BWL BT Skriptum

1) BT - BWL (Betriebstechnik - Betriebswirtschaftslehre) : Einordnung der Betriebstechnik in die Betriebswirtschaftslehre, Arten der BWL, Gliederung der Betriebe, Produktionsfaktoren.

1.1 Lehraufgabe

Die Betriebstechnik beschĂ€ftigt sich mit den Grundlagen, Methoden u. Verfahren der Analyse, Planung, DurchfĂŒhrung u. Kontrolle der einzelnen Betriebsbereiche eines Unternehmens mit dem Ziel die Produktionsfaktoren (Mensch, Betiebsmittel, Arbeitsgegenstand) unter obtimalen Einsatz u. im Hinblick auf eine stĂ€ndige Kostensenkung zu einem bestmöglichen Ergebnis zu fĂŒhren.

1.2 Einordnung in die Wirtschaftswissenschaft

Die Betriebstechnik ist ein Teil der Betriebswirtschaftslehre. Die Betriebswirtschaftslehre:= Lehre einer rationellen (wirtschaftlichen) BetriebsfĂŒhrung. Das Objekt mit dem sich die Betriebswirtschaftslehre beschĂ€ftigt ist der wirtschaftliche Betrieb.
Institutionelle Gliederung der Betriebswirtschaftslehre:
a) allg. Betriebswirtschaftslehre: beschÀftigt sich mit VorgÀngen u. Problemen in allen Betrieben

b) spezielle Betriebswirtschaftslehre: behandelt betriebliche Fragen einzelner Branchen (Betriebslehre, Bankbetriebslehre, Industriebetriebslehre)

c) spezielle Verkehrslehren: Untersucht die Interaktionen einzelner Betriebe untereinander z.B.: Zahlungsverkehr, Kreditverkehr, WarenflĂŒĂŸe, EnergieflĂŒĂŸe,...

Wirtschaft (engl. economy)
Def.: "Ist das Gebiet aller menschlicher TĂ€tigkeiten fĂŒr den Markt zur BedĂŒrfnisbefriedigung"
Obwohl die menschlichen BedĂŒrfnisse praktisch unbegrenzt sind stehen jedoch zu ihrer Befriedigung beschrĂ€nkte Mengen zur VerfĂŒgung. Diese Naturgegebene Knappheit der GĂŒter (Ressourcen) fĂŒhrt zu einem SpannungsverhĂ€ltniss zwischen Bedarf u. Bedarfsdeckung, zwingt den Menschen also zum wirtschaftlichen Handeln = Wirtschaften (engl. managing, housekeeping) d.h. das die vorhandenen Mittel so zu verwenden sind, das ein möglichst großes Maß an BedĂŒrfnisbefriedigung erreicht werden kann.
MS: Wirtschaft sind wir alle

1.3 Betriebstechnik

Sie ist die Anwendung der einzelnen Betriebslehren bzw. deren Erkenntnisse u. Methoden im einzelnen Betrieb.

Technik: (Fertigkeit, Erzeugungsvermögen)
1) Sie ist die Nutzbarmachung der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse fĂŒr die zivilisatorischen BedĂŒrfnisse der Menschen
2) Die Methode zur Erzielung einer spezifischen Leistung

Betrieb:
Der Betrieb:= planvoll organisierte Wirtschaftseinheit, in der eine Kombination der Produktionsfaktoren (MPM) mit dem Zielerfolg, SachgĂŒter zu produzieren u./od. Dienstleistungen zu erstellen.
Die Betriebstechnik ist die Lehre von den Verfahren u. Methoden, der Kombination der Produktionsfaktoren, die zum erreichen des Betriebszieles u. einer humanen Arbeitswelt notwendig sind.

2. Firma, Betrieb und Unternehmen

Firma:= Name eines Vollkaufmannes, unter dem er im Handel seine GeschÀfte betreibt, seine Unterschrift abgibt u. unter dem er in Handelssachen klagen u. beklagt werden kann.

Betrieb:= Wirtschaftseinheit, in der SachgĂŒter u./od. Dienstleistungen fĂŒr den Bedarf Dritter hergestellt werden kann.
3 Merkmale: a) Kombination der Produktionsfaktoren
b) Leistung fĂŒr andere od. dritte
c) Absolute Geltung des ökonomischen Prinzip

Ökonomisches Prinzip: Mit einem Minimum an Aufwand ein Maximum an Erfolg erzielen.

Unternehmen:= Eine selbststÀndige vom Haushalt des Unternehmer losgelöste Einzelwirtschaft, die örtlich nicht gebunden (wie Betrieb) aber wirtschaftlich, finanziell u. rechtlich eine Einheit bildet, kann aus einem, zwei od. mehreren Betrieben bestehen (z.B.: Arbeitsgemeinschaft - ARGE)

Unternehmung: hat mehrere Bedeutungen: a) Firma
b) Betrieb: aber nur sehr groß od. mehrere Betriebe
c) nur fĂŒr private Betriebe
d) In Österreich:= rechtlicher Rahmen den der Betrieb braucht um nach außen Handeln zu können.

2.1 Betriebsgliederung

a) Nach der Art der wirtschaftlichen Leistung:
Produktionsbetriebe - Sachleistungsbetriebe: - KonsumgĂŒterbetrieb
Dienstleistungsbetrieb - InvestitionsgĂŒterbetrieb

b) Nach den vorherrschenden Produktionsfaktoren:
- Lohnintensive Betriebe (ca. 60% des Umsatzes sind Lohnkosten)
z.B.: Kunstgewerbebetriebe, Dienstleistungsbetriebe
- Anlagenintensive Betriebe (Hauptteil des betrieblichen Kapitals in Anlagevermögen;
60 - 80%) z.B.: hochautomatisierte Produktionen
- Materialintensive Betriebe: (60% des Umsatzes in Materialkosten)
z.B.: Stahlindustrie

c) Nach den 3 Wirtschaftssektoren:
- primĂ€rer Wirtschaftssektor: Grundstoffindustrie z.B.: Bergbau, Landwirtschaft, Öl, Erdgas,...
- sekundÀrer Wirtschaftssektor: Rohstoffverarbeitende Betriebe z.B.: Stahlind., Lebensmittel
- tertierer Wirtschaftssektor: Dienstleistungen z.B.: Handelsbetriebe, Verkehrsbetriebe, Banken, Versicherungen, Fremdenverkehr, Botendienste,...

MS: Die Anzahl der BeschÀftigten sinkt in den beiden ersten Wirtschaftssektoren u. steigt im letzten.

sonstige Einteilungen: - nach der GrĂ¶ĂŸe des Betriebes z.B.: Groß - , Mittel - u. Kleinbetrieb
- nach der BeschÀftigtenanzahl od. nach dem Umsatz
- nach Branchen
- nach der Rechtsform z.B.: AG, Ges.m.b.H., KG
- nach dem EigentĂŒmer z.B.: privat od. öffentlich, einer od. Personengruppe
- nach Produkten

3.Produktionsfaktoren: Mensch, Betriebsmittel, Arbeitsgegenstand
2) WIRTSCHAFT : Allgemeine Bedeutung, Wirtschaften, Wirtschaftsektoren, Ökonomisches Prinzip, Marktformen, Wirtschaftsformen, Einfluß der EU.

2.1 Allgemeine Bedeutung

Ist das Gebiet aller menschlichen TĂ€tigkeiten zur BedĂŒrfnisbefriedigung. Obwohl die menschlichen BedĂŒrfnisse praktisch unbegrenzt sind, stehen jedoch die zur BedĂŒrfnisbefriedigung geeigneten Mittel und GĂŒter nur in beschrĂ€nkter Menge zur VerfĂŒgung. Diese naturgegebene Knappheit der GĂŒter fĂŒhrt zu einem SpannungsverhĂ€ltnis zwischen Bedarf und Bedarfsdeckung; zwingt dem Menschen also zum wirtschaftlichen Handeln.

2.2 Wirtschaften

Wirtschaften (engl. managing, housekeeping) d.h. das die vorhandenen Mittel so zu verwenden sind, das ein möglichst großes Maß an BedĂŒrfnisbefriedigung erreicht werden kann.
MS: Wirtschaft sind wir alle

2.3 Wirtschaftssektoren

- primĂ€rer Wirtschaftssektor: Grundstoffindustrie z.B.: Bergbau, Landwirtschaft, Öl, Erdgas,...

- sekundÀrer Wirtschaftssektor: Rohstoffverarbeitende Betriebe z.B.: Stahlind.,

- tertierer Wirtschaftssektor: Dienstleistungen z.B.: Handelsbetriebe, Verkehrsbetriebe, Banken, Versicherungen, Fremdenverkehr, Botendienste,...

2.4 Das ökonomische Prinzip

UnabhĂ€ngig um welchen Betrieb es sich handelt, muss die Kombination der Produktionsfaktoren unter Beachtung des ökonomischen Prinzips erfolgen, welches besagt, dass mit geringstem Aufwand, der grĂ¶ĂŸtmögliche Erfolg erzielt werden soll.

2.5 Marktformen

2.5.1 Definition:

Der Markt ist ein fiktiver Ort, an dem das Wirken der Betriebe sichtbar wird. Jeder Markt ist durch das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage gekennzeichnet.

Man unterscheidet:

• MĂ€rkte mit vollstĂ€ndiger Konkurrenz (Polypol): viele KĂ€ufer und viele VerkĂ€ufer

• MĂ€rkte mit eingeschrĂ€nkter Konkurrenz (Oligopol): Viele VerkĂ€ufer und nur wenige KĂ€ufer und umgekehrt z.B. Milch - Markt

• MĂ€rkte mit fehlender Konkurrenz (Monopol): Ein KĂ€ufer und viele VerkĂ€ufer und umgekehrt. z.B. Tabak, ORF, Salz

2.6 Wirtschaftsformen

Diese sind gekennzeichnet durch folgende Entscheidungen:
- Wer bestimmt was produziert wird (Produktionsprogramm)
- Wem gehören die Produktionsmittel (EigentĂŒmerfrage)
- Wie werden die ProduktionsgĂŒter verteilt
- Wer muss, kann od. darf in welchen Betrieb arbeiten

2.6.1 Freie Marktwirtschaft

Möglichst große Liberalisierung fĂŒr den Markt, Preis wird ausschließlich von Angebot u. Nachfrage bestimmt.

2.6.2 Planwirtschaft

Hier befinden sich nur wenig Produktionsfaktoren im privaten Eigentum, vorwiegend kleine landwirtschaftliche Betriebe. FĂŒr die Wirtschaft werden 5 JahresplĂ€ne entwickelt.

2.6.3 Soziale Marktwirtschaft

Sie soll in der freien Marktwirtschaft benachteiligten und den wirtschaftlich schwĂ€cheren einen gewissen Schutz bieten. z.B.: Sozialgesetzgebung, Pensionsversicherung, Richtpreise (verbindlich od. empfohlen), StĂŒtzungsgelder, Subventionen,...

2.6.4 Gelenkte Wirtschaft:

Sie ist ein Mittelding zwischen der freien Marktwirtschaft und der Planwirtschaft.
Wenn zum Beispiel sehr viel verstaatlicht ist. Am Beispiel Frankreich lÀsst sich dies sehr gut veranschaulichen.


2.6.5 Zentralverwaltungswirtschaft

Ist durch eine starke, zentrale Wirtschaftslenkung gekennzeichnet. Produktionsfaktoren befinden sich im öffentlichen Eigentum.

3. Einfluß der EU

Durch die EU ist der Markt grĂ¶ĂŸer geworden. Es gibt einen grĂ¶ĂŸeren Konkurrenzkampf.
Der wirtschaftliche Wettbewerb ist intensiver geworden.

3) AUFBAUORGANISATION (ABO) :Aufgabe und Ziel derABO; was verstehen wir unter einer Organisation, Vorbedingungen, TĂ€tigkeiten in einer Organisation, Über - und Unterorganisation, Organisationsgrad

3.1 Organisation

3.1.1 Definition

Eine Organisation ist ein zielgerichtetes Gebilde, welches eine zweckmĂ€ĂŸige Ordnung aufweist (Struktur).

Der Begriff Organisation ist in doppelter Hinsicht mit dem menschlichen Handeln verbunden.

• als Strukturierungsvorgang => organisieren
• als die jeweilige Struktur => Ergebnis der TĂ€tigkeit => Organisation

3.1.2 Vorbedingungen fĂŒr eine Organisation

• Teilbarkeit : Aufgabenstellung muss einen teilbaren Umfang haben
• Wiederholbarkeit : Aufgaben mĂŒssen sich gleich oder Ă€hnlich wiederholen lassen
• Zielvorstellung : (Zielaufgabe); Die Aufgabe muss einen Zweck erfĂŒllen

3.1.3 TĂ€tigkeiten in einer Organisation

1) Disposition :

Darunter verstehen wir eine Einzelmaßnahme, die keine strukturierende Wirkung hat. Die GĂŒltigkeitsdauer ist kurzfristig und betrifft den konkreten Einzelfall.

2) Improvisation :

Die GĂŒltigkeitsdauer ist mittelfristig und weist nur bedingte oder teilweise strukturierende Wirkung auf. Dies sind mehr vorĂŒbergehende Maßnahmen, die entwedereine organisatorische oder keine Lösung nachsichziehen.

3) Organisation :

Hier werden Maßnahmen mit vollstrukturierender Wirkung ergriffen, welche langfristig oder bis auf Widerruf gĂŒltig sind.

TĂ€tigkeit
GĂŒltigkeitsdauer
Strukturierende Wirkung
Disposition
kurz
keine
Improvisation
mittelfristig
bedingt
Organisation
bis auf Widerruf
voll






3.1.4 Ausmaß der Organisation

Dies ist aus dem Organisationsgrad ersichtlich :

Anteil der gereglten TĂ€tigkeiten
Organisationsgrad = - - - - - - - - - - - - - - - - -
Anteil der dispositven TĂ€tigkeiten

Es sollte ein " Goldener Mittelweg" gefunden werden, sodass keine Über - oder Unterorganisation entsteht.


3.1.5 Überorganisation :

Unter einer Überorganisation versteht man zu starke Strukturierung.Aufgrund vieler
ĂŒbersteigerten und versteiften Dauerregelungen bleibt nur ein geringer Spielraum fĂŒr freie Disposition,dh der Betrieb verliert an FlexibilitĂ€t und reagiert nur langsam auf VerĂ€nderungen.

3.1.6 Unterorganisation :

Eine Unterorganisation ist dann gegeben, wenn zu geringe Strukturierung vorliegt, dh es ist hier ein zu großer Spielraum. Die Koordination innerhalb des Betriebes ist gelöst. Der Einzelne hat das GefĂŒhl der Unordnung, und es entsteht ein zu hoher Aufwand fĂŒr Disposition.
3.2 Aufbauorganisation (ABO) :
3.2.1 Definition
Sie beschĂ€ftigt sich mit der Verteilung der Aufgaben eines Betriebes auf diverse Stellen und regelt das Zusammenwirken dieser Stellen. Sie beinhaltet die Grobstruktur eines Betriebes und umfaßt auch die Zielsetzung, Verantwortung, Kompetenz - und Aufgabenverteilung auf die einzelnen Ebenen und Stellen im Betrieb.
3.2.2 Organisationspyramide

n - te
1.Ebene
4
2.Ebene
3
3.Ebene
2
4.Ebene
1
n - te Ebene
Die Aufbauorganisation lĂ€sst sich folgendermaßen unterteilen :

4) VERTEILUNGSSYSTEM : Seine Aufgabe und innerbetrieblichen Modelle sowie deren Vor - und Nachteile bezĂŒglich betrieblicher KapazitĂ€t, Koordination und persönliche Aspekte; außerbetrieblich : UnternehmenszusammenschlĂŒsse - GrĂŒnde und Möglichkeiten.

4.1 Definition

Hier werden die Aufgaben und TĂ€tigkeiten im Betrieb oder Unternehmung nach ihrer Gleichheit bzw. Ungleichheit zusammengefaßt. Die wichtigsten Handlungsinhalte (Kennzeichen, Unterscheidungsmerkmale von TĂ€tigkeiten) sind :

- Verrichtung (Handlungsart, Funktion)
- Objekt ( Handlungsobjekt, Produkt)
- Region ( Bezugsraum der Handlung, Markt)




Daraus ergeben sich nun 3 Verteilungsmodelle:

4.1.1 Verrichtungsprinzip :

Zusammenfassung von Handlungen der gleichen Hauptverrichtungsgruppe. z.B.:

Einkauf
Direktion (Chef) Verkauf FrÀserei
Produktion Dreherei
Montage

4.1.2 Objektmodell:

Gliederung nach den Produktbereichen ( =Spartenorganisation oder Divisionalorganisation )z.B.: Chemiekonzern oder

Kfz - Hersteller: *) Nutzfahrzeuge
- Traktor
- Omnibus
*) Pkw
*) MotorrÀder

4.1.3 Regionalmodell:

Zusammenfassung der Handlungen nach ihren BezugsrĂ€umen z.B.:Kontinenten, LĂ€ndern, MĂ€rkten,...wie z.B.: IBM (hat Zweigstellen auf der ganzen Welt), Versicherungen (hat Stellen in ganz Österreich)

4.2 Vorteile und Nachteile des Verrichtungsprinzip mit Objekt - bzw. Regionalmodell :
(Artteilung zu job en largement)
a) bezĂŒglich KapazitĂ€t:

VT: - Entlastung der Leistungsspitze
- Verringerung der Kommunikationsschwierigkeiten
NT: - großerer Bedarf an qualifizierten FĂŒhrungskrĂ€ften


b) bezĂŒglich Koordination:

VT: - klar getrennte Verantwortungsbereiche
- geringere AbhÀngigkeit der Teilsysteme
- Transparenz der Struktur
NT: - verstÀrkte Koordination
- zusÀtzliche Zentralkoordinationsstelle
- Notwendigkeit getrennter Erfolgskontrolle

c) bezĂŒglich perönlichen Aspekten:

VT: - bessere Entfaltungsmöglichkeiten fĂŒr NachwuchskrĂ€fte
- ganzheitliche Leistungsaufgaben
- direkte Beziehungen zum eigenen Beitrag
- direkte bereichsbezogene Erfolgskontrolle
- personelle Autonomie des Subsystems
NT: - geringere Integration im Gesamtpersonal
- geringere Beziehungen zum Gesamtsystem und zu seinem Ziel


5) LEITUNGSSYSTEM : Aufgaben, Beziehungen zur Stelle, die drei wesentlichen Modelle, deren Vor - und Nachteile bezĂŒglich betrieblicher KapazitĂ€t, Kooordination, EntscheidungsqualitĂ€t und persönliche Aspekte


5.1 Definition

Dieses wird auch Weisungs - ,Kompedenz - od. ZustĂ€ndikeitssystem bezeichnet. Es regelt aufgrund der vertikalen Aufgabenteilung (leiten - ausfĂŒhren - kontrollieren) die Leistungsbeziehungen der verschiedenen Stellen. Eine Leistungsbeziehung liegt dann vor wenn eine ĂŒbergeordnete Stelle (Instanz) einer untergeordneten Stelle (AusfĂŒhrende) eine Aufgabe und deren DurchfĂŒhrung anordnen kann. Dies ist nur in Grenzen die durch die Instanz zu setzen sind möglich .Ersichtlich sind diese Grenzen (Gesetze) in Organigrammen.

5.2.1 Einlinienmodell:

Jeder Stelle wird von nur einer ĂŒbergeordneten Stelle Anweisungen, Befehle,.... erteilt. Dadurch bleibt die Einheit der Aufgabenerteilung gewahrt und Verantwortlichkeiten lassen sich immer ermitteln.
Zur Erleichterung der VerstÀndigung zw. den
Ebenen sind Querverbindungen sogenannte
Passarellen möglich: z.B.: - Arbeitsgruppen
- Teams
- Projektplanung usw.



Vorteilhaft ist beim Einlinienmodell die klare Kompedenzabgrenzung und die leichte Kontrolle bei Fehlern. Nachteilig sind die langen Kommunikationswege und die Überlastung der Leistungsspitze (Managerebene).

5.2.2 Einlinienstabmodell:

Um die Leitungsstellen und Entscheidungsstellen zu entlasten werden ihnen oft Stabstellen zur VerfĂŒgung gestellt, welche Informationen beschaffen und Daten fĂŒr Entscheidungen aufbereiten sollen. Stabstellen haben keine Entscheidungsbefugnis und keine Leitungsaufgaben, wodurch sie sich intensiv mit der BewĂ€ltigung schwieriger Aufgaben befassen können. Sie erfĂŒllen die Funktion eines Beraters.

Beispiele: - )Sekretariat, RechtsbĂŒros
- )MilitÀrstab
- )Presidentenberater in den USA
- )MinisterbĂŒros (=Berater fĂŒr den Minister)



GD GD....Generaldirektion
TD....Technische Direktion
KD....KaufmÀnnische Direktion
TD KD R R....Revision

........Linienstellen

........Stabstellen


Vorteilhaft ist beim (Einlinien) - Stabmodell ,dass die Linienstelle entlastet wird und somit Entscheidungsfragen besser vorbereitet und ausgearbeitet werden können. Die Stabstellen können sich volle Zeit fĂŒr die Problemlösung nehmen.
Nachteilig ist, dass die Gefahr eines zu großen Leistungs - u. Steuerungssystems besteht und somit ein Mehraufwand an Arbeit.

5.2.3 Mehrlinienmodell :

Hier wird durch kurze Informationswege und wenig Ebenen in der Organisationspyramide ein rascher Informationserhalt gewĂ€hrleistet.Dieses Modell geht auf den BegrĂŒnder der modernen Betriebsorganisation F.W.Taylor zurĂŒck.(Taylorismus = ausgeprĂ€gte Arbeitsteilung "Scientic Management")








Die Einheit der Auftragserteilung ist nicht mehr gegeben, da eine Stelle mehrere Instanzen haben kann.Weitere Bezeichnungen fĂŒr dieses Organisationsmodell sind:

a)Funktionsorganisation :

Instanzen erfĂŒllen eine bestimmte Funktion (= Aufgabe)



b) Matrixorganisation :

Produkte

Abteilungen A B C D

Konstruktion

1.mechanische WerkstÀtte

2.mechanische WerkstÀtte

Verkauf



Es ist das hÀufigste und modernste Leistungsmodell.
Von Vorteil ist beim Mehrlinienmodell,dass es weniger Zwischeninstanzen gibt und somit die Informationswege kĂŒrzer sind.Nachteilig ist ,dass die erhöhte Zusammenarbeit Zeit fĂŒr Absprechen bediengt (RĂŒckfragen) und weiters besteht die Gefahr ,dass durch die engere Zusammenarbeit der Stellen einer Ebene diese sich verselbststĂ€ndigen.

5.2.4 Vorteile und Nachteile des Leitungssystems :

Vor - und Nachteile der Leitungsmodelle: EM........Einlinienmodell
SM.........Einlinienstabmodell
MM........Mehrlinienmodell

a) bezĂŒglich KapazitĂ€t:

Vorteile: EM : - Einheit der Auftragserteilung
SM : - Entlastung der Linienstellen
- bessere Vorbereitung und Ausarbeitung von Entscheidungsfragen
MM: - weniger Zwischeninstanzen
- VerkĂŒrzung der Informationswege
- Verteilung der Leistungsaufgaben auf mehrere Stellen

Nachteile: EM: - Überlastung der Leistungsspitze
- vermehrter Informationsaufwand
- lange Kommunikationswege
SM: - Gefahr eines zu großen Leistungs - und Steuerungssystems

b) bezĂŒglich Koordination:

Vorteile: EM: - klare Kompetenzabgrenzung
- klare ZustÀndigkeit
- klare Informationswege
- klare Befehlsanordnung
- leichte Kontrolle
SM: - erhöhte Information in den Leistungsstellen
MM: - bessere Zusammenarbeit in der Leitungsebene

Nachteile: EM: - keine Koordination in der gleichen Ebene durch grĂ¶ĂŸere Anzahl hierarchischer Ebenen (VerbĂŒrokratisierung)
SM: - bewirkt eine zusÀtzliche Vermehrung an höheren ArbeitsplÀtzen
- zusÀtzliche Absprache zwischen den Stabstellen
- Information der Linienstellen durch die Stabstellen = Mehraufwand
MM: - durch die enge Zusammenarbeit der Stellen in der gleichen Ebene besteht die Gefahr, dass sich diese verselbststÀndigen
- erhöhte Zusammenarbeit bediengt Zeit fĂŒr Absprachen (RĂŒckfragen)





6) FÜHRUNGSSYSTEM : Was verstehen wir unter FĂŒhrung, AutoritĂ€t, FĂŒhrungsformen, ihre Vor - und Nachteile bezĂŒglich betrieblicher KapazitĂ€t, Koordination, EntscheidungsqualitĂ€t und persönliche Aspekte

6.1 Allgemeines


Als FĂŒhrung verstehen wir die dominante (gewaltfreie) Einflußnahme eines formell oder informell autorisierten Gruppenmitgliedes (= FĂŒhrer) auf:
a.) die ĂŒbrigen Gruppenmitglieder
b.) die Bildung von formellen und informellen Zielen
c.) die Verfolgung und Erreichung des Gruppenzieles

Man unterscheidet folgende FĂŒhrungsformen:
a.) autoritative FĂŒhrung
b.) partizipative FĂŒhrung
c.) FĂŒhrung autonomer Arbeitsgruppen (= demokratische FĂŒhrung)

Eine ganz spezielle Form des FĂŒhrungsverhaltens ist das "laisser fair" (laufen lassen), das in der FĂŒhrungstechnik fĂŒr keine oder zu schwache FĂŒhrung verwendet wird. In jeder FĂŒhrungsform können 3 verschiedene Arten von AutoritĂ€ten ersichtlich sein:
a.) positionsspezifische AutoritÀt (BundesprÀsident)
b.) aufgabenspezifische AutoritÀt (Fachmann, Spezialist, KapazitÀt)
c.) personenspezifische AutoritÀt (Idole)
AutoritÀt:
:= auf Leistung und oder Tradition beruhender maßgebender Einfluß und Ansehen.

6.2 Die autoritative FĂŒhrung

autoritativ:= auf echte AutoritĂ€t gestĂŒtzt, in legitimer Vollmacht handeln. Die Einflußnahme des Vorgesetzten stĂŒtzt sich vorwiegend auf seine positionsgebundene AutoritĂ€t (= Stellung im Betrieb) und den mit der Position verbundenen Sanktions - und Strafmöglichkeiten. Kennzeichen der autoritativen FĂŒhrung sind organisatorische Maßnahmen der Statusdifferenzierung (z.B. Anzahl der SekretĂ€rinnen, GrĂ¶ĂŸe des BĂŒros, Auto....).
Die Hauptaufgaben des Vorgesetzten sind:
• entscheiden
• anordnen
• kontrollieren

6.3 Die partizipative FĂŒhrung


Erst bei partizipativem Verhalten des Vorgesetzten kann man im engeren Sinn von FĂŒhrung sprechen. Der Vorgesetzte bemĂŒht sich als FĂŒhrer anerkannt zu werden; Dazu ist es notwendig, seine positionsspezifische AutoritĂ€t möglichst zurĂŒckhaltend einzusetzten, und sich dafĂŒr in entsprechendem Ausmaß aufgaben - und personenspezifische AutoritĂ€t zu erwerben. Nur so gelingt es ihm, eine AtmosphĂ€re des Vertrauens und eine große GruppenkohĂ€sion zu schaffen.
Die Funktion des Vorgesetzten ist wesentlich geÀndert; seine Hauptfunktion liegt darin, Entscheidungen nicht alleine, sondern mit der Gruppe (partizipativ) zu treffen.
partizipativ:= teilhabend
Der Vorgesetzte bleibt formell verantwortlich, die Entscheidung wird aber gemeinsam im Sinne der Gruppe gefÀllt.

6.4 FĂŒhrung autonomer Arbeitsgruppen

(demokratische FĂŒhrung)
Die Grundidee des Konzepts liegt darin, auf die bestimmung eines formellen Vorgesetzten zu verzichten und an seiner Stelle einen gruppeninternen FĂŒhrer wĂ€hlen zu lassen (demokratisch), der die Gruppe nach außen (als Sprecher = speaker) vertritt und die Verbindung zu anderen Gruppen herstellt. Die Kompetenz des Vorgesetzten geht an die Gruppe als ganzes ĂŒber und begrĂŒndet eine echte Gruppenverantwortung. Dadurch soll dem Individuum eine besondere Identifikation mit der Gruppe und ihren Zielen ermöglicht werden. Die Gruppe selbst fĂŒhrt suigeneris zu Konflikten (z.B. zerfallendes Jugoslawien, eine starke FĂŒhrung verhindert Konflikte z.B. Tito).
Die Aufgabe des Sprechers kann erweitert werden, z.B.:
Koordinator,....bis zum EntscheidungstrÀger.

6.5 Vor - und Nachteile von FĂŒhrungssystemen mit hohem partizipativem Anteil


a.) KapazitÀtsaspekt :
Vorteile:
• bessere Kommunikation (mĂŒndlich, direkt und sofort)
• Konsolitierung (Fertigung)

Nachteile:
• es werden qualifizierte, lernfĂ€hige und lernbereite Mitarbeier vorausgesetzt
• kostenintensivere Gruppenentscheidungen (mehr Stunden/Entscheidung)

b.) Koordinationsaspekt:
Vorteile:
• gruppeninterne Selbstkoordination
• keine permanente Überwachung der Mitarbeiter notwendig
• frĂŒhzeitige Offenlegung und Lösung von gruppeninternen Konflikten

Nachteile:
• schwierige Bewertung individueller BeitrĂ€ge
• Verlust des individuellen Verantwortungsbewußtseins bei Gruppenverantwortung
• das Gruppenziel entfernt sich vom Gesamtziel
• Transparenz des Willensbildungsprozesses geht verloren
c.) EntscheidungsqualitÀt:
Vorteile:
• Wissensintegration
• Irrtumsausgleich
• soziale UnterstĂŒtzung durch: Sicherheit, Enthemmung u. geistige Anregung
• bessere Identifikation mit den Leistungszielen
• gegenseitige Konkurrenz und Gruppendruck bewirken erhöhte Zielniveaus

Nachteile:
• Entscheidungsverzögerung
• Kompromißdenken (fauler Kompromiß)
• Gefahr der Informationsfilterung durch die Gruppe
• Gefahr der VernachlĂ€ssigung entscheidender BeitrĂ€ge von nicht diskussionsgewandten und oder nicht motivierten Mitarbeitern.

d.) personenbezogene Gesichtspunkte:
Vorteile:
• Geborgenheit in der Gruppe (= Befriedigung sozialer BedĂŒrfnisse)
• vermehrte Subjektstellung als Objektstellung der Mitarbeiter
• bessere Entfaltungsmöglichkeit in der Gruppe
• höhere Motivation (weniger Angst)

Nachteile:
• Gruppensituation ist ungĂŒnstig fĂŒr EinzelgĂ€nger
• zu starke Identifikation mit der Gruppe schafft AbhĂ€ngigkeit und Verlust der Eigeninitiative und der ĂŒbrigen sozialen Beziehungen (z.B. Sekten)

7) ABLAUFORGANISATION ( ALO ) : Ihre Ziele, Aufgaben, Gliederung, Vorraussetzungen, Arbeitssystem, Verbindung zur ABO und Regelkreismodell.


7.1 Ziele & Gliederung:

Die ALO befaßt sichmit der AufgabenerfĂŒllung in ihrem rĂ€umlichen und zeitlichen Ablauf, d.h. mit dem:

• Wo: in welcher Abteilung oder welchem Arbeitsplatz.
• WANN: in welcher zeitlichen Abfolge (Ablauffolge)
• WOMIT: mit welchem Arbeitsgegenstand oder Betriebsmittel ein Mensch ein Produkt fertigen soll.

7.2 Voraussetzungen:

Um von einer ALO sprechen zu können mĂŒssen folgende Gegebenheiten zutreffen.

• Aufgabenstellung (Zielsetzung) voranden.
• KapazitĂ€ten (Mensch und Betriebsmittel) mĂŒssen vorhanden sein.
• Es muss eine Eingabe in Form vom Material, Energie und/oder technischer Information erfolgen.
• Es muss weiters eine Ausgabe erfolgen.

7.3 Arbeitssystem:

Das Arbeitssystem besteht aus 7 Systemelementen


Arbeitsaufgabe


Input M Arbbeitsablauf BM Output


UmwelteinflĂŒsse


7.4 Verbindung zur ABO:

Die BestimmungsgrĂ¶ĂŸen von Handlungen werden in ABO und ALO verschiedenwertig, wie in
nachfolgender Tabelle, behandelt.









BestimmungsgrĂ¶ĂŸen von Handlungen festgehalten in
ABO ALO

HandlungstrÀger (Mensch) 0 0
Betriebsziel (Handlungszweck) + -
Handlungsobjekt (Arbeitsgegenstand) - +
Rang, Abteilung + -
Arbeitsplatz (Ort der Handlung) - +
Verrichtung, TĂ€tigkeit - +
zeitliche Abfolge (Hinter - , Nach - & Neneneinander) - +
Produkt, Leistung 0 0

+........voll - .........nicht 0.......teilweise

7.5 Regelkreismodell:

Dieses soll den Zusammenhang von ALO und AV verdeutlichen.



Verkauf Konstruktion

Kunden Auftrags - Verkaufs - und Erzeugnis -
Kaufanfrage abwicklung Produktplanung gliederung



Produktion

WerkstÀtten - Fertigungssteuerung Fertigungsplanung
leitung
Materialbedarfsermittlung StĂŒcklistenerstellung

KapazitÀtsdisposition A Arbeitsplanerstellung
V
Lagerwirtschaft Auftragssteuerung Termin und
*Rohstoffe im Betrieb Fristenplanung
*Halbfabrikate
*Fertigwaren





Versand zum Kunden Einkauf

betriebliches Rechnungswesen
8) ARBEITSVORBEREITUNG (AV) : Fertigungsplanung, Fertigungssteuerung, Direkte und Indirekte Aufgaben, Elementaraufgaben der Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung.

Def : Sie umfaßt alle Maßnahmen der Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung mit dem Ziel,ein Optimum aus Aufwand und Arbeitsergebnis zu errreichen.

Arbeitsplanung :
Sie umfaßt alle Planungsmaßnahmen,welche unter BerĂŒcksichtigung der Wirtschaftlichkeit die Fertigungs und Ablaufgerechte Gestaltung einer Dienstleistung gewĂ€hrleistet.
Arbeitssteuerung :
Sie umfaßt alle Maßnahmen,die fĂŒr die Arbeitsplanung entsprechenden AuftragsausfĂŒhrung erforderlich sind.

8.1 Gliederung der AV

Direkte Aufgaben : Sie beziehen sich auf ein Produkt
Indirekte Aufgabe : Sie beziehen sich auf 2 oder mehrere Produkten.Sie werden auch gesamtbetriebsbezogene
Aufgaben benannt.

8.2 Direkte Aufgaben der FP

a)StĂŒcklistenerstellung : Sie zeigt die Beziehungen des erzeugnisses zu seinen Baugruppen und
Einzelteile=>Auflösung des Erzeugnisses in Baugruppen,Untergruppen und
Einzelteile(z.B MegenĂŒbersichts - ,Baukasten - ,StrukturstĂŒckliste)
b)Arbeitsplanerstellung : Sie zeigt die Anweisung,wie,wann,wo,mit welchen Betriebsmittel,Wkst und WZ
Einzelteile erzeugt werden können.Weiters unterscheidet man zwischen Arbeitsplan
(TÀtigkeiten des Menschen) und Arbeitunterweisung (Reihenfolge der AblÀufe).
c)EinheitsfristenplĂ€neerstellung : Sie ist die Ermittlung von Fristen fĂŒr eine Fertigungseinheit,wobei auf die
zeitliche Abfolge zu achten ist.
d) Bedarfsplanung je Einheit : Ermittlung des Material,Betriebsmittel und AbreitskrĂ€ftebedarfes fĂŒr eine
Produktionseinheit.

8.3 Indirekte Aufgabe der FP

a)Produktionsprogrammplanung :
Sie ermittelt die Absatzerwartung und die daraus abgeleitete Aufstellung des Produktionsprogrammes.Sie geibt die Anzahl der Produkte in einer Zeitperiode geordnet an.=>Fertigungsprogramm.
b) Produktionsgestaltung :
Sie umfaßt das KlĂ€ren,Entwerfen und Ausarbetien einer Aufgabenstellung.Die Aufgabe wird in mehreren Teilaufgaben unterteilt,um die Gesamtaufgabe zu erfĂŒllen.

c)Normung und Typung :
Sie ist eine Regelung einer Vielzahl von Erscheinungen,um eine eindeutige Ordung zu erhalten.Eine Norm ist ein wiederholdendes Ereigniss.
d)Teilfamilienbildung :
Ähnliche Teile und Gruppen werden zusammengefaßt=>grĂ¶ĂŸere LosgrĂ¶ĂŸe
e)Investitionsplanung:
Sie ist die Abstimmung fĂŒr langfristige Investitionen fĂŒr das Produktprogramm.
f)Kostenplanug : Die Kosten der Erzeugnisse weden durch Kostenart,Kostenstellen und KostentrĂ€ger ĂŒberprĂŒft.
g) Materialfluß,GebĂ€ude und Fabirksplanung :
Sie umfaßt die Ermittlung der auftretenden Transport - und Lagerbelastung sowie Auswahl und Organisation der Transportmittel und LagergerĂ€te.
h)Lohngestaltung:Sie beinhaltet die Schaffung eines gerechten Lohnsystem im Betrieb.

8.4 Direkte Aufgaben der Fertigungsteuerung

a)Materialbedarfsermittlung :
Sie ermittelt den Bedarf an Bauteilen,Halbfabrikate und Material sowien Hilfmittel und Betriebsstoffe fĂŒr eine bestimmte Teit und Menge.
b)Lagerbewirtschaftung:
Es soll fĂŒr einen Arbetisablauf die benötigte Menge mit der erforderlichen QualitĂ€t eines bestimmten Materials zur richtigen Zeit vorhanden sein.
c)KapazitÀtsdisposition:
Bestimmung der KapazitÀtsbedrafes mit Einbeziehung der Maschinen - und ArbeitkrÀftekapazitÀten.
d)Auftragssteuerung :
Die Einhaltung des Termines in der Fertigung und Montage muss gewÀhrleistet sein.



8.5 Indirekte Aufgaben der Fertiungssteuerung

a)Ermittlung und Bereitstellen von Ist - Daten:
Die in der Teilefertigung und Montage durchgefĂŒhrten VorgĂ€nge werden durch Stammdaten soweit beschreiben,bis diese Daten zur Lösung von verschiedenen Teilaufgaben benötigt werden.
b)Vorgeplante Betriebsmittel Instandhaltung :
Bei der Wartung,Service,Kontrolle soll sich keine Störung der Fertigung ergeben.

8.6 Elementaraufgaben der Fertigungsplanung :

a)StĂŒcklistenerstellung :Siehe direkte Aufgaben der FP
b) Arbeitsablaufabschnittfolgeermittlung:
Sie legt die Reihenfolge der AAA unter Beachtung des Fertigungsprozesses fest.
Projekt: Sie ist gesamte AA,die ein Hersteller eines Produktes oder zur DruchfĂŒhrung eines grĂ¶ĂŸeren
Vorhabens verwendet.
Vorgang : Sind AAA,die von einer Arbeitsgruppe an einer Mengeneinheit ohne Unterbrechung ausgefĂŒhrt werden kann.Bei A - Vorgang,A - Gang und bei Wiederholungen von Zyklen werden als Vorgang bezeichnet.
Vorgnagselemente : Sie sind Teile,die sich weder in ihrer Beschreibung und ihrer zeitlichen Erfassung weiter unterteilt werden können.
Bewegungselemene :von Menschen ausgefĂŒhrt
Prozeßelemenete : von Betriebsmittel ausgefĂŒhrt
c)QualitÀtstandartermittlung :
Es wird fĂŒr jede Aufgabe bestimmte Q - Merkmale und Q - Standarte festgelegt.
d)Betriebsmittelauswahl :
Das zu wÀhlende Betriebsmittel hÀngt von den Q - Merkmalen ab.
e)Arbetissystemgestaltung :
Bestgestaltung des Arbeitssystems
f)Sollzeitermittlung :
Ermittlung der Vorgabezeiten fĂŒr die verschiedenen Aufgabenbereiche
g)Erteilung von Nummern:
Sie ist die notwendige Zuordnung von Zeichen,Objekte und Sachverahlte durch Nummern.

