Die Geschichte der Kunsthalle (Wien)

VORBEMERKUNGEN

Die Geschichte der Kunsthalle und des Museumsquartiers sind eng miteinander verbunden. Die Idee, eine Kunsthalle in Wien zu schaffen, entstand ├╝berhaupt erst w├Ąhrend der ├ťberlegungen zum Bau eines Museumsquartiers.
Ich werde deshalb zun├Ąchst die Entwicklung des Museumsquartiers beschreiben, soweit es auch die Vorgeschichte der Kunsthalle ist, dann auf die Kunsthalle n├Ąher eingehen und abschlie├čend die Geschichte des Museumsquartieres von ihrem Beginn bis jetzt schildern.



DIE KUNSTHALLE WIEN

Wien fehlte seit Jahrzehnten sowohl ein Museum f├╝r moderne Kunst als auch ein gro├čz├╝giger Ausstellungsraum f├╝r internationale (Wander - )ausstellungen.
So empfahl schon 1981 die damalige Wissenschaftsministerin Hertha Firnberg in einem Expos├ę die Nutzung der 1719 - 1723 von Fischer v. Erlach erbauten Hofstallungen f├╝r diese Zwecke.
Die Hofstallungen, die gegen├╝ber dem Kunst - und dem Naturhistorischen Museum liegen, wurden ab 1921 von der Wiener Messe genutzt.
Der n├Ąchste Wissenschaftsminister Heinz Fischer setzte sich weiter f├╝r das Museumsquartier im Messepalast ein, w├Ąhrend sich der damalige Finanzstadtrat H. Mayr f├╝r eine Nutzung als Hotel und Bautenminister K. Sekanina f├╝r ein Einkaufszentrum aussprachen. Fischer konnte sich aber durchsetzen und gab im Jahr 1984 ein umfassendes Museumskonzept in Auftrag. 1988 wurde festgelegt, dass das Museumsquartier folgende Sektionen umfassen sollte:
    ein Museum der Kulturen, das Museum moderner Kunst, die Sammlungen Essl und Leopold und eine Kunsthalle.[1]
Die Kunsthalle sollte vorgezogen werden und bis zur Weltausstellung 1995 fertiggestellt sein.
Dabei wurde zuerst an eine Adaptierung der ehemaligen Winterreithalle gedacht, die aufgrund des Denkmalschutzes erhalten werden musste. Da sich die Winterreithalle aber daf├╝r nicht eignete, musste man nach einer anderen L├Âsung suchen.
Schlie├člich, im Mai 1990 konnte die Festwochenausstellung "Von der Natur in der Kunst" in der Reithalle stattfinden. Der Wiener
Architekt Adolf Krischanitz hatte mit einer "demontablen Schachtel mit Oberlicht"[2] die H├╝lle f├╝r Weiermeiers Installation geschaffen. Die "Schachtel" konnte ├╝ber eine semitransparente Rohrbr├╝cke betreten werden, die gleichzeitig als Visierlinie, Portikus, Luftr├Âhre, Einzug und Abzug der "Natur in der Kunst" verwendet werden konnte.
Die Halle diente als neutralisierender und klimatisierter Innenraum.

ST├ĄDTEBAULICHE SITUATION UND LAGE

Da es klar war, dass es noch Jahre dauern w├╝rde, bis mit dem Bau des Museumsquartiers ├╝berhaupt begonnen wird, entschlo├č man sich daf├╝r, diese "Schachtel" f├╝r einen tempor├Ąren Bau zu adaptieren.
Dieser sollte am Karlsplatz, an der westseitigen Wiener Haupteinfallsachse f├╝r motorisierten Verkehr, der Wienzeile, errichtet werden. Diese Richtung, die bisher in der diffusen Weite des Karlsplatzes versickert ist, erhielt mit der trockenen Bauma├čnahme der Halle und vor allem mit dem portalartigen Steg eine abschlie├čende Verl├Ąngerung.
Die Ausrichtung der Kunsthalle parallel zur verl├Ąngerten Wienzeile weist auf verschiedene historische Vorbilder (unter anderem die Verl├Ąngerung der Nachmarktes etc.) hin, ergibt einen sehr interessanten gesch├╝tzten Raum an der R├╝ckseite der Anlage und geht keine sinnlosen Parallelit├Ąten mit den m├Ąchtigen Platzw├Ąnden des Karlsplatzes ein.[3]
Mit dieser zentralen Standortwahl ergibt sich ein "Kulturkorso" zwischen Secession, Akademie, K├╝nstlerhaus und Technischer Universit├Ąt genau an der Grenze zwischen dem ersten und dem vierten Wiener Gemeindebezirk.

Zudem ist die Kunsthalle am Karlsplatz relativ leicht ├╝ber ├Âffentliche Verkehrsmittel zu erreichen: an der U - Bahn - Station Karlsplatz halten gleich drei U - Bahnlinien, die U1, die U2 und die U4.

Dadurch, dass die Grundkonstruktion der Winterreithalle weiterverwendet werden konnte und nur noch durch mehrere technische Equipments, wie Klimaanlage etc. erg├Ąnzt werden musste, war diese L├Âsung kosteng├╝nstig und praktisch zugleich.
Die Halle ist nur f├╝r eine tempor├Ąre Nutzung gedacht und in k├╝rzester Zeit auf - und abbaubar. Die Fundamente sind Betonfertigteile, die die Geb├Ąude nur punktuell abst├╝tzen und die, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, wieder ohne Probleme entfernbar sind.

Unter Wiens Bev├Âlkerung l├Âste die Halle wenig Gegenliebe aus: Wiens Stadtplaner Roland Rainer sprach sich gegen die Kunsthalle aus und bezeichete das Geb├Ąude als "von plumpen Treppenaufg├Ąngen flankierten Stahlkubus"[4].
Im Herbst 1997 musste die Kunsthalle wegen einer Generalrenovierung vorr├╝bergehend schlie├čen, die die Halle bis ins Jahr 1999 haltbar machen soll - bis dahin erhofft man sich die endg├╝ltige ├ťbersiedlung ins Museumsquartier.
Der ├╝ber die Fahrbahn gebaute Tubus w├Ąre zur Demontage f├Ąllig, da man ihn nicht betreten darf.
Er ist eigentlich schon seit der Er├Âffnung sinnlos, da den Passanten der Ein - beziehungsweise Hinunterblick in das Innere der Halle verwehrt wurde: die Glasw├Ąnde der R├Âhre waren mit Plakaten verklebt. Damit wurde die "interessanteste Architekten - Idee in diesem Mehrzweckbau kaputtgemacht."[5]

Die Kunsthalle Wien wurde am 5.September 1992 er├Âffnet. Die erste gro├če Ausstellung war Haus - Rucker - Co gewidmet, einer ├Âsterreichischen Architektengruppe, aus der die Architektengemeinschaft Ortner & Ortner hervorgegangen ist: jenes Architektenduo, das gemeinsam mit Manfred Wehdorn f├╝r die Planung des k├╝nftigen Museumsquarieres verantwortlich zeichnet.


BAUBESCHREIBUNG

Die Geb├Ąudeanlage besteht aus zwei Hallen, die mit unterschiedlichen H├Âhen hintereinander angeordnet sind. Der eigentliche Ausstellungsraum, die gro├če Halle, ist 54 m lang, 17,6 m breit und 9,1 m hoch: das ergibt das relativ klare Verh├Ąltnis 6:2:1. Sie ist daf├╝r geeignet, Veranstaltungen wie Theater - und Filmauff├╝hrungen und vor allem Ausstellungen der bildenden Kunst aufzunehmen. ├ťber diese Nutzungen hinaus w├Ąre es denkbar, auch Veranstaltungen des Bezirkes oder der Technischen Universit├Ąt hier unterzubringen.
Auf einem Feld von Einzelfundamenten ruht eine Schar kr├Ąftiger Stahltr├Ąger (dunkelblau), auf denen 16 Rahmen (hellblau) aufgest├Ąndert sind. Die Tr├Ąger ragen ├╝ber die Fu├čpunkte der Rahmen hinaus, so dass letztere zur Aussteifung zu den Tr├Ągerk├Âpfen hin abgespannt werden k├Ânnen.
In der anderen Hauptrichtung sind jeweils die Endfelder der Seitenw├Ąnde mit einem liegenden K - Fachwerk versteift.
Die Abspannungen verweisen deutlich auf den provisorischen Charakter des Bauwerkes: f├╝r eine l├Ąngere Lebensdauer h├Ątte man eine gesch├╝tztere Konstruktion gew├Ąhlt. Die gesamte Tragkonstruktion ist von au├čen sicht - und ablesbar. Skelett und Sehnen sind nach au├čen gekehrt; die neutrale Haut, gedacht als Hintergrund f├╝r die wechselnden Ausstellungen, liegt an der Innenseite.
Von der vorbeif├╝hrenden Stra├če abgewandt befindet sich der Eingang. Auf dieser Seite ist ein niedrigerer und k├╝rzerer zweiter Quader vorgelagert, der mit dem benachbarten U - Bahn - Entl├╝ftungsbau einen ansprechenden, von Platanen beschatteten Au├čenraum bildet, der vom Kunsthallen - Caf├ę genutzt wird.
Die kleinere Halle mi├čt 32,4 x 10,6 x 3,3m und beinhaltet ein klimatisiertes Depot, einige B├╝roeinheiten, die Eingangsghalle und ein kleines Caf├ę mit K├╝che und Nebenr├Ąumen.
Hier nun besteht zwischen Tragkonstruktion und dem System der Trennw├Ąnde ein eigenartiges Ringen: Ihre Raster sin derart verschoben, dass sie jeweils hart aneinander vorbei f├╝hren.

Damit werden einerseits konstruktive Konflikte vermieden, andererseits wird einer vordergr├╝ndigen ├Ąsthetischen Harmonisierung ausgewichen, dass hei├čt es entstehen Konflikte mit unseren Sehgewohnheiten, ja sie werden fast gesucht. Au├čerdem werden L├╝cken geschaffen, die sich funktional n├╝tzen lassen und sei es als L├╝ftungsklappen.[6]

Durch einen kurzen, verglasten Verbindungsgang gelangt man ├╝ber die Querachse in die Halle. Sie ist innen nur um Dezimeter kleiner als au├čen: ein sogenannter Einraum. Wei├č neutralisierte W├Ąnde, durchscheinene Platten unter regelm├Ą├čig verteilte Lichtkuppen an der Decke und rohes Industrieparkett am Boden erzeugen die Raumstimmung.
Mitten durch den Raum f├╝hrt die R├Âhre des Stegs, der keinen Einblick bietet. Seine beiden Treppenaufg├Ąnge sind sehr verschieden: Der im Girardipark ist breit und einladend und f├╝hrt in aussichtsreiche H├Âhe, w├Ąhrend der Treppenaufgang an der Eintrittsseite fast verschachtelt wirkt. Zwar bildet er einen Baldachin f├╝r die ankommenden Besucher, aber diese m├╝ssen auf den Weg zwischen den St├╝tzen achten, um die Eingangsachse nicht zu verpassen, denn hier treffen wir wieder auf ein Spiel mit versetzten Achsen.



KLIMATISIERUNG

Die Heizung und Vollklimatisierung der Halle erfolgt mittels Klimaaggregaten, einer K├Ąltemaschine und Gebl├Ąsekonvektoren durch Anschlu├č an das Fernw├Ąrmenetz.

LICHT
Die Belichtung der Ausstellungshalle ist ├╝ber das Dach, das mit 39 Lichtkuppeln ausgestattet ist, und ├╝ber eine abgeh├Ąngte Decke gew├Ąhrleistet. Dieser Zwischenraum wird auch zur Unterbringung der Beleuchtung genutzt.





PROGRAMM

Das Programm der Kunsthalle Wien konzentriert sich auf Pr├Ąsentationen zeitgen├Âssischer Kunst und der Kunst der Klassischen Moderne, wobei insbesondere die Zusammenh├Ąnge von der Moderne zum aktuellen Zeitgeschehen hin vermittelt werden. Diese Vermittlung erfolgt prim├Ąr ├╝ber themenspezifische Ausstellungen (wie bisher z.B. bei Glaube Hoffnung Liebe Tod, Wunschmaschine Welterfindung, :Engel :Engel). Ebenso widmet sie sich den gattungs - und grenz├╝berschreitenden Tendenzen im Bereich der K├╝nste - u.a. durch Integration von Video (Gary Hill, Rebecca Horn, Dara Birnbaum), Film/Fotografie (Magnum Cinema, Illusion - Emotion - Realit├Ąt, Lust und Leere), "experimenteller" Architektur (Archigram, Die Schrift des Raumes) und in Zukunft gerade in Verbindung mit der geplanten Veranstaltungshalle - auch verst├Ąrkt durch Performances, Konzerte und Symposien. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Pr├Ąsentation von internationalen und ├Âsterreichischen K├╝nstlern unter Ber├╝cksichtigung der programmatischen Schwerpunkte der Kunsthalle Wien (Heinz Gappmayr, Matthew Barney).
Im Wechsel mit thematischen Ausstellungen und solchen zur "Klassischen Moderne" werden Projekte auch im Rahmen der Wiener Festspiele realisiert. So fanden bis jetzt Festwochen - Ausstellungen zum Thema kultureller Erinnerungsbilder, historischer und moderner Technologie sowie Kunst und Sprache statt.
ie f├╝nf Schaufenster gegen├╝ber der Kunsthalle Wien am Karlsplatz wurden erstmals im Rahmen der Ausstellung Doubletake vom K├╝nstlerduo Peter Fischli/David Weiss f├╝r eine Installation im ├ľffentlichen Raum genutzt. Dort finden seit jeher j├╝ngere ├Âsterreichische und internationale K├╝nstler die Gelegenheit, eigenst├Ąndige Projekte zu realisieren, die eine Verbindung zwischen dem urbanen Raum und der Kunsthalle herstellen.

KUNSTHALLE WIEN IM MUSEUMSQUARTIER

Am 15. Dezember 1995 hat die Kunsthalle Wien mit der Ausstellung Auf den Leib geschrieben einen weiteren tempor├Ąren Ausstellungsraum er├Âffnet: eine Dependance im Museumsquartier.
Die Aktivit├Ąten der Kunsthalle Wien im Museumsquartier k├Ânnen als erster Schritt zu einer endg├╝ltigen ├ťbersiedelung in die zu errichtende Kunst - und Veranstaltungshalle im Museumsquartier als zuk├╝nftige Heimst├Ątte der Kunsthalle Wien im Bewu├čtsein verankert werden.
Die vorr├╝bergehende Nutzung des Areals er├Âffnet bei allen technischen und infrastrukturellen Beschr├Ąnkungen die Chance, ├Âsterreichische Kunst der Gegenwart auch in ihren Bez├╝gen zu internationalen Str├Âmungen st├Ąrker als bisher m├Âglich zur Geltung zu bringen. Dar├╝berhinaus wird aber auch weiterhin den grenz├╝berschreitenden Tendenzen im Bereich der K├╝nste verst├Ąrkt Rechnung getragen.


├ľFFNUNGSZEITEN:

Beide Geb├Ąude der Kunsthalle sind t├Ąglich au├čer Dienstag von 10 bis 18 Uhr ge├Âffnet; am Donnerstag sogar bis 20 Uhr.


EINTRITTSPREISE:

In der Kunsthalle am Karlsplatz kostet eine Eintrittskarte f├╝r Erwachsene 80 Schilling; erm├Ą├čigt 60 Schilling. Im Museumsquartier bezahlt man 40 Schilling.
Will man beide Ausstellungsr├Ąume besuchen, kann man eine Kombikarte um 100 Schilling (erm├Ą├čigt 80 Schilling) kaufen. Jeden Montag ist Studentenmontag, an dem Studenten nur 40 Schilling Eintritt bezahlen.


F├╝HRUNGEN:

F├╝hrungen finden in der Kunsthalle am Karlsplatz jeden Donnerstag um 18 Uhr, Samstag 15 Uhr und Sonntag um 11 und um 15 Uhr statt.
Im Ausstallungsraum im Museumsquartier gibt es nur einmal pro Woche eine F├╝hrung: sonntags um 15 Uhr.
F├╝r Gruppen ab 5 Personen werden mit Voranmeldung mindestens 4 Tage vorher werden auch Spezialf├╝hrungen angeboten - auch in den Sprachen Englisch, Franz├Âsisch oder Italienisch.

Zus├Ątzlich gibt es noch Dialogf├╝hrungen: geladene Experten sprechen ├╝ber die laufende Ausstellung und nehmen Bezug ├╝ber ihr Fachgebiet. Die Referenten und die Termine werden jeweils zur Ausstellung bekanntgegeben.

Studentenf├╝hrungen werden gerne auf Anfrage organisiert und nach Thema der Ausstellung regelm├Ą├čig angeboten. Nach Absprache k├Ânnen auch Seminare in der Ausstellung abgehalten werden.

KINDER/FAMILIEN:

Familien mit zwei Erwachsenen und Kindern haben erm├Ą├čigten Eintritt.
Es gibt spezielle Familientage, bei denen Kinder und Jugendliche an Wochenenden zu einem besonderen Programm geladen werden.
Auch am Ferienspiel der Stadt Wien nimmt die Kunsthalle regelm├Ą├čig teil.
Dazu wird noch eine Sch├╝lerInnenaktion angeboten, bei denen sich Kinder und Jugendliche je nach Altersgruppe spielerisch und selbst aktiv mit Themenschwerpunkten der Ausstellungen auseinander. LehrerInnenf├╝hrungen, die gesondert angek├╝ndigt werden, bieten die M├Âglichkeit zur Vorabinformation.

CAF├ęHAUS:

In der Kunsthalle Wien am Karlsplatz gibt es ein Caf├ę - Restaurant mit Gastgarten, das auch au├čerhalb der ├ľffnungszeiten zug├Ąnglich ist: es ist t├Ąglich von 10 bis 2 Uhr ge├Âffnet.










DAS MUSEUMSQUARTIER

DIE HOFSTALLUNGEN VON FISCHER VON ERLACH
Bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts erstreckte sich das Glacis vor dem ├Ąu├čeren Burgtor. Nachdem die T├╝rkengefahr f├╝r immer gebannt und der osmanische Erbfeind bis an die untere Donau zur├╝ckgedr├Ąngt war, konnte die Haupt - und Residenzstadt des Kaisers aufatmend das enge Korsett der mittelalterlichen Festung sprengen. Die neue Lebensfreude, das ├╝bersch├Ąumende Machtgef├╝hl Habsburgs fand im barocken Baustil seinen Ausdruck. In den Vorst├Ądten Wiens entstanden nun Adelspalais, die Kirchen - oder was von ihnen nach der T├╝rkenbelagerung ├╝briggeblieben war - wurden barockisiert oder im barocken Stil neu errichtet, und auch das wohlhabende B├╝rgertum eiferte mit seinen H├Ąusern dem Vorbild, das Adel und Klerus gaben, nach.
Der Kaiser brauchte nun nicht mehr um seine Pferde und seinen Wagenpark zu f├╝rchten, wenn sie au├čerhalb der Stadtmauern untergebracht wurden. So wurde ├ľsterreichs gr├Â├čter Barockarchitekt, der Erbauer der Karlskirche, Johann Fischer von Erlach, damit beauftragt, Pl├Ąne f├╝r ein Hofstallgeb├Ąude auf dem Glacis vor dem Burgtor zu entwerfen.
Der langgestreckte Komplex gegen das Glacis und die Hofburg, der - um diese nicht zu ├╝berragen - gr├Â├čtenteils nur zweigeschossig werden durfte, war nicht leicht repr├Ąsentativ zu gestalten. Giebelrisalite machten die beiden Seitenfl├╝gel zu kleinen Palais, der Mittelteil mit dem Hauptrisalit und den elf Achsen ist fast wie eine Neuauflage des ebenfalls von Fischer von Erlach erbauten Palais Trautson. Neu jedoch war, dass das Dach - urspr├╝nglich mit figurenbesetzter Attika - sichtbar ist.
Fischer, der 1723 im Alter von 67 Jahren starb, konnte das Hofstallgeb├Ąude, dessen Bau 1719 begonnen worden war, nicht mehr vollenden. Diese Aufgabe ├╝bernahm sein Sohn Joseph Emanuel. Er nahm kleine Ver├Ąnderungen vor, und 1723 konnte der Bau seiner Bestimmung ├╝bergeben werden. 600 Pferde fanden darin Platz. Der im 19. Jahrhundert weiter verfolgte Gesamtausbau st├╝tzte sich in den Grundintentionen teilweise noch auf das Projekt Fischer von Erlachs, die Gro├čz├╝gigkeit der Gesamtanlage wurde Mitte des 19. Jahrhunderts durch den Bau einer zentralen Reithalle gest├Ârt. Au├čerdem kam der Trakt an der Mariahilferstra├če hinzu, weiters der hintere Geb├Ąudekomplex. Hier wurden die Wagenburg mit ihrer gro├čen Sammlung an Staatskarossen und Prunks├Ątteln (heute in Sch├Ânbrunn), die Winterreitschule, die Hofjagd - und Gewehrkammer untergebracht.
Mit der Erfindung des Autos hatte das Hofstallgeb├Ąude seine Bestimmung ├╝berlebt und w├Ąre wohl auch ohne den Zusammenbruch der Monarchie bald anderen Zwecken zugef├╝hrt worden. Im Jahr 1921 wurde der Geb├Ąudekomplex der Wiener Messe zur Nutzung ├╝bergeben, die das Gel├Ąnde f├╝r ihre Zwecke anpa├čte. Der heutige Zustand der Hofstallungen ist gepr├Ągt von zahlreichen Zu - und Einbauten des 20. Jahrhunderts, mit oft zuf├Ąlligen Nutzungen und einem schlechten Bauzustand.[7]
Als Anfang der achtziger Jahre eine Aussiedlung der Wiener Messe AG aus dem Areal in Aussicht genommen wurde, wurden verschiedenste Nachfolgenutzungen ins Gespr├Ąch gebracht, so unter anderem ein Konferenzzentrum, kommerzielle Nutzungen oder auch ein ├Âsterreichisches "Centre Pompidou".

ARCHITEKTENWETTBEWERB
1986 schrieb man endlich einen internationalen Architektenwettbewerb aus, an dem 88 Architekten aus 11 Nationen teilnahmen. Ein Jahr sp├Ąter wurden davon 7 f├╝r die zweite Runde weiterempfohlen. Schon damals wurde kritisiert, dass dies nur ein Alibi - Wettbewerb sei, dass die Architekten ein nicht vorhandenes Museumskonzept zu gestalten h├Ątten, da in der n├Ąchsten Zeit ohnehin kein Geld vorhanden w├Ąre[8]. Es war also die Aufgabe der Architekten, mangels eindeutiger funktioneller Vorgaben den Weg einer zuk├╝nftigen Architektur vorzudenken. Die Teilnehmer erhielten zwar eine "Priorit├Ątensammlung" w├╝nschbarer Museen und Sammlungen, die in den Messepalast einziehen k├Ânnten, aber kein klar vorgegebenes Nutzungsprogramm. Aus der Forderung nach Durchg├Ąngigkeit und Nutzungsmischung ergab sich f├╝r die Architekten die Aufgabe, den gr├Âssenm├Ąssigen Umfang der nichtmusealen Nutzungen auf dem Areal selbst zu definieren.
Zudem erleichterte die schon beschriebene st├Ądtebauliche und denkmalpflegerische Ausgangssituation die Aufgabe nicht gerade.
Die wesentlichsten Teile des von Erlach erbauten Geb├Ąudekomplexes wurden von den meisten Teilnehmern in ihrer Grundsubstanz respektiert.
Die barocke Gesamtanlage stand in einer Achsenbeziehung zum mittelalterlichen Kern der Burg, der Haupttrakt ist aber heute zu dem von Gottfried Semper 1870/71 geplanten "Kaiserforum" und zur "Neuen Hofburg" abgeschwenkt. So gab es damals Vorschl├Ąge, den Hofstallungen einen achsenkonformen Vorbau zum "Kaiserforum", das die beiden Hofmuseen und die Neue Hofburg umfa├čt, vorzusetzen. Rudolf Oertel wagte 1947 den Vorschlag, das "Kaiserforum" mit Museumsbauten in den angrenzenden Bezirk auszudehnen.
Einige Wettbewerbsteilnehmer versuchten, an solche Ideen anzukn├╝pfen. Heute stellt sich aber das Problem, dass der Vorplatz vor dem Messepalast durch eine stark befahrene Strasse vom anschliessenden Forum getrennt ist. Laurids Ortner, der auch schliesslich den Wettbewerb gewinnen sollte, schlug vor, den Verkehr abzusenken und mit neuen Bauteilen eine Verbindung zu den Semper - Bauten (das Kunst - und das Naturhistorische Museum) herzustellen. Unter den Siegern der ersten Wettbewerbsphase war auch Hans Hollein, dem man fast einen Direktauftrag gegeben hatte. Er reichte sein Projekt aber in der zweiten Runde nicht termingerecht ein und schied somit aus.
In der zweiten Wettbewerbsphase wurde den Architekten die Aufgabe gestellt, auf die ge├Ąnderten museumspolitischen Voraussetzungen, die sich nach Abschlu├č der ersten Phase ergeben hatten, eine schl├╝ssige Antwort zu finden.
Im April 1990 bestimmte die Jury das Modell des Linzers Laurids Ortner einstimmig zum Wettbewerbssieger.
Es wurde eine Errichtungs - und Betriebsgesellschaft gegr├╝ndet, die sich mehrheitlich in Bundesbesitz befindet und die die Errichtung des Baus - ab 1992 - und den Betrieb erm├Âglichen soll.
Damals stellte man sich eine Fertigstellung des Museumsquartiers bis zur EXPO 1995 vor.
Um eine Abgeschlossenheit der Anlage als reines Kunst - un Kulturzentrum zu vermeiden, wurde durch die Einbeziehung einer breiten kommerziellen Nutzung eine offene Mischung verschiedener Bereiche angepeilt: L├Ąden, Caf├ęs und eine Vielzahl von Pl├Ątzen und Durchg├Ąngen sollten eine breite Transparenz f├╝r ein breites Publikum schaffen.


DAS SIEGERMODELL VON LAURIDS ORTNER

Der Entwurf f├╝r das neue Museumsquartier mi├čt dem langgestreckten Fischer - von - Erlach - Bau die Rolle einer wertvollen Stadtmauer zu, die nach vorne den Abschlu├č des Kaiserforums und dahinter komprimiert eine "Stadt in der Stadt" entwickelt. Dabei sind die urbanen Muster, die aufeinandertreffen, von Bedeutung:
1.) Die imperiale historische Ordnung, die sich von vorne mit den beiden Semper - Museen axial auf den Haupteingang des Fischer - Baues schiebt und
2.) das Mietshausquartier des 7. Bezirkes, das schr├Ąg von
r├╝ckw├Ąrts hereindr├Ąngt.
Diese beiden Richtungen werden zu Richtlinien f├╝r die Anordnung der Bauten im Museumsquartier. Was dabei entsteht, ist eine sich immer wieder kreuzende Anlage von Bauk├Ârpern und Freifl├Ąchen, die scheinbar ungeordnet wirkt, der aber als Entstehungmuster die "Kreuzung der monarchistischen Monumentalordnung mit jener der demokratischen Gewachsenheit"[9] zugrunde liegt. Die Neubauten erheben sich hinter der langgestreckten, niedrigen Barockfassade des palast├Ąhnlichen Hauptgeb├Ąudes der ehemaligen kaiserlichen Hofstallungen.

1990, als dieses Modell entstand, sollten im Museumsquartier das Museum Moderner Kunst (MMK), die Kunsthalle und eine frei nutzbare Halle sowie ein Museum ├Âsterreichischer Moderne (Sammlung Leopold) und das Medienforum, dass ein Film - und Fotografiemuseum, ein Medienmuseum und eine Bibliothek beinhaltet, untergebracht werden.

Zentrale Rolle bei der Erschlie├čung des Gel├Ąndes kommt der Winterreithalle zu, einem denkmalgesch├╝tzten Bau in der Mitte des Areals. Diese Halle wird als gemeinsames Foyer f├╝r das MMK, Kunsthalle und der Multifunktionalen Halle zum zentralen Umschlagplatz, der auch au├čerhalb der Museumszeiten mit seinen L├Ąden und Einrichtungen nutzbar ist.
Betritt man die Halle ├╝ber die bestehende Freitreppe, so befindet man sich in einem lichtdurchfluteten Raum mit Sitzgruppen und Bars, von dem es nach links zum Museum Moderner Kunst geht und nach rechts zur Kunsthalle.
Mit der Winterreithalle eng verkn├╝pft sind auch die wichtigen Durchwege zur dichtbesiedelten Bebauung des 7. Bezirkes.

Der gr├Â├čte einzelne Komplex ist das Museum Moderner Kunst: Ein kubischer Block, der durch seine doppelschalige H├╝lle aus Stahlraster und Glas tags├╝ber dunkel und geschlossen erscheint, nachts aber als Ganzes von innen her leuchtet. Ein zehn Meter breiter "Skulpturensteg" durchdringt diesen Kubus in einer H├Âhe von sieben Metern. Er bildet den optischen Schwerpunkt f├╝r einen gro├čz├╝gigen Luftraum, der durch alle Gescho├če reicht. Als Passant des Museumsquartiers kann man diesen Bereich parallel zum "Skulpturensteg" durchschreiten und von hier einen Blick durch die gro├čen Glasoberlichter in die darunterliegende Wechselausstellung werfen, ohne mit den musealen Sicherheitsvorkehrungen in Ber├╝hrung zu kommen.
Im Neubau des MMK wird es erstmals m├Âglich sein, die seit den fr├╝hen sechziger Jahren von der Republik ├ľsterreich aufgebaute Kunstsammlung ├╝bersichtlich und unter besten konservatorischen Bedingungen der ├ľffentlichkeit zu pr├Ąsentieren. Seit seiner Gr├╝ndung am Beginn der 60er Jahre ist das MMK in Provisorien untergebracht, in einem nach Wien ├╝bersiedelten Weltausstellungspavillion von 1958 und in einem barocken Palais.
Das neue Museum mit einer Nettogescho├čfl├Ąche von 21.000m┬▓ verf├╝gt ├╝ber 8.000m┬▓ Ausstellungsfl├Ąchen f├╝r die Sammlungsbest├Ąnde sowie ├╝ber gr├Â├čere und kleinere Wechselausstellungsr├Ąume. F├╝r die Arbeit von K├╝nstlern im Museum stehen differenzierte "Freir├Ąume" f├╝r Installationen, Projekte und Aktionen zur Verf├╝gung.
Die museologische, technische und statische Konzeption des Geb├Ąudes erm├Âglicht die freie Kombination aller Kunstgattungen, wie beispielsweise die Plazierung schwerer Skulpturen in den Ausstellungsr├Ąumen aller Hauptgescho├če, die Einrichtung eigener AV - Medienr├Ąume in allen Bereichen der Sammlung und die Installierung einer Studiengalerie als Verbindung zwischen den st├Ąndigen Ausstellungsr├Ąumen und dem Hauptdepot. Durch das gesamte Geb├Ąude zieht sich ein differenziertes Angebot an Informations - und Vermittlungsr├Ąumen, wobei darauf geachtet wird, dass Werrezeption und - vermittlung eng miteinander verkn├╝pft sind, ohne sich gegenseitig zu st├Âren.

Ein ├Ąhnliches "gl├Ąsernes Prinzip", bei dem Inhalte der Geb├Ąude auch von au├čen sichtbar gemacht werden sollen wird auch bei der Kunsthalle und der Multifunktionalen Halle angewandt: letztere hat an ihrer Stirnseite, auf die die Siebensterngasse nun parallel zul├Ąuft, ein ├╝berdimensionales Fenster, das von au├čen den Blick in den Schn├╝rboden freigibt. Im Rahmen des Gesamtkonzepts des Museumsquartiers spielt die Veranstaltungshalle f├╝r experimentelle Theater -, Tanz - und Musikereignisse eine gro├če Rolle. Ihre Lage zwischen dem Museum Moderner Kunst und der Kunsthalle erm├Âglicht ein Zusammenspiel der Nutzungen, sei es f├╝r kulturelle Begleitlehrveranstaltungen, Symposien, Er├Âffnungen, Sponsorenveranstaltungen und anderes mehr.


Die Kunsthalle mit ihrer dem MMK gegen├╝berliegenden Front bietet nach au├čen die M├Âglichkeit zur freien Inszenierung als Platzwand und nach innen den Blick in das ├╝ber die gesamte L├Ąngsseite gestreckte Treppenhaus, in dem die Kunstwerke gleichzeitig museal gesch├╝tzt sind und nach drau├čen wirken k├Ânnen. Sie ist als Veranstaltungsort f├╝r die Produktion und ├ťbernahme gro├čer, mittlerer und kleiner kunst - und kulturhistorischer Ausstellungen mit internationalem Anspruch konzipiert.
Die Kunsthalle weist eine Nettogescho├čfl├Ąche von 11.000m┬▓ auf. Zur Verf├╝gung stehen in drei Gescho├čen drei unterschiedlich gro├če Ausstellungshallen, die 1,400m┬▓, 900m┬▓ und 600m┬▓ gro├č sind. Diese Hallen k├Ânnen bei Bedarf in kleinere Einheiten unterteilt werden.

Neben dem zentralen Umschlagplatz Winterreithalle gibt es an der Mariahilferstra├če ein zweites Zentrum. Auf der Ebene der Mariahilferstra├če erstreckt sich ein gro├čer Hof, der unter dem Fischer - Bau durchf├╝hrt.
An den Stirnseiten dieses Hofes stehen sich zwei gleich gro├če Kuben gegen├╝ber, in denen das Film - und Fotografiemuseum einerseits und wesentlicht Einrichtungen des Museums ├ľsterreichischer Moderne untergebracht sind.

Auf der Burggassenseite der ehemaligen Hofstallungen, im Staatsratshof, befindet sich das Medienzentrum. Als eigenst├Ąndiger Bauk├Ârper dringt es in die vorhandene Bausubstanz und kann so mit den bestehenden R├Ąumen die funktionellen Anforderungen erf├╝llen. Im Mittelpunkt steht eine Mediathek, in der der ├ľffentlichkeit ein leichter Zugang zur Informationsf├╝lle der Wiener Medienarchive geboten wird, aber auch der Zugriff auf die Best├Ąnde internationaler Medienzentren erfolgen kann. Weiters ist ein lebendiges und kritisches medienspezifisches Aktionsforum in Verbindung mit einer Ausstellungsplattform f├╝r die verschiedensten Ph├Ąnomene der Medienwelt geplant. Dort soll auf freie, unterhaltsame, kreative und k├╝nstlerische Art und Weise die Wirklichkeit und die Wirksamkeit der Medien vermittelt und kritisch durchleuchtet werden.[10]

Drittes Element des Medienforums - neben Film - und Fotografiemuseum und Medienmuseum - ist der Informations - und Leseturm. Er steht als Abschluss der der Kunsthallenfreitreppe neben dem Haupteingang des Fischer - Traktes, knapp herangeschoben an die Hoffassade.
Die auf Kunst und Kultur spezialisierte Freihandbibliothek, die hier untergebracht ist, wird auf zehn doppelgescho├čige Etagen verteilt. Die einzelnen Gescho├če haben mit ihren etwa 100m┬▓ Fl├Ąche ausgesprochen intimen Studiencharakter. Die Bibiothek soll nicht nur B├╝cher, sondern auch Zeitschriften, CDs und CDRoms umfassen.
Der 67m hohe Turm ├╝berragt als wichtiges architektonisches und stadtr├Ąumliches Zeichen das Areal.

Die Nutzung der ├╝brigen Geb├Ąude auf dem Areal soll nie fixiert werden. Das Konzept sieht eine st├Ąndige Fluktuatoin geeigneter Institutionen und Veranstalter vor.
Neben der n├Âtigen Infrastruktur - von der Bank ├╝ber die Polizeistation ├╝ber die Trafik - sollen aber noch ein paar wesentliche Kulturtr├Ąger einziehen: ein Forum aktueller Architektur, ein Galeriezentrum und ein Kindermuseum.

Der Architekt selbst ├╝ber seine Pl├Ąne:
Dieses "Stadtmodell" k├Ânnte ├╝ber seine direkten Funktionen hinaus zeigen, wie Stadt nur durch Verdichtung attraktiver werden kann und wie Altes und Neues sich auf engstem Raum mischen lassen. Von seinem urbanen Stellenwert, vom Anspruch der demokratischen Selbstdarstellung und dem eines kulturellen Leitbildes hat dieses Quartier ein Pendant: die Akropolis.[11]


ENDLOSE STREITEREIEN UM DAS PROJEKT

Eine im April 1991 ver├Âffentlichte Umfrage, die der Standard von 21. Februar bis 6. M├Ąrz vom Gallup - Institut durchf├╝hren lie├č, ergab eine unerwartet starke Zustimmung unter den ├ľsterreichern: exakt 50% votierten f├╝r das Projekt, nur 19% sprachen sich dagegen aus, indifferent blieben 28%.[12]
Vor allem unter den jungen ├ľsterreichern befanden sich die meisten Bef├╝rworter des Kulturbaus: 73% der unter 30j├Ąhrigen pl├Ądierten f├╝r das Projekt, nur 6% waren dagegen.
Dieses Ergebnis ist jedoch kritisch zu nehmen, da der STANDARD eine derjenigen Zeitungen war, die f├╝r das Museumsquartier eintraten. Auf dieser Seite standen au├čerdem PROFIL und FALTER.
DIE PRESSE und vor allem DIE KRONEN ZEITUNG schimpften um die Wette gegen das Projekt.
Die KRONE scheute nicht einmal davor zur├╝ck, mit verf├Ąlschten Fotomontagen Stimmen gegen das Projekt zu gewinnen. Ihrer Entr├╝stung ging allerdings eine deutliche Bef├╝rwortung voran. Noch zu Beginn von 1992 hatte der KRONE - Kulturredakteur Erwin Melchart den geplanten Bau bejubelt. Ein halbes Jahr sp├Ąter ergriffen aber statt der Experten der Kommentator Aurelius (alias Herausgeber Hans Dichand) und Chronikredakteure das Wort. Sie redeten von "Monster" und "Zwangsbegl├╝ckung".[13]
Die am heftigsten umk├Ąmpften Punkte waren die Kernzone des Messepalastes und vor allem der Leseturm.
Der Bibliotheksturm, unbestreitbar das markanteste und weithin sichtbare Zeichen des Museumsquartiers wurde schlie├člich zum Symbol und zum Hauptgrund f├╝r die langen Streitereien um den Bau. Manche Politiker ├Ąngstigten sich zum Beispiel, dass er von der Bev├Âlkerung als Verschandelung des sich hinter dem Muqua erhebenden Spittelbergs empfunden w├╝rde. Ein St├╝ck weiter hinten steht jedoch der Flakturm der Stiftskaserne und ein Hochhaus einer gro├čen ├Âsterreichischen M├Âbelfirma.
Zudem wurde auch eine "B├╝rgerinitiative Hofstall Ensemble" gegr├╝ndet, der unter anderen auch G├╝nther Nenning angeh├Ârte. Die B├╝rgerinitiative trat f├╝r ein Kutschenmuseum im "einst bedeutesten Palast f├╝r Pferde"[14] ein, von dem aus man mit der Pferdetramway bis zum Westbahnhof fahren kann.
Die B├╝rgerinitiative forderte au├čerdem eine Volksabstimmung zum Thema.
Auch das Bundesdenkmalamt ├Ąu├čerte sich 1992 kritisch gegen├╝ber dem Projekt.
Bald waren die SP├ľ unter Vizekanzler Erhard Busek und die Gr├╝nen die einigen Parteien, die sich noch f├╝r das Museumsquartier einsetzten. ├ľVP und nat├╝rlich vor allem FP├ľ stellten sich dagegen, als es um die Abstimmung ├╝ber die Fl├Ąchenwidmung im Gemeinderat ging.
Nach endlosen Querelen zwischen der Stadt Wien und dem Bundesdenkmalamt wurde der Fl├Ąchenwidmungsplan schlie├člich 1993 mit einem Abstimmungergebnis von 60:36 beschlossen, nachdem man das MMK um 20% verringert hatte und aus dem f├╝r die Veranstaltungshalle vorgesehenen Bau das "Museum Leopold" gemacht hatte. Die Veranstaltungshalle (750 Pl├Ątze) wurde nun in die Kunsthalle integriert und der Leseturm von 68 auf 56m reduziert. Man erwartete sich einen Baubeginn bis 1994.


DER VERÄNDERTE PLAN 1993

Der Standard, der immer schon sehr um das Muqua bem├╝ht war, ver├Âffentlichte im J├Ąnner 1993 einen Artikel, in dem ein imagin├Ąrer Spaziergang mit Blick auf die Details der Planungen und Nutzungskonzepte durch diesen "besonderen Teil des 7. Bezirkes"[15] vorgeschlagen wurde.

Route 1:
Museumsbesucher streben vom Haupteingang am Messeplatz in die gegen├╝berliegende ehemalige Reithalle. Sie betreten das Geb├Ąude aus dem sp├Ąten 19. Jahrhundert, dessen Erhaltungsgrad besonders umstritten war, auf der Grundebene (+/ - 0), wo sich die Garderoben und diverse Museumsshops befinden. Dieser 13,50m hohe Raum dient als zentrales Foyer der drei angrenzenden Ausstellungsbauten: Museum Moderner Kunst (MMK) zur Linken und die Kunsthalle (KH) zur Rechten.
├ťber Rolltreppen geht es zur Eingangsebene auf 3,50m H├Âhe. Ortner/Ortner sehen daf├╝r eine Betonplatte und anschlie├čende Br├╝cken als Verteiler vor.

Das MMK, gr├Â├čter der drei Renommierbauten, bietet im Eingangsgescho├č insgesamt 1500m┬▓ f├╝r Wechselausstellungen. Die drei restlichen Ausstellungsebenen sind f├╝r Dauerausstellungen aus den Best├Ąnden des Museums Moderner Kunst im Palais Liechtenstein und des Museums des 20. Jahrhundert vorgesehen.
Die sechs Meter hohen Schaur├Ąume gliedern sich in zwei unterschiedliche Zonen: Eine ausschlie├člich k├╝nstlich beleuchtete und eine mit Tageslicht nach Norden gerichtete. Von au├čen ist das durch einen in den Kubus geschnittenen Lichtspalt zu sehen, durch den die Fassade zur Stadt hin auch optisch aufgebrochen wird. Das Dach wiederum verbindet beide Teile. (Urspr├╝nglich hatten Ortner/Ortner einen einfachen W├╝rfel geplant.)
Das MMK reicht mit seinen Etagen in eine Tiefe von 12,5 Metern unter die Erde. Ein Gescho├č wird als Studiengalerie mit 350m┬▓ betrieben.
Klimatechnisch werden neueste Methoden zur schadenfreien Erhaltung der Exponate verwendet: Eine hinterl├╝ftete Fassade sichert konstante Temperaturen vor und hinter den Objekten. Transpirationen und Staubpartikel der Besucher werden in Bodenh├Âhe abgesaugt und aufsteigende W├Ąrme durch ein energiesparendes, mit geringen Wassermengen versehenes Kapillarsystem in der Decke gek├╝hlt.
├ťber den Grundri├č des Kubus hinaus erstrecken sich die Geb├Ąudeteile des Museums Moderner Kunst zum nordwestlich gelegenen Museum Leopold hin. Unter der Fu├čg├Ąngerplattform in 9,50m H├Âhe, die das abfallende Gel├Ąndeniveau zum 7.Bezirk hin ausgleicht, soll noch zus├Ątzlich Platz f├╝r Wechselausstellungen gefunden werden.

Der Bau f├╝r die Sammlung Leopold ersetzt, wie schon erw├Ąhnt, die urspr├╝nglich vorgesehene multifunktionale Halle. Da 1993 der Kauf der Sammlung der ├Âsterreichischen Moderne durch den Staat noch nicht fix war, wurden zun├Ąchst nur Fl├Ąchenbedarf (Ausstellungsfl├Ąche: 5674m┬▓, Gesamtfl├Ąche: 11.943m┬▓) festgelegt.
Das Geb├Ąude soll acht Gescho├če ├╝ber der Erde und Depot - und Technikr├Ąume unter der Erde umfassen.
Im 4. Stock ist eine Kaffeehaus - Platte geplant, die knapp ├╝ber der Reithalle auskragt. Das Geb├Ąude soll insgesamt 37,50m hoch werden.

Die Kunsthalle wurde mit dem Veranstaltungssaal in einem 26m hohen Geb├Ąude zusammengelegt. Auch sie ist ├╝ber die Winterreithalle erreichbar. Im Auftrag der Gemeinde als Betreiber soll hier - nach dem Kunstcontainer am Karlsplatz - endlich ein ├Âffentliches Ausstellungsforum mit internationalen konservierungstechnischen Standard installiert werden.
Die Ausstellungsfl├Ąche umfa├čt 3821m┬▓. Der darunterliegende Veranstaltungssaal mit maximal 800 Sitzpl├Ątzen ist in die Erde versenkt und wird seitlich belichtet.

Route 2:
Sie f├╝hrt vom Huapteingang weg in jene Bereiche, die zum lebendigen Kulturmosaik Museumsquartier wesentlich beitragen.
Unmittelbar rechts vom Eingang des Fischer - von - Erlach - Traktes wird der auf 56m reduzierte Leseturm stehen. Die zehn Gescho├če sind noch immer zur Freihandbibliothek (mit 250 Sitzpl├Ątzen und insgesamt 40.000 B├╝chern, Katalogen und Zeitschriften) bestimmt.
Die Best├Ąnde der Verschlei├čbibliothek sollen in regelm├Ą├čigen Abst├Ąnden versteigert werden und so zu den Betriebskosten beitragen. Au├čerdem wird eine Daten - Vernetzung mit den Uni - Bibliotheken angestrebt.

In den 800 - 1000m┬▓ Altbestand im n├Ârdlichen Fischer - Trakt sind B├╝ros geplant; im ├Ąu├čeren Fl├╝gel soll sich ein Architekturmuseum mit 1.000m┬▓ Fl├Ąche ansiedeln. In den vorhandenen inneren Fl├╝gel des Stadtratshofes kommt ein Kindermuseum nach amerikanischem Vorbild.

In die Burggasse gelangen die Museumsbesucher ├╝ber eine Rampe entlang der Bastei.

Route 3:
Am Leseturm vorbei geht es ├╝ber Treppen auf eine weitl├Ąufige Betonplatte (Niveau +10,50), unter der zun├Ąchst das Foyer der Kombi - Halle verl├Ąuft.
Dahinter wird das zweigeschossige Glacis - Beisl mit teilweise erhaltenem Altbestand und neuem Bauteil angesiedelt. Sein Gastgarten wird weiterhin auf der Bastei sein.
Der Zwickel zwischen Leopold - Museum und Kunsthalle bietet Freiraum f├╝r einen neuen Gastronomie - Betrieb (Niveau + 3,50).
Auf der Betonplatte - unter der sich auch der Zulieferverkehr abspielt - geht es zum neuen Eingang der Breitegasse Nr. 4. Die alten Basteien mit...
...Schmalseite der Kunsthalle.
Wer hier das Quartier nicht verlassen will, muss eine Engstelle zwischen dem Museum Leopold und der R├╝ckfront der Breite - Gasse passieren. Von hier aus kann man in den 500m┬▓ gro├čen Skulpturenhof zwischen den Museen Moderner Kunst und Leopold blicken. Rampen und Stiegen bringen dann vorbei an einem neuen Kindergarten wieder auf die Grundebene und weiter in den kleinen Klosterhof mit dem Tabakmuseum, das erweitert werden soll.
In das heutige Residenzkino in der Mariahilferstra├če will sich der ORF einmieten und eine Mediathek mit Livevorf├╝hrungen seiner alten Produktionen bespielen.
In drei dieser R├Ąume zieht das ├ľsterreichische Fotoarchiv ein. Der F├╝rstenhof, der ziemlich heruntergekommen ist, wird von Um - und Neubauten vorerst verschont.

Nun schien es fast, als ob man mit den Bauarbeiten bald beginnen k├Ânnte.
Dennoch gab schon im n├Ąchsten Jahr, am 24. August 1994, Dieter Bogner, der Gesch├Ąftsf├╝hrer und Konzeptkoordinator der Museumsquartier - Errichtungs - und Betriebsgesellschaft (MUQUA) seinen R├╝cktritt bekannt.
Hauptgrund f├╝r den Abgang war wohl Rudolf Leopold, der immer mehr Platz f├╝r seine Sammlung und schlie├člich sogar den Direktorsposten im Museum Leopold verlangte.
Der Ankauf der Sammlung Leopold sollte den Staat 2,2 Milliarden Schilling kosten - im Vergleich: die Baukosten des gesamten Museumsquartieres wurden auf 2,3 Milliarden Schilling gesch├Ątzt.

Au├čerdem wurden die Pl├Ąne von Ortner/Ortner weiter ver├Ąndert:
Der Leseturm verlor seine Bibliothek, da sich der Bund weigerte, den Betrieb zu finanzieren. Was blieb, waren lediglich ein Restaurant oben und ein Informationszentrum unten.[16]

Auch der Freund von Leopold, Krone - Herausgeber und Galerieinhaber Hans Dichand war interessiert, einzelne St├╝cke aus seiner Sammlung im Museumsquartier zu zeigen.
Weiters gab es Verhandlungen mit Karlheinz Essl, der f├╝r seine Sammlung, die unter anderem Werke von Rainer, Attersee, Brauer und Hundertwasser beinhaltet, ein Museum haben will, f├╝r das er den ehemaligen Leseturm in eine "Essl - Ellipse"[17] verwandeln wollte.
Dazu kam es jedoch nicht: Ende M├Ąrz 1995 wurde wieder einmal ein neues, unter Beiziehung des Denkmalschutz - Experten Manfred Wehdorn ├╝berarbeitetes Projekt pr├Ąsentiert. Die wichtigsten Neuerungen:
    Der Turm f├Ąllt endg├╝ltig. Das Museum Moderner Kunst wird nun nicht links, wie im ersten Plan, sondern rechts vom Haupteingang untergebracht, wo zuerst die st├Ądtische Kunsthalle situiert gewesen w├Ąre. Die Stadt Wien adaptiert die ehemalige Winterreithalle durch den Einbau st├Ąndiger Trib├╝nen f├╝r etwa 1000 Besucher als Theaterraum f├╝r die Festwochen und ├Ąhnliche Veranstaltungen. Dahinter wird nun die Kunsthalle gebaut. Beide Hallen bekommen ein gemeinsames Foyer.

Die beiden gro├čen Bundes - Neubauten werden nicht h├Âher als 24m aufragen, so hoch ist der Mittelrisalit des Erlach - Baus, wo die gemeinsamen Kassen untergebracht werden.
Von den 45.000 Quadratmetern Nutzfl├Ąche werden 20.000 in alten Gem├Ąuern untergebracht.
Essl bekam in der Altbauzone f├╝r sein "Wotruba - Museum" 4400 Quadratmeter reserviert, eine Dauersammlung Essl war jedoch noch nicht entschieden.[18]
Im August genehmtigte der Bund endlich die Vorentw├╝rfe ohne Einschr├Ąnkung: dem MMK wurde die dritte Etage gekappt. Statt 4000 Quadratmeter f├╝r die Sammlung und 2000 f├╝r Wechselausstellungen stehen jetzt nur insgesamt 4400 zur Verf├╝gung. Im Ausgleich dazu wurden die Depotfl├Ąchen auf 2700 Quadratmetern vergr├Â├čert. Au├čerdem darf das Museum Moderner Kunst zweimal j├Ąhrlich die Winterreithalle bespielen.[19]


Im M├Ąrz 1996 hievten schlie├člich auf Wunsch des Denkmalbeirats mehrere Kr├Ąne Metalltr├Ąger in eine H├Âhe von 24 Metern, um die Eckpunkte der beiden Bauk├Ârper des k├╝nftigen Museumsquartieres zu markieren. Es ging darum, ob die Museen Leopold und MMK die Fischer - von - Erlach - Fassade ├╝berragen und ob sie vom Heldenplatz aus sichtbar sein w├╝rden. Zugleich aber liegen sie unter der Silhouette der Breiten Gasse samt Flakturm. Die Kosten dieser Simulation beliefen sich auf eine viertel Million Schilling (!).[20]
In einer Sitzung wurde mit einer Stimmenmehrheit von 3:2 f├╝r den Bau der beiden Bundesmuseen und der Kunsthalle entschieden.
Drei Monate sp├Ąter forderte Ministerin Gehrer, die inzwischen f├╝nfte(!) der Museumsquartier - Minister, vor dem Rechnungshofausschu├č eine rasche Realisierung des Museumsquartiers im Messepalast.F├╝r eine Fertigstellung votierten alle Parlamentsparteien - abgesehen von den Freiheitlichen.
Die bisherigen Kosten beliefen sich damals, im Juni 1996 auf 516 Millionen Schilling.[21]

Im Juli 1996 akzeptierte das Bundesdenkmalamt die Pl├Ąne - allerdings mit Vorbehalt. Die Auflagen waren folgende:
    eine Pr├Ązisierung der Nutzung des Fischer - von - Erlach - Traktes, der Eingang zur Veranstaltungshalle soll nicht seitlich, sondern in der Mitte sein, die Bauh├Âhe von 24m darf nicht ├╝berschritten werden, die Fassade des alten Baus muss saniert werden, die Fassaden der Neubauten m├╝ssen sich "harmonisch zum Altensemble f├╝gen".[22]

Obwohl das Museumsquartier nochmals verkleinert werden musste - die Pl├Ąne f├╝r die Reithalle wurden nicht akzeptiert - und der ├ľsterreichische Kultursenat im Dezember 96 in einer Stellungnahme das geplante Museumsquartier ablehnte, wird es nun schlie├člich doch zum Bau kommen.

Im J├Ąnner 1997 fand in der KUNSTHALLE im museumsquartier eine Ausstellung mit dem Titel "Schauplatz Museumsquartier - Zur Transformation eines Ortes" statt.

Als dann im Juli die Bauverhandlung stattfand, wuchs der Optimismus, dass im ehemaligen Messepalast doch noch gebaut wird. Es gab keine Einw├Ąnde, abgesehen von der B├╝rgerinitiative.[23]

Nun ging es wirklich schnell:
Anfang Oktober erlangte das Muqua die Baugenehmigung von der Gemeinde Wien, die Pr├╝fung durch das Bundesdenkmalamt noch im selben Monat abgeschlossen.
Somit wurde das Museumsquartier - 20 Jahre nachdem es das erste Mal angedacht wurde und 13 Jahre nach dem ersten Reformpapier einer Reformkomission - zur Errichtung freigegeben. Der Falter schrieb: "Das Museumsquartier ist nicht mehr ganz, was es fr├╝her war, aber es wird gebaut."[24]

Selbst der heutige Planungsstadtrat Bernhard G├Ârg, der seinerzeit die durch Erhard Busek definierte Pro - Museumsquartier - Linie der ├ľVP ins Gegenteil umkehrte, hat seinen Widerstand aufgegeben: "Jetzt ist halt aus einem auff├Ąllig mi├čgl├╝ckten ein unauff├Ąllig mi├čgl├╝cktes geworden. Aber ich stelle mich nicht mehr gegen den Strom."[25]
[1]Die Presse, Dezember 1988
[2]Der Standard, M├Ąrz 1990
[3] Zeitschrift "Werk, Bauen und Wohnen," Nr.6 (Juni) 1992
[4] zitiert nach einem Artikel von Hans Haider in der "Presse", 8. M├Ąrz 1997
[5] "Die Presse" 8. M├Ąrz 1997
[6] Walter Zschokke: "Kunsthalle Wien, Karlsplatz", in: "Adolf Krischanitz", Z├╝rich 1994
[7] Wolf Juergen Reith: "Eine Museuminsel", in: "Werk, Bauen + Wohnen", Nr.5/1988
[8] Falter Nr.41/87, S.9
[9] Laurids und Manfred Ortner: "Verdichtung als Stadtmodell", in: "Werk, Bauen + Wohnen" Nr. 10/90, S 12ff.
[10] Dieter Bogner: "Museumsquartier Wien", in: "Museumspositionen" Salzburg - Wien 1992, S. 86 - 97
[11] Laurids und Manfred Ortner: "Verdichtung als Stadtmodell", in: "Werk, Bauen + Wohnen." Nr.10/90, S.12ff.
[12] Der Standard, April 1991
[13] zitiert nach: Ruth Rybarski: "Unbekanntes Wesen" Profil Nr. 41/ 5. Oktober 1992
[14] zitiert nach: ebda, S.20
[15] Heide Gr├Âmansperg/Gert Walden: "Das Museumsquartier als Kulturmosaik", DER
    STANDARD, 21. J├Ąnner 1993
[16] Markus Wailand: "Raum f├╝r neue Ideen?" in: Falter Nr. 21/94
[17] Markus Wailand: "Bau mit mit Baumax!" in: Falter, Ende 1994/Anfang 1995 (?)
[18] "Wiener Museumsquartier: Kompromi├č ohne Turm" Die Presse,┬á1. April 1995
[19] "Museumsquartier light: Nun schmeckt es allen.", in: Der Standard, 4. August 1995
[20] Rainer Metzger: "Anleitung f├╝r denjenigen, ‘der es besser macht’", Der Standard,
    27.3.1996
[21] Die Presse, 7.6.1996
[22] Die Presse, 5. und 6.7.1996
[23] "Redimensionierte Pl├Ąne konnten passieren", Wiener Zeitung, 1.7.1997
[24] K. N├╝chtern/M.Wailand: "Stinknormaler Bescheid," in: Falter, Nr. 45/97
[25] zitiert nach: Falter, Nr. 45/97

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