Das Internet











INTERNET








Mathias Aegler

Mai 1999
1. Was ist Internet?
1.1 Was ist Internet?
1.2 Wie sind diese Computernetze miteinander verbunden?
1.3 Geschichtliche Hintergr├╝nde
1.4 Wem "geh├Ârt" das Internet?

2. DF├ť - Die Datenfern├╝bertragung
2.1 Ebone - die Leitung aller Leitungen
2.2 Das Modem
2.3 Euro ISDN
2.4 Der ISDN - Anschluss
2.5 W├Ąhlleitung versus Standleitung

3. Dienste im Internet
3.1 E - Mail
3.1.1 E - Mail - das elektronische Postfach
3.1.2 Die E - Mail - Adresse
3.1.3 Aufbau einer E - Mail
3.1.4 Rationalisierungseffekt von E - Mail
3.1.5 Rasches Antworten auf Anfragen
3.2 WWW - World Wide Web (W3)
3.2.1 Interaktives Kommunikationsmedium
3.2.2 Von wo kommt das WWW?
3.2.3 Was ist Hypermedia?
3.2.4 Was ist Hypertext?
3.2.5 Was bedeutet HTTP?
3.2.6 Der Web - Browser
3.2.7 Wie k├Ânnen Sie WWW - Pages erstellen?
3.2.8 Die Search Engines
3.2.9 Dienste zur Suche im Datenwirrwarr
3.2.9.1 Archie
3.2.9.2 Gopher
3.2.9.3 WAIS - World Area Information Service
3.3 FTP (File Transfer Protocol)
3.3.1 Programme und Informationen zur sofortigen Verf├╝gbarkeit
3.3.2 Der Transfer - Modus
3.3.3 Der ASCII - Modus
3.3.4 Der Binary - Modus
3.4 Usnet Newsgroups - Diskussionsforen im Netz
3.5 IRC - Online Unterhaltung mit dem Rest der Welt
4. Wie komme ich zu einem Internet - Anschluss?
4.1 Ohne Internet - Anschluss geht gar nichts
4.2 Welche Anschl├╝sse gibt es?
4.3 Was kostet das Internet und wer kassiert wof├╝r?
4.4 Die unterschiedliche Abrechnung der Provider

5. Netiquette - Einige Regeln im Internet
5.1 Sie kommunizieren mit Menschen, vergessen Sie das nie!
5.2 Vorsicht bei dem, was Sie ├╝ber andere sagen
5.3 Fassen Sie sich kurz
5.4 Die Sprache ist - zumindest weltumspannend - Englisch
5.5 Die Signature - verwenden Sie Ihre Unterschrift
5.6 Smileys
5.7 H├Ąufig vorkommende Abk├╝rzungen
5.8 Beanspruchen Sie das Netz nicht mehr als wirklich n├Âtig

6. Voraussetzungen zum Einstieg
6.1 Der Computer
6.2 Das Modem / ISDN - Adapter
6.3 Die Software
6.4 Die Kenntnisse

6.5 Der Internet - Anschluss





Buch:
- Titel: Internet (Band 57)
- Reihe: NEW BUSINESS LINE
- Autor: Gerald Bandzauner
- Verlag: Ueberreuter

Anmerkungen:
- Schriftgr├Âsse 11
- Schriftart: Comic Sans MS
- Viele Inhalte wurden auf den heutigen Stand aktualisiert.
- Ein paar Beitr├Ąge wurden mit n├╝tzlichen Informationen erg├Ąnzt.

Autor dieser Zusammenfassung:
- Name: Mathias Aegler
- E - Mail: aegler@gmx.ch
- Homepage: http://spiele.freepage.de/maetu

1. Was ist Internet?

1.1 Was ist Internet?
Internet ist ein weltweites Netzwerk aus Computernetzwerken der verschiedensten Rechnerklassen. All diese Rechner kommunizieren ├╝ber dasselbe Protokoll untereinander, n├Ąmlich TCP/IP - Transmission Control / Internet Protocol.

1.2 Wie sind diese Computernetze miteinander verbunden?
Die Verbindung der verschiedenen Datenserver erfolgt ├╝ber die bestehenden Telefonleitungen. Ob analog oder digital, ob W├Ąhlleitung oder Standleitung, ob ├╝ber Seekabel oder Satellitenverbindung, eine dieser Leitung sorgt f├╝r Ihre Verbindung in die anderen Teile der Erde.

1.3 Geschichtliche Hintergr├╝nde
Das heutige Internet geht auf das Jahr 1969 zur├╝ck. Damals hatte das amerikanische Verteidigungsministerium ein Forschungsprojekt mit dem Namen ARPANET (Advanced Research Projekt Agency Network) ins Leben gerufen. Ziel war es, die amerikaweite Kommunikation eines Computernetzwerkes ohne eigentlicher Zentrale zu entwickeln, um damit ein H├Âchtsmass an Ausfallsicherheit zu erreichen. Nach der Freigabe des Internet durch das amerikanische Verteidungsministerium wurde dieses Medium vorerst nur an Universit├Ąten genutzt. Erste sp├Ąter wurde das Netz frei zug├Ąnglich.

1.4 Wem "geh├Ârt" das Internet?
Internet "geh├Ârt" niemandem - oder allen. Die Dienste, die sie im Internet in Anspruch nehmen k├Ânnen, sind in den meisten F├Ąllen kostenfrei. Das heisst, Sie bezahlen nicht daf├╝r, um am Internet an sich teilnehmen zu k├Ânnen. Die Geb├╝hren, die Sie entrichten, sind f├╝r die Benutzung der Datenleitungen. Es gibt jedoch Organisationen, wie die Internet Society, die sich um das Umfeld und vor allem die weitere Entwicklung von Internet k├╝mmern.

