Johann Wolfgang von Goethe als Wissenschaftler

Bild 1




























Johann Wolfgang Goethe als Wissenschaftler


Weite Welt und breites Leben,
Langer Jahre redlich Streben,
Stets geforscht und stets gegrĂŒndet,
Nie geschlossen, oft gerĂŒndet,
Ältestes bewahrt mit Treue,
Freundlich aufgefaßtes Neue,
Heitern Sinn und reine Zwecke;
Nun, man kommt wohl eine Strecke !
Johann Wolfgang Goethe






Inhaltsverzeichnis:


Seite
    Die Entwicklung der Wissenschaft im damaligen Deutschland 3 Goethes Entwicklung zum Naturforscher 3
3. Goethes Haltung, Theorie zur Entstehung der Welt 4
4. Goethes wissenschaftliche Arbeiten 6
4.1. BeitrÀge zu Mineralogie und Geologie 6
4.2. Goethes BeitrÀge zur Biologie 8
4.3. Die Farbenlehre 11
4.4. Der Streit Goethes und Newtons um die Farbenlehre 13
4.5. Goethes BeitrÀge zur Meteorologie 14
5. Anhang 16
5.1. Tabellarischer Lebenslauf 16
    Quellen 17 Bibliographie 18






















1. Die Entwicklung der Wissenschaft im damaligen Deutschland

Um die Bedeutung von Goethe als Naturwissenschaftler etwas hervorzuheben ist es nötig sein Umfeld, die Wissenschaft der damaligen Zeit, nÀher zu untersuchen.
Die Wissenschaft in Deutschland war noch in den AnfĂ€ngen. Das Lehrbuch aus dem Goethe Anatomie Chemie und Medizin gleichzeitig lernte, stammte aus dem Jahre 1727, und wurde von einem Theologen, welcher gleichzeitig Mediziner war und sich mit Botanik sowie Chemie befaßte, geschrieben. In einer heutigen UniversitĂ€t gibt es fĂŒr diese verschiedenen Fachbereiche ungefĂ€hr 40 Professoren. Die Chemie lĂ€sst sich am Besten mit der mittelalterlichen Alchimie vergleichen, denn es waren nur die 4 Elemente des Mittelalters bekannt und solche Begriffe wie Atom und Reduktion tauchten auch erst in der spĂ€teren Entwicklung auf. In der Physik war der Begriff ElektrizitĂ€t zwar schon bekannt aber er hatte eine andere Bedeutung als heute. Goethe selbst schreibt ĂŒber die ElektrizitĂ€t:"wirkt stark auf die Nerven, gibt verlorene Stimmung wieder" woran noch einmal deutlich wird das er mit der ElektrizitĂ€t etwas völlig anderes verband. Die Wirkung derselben stand mehr im Vordergrund. Dies ist im weitesten Sinne fĂŒr seine Farbenlehre interessant, weil elektrische Versuche mit Sinnesorganen, welchen einen Aufschluß ĂŒber die Bedeutung des Auges bei der Wahrnehmung des Lichtes gegeben hĂ€tten, zu seiner Zeit noch nicht bekannt waren. Die PalĂ€ontologie bildete sich langsam heraus und es kam zu ersten Altersbestimmungen der Erde durch Blumenbach. Die Witterungskunde war schon ziemlich weit da sie schon sehr alt war. Das Thermo -, sowie das Barometer waren schon bekannt. Trotzdem bestand der grĂ¶ĂŸte Teil dieser Wissenschaft im Sammeln von Daten und Fakten und weniger in der Erforschung neuer Gebiete. Die Mineralogie als solche, sowie grĂ¶ĂŸer Gesteinssammlungen, gab es zu seiner Jugendzeit noch nicht.