8.7 Elementaraufgaben der Fertigungssteuerung :

a) PrimÀrbedarfsermittlung :
Sind die fĂŒr eine Planungsperiode benötigten Erzeugnisse und Ersatzteile fĂŒr den Markt.
b) SekundÀrbedarfsermittlung :
Festlegung der Menge an Werkstoffen,Halbfabrikate,Einzelteilen,Baugruppen,die sich aus dem PrimÀrbedarfes ergeben
c)TeriÀrbedarfsermittlung :
Bestimmung der Menge an Hilfs - und Betriebsstoffen,die fĂŒr die Fertigung benötigt und im Endprodukt nicht sichbar ist.
d) Ermittlung der Bestellmenge :
Bestimmung der Menge von Erzeugnisse,Baugruppen,Einzelteile.Rohmaterial,Hils und Betriebsstoffen.Die Bestellung kann außerhalb oder innerhalb des Betriebes erfolgen.
e)Bestellungsaufgaben :
Sie ist die Bestellung des ermittelten Bedarfes zu jeden Bestellzeitpunkt,unter BerĂŒcksichtigung des Kalenders.
f)BestandsĂŒberwachung :
Sie ist eine Aufzeichnung der Ein und AusgÀnge der Bestellmenge und die daraus resultierenden offenen Bestellungen.
g)Erstellung der auftragsbezogenen FristenplÀne :
Die EinheitsfristenplÀne werden durch die Bestellmenge und durch den aktuellen Auftragsstandes der FristenplÀne erstellt.
h)Terminierung der FristenplÀne :
Eingliederung der FristenplÀne in die Planungsperiode.
i)KapazitÀtsbelastung
Die Zuteilung von AuftrĂ€gen an einer vorhandenen KapazitĂ€t wird ohne Reihenfolge der AuftrĂ€ge und auf die KapazitĂ€tsgrenzen rĂŒcksicht genommen.
j)KapazitÀtsausgleich :
Man versucht die vorhandenen KapazitĂ€ten gleichmĂ€ĂŸig und vollstĂ€ndig zu nĂŒtzen und dabei ist auf einer raschen Abwicklung des Auftrages zu achten.
k)Auftragsfreigabe:
Freigabe eines Auftrages kann dann erfolgen,wenn Betriebsmittel,Mensch,Arbetisgegenstand und Arbeitsunterlagen fĂŒr den Auftrag und innerhalb der benötigten Zeit vorhanden sind.
l)Bereitstellung :
Das rechtzeitige Bereitstellen von KapazitÀten,ArbeitsgegenstÀnden und Arbeitsunterlagen.
m)Arbeitszuteilung :
Direkte Zuordnung der AuftrÀge zu den KapazitÀten mit der bestimmten Reihenfolge.

9) ABLAUFANALYSE UND ABLAUFGESTALTUNG : ErlÀuterung von Aufgabe und Ziel der Ablaufanalyse und der Gliederung des Betriebsablaufes in Ablaufarten. Welche Gliederungsmöglichkeiten des betrieblichen Ablaufes gibt es und welche Ablaufarten lassen siche jeweils bilden ?

9.1 Begriffe

- Informationen:
Formulierte Unterrichtung von Systemen (M,BM,...) ĂŒber Sachverhalte, Ereignisse oder AblĂ€ufe mittels Daten.

- Daten:
Werden durch Zeichen oder Zeichenfolgen bzw. durch kontenuierliiche Funktionen, auf Grund bekannter oder unterstellter Abmachungen dargestellt.

- Zeichen:
Element aus einer vereinbarten, endlichen Menge von Elementen (wird auch Zeichenvorrat genannt). Wir können folgende Zeichenarten unterscheiden: a) alphabetische Zeichen
b) numerische Zeichen
c) Sonderzeichen

In der BT handelt es sich bei den Daten in erster Linie um folgende Arten:
- Zeiten, - Mengen, - Arbeitsbedingungen, - EinflußgrĂ¶ĂŸen auf die Zeiten, - HĂ€ufigkeiten,
- Kosten

9.2Verwendungszweck der Zeiten (Daten)

a) PLANUNG: Vorkalkulation, Vergleich von Arbeitsverfahren und - methoden, Bedarfsplanung, ...
b) STEUERUNG: Terminierung (zeitliche Einordnung der FristenplÀne in den Kalender), Maschinenbelegung, Materialdisposition, Personaleinsatz, ...
c) KONTROLLE: Nachkalkulation, Kennzahlen, ...
d) ENTLOHNUNG: Lohn - und Gehaltsschema, Zeit - oder Leistungslohn, PrÀmie.

9.3 Die Zeit im betrieblichen Ablauf

Die Zeitbetrachtungen können nach zwei Gesichtspunkten erfolgen:
a) Die analytische Betrachtung der ArbeitsvorgĂ€nge (Beobachtung) einerseits mit dem Ziel ihrer Bestgestaltung, andererseits um Grundlagen (Zeiten) fĂŒr verschiedene Planungsaufgaben zu erhalten. Die sich daraus ergebenden IST - Zeiten werden fĂŒr die
3 Produktionsfaktoren und unterschiedliche Ablaufarten ermittelt.
b) Die synthetische Betrachtung des Arbeitsablaufes erfolgt in der Vorstellung um einerseits (auf Basis der Analyse) einen optimalen Arbeitsablauf zu erhalten und andererseits SOLL - Zeiten fĂŒr die 3 Produktionsfaktoren zu erhalten.

9.4 Analyse des Arbeitsablaufe

Ablaufarten sind die Bezeichnungen fĂŒr das Zusammenwirken der 3 Produktionsfaktoren M, BM, Aggst innerhalb bestimmter Ablaufabschnitte im Sinne der Arbeitsaufgabe.






RÜSTEN: Ist das Vorbereiten des Arbeitssystems fĂŒr die ErfĂŒllung der Arbeitsaufgabe sowie das RĂŒcksetzen des Arbeitssystem in den ursprĂŒnglichen Zustand.

AUSFÜHREN: Hier wird die Eingabe im Sinne der Ausgabe verĂ€ndert.

9.5 Gliederungsschema nach den unterschiedlichen EinflĂŒssen auf den Arbeitsfortschritt fĂŒr M, BM, Aggst

9.6 Methoden der Zeitermittlung

Man Unterscheidet:

a) Methoden zur Erfassung von IST - Zeiten (Analyse)

personelle Mm. durch Beobachter (Fremdbeobachtung)
1) Meßmethode teilautomatische Mm. durch A. Person selbst (Selbstbeobachtung)
automatische Meßmethode

2) Zahlenmethode - Multimomentaufnahme:
gĂŒnstig fĂŒr Verteilzeitaufnahmen

3) Befragen

4) SchÀtzen


b) Methoden der SOLL - Zeit bestimmung (Synthese)
SOLL - Zeiten sind Vorgabezeiten

1) Methoden der Erfassung und Auswertung von IST - Zeiten (REFA - Methode)

2) Berechnungsmethode

Systeme vorbestimmter Zeiten (S.v.Z.)
3) Teilzeitmethoden
Planzeiten (REFA)

4) Methode des subjektiven SchÀtzens

Vergleich der Verfahren 1 - 4
5) Vergleichsmethode
Zeitklassenmethode

10) VORGABEZEITERMITTLUNG UND ABLAUFSYNTHESE : ErlĂ€uterung der Vorgabezeit, der Vorgabezeitarten, der einzelnen Zeitarten aus der Vorgabezeit fĂŒr den Menschen sowie Darstellung des Aufbaues der Auftragszeit


10.1. Synthese

10.1.1. Vorgabezeit

Zeiten fĂŒr bestimmte Ablaufabschnitte sind fĂŒr Planung, Steuerung, Kontrolle und Entlohnung grundsĂ€tzlich nur verwendbar, wenn die Bezugsleistung und die Bezugsmenge dieser Zeiten festgelegt sind. Enthalten diese Zeiten neben dem wesentlichen Anteil fĂŒr die planmĂ€ĂŸige ErfĂŒllung der Arbeitsaufgabe auch Anteile fĂŒr nicht genau vorausbestimmbare Ablaufabschnitte, so nennt man solche Soll - Zeiten im Arbeitsstudium Vorgabezeiten.

Vorgabezeiten nach REFA sind Soll - Zeiten fĂŒr von Menschen und Betriebsmitttel ausgefĂŒhrte ArbeitsablĂ€ufe. Vorgabezeiten fĂŒr den Menschen enthalten Grundzeiten, Erholungszeiten und Verteilzeiten.

Im wesentlichen werden zwei Arten von Vorgabezeiten unterschieden:

• auftragsabhĂ€ngige Vorgabezeiten: sie beziehen sich auf einen Auftrag
• auftragsunabhĂ€ngige Vorgabezeiten: sie beziehen sich auf eine bestimmte Mengeneinheit (z.B.: 100 oder 1000 Stk)

Die nĂ€here Bezeichnung der Vorgabezeit hĂ€ngt davon ab, ob sie fĂŒr den Menschen oder das Betriebsmittel bestimmt wurde und welche Bezugsmenge ihr zugrunde liegt.

Weiters gibt es drei Zeitarten der Vorgabezeit:

• Grundzeit: In die Grundzeiten gehen die Sollzeiten fĂŒr die planmĂ€ĂŸige AusfĂŒhrung von AblĂ€ufen ein. Sie machen i. a. den wesentlichen Anteil der Vorgabezeiten aus.

• Erholungszeit: Sie bestehen aus Sollzeiten fĂŒr das infolge der TĂ€tigkeit notwendige Erholen des Menschen. Ihr Anteil an den Vorgabezeiten hĂ€ngt von Höhe und Dauer der Beanspruchung des Menschen durch die Arbeit ab.

• Verteilungszeit: Sie bestehen aus Sollzeiten, die zusĂ€tzlich zur planmĂ€ĂŸigen AusfĂŒhrung vorkommen. Dabei wird zwischen persönlich und sachlich bedingten Verteilzeiten unterschieden. Die Verteilzeiten treten wĂ€hrend des Ablaufes mit unterschiedlicher Dauer und HĂ€ufigkeit auf. Sie entstehen zum Teil als Folge der ErfĂŒllung der Arbeitsaufgabe, haben aber zum Teil auch keinen Zusammenhang mit der Arbeitsaufgabe.


10.1.2. Grundzeit


Die Grundzeit tg besteht aus der Summe der Soll - Zeiten von Ablaufabschnitten, die fĂŒr die planmĂ€ĂŸige AusfĂŒhrung eines Ablaufes durch den Menschen erforderlich sind; sie bezieht sich auf die Mengeneinheit 1.

Die Grundzeit besteht aus folgenden zwei Zeitarten:
tg = tt + tw
tt...TĂ€tigkeitszeit tw...Wartezeit

Die TĂ€tigkeitszeit besteht aus der Summe der Soll - Zeiten aller Ablaufabschnitte mit der Ablaufart HaupttĂ€tigkeit MH und NebentĂ€tigkeit MN, die fĂŒr die planmĂ€ĂŸige AusfĂŒhrung eines Ablaufes durch den Menschen erforderlich sind; sie bezieht sich auf die Mengeneinheit 1.

Die Wartezeit besteht aus der Summe der Soll - Zeiten aller Ablaufabschnitte mit der Ablaufart ablaufbedingtes Unterbrechen MA, die bei der planmĂ€ĂŸigen AusfĂŒhrung eines Ablaufes durch den Menschen vorkommen; sie bezieht sich auf die Mengeneinheit 1.

Man unterscheidet folgende Grundzeiten:

• trg: RĂŒst - Grundzeit, die Zeit, wĂ€hrend der Mensch das Betriebsmittel rĂŒstet
• tg: Grundzeit, die Zeit fĂŒr das AusfĂŒhren der Mengeneinheit 1 durch den Menschen
• trgB: Betriebsmittel - RĂŒstgrundzeit, die Zeit, wĂ€hrend das Betriebsmittel gerĂŒstet wird
• tgB: Betriebsmittel - Grundzeit, die Zeit, wĂ€hrend das Betriebsmittel fĂŒr das AusfĂŒhren der Mengeneinheit 1 belegt ist.

Die Betriebsmittel - GrundrĂŒstzeit besteht aus der Summe der Soll - Zeiten aller Ablaufabschnitte, die fĂŒr die planmĂ€ĂŸige AusfĂŒhrung eines Ablaufes durch das Betriebsmittel erforderlich sind; sie bezieht sich auf die Mengeneinheit 1.

Die Betriebsmittel - Grundzeit besteht aus folgenden Zeitarten:
tgB = th + tn + tb
th...Hauptnutzungszeit tn...Nebennutzungszeit tb...Brachzeit


10.1.3 Verteilzeit

Die Verteilzeit tv besteht aus der Summe der Soll - Zeiten aller Ablaufabschnitte, die zusĂ€tzlich zur planmĂ€ĂŸigen AusfĂŒhrung eines Ablaufes durch den Menschen erforderlich sind; sie bezieht sich auf die Mengeneinheit 1.

Die Verteilzeit besteht aus folgenden zwei Zeitarten:

tv = ts + tp
Die sachliche Verteilzeit ts enthĂ€lt Sollzeiten fĂŒr zusĂ€tzliche TĂ€tigkeiten MZ und störungsbedingtes Unterbrechen MS.
In die persönliche Verteilzeit tp gehen Sollzeiten fĂŒr persönlich bedingtes Unterbrechen der TĂ€tigkeit MP ein.

Die Betriebsmittel - Verteilzeit tvB besteht aus der Summe der Soll - Zeiten aller Ablaufabschnitte, die zusĂ€tzlich zur planmĂ€ĂŸigen AusfĂŒhrung eines Ablaufes durch das Betriebsmittel erforderlich sind; sie bezieht sich auf die Mengeneinheit 1.

Die Betriebsmittelverteilzeit besteht aus folgenden Zeitarten:
tvB = ∫tBZ + ∫tBS + ∫tBP

Dabei ist:

tBZ die Sollzeit fĂŒr zusĂ€tzliches Nutzen des Betriebsmittels
tBS und tBP die Sollzeit fĂŒr störungs - bzw. persönlich bedingtes Unterbrechen der Nutzung des Betriebsmittels.


10.1.4. Erholungszeit


Die Erholungszeit ter besteht aus der Summe der Soll - Zeiten aller Ablaufabschnitte, die fĂŒr das Erholen des Menschen erforderlich sind; sie bezieht sich auf die Mengeneinheit 1.

ter = ∫tME
Die in der Zeit je Einheit enthaltenen ablaufbedingten und störungsbedingten Unterbrechungszeiten tMA und tMS können unter gewissen Voraussetzungen auf die Soll - Zeiten tME angerechnet werden. Deshalb wird die in der Vorgabezeit berĂŒcksichtigte Erholungszeit ter hĂ€ufig auch als Resterholungszeit bezeichnet.


10.1.5. Zeit je Einheit

Die Zeit je Einheit te ist die Vorgabezeit fĂŒr die AusfĂŒhrung eines Ablaufes durch den Menschen; sie bezieht sich i. a. auf die Mengeneinheit 1, 100 oder 1000.

FĂŒr die Mengeneinheit 1 ist:

te1 = tg + ter + tv
In der StĂŒck - Massenfertigung kann te1 sehr kleine Werte annehmen. Unter diesen UmstĂ€nden ist es ĂŒblich, die Zeit je Einheit nicht als te1, sondern als te100 oder te1000 anzugeben. Dann sind die der Zeit je Einheit zugrunde liegenden Mengeneinheiten nicht 1 StĂŒck, sondern 100 oder 1000 StĂŒck. Dabei ist:
te1000 = 10 * te100 = 1000 * te1
Die Betriebsmittelzeiten je Einheit teB1, teB100 bzw. teB1000 sind Vorgabezeiten fĂŒr die Belegung eines Betriebsmittels bei der Mengeneinheit 1, 100 bzw. 1000.


10.1.6. AusfĂŒhrungszeit und RĂŒstzeit

Die AusfĂŒhrungszeit ta und die Vorgabezeit fĂŒr das AusfĂŒhren der Menge m eines Auftrages durch den Menschen.
ta = m * te bzw. ta = m * te100/100 bzw. ta = m * te1000/1000

Die RĂŒstzeit tr ist die Vorgabezeit fĂŒr das RĂŒsten innerhalb eines Auftrages durch den Menschen.

Die Betriebsmittel - AusfĂŒhrungszeit taB ist die Vorgabezeit fĂŒr das Belegen eines Betriebsmittel durch die Menge m eines Auftrages.

Die Betriebsmittel - RĂŒstzeit trB ist die Vorgabezeit fĂŒr das Belegen eines Betriebsmittels durch das RĂŒsten bei einem Auftrag.


10.1.7. Auftragszeit und Belegungszeit

Die Auftragszeit T ist die Vorgabezeit fĂŒr das AusfĂŒhren eines Auftrages durch einen Menschen.
Die Belegungszeit TbB ist die Vorgabezeit fĂŒr die Belegung des Betriebsmittels durch einen Auftrag.


HaupttÀtigkeit

NebentÀtigkeit TÀtigkeitszeit

zusÀtzliche T. Grundzeit

ablaufbedingtes Wartezeit
Unterbrechen d. T.

störungsbedingtes Erholungszeit Zeit je Einheit
Unterbrechen d. T.

Erholen Sachliche
Verteilzeit
Verteilzeit
persönlich bedingtes persönliche
Unterbrechen d. T. Verteilzeit
11 ) KENNZAHLEN : Wozu werden diese benötigt, wie werden sie gebildet und worin liegt ihre Bedeutung und Gefahr? ErlÀutere einige besonders signifikante und hÀufige Kennzahlen im Betriebsgeschehen.

11.1 Allgemein :

Sind VerhĂ€ltniszahlen mit sinnvoller Aussage ĂŒber Untersuchungen, Betriebe oder Betriebs -
teile.
Kennzahl=Beobachtungszahl / Bezugszahl

Verwendung: Zur Beurteilung eines Unternehmens z.B.:(inner & außerbetrieblich) Kostenrechnung, Bilanz, Umsatz
- als Kontrollinstromalien (Soll - Ist - Vergleich)
- FĂŒhrungselement im Sinne einer Zielvorgabe (M.B.O)
Umsatzzahlen oder Gewinn,...

11.2 Wie werden Kennzahlen erstellt?

1. Zielformulierung: Was will ich prĂŒfen?
2.Aufgabenabgrenzung: Umfang der PrĂŒfung
3.Analysieren ,welche Daten sind notwendig: wichtige (signifikante) und zufÀllige Daten
4.Synthese: Den mathematischen Zusammenhang formulieren und richtige Aussagen treffen .

GrundsĂ€tzlich ist es möglich fĂŒr jeden Tatbestand eine Kennzahl zu schaffen, aber diese gilt nur fĂŒr den Betrieb fĂŒr den sie geschaffen wurde. Da es auf dem Gebiet der Kennzahlen keine einheitliche Regelung gibt, ist beim Vergleich Vorsicht geboten.

11.3 Wirtschaftliche Kennzahlen :


Wirtschaftliche Kennzahlen


Wertschöpfung Cash - Flow RentabilitÀt Wirtschaftlichk. ProduktivitÀt


Sie lassen sich aus den ökonomischen ableiten und stellen ein VerhÀltnis von Ertrag zur Aufwand dar.
Ausbringungsmenge
- ProduktivitÀt = Einsatzmenge *100 [%]

z.B.: Kraftwerk: t Kohle zu kWh

- Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand oder Leistung / Kosten
Es gibt 3 Arten der Wirtschaftlichkeit:
. KassamĂ€ĂŸige Wirtschaftlichkeit = Einnahmen / Ausgaben
. Bilanzielle W. = (Erlöse + BestandsÀnderunge) / Aufwand
(BestandsĂ€nderungen = Ankauf oder Verkauf von GrundstĂŒcken, GebĂ€uden,...)
. Kalkulatorische W. = Preise / Kosten

- RentabilitÀt : R = Reingewinn / eingesetztes Kapital *100 [%]
nur der monitÀre Einsatz wird betrachtet
R = ((Umsatz - Kosten) / Umsatz *100 ) * Umsatz / Kapital

UmsatzrentabilitÀt Kapitalumschlagungsgrad

- Wertschöpfung:

Beitrag einer Betriebswirtschaft zur Volkswirtschaft od. Gesamtwirtschaft od. zum Volkseinkommen.