2. DF├ť - die Datenfern├╝bertragung

2.1 Ebone - die Leitung aller Leitungen
Die Daten├╝bertragung erfolgt ├╝ber die bestehenden Telefon - bzw. Datenleitungen. Dabei ist die Ebone - Technologie - also das Ebone - Leitungsnetz - sozusagen das R├╝ckgrat des gesamten europ├Ąischen Datennetzes. Diese europ├Ąischen Ebone - Leitungen haben eine ├ťbertragungskapazit├Ąt, auch Bandbreite genannt, von zwei Megabit pro Sekunde, das heisst, es k├Ânnen pro Sekunde zwei Millionen Bits, das entspricht etwa 250'000 Schreibmaschinenzeichen, von Punkt A nach Punkt B ├╝bertragen werden. Die Transatlantik - Leitungen, also die Leitungen nach Nordamerika, haben derzeit eine Gesamtbandbreite von 5,5 Megabit pro Sekunde. Im Gegensatz dazu haben die gew├Âhnlichen Datenleitungen innerhalb Europas eine Bandbreite von 64 Kilobit (8'000 Schreibmaschinenzeichen) bis ein Megabit.


2.2 Das Modem
Die ├ťbertragung von Punkt A nach Punkt B erfolgt per Modem, das am Computer angeschlossen ist. Das Modem von Punkt A wandelt die digitalen Daten des Computers in Tonfrequenzsignale f├╝r die ├ťbertragung ├╝ber das analoge Fernsprechnetz um. Am Punkt B, also am Modem auf der Empf├Ąngerseite, werden diese wieder in digitale Signale umgewandelt. Die Geschwindigkeit wird in bps (Bits pro Sekunde) gemessen. Sie wird auch als Bandbreite bezeichnet, ├ťbliche Bandbreiten sind 1200 bps, 2400 bps, 4800 bps, 9600 bps, 14.400 bps, 19.200 bps, 28.800 bps, 33.600 bps und 56.000 bps. Bei ISDN sind es 64.000 bps. Um im Internet vern├╝nftige Antwortzeiten erzielen zu k├Ânnen, sollten Sie ├╝ber ein Modem mit mindestens 28.800 bps verf├╝gen - je h├Âher die Bandbreite, desto besser.

2.3 Euro ISDN
ISDN (Intergrated Services Digital Network) bietet eine ├ťbertragungsrate von 64 kbps an und ist somit derzeit die schnellste und optimalste ├ťbertragung der herk├Âmmlichen Anschl├╝sse. Nur ├╝ber die Kabelleitungen kann noch schneller ├╝bertragen werden, ist dann aber auch entsprechend teuer. Der wesentlichste Unterschied zur ├ťbertragung per Modem ist, dass die eigentliche ├ťbertragung digital - und nicht analog wie beim Modem - erfolgt. Dadurch l├Ąsst sich eine bessere ├ťbertragungsqualit├Ąt und eine h├Âhere Geschwindigkeit erzielen.

2.4 Der ISDN - Anschluss
Ein ISDN - Anschluss besteht aus zwei Basiskan├Ąlen (B - Kan├Ąle) zur Daten├╝bertragung und einen Steuerungskanal (D - Kanal). Die beiden B - Kan├Ąle haben je eine ├ťbertragungsrate von 64 kbps, der Steuerkanal 16 kbps. Mit der entsprechenden Hard - und Software lassen sich die beiden B - Kan├Ąle zu einem Kanal mit einer Bandbreite von 128 kbps b├╝ndeln. Man nennt dieses verfahren "channel on demand", also etwa Kanal auf Bedarf", oder "channel bundeling", also Kanalb├╝ndelung. Beim Anschluss eines Adapters an den seriellen Port des Computers wird diese Geschwindigkeit auf 115.200 bps reduziert, da dieser Port auf diese Bandbreite beschr├Ąnkt ist. Weiters l├Ąsst sich eine ISDN - Verbindung innerhalb von ein bis zwei Sekunden auf - und wieder abbauen. Der Einw├Ąhlvorgang wie beim Modem f├Ąllt weg.

2.5 W├Ąhlleitung versus Standleitung
Die Verbindung von Computern mit einer W├Ąhlleitung wird wie eine normale Telefonverbindung durch das W├Ąhlen einer Telefonnummer aufgebaut. Je l├Ąnger eine Verbindung aufgebaut ist, desto h├Âhere Telefonkosten fallen an. Im Gegensatz dazu, besteht bei einer Standleitung eine permanente Verbindung, das heisst, die Verbindung ist auch dann aufrecht, wenn Sie nicht gebraucht wird. Standleitungen werden in der Regel vom Netzwerkbetreiber gegen ein monatliches Entgeld zur Verf├╝gung gestellt. Die H├Âhe dieser Monatsmiete richtet sich nach der Entfernung der Computer, die miteinander verbunden werden sollen, und nach der Bandbreite der ├ťbertragung. Standleitungen sind interessant, wenn Sie t├Ąglich h├Ąufig und/oder zeitlich sehr lange auf einen entfernten Computer (Internet) zugreifen wollen. In solchen F├Ąllen ist das Entgeld f├╝r die Standleitung oft kosteng├╝nstiger als die Geb├╝hr der W├Ąhlleitung. Aber oft spricht f├╝r eine Standleitung nicht nur der Preis. Auch die Tatsache, dass ein permanenter Zugriff g├Ąnzlich ohne Verz├Âgerung zur Verf├╝gung steht, macht die Standleitung interessant.

3. Dienste im Internet

3.1 E - Mail

3.1.1 E - Mail - das elektronische Postfach
Mit E - Mail kann man eine Nachricht ├Ąhnlich dem Fax innerhalb von wenigen Sekunden von einem Punkt der Erde an einen anderen senden. Ein Unterschied zum Fax ist aber wesentlich: Der eigentlichen Nachricht k├Ânnen Daten "beigelegt" werden. Diese Daten sind dann beim Empf├Ąnger elektronisch weiterverarbeitbar. Ein weiterer Vorteil ist, dass eine E - Mail zum Ortstarif versendet wird, da Sie die E - Mail ├╝ber Ihren Provider versenden.