2. Goethes Entwicklung zum Naturforscher

Goethes gesamten naturwissenschaftlichen Arbeiten und Studien haben einen Umfang von ungefĂ€hr 14 BĂ€nden. Hieran lĂ€sst sich die Bedeutung von Goethes Gesamtwerk erkennen. Nahezu 60 Jahre hat Goethe experimentiert, geforscht und 40 Jahre beschĂ€ftigte er sich mit der Politik. Seine Kindheit verbrachte er in seinem Geburtsort Frankfurt am Main. Er erhielt zuerst Unterricht von seinem Vater und von anderen Privatlehrern. Schon in seiner Schulzeit begeisterte sich Goethe fĂŒr die Naturwissenschaften und fĂŒhrte selbst experimentelle Untersuchungen durch. Er wollte am Anfang in Göttingen studieren, da diese UniversitĂ€t eine der bedeutendsten war, und sehr viel Wert auf Mathematik legte. Auf BedrĂ€ngen seines Vaters ging er aber nach Leipzig, wo er widerstrebend ein Jurastudium aufnahm. WĂ€hrend seiner Studentenzeit, in den Jahren 1765 bis 1770 vollzog sich bei Goethe ein leichte Abkehr vom Christentum. Dies resultierte daraus, das er selbst forschen wollte, selbst verstehen "was die Welt im Innersten zusammenhĂ€lt" und sich durch die vorgegeben Grenzen der Theologie sehr beengt fĂŒhlte. Es reichte ihm nicht nur aus BĂŒchern zu lernen, sondern er hinterfragte die alten Theorien. Er schloß sich daraufhin einer Naturlehre dem Phanteismus an. Diese Lehre setzt den Gott der christlichen Welt mit der Natur gleich, d.h. das sich Gott ĂŒberall in der Natur befindet. In Goethes spĂ€teren Schaffen erkennt man immer wieder die Beeinflussung eben durch diese Lehre. FĂŒr ihn ist die Natur zu einer Form der Religion geworden. Er betrachte in seinen Studien die Natur immer als ganzes einheitliches. Deswegen legte er sich auch nicht auf eine Wissenschaftsrichtung fest, sondern versuchte, so allgemein wie möglich, von jeder Richtung etwas mitzunehmen, zu umreißen. Durch diesen unglaublichen Drang die Natur zu verstehen, UrsprĂŒnge zu entdecken, welcher sich schon in seiner Kindheit abzeichnete, entstanden seine Studien zur Naturwissenschaft. Hier wird auch das Universalgenie Goethe deutlich, denn er ist einer der einzigen Dichter, die sich so ausfĂŒhrlich mit den Naturwissenschaften beschĂ€ftigt haben.

3. Goethes Haltung, Theorie zur Entstehung der Welt

Goethe war in seiner Haltung eher Neptunist[1], obwohl er sich dieser Strebung nie vollstĂ€ndig anschloß. Damit stand er im Gegensatz zu der weitverbreiteten Theorie der
Vulkanisten[2]. Dieser Streit um die Weltanschauung und um philosophische Aspekte der beiden Theorien, erregte die GemĂŒter der gesamten geistigen Welt. Hier lĂ€sst sich auch sehr gut die Verflechtung der verschiedenen TĂ€tigkeiten Goethes nachvollziehen.
Bild 2





Goethe in seinem Arbeitszimmer
Sein Faust II ist von vielen weltanschaulichen und auch naturwissenschaftlichen Gedanken durchzogen, Faust selbst tritt als Naturwissenschaftler und Politiker auf. In der Klassischen Walpurgisnacht kommt auch der Wettstreit der Neptunisten und Vulkanisten, in Form der Auseinandersetzung von Thales und Anaxagoras, im Bezug auf die "Menschwerdung" von Humunculus, zum Ausdruck. Auch hier entscheidet sich Goethe fĂŒr den Weg des Neptunisten Thales, indem er Humunculus, am Ende der Diskussion, sein "Heil" im Wasser suchen lĂ€sst. Dieses Zusammenspiel seiner naturwissenschaftlichen Erkenntnisse findet man in vielen seiner Werke wieder. Wie schon erwĂ€hnt schloß er sich nie ganz den Neptunitischen Bestrebungen an, vielmehr schwankte er in seiner Haltung zu den Theorien. Erst in seinen letzten Lebensjahren, rĂŒckte fĂŒr ihn die vulkanistische Auffassung in den Vordergrund, was aus den BeschĂ€ftigungen mit Arbeiten von Alexander Humboldt, und GesprĂ€chen mit demselben resultierte. Dieser versucht, aufgrund seiner Beobachtungen in SĂŒdamerika, mit seinen wissenschaftlichen AusfĂŒhrungen ĂŒber die Entstehung der Erdkruste und der Gebirge, die vukanistische Theorie zu belegen. Da Goethe sich selbst in all seinen Lebensjahren mit diesen Dingen befaßte und dadurch selbst anfing an der Wasserenstehung zu zweifeln, kamen ihm diese Auslegungen nur zurecht, da sie ihm seine Forschungen bestĂ€tigten.

