Alaskas ├╝ber 1270 km zum Pazofikhafen Valdez transportiert. Die ├ľlvorkommen n├Ârdlich der Brooks Range werden auf 120 Mill. Hektoliter gesch├Ątzt.
Gro├če Reserven stecken in den bisher kaum genutzten Wasserkr├Ąfte des Landes.
Noch 1968 war der gr├Â├čte Einzelhandelsposten Alaskas der Gegenwert f├╝r Fische und ├Ąhnliche Meerestiere wie Krebse etc. in einer Gr├Â├čenordnung von etwa 120 Mio. US$. Der Lachs hat einen Anteil von 80%. Mehr als die H├Ąlfte der Welterzeugung an B├╝chsenlachs stammt aus Alaska. Nach dem Lachs ist der n├Ąchst Bedeutende des Landes der King - Carb.
Nicht unerw├Ąhnt bleiben sollte das immense ├Âkonomische Gewicht der milit├Ąrischen Stationierung aufgrund der startegischen Bedeutung des Landes. Von den 500 Mio. US$ Bruttosozialprodukt entfallen 300 Mio. auf das Verteidigungsbudget. 1939 lagen 524 Mann USA - Truppen in Alaska, 1941 3000 und 1943 152000 zuz├╝glich 74000 Zivilpersonen. 1987 lagen ca. 45000 Mann im Lande. Zelluloseholzwirtschaft, Jagd und Pelzerzeugung sowie Fremdenverkehr sind mehr und mehr ins Gewicht fallende Witschaftsfaktoren. 1986 sind 211687 Jagdlizenzen mit einem Gegenwert von 4,28 Mio. US$ vergeben worden. Etwa einen Millionen Touristen bereist heutzutage das Land.
Alaska ist nicht nur der fl├Ąchengr├Â├čte Staat der USA, sondern auch der teuerste, mit Preisen, die um 25 bis 30% ├╝ber denen im ├╝brigen Amerika liegen. Zugleich weist Alaska die h├Âchste
Arbeitslosenquote der USA auf.


Quellennachweis

Alaska Ziel meiner Tr├Ąume
Wolfgang de Haan
Neumann - Neudamm
Alaska
E. Marsch und U. Ackermann
Reich Verlag
Alle L├Ąnder unserer Erde

Das Beste GmBH
Weltalmanach '97

Fischer
Versch. Engl. Infobl├Ątter


Anchorage Tribune


Geo Special ALASKA
Peter Mathias Gaede
Gruner + Jahr

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