Der erste und zweite Golfkrieg

Der I und II Golfkrieg


Ist der Golf, der Perser (Iraner) und Araber (Iraker), sunnitische (Perser) und schiitische (Araber) Siedlungsgebiete von einander trennt, der Persische oder arabische Golf?. Diese Frage deutet auf mehr als nur auf ein Problem.

Zuerst ein kurzer geschichtlicher √úberblick √ľber die beiden betroffenen Staaten.:

Zuerst der Irak: Das Zweistromland wurde 600 n. Ch. von den Arabern erobert und Irak genannt. 1968 errang die Baath Partei die Oberhand und betrieb eine Politik in enger Anlehnung an die Sowjetunion. Im Juli 1979 trat das Staatsoberhaupt Al Bakr zur√ľck und sein bisheriger Stellvertreter Saddam Hussein wurde Nachfolger. Gleich zu Beginn seiner Regierung wurde hochrangige Mitglieder der Baath Partei wegen angeblicher Vorbereitung eines Staatsstreiches verhaftet, hingerichtet und teils zu Freiheitsstrafen veurteilt.

Jetzt kurz die iranische Geschichte: Der Iran ist Persien. Die moderne Entwicklung Persiens begann 1934 unter der Dynastie der Pahlawiden. Unter dem ersten Schar wurde ein beschleunigter Prozess der Enteignung der Kleinbauern durchgef√ľhrt und 1941 wurde der Schar durch Ann√§herungsversuche an das Nationalsozialistische Deutschland von den Aliierten verbannt zugunsten seines Sohnes, Schah Mohammad Resa Pahlawi. Unter ihm wurde die Erd√∂lindustrie stark in den Vordergrund gebracht mit deutlichen wirtschaftlichen und sozialen Reformen. Es kam aber zu Differenzen mit der schiitischen Geistlichkeit, welche Widerstand gegen die Modernisierung leistete. Dies f√ľhrte letztlich zum Scheitern des Schahregimes und er musste das Land verlassen. Daraufhin kam es R√ľckkehr des Kopfes der Revolution, des Schiitenf√ľhrers Ajatollah Chomaini aus dem Pariser Exil.

Wie ihr jetzt bei dieser Geschichte geh√∂rt habt, wird seit 1979 der Irak von Saddam Hussein und der Iran von Ajatollah Chomaini regiert. Dies ist f√ľr die Golfkriege sicher entscheidend, denn genau mit ihrer Macht√ľbernahme begann nicht nur innenpolitischer Aufruhr mit Gewaltaus√ľbung, sondern gleichzeitig 1980 der erste Golfkrieg.


Doch nun zum ersten Golfkrieg (1980 - 88)