3.1.2 Die E - Mail - Adresse
Der Aufbau einer E - Mail sieht aus wie der eines "normalen" Briefes. Es gibt eine Empf├Ąngeradresse, eine Absenderadresse und nat├╝rlich den Inhalt. Alle Adressen im Internet haben im Grunde dieselbe Struktur: benutzer@computer. Wobei das Zeichen "@" f├╝r das englische "at" steht, also das deutsche "bei". Beispiel: h.muster@gmx.ch. Dies k├Ânnte die Adresse des Hans Muster sein, der in der Schweiz lebt. Das "ch" ist der L├Ąndercode, die sogenannte Top level domain. Jede E - Mail - Adresse im Internet hat im Grunde folgendes Format: benutzer@host.subdomain.domain.topleveldomain.

3.1.3 Aufbau einer E - Mail
Unter "From" f├╝gt das Programm Ihre eigene E - Mail - Adresse ein. Im Feld "Subject" geben Sie kurz und b├╝ndig ein, worum es in Ihrer Nachricht geht, vergleichbar mit dem "Betreff" in einem konventionellen Brief. Bei "Cc" k├Ânnen Sie angeben, an wen eine Kopie dieser Nachricht geht. Im Feld "Attacments" steht eventuell jene Datei, die Sie mit der eigentlichen Nachricht mitsenden, also "anh├Ąngen" wollen. Theoretisch k├Ânnen Sie jede Datei - Textdokument, Kalkulation, Grafik, Video oder Sound, also alles was elektronisch speicherbar ist - mitsenden. Grenzen sind hier nur durch die anfallenden Datenmengen gesetzt, die Ihr Provider vorgibt. Im unteren Teil steht schliesslich die eigentliche Nachricht. Sie sollte m├Âglichst keinen Umlaut und scharfe "├č" enth├Ąlt. Diese Zeichen k├Ânnten durch die ├ťbertragung an die verschiedensten Computer - Plattformen teilweise nicht richtig ├╝bersetzt werden.

3.1.4 Rationalisierungseffekt von E - Mail
In einer E - Mail ist eine bestimmte Darstellungsform v├Âllig sekund├Ąr. Vielmehr geht es darum nur reine Informationen zu senden, um das Netz nicht unn├Âtig zu belasten. So wird meist aus dem "Sehr geehrter Herr X" lediglich noch ein "S. g. H. X" oder aus "Mit freundlichen Gr├╝ssen" ein "mfg", oft aber nicht einmal mehr dies.

3.1.5 Rasches Antworten auf Anfragen
Im Weiteren bieten E - Mails eine schnelle und effiziente Antwortm├Âglichkeit. Sie m├╝ssen lediglich "Verfasser antworten" w├Ąhlen, dann die Nachricht eingeben und senden w├Ąhlen. Der Vorteil ist die rasche Reaktion auf anfragen ohne viel Aufwand. Gleichzeitig hat der Anfragende in der Antwort - Mail auch automatisch seine eigene Frage zur Erinnerung stehen. Nicht ben├Âtigte Zeilen der eingegangenen E - Mail sollten aber vorher aus der ausgehenden Nachricht gel├Âscht werden, um diese nicht sinnlos wieder ├╝ber das Netz zu schicken. Der Fachterminus f├╝r diesen Vorgang heisst "quoten".

3.2 WWW - World Wide Web (W3)

3.2.1 Interaktives Kommunikationsmedium
Die wahren Vorteile von WWW liegen in erster Linie nicht im weltweitem "Surfen" und "Bilder - Ansehen". Es ist vor allem das regionale (Unter Region kann man da ein Kanton, ein Land oder ein ganzer Kontinent verstehen) "Surfen" bzw. das "Arbeiten", "Informieren", Kommunizieren" und "Einkaufen" sein, das diese Technik so interessant macht. Aber auch das Downloaden von Treibern, Updates und Programmen ist eine praktische Sache des WWW.

3.2.2 Von wo kommt das WWW?
World Wide Web ist der Name eines vom CERN - Laboratotium in Genf gestarteten Projektes im Jahre 1989. Sp├Ąter wurde dieses Projekt von mehreren Organisationen weiterverfolgt. Die Hauptziele waren:
    Ein einfaches Hypermedia - System Die Verwirklichung dreier Grundprinzipien:
    1. Geographisch unabh├Ąngig
    2. Jeder kann Informationen bereitstellen
    3. Ein einfaches und universelles Interface (Schnittstelle) Der Zugriff auf jede Datenbank wird unterst├╝tzt Transaktionen werden unterst├╝tzt
3.2.3 Was ist Hypermedia?
Hypermedia ist die Applikation rund um das Hypertext - Konzept mit Multimedia - Dokumenten.

3.2.4 Was ist Hypertext?
Sie klicken auf einen unterstrichenen Text, auf sogenannte Links, und das System verbindet Sie zu einer n├Ąchsten Seite weiter.

3.2.5 Was bedeutet HTTP?
HTTP steht f├╝r Hypertext Transmission Protokoll, also ein Protokoll (Festlegung eines Datenaustausches) f├╝r Hypertext.

3.2.6 Der Web - Browser
Der Web - Browser ist die Software, mit der Sie im World Wide Web navigieren k├Ânnen. Die bekanntesten Browser sind der Microsoft Internet Explorer und der Netscape Navigator.

3.2.7 Wie k├Ânnen Sie WWW - Pages erstellen?
WWW - Seiten werden im HTML - Format erstellt. HTML steht f├╝r Hypertext Markup Language. Zur Erstellung reicht grunds├Ątzlich ein einfaches Textverarbeitungsprogramm aus. Komfortabler ist es jedoch mit eigenen HTML - Editoren, z.B. Microsoft Frontpage. Ein HTML - Dokument hat eine vorgegebene Struktur, mit deren Hilfe Sie eine Web - Seite gestalten k├Ânnen. Dabei ist der sachliche Inhalt in reinem ASCII - Text geschrieben, der durch die sogenannten "Tags" formatiert wird. Tags sind Markierungen, die sich auf den nachfolgenden Text beziehen.

3.2.8 Die Search Engines
Da es Tausende von Web - Pages gibt, muss man die f├╝r einem relevanten Seiten herauspicken k├Ânnen. Dazu gibt es die sogenannten Suchmaschinen, mit denen Sie ├╝ber Stichw├Ârter die gew├╝nschten Seiten suchen k├Ânnen. Je mehr Stichw├Ârter, desto pr├Ąziser das Suchergebnis. Eine gute Suchmaschine ist z.B. http://www.hotbot.com

3.2.9 Dienste zur Suche im Datenwirrwarr

3.2.9.1 Archie
Mit Archie (kommt von "Archiv") l├Ąsst sich eruieren, auf welchem FTP - Server man eine bestimmte Datei beziehen kann. Allerdings muss dazu der Name des Programmes im wesentlichen bekannt sein. Es gibt in mehrere L├Ąndern eigene, f├╝r diesen Dienst abgestellte Archie - Server. Diese fragen in regelm├Ąssigen Abst├Ąnden alle verf├╝gbaren FTP - Server nach deren Gesamtbest├Ąnden ab und erstellen hieraus ein Verzeichnis mit Millionen von Dateiname und den dazugeh├Ârigen FTP - Adressen - also FTP - Server. F├╝r die Schweiz ist z.B. archie.swich.ch zust├Ąndig. Ein anderer Dienst ist http://www.ftpsearch.com, der wie eine Suchmaschine aufgebaut ist. Bei diesem muss der Dateiname genauestens bekannt sein.

3.2.9.2 Gopher
Gopher ist ein hierarchisch strukturiertes Informationssystem, das Dokumente, Programme und andere Internet - Dienste in ein Men├╝ zusammenfasst. Bei Gopher sehen Sie eine Struktur am Bildschirm, die dem Inhaltsverzeichnis einer Festplatte gleicht. Durch Anklicken eines dieser Verzeichnisse verbindet Sie Gopher entsprechend weiter. F├╝r Gopher wurde ein eigenes Suchwerkzeug entwickelt. Mit dem Suchprogramm Veronica (Very Easy Rodent Oriented Netwide Index to Computerized Archives) ist es Ihnen m├Âglich, nach ganz bestimmten Informationen zu suchen.

3.2.9.3 WAIS - World Area Information Service
WAIS bietet Ihnen eine gezielte Suche nach Informationen in Datenbanken. Als Datenbank kann man sich dabei das ganze Internet vorstellen. WAIS ├╝bernimmt dabei das weltweite navigieren.

3.3 FTP (File Transfer Protocol)

3.3.1 Programme und Informationen zur sofortigen Verf├╝gbarkeit
File Transfer, das ist die ├ťbertragung von Dateien von einem auf einen anderen Computer. Diese ├ťbertragung funktioniert dann, wenn beide Computer die gleiche "Sprache" sprechen. Mit dem "File Transfer Protocol" ist dies m├Âglich. Die meisten Daten im Internet sind auf FTP - Servern abgelegt. Um diese nun herunterladen zu k├Ânnen m├╝ssen diese mittels FTP auf Ihren PC kopiert werden. Wenn Sie mit Ihrem PC via Internet eine Verbindung zu solch einem FTP - Server herstellen, machen Sie ein "anonymes Login", das heisst, Sie verwenden als User - ID (=Benutzeridenifikation) den Namen "Anonymus". Damit haben Sie auf alle frei zug├Ąnglichen Verzeichnisse dieses FTP - Servers Zugriff.


3.3.2 Der Transfer - Modus
Im Internet sind Computer verschiedenster Klassen im Einsatz, die alle Ihre eigene Form der Datenspeicherung haben. Es muss sichergestellt sein, dass Daten, die auf einem FTP - Server (z.B. Unix - Rechner) gespeichert wurden, auf Ihren Windows - PC lesbar bzw. weiterverarbeitbar sind. Aus diesem Grunde k├Ânnen Sie zwischen den beiden Transfer - Modi "ASCII" und "Binary" w├Ąhlen.

3.3.3 Der ASCII - Modus
wollen Sie eine Textdatei auf Ihren PC ├╝bertragen, w├Ąhlen Sie den ASCII - Modus. Dabei werden die Daten nicht direkt im Bin├Ąrcode versandt, sondern es wird Zeichen f├╝r Zeichen ├╝bertragen und in Ihre Systemsprache richtig ├╝bersetzt.

3.3.4 Der Binary - Modus
Im Fall der ├ťbertragung einer Programm - oder Grafikdatei, w├Ąhlen Sie den Binary - Modus. In diesem Fall wird Bit f├╝r Bit ├╝bertragen, und die Datei liegt dann auf beiden Systemen vollkommen identisch vor. Dabei m├╝ssen Sie aufpassen, dass Sie beispielsweise jene Programmdatei ├╝bertragen, die passend f├╝r Ihr System ist. Dies ist durch die Endung am Programmnamen sehr einfach zu erkennen.

3.4 Usnet Newsgroups - Diskussionsforen im Netz
Derzeit existieren im Internet weltweit Tausende Diskussionsforen zu allen m├Âglichen Themen. Diskutiert wird in den Bereichen Forschung und Wissenschaft, Gesellschaft, Sport, Unterhaltung, aktuellen Tagesthemen und vieles mehr. Die Sammlung von mehreren Beitr├Ągen zu einem ganz bestimmten Thema wird als Newsgroup bezeichnet. Jeder Internet - Teilnehmer kann grunds├Ątzlich in jede Newsgroup seinen Beitrag zu dem jeweiligen Thema hineinstellen, der dann einige Wochen den interessierten Lesern zur Verf├╝gung steht.