4. Goethes wissenschaftliche Arbeiten

4.1. BeitrÀge zu Mineralogie und Geologie

Durch seine TĂ€tigkeit als geheimer Rat und Minister in Weimar ab 1776 kam Goethe erst zur Mineralogie. Er musste durch sein politisches Amt mehrere Kommissionen beaufsichtigen, so zum Beispiel die Wegebaukommission sowie die Bergwerkskommission. Diese Gremien wurden mit der praktischen DurchfĂŒhrung vom Rat beschlossener Aufgaben betraut.
Bild 3







Gesteinssammlung in Weimar
Das verlangte eine gewisse Sachkenntnis der betreffenden Gebiete. Durch die Übernahme der Leitung der Bergwerkskommission im Jahre 1777 und die Wiedereröffnung des Erzbergwerkes in Ilmenau, wurde Goethes Interesse an der Mineralogie geweckt. Die Bergwerkskommission beschĂ€ftigte sich damals damit den Staatshaushalt, mit der Gewinnung von Erzen aus dem Bergwerk Ilmenau, zu verbessern. Ein Problem dabei war, die Beschaffenheit der LagerstĂ€tten des Erzes herauszufinden und damit die Abbaumethoden festzulegen. FĂŒr Goethe war dies der Anlass, sich mit der theoretischen Seite der Geologie zu befassen. Er eignete sich dabei viel Wissen ĂŒber die Entstehung der Erdrinde an, ein Thema welches ihn sehr gefangennahm. Es gab damals noch keine klaren und sachliche Vorstellungen, ob und wie die Gestalt der ErdoberflĂ€che, mit den VerĂ€nderungen der Natur zusammenhĂ€ngt. Außerdem gab es auch noch kein System, in das die Minerale eingeordnet werden konnten. Dieses veranlasste ihn spĂ€ter, zur Veranschaulichung seiner theoretischen Studien und zu Untersuchungen sowie Experimenten, eine eigene Gesteinssammlung anzulegen. Diese wurde im Laufe der Zeit zu einer der besten Sammlungen in Europa. Sie entstand langsam, er brachte sich wĂ€hrend seiner vielen Reisen nach ThĂŒringen und in den Harz immer wieder Mineralien mit. Es genĂŒgte ihm dabei nicht von hier und da einen Stein mitzunehmen der ihm gefiel, sondern er wollte eine systematische Zusammenstellung der Mineralien einzelner Gebiete schaffen. Anhand dieser Sammlung untersuchte er den geologische Aufbau von ThĂŒringen, sowie den des gesamten Deutschlands. Er lass das Buch "Von den Ă€ußerlichen Kennzeichen der Fossilien" (Leipzig 1774) von Abraham Gottlob Werner und schloß sich dessen Systematik zur Unterscheidung der Gesteine an, da diese am Besten seinen Vorstellungen ĂŒber die Gesamtheit einer Wissenschaft entsprach. 1779 bewegte Goethe den Herzog Carl August zum Ankauf des "Wallchschen Naturalienkabinetts, welches spĂ€ter den Grundstein fĂŒr das mineralogische Museum in Weimar bildete. Goethe nahm die Studien zur Geologie sehr ernst wie ein Zitat von ihm darlegt.
"Ich habe mich diesen Wissenschaften, da mich mein Amt dazu berechtigt, mit einer völligen Leidenschaft ergeben und habe, da Du das AnzĂŒgliche davon selbst kennst, eine sehr große Freude daran" ( Goethe in einem Brief an Johann Heinrich Merck). Aus der gemeinsamen Arbeit mit J.C.W. Voigt und seinem Drang zu verstehen worin der Ursprung der Welt besteht, entwickelte sich ein großes Interesse fĂŒr geologische ZeitrĂ€ume, was ihn zu eignen Forschungen auf diesem Gebiet anregte. Als ein Ergebnis dieser Studien entstand 1784 der Artikel "Über den Granit". Er selbst bezeichnet den Granit als eine Art Urgebirge, als "den Ă€ltesten festesten tiefsten unerschĂŒtterlichsten Sohn der Natur". Dadurch lassen sich Parallelen zu seiner Farbenlehre ziehen, denn auch hier geht er von einem UrphĂ€nomen aus. Sein Bestreben richtet sich darauf GesetzmĂ€ĂŸigkeiten in der Struktur dieses Steines zu erkennen. Das ihn auch hier sein innerer Kampf um die Theorie der Weltanschauung beschĂ€ftigt, wird auch in dem folgenden Zitat in dem er sich zum Granit Ă€ußert deutlich: "Aus bekannten Bestandteilen, auf eine geheimnisreiche Weise zusammengesetzt, erlaubt es ebensowenig seinen Ursprung aus Feuer wie aus Wasser herzuleiten." (Voigt, Sucker, S.27) Es fĂ€llt auf das er sich hier nicht auf die Art der Entstehung festlegt. 1796 scheitert das Ilmenauer Bergwerk. Durch einen Wassereinbruch in den Schacht, waren weitere Arbeiten kaum noch möglich, zudem gab es keine finanziellen Mittel mehr. Trotz diesem RĂŒckschlages, ließen Goethe die geologischen Fragen bis an sein Lebensende nicht mehr los. Er selbst gilt, durch seine fĂŒr diese Zeit neue Vorstellung von einer Eiszeit in der Erdgeschichte, welche er erst im hohen Alter entwickelte, als VorlĂ€ufer der Glaziologie. 1803 wird Goethe zum PrĂ€sident der "Herzoglichen SozietĂ€t fĂŒr die gesamte Mineralogie zu Jena" gewĂ€hlt und 1806 fĂŒhrt Johann Georg Lenz zu seinen Ehren die Bezeichnung Goethit[3] ein. Bei einer Rezension zu einer Geognostisch - Geologischen Karte, an der er selbst einen Anteil hatte, kommt noch einmal sein Interesse an der Erderforschung zum Ausdruck. "Wenn ich gedenke, was ich mich seit fĂŒnfzig Jahren gemĂŒht, wie mir kein Berg zu hoch kein Schacht zu tief, kein Stollen zu niedrig und keine Höhle labyrinthisch genug war, und nun um mir das Einzelne zu vergegenwĂ€rtigen, zu einem allgemeinen Bilde verknĂŒpfen möchte; so kommt mir vorliegende Arbeit [...] sehr zustatten." (Voigt, Sucker S.30)