- Cash - Flow (=finanzwirtschaftliche Überfluß) bzw. ZahlungsfĂ€higkeit (LiquiditĂ€t).
Gibt Auskunft ĂŒber die Finanzkraft eines Unternehmens; ist vergangenheitsorientiert und
Stichpunkt bezogen.

11.4 BETRIEBLICHE KENNZAHLEN

Sie beschĂ€ftigen sich mit betriebliche Situationen z.B.: ProduktivitĂ€t, Wirtschaftlichkeit, Materialfluß, KapazitĂ€ten,...
Wir unterscheiden 4 Arten:


Betriebliche Kennzahlen



Gliederungszahlen Beziehungszahlen Meßzahlen Indexzahlen

Einer der hÀufigsten Bezugszahlen im Betrieb ist die Einsatzzeit.
Wir unterscheiden:
- theoretische Einsatzzeit (ist f. d. jener Teil der Arbeitszeit, in d. er den Betrieb zur VerfĂŒgung steht und bezieht sich immer auf eine Periode).

EZth = AZ * SZ * AMA/s
AZ...Arbeitszeit SZ...Schichtzahl AMA/s...Anzahl d. Mitarb. je Schicht

- Soll - Einsatzzeit: EZth * Planungsfaktor PF<1

• Gliederungszahlen

Sie stellen das VerhÀltnis eines Teiles zum ganzen dar, wobei die Zahl im ZÀhler ein Teil d. Zahl im Nenner ist.
Voraussetzungen:
a. gleiche Mengeneinheiten b. gl. Perioden od. Zeitpunkte
c. Krankenstandsgrad d. Ausschußgrad e. Lehrlingsgrad

• Beziehungszahlen

Hierbei stehen im ZÀhler und Nenner Daten versch. Arten in Beziehung, die entweder Grundzahlen oder bereits VerhÀltniszahlen sind. Es gibt Àhnlich wie vorher Voraussetzungen.


• Meßzahlen

Dabei werden Zahlen mit gleichen Maßeinheiten, aber aus versch. meist gleichlangen Perioden (od. Zeitpunkten) stammend in VerhĂ€ltnis gesetzt.
Bsp.: Umsatzzahlen = Umsatz 1993 / Umsatz 1992

• Indexzahlen

werden Ă€hnlich wie Meßzahlen gebildet, nur wird der ZĂ€hler in % des Nenners ausgedrĂŒckt.
Umsatzindex = Umsatz 1993 / Umsatz 1992 *100 [%]
Indexzahlen werden meist als Zahlenreihen dargestellt, wobei fĂŒr eine bestimmte Periode od. Zeitpunkt eine Basiszahl angenommen wird.

• Kennzahlen im Arbeitsstudium

Wir unterscheiden:

a - allg. betriebswirtschaftliche Kennzahl:
Fertigungsgrad = (Fert.zeiten / (Fert.zeiten*Hilfszeiten) ) *100 [%]
BeschÀftigungsgrad = (Fert.zeiten + Hilfsz.) / Ezth
b - Kennzahlen zum Einsatz d. Menschen:
Zeitgrad = (Σ d. Vorgabezeiten i.e. Periode)/( Σ d. Ist - Zeiten i.e. Periode)*100
c - Kennzahlen zum einsatz der Betriebsmitteln
- Hauptnutzungsgrad = (Hauptnutzungszeit / Ezth) *100 [%]
- Gesamtnutzungsgrad
d - Kennzahlen zum Durchlauf des Arbeitsgegenstandes:
- Arbeitsgrad = (Fert.zeiten / Durchlaufzeit )*100
- Ausbringungsgrad = (Arb.ergebnis in Anzahl der Gutteile / Eingabemenge)*100
e - Kostenkennzahlen:
- Leistungsgrad = (Σ Leistungslöhne / Σ aller Löhne) *100
- Instandhaltungsgrad
- Materialflußgrad = Materialkosten / Herstellkosten *100






12) WERTANALYSE & ABC - ANALYSE : Aufgabe und Ziel sowie Einfluß der Funktion in der Wertanalyse, Beschreibung der Aufgaben und der Möglichkeiten einer ABC - Analyse


12.1 ErklÀrung der Wertanalyse

Sie kommt aus der USA (Schiffbau 1944/1945) und geht von den Herstellkosten aus und versucht diese zu reduzieren.






12.2 Kennzeichen der wertanalyischen Denkweise:

a) im Vordergrund stehen die Funktionen des wertanalyischen Projektes

Die Wertanalyse zerfÀllt nach DIN 69910 in:
- Wertverbesserung: WA fĂŒr bereits bestehende Produkte
- Wertgestaltung: WA fĂŒr neue Produkte

b) organisierte und erzwungene Zusammenarbeit der Mitarbeiter in den betroffenen Ableitungen

c)systematische Anwendung jener Regeln, die fĂŒr ein gemeinsames, schöpferisches, analysiertes Arbeiten mit einer Gruppe zum Ziel hat

Dieses wird am besten durch Wertanalysearbeitsgruppen erreicht. Diese sollen durch folgende Abteilungen vertreten sein:

- Konstruktion
- AV
- Einkauf
- Verkauf
- QualitÀtswesen
- Kostenrechnung






12.3 Begriff Funktion

Der Begriff der Funktion ist das zentrale Thema in der Wertanalyse.
Unter den Funktionen eines Produktes werden alle Aufgaben verstanden, die mit dem Produkt erfĂŒllt werden sollen, aber auch jene Aufgaben, die zum Produkt fĂŒhren bzw. mit der Produktion und mit der Entsorgung verbunden sind.

a)Funktionsarten:

- )Gebrauchsfunktion: ist meist eine technische Funktion und ist durch die Art und Weise der Problemlösung gekennzeichnet => dient zur Nutzung des Objektes
- )Geltungsfunktion: Geltungsfunktion eines Objektes ĂŒberlagert die Gebrauchsfunktion und geht meist ĂŒber sie hinaus und dient z.B.: dem Prestige, der Ästetik oder dem Image (ist fast ausschließlich subjektiv abhĂ€ngig)

Beispiel: Uhr:
Gebrauchsfunktion: Zeitanzeige
Geltungsfunktion: Schmuckfunktion

b)Funktionsklassen: Wir unterscheiden in

- )Hauptfunktion
- )Nebenfunktion
- )unnötige Funktion
- )Hauptfunktion: Kennzeichnet die eigentlichen Aufgaben des Produktes oder Objektes, => ihre ErfĂŒllung ist daher unerlĂ€ĂŸlich
- )Nebenfunktion: ist eine der Hauptfunktion diente oder ergĂ€nzente Funktion. Sie wird manchmal fĂŒr die Lösung der Hauptfunktion benötigt.
- )unnötigte Funktion: sie ist meist nicht erwĂŒnscht. Sie wird oft beseitigt, weil sie zu hohe Kosten versacht.

Beispiel:GlĂŒhbirne:
Hauptfunktion: leichten, Licht spenden
Nebenfunktion: Stromladung, Anschluß der GlĂŒhbirne => Fassung
unnötigte Funktion: WÀrmeabgabe, Entsorgung

12.4 DurchfĂŒhrung der Wertanalyse

a) Wertanalytiker

Aufgaben:
- FĂŒhrungskrĂ€fte informieren ĂŒber WA
- Ziele und Aufgaben erarbeiten/festlegen
- Wertanalyseteams bilden, organisieren und leiten
Voraussetzungen:
- abgeschlossene technische/ kaufmÀnnische/ betriebswirtschaftliche Berufsausbildung
- mehrjÀhrige Berufserfahrung
FĂ€higkeiten:
- HartnÀckigkeit beim Verfolgen von Zielen
- Motivations - und KoordinationsfÀhigkeit
- Organisatorisches und diplomatisches Geschick

Kenntnisse:

- Wertanalyse nach DIN 699610
- Fertigungsverfahren und AblÀufe in Betrieben/Verwaltung
- Fertigungsplanung und Fertigungstechnik
- Konstruktions - , Entwicklungs - und Beschaffungsaufgaben

Persönlichkeitsbildung:

- Überzeugungskraft
- Selbstbewußtsein
- BegeisterungsfÀhigkeit

b) Wertanalyseteam (WA - Arbeitsgruppe) :

Wertanalyseteam besteht aus folgenden Leute aus den folgenden Stellen :

- ) Kalkulation
- ) Fertigung
- ) Wertanalyse
- ) Entwicklung
- ) Vertrieb

Vorteile der Teamarbeit:

- VerkĂŒrzung der Bearbeitungszeiten
- Verbreiterung des Wissenbasis
- Vervielfachen der Ideenmenge

In einem WA - Team sind alle Abteilungen vertreten, die kostenverursachend am Untersuchungsobjekt beteiligt sind.

12.6 ABC - Analyse

Sie ist ein Verfahren zur Bestimmung der Wichtigkeit (Bedeutung, Preferenz) von mehreren Produkten. Sie spielt in der Wertanalyse und auch in der Materialwirtschaft eine große Rolle.
Bei der Analyse des Produktionsprogramms stellt man immer wieder fest, dass ein großer Teil des gesamten Umsatzes von einem kleinen Teil wichtiger Erzeugnisse bestritten wird.
Und dass umgekehrt ein kleiner Teil des Umsatzes auf eine große Zahl weniger wichtiger Erzeugnisse zurĂŒckgeht.

Die ABC - Analyse fĂŒhrt zu einer Klassenbildung.

1. A - Teile: Diese sind aus der Sicht des Umsatzes, des Gewinnes, des Deckungsbeitrages
oder der Kosten wichtige Produkte. (80 %).

2. B - Teile: Das sind weniger wichtige Produkte. (15 %)

3. C - Teile: Sind die unwichtigen Produkte mit sehr geringem Anteil (5%).

Wichtigste Struktur in diesem Gebiet ist die Mengen - Wert - Beziehung der Materialien.

Weitere betrachtete Beziehungen sind: PreisÀnderung - Herstellkosten
Wiederbeschaffungszeit - Produktionsdurchlaufzeit
Verfahren der KostenĂŒberwachung
Budgetplanung
Auftragsbearbeitung
KapazitÀtsplanung

Bewertungskriterien bei der ABC - Analyse.

13) NETZPLANTECHNIK : ErlĂ€uterung der einzelnen GrĂ¶ĂŸen eines Netzplanes an Hand eines einfachen Beispiels, Vorgehen bei Erstellung eines Netzplanes, Anwendung, Vorteile, Nachteile.

13.1 Allgemein

Der Netzplan ermöglicht uns die grafische Darstellung von mehreren Einflußfaktoren in einem Plan.
Unter der Netzplantechnik (Network analysis) verstehen wir, alle Verfahren zur Analyse, Beschreibung, Planung, Steuerung u. Überwachung von AblĂ€ufen. Dabei finden Einflußfaktoren (Zeit, Kosten, Einsatzmittel,...) BerĂŒcksichtigung, um bei diesen Reihenfolgeproblemen eine optimale Lösung zu erhalten.

Kennzeichen der Netzplantechnik sind:

1. Der Arbeitsablauf wird in Einzelschritte aufgelöst, welche nach VorgÀnge, Ereignisse, Hilfsmittel u. Bedingungen analysiert werden. Es wird auch der Arbeitsumfang je Schritt festgelegt.
2. VorgÀnge u./od. Ereignisse werden nach ihren Sachbeziehungen zugeordnet.
3. VorgĂ€nge u./od. Ereignisse werden von Pfeilen u. Knoten zum Netzplan zusammengefaßt, woraus die Struktur des Projektes u. die Sachzeitlich bedingte Folge der VorgĂ€nge ersichtlich werden.
4. Zeitfolge u. Zeitpunkte fĂŒr VorgĂ€nge u./od. Ereignisse bilden die Zeitstruktur des Projektes.
5. Die Berechnung der Zeitpunkte deckt Zeitreserven u. Verschiebungsmöglichkeiten auf (Pufferzeiten).
6. Mit Hilfe rechnerischer Methoden wird die Fristbestimmende kritische Folge der VorgÀnge ausgewiesen u. kontrollierbar gemacht.
7. Umfangreiche Aufgaben können in Teilprojekte zerlegt u. rechnerisch zu einem Gesamtplan zusammengefaßt werden.
8. Die BerĂŒcksichtigung verschiedener Faktoren u. Schranken kann auch nachtrĂ€glich erfolgen, da Ablauf - u. Zeitplanung getrennt durchgefĂŒhrt werden können.
9. Laufende Berichterstattung ĂŒber den Stand der Arbeiten, ist bei guten Informations - u. Kommunikationssystemen gegeben.

Aufbau eines Netzplanes:

a) 2 formale Elemente:

1.) Knoten: (Kreise, Quadrate od. Rechtecke) können sowohl VorgÀnge als auch Ereignisse sein.
2.) Pfeile: VorgÀnge, ScheinvorgÀnge können aber auch Anordnungsbeziehungen symbolisieren.

b) strukturelle Elemente: (funktionale Elemente)

1.) Vorgang: Dieser ist ein Zeit - u. KapazitÀtsverbrauchendes Element, dessen Anfang u. Ende definiert werden kann u. das Geschehen im Projekt festhÀlt. z.B.: eine TÀtigkeit, Wartezeiten, Lieferfristen, eingeplante Zeitreserven, ...
VorgĂ€nge können je nach NP - Art sowohl als Pfeile als auch als Knoten dargestellt werden. Bei umfangreichen Aussagen ĂŒber den Vorgang z.B.: KapazitĂ€tsbedarf, Hilfsmittel, Zeitbedarf, Kosten,... sind getrennte Aufzeichnungen (Vorgangslisten) erforderlich.
2.) Ereignis: (engl. event) Kennzeichnet das Eintreten eines Zustandes u. verbraucht weder Zeit, KapazitÀt noch Kosten.
Besondere Ereignisse: - Zielereignis (ZE)
- Startereignis (SE)
- Vorereignis (VE)
- Nachereignis (NE)
c) Anordnungsbeziehungen:

Netzplanarten :

a) Vorgangspfeilnetzplan VPN: Hier sind die VorgÀnge beschrieben u. durch Pfeile dargestellt. Bekanntestes Beispiel ist das bekannte CPM (Critical Path Method). Ereignis
- >Vorgang u. AOB - >Ereignis


b) Vorgangsknotennetzplan VKN: Hier sind die VorgÀnge beschrieben u. durch Knoten dargestellt. Vorgang
- >AOB - >Vorgang


c) Ereignisknotennetzplan EKN: Àhnlich dem VPN
PERT - Methode (Program Evaluation and Review Technic) = Technik zur Bewertung u. Überwachung von Programmen. Ereignis
- >AOB - >Ereignis


14) Vorgangspfeilnetzplan : Entwicklung aus dem GANTT - Diagramm, Elemente, Anordnungsbeziehungen, Berechnung, Pufferzeiten, kritischer Weg

14.1 Entwicklung aus dem Gantt - Diagramm

14.2 Elemente


V=Pfeil
AOB=Pfeil
E=Knoten

14.3 Anordnungsbeziehungen


Hier sind die VorgÀnge beschrieben & durch Pfeile dargestellt.
Bekanntestes Beispiel ist das CPM (critical path method)

14.4 Berechnung


nur Ende - Anfangsbeziehungen, ScheinvorgÀnge
FrĂŒhester Zeitpunkt=frĂŒhester Anfang=alle VorgĂ€nger abgeschlossen, der SpĂ€teste
SpĂ€tester Zeitpunkt=spĂ€tester Abschluss=Beginn irgendeines (frĂŒhesten) Nachfolgers
Nummer kann bel.(bei EDV autom.) vergeben werden, Nachfolger mĂŒssenn höhere Nummern haben

a) Berechnungschritt VorwÀrtsrechnung

Startereignis: Fz=0
bei mehreren VorlÀufern :Fzj=(Fzi+Dmax)

b) Berechnungschritt RĂŒckwĂ€rtsrechnung

SZ Endrereignis= Fzmax
Szi=Szj - D
bei mehereren Nachfolgern Szi=(Szj - Dmin)

14.5 Kritischer Weg


Der LĂ€ngste Weg im NP, er bestimmt die kleinst mögliche Projektdauer, alle Ereignisse (VorgĂ€nge) die am kritischen Weg liegen dĂŒrfen keine Verschiebung erfahren

14.6 Pufferzeiten


DispospielrĂ€ume f den Vorgangsanfang mit Einfluß auf VorgĂ€nger&Nachfolger Sie werden in Pufferzeittabellen dargestellt.

FĂŒr die Bestimmung der Pufferzeiten werden die VorgangsanfĂ€nge disponiert.
Der frĂŒheste Anfangszeitpunkt wird durch die VorgĂ€nge in ihrer fĂŒhesten zeitl. Lage bestimmt. (FAZ)
Ein weiterer ausgezeichneter Anfangspunkt wird durch die spÀteste Lage der VorgÀnger ZASV (Zeitpkt d. Anfangs d. spÀtesten Vg) festgelegt.
Die Nachfolger in Ihrer frĂŒhesten Lage bestimmen den Anfangspunkt =ZAFN (Zeitpkt d. Anfangs d. frĂŒhest. Nachf.)
Mit SAZ ergeben sich 4 Zeitpunkte fĂŒr die Ermittlung der Pufferzeiten.

GP Ges.Pufferzt ,wenn Vorg zum frĂŒheste, Nachf zum spĂ€teste Zeipkt
FP Freie Puffer ,frĂŒheste Lage aller Umgebenden =Zeitsp, um die ein Vorgang verschoben werden kann,
ohne frĂŒheste Lage d NF zu beeinflussen
SP fr.RĂŒckwĂ€rtspufferzt ,Dispospielraum spĂ€teste Lage aller VorgĂ€nge
UP unabh.Pufferzt. immer, ungebunden von Umgebenden ausgenutzt werden



15) PRODUKTENTWICKLUNG & - GESTALTUNG : Welche Aufagebn und Analysen bzw Methoden stehen uns fĂŒr sie zur VerfĂŒgung und wie erfolgt ihr Prozeß im betrieblichen Alltag ( Methode nch Zangemeister ).

15.1 Allgemeines

Es ist meist ein langfristiger Entwicklungsprozeß der mehr od. minderschnell ablĂ€uft.Dieser Prozeß findet in
einem best. System statt (z.B.:Betrieb,Unternehmung,Entwicklungslabor ......). Hand in Hand damit geht fĂŒr den
Betriebstechniker die Arbeitsgestaltung,beides zusammen wird unter dem Begriff Systemgestalten betrachtet.










System:=Es besteht aus Elementen (Dinge,Teile,Objekte) mit best Eigenschaften (Attributen).Die Elemente sind durch Beziehungen verknĂŒpft.

Elemente:=Sind jene Komponenten eines Systemes die sich im Rahmen der vorliegenden Problemstellung nicht weiter sinnvoll zerlegen lassen.
Ein Systemelement kann bei genauerer Betrachtung zu einem eigenen System werden.
⇒Hierarchische Gliederung von Systemen:

Wir unterscheiden 3 Grundformen von Systemen:

a) techn. System
Besteht aus techn. Daten u. od. GegenstĂ€nden z.B.:einfacherMechanismus,Maschine,Fließband,Programmier - sprache

b) sozial. System
Hier sind ide Elemente selbstÀndig handelnder Personen (z.B.: Gruppen, Klassen,Betriebsverein

c) sozi.techn. System
Liegt vor wenn techn. u. soziale Systeme miteinander verknĂŒpft sind z.B.:Arbeitsplatz,WerkstĂ€tte

15.2 6 - Stufenmethode REFA (Reichsausschuß fĂŒr Arbeitsstudien)

gegr. 1924 heute:REFA e. V. Darmstadt siehe Bild 1.



Bei der Erstellung von Idealsystemes kann man 3 Ebenen unterscheiden :

1.)Ebene: theorethisches Idealsystem
2.)Ebene: Ă€ußerstes Idealsystem
3.)Ebene: technologisch durchfĂŒhrbares Idealsystem.

15.3 Methoden der Ideenfindung

a.)analytische Methoden

- Morphologie
- Bionik
b.)intuitive Methoden

- ) Brainstorming

- Diskussion 66
- Didaktisches Brainstorming
- Brainwriting(Methode 635)

- )Synethik

- )Auflockerung des Suchfeldes

15.4 Acht - Stufenmethode nach Zangenmeister

Wird vorwiegend zur umgestaltung vorhandener Systeme od. zur Problemlösung verwendet.




16) ANFORDERUNGSERMITTLUNG & ARBEITSBEWERTUNG: Bespreche sie ihre Hauptanwendungsgebiete; welche Arten der Anforderungsermittlung und Arbeitsbewertung kennen sie ? (Unterschied : Arbeiter - , Arbeits - undArbeitsplatzbewertung).
Sie besteht aus der Beschreibung von Arbeitssystemen sowie der Analyse und der Qualifizierung Ihrer Anforderungen.

a) AnforderungsabhÀngige Lohndifferenzierung:
FĂŒr diesen Zweck wird sie meist Arbeitsbewertung genannt. Personen an ArbeitsplĂ€tzen mit hohen Anforderungen sollen ein höheres Gehalt erhalten als solche mit geringeren Anforderungen. Dazu ist es erforderlich, die unterschiedlichen Anforderungen zu bewerten, um eine von der Anforderung abhĂ€ngige Wertzahl zu ermitteln. Diese beeinflußt einen Teil des Gesamtlohnes.

b) Zur Arbeitsgestaltung:
Bei der Anforderungsermittlung sind manchmal auch MÀngel des Arbeitssystems ersichtlich, deren Beseitigung im Zuge einer Arbeitsgestaltung erfolgt und eine menschengerechte und wirtschaftliche Gestaltung der AblÀufe zum Ziel hat.

c) Personalorganisation:
FĂŒr diese ist die Arbeitsbewertung Voraussetzung, um z.B. Personalbedarfsplanung, Personaleinsatzplan erstellen zu können. Ein Ziel der Personalorganisation ist es, die richtige Arbeitsperson am richtigen Arbeitsplatz zu haben.

Summarisches Vorgehen

WĂ€hrend sich die Arbeitsbewertung in der Vergangenheit an der Ausbildung des arbeitenden Menschen orientierte, schenkt man nun der tatsĂ€chlich verrichteten Arbeit mehr Bedeutung. Deshalb kann man erst jetzt von einer Arbeitsbewertung sprechen, da die Bewertung nicht mehr nach dem Beruf oder nach der Ausbildung des Arbeitenden sondern nur noch nach jener Ausbildung erfolgt, welche zur Verrichtung einer Arbeit erforderlich ist. Die Ausbildung vermittelt nur das erforderliche Wissen und die notwendige Fertigkeit zur AusfĂŒhrung einer ArbeitstĂ€tigkeit, z.B. Hand - oder Körpergeschicklichkeit, geistige FĂ€higkeiten, Qualifiaktionen und notwendige BefĂ€higungsnachweise. Die Einordnung von gewerblicher Arbeit nach derartigen Beschreibungen wird als summarische Arbeitsbewertung bezeichnet, d.h. eine Arbeitsbewertung ist insofern summarisch, als sie vorrangig nur die zur ArbeitsausfĂŒhrung erforderliche Ausbildung bzw. erforderliches Können berĂŒcksichtigt.

Analytisches Vorgehen

Wenn die Anforderungen eines Arbeitssystems an den Menschen in mehrere Anforderungsarten, z.B. Kenntnisse, Verantwortung, Belastung,..... getrennt erfaßt werden, spricht man von analytischen Verfahren zur Ermittlung von Anforderungen.
Diese Vorgangsweise kann in 3 Stufen gegliedert werden:
1. Arbeitsbeschreibung: umfaßt das Arbeitssystem und gegebenenfalls die Arbeitssituation
2. Anforderungsanalyse: Ermitteln von Daten fĂŒr die einzelnen Anforderungsarten und
3. Qualifizierung der Anforderungen: Bewertung der Anforderung und Berechnung des Anforderungssummenwertes

Anforderungsarten nach REFA
1. Kenntnisse: Ausbildung; Erfahrung; DenkfÀhigkeit;
2. Geschicklichkeit: Gewandtheit; Handfertigkeit; Geschicklichkeit;
3. Verantwortung: fĂŒr die eigene Arbeit; fĂŒr die Arbeit und Sicherheit anderer
4. Geistige (psychische) Belastung: Aufmerksamkeit; DenktÀtigkeit;
5. MuskelmĂ€ĂŸige (physische) Belastung: Dynamische - ; statische - ; einseitige Muskelarbeit
6. UmgebungseinflĂŒsse: NĂ€sse, Öl, Fett, Staub,...... (Schutzkleidung erforderlich)

Verfahren der Anforderungsbewertung
Wir unterscheiden a) analytische Verfahren:
Stufenwertzahlverfahren
Rangreihenverfahren
b) summarische Verfahren:
Rangfolgeverfahren
Lohngruppenverfahren (Kollektivvertrag)



17) LOHNFORMEN & LOHNARTEN : Was verstehen wir unter Lohn, dem Äquivalenzprinzip, sowie der absoluten und relativen Lohnhöhe, wie kann ein Lohnsystem aufgebaut werden, welche Vor - und Nachteile haben die Zeitlöhne und wie ist ihr Einfluß auf die LohnstĂŒckkosten?

17.1 Definition

Unter Lohn wird das fĂŒr die menschliche Arbeit bezahlte oder verrechnete Entgelt verstanden, wobei der Lohn im AngestelltenverhĂ€ltnis mit Gehalt bezeichnet wird.

17.2 Lohnhöhe

17.2.1 Absolute Lohnhöhe

Die absolute Lohnhöhe ist der durchschnittliche Lohn, der in einer bestimmten Branche bezahlt wird. Die absolute Lohnhöhe ist kein betriebliches, sondern ein sozialpolitisches Problem.

17.2.2 Relative Lohnhöhe

Die relative Lohnhöhe stellt den Unterschied zwischen den einzelnen Mitarbeitern dar. Die relative Lohnhöhe ist ein innerberiebliches Problem, und fĂŒr den sozialen Frieden im Betrieb von enormer Wichtigkeit.

17.3 Das Äquivalenzprinzip

Der Lohn soll der Leistung entsprechen. Dazu wird die Leistung folgendermaßen eingeteilt :

• Jene Leistung, die zur BewĂ€ltigung der Arbeitsanforderungen am Arbeitsplatz erforderlich ist. Äquivalenz von Lohn und Anforderungen.
• Jene Leistung, die direkt Einfluß auf die betriebliche Sachleistung hat. Äquivalenz von Lohn und persönlichem Anteil.

17.4 Aufbau eines Lohnschema

Festanteil + Arbeitsanteil
Grundlohn
+ persönlicher Leistungsanteil
= individueller Leistungslohn
private und betriebliche Vereinbarungen ==> Brutto - Lohn

17.5 Vor - und Nachteile von Zeitlohn

Vorteile :

• Die Leistung der einzelnen Arbeiter ist leicht ĂŒberschaubar und kontrollierbar
• Der Arbeiter hat nur geringen Einfluß auf das Arbeitsergebnis
• Eine Überwachungs - oder Abrechnungsmöglichkeit ist fĂŒr einen direkten Leistungslohn nicht gegeben.

Nachteile :

• Der reine Zeitlohn ĂŒbt keinen Anreiz auf mehr Leistung aus
• Der Lohn geht nicht konstant in die StĂŒckkosten ein
• Eine kleine Leistung bedingt schlecht AusnĂŒtzung der betrieblichen KapazitĂ€ten und höheren Gemeinkostenanteil
• Schlechte Lohngerechtigkeit







18) LEISTUNGSLOHN - ERGEBNISLOHN : Welche Lohnformen der Leistungsentlohnung gibt es, wodurch unterscheiden sie sich und was sind die wesentlichsten Grundlagen fĂŒr die betriebliche Anwendung? Welche Unterschiede bestehen zwischen Leistungs - und Ergebnislohn? Welche Möglichkeiten und Probleme schafft der Ergebnislohn?

18.1 Lohnformen der Leistungsentlohnung

18.1.1 Lohnformen - Lohnarten

Lohnformen : Naturallohn Geldlohn
Lohnarten : Trucksystem Zeitlohn
Deputatlohn Akkord, PrÀmie

18.1.2 Unterschied zwischen Leistungs - und Ergebnislohn

Leistungslohn : (Akkord, PrĂ€mie) berĂŒcksichtigt die individuelle Einzelleistung.

Ergebnislohn : Der Ergebnislohn wird in Verbindung zum Betriebsergebnis gebracht, und stellt somit keinen direkten Zusammenhang zur individuellen Leistung dar. Daher gilt er auch nicht als gesetzliches Entgelt.

18.1.2.1 Möglichkeiten des Ergebnislohnes

Beim Ergebnislohn sind mehrere Möglichkeiten der Gewinnbeteiligung zu berĂŒcksichtigen :

• Auf Grund des ArbeitsverhĂ€ltnisses
• Auf Grund einer Kapitalbeteiligung
• Auf Grund des ArbeitsverhĂ€ltnisses und einer Kapitalbeteiligung

18.1.2.2 Beispiele fĂŒr praktisch eingefĂŒhrten Ergebnislohn

USA : RUCKER - PLAN : Die Arbeiter (nicht die Angestellten) werden mit einem festgelegten Satz am Wertzuwachs beteiligt. Der Bruttobetrag des Wertzuwachses wird um die Bruttolöhne einschließlich aller gesetzlichen und freiwilligen Sozialleistungen vermindert. Die Differenz ist der zu verteilende Anteil.

SCANLON - PLAN : Als Bemessungsgrundlage dient eine Lohnkonstante, die aus dem Lohn - UmsatzverhÀltnis ermittelt wird. Der Plan wird in vielen Abwandlungen verwendet.

Deutschland - Österreich :

SPINDLER - PLAN : Steht unter der Motivierung vom Arbeiter zum Mitarbeiter. Der auszuschĂŒttende Gewinn wird nicht in voller Höhe bar ausgezahlt. Ein Rest dient zur Bildung einer RĂŒcklage aus den Gewinnanteilen der Arbeitnehmer, aus dem die im Plan vorgesehenen Verlustbeteiligungen gedeckt werden.

KUSS - PLAN : (Duisburger KupferhĂŒtte) Nachdem 5 % Zinsen fĂŒr das Kapital abgezogen sind, wird der Rest zu gleichen Teilen an Kapital und Belegschaft verteilt.
BERENKOPF - FELS - PLAN : Ein Teil des auszuschĂŒttenden Anteils wird als zusĂ€tzliche LebensversicherungsprĂ€mie fĂŒr die Arbeitnehmer verwendet, der Rest ausgeschĂŒttet.

Weitere Beispiele : ZEISS - STIFTUNG, BOSCH - STIFTUNG

18.1.2.3 Probleme beim Ergebnislohn

• Wenn ein hoher Gewinn die AusschĂŒttung solcher SonderbetrĂ€ge gestattet, ist das ein Zeichen dafĂŒr, dass die Löhne zu niedrig waren (besser wĂ€re Anhebung des Lohnniveaus)
• Der ausgewiesene Gewinn ist wesentlich vom Willen des Unternehmers abhĂ€ngig - z.B. Bildung von RĂŒcklagen, stille Reserven (Grundlage laigt also nicht fest).
• Die Belegschaft trĂ€gt einen etwaigen Verlust nicht mit, deshalb hatr sie auch keinen Anspruch auf einen Anteil am Gewinn.
• Sie wird trotz getroffener Abmachungen enttĂ€uscht sein, wenn ein Gewinn und somit eine AusschĂŒttung ausbleibt.

19) ERGONOMIE & ARBEITSPLATZGESTALTUNG : Aufgaben und Ziele der Ergonomie; ZusammenhĂ€nge zwischen Arbeit - Leistung - Belastung und Beanspruchung; sowie die anthropometrischen und ergonomischen BestimmgrĂ¶ĂŸen zur Arbeitsplatzgestaltung.

Ergonomie:Lehre von der Anpassung der Arbeit an den Menschen und umgekehrt (menschliche Arbeitsplatzgestaltung)

19.1 Aufgabe und Ziele der Ergonomie :

Die Ergonomie ist die Lehre der meschlichen Arbeit.Ihre Aufgabe ist es zu untersuchen und festzustellen welche Beanspruchung der Mensch durch die Arbeit ausgesetzt ist und wie man seine speziellen FĂ€higkeit am Besten nutzen kann.
Die Arbeit ist die Gesamtheit von Energie und Informationen die bei der ErfĂŒllung von Aufgaben durch den Menschen umgesetzt bzw verarbeitet wird.

19.2 ZusammenhÀnge zwischen Arbeit - Leistung - Belastung und Beanspruchung :

a) AusfĂŒhrbarkeit :
(untersteEbene,kurzfristig):=antropometische,physiche oder psychophhyisches Problem z.B max Greifarm,max Muskelkraft
b) ErtrÀglichkeit :
(langfristig)=arbeitsphysiologisches,medizinisches Problem z.B Grenzen der Ausdauer bei
Muskelarbeit,Grenzen der Konzentration
c) Zumutbarkeit :
soziologisches Problem,akzeptierung von innerhalb der ErtrÀglichkeitsgrenzen liegenden
Bedingungen z.B KanalrÀumen,Stall entmisten
d) Zufriedenheit:
(oberste Ebene) psychologisches,sehr individuelles Probelm,wird von vielen Faktoren (Kindheit,Ausbildung,private Situation) beeinflußt.

19.3 Bestimme die anthropometrischen und ergonomischen BestimmgrĂ¶ĂŸen zur Arbetisplatzgestaltung :

a)Arbeitswissenschaft :
BeschÀftigt sich mit der Ausarbeitung wissenschaftlicher Methoden zur Bestgestaltung der Beziehung Mensch - Maschine - System.

b)ArbeitspÀdagogik :
Praxis des konkreten Lehren und lernen des Arbeitens=Systematische Aufbereitung von arbetisbezogene Kenntnisse,Fertigkeiten und Erfahrungen sowie von Überzeugen und wissenschaftlich gewonnenen Erkenntnisse zum Zweck der Weitergabe an andere.

c) Arbeitstechnologie :
Lehre von der Umwandlung von den Rohstoffen bis zu den Fertigungsprodukte.

d) Arbeitsphysiologie :
Lehre von der Funktion des menschlichen Körpers bei der Beanspruchung durch Arbeit.



e) Arbeitspsychologie :
Lehre von der geistigen und seelischen Beanspruchung des Menschen durch die Arbeit.f)Anatomie:Lehre vom Bau und Struktur des menschlichen Körpers und seine Teile.

g) Arbeitshygiene :
Lehre von den Berufserkrankungen,Abnutzerscheinung und deren VerhĂŒtung.

h) Arbeitssoziologie :
Lehre von der zwischenmenschlichen Beziehungen im Arbeitsmilieu.

i) Betriebssoziologie :
Lehre von der allgemeinen Ordnung im betrieblichen Gesellschaftsleben,ihre
Bewegungs - und Entwicklungsgesetze,ihre Beziehung zur Umwelt und Menschen.

j) Ergonomie :
Sammelbegriff fĂŒr die biologischen FĂ€cher der Arbetiswissenschaften 20) DIE MENSCHLICHE LEISTUNG : Vorraussetzungen fĂŒr eine Leistung, Besprechung der einzelnen Faktoren und Komponenten der menschlichen Leistung. Welche zeitabhĂ€ngigen Faktoren kennst du und wie können diese bei der Arbeitsplatzgestaltung berĂŒcksichtigt werden?

20.1 Voraussetzungen fĂŒr eine Leistung :

Zu einer menschlichen Leistung kann es nur kommen wenn die beiden Leistungsfaktoren Anforderung und Angebot vorhanden sind.

20.1.1 Faktoren und Komponenten der menschlichen Leistung :

20.1.1.1 Faktoren :

Es gibt 2 verschiedene Faktoren :

1. Leistungsanforderung

- AbhÀngig von der Betriebszielsetzung
- Aufgabenbeschreibung
- TĂ€tigkeits und Stellenbeschreibung
- UmgebungseinflĂŒsse

2. Leistungsangebot des Menschen:

- Seine körperlichen und geistigen FÀhigkeiten

20.1.1.2 Komponenten :

a.) Ă€ußere ← (indifferent) → innere
Talente Disposition Motivation
FĂ€higkeiten seelische ausgeglichenheit Streben nach Geld
Anlagen augenblickliches Befinden Streben nach Anerkennung
Alter ErmĂŒdung
Geschlecht Tagesrythmik

b.) Weitere Unterscheidungen

- vom Betrieb beeinflussbare Komponenten wie die Steigerung der Motivation
vom Betrieb nicht beeinflussbare Komponenten
- AltersabhÀngige und unabhÀngige Komponenten
- Geschlechtsspezifische Komponenten
- Konstante oder variable Komponenten

20.1.1.3 ZeitabhÀngige Faktoren :

a.) AusfĂŒhrbarkeit (unterste Ebene, kurzfristig)
physisches Problem
z.B.: max. Greifraum, max. Muskelkraft

b.) ErtrÀglichkeit (langfristig)
Arbeitsphysioöogische, medizinisches Problem
z.B.: Grenzen der Ausdauer bei Muskelarbeit, Grenzen der Konsentration

c.) Zumutbarkeit
Soziologisches Problem. Akzeptierung von Bedingungen, die innerhalb der ErtrÀglichkeitsgrenze liegen.
z.B.: KanalrÀumen, Stall entmisten

d.) Zufriedenheit (oberste Ebene)
Psychologisches sehr individuelles Problem. Wird von vielen Faktoren Beeinflußt.
z.B.: Kindheit, Ausbildung, private - berufliche Situation



21) BEURTEILUNG DER MENSCHLICHEN LEISTUNG : Streuung der Leistung, Arten und Ursachen. Anforderungen an die Leistungsgradbeurteilung, Bezugsleistungen und REFA - Normalleistung; Anwendung und Auswirkung.


Da eine Arbeit mit hoher oder niedriger Leistung ausgefĂŒhrt werden kann, ist bei der Zeitaufnahme der Istzeiten des Arbeiters der menschliche Leistungsgrad zu berĂŒcksichtigen. Man versteht darunter das VerhĂ€ltnis einer beobachteten menschlichen Leistung zur Normalleistung.

Leistungsgrad= Beobachtete Ist - Leistung / Normalleistung * 100 [%]

Normalzeit= Istzeit * Leistungsgrad/100 = Istzeit * Leistungsfaktor

21.1 Streuung der menschlichen Leistung :

Im Sport betrÀgt die Streuung der Leistung (AnfÀnger - Profi) einige 100% (bis 1000%)
Im Arbeitsbereich zwischen 80 - 130 % der Durchschnittsleistung
Die gesamte Streuung ergibt sich aus den Streuungen der einzelnen Leistungsfaktoren und Leistungskomponenten. Dieser können sich untereinander ausgleichen, aber auch verstÀrken
Wir unterschieden zwei Arten der Streuung :

a)interindividuelle Streuung: besteht zwischen zwei Personen
b)intraindividuelle Streuung: innerhalb ein und der selben Personen

Bsp.:
zu a) GrĂ¶ĂŸe, Geschlecht, Alter,...
zu b) Tagesrhythmik, Biorhythmik, persönliche Konstruktion, Disposition

21.2 Leistungsgradbeurteilung :

Definition: Der Leistungsgrad dient zur Berechnung von Sollzeiten aus Istzeiten. Die Bezugsleistung ist erfĂŒllt, wenn die Bewegungsmenge erbracht wird (LG = 100%)
LG beeinflußbare IST - Mengenleistung bei beobachteten Bezugsablauf / beeinflußbare Bezugsmengenleistung bei vorgestelltem Bewegungsablauf * 100 in %

LG = Soll - Zeit / Ist - Zeit *100
Leistungsfaktor LF = LG / 100
Sollzeit= Istzeit * LG

Der Leistungsgrad wird in Prozent angeben und bei SchÀtzen auf 5 - er Stufung gerundet (z.B.: bei einer SchÀtzung 104 ~105)
(=> 105, 100, ...85, 80,...)
Wird der Leistungsgrad von erfahrenden Leiten (Arbeitsstudienleute) beurteilt, so ist die Streuung kleiner 5 %.

21.3 Voraussetzung fĂŒr das Leistungsgradbeurteilen :

a) der zu beurteilende Arbeitsablaufschnitt muss die Ablaufart voll beeinflußbar haben.
b) der Arbeitende muss ausreichend eingeschult und eingeĂŒbt sein, sowie die technischen und organisatorischen UmstĂ€nde beeinflussen können.
c) die Arbeit darf keinen großen Anteil an statischer Muskelarbeit enthalten

Unter der Leistungsgradbeurteilung verstehen wir, dass die Arbeitsstudienperson das Erscheinungsbild des Bewegungsablaufes beachtet und mit dem Bild des vorgestellten Bewegungsablaufes vergleicht, um aus den Vergleich einen Bezug auf die Mutmaßlich errechnete Mengenleistung im VerhĂ€ltnis zur Bezugsmengen festzustellen.

21.4 Beurteilung des Bewegungsablaufes :

Das Erscheinungsbild des Bewegungsablaufes ist die Grundlage des Leistungsgrades beurteilt durch die IntensitÀt und der Wirksamkeit charakterisiert
=> also 2 Komponenten: - IntensitÀt
- Wirksamkeit

Beurteilen der IntensitÀt: Diese macht sich in der Bewegungsgeschw., Schnelligkeit, Kraftanspannung bemerkbar.
Beurteilung der Wirksamkeit: Diese ist daran zu erkennen wie gelĂ€ufig: zugig, beherrscht, harmonisch, sicher, unbewußt, rhythmisch und locker gearbeitet wird.

MS: Hohe IntensitĂ€t verleitet zum Überbewerten. Hohe Wirksamkeit zum Unterbewerten.

21.5 Die Bezugsleistung :

FĂŒr diese ergeben sich 3 sinnvolle Möglichkeiten:

a) Durchschnittsleistung: Sie stellt den statistischen Durchschnitt dar. z.B.: arithmetischen Mittel, momentanen Durchschnitt, statistische Durchschnitt,..

b) Standardleistung der Systeme vorbestimmter Zeiten z.B.: MTM, WF (Work - Factor) MTM (Methods - Time - Measurement),...

c) REFA Normalleistung: Unter der REFA - Normalleistung wird eine BewegungsausfĂŒhrung vorstanden, die dem Beobachter hinsichtlich Einzelbewegungen, der Bewegungsfolge und ihrer Koordinierung besonders harmonischer, natĂŒrlicher und ausgeglichener erscheint.

Sie kann erfahrungsgemĂ€ĂŸ von jedem in erforderlichen Maße geeigneten, geĂŒbten und volleingearbeiteten Mitarbeiter (Arbeiter) auf Dauer und im Mittel der Schichtzeit erbracht werden, sofern er die persönlichen BedĂŒrfnisse und gegebenenfalls fĂŒr die Erholung vorgesehene Zeit erhĂ€lt und die freie Entfaltung seiner FĂ€higkeiten nicht behindert wird.
Sie stellt das Energieminium fĂŒr die erbrachte Arbeit dar und ist mit der Pendelbewegung vergleichbar.

21.6 Zeitgrad

WÀhrend der menschliche Leistungsgrad durch beurteilen im Verlauf der Arbeitsbeobachtung gefunden wird, errechnet man sich die Zeitart nach der Arbeit und zwar als das prozentuelle VerhÀltnis der tatsÀchlichen durchschnittlichen Leistung des Arbeiters innerhalb eines lÀngeren Zeitraumes (Schicht pro Woche) zu der vorgegebenen Zeit.
ZG = vorgegebene Zeit / benötigte Zeit * 100 =
ZG= Soll - Zeit / Ist - Zeit * 100

Bei Leistungslohn beeinflußt der Zeitgrad die Lohnhöhe

21.7 Belastung und Beanspruchung :

Die Arbeitsbelastung ist die Gesamtheit der erfaßbaren EinflĂŒsse die im Arbeitssystem (7 Elemente) belastend auf den Menschen einwirken. Anders als in der Umgangssprache ist dieser Wert Begriffswert frei und kann positiv, negativ oder neutral empfunden werden. z.B.: Musik in der Freizeit,..
Die Belastung erfolgt in erster Linie durch der Arbeitsaufgabe, wodurch aber die UmgebungseinflĂŒsse verĂ€ndert werden. Die Belastungsfaktoren können durch messen, schĂ€tzen, beurteilen, festgelegt werden.


22) BETRIEBLICHES RECHNUNGSWESEN : Aufbau und Aufgaben, Überleitung des Aufwandes in Kosten.

1. Begriff und Gliederung des Rechnungswesens

Aufgabe des betrieblichen Rechnungswesens ist die zahlenmĂ€ĂŸige Erfassung der betrieblichen VorgĂ€nge. Es sollen Erkenntnisse ĂŒber die Vergangenheit und Unterlagen fĂŒr Entscheidungen ĂŒber die Zukunft gewonnen werden.

Das Rechnungswesen erfĂŒllt folgende

Funktionen (Aufgaben):



Dokumentations - und Dispositionsfunktion Informationsfunktion
Kontrollfunktion

1. Die Dokumentations - und Informationsfunktion
Ihre Aufgabe ist die wertmĂ€ĂŸige, eventuell auch mengenmĂ€ĂŸige Aufzeichnung der
betrieblichen VorgÀnge. Die am Unternehmen interessierten Personen und Organisationen
(EigentĂŒmer, GeschĂ€ftsfĂŒhrung, Belegschaft, Finanzamt, Kreditinstitute etc.) sollen ĂŒber das
Betriebsgeschehen informiert werden.

2. Die Dispositionsfunktion
Das Rechnungswesen liefert einen Teil jener Unterlagen, die notwendig sind, um die
betrieblichen VorgÀnge zu steuern.

3. Die Kontrollfunktion
Das betriebliche Rechnungswesen ermöglicht eine Kontrolle der Wirtschaftlichkeit und
der RentabilitĂ€t sowie eine Überwachung des betrieblichen Geschehens und der im
Unternehmen beschÀftigten Personen.

Wirtschaftlichkeit ist dann gegeben, wenn ein bestimmtes Ziel mit dem geringstmöglichen
Einsatz an Mitteln erreicht oder mit gegebenen Mitteln die bestmögliche Leistung erzielt
wird. RentabilitÀt ist das prozentuelle VerhÀltnis des Gewinnes zum eingesetzten Kapital.

Aus der FĂŒlle der Aufgaben ergaben sich folgende vier

Teilgebiete des Rechnungswesens:



Buchhaltung Planungsrechnung Kostenrechnung Betriebswirtschaft -
liche Statistik


1. Buchhaltung (GeschÀfts - oder Finanzbuchhaltung)
Unter Buchhaltung versteht man alle schriftlichen Aufzeichnungen, die den wirtschaftlichen
Erfolg des Unternehmens sowie dessen Vermögenslage nachweisen. Sie grenzt den Betrieb
durch laufende PrĂŒfung des Vermögensstandes (Bilanz) und Nachrechnung des
Betriebserfolges (Gewinn - und Verlustrechnung) hinsichtlich der Kosten nach außen ab. Ihr
obliegt mit der Rechnungskontrolle die Überwachung der Schulden und Forderungen und
damit die finanzielle Verbindung zu den Lieferanten und Kunden.

2. Kostenrechnung
Die Kostenrechnung hat unter anderem die Aufgabe, Grundlagen fĂŒr die Berechnung
(Kalkulation) der Preise zu liefern.
a.) Kostenartenrechnung:
Die Kostenartenrechnung hat die Aufgabe, sÀmtliche Kosten, die bei der Leistungserstellung
entstehen, lĂŒckenlos zu erfassen und sie nach ihrer Herkunft zu gliedern.
b.) Kostenstellenrechnung:
Unter Kostenstellen versteht man betriebliche Teilbereiche, die in der Kostenrechnung als
selbstÀndige Abrechnungsbereiche dienen.
Hauptaufgabe der Kostenstellenrechnung ist es, den Gesamtbetrieb in Kostenstellen
untergliedern, in denen die in der Abrechnungsperiode anfallenden Gemeinkosten erfaßt
und kontrolliert werden können.Damit wird eine Kontrolle der Wirtschaftlichkeit von
kleinen, klar abgegrenzten Verantwortungsbereichen und die mittlere Zurechnung der
Gemeinkosten auf die Erzeugnisse (KostentrÀger) ermöglicht.
c.) KostentrÀgerrechnung:
Mittels der KostentrÀgerrechnung, die auf der Kostenarten - und der Kostenstellenrechnung
aufbaut, werden den KostentrÀgern die durch sie verursachten Kosten zugerechnet.
Als KostentrÀger werden die im Betrieb hergetellten Leistungen bezeichnet, denen die
Kosten zugerechnet werden. Es können dies fĂŒr den Absatz bestimmmte Leistungen oder
fĂŒr den Betrieb selbst erbrachte Leistungen sein.

3. Betriebswirtschaftliche Statistik (Vergleichsrechnung)
Die Statistik wertet die Zahlen der Buchhaltung und der Kostenrechnung aus, um
Unterlagen fĂŒr die Disposition und Planung zu gewinnen. FĂŒr die ĂŒbersichtliche Darstellung
der betrieblichen TatbestÀnde werden Zahlenreihen, Tabellen, Schaubilder und andere
graphische Darstellungsmittel aufgestellt bzw. verwendet.

4. Planungsrechnung (Vorschaurechnung)
Die Planungsrechnung ist in die Zukunft gerichtet und stellt eine wert - und mengenmĂ€ĂŸige
SchÀtzung der erwarteten betrieblichen Entwicklung dar. Sie bildet damit eine wichtige
Grundlage fĂŒr betriebliche Dispositionen.

Aufbau und Organisation des Rechnungswesens sind von einer Reihe von Faktoren, beispielsweise vom Wirtschaftszweig, von der Rechtsform, der BetriebsgrĂ¶ĂŸe und von den gesetzlichen Vorschriften, abhĂ€ngig.

2. Die Interessenten am Rechnungswesen

Die im vorhergehenden Kapitel genannten Aufgaben des Rechnungswesens werden insbesondere im Interesse folgender Personen bzw. Organisationen erfĂŒllt:

1. EigentĂŒmer des Unternehmens
FĂŒr den oder die EigentĂŒmer des Unternehmens sind in erster Linie die Aufzeichnungen des
Standes und der VerÀnderungen des Vermögens und die Ermittlung des Erfolges (Gewinnes
oder Verlustes) von Bedeutung. Der EigentĂŒmer kann aufgrund des Rechnungswesens auch
die TĂ€tigkeit der Unternehmensleitung und der Belegschaft kontrollieren, wozu er sich unter
UmstĂ€nden anderer Personen, wie BuchsachverstĂ€ndiger oder WirtschaftsprĂŒfer, bedient.

2. Unternehmensleitung
FĂŒr die Unternehmensleitung liefert das Rechnungswesen den Nachweis der korrekten und
erfolgreichen FĂŒhrung der GeschĂ€fte, Unterlagen fĂŒr ihre dispositive (d.h. planende,
organisierende etc.) TĂ€tigkeit und schließlich die Grundlage fĂŒr die Ausarbeitung des
GeschÀftsberichtes und der SteuererklÀrungen.

3. Belegschaft des Unternehmens
FĂŒr die Belegschaft des Unternehmens ist ein ordnungsmĂ€ĂŸiges Rechnungswesen z.B. im
Hinblick auf die korrekte Berechnung und Abfuhr der SozialversicherungsbeitrÀge von
Interesse. Außerdem ist ein gut funktionierendes Rechnungswesen Voraussetzung fĂŒr die
Erhaltung des Unternehmens und somit fĂŒr die Sicherung der ArbeitsplĂ€tze.
Die mit dem Rechnungswesen direkt befaßten Mitarbeiter mĂŒssen aufgrund ihrer
Mitverantwortlichkeit (z.B. im Sinne des Finanzstrafrechtes) an einer ordnungsmĂ€ĂŸigen
Buchhaltung interessiert sein.

4. GlÀubiger des Unternehmens
FĂŒr die GlĂ€ubiger des Unternehmens ist die Buchhaltung eine wesentliche
Informationsquelle; so z.B. prĂŒfen Banken bei einer KreditgewĂ€hrung die Lage des
Unternehmens aufgrund der Bilanzen und Erfolgsrechnungen.

5. Steuerberater
FĂŒr die Erstellung der AbgabenerklĂ€rungen nimmt die GeschĂ€ftsfĂŒhrung meist die Dienste
eines Steuerberaters in Anspruch; auch dieser ist an einer ordnungsmĂ€ĂŸigen Buchhaltung
interessiert und gegebenenfalls auch dafĂŒr verantwortlich.

6. Bund, LĂ€nder, Gemeinden etc.
Die Buchhaltung bildet die beweiskrĂ€ftige Grundlage fĂŒr die Besteuerung des Unternehmens
(z.B. Umsatz - und Gewerbesteuer), des EigentĂŒmers oder der EigentĂŒmer (Einkommen -
und Vermögensteuer) und der Dienstnehmer (Lohnsteuer) sowie fĂŒr die Ermittlung diverser
GebĂŒhren und BeitrĂ€ge (z.B. der SozialversicherungsbeitrĂ€ge). Das Interesse, das deshalb
Bund, Gemeinden, SozialversicherungstrÀger (z.B. die Krankenkassen) etc. an der
Buchhaltung haben, kommt in einer großen Zahl von gesetzlichen Vorschriften zum
Ausdruck.

3. Gesetzliche Bestimmungen

1. Allgemeines
Die Bestimmungen ĂŒber die BuchfĂŒhrungs - bzw. Aufzeichnungspflicht sind in einer Reihe von Gesetzen (Handelsgesetzbuch, Aktiengesetz, Bundesabgabenordnung etc.) enthalten. Aufgrund dieser Vorschriften ergeben sich fĂŒr gewerbliche Unternehmen (z.B. Handels - und Industrieunternehmen) folgende


Systeme der FĂŒhrung von BĂŒchern bzw. Aufzeichnungen:



Doppelte Buchhaltung Einnahmen - Ausgaben - Aufzeichnungen im
Rechnung Rahmen der steuerlichen
Pauschalierung


2. Formvorschriften

Die Formvorschriften sind im Handelsgesetzbuch (HGB) und in der Bundesabgabenordnung (BAO) enthalten. Im wesentlichen ist folgendes vorgeschrieben:

1. Die BĂŒcher sind (abgesehen von AusnahmefĂ€llen) im Inland zu fĂŒhren.

2. Die Buchhaltung ist in einer lebenden Sprache zu fĂŒhren. Soweit die BĂŒcher und
Aufzeichnungen nicht in deutscher Sprache gefĂŒhrt weren, hat der Steuerpflichtige auf
Verlangen der Abgabenbehörde eine beglaubigte Übersetzung beizubringen bzw. einen
Dolmetscher beizustellen. Stenographieren ist nicht erlaubt.

3. Die Eintragungen sollen der Zeitfolge nach geordnet, vollstÀndig, richtig und
zeitgerecht vorgenommen werden. Kasseneinnahmen und - ausgaben sollen mindestens
tÀglich aufgezeichnet werden.

4. Die Bezeichnung der Konten und BĂŒcher soll erkennen lassen, welche GeschĂ€ftsfĂ€lle auf
dem betreffenden Konto verbucht werden.

5. Soweit BĂŒcher und Aufzeichnungen gebunden gefĂŒhrt werden, sollen sie (nach Maßgabe der
Eintragungen) Blatt fĂŒr Blatt oder Seite fĂŒr Seite mit fortlaufenden Zahlen versehen
sein. Werden BĂŒcher oder Aufzeichnungen auf losen BlĂ€ttern gefĂŒhrt, so sollen diese in
einem laufend gefĂŒhrten Verzeichnis (Kontenregister) festgehalten werden.

6. Die zu den BĂŒchern und Aufzeichnungen gehörigen Belege sind derart geordnet
aufzubewahren, dass die ÜberprĂŒfung der Eintragungen jederzeit möglich ist.

7. Es dĂŒrfen keine leicht radierbaren Schreibmittel (z.B. Graphitstifte) verwendet werden.

8. An Stellen, die der Regel nach zu beschreiben sind, dĂŒrfen keine leeren ZwischenrĂ€ume
gelassen werden. Wird z.B. irrtĂŒmlich eine Zeile frei gelassen, so ist sie mittels
Durchstreichens oder mittels einer Buchhalternase zu entwerten.

9. Der ĂŒrsprĂŒngliche Inhalt der Eintragung darf nicht mittels Durchstreichens oder durch
Radieren unleserlich gemacht werden.

10. Aufbewahrungspflicht: BĂŒcher, Aufzeichnungen sowie die zugehörigen Belege und die
empfangenen Handelsbriefe sowie die Abschriften der abgesandten Handelsbriefe und die
sonstigen Unterlagen, die fĂŒr die Besteuerung von Bedeutung sind, sind durch 7 Jahre
aufzubewahren. Die Frist beginnt mit Ende des
Jahres, in dem die letzte Eintragung in die BĂŒcher vorgenommen wird.

23) KOSTENRECHNUNG : Aufgabe, Einteilung der Kosten, Kostenartenrechnung und Kostenstellenrechnung, Einzel - und Gemeinkosten.

Aufgaben:
Allgemeine Aufgabe der kostenrechnung ist die Erfassung, Verteilung und Zurechnung der WerteinsÀtze (Kosten), die bei der betrieblichen Leistungserstellung entstehen.
Kosten sind somit Werteinsatz zur Leistungserstellung.

23.1. Aufgaben der Kostenrechnung:

• Kontrolle der Wirtschaftlichkeit der betrieblichen Leistungserstellung und Leistungsverwertung
• Schaffung von Daten fĂŒr die betriebliche Vorschaurechnung (Planung) und damit fĂŒr unternehmerische Entscheidungen.
• Berechnung der Preise, bzw. bei gegebenen Preisen Ermittlung des Gewinnes pro Leistungseinheit
• Ermittlung des Betriebserfolges, worunter man die Differenz zwischen den Betriebsbedingten ErtrĂ€gen (Leistungen) und den Kosten einer Periode versteht.
• Bewertung der BestĂ€nde an Halb - und Fertigerzeugnissen fĂŒr die bilanz.
• Erstellung der Unterlagen fĂŒr die lang und kuezfristige Erfolgsrechnung, fĂŒr die Betriebsstatistik und fĂŒr die Planung in allen Bereichen.

23.2 Einteilung der Kosten

Es gibt viele Möglichkeiten Kosten zu Unterteilen z.B.: fĂŒr einen bestimmten Zeitraum (Jahr,Monat), entsprechend ihrer Entstehung (fĂŒr Material, Personal), nach ihrer Zurechenbarkeit zu einzelnen Produkten oder Dienstleistungen (direkt - und indirkt zurechenbar), nach ihrem Verhalten bei wechselndem BeschĂ€ftigungsgrad (fix oder variabel) und dergleichen
Welche Gruppierung vorzunehmen ist, hÀngt von Art und Zweck der jeweiligen Rechnung ab.

23.2.1 Einteilungskriterien:

Zeitraum: UnabhĂ€ngig von anderen Einteilungsgesichtspunkten kann man die Kosten fĂŒr einen bestimmten Zeitraum z.B.: Monat, Quartal, Jahr, erfassen.

Entstehung: Entsprechend ihrer Entstehung gliedert man in
Materialkosten
Personalkosten
Kapitalkosten
Fremdleistungskosten auch "sonstige
Steuerkosten Kosten" genannt

Bereiche: Entsprechend den Bereichen, in denen die Kosten entstehen, gliedert man z.B.: in
Lagerkosten
Fertigungskosten
Verwaltungskosten
Vertriebskosten

Zurechenbarkeit zu einer Leistung: Je nachdem, ob ob Kosten einer betrieblichen Leistung direkt zurechenbar sind oder nicht, unterscheidet man
direkte = direkt zurechenbare Kosten = Einzelkosten und
indirekte = nicht direkt zurechenbare Kosten = Gemeinkosten.
Direkt zurechenbare Kosten fĂŒr die Erstellung betrieblicher Leistungen sind vorr allem Arbeitslöhne und Fertigungsmaterial.
Zurechenbarkeit zu einer Kostenstelle: Sind Kosten einer Kostenstelle direkt zurechenbar, spricht man von Kostenstelleneinzelkosten, wie z.B.: Lohn eines Lagerarbeiters der der Kostenstelle Lager zuzurechnen ist. Kostenstellengemeinkosten sind Kosten, die einer Kostenstelle nicht direkt, sondern nur mittels eines SchlĂŒssels zugerechnet werden können, wie z.B.: Reinigungskosten mittels mÂČ - SchlĂŒssel.


Verhalten bei wechselndem BeschĂ€ftigungsgrad: Je nachdem, ob Kosten bei Änderung des BeschĂ€ftigungsgrades unverĂ€ndert bleiben oder ebenfalls Änderungen aufweisen, unterscheidet man
feste = fixe Kosten und
verÀnderliche = variable Kosten
Fixe Kosten sind alle Kosten, die zur Aufrechterhaltung der BetriebstĂ€tigkeit im allgemeinen (unabhĂ€ngig vom jeweiligen BeschĂ€ftigungsgrad) erforderlich sind. Eine der wichtigsten Gruppen der fixen Kosten ist die Gruppe der zeitabhĂ€ngigen Abschreibungen der AnlagegĂŒter.
Die fixen Kosten sind in der Periodenrechnung (meist Jahresrechnung) vom BeschÀftigungsgrad fast unabhÀngig.
Auf die Leistungseinheit bezogen, wird ihre höhe daher bei steigendem BeschĂ€ftigungsgrad pro Leistungseinheit geringer, bei sinkendem BeschĂ€ftigungsgrad jedoch höher. Dieses Absinken oder Aansteigen des Fixkostenanteils an den StĂŒckkosten nennt man Fixkostendegression oder Fixkostenprogression. Wird allerdings die Grenze der jeweiligenKapazitĂ€tsstufe erreicht, steigen die fixen Kosten sprungartig an. Die Schaffung einer höheren KapazitĂ€t erfordert Investitionen, die das sprungartige Ansteigen der fixen Kosten bedingen (sprungfixe Kosten).

VerÀnderliche oder variable Kosten sind alle von der Auslastung des Betriebes abhÀngige Kosten. Es sind dies im wesentlichen die direktverrechenbaren Kosten. Man untescheidet drei Hauptgruppen:
- proportionale (lineare) Kosten: sie steigen oder sinken in gleichem Maß wie der BeschĂ€ftigungsgrad.
- ĂŒberproportionale (progressive) Kosten: sie steigen oder sinken stĂ€rker als der BeschĂ€ftigungsgrad.
- unterpropirtionale (degressive) Kosten: sie steigen oder sinken nicht so stark wie der
BeschÀftigungsgrad.
Die hĂ€ufigste und wichtigste Gruppe der variablen Kosten sind die proportionalen Kosten. Sie verhalten sich annĂ€hernd gleich wie der BeschĂ€ftigungsgrad, sie sind also auf das StĂŒck bezogen fix.
Dazu gehören insbesondere:
Fertigungsmaterial
Fertigungslohnkosten
Fracht - uind Provisionskosten
leistungsabhÀngige Abschreibungen



23.3 Kostenartenrechnung:

Der erste Teilbereich der Kostenrechnung ist d. Kostenartenrechnug. Die Kostenartenrechnung hat die Aufgabe, sĂ€mtliche Kosten, die bei der Leistungserstellung entstehen, lĂŒckenlos zu erfassen und sie nach ihrter Herkunft zu gliedern. Sie liefert die Grundlage fĂŒr die Kostenstellen und KostentrĂ€gerrechnung.

Ausgangspunkt fĂŒr die Errmittlung der kostenm bilden die Aufwendungen der buchaltung; durch die zeitliuche und betriebliche Abgrenzung ergeben sich die Kosten.

Rechenschema:

Aufwendungen laut buchaltung
+/ - zietliche Abgrenzung
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
zeiltlich abgegrenzter Aufwand
+/ - betriebliche Abgrenzung
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Kosten


23.4 Kostenstellenrechnung:

Unter Kostenstellen versteht man betriebliche Teilbereiche, die in der Kostenrechnung als selbsstÀndige Abrechnungsperiode dienen.
Hauptaufgabe der Kostenstellenrechnung ist es, den Gesamtberieb in
Kostenstellen zu untergliedern, in denen die in der Abrechnungsperiode angefallenen Gemeinkosten erfaßt und kontrolliertwerden können. Damit wird eine Kontrolle der Wirtschaftlichkeit von kleinen, klar abgegrenzuten Verantwortungsbereichen und die mittelbare Zurechnung der Gemeinkosten auf die Erzeugnisse (KostentrĂ€ger) ermöglicht.

WĂ€hrend die Einzelkosten den KostentrĂ€gern direkt zugerechnet werden könne, werden die Gemeinkosten vorerst ĂŒber Kostenstellen gefĂŒhrt.
Formal erfolgt die kostenstellenrechnung im BAB.

Bei der kostenstellenrechnung ergeben sich folgende Probleme:
1 - Bildung der kostenstellen;
2. Umlegung der Gemeinkosten auf die Kostenstellen;
Die Verrechnung der in den Hauptkostenstellen gesammelten Gemeinkosten auf die kostentrÀger erfolgt durch ZuschalgsÀtze.
3. Errmittlung der GemeinkostensÀtze ( werden dadurch gebildet, fdass man die Gemeinkosten d. Hauptkostenstellen zu einer Zuschalgsbasis in Verbindung setzt.







24) KALKULATION : Aufgabe, Arten, Verfahren, Anwendung, Voll - und Teilkostenrechnung und ihre Auswirkungen, Vor - und Nachteile.

24.1 Allgemein :

Mit der Kalkulation ermitteln wir die Kosten einer Leistungseinheit od. einer Leistungsgruppe. Bestandteile der Kalkulation sind Material - , Lohn - , Sonder - u. Geimeinkosten. Jede Kalkulation eines KostentrĂ€gers (Maschine, GerĂ€t, Anlage) fĂŒr innerbetriebliche od absatzfĂ€hige Leistungen setzt eine Vielzahl von Einzelkalkulationen voraus (Einzelteil, Baugruppe).

24.2 Hauptgebiete der Kalkulation:

24.2.1 Vorkalkulation :

Die Vorkalkulation versucht vor der Erstellung einer betrieblichen Leistung die Vorraussichtlichen Kosten zu ermitteln. Sie wird oft auch als Angebots - od. Offertkalkulation bezeichnet.
Jede KonstruktionsÀnderung an einem Erzeugnis sowie jede VerÀnderung des Produktionsprozesses macht eine Vorkalkulation notwendig.
Bei Einzel - u. Kleinserienfertigung werden oft die Preise durch die Vorkalkulation der Erzeugnisse ermittelt.

24.2.2 Nachkalkulation :

Die Nachkalkulation findet nach der Vollendung der betrieblichen Leistung statt, wodurch sie auf Istkosten aufbauen kann. Sie stellt eine Kontrolle jedes Kostenvoranschlages dar, der im Rahmen der Vorkalkulation als Sollkostenrechnung durchgefĂŒhrt wurde.

24.2.3 Zwischenkalkulation :

Sie ist wie die Nachkalkulation eine Istkostenrechnung, welche die Kontrolle wÀhrend des Ablaufes eines Produktionsvorganges zum Ziel hat. Sie ist also sozusagen die Nachkalkulation einer Teilleistung, aus der die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt entstandenen Kosten ersichtlich sind.
Hierdurch wird der Produktion die Möglichkeit geboten, anomal verlaufende ArbeitsablĂ€ufe rechtzeitig zu erkennen, deren Ursachen zu ergrĂŒnden, Verlustarbeiten zu unterbrechen u. die Verlustquellen zu beseitigen.

24.3 Kalkulationsverfahren :

24.3.1 Divisionskalkulation :

Sie ist eine reine Nachkalkulation, die hauptsÀchlich in Betrieben mit einheitlichen Leistungen im Gesamtbetrieb od. mit einem Teil des Betriebes angewendet wird.
Alle Kostenarten eines Abrechnungszeitraumes werden auf die in demselben Zeitabschnitt erzeugten Mengen od. Einheiten bezogen.
Selbstkosten je KostentrÀger=Summe der Kosten je Abrechnungszeitraum / Zahl der KostentrÀger im Abrechnungszeitraum
Sonderkosten werden den einzelnen Erzeugnissen direkt zugerechnet.
Die fĂŒr die Divisionsrechnung notwendige Kostenartensummierung entbindet die Betriebsabrechnung nicht von einer eingehenden Gliederung der Kosten nach Kostenarten u. Kostenstellen.
Werden die Kosten in bestimmten Erzeugungs - od. Vertriebsphasen gegliedert, ist es möglich die jeweiligen Bereichskosten der Leistungseinheit fĂŒr jeden Teilbereich durch Divisionskalkulation zu ermitteln.

24.3.2Äquivalenzziffernkalkulation :

Sie ist eine Variante der reinen Divisionskalkulation u. kann bei Betrieben angewandt werden deren Endprodukte nur Àhnliche Struktur aufweisen.
Ermittelt man durch genaue Kostenkontrollen od. Annahme von Erfahrungswerten die Kostenarten jeder Sorte u. setzt sie zueinander ins VerhĂ€ltnis, so erhĂ€lt man Äquivalenzziffern, welche die ProportionalitĂ€t der Erzeugniskosten zueinander aufzeigen. Genau wie bei der Divisionskalkulation muss auch bei der Äquivalenzziffernkalkulation die Kostenermittlung des Produktionsbereiches von der Verwaltung u. dem Vertrieb getrennt werden, wenn im gleichen Zeitraum Produktions - u. Absatzziffern nicht identisch sind.

4.3.3 Zuschlagskalkulation :

Da nur ein Teil der Kosten als Einzelkosten direkt fĂŒr den KostentrĂ€ger erfaßt werden kann, mĂŒssen die restlichen Kosten als Gemeinkosten durch indireke Zurechnung ĂŒber die Kostenstellen auf die KostentrĂ€ger umgelegt werden. Die einzelnen Gemeinkosten werden mit verschiedenen Zuschlagsarten den durch Belege nachgewiesenen Einzelkosten zugerechnet u. zwar mit Hilfe des Zuschlagssatzes. Die Zuschlagskalkulation kann fĂŒr alle Kalkulationsgebiete angewandt werden.
25) PLANKOSTENRECHNUNG & DECKUNGSBEITRAGSRECHNUNG : Grundbegriffe, Arten, Anwendung.

25.1. Plankostenrechnung

Grundlage der Plankostenrechnung ist die Istkostenrechnung. Die Plankostenrechnung ist eine Vorschau - und Vorgaberechnung. Vorschauwerte sind unverbindliche Plandaten, welche die wahrscheinliche zukĂŒnftige Kostenentwicklung des Betriebes oder einzelner Teilbereiche aufzeigen. Vorgabewerte sind verbindliche Plandaten, die dem Betrieb oder einzelnen Teilbereichen als realistisch erreichbare Ziele vorgegeben werden. Das KernstĂŒck der Plankostenrechnung ist der Soll - Ist - Vergleich.
Ihr Wesen besteht in der Aufstellung und Vorgabe von Sollziffern fĂŒr mehr oder weniger große ZeitrĂ€ume. Im Rahmen der Planung der Kosten gibt sie allen Kostenstellen, Kostenarten als Sollkosten vor und macht diese zr Grundlage einer stĂ€ndigen Kostenkontrolle.

29.1.1 Arten der Plankostenrechnung

• Starre Plankostenrechnung

Hierbei werden Einzel - und Gemeinkosten als Plankosten ermittelt und ohne BerĂŒcksichtigung verĂ€nderlicher IstbeschĂ€fftigung als Sollwert eingesetzt. Plankosten entsprechen also den Sollkosten. Die laufende Abrechung ist einfach, jedoch in den meisten FĂ€llen nicht zufriedenstellend, da nur die Gesamtabweichung ausgewiesen wird, ohne BerĂŒcksichtigung des kostenbeeinflussenden BeschĂ€ftigungsgrades. Nur bei Fixkosten fĂŒhrt diese Methode zu befriedigenden Ergebnissen.

• Flexible Plankostenrechnung

Die zu einer vorgegebenen PlanbeschĂ€ftigung ermittelten Plankosten werden in jeder Abrechungsperiode der jeweiligen IstbeschĂ€ftigung angepaßt. Hierzu werden ĂŒberwiegend die Plankosten in fixe und porportionale Anteile aufgelöst und die Sollkosten in AbhĂ€ngigkeit von der IstbeschĂ€ftigung ermittelt. Sehr oft werden nur die porportionalen Plankosten in porportionale Sollkosten entsprechend der abweichenden IstbeschĂ€ftigung umgewandelt. Durch Addition mit den meist beschĂ€ftigungsunabhĂ€ngigen Fixkosten ergebn sich die Gesamt - Sollkosten. Die flexible Plankostenrechnung zeigt beim Soll - Ist - Vergleich die Verbrauchsabweichungen in AbhĂ€ngigkeit zur IstbeschĂ€ftigung auf und ist dadurch wesentlich aussagekrĂ€ftiger als die starre Plankostenrechnung.

29.2. Deckungsbeitragsrechnung - Grundbegriffe

Die Teilkostenrechnung teilt die Kosten in mengenabhÀngige (variable) und zeitabhÀngige (fixe) Kosten auf. Die mengenabhÀngigen Kostenanteile werden einem KostentrÀger direkt zugerechnet. In der Kostenrechnung werden sie als Grenzkosten bezeichnet.

Grenzkosten sind die Kosten, die bei der Fertigung einer zusÀtzliche produzierten Mengeneinheit zusÀtzlich entstehen.

Bei der Deckungsbeitragsrechnung werden die mengenabhÀngigen Kosten eines Erzeugnisses oder eines Auftrages ermittelt und der Erlös wie nachstehend bestimmt:

Erlös=Netto - Verkaufspreis je Mengeneinheit - mengenabhÀngige Kosten.

Der Deckungsbeitrag ist die Differenz nach folgender Gleichung:
Deckungsbeitrag=Erlös - mengenabhÀngige Kosten.
oder auch
Deckungsbeitrag=Erlös - Grenzkosten.

Der Deckungsbeitrag ist der Erlösanteil, der die nicht direkt dem KostentrĂ€ger zurechnenbaren zeitabhĂ€ngigen (fixen) Kosten abdeckt. Er kann entweder stĂŒckbezogen oder periodenbezogen sein.

29.2.1 Arten der Deckungsbeitragsrechnung

Man unterscheidet zwischen Art von DeckungsbeitrÀgen.
Der zeitbezogene Deckungsbeitrag wird ausgedrĂŒckt als
Deckungsbeitrag je Fertigungsstunde in Schilling/h
Deckungsbeitrag je Zeitabschnitt in Schilling/Monat
oder auch als
Deckungsbeitrag in Deckungsbeitrag in Schilling/Zeitabschnitt / Gesamterlös in Schilling/Zeitabschnitt * 100%

Der mengenbezogene Deckungsbeitrag wird ausgedrĂŒckt als
Deckungsbeitrag je Mengeneinheit in Schilling/Mengeneinheit
Deckungsbeitrag je Auftrag in Schilling/Auftrag
oder auch als
Deckungsbeitrag in Deckungsbeitrag in Schilling/Mengeneinheit / Gesamterlös in Schilling/
Mengeneinheit * 100%

29.2.2 Anwendungen der Deckungsbeitragsrechnung

Die Deckungsbeitragsrechnung kann die Vollkostenrechnung nicht ersetzen. Langfristig kann ein Unternehmen nur exsistieren, wenn alle anfallenden Kosten durch die Umsetzerlöse gedeckt werden. Die Vollkostenrechnung berĂŒcksichtigt diese Binsenwahrheit. Die Deckungsbeitragsrechnung ist jedoch fĂŒr die kurzfristige Planung prĂ€destiniert. Sie liefert als Instrument der Angebotskalkulation und Preisbildung aussagefĂ€hige Orientierungshilfen fĂŒr die ÜberbrĂŒckung vorĂŒbergehender Rezessionsphasen.













27) ZEITWESEN : Ablaufarten und Zeitarten, Methoden der Zeiermittlung, die Multimomentaufnahme, Anwendung, Vor - und Nachteile

Ablaufarten sind Bezeichnungen fĂŒr das Zusammenwirken der 3 Produktionsfaktoren (M,BM,AG) innerhalb best. Ablaufabschnitte im Sinne der Arbeitsaufgabe.
Zeitarten sind diein Zeit angeg. Ablaufarten (bzw. wenn damit dieZeit eines AAA nÀher bestimmt wird).

Ablaufarten werden eingeteilt in :

Ablaufarten bezogen auf den Menschen :

MI: Mensch im Einsatz
ML: Mensch außer Einsatz
MR: Betriebsruhe

Ablaufarten bezogen auf das Betriebsmittel :

BI: BM im Einsatz
BL: BM außer Einsatz
BR: Betriebsruhe

Ablaufarten bezogen auf den Arbeitsgegenstand :

AV: AG verÀndern
AE: Einwirken, FormverÀnderung
AEZ: ZustandsverÀnderung

27.1 Methoden der Zeitermittlung :

a) zur Erfassung von Ist - Zeiten (Analyse)
1.) Meßmethode - personelle MM
- teilautonome MM
durch Beobachter(Fremdbeobachtung)
durch Arbeitsperson selbst(Selbstbeobachtung)
- auton. MM
2.) ZĂ€hlmethode - Multimomentaufnahme
3.) Befragen
4.) SchÀtzen

b) zur Sollzeiermittlung (Synthese)
1.) Methoden der Erfassung u. Auswertung von Istzeiten(REFA)
2.) Berechnungsmethoden mittels technol. Formeln
3.) Teilzeitmethoden - Systeme vorbest. Zeit (S.v.Z.)
- Planungszeiten
4.) M. des subjektiven SchÀtzens
5.) Vergleichsmethode - Vergleich der Verfahren 1. - 4.
- Zeitklassenmethoden (REFA)


27.2 Multimomentaufnahme :

27.2.1 Definition :

Die Multimomentaufnahme besteht in dem Erfassen der HĂ€ufigkeit zuvor festgelegter Ablaufarten an einem oder mehreren gleichartigen Arbeitssystemen mit Hilfe stichprobenmĂ€ĂŸig durchgefĂŒhrter Kurzzeitbeobachtungen.

27.2.2 Planung von Multimomentaufnahmen :

Eine Multimomentaufnahme erstreckt sich im allg. ĂŒber mehrere Wochen. Deshalb bedarf es sorgfĂ€ltiger Planung, um zu erreichen, dass ihre Ergebnisse tats. verwendet werden können.
skizze



27.2.1 Ziel festlegen :

Das Ziel ist zu formulieren, die zu beobachtenden Arbeitsystem auszuwÀhlen und zu beschreiben.

27.2.2 Ablaufarten festlegen und beschreiben :

Hier wird festgelegt, welche Ablaufarten bei den beobachteten Systemelementen unterschieden werden sollen, um die gewĂŒnschten SchlĂŒsse ĂŒber deren Verhalten ziehen zu können.
Bei der Festlegung der Ablaufarten muss man berĂŒksichtigen, dass sie durch Kurzzeitbeobachtungen eindeutig erkannt werden können. So ist z.B. schwer zu unterscheiden, ob eine Arbeitsperson ĂŒberwacht oder ihre TĂ€tigkeit ablaufbedingt unterbricht. zusĂ€tzlich zur Nennung der Ablaufarten sind d einfache, leicht und eindeutig wahrnehmbare Erkennungsmerkmale anzugeben.

27.2.3 Rundgangsplan festlegen :

Hier wird der Rundgangsplan, das ist eine skizzenmĂ€ĂŸige Darstellung der Beobachtungspunkte und - folgen, aufgestellt.
Der Beobachtungspunkt ist die rÀuml. gekennzeichnete Stelle, von der aus die Beobachtung eines Arbeitssystems im Augenblick des Vorbeigehens erfolgen soll.
Wie einzelne Beobachtungen aufeinander folgen, wird durch die Beobachtungsfolge angegeben. Um das Zufallsprinzip zu wahren, werden mehrere mögliche Beobachtungsfolgen festgelegt, aus denen vor Beginn eines Rundgangs eine Beobachtungsfolge zufallsmĂ€ĂŸig ausgewĂ€hlt wird.

27.2.4 Erforderlichen Beobachtungsumfang bestimmen :

Es stellt sich die Frage, wieviele RungĂ€nge bzw. Beobachtungen durchzufĂŒhren sind, um zu ausreichenden Ergebnissen zu kommen.
Weiter ist festzulegen, mit welchem absoluten Vertrauensbereich man diesen Anteil der Hilfszeiten ermitteln will. Je enger der Vertrauensbereich, desto mehr Beobachtungen sind durchzufĂŒhren.
Aufgrund des vermuteten Anteils einer Ablaufart und des erforderlichen Vertrauensbereich kann die voraussichtlich erforderliche Zahl von Beobachtungen ermittelt werden. Dazu bedient man sich des Nomogramms, das auch zur Auswertung von Multimomentaufnahmen verwendet wird.

27.2.5 Multimometnaufnahmebogen MM1 :

Die Vorderseite enthĂ€lt alle bisher genannten Programmschritte zusammengefaßt.
Die RĂŒckseite enthĂ€lt einen Vordruck fĂŒr die Ablaufarten, wie sie im Schritt 2 bereits grob genannt worden sind; sie werden nun feiner untergliedert.

27.2.6 Rundgangszeitpunkte bestimmen :

Nun werden die Zeitpunkte fĂŒr jeden Rundgang ermittelt. Wesentlich ist, dass diese zufĂ€llig erfolgen. Damit werden sowohl statische Bedingungen erfĂŒllt als auch einer unbewußten Beeinflussung der Ergebnisse durch den Beobachter und den Beobachteten vorgebeugt. Die Bestimmung der Rundgangszeitpunke erfolgt mit Hilfe von sogenannten Stunden - Minuten - Zeittafeln.


27.3. DurchfĂŒhrung und Auswertung von Multimomentaufnahmen :

27.3.1 Beobachtungen durchfĂŒhren :

Die DurchfĂŒhrung der RundgĂ€nge geschieht zeitlich aufgrund der Rundgangszeitpunkte und rĂ€umlich aufgrund des Rundgangsplanes.
Dabei wird vom Beobachter die Ablaufart notiert, die er im Moment des Vorbeigehens am zu beobachtenden Systemelement feststellt. Werden mehrere Systemelemente von einem Standpunkt beobachtet, dann wird die Ablaufart notiert, die beim ersten Hinsehen festgestellt wird.

27.3.2 Multimomentaufnahmebogen MM2, MM3 und MM4 :

FĂŒr die DurchfĂŒhrung der stehen einige Multimomentaufnahmebogen zur VerfĂŒgung, die je nach Art der Aufschreibungen - ob Einzel - oder zusammengefaßte Aufschreibungen - und nach Anzahl der beobachteten Systemelemente eingesetzt werden.

27.3.3 Zwischenauswerten :

Eine Zwischenauswertung wird durchgefĂŒhrt um zu prĂŒfen, ob die im 4.Schritt geschĂ€tzte Zahl der erforderlichen Beobachtungen zutreffend sein wird oder ob ein wesentlicher SchĂ€tzfehler vorlag.

27.3.4 Endauswerten :

Sie besteht aus:

1.) Feststellung der Gesamtzahl der Beobachtungen jeder Ablaufart
2.) Feststellung des Anteils jeder Ablaufart
3.) Feststellung des erzielten Vertrauensbereich fĂŒr jede Ablaufart
4.) Zusammenfassung der Ergebnisse
5.) Aufbau von Kontrollkarten fĂŒr den Nachweis des enger werdenden Vertrauensbereich
6.) Entscheidung ĂŒber die Brauchbarkeit der Multimomentaufnahme

27.4. Anwendung von Multimomentaufnahmen :

Sie ist stets dort wirtschaftlich anzuwenden, wo man Daten ĂŒber die relative Zusammensetzung von Ablaufarten in ZeitbĂ€ndern benötigt und dabei mindestens etwa 5 Beobachtungen je Rundgang anfallen.

Vorteile:
1.) Es werden keine MeßgerĂ€te benötigt.
2.) Anstelle der dauernden Bindung des Arbeitsstudienmannes wÀhrend der Zeitstudie anden beobachteten Arbeitsplatz tritt die nur zeitweise Bindung.
3.) Es können nahezu beliebig viele ArbeitsplÀtze beobachtet werden, wobei der Aufwand beim Hinzuziehen weiterer ArbeitsplÀtze nur wenig steigt.

Nachteile:
1.) Die einzelne Notierung kann nur schlecht auf ihre sachl. Richtigkeit ĂŒberprĂŒft werden, da sie ein einmaliger, nicht wiederkehrender Vorgang ist. Daher ist die Multimomentaufnahnme als Protokoll nicht in dem Maße ĂŒberprĂŒfbar wie eine Zeitaufnahme.
2.) GegenĂŒber der Zeitaufnahme kann man mit Hilfe der Multimomentaufnahme keine AuskĂŒnfte ĂŒber LG und nur bedingt ĂŒber die Gestaltung des Arbeitsplatzes u. - vorganges geben.
3.) Bewußte Beeinflußungen des Ergebnisses durch den Beobachteten lassen sich schwerer als bei der Zeitaufnahme erkennen

28) SYSTEMTECHNIK & - GESTALTUNG : Begriffe, 6 - Stufenmethode, Anwendung, Methoden der Ideenfindung.


Systemtheorie:

Sie ist eine MultidiszinÀre Theorie.

System: Es besteht aus Elementen (Dinge, Teile, Objekte) mit bestimmten
Eigenschaften (Atributen) wobei die Elemente durch Beziehungen verknĂŒpft
sind.

Elemente: Sind jene Komponenten eines Systems, die sich im Rahmen der
vorliegenden Problemstellung nicht mehr weiter sinvoll zerlegen lassen.

Ein Systemelement kann bei genauerer Betrachtung zu einem eigenen System
werden, daraus folgt eine hirachische Gliederung der Systeme.

Supersysteme

Systeme

Subsysteme


Systemtechnik: Gestalltung funktionsfÀhiger, syntÀtischer Systeme

Systemanalyse: Diskriptive (beschreibende) Darstellung der Funktionsweise
eines Systems.




















6 - Stufenmethode nach REFA:

Stufe 1
Ziele setzen: 1)Kostenziel
2)humane Ziele
3)organisatorische Z.
4)Terminziele

Aufgabenabgrenzung
verÀndern

Stufe 2
Aufgaben abgrenzen: 1)SystemgrĂ¶ĂŸe
2)Rational. Ansatz
3)Minimalforderung
4)Projektgruppe
5)Terminplanung


Ist - Zustands - Analyse ja Ist - Zustand
erforderlich? analysieren

nein
ja Ist - Aufgabenab - nein
grenzung richtig?


Stufe 3
ideale Lösung suchen nach idealen und allen
denkbaren Lösungs -
möglichkeiten suchen

Forschen
und entwickeln

Stufe 4 Daten und informationen
Daten sammeln und sammeln; technisch
praktikable Lösungen durchfĂŒhrbare und
entwickeln wirtschaftliche nein
Lösungsalternativen
entwickeln



Kann Zielsetzung
erreicht werden? nein Kann Aufgabenab -
grenzung verÀndert
ja werden?

Stufe 5 Lösung prĂŒfen:
optimale Lösung 1)technisch
auswÀhlen 2)wirtschaftlich
3)human
4)rechtlich
beste Lösung auswÀhl.


Stufe 6 Lösung einfĂŒhren und
Lösung einfĂŒhren u. ZielerfĂŒllung
ZielrefĂŒllung kontroll. kontrollieren






Methoden der Ideenfindung:

Brainstorming: Das brainstorming wird in einer Sitzung durchgefĂŒhrt, an der mehrere Personen beteiligt sind. Ziel dieser Sitzung ist es möglichst viele Ideen und/oder LösungsansĂ€tze zu finden. FĂŒr das Verhalten bei diesen Sitzungen gibt es vier Regeln:
    Die Menge der Ideen ist wichtiger als deren QuallitĂ€t. es zĂ€hlen nicht die Einzelleistungen sondern nur die Gruppenleistung. Jegliche Kritik der geĂ€ußerten Ideen ist verboten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Diese Regeln sollen eine AtmosphĂ€re schaffen, in der ein freier Gedankenfluß
möglich ist.

Diskussion 66:Diese Variation des Brainstorming wird dann verwendet, wenn
mehr als 15 Personen an der Sitzung teilnehmen mĂŒssen.Die Teilnehmer werden
in Gruppen zu je etwa 6 Personen aufgeteilt, die eine 6 minĂŒtige Sitzung abhalten.
Die Ergebnisse dieser Sitzungen werden in der gesamten Gruppe vorgetragen und
verglichen.

Didaktisches Brainstorming: Im Gegensatz zum klassischen Brainstorming
wird den Teilnehmern hier das Problem nur vage angedeutet und erst im
laufe der Sitzung prÀzesiert. Dadurch wird ein vorschnelles Aufgreifen von
bekannten LösungsansÀtzen unterbunden.

Synektik: Der Begriff "Synektik" bedeutet "ZusammenfĂŒgen scheinbar
Zusammenhangloser Sachverhalte". Aus der Denkpsychologie ist bekannt,
dass der kreative Prozeß zum finden neuer Ideen besonders durch
Assoziationen ĂŒber Analogien gefördert wird. Die Synektische Vorgehens -
weise vollzieht sich prinzipiell in folgenden drei Phasen:
1) Vertrautmachen mit dem Problem
2) Verfremden des Problems
3) Verfremdetes und Vertrautes kombinieren
Aus den sich daraus ergebenden Analögien können sich AnsĂ€tze fĂŒr föllig
neue Lösungen ergeben.

Auflockerung des Suchfeldes: Oft ergeben sich (intuitiv) andere oder neue
LösungsansÀtze zu einem Problem, wenn deises von einer anderen Seite her
betrachtet wird. Es gibt eine Reihe von Verhaltensregeln, die es einem erleichtern
den Betrachtungs - Standpunkt zu variiren:
    Umformulieren des Problems suchen nach synonĂŒmen AusdrĂŒcken bewust versuchen, das Problem aus der Sicht anderer Bereiche zu betrachten versuchen, das Problem durch Symble darzustellen oder graphisch zu
formulieren.

Morphologie: Der Begriff "Morphologie" bedeutet die Lehre von den Gestallten
oder Formen. Dabei wird das Problem in eine Reihe von Teilproblemen zerlegt,
die im Wesentlichen unabhÀngig von einander gelöst werden können. Anschliesend
werden fĂŒr jedes Teilproblem möglichst alle bekannten oder auch denkbaren
Lösungen festgehalten. Die Gesamtlösung ergibt sich aus einer Kombination der
einzelnen Teillösungen.

Bionik: Zu einem zu lösenden Problem sucht man in der Natur nach vergleichbaren,
ahnlichen oder verwandten Relationen. Diese werden systematisch analysiert und
im Hinblick auf ihre Übertragbarkeit auf das Ausgangsproblem ĂŒberprĂŒft. Solche
natĂŒrlichen Problemlösungen werden hĂ€ufig als Anregung fĂŒr echte Probleme
verwendet.

29) PERSONALPOLITIK - BETRIEBSSOZIOLOGIE : MitarbeiterfĂŒhrung, Personalbedarfs - , beschaffungs - , einsatz - , entwicklungs - und Personalkostenplanung.

29.1 Personalbedarfsplanung:

Der Bedarf ergibt sich zunĂ€chst aus der Zahl und der jeweiligen Qualifikation der ArbeitskrĂ€fte, die zur ErfĂŒllung der Unternehmensaufgaben fĂŒr einen bestimmten Zeitraum benötigt werden. Die wĂ€hrend des Planungszeitraumes zu erwartende VerĂ€nderungen im Personalbestand sind zu einem geringen Teil (z.B.: Peonsionierung) genau erfaßbar und zum grĂ¶ĂŸeren Teil (z.B.: KĂŒndigung, Tod) anhand der Erfahrungswerte feststellbar.

29.2 Personalbeschaffungsplanung:

Die Aufgabe der Personalbeschaffung ist es, das Unternehmen zum richtigen Zeitpunkt mit ausreichend qualifizierten Mitarbeitern zu Versorgen.
Die Personalbeschaffung kann auf zwei grundsÀtzlichen Wegen (intern und extern) erfolgen.
Die Möglichkeiten der internen Personalbeschaffung sind:
- Um - und Versetzung von Mitarbeitern
- Übernahme von Auszubildenden
- Beförderung von Mitarbeitern
Vorraussetzung fĂŒr die interne Personalbeschaffung ist die Kenntnis der Qualifikation jedes einzelnen Mitarbeiters.

Die Möglichkeiten der externen Personalbeschaffung sind:
- Auslagerung von Aufgaben auf andere Unternehmen
- Nutzung von Personalzeitunternehmen
- Neueinstellungen
Bei Neueinstellungen bieten sich folgende Möglichkeiten:
- AbgÀnger der verschiedenen Schultypen
- Arbeitslos gemeldete
- Anwerbung auslÀndischer ArbeitskrÀfte

29.3 Personaleinsatzplanung:

Aus der Reihe von Vorraussetzungen fĂŒr eine wirksame Personalplanung ist die Gesamtplanung an erster Stelle zu nennen. Wo sie fehlt, wesentliche Bereiche auslĂ€sst oder sich nur auf kurzfristige Überlegungen beschrĂ€nkt, kann auch die Personalplanung nur einem Teil ihrer Aufgaben gerecht werden. Eine gut funktionierende Information und Kommunikation zwischen den einzelnen Bereichen des Unternehmens ist eine zweite Vorraussetzung.

29.4 Personalentwicklungsplanung:

WĂ€hrend ein quantitativer Mehrbedarf regelmĂ€ĂŸig zu einer Planung der Personalbeschaffung fĂŒhren wird, lassen sich die aus dem Plan ergebenden VerĂ€nderungen des Personalbestandes in qualitativer Hinsicht sowohl durch außer - als auch durch innerbetriebliche Personalbeschaffung decken. Der Ausbildungsplan hĂ€ngt deshalb eng mit dem Bedarfsplan zusammen.




29.5 Personalkostenplanung:

Bei der Kostenplanung auf dem Personalsektor sind fĂŒr einen bestimmten Zeitraum nicht nur die quantitative und qualitative Entwicklung des Personalbestandes, die vorraussichtliche Entwicklung der Tariflöhne und - gehĂ€lter und der Arbeitszeit zu berĂŒcksichtigen, sondern ebenso bevorstehende GesetzesĂ€nderung, die sich auf die Personalkosten auswirken.

29.6 MitarbeiterfĂŒhrung:

30) VERHANDLUNGSTECHNIK : Rhetorik, Bewerbung und VorstellungsgesprÀch, Verkaufs - und Verhandlungssituationen.

30.1 Allgemeines :

Die Vorbereitung einer Rede beginnt mit einer Stoffsammlung. Der Redner kann zu den einzelnen Gliederungspunkten wie bei einem "Braistorming" Stichworte sammeln, sie nach ihrer Wichtigkeit bewerten und dann zuordnen.

a) Über die Gliederungspunkte hinaus sammelt der Redner auch Informationen zu folgenden Fragen :

- Redeanlass: Einladung, Vorstellung,....
- Art der Rede: Vortrag, Referat,....
- Zielgruppe: Gewerbetreibende, Gewerkschaft,.....
- Redeziel (Zweck, Inhalt): Umsatzsteigerung,....
- Ort: BĂŒro, Vortragszimmer, Fachleute, Kunden,...
- Rolle des Redner: Trainer, Lehrer, Chef,....

Es ist hilfreich, sich auch fĂŒr die beabsichtigte Wirkung und das angestrebte Ziel Stichpunkte zu sammeln, die dann bei der Gestaltung der Rede verwendet werden können.

b) Ablauf einer Rede :

- BegrĂŒĂŸung
- Einleitung
- Überleitung
- Sachvertrag mit Untergliederung
- Zusammenfassung
- Schluß

c) Faktoren einer Rede :

• Sprache:
- Wortwahl
- Satzbau
- Pausen

• Körpersprache:
- Atmung
- Haltung
- Mimik
- Gestik

• PrĂ€sentation
- Hilfsmittel (Folie)
- Wirkmittel (Sprache und Körpersprache)
- AnfĂŒhren von Beispielen
- Aktivierung der Zuhörer

• Konfliktsituationen
- ĂŒberreden
- klÀren und vereinen

30.2 Das VorstellungsgesprÀch :

Im VorstellungsgesprĂ€ch entscheidet es sich, ob sie als einer der Kandidaten der "engeren Wahl" auf den ersten Platz vorstoßen und die angestrebte Stelle kommen, oder ob sie einem anderen, der besser vorbereitet, geschickter oder glĂŒcklicher ist, als sie, den Vortritt lassen mĂŒssen.

30.2.1 Die Vorstellung von BerufsanfÀnger :

a) einige Empfehlungen :

- Informieren sie sich ĂŒber die Vielzahl der anerkannten Ausbildungsberufe (=>Berufsberatung)
- Entscheiden sie sich fĂŒr den Ausbildungsberuf
- Informieren sie sich ĂŒber das Berufsbild (=> Befragung von Fachleuten)
- Planen sie ihr VorgesprÀch
- Planen sie ihre Anreise (=>Bauen sie einen Zeitpuffer ein)

b) Frage nach Aufstiegsmöglichkeiten :

Das hÀngt von ihrer persönlichen Zielsetzung ab.
- wenn sie eine Aufstiegsposition suchen, dann bewerben sie sich nur auf solche Stellenangebote, die Aufstiegschancen einrĂ€umen und sprechen sie auch im VorstellungsgesprĂ€ch darĂŒber. (Dies gilt auch, wenn Aufstiegsmöglichkeiten im Anzeigentext nicht so deutlich erwĂ€hnt werden.)
- wenn sie mit einer bestimmten Position zufrieden sind, dann bewerben sie sich mit Bestimmtheit fĂŒr diese, und lassen sie das Thema " Aufstieg" erwĂ€hnt.

c) GrundsÀtzlich sollten sie in VorstellungsgesprÀch jedoch klÀren :

- die Art und die Dauer ihrer Einarbeitung
- die Dauer der Probezeit
- die Möglichkeit weiterer Qualifikationen
- sonstige Leistungen des Unternehmens (=>sonstige BezĂŒge und Nebenleistung)

30.2.2 Gehaltsverhandlungen :

Vielleicht kennen sie ihren Marktwert, oder sie liebten es zu pokern und nennen ihre GehaltswĂŒnsche. An der Reaktion ihrer GesprĂ€chspartner werden sie vermutlich ablesen können, ob sie mit ihren Forderungen richtig oder falsch liegen.
Halten sie sich an die Grundregel fĂŒr Gehaltsforderungen: Bleiben sie realistisch! Seien sie aber andererseits nicht zu bescheiden.
HĂ€ufig wird vereinbart, dass wĂ€hrend der Probezeit oder der Einarbeitungszeit ein geringeres Gehalt gezahlt und danach das Gehalt ĂŒberprĂŒft und entsprechend den Leistungen angehoben wird. Bestehen sie in solchen FĂ€llen darauf, dass der Zeitpunkt der PrĂŒfung und das spĂ€tere Mindestgehalt im Vorstellungsvertrag oder in einem ErgĂ€nzungsschreiben festgehalten werden.
Auch Entwicklungs - und KarriereĂŒberlegungen können sie veranlassen, zunĂ€chst mit einem etwas niedrigeren Gehalt zufrieden zu sein, wenn etwa das Unternehmen in ihre Einarbeitung oder Entwicklung viel Zeit und Geld investiert. Die Wahrscheinlichkeit, spĂ€ter den RĂŒckstand aufzuholen und durch eine entsprechende Karriere zu einem höheren Lebenseinkommen zu gelangen, sollte ihnen ein niedriges Einstiegsgehalt wert sein.






31) MANAGEMENTMETHODEN : Ihre Ziele und Aufgaben; die drei gÀngigsten Varianten, ihre Eigenschaften, Gemeinsamkeiten und Unterschiede; neuere Management by ...Modelle und ihre Besonderheiten.

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