3.5 IRC - Online Unterhaltung mit dem Rest der Welt
IRC (Internet Relay Chat) kann am besten mit dem Amateurfunk verglichen werden. Mehrere Teilnehmer sprechen in diesem Fall nicht akustisch, sondern visuell via Computer miteinander. Jede von den einzelnen Teilnehmern verfasste Nachricht erscheint auf den Bildschirmen der anderen Teilnehmer. In einer eigenen Spalte am Monitor erkennen Sie zu jeder Zeit, wenn sich ein Teilnehmer in die vergn├╝gliche Runde dazugesellt oder diese verl├Ąsst. Die Teilnehmer geben sich in den meisten F├Ąllen mit Ihrem "Nickname" (Spitznamen) zu erkennen. Will man einen bestimmten Teilnehmer direkt ansprechen, stellt man am besten den Spitznamen an die erste stelle und verfasst dann seine Nachricht. Fehler in der Rechtschreibung oder der Satzstellung (vor allem beim internationalen Chat in Englisch) k├╝mmert dabei niemanden.

4. Wie komme ich zu einem Internet - Anschluss?

4.1 Ohne Internet - Anschluss geht gar nichts
Um endlich "lossurfen" zu k├Ânnen, ben├Âtigen Sie einen Personal Computer, ein Modem und die Berechtigung, in das Internet einsteigen zu k├Ânnen. Diese Berechtigung (Account) erhalten Sie auf sehr unb├╝rokratische Weise bei den Internet - Providern. Diese Provider stellen - gegen Entgelt - die Leitungen bzw. Ihren Anschluss in das Internet zur Verf├╝gung.

4.2 Welche Anschl├╝sse gibt es?
Ein einfacher PC wird meist durch eine direkte TCP/IP - Anbindung in das Internet "geschaltet". Um diese TCP/IP - Verbindung f├╝r einen PC ├╝ber die Telefonleitung und Modem bzw. ISDN herstellen zu k├Ânnen, wird noch ein zus├Ątzliches Protokoll ben├Âtigt. Dies ist das sogenannte SLIP - Protokoll (Serial Line Interface) oder das neuere PPP - Protokoll (Point to Point Protocol). Diese Protokolle sind meist in Ihrem Betriebssystem integriert.

4.3 Was kostet das Internet und wer kassiert wof├╝r?
Geb├╝hren bekommen Sie einerseits vom Netzbetreiber (also Swisscom / Telekom) f├╝r die zur Verf├╝gung gestellte Telefonleitung - wie eben bei einem Telefongespr├Ąch auch - verrechnet. Anderseits stellt Ihnen der jeweilige Internet - Provider ebenfalls die von ihm zur Verf├╝gung gestellten Leitungen in Rechnung. Diese Leitungen verbinden alle anderen Provider - und damit Sie - mit dem Rest der Welt.

4.4 Die unterschiedliche Abrechnung der Provider
Die Verrechnung der Provider ist unterschiedlich. Einige bieten eine etwas h├Âhere monatliche Grundgeb├╝hr an, daf├╝r ist in dieser Geb├╝hr die Online - Zeit frei. Sie k├Ânnen sich theoretisch 24 Stunden am Tag in das Netz einw├Ąhlen, ohne dass dabei h├Âhere Kosten beim Provider entstehen. Eine andere Variante w├Ąre eine niedrige Grundgeb├╝hr, die eine gewisse freie Online - Zeit beinhaltet, also zum Beispiel 10 Stunden. Dar├╝ber hinausgehende Online - Zeit wir dann minutenweise oder stundenweise abgerechnet. Vor allem bei Internet - Anschl├╝ssen von gr├Âsseren Unternehmen (LAN - Anschl├╝ssen) gibt es auch die auch noch die Variante, wo nach transportiertem Datenvolumen abgerechnet wird. So sind zum Beispiel in der monatlichen Grundgeb├╝hr ein gewisses Datenvolumen von beispielsweise 250 MB inklusive. Jedes weitere MB wird verrechnet. Dies bietet zum Beispiel die Cablecom an. Seit einiger Zeit sind die Internet - Accounts auch gratis, wenn bestimmte Bedingungen erf├╝llt sind. Z.B. eine Mitgliedschaft.

5. Netiquette - Einige Regeln im Internet

5.1 Sie kommunizieren mit Menschen, vergessen Sie das nie!
Sobald Sie sich in das Netz st├╝rzen, haben Sie es zu einem grossen Teil nur mit E - Mail - Adressen, sonst aber mit mehr oder weniger unbekannten Personen zu tun - obwohl sich aus Internet - Kontakten schon Freundschaften entwickelt haben, ohne dass sich die Leute pers├Ânlich kennen gelernt haben. Vergessen Sie also eines nie: Es sind Menschen, die am anderen Ende der Welt Ihre E - Mail empfangen und lesen! Seien Sie daher h├Âflich wie im t├Ąglichen Leben, denn gerade im Netz gilt: "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus." Es k├Ânnten viele tausend Internet - Benutzer Ihre Nachricht lesen - und eine Reaktion (aber meist sehr viele!) auf eine eventuelle Unh├Âflichkeit ist Ihnen sicher. Lesen Sie Ihre Nachricht lieber einmal zu oft durch, ob alles in Ordnung ist, bevor Sie diese abschicken. Trotzdem st├Âsst man, zum Beispiel in Newsgroups, immer wieder auf inhaltliche Differenzen, die oft zu Wortgefechten f├╝hren. Diese Art der gegenseitigen Beschimpfung im Netz wird "Flaming" genannt.

5.2 Vorsicht bei dem, was Sie ├╝ber andere sagen

Die ├Âffentlichen Diskussionsforen k├Ânnen von allen Teilnehmern gelesen werden. Sollten Sie also zum Beispiel ├╝ber eine bestimmte Organisation negativ berichten, so kann dies f├╝r diese Organisation grossen wirtschaftlichen Schaden bedeuten. Sie k├Ânnten dann m├Âglicherweise von dieser Organisation vor Gericht zitiert werden und sich mitten in einem sicherlich lange dauernden Rechtsstreit ├╝ber den unlauteren Wettbewerb in elektronischen Medien wiederfinden.

5.3 Fassen Sie sich kurz
Die Teilnehmer im Internet sind es gewohnt, durch eine E - Mail nur reine Information zu erhalten. Vermeiden Sie blumige Ausdrucksweisen, Erkl├Ąrungen die sich ├╝ber mehrere Zeilen ziehen und im wesentlichen nichts aussagen, Satzkonstruktionen, die unendlich viele Kommas beinhalten etc. Dies alles erh├Âht das Datenvolumen Ihrer Nachricht und tr├Ągt nicht zum leichteren Verst├Ąndnis Ihrer Information bei, oft ist sogar das Gegenteil der Fall. Um die Nachricht noch kleiner zu halten, sollte sie im "nur Text" - Format und nicht HTML - Formatiert gesendet werden. HTML - Mails k├Ânnen sowieso nicht von jeder Software gelesen werden.

5.4 Die Sprache ist - zumindest weltumspannend - Englisch
Es bleibt jedoch Ihnen ├╝berlassen, welche Sprache Sie w├Ąhlen. So werden Sie Ihre E - Mail an einen Gesch├Ąfspartner oder Freund innerhalb des deutschsprachigen Raumes vermutlich in deutscher Sprache verfassen. Das gleiche gilt nat├╝rlich auch f├╝r Newsgroups oder IRC - Kan├Ąle, die nur nationale Bedeutung haben und f├╝r Sie auch als solche eindeutig zu erkennen sind.

5.5 Die Signature - verwenden Sie Ihre Unterschrift
Diese Unterschrift stellt sozusagen Ihre Visitenkarte im Netz dar und sollte jeder Nachricht in den Newsgroups oder einem E - Mail beigef├╝gt werden. Die meisten Programme erlauben es, solche Unterschriften nach einmaliger Definierung automatisch einzuf├╝gen. Es k├Ânnen auch ganze Visitenkarten, sogenannte "Vcards" hinzugef├╝gt werden. Diese sind jedoch nicht sehr beliebt, da sie die Nachricht unn├Âtig verl├Ąngern und nicht jedes Mal wieder n├Âtig sind. Die Unterschriften sollten in jedem Fall Ihren Namen und Ihre E - Mail - Adresse beinhalten. Aber auch Ihre Telefonnummer bzw. Ihre Faxnummer k├Ânnen hilfreich sein, da Sie dadurch eventuell auch zu einem pers├Ânlichen Gespr├Ąch erreichbar sind. Sehr h├Ąufig sieht man auch Unterschriften, die k├╝nstlerische Zeichnungen - zusammengestellt aus Zeichen der Tastatur - enthalten oder Zitate schlauer Zeitgenossen, die dem Versender der E - Mail als wertvoll zur Verbreitung erscheinen. Selten sieht man auch eingescannte handschriftliche Unterschriften. In den meisten F├Ąllen ist die Unterschrift oft l├Ąnger als die eigentliche Nachricht. Wenn m├Âglich, vermeiden Sie das, es belastet nur unn├Âtig das Netz! Wenn Sie daran wirklich Spass finden, gehen Sie mit den verwendeten Zeichen zumindest sparsam um.


5.6 Smileys
Ein Scherz kann im Internet ganz sch├Ân in die "Hose" gehen, da der Empf├Ąnger einer E - Mail eine bestimmte Formulierung, die Sie als Scherz meinen, v├Âllig anders verstehen kann. Er kann ja Ihre K├Ârpersprache und Ihre Mimik nicht sehen, ihm liegen zur Beurteilung Ihrer Nachricht nur W├Ârter, zusammengestellt in S├Ątzen, vor. Sollten Sie also eine Formulierung ironisch meinen, setzen Sie am Ende des Satzes einen Smiley. Dieser gibt Ihre Gef├╝hlsstimmung wieder und ├╝bertr├Ągt so auch die Nachricht "zwischen den Zeilen". Diese Zeichenfolgen nennt man auch "Emoticon", also Icons (=Symbole), die Emotionen andeuten. Smileys gibt es f├╝r alle Situationen. Ein Smiley ist eine Folge von Zeichen, die auf der Tastatur vorhanden sind und mit linksgeneigtem Kopf ein Gesicht ergeben. Hier einige Smileys:
: - ) l├Ąchelnder Smiley
: - ( trauriger Smiley
; - ( weinender Smiley
: - O erstaunt (oder schockiert)
; - ) augenzwinkernder Smiley
% - ( verwirrter Smiley
: - ] sarkastisch

5.7 H├Ąufig vorkommende Abk├╝rzungen
Immer wieder finden Sie in Newsgroups, E - Mails und auch im IRC Abk├╝rzungen f├╝r h├Ąufig verwendete Phrasen. Hier einige Beispiele:
AFAIK = as far as I know = soweit ich weiss
AISI = as I see it = wie ich das sehe
B4 = before = zuerst
EOD = end of discussion = Ende der Diskussion
FYI = for your information = zu deiner Information
IAC = in any case = in jedem Fall
IC = I see = ich verstehe
IMHO = in my humple opinion = meiner bescheidenen Meinung nach
LOL = laughing out perfect = da kann ich nur lachen
TNX = thanks = Danke

5.8 Beanspruchen Sie das Netz nicht mehr als wirklich n├Âtig
Mit dem Internet kann man, wie in den vorangehenden Kapiteln erkl├Ąrt, Programme, Grafiken, Texte und noch vieles mehr von den verschiedenen Datenservern in der ganzen Welt auf den eigenen Computer "herunterladen". Hier einige Grundregeln dazu:
    Nutzen Sie m├Âglichst die r├Ąumlich n├Ąchstgelegene Quelle ├ťbertragen Sie Daten erst, wenn Sie definitiv wissen, dass Sie diese auch ben├Âtigen Benutzen Sie das Internet nicht als Mailingsinstrument f├╝r Massensendungen

6. Voraussetzungen zum Einstieg

Um eine Online - Verbindung in das Internet zu bekommen, sind wenige Voraussetzungen notwendig, die im folgenden aufgelistet sind:
6.1 Der Computer
Die folgenden Anforderungen gelten f├╝r Windows - Systeme, da diese am weitesten verbreitet sind:
Windows 3.x
    CPU: 80486 oder h├Âher Taktfrequenz: 33 Mhz oder h├Âher Hauptspeicher: 4 MB oder mehr Festplattenspeicher: ab ca. 5 MB
Windows 95/98
    CPU: Pentium oder h├Âher Taktfrequenz: 75 Mhz oder h├Âher Hauptspeicher: 16 MB oder mehr Festplattenspeicher: ca. 50 MB

Generell kann gesagt werden: je mehr - oder je neuer die Technologie, desto besser. Diese Angaben gelten jedoch nicht nur speziell f├╝r die Benutzung von Internet, sondern generell (ausser Festplattenspeicher) f├╝r die Benutzung der heute zur Verf├╝gung stehende Betriebssysteme und Anwender - Software der neueren Generation

6.2 Das Modem / ISDN - Adapter
Das Modem stellt die W├Ąhlverbindung zwischen Ihrem Computer und dem Provider her. Wenn Sie sich ein neues Modem kaufen, so beachten Sie die Daten├╝bertragungsrate. Ihr neues Modem sollte auf jeden Fall den neuen V.90 - Standart mit 56.000 bps unterst├╝tzen. Bei einem ISDN - Adapter f├Ąllt diese Kriterium weg, da diese ausnahmslos mit 64.000 bps funktionieren. Sie sind in der Regel etwas teuerer als die herk├Âmmlichen Modems. Das Modem oder der ISDN - Adapter werden an eine serielle Schnittstelle (COM) des Computers angeschlossen. Beachten Sie also, dass eine solche Schnittstelle auch zur freien Verf├╝gung steht. Oft ist n├Ąmlich, falls Sie keine PS/2 - oder USB - Maus haben, der COM1 - Anschluss bereits von einer seriellen Maus belegt. Der COM2 ist meistens noch frei, falls er nicht von einem anderen Ger├Ąt genutzt wird. Im Ausnahmefall, wenn beide Anschl├╝sse belegt sind, m├╝ssen Sie sich eine Schnittstellenkarte f├╝r einen COM3 besorgen.

6.3 Die Software
Jegliche Software, die Sie zur Benutzung f├╝r das Internet ben├Âtigen ist kostenlos erh├Ąltlich. Am popul├Ąrsten sind der Microsoft Internet Explorer und der Netscape Navigator. Beide sind im Internet oder auf CD’s von PC - Zeitschriften erh├Ąltlich.

6.4 Die Kenntnisse
Wenn Sie bisher einen Computer unter Windows oder einer ad├Ąquaten Benutzeroberfl├Ąche bedient haben, sollte es Ihnen nach einer kurzen Einarbeitungszeit sehr leicht fallen, die einzelnen Internet - Programme zu bedienen. Falls dies nicht der Fall ist, w├╝rde ich einen Grundkurs f├╝r die Bedienung von Computern empfehlen.

6.5 Der Internet - Anschluss

Sie sollten einen Provider w├Ąhlen, der - von Ihrem Standort aus gesehen - in der N├Ąhe ist. Dieser sollte sich in der Telefontarifszone "Ortstarif" befinden. Z.B. "the blue window" ist ├╝berall in der Schweiz zum Ortstarif erreichbar. Im weiteren sollten Sie beachten, ob dieser Provider bereits V.90 mit 56.000 bps oder ISDN mit 64.000 bps unterst├╝tzt. Auch die Kosten, wie in Punkt 4.4 besprochen, sollten beachtet werden.

GLOSSAR

Account
Zugangsberechtigung zu einem Online - Dienst oder ganz allgemein zu einem Computer
Analog
Die Darstellung von Daten in einem schwachen oder starken elektrischen Signal
Bandbreite
Mass der ├ťbertragungseinheit, im digitalen Bereich in bps (bits per second) angegeben
Basisanschluss
Ein ISDN - Anschluss besteht aus zwei Basisanschl├╝ssen (B - Kan├Ąle) zu jeweils 64 kbps
Baudrate
Geschwindigkeit der ├ťbertragung
Bit
Kleinste Einheit f├╝r Daten; es sind zwei Zust├Ąnde m├Âglich: null und eins
Bps
Bits per second; Einheit der ├ťbertragungsgeschwindigkeit
Browser
Eine Software, die das Navigieren im Web und das Lesen von WWW - Seiten erm├Âglicht
Byte
Ein Byte besteht aus acht Bit. Jeder Buchstabe bzw. jedes Zeichen wird durch ein Byte dargestellt
Client
Als Client werden jene Computer verstanden, die von einem anderen Computer Dienste in Anspruch nehmen
Datex - P
Die Daten werden in kleine Einheiten (Pakete) ├╝ber ein Netz ├╝bertragen
DF├ť
Datenfern├╝bertragung. Austausch von Daten zwischen zwei Computern, die eine gr├Âssere Entfernung voneinander stehen
Domain
Bestandteil einer E - Mail - Adresse im Internet
Einloggen
Ein "Login" machen -> Login
E - Mail
Elektronische Post, ├ťbermittlung von Nachrichten via Computernetz
File - Transfer
Das ├ťbertragen von Dateien per Datenfern├╝bertragung
Firewall
Sicherheitssystem (bestehend aus einem eigenen Computer), dass Eindringen und Abfragen von Daten durch unerw├╝nschte Personen verhindern soll
Flame
Ein pers├Ânlicher Angriff bzw. Beleidigung
Freeware
Software, die kostenlos benutzt werden kann
FTP
File Transmission Protocol, ein Protokoll zur Daten├╝bertragung zwischen zwei Computersystemen
Homepage
Internetseite mit Informationen
Host
Ein Grosscomputer im Netzwerk
HTML
Hyper Text Markup Language, eine Art Programmiersprache zum Erstellen von Web - Pages
HTTP
Hyper Text Transmission Protocol, ein Protokoll zur ├ťbertragung von in HTML erstellten Web - Pages
Hypertext
In Dokumenten, die mit Hypertext erstellt wurden, ist es durch einfachen Mausklick m├Âglich, in markierten Textsstellen Querverweise in andere Dokumente herzustellen
Internet
Verbindung von Netzwerken, die mit dem TCP/IP - Protokoll miteinander kommunizieren
IP
Internet Protocol, ein ├ťbertragungsstandart
ISDN
Integrated Services Digital Network - eine digitale ├ťbertragung auf den Fernsprechleitungen. Ein ISDN - Anschluss besteht aus zwei B - Kan├Ąlen (64 kbps) zur ├ťbertragung und einem D - Kanal (16 kbps) zur Steuerung
Kbp/s
├ťbertragungsgeschwindigkeit, ein kbit = 1024 Bit/Sekunde
LAN
Local area network; lokales Rechnernetz
Link
Verbindung; in einem Hypertextdokument stellt ein Link eine Verbindung zu einem anderen Dokument dar
Login
Am Computer anmelden
Logout
Vom Computer abmelden
Mailbox
In einer Mailbox werden versandte Daten gesammelt und an den Empf├Ąnger weitergegeben
MIME
Multipurpose Internet Mail Extension; eine Verfahrensfestlegung der ├ťbertragung von bin├Ąren Dateien mit E - Mail
Modem
MODulator - DEModulator; das Modem konvertiert digitale Daten in analoge Signale (Modulation), um beim Empf├Ąnger wieder in digitale Daten umgewandelt zu werden (Demodulation)
Newsgroup
Diskussionsforum zu einem bestimmten Thema im Internet, oft auch als "Schwarzes Brett" bezeichnet
Node
Rechner, der zum Internet Zugang hat
Online
Wenn die Verbindung zwischen zwei Computern ├╝ber die Fernsprechleitung aufrecht ist, so spricht man von online
Online - Dienst
Es werden mehrere Dienste ├╝ber Datennetze zur Verf├╝gung gestellt (E - Mail)
POP
Post Office Protocol; eine Verfahrensfestlegung zur ├ťbertragung von E - Mail im Internet
POPs
Point of present; ein Provider hat oft mehrere lokale Einwahlpunkte in das Fernsprechnetz
PPP
Point to Point Protocol; eine Verfahrensfestlegung von TCP/IP ├╝ber eine serielle Leitung
Protocol
Protokoll; Eine Verfahrensfestlegung bzw. die genau Festlegung f├╝r den generellen Austausch von Daten auf Netzwerken
Provider
Anbieter von Internet - Zug├Ąngen
Server
Zentraler Computer, der Dienste oder Daten f├╝r den Client zur Verf├╝gung stellt
Shareware
Software, die man kostenlos probieren kann; nach einer bestimmten Zeit muss diese allerdings bei Weiterben├╝tzung bezahlt werden
SLIP
Serial Line Internet Protocol; eine Verfahrensanweisung, um TCP/IP ├╝ber eine serielle Verbindung zu betreiben
SMTP
Simple Mail Transfer Protocol; Verfahrensanweisung zur ├ťbertragung von E - Mail im Internet
Standleitung
Eine Datenverbindung die jederzeit zur Verf├╝gung steht
TCP/IP
Transmission Control / Internet Protocol; Verfahrensanweisung zum Datenaustausch in Netzwerken
├ťbertragungs - protokoll
Regeln, die zur Daten├╝bertragung generiert worden sind
├ťbertragungs - rate
Mass ├╝ber Anzahl der m├Âglichen ├ťbermittlung von Daten in einem bestimmten Zeitraum
Upgrade
Hochr├╝sten auf eine neuere Hardware - Technologie bzw. neuere Software - Version
Usenet
Das weltweite E - Mail - und Nachrichtennetz
User
Computerbenutzer
UUCP
Unix to Unix Copy Protocol: ein Protokoll zur ├ťbertragung von Daten im Usenet
Veronica
Volltextsuchdienst im Gopherspace
Virus
Computervirus; ein Programm, das zum Beispiel Daten unwiderruflich zerst├Âren kann
WAN
Wide Area Network; mehrere Computer, die ├╝ber das Telefonnetz, meist Standleitungen, verbunden sind und so Daten austauschen k├Ânnen
Web - Page
Eine Seite im WWW
Webspace
Der Speicherplatz, den eine Web - Seite bzw. eine ganze Webanwendung, die am Netz abrufbar ist, beansprucht
WWW (W3)
World Wide Web; weltweites Multimedia - Netz, das auf Hypertext basiert
X.25
CCITT - Protokollempfehlung f├╝r den Austausch von Daten in paketorientierten Diensten
X.400
CCITT - Empfehlung f├╝r den Austausch von E - Mails
X.500
CCITT - Empfehlung zu technischen Definition f├╝r die Wartung von Dateien und Verzeichnissen

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