4.2. Goethes BeitrÀge zur Biologie

Goethes Studien zur Biologie sind vielfĂ€ltiger als bisweilen angenommen, er betrachtete nicht nur die Pflanzenmorphologie und die Anatomie, welche als seine Hauptinteressengebiete gelten, sondern berĂŒhrte auch allgemein biologische Fragen der damaligen Zeit.

Bild 4



Seite aus Goethes Herbarium
Er hat damit, neben anderen herausragenden Biologen, einen entscheiden Beitrag fĂŒr die Herausbildung der Biologie als ernstzunehmende Wissenschaft geleistet. Seine erste und auch bedeutendste Entdeckung in diesem Fach, war die des os intermaxilare[4] beim Menschen. Am Tag dieser Entdeckung schreibt er voller Begeisterung an Frau von Stein : "[...] es ist mir ein köstliches VergnĂŒgen geworden, ich habe eine anatomische Entdeckung gemacht, sage aber niemanden ein Wort." (Mayer S.655) Zu der damaligen Zeit wurde dieser Knochen nur bei Tieren nachgewiesen, weil er beim Menschen, in der embryonalen Entwicklung, mit dem SchĂ€del verwĂ€chst. Er galt als spezieller Schnauzenknochen und damit als anatomisch Trennung zwischen Tier und Mensch. Goethe aber wollte nachweisen das der os intermaxilare auch beim Menschen vorkommt. Zu diesem Zwecke sammelte er Anschauungsmaterial in Form von Hunde -, Affen -, Pferde -, und MenschenschĂ€deln. Er lies sie alle von 4 Seiten zeichnen, und schreckte auch nicht vor einer Reise nach Braunschweig zurĂŒck, um dort einen ungeborenen Elefanten zu untersuchen. Er lĂ€sst sich auch einen ElefantenschĂ€del nach
Eisenach senden und schreibt dazu an Frau von Stein: "Zu meiner großen Freude ist der ElefantenschĂ€del aus Kassel hier angekommen und, was ich suche, ist ĂŒber mein Erwarten daran sichtbar. Ich halte ihn im innersten Zimmerchen versteckt, damit man mich nicht fĂŒr toll halte.
Bild 5