Der persisch - arabische Gegensatz war schon seit der Gr√ľndung des Irak 1921 immer offenkundig gewesen, war er doch nichts anderes als die aktuelle Fortsetzung des alten Kulturkonflikts am Zagros, der zuvor auch das Verh√§ltnis zwischen Osmanen und Persern beherrscht hatte.
Der Krieg zwischen dem Irak und Iran, um die Vorherrschaft am Pers. Golf, wurde durch den Einmarsch irakischer Streitkr√§fte in die iranische Provinz Chusestan verursacht. Anlass des Angriffes war der Versuch Iraks, den 1975 vertraglich festgelegten Grenzverlauf am Schatt Al Arab zu √§ndern. Nachdem die irakischen Truppen im Oktober 1980 Teile Chusestan erobert und im Dez. 1980 in Kurdistan eine zweite Front errichtet hatte, gelang es den iran. Streitkr√§ften bis Mai 1982, fast die Gesamtheit der von den Irakern besetzten iran. Gebiete zur√ľckzuerobern. In den folgenden Jahren (bis 1988) entwickelte sich ein Abnutzungskrieg, in dem die (dank ausl√§nd. Hilfe) bessere Bewaffnung der irak. Truppen (bes. mit Flugzeugen) der zahlenm√§√üige √úberlegenheit der iran. Streitkr√§fte gegen√ľberstand. Beide Seiten bezichtigten sich des Gebrauchs chem. Waffen. Mit der Blockade der Insel Charg, die der Iran als Verladestation f√ľr seinen Erd√∂lexport dient, leitete Irak 1982 den Wirtschaftskrieg ein, der sich 1984 zu beiderseitigen Angriffen auf Erd√∂ltanker steigerte (›Tankerkrieg‹).
Im selben Zeitraum begann der Irak mit der Bombardierung iran. St√§dte, die der Iran mit Luftangriffen auf irak. St√§dte beantwortete (›St√§dtekrieg‹). Von Anfang an stand der Golfkrieg in Gefahr, sich international auszuweiten. Die Gef√§hrdung der Transportwege durch den Golfkrieg f√ľr das in der Golfregion gef√∂rderte und exportierte Erd√∂l nahmen vor allem die USA, sp√§ter auch Gro√übritannien und Frankreich zum Anlass, Flotteneinheiten in den Golf zu entsenden. Seit 1987 gerieten amerikan. Kriegsschiffe, die unter US - Flagge fahrenden kuwait. Tankern Geleitschutz boten, in Kampfhandlungen mit iran. Seestreitkr√§ften.
Mit Resolutionen und Vermittleraktionen suchte die UN den Krieg zu beenden, scheiterte jedoch lange Zeit an der Unnachgiebigkeit beider Seiten. Nach langwierigen Bem√ľhungen des UN - Generalsekret√§rs J. P√©rez de Cu√©llar einigten sich Irak und Iran 1988 auf einen Waffenstillstand.

2.Golfkrieg (1991)
Dieser hielt jedoch nicht lange an, denn schon im J√§nner 1991 kam es zum Zweiten Golfkrieg, da Saddam Hussein sich nicht aus dem 1990 eroberten Kuweit zur√ľckzog. Daraufhin kam es Mitte Januar zu ersten Luftangriffen der USA gegen den Irak um Kuweit zu befreien. Noch am ersten Tag des Angriffs der Alliierten begann Hussein die "Mutter aller Schlachten", und am n√§chsten Tag wurde deutlich was er damit meint: F√ľnf irakische Scud - Raketen schlugen im Gebiet von Tel Aviv, Hafia und dem Westjordanland ein. Dieses Bombardement setzten sich in den n√§chsten Tagen fort. Die Raketen konnten jedoch gr√∂√ütenteils von den Patriot - Raketen der Alliierten abgefangen werden. Wie skrupellos Saddam Hussein jedoch ist, muss die Welt dann feststellen, als Hussein anfing √Ėlf√∂rderanlagen zu zerst√∂ren und in Brand zu setzen.
Am 23 Januar kam es zu ersten Scharm√ľtzeln an der Grenze zwischen dem besetzten Kuweit und Saudi Arabien, bei denen einige amerikanische Infantiristen verwundet wurden.
Dass Saddam Hussein vor nichts zur√ľckschreckt um den Krieg zu gewinnen, sieht man, als er am 25 J√§nner begann √Ėl in den persischen Golf zu pumpen. Man f√ľrchtete sich vor einer √∂kologischen Katastrophe, da sich der √Ėlteppich immer weiter ausbreitete.
Während des ganzen Krieges versicherte der Iran seine Neutralität und dass keine militärischen Flugzeuge, bis nach dem Krieg, aus dem Iran starten.
Am 30 J√§nner begann die Generalprobe der weltweit gef√ľrchteten Landschlacht. Irakische Infanteristen dringen in Kuweit etwa 20 Kilometer nach S√ľden auf Saudisches Terretorium vor. Soldaten Saudiarabiens und auch Amerikaner schlagen in einem ann√§hernd 2 Tage dauernden Kampf die Iraker wieder zur√ľck.
Die Iraker, die schon ihre Flugzeuge im Iran in Sicherheit gebracht hatten, wollten nun auch 30 Kriegsschiffe, im Iran unterbringen, die jedoch von der Koalition zerstört wurden.
Am 2 Februar versch√§rften die Alliierten ihre Bombardierungen im Raum von Bagdad, Nordirak und auch im S√ľdirak, um den Infanteristen den Weg zu ebnen. Die anf√§ngliche Hoffnung der Alliirten auf eine Bodenoffensive verzichten zu k√∂nnen, da sie durch die klimatischen Bedingungen, die Temperaturen und Sandst√ľrme, vor fast unl√∂sbare Aufgaben gestellt wurden, wurde vernichtet.
Seit dem 21. Februar hatten sich die Bodenkämpfe verschärft. Kurz bevor Bush den Befehl zum Angriff geben lässt, werden Berichte von Exil - Kuweitern bekannt, die von neuen schweren Greueltaten der irakischen Soldaten in Kuweit - City berichten. Die "Mutter aller Schlachten" tritt in ihre letzte, entscheidende Phase.

Sonntag 24. Februar 1991. In den fr√ľhen Morgenstunden greifen die Alliierten auf einer breite von mehr als dreihundert Kilometern von S√ľden her den Irak an. Beteiligt sind an diesem ersten Ansturm neben den Amerikanern, Truppen aus Gro√übritannien, Frankreich, Saudi - Arabien, √Ągypten, Syrien, Kuweit und den √ľbrigen arabischen Golf - Staaten. Der Landangriff wurde durch massives Feuer der amerikanischen Schlachtschiffe vom Meer aus unterst√ľtzt. Zu Lande sto√üen die Infanterieverb√§nde in f√ľnf gro√üen Teilen nach Norden vor. Zwei Divisionen der amerik. Marineinfanterie dringen von Kuweits S√ľdgrenze in das besetzte Land ein. Weiter westlich und √∂stlich sind es saudisch, √Ągyptische und kuweitische Truppen, die um die Stadt Wafra k√§mpfen. Eine britsche Panzerdivision und das VII amerikanische Korps f√ľhren den Hauptsto√ü gegen die republikanische Garde in der N√§he von BASRA. Weiter westlich k√§mpfen amerik. Soldaten um einen Vorsto√ü bis zum Euphrat zu erreichen.
Erst am zweiten Tag wird der Widerstand der Iraker heftiger, aber bei weitem nicht so schlimm wie bef√ľrchtet. Nur die in Brand gesetzten √Ėlanlagen sind zu einem gigantischen Inferno angewachsen. An diesem Tag erreichen die Truppen die Stadt Dschahra und Kuweit City.
Die Gegenwehr der irakischen Truppen ist gering, statt dessen konzentrieren sich die Besatzer darauf das Land, vor ihrem R√ľckzug, gr√ľndlich zu verw√ľsten. Am Abend des 25. Februar wurde ein amerikanisches Quatier von einer Bombe getroffen, wobei 28 Soldaten get√∂tet und 98 schwer verlezt wurden. Am Morgen des 26. Februar l√§sst Saddam Hussein bekannt geben, dass er seinen Truppen den Befehl zum R√ľckzug aus Kuweit gegeben hat. Wie sich sp√§ter herausstellte, nur um Zeit zu gewinnen, seine Truppen auf ein leztes Gefecht vorzubereiten. Am Flughafen im S√ľden der Stadt Kuweit kommt es zu einem fast 2 Tage andauernden Panzergefecht, zwischen einer irakischen Eliteinheit und Amerikanern, bis sich der Irak endg√ľltig geschlagen gibt.
Am 26. Februar erreichen die alliierten Truppen den Euphrat, wo sie 100.000 irakischer Elitetruppen eingekreist haben. Es kommt zu einer neuerlichen Panzerschlacht, in der fast alle irakischen Panzer vernichtet werden.
Am 27. Februar kommt es zwar noch zu einige Gefechten, doch der Krieg ist f√ľr die Armeen der Koalition bereits gewonnen.
Am Abend des 27. Februar enden die Kämpfe des zweiten Golfkrieges, bis am 9. April 1991 ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen wurde.

Golfkrieg, Bez. f√ľr 2 Kriege im Bereich des Persischen Golfs:
1. Golfkrieg (1980 - 88)
Krieg zw. Irak und Iran im Bereich des Pers. Golfs, ausgel√∂st 1980 durch den Einmarsch irak. Streitkr√§fte in die iran. Prov. Chusestan. Anlass des Angriffs war der Versuch Iraks, den 1975 vertraglich festgelegten Grenzverlauf am Schatt Al Arab zu √§ndern. Nachdem die irak. Truppen im Okt. 1980 Teile Chusestans (u.)a. die Stadt Chorramschahr) erobert und im Dez. 1980 in Kurdistan eine ›zweite Front‹ errichtet hatten, gelang es den iran. Streitkr√§ften bis Mai 1982, fast die Gesamtheit der von den Irakern besetzten iran. Gebiete zur√ľckzuerobern. In den folgenden Jahren (bis 1988) entwickelte sich ein Abnutzungskrieg, in dem der (dank ausl√§nd. Hilfe) besseren Bewaffnung der irak. Truppen (bes. mit Flugzeugen) die zahlenm√§√üige √úberlegenheit der iran. Streitkr√§fte gegen√ľberstand. Beide Seiten bezichtigten sich des Gebrauchs chem. Waffen. Mit der Blockade der Insel Charg, die Iran als Verladestation f√ľr seinen Erd√∂lexport dient, leitete Irak 1982 den Wirtschaftskrieg ein, der sich 1984 zu beiderseitigen Angriffen auf Erd√∂ltanker steigerte (›Tankerkrieg‹). Im selben Zeitraum begann Irak mit der Bombardierung iran. St√§dte, die Iran mit Luftangriffen auf irak. St√§dte beantwortete (›St√§dtekrieg‹). Von Anfang an stand der G. in Gefahr, sich international auszuweiten. Die Gef√§hrdung der Transportwege durch den G. f√ľr das in der Golfregion gef√∂rderte und exportierte Erd√∂l nahmen v.)a. die USA, sp√§ter auch Gro√übritannien und Frankreich zum Anlass, Flotteneinheiten in den Golf zu entsenden. Seit 1987 gerieten amerikan. Kriegsschiffe, die unter US - Flagge fahrenden kuwait. Tankern Geleitschutz boten, in Kampfhandlungen mit iran. Seestreitkr√§ften.
Mit Resolutionen und Vermittleraktionen suchte die UN den Krieg zu beenden, scheiterte jedoch lange Zeit an der Unnachgiebigkeit beider Seiten. Nach langwierigen Bem√ľhungen des UN - Generalsekret√§rs J.)P√©rez de Cu√©llar einigten sich Irak und Iran 1988auf einen Waffenstillstand.
    Golfkrieg (1991)
    Im Jan./Febr. 1991 zw. einer internat. Milit√§rallianz unter amerikan. Oberbefehl und Irak zur Befreiung Kuwaits gef√ľhrter Krieg. Kuwait - eines der wichtigsten Erd√∂lf√∂rder - und - exportl√§nder der Welt - wurde am 2.)8. 1990 von Irak unter S. Husain besetzt und annektiert. Ein internat. Wirtschaftsembargo sowie 12 UN - Resolutionen mit der ultimativen Forderung, Kuwait bis 15.)1. 1991 zu r√§umen, blieben erfolglos. Mehr als 500000 amerikan. Soldaten, unterst√ľtzt von europ. und arab. Truppen, begannen am 17.)1. 1991 die Luftoffensive gegen Irak; die ebenfalls erfolgreiche Bodenoffensive (Beginn 24.)2. 1991) f√ľhrte am 28.)2. 1991 zum milit√§r. Sieg der Alliierten, zur Annahme aller UN - Resolutionen durch Irak und zur sofortigen Waffenruhe. Am 9.)4. 1991 akzeptierte Irak mit der UN - Resolution 678 einen Waffenstillstand.

Der I und II Golfkrieg


Ist der Golf, der Perser (Iraner) und Araber (Iraker), sunnitische (Perser) und schiitische (Araber) Siedlungsgebiete von einander trennt, der Persische oder arabische Golf?. Diese Frage dutet auf mehr als nur auf ein Problem.
Seit Mitte des 19 Jhr traten die arabischen Scheicht√ľmer und Emirate am Golf und an der K√ľste des Arabischen Meeres in Protektoratsverh√§ltnisse zu Gro√übritannien. Nur das persische Kaiserreich konnte sich davon weitgehend freihalten, jedenfalls bis zum Zweiten Weltkrieg, als die Transportwege zwischen den Westallierten und der Sowjetunion √ľber Persien liefen, woraus nach dem Krieg ein starker Einflu√ü der USA im Iran erwuchs, der bis zum Sturz des Schah 1979 andauerte. Als die Golfregion dann seit den 40er und 50er Jahren zur Schatzkammer der reichsten Erd√∂lvorkommen der Welt wurde und sie gleichzeitig in das Fadenkreuz des Ost - West - Konflikts und der Rivalit√§t zwischen den beiden Weltm√§chten geriet, wurde deutlich, dass sie heute zu den strategischen, politischen und wirtschaftlichen Schl√ľsselzonen der Welt zu z√§hlen ist, in denen innerregionale und internationale Konstellationen und Einfl√ľsse sich stets in enger Wechselbeziehung finden.


Nun ein kurzer geschichtlicher √úberblick √ľber die beiden betroffenen Staaten.:

Zuerst der Irak: Seit der Eroberung Babyloniens 539 v. Ch. bildete das Zweistromland einen Teil des persischen Reiches. 600 n. Ch. wurde es von den Arabern erobert und Irak genannt. Es geh√∂rte bis zum ersten Weltkrieg zum Osmanischen Reich. Ab dann teilweise Besetzung und politische, sowie wirtschaftliche Bindung an Gro√übritannien. Dadurch gab es in den folgenden Jahrzehnten reichliche politische K√§mpfe mit dem Ausland und innenpolitschen Machtwechsel. Dabei errang 1968 die Baath Partei die Oberhand und betrieb eine Politik in enger Anlehnung an die Sowjetunion. Im Juli 1979 trat das Staatsoberhaupt Al Bakr zur√ľck
und sein bisheriger Stellvertreter Saddam Hussein wurde Nachfolger. Gleich zu Beginn seiner Regierung wurde hochrangige Mitglieder der Baath Partei wegen angeblicher Vorbereitung eines Staatsstreiches verhaftet, hingerichtet und teils zu Freiheitsstrafen veurteilt. Der Hintergrund dieser Aktionen d√ľrften sehr wahrscheinlich Meinungsverschiedenheiten √ľber eine geplante Vereinigung mit Syrien als panarabischer Staat zugrundeliegen. Wie ihr wi√üt, ist die Regierung von Saddam Hussein immer noch aufrecht.

Jetzt kurz die iranische Geschichte: Der Iran ist Persien. Ich habe bei der irakischen Geschichte darauf hingewiesen, dass es schon 500 v. Chr. ein gro√üpersisches Reich gegeben hat, welches sich fr√ľher sogar bis √Ągypten ausdehnte und damals auch Kriege gegen die Griechen gef√ľhrt wurden, wie wir sie in Geschichte als die Perserkriege kennengelernt haben. Ich erinnere dabei an die Seeschlacht bei Salamis unter dem persischen K√∂nig Xerxes 480 v. Chr.
Die moderne Entwicklung Persiens begann 1934 unter der Dynastie der Pahlawiden. Unter dem ersten Schar wurde ein beschleunigter Prozess der Enteignung der Kleinbauern durchgef√ľhrt und 1941 wurde der Schar durch Ann√§herungsversuche an das Nationalsozialistische Deutschland von den Aliierten verbannt zugunsten seines Sohnes, Schah Mohammad Resa Pahlawi. Unter ihm wurde die Erd√∂lindustrie stark in den Vordergrund gebracht mit deutlichen wirtschaftlichen und sozialen Reformen. Es kam aber zu Differenzen mit der schiitischen Geistlichkeit, welche Widerstand gegen die Modernisierung leistete. Dies f√ľhrte letztlich zum Scheitern des Schahregimes und er musste das Land verlassen. Daraufhin R√ľckkehr des Kopfes der Revolution, des Schiitenf√ľhrers Ajatollah Chomaini aus dem Pariser Exil.
Die innere Situation ist seither gekennzeichnet durch radikal islamitisch fundamentalistische Kräfte der islamisch republikanischen Partei gegen gemäßigtere Politiker.


Wie ihr jetzt bei dieser Geschichte geh√∂rt habt, wird seit 1979 der Irak von Saddam Hussein und der Iran von Ajatollah Chomaini regiert. Dies ist f√ľr die Golfkriege sicher entscheidend, denn genau mit ihrer Macht√ľbernahme begann nicht nur innenpolitischer Aufruhr mit Gewaltaus√ľbung, sondern gleichzeitig 1980 der erste Golfkrieg.


Doch nun zum ersten Golfkrieg (1980 - 88)

Der persisch - arabische Gegensatz war schon seit der Gr√ľndung des Irak 1921 immer offenkundig gewesen, war er doch nichts anderes als die aktuelle Fortsetzung des alten Kulurkonflikts am Zagros, der zuvor auch das Verh√§ltnis zwischen Osmanen und Persern beherrscht hatte.
Der Krieg zwischen dem Irak und Iran, um die Vorherrschaft am Pers. Golf, wurde durch den Einmarsch irakischer Streitkr√§fte in die iranische Provinz Chusestan verursacht. Anlass des Angriffes war der Versuch Iraks, den 1975 vertraglich festgelegten Grenzverlauf am Schatt Al Arab zu √§ndern. Nachdem die irakischen Truppen im Oktober 1980 Teile Chusestan erobert und im Dez. 1980 in Kurdistan eine zweite Front errichtet hatte, gelang es den iran. Streitkr√§ften bis Mai 1982, fast die Gesamtheit der von den Irakern besetzten iran. Gebiete zur√ľckzuerobern. In den folgenden Jahren (bis 1988) entwickelte sich ein Abnutzungskrieg, in dem der (dank ausl√§nd. Hilfe) besseren Bewaffnung der irak. Truppen (bes. mit Flugzeugen) die zahlenm√§√üige √úberlegenheit der iran. Streitkr√§fte gegen√ľberstand. Beide Seiten bezichtigten sich des Gebrauchs chem. Waffen. Mit der Blockade der Insel Charg, die Iran als Verladestation f√ľr seinen Erd√∂lexport dient, leitete Irak 1982 den Wirtschaftskrieg ein, der sich 1984 zu beiderseitigen Angriffen auf Erd√∂ltanker steigerte (›Tankerkrieg‹). Im selben Zeitraum begann Irak mit der Bombardierung iran. St√§dte, die der Iran mit Luftangriffen auf irak. St√§dte beantwortete (›St√§dtekrieg‹). Von Anfang an stand der Golfkrieg in Gefahr, sich international auszuweiten. Die Gef√§hrdung der Transportwege durch den Golfkrieg f√ľr das in der Golfregion gef√∂rderte und exportierte Erd√∂l nahmen vor allem die USA, sp√§ter auch Gro√übritannien und Frankreich zum Anlass, Flotteneinheiten in den Golf zu entsenden. Seit 1987 gerieten amerikan. Kriegsschiffe, die unter US - Flagge fahrenden kuwait. Tankern Geleitschutz boten, in Kampfhandlungen mit iran. Seestreitkr√§ften.
Mit Resolutionen und Vermittleraktionen suchte die UN den Krieg zu beenden, scheiterte jedoch lange Zeit an der Unnachgiebigkeit beider Seiten. Nach langwierigen Bem√ľhungen des UN - Generalsekret√§rs J. P√©rez de Cu√©llar einigten sich Irak und Iran 1988 auf einen Waffenstillstand.

2.Golfkrieg (1991)
Begann im Jan. und Febr. 1991 zw. einer internat. Milit√§rallianz unter amerikan. Oberbefehl und Irak zur Befreiung Kuwaits gef√ľhrter Krieg. Kuwait - eines der wichtigsten Erd√∂lf√∂rder - und - exportl√§nder der Welt - wurde am 2.8.1990 von Irak unter S. Husain besetzt und annektiert. Ein internat. Wirtschaftsembargo sowie 12 UN - Resolutionen mit der ultimativen Forderung, Kuwait bis 15.1.1991 zu r√§umen, blieben erfolglos. Mehr als 500000 amerikan. Soldaten, unterst√ľtzt von europ. und arab. Truppen, begannen am 17.1.1991 die Luftoffensive gegen den Irak; die ebenfalls erfolgreiche Bodenoffensive Beginn 24.2.1991 f√ľhrte am 28.2. 1991 zum milit√§r. Sieg der Alliierten, zur Annahme aller UN - Resolutionen durch Irak und zur sofortigen Waffenruhe. Am 9.4.1991 akzeptierte Irak mit der UN - Resolution 678 einen Waffenstillstand.
Dieser hielt jedoch nicht lange an, denn schon im J√§nner 1991 kam es zum Zweiten Golfkrieg, da Saddam Hussein sich nicht aus dem 1990 eroberten Kuweit zur√ľckzog. Daraufhin kam es Mitte Januar zu ersten Luftangriffen der USA gegen den Irak um Kuweit zu befreien. Noch am ersten Tag des Angriffs der Alliierten begannt Hussein die "Mutter aller Schlachten", und am n√§chsten Tag wurde deutlich was er damit meint: F√ľnf irakische Scud - Raketen schlugen im Gebiet von Tel Aviv, Hafia und dem Westjordanland ein. Dieses Bombardement setzten sich in den n√§chsten Tagen fort. Die Raketen konnten jedoch gr√∂√ütenteils von den Patriot - Raketen der Alliierten abgefangen werden. Wie skrupellos Saddam Hussein jedoch ist, muss die Welt dann feststellen, als Hussein anfing √Ėlf√∂rderanlagen zu zerst√∂ren und in Brand zu setzen.
Am 23 Januar kam es zu ersten Scharm√ľtzeln an der Grenze zwischen dem besetzten Kuweit und Saudi Arabien, bei denen einige amerikanische Infantiristen verwundet wurden.
Dass Saddam Hussein vor nichts zur√ľckschreckt um den Krieg zu gewinnen, sieht man, als er am 25 J√§nner begann √Ėl in den persischen Golf zu pumpen. Man f√ľrchtete sich vor einer √∂kologischen Katastrophe, da sich der √Ėlteppich immer weiter ausbreitete.
Während des ganzen Krieges versicherte der Iran seine Neutralität und dass keine militärischen Flugzeuge, bis nach dem Krieg, aus dem Iran starten.
Am 30 J√§nner begann die Generalprobe der weltweit gef√ľrchteten Landschlacht. Irakische Infanteristen dringen in Kuweit etwa 20 Kilometer nach S√ľden auf Saudisches Terretorium vor. Soldaten Saudiarabiens und auch Amerikaner schlagen in einem ann√§hernd 2 Tage dauernden Kampf die Iraker wieder zur√ľck.
Die Iraker, die schon ihre Flugzeuge im Iran in Sicherheit gebracht hatten, wollten nun auch 30 Kriegsschiffe, im Iran unterbringen, die jedoch von der Koalition zerstört wurden.
Am 2 Februar versch√§rfen die Alliierten ihre Bombardierungen im Raum von Bagdad, Nordirak und auch im S√ľdirak, um den Infanteristen den weg zu ebnen. Die anf√§ngliche Hoffnung der Alliirten auf eine Bodenoffensive verzichten zu k√∂nnen, da sie durch die klimatischen Bedingungen, die Temperaturen und Sandst√ľrme, vor fast unl√∂sbare Aufgaben gestellt wurden, wurde vernichtet.
Seit dem 21. Februar hatten sich die Bodenkämpfe verschärft. Kurz bevor Bush den Befehl zum Angriff geben lässt, werden Berichte von Exil - Kuweitern bekannt, die von neuen schweren Greueltaten der irakischen Soldaten in Kuweit - City berichten. Die "Mutter aller Schlachten" tritt in ihre letzte, entscheidende Phase.
Sonntag 24. Februar 1991. In den fr√ľhen Morgenstunden greifen die Alliierten auf einer breite von mehr als dreihundert Kilometern von S√ľden her den Irak an. Beteiligt sind an diesem ersten Ansturm neben den Amerikanern, Truppen aus Gro√übritannien, Frankreich, Saudi - Arabien, √Ągypten, Syrien, Kuweit und den √ľbrigen arabischen Golf - Staaten. Der Landangriff wurde durch massives Feuer der amerikanischen Schlachtschiffe vom Meer aus unterst√ľtzt. Zu Lande sto√üen die Infanterieverb√§nde in f√ľnf gro√üen Teilen nach Norden vor. Zwei Divisionen der amerik. Marineinfanterie dringen von Kuweits S√ľdgrenze in das besetzte Land ein. Weiter westlich und √∂stlich sind es saudisch, √Ągyptische und kuweitische Truppen, die um die Stadt Wafra k√§mpfen. Eine britsche Panzerdivision und das VII amerikanische Korps f√ľhren den Hauptsto√ü gegen die republikanische Garde in der N√§he von BASRA. Weiter westlich k√§mpfen amerik. Soldaten um einen Vorsto√ü bis zum Euphrat zu erreichen.
Erst am zweiten Tag wird der Widerstand der Iraker heftiger, aber bei weitem nicht so schlimm wie bef√ľrchtet. Nur die in Brand gesetzten √Ėlanlagen sind zu einem gigantischen Inferno angewachsen. An diesem Tag erreichen die Truppen die Stadt Dschahra und Kuweit City.
Die Gegenwehr der irakischen Truppen ist gering, statt dessen konzentrieren sich die Besatzer darauf das Land, vor ihrem R√ľckzug, gr√ľndlich zu verw√ľsten. Am Abend des 25. Februar wurde ein amerikanisches Quatier von einer Bombe getroffen, wobei 28 Soldaten get√∂tet und 98 schwer verlezt wurden. Am Morgen des 26. Februar l√§sst Saddam Hussein bekannt geben, dass er seinen Truppen den Befehl zum R√ľckzug aus Kuweit gegeben hat. Wie sich sp√§ter herausstellte, nur um Zeit zu gewinnen, seine Truppen auf ein leztes Gefecht vorzubereiten. Am Flughafen im S√ľden der Stadt Kuweit kommt es zu einem fast 2 Tage andauernden Panzergefecht, zwischen einer irakischen Eliteinheit und Amerikanern, bis sich der Irak endg√ľltig geschlagen gibt.
Am 26. Februar erreichen die alliierten Truppen den Euphrat, wo sie 100.000 irakischer Elitetruppen eingekreist haben. Es kommt zu einer neuerlichen Panzerschlacht, in der fast alle irakischen Panzer vernichtet werden.
Am 27. Februar kommt es zwar noch zu einige Gefechten, doch der Krieg ist f√ľr die Armeen der Koalition bereits gewonnen.
Am Abend des 27. Februar enden die Kämpfe des zweiten Golfkrieges, bis am 9. April 1991 ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen wurde.

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