Zwischenkieferknochen
Meine Hauswirtin glaubt, es sei Porzellan in der ungeheuren Kiste." (Mayer, S.656) Durch Vergleiche in dieser Sammlung, fand er am menschlichen SchĂ€del auch Spuren einer Naht zwischen den EckzĂ€hnen und den SchneidezĂ€hnen, und wies damit als erster die Existenz des Zwischenkieferknochen beim Menschen nach. Am Anfang wurde ihm von der Fachwelt hĂ€ufig widersprochen, aber im beginnenden 19 Jahrhundert wurde diese Entdeckung in die LehrbĂŒcher der Anatomie, unter der Bezeichnung "Sutura incisivia Goethei"[5], aufgenommen. Wohl bedeutender als sein Fund, ist die Art der Herangehensweise bei der Suche nach ihm. Seine Methode, des anatomischen und embryonalen Vergleiches, die heute als Vergleichende Morphologie bekannt ist, wurde eine spezifische Forschungsart des 19 Jahrhunderts. FĂŒr Goethe war die Betrachtung der verschiedenen organischen Formen, und ihrer Beziehungen untereinander nicht nur einen Hilfe fĂŒr die Physiologie, sondern eine Methode um die Entwicklung der Menschheit zu begreifen. Er ist der Meinung das alle organischen Gestalten stĂ€ndig in Bewegung sind, und deren Entwicklung niemals abgeschlossen ist. Damit greift er schon Darwin voraus. Wie schon erwĂ€hnt, beschrĂ€nkte er sich aber nicht nur auf diese Studien. Unmittelbar daran knĂŒpft seine Theorie der Entstehung des SchĂ€dels aus umgebildeten Wirbeln an. Diese veröffentlichte er aber erst im Jahre 1820. Die Erstveröffentlichung zu dieser Theorie fand, unabhĂ€ngig von Goethe, 1807 durch Lorenz Oken statt. In der heutigen Biologie gelten aber beide als Urheber dieses Gedankens. In der zweiten HĂ€lfte des 19 Jahrhunderts, wurden diese Auffassungen jedoch modernisiert, vorallendingen durch die Theorie von H. Huxley, der völligen Neubildung des SchĂ€dels. Voraus ging dieser Studie 1790 noch ein Vorschlag eines anatomischen Typus, als Modell der Struktur der Wirbeltiere. Ein zentralen Platz in seinem Schaffen, nimmt sein Werk von der Metamorphose der Pflanzen ein. Er versuchte in ihm die Strukturgleichheit verschiedener organischer Teile der Pflanzen nachzuweisen. 1792 schreibt er eine allgemeine Vergleichungslehre, in der er seine Lehre von der Wandelbarkeit der Organe und dem Gesamthaushalt des Organismus, die Morphologie vorstellte, welche auch ein wichtiges Problem in der Metamorphose der Pflanzen war. Er schrieb dazu eine kleine Einleitung fĂŒr Christiane Vulpius.
"Alle Gestalten sind Ă€hnlich, und keine gleicht der anderen; und so deutet es auf ein geheimes Gesetz auf ein heiliges RĂ€tsel." (Mayer, S.655) Bei seiner Suche nach dem Zwischenkieferknochen entstand auch das Kompensationsgesetz[6], das "Gesetz des organischen Typus" auf welches Darwin spĂ€ter zurĂŒckgriff.

Bild 6





Christine Vulpius und ihr Sohn
Im Zusammenhang mit der Entwicklung der Farbenlehre, untersucht Goethe 1796 die Wirkung von farbigen Licht auf das Wachstum und die Entwicklung der Pflanzen. Solche Untersuchungen sind heute von großem Interresse fĂŒr die Botanik. Zusammenfassend ist zu sagen, dass Goethe mit seinen Studien der Vergleichenden Anatomie, einen großen Vorlauf in Richtung der Darwinschen Theorien brachte, auch wenn nicht alle seiner vielen Entdeckungen aus heutiger Sicht interessant sind.

4.3. Die Farbenlehre

Die Farbenlehre ist das Naturwissenschaftliche Hauptwerk Goethes. Auf seiner italienischen Reise erhielt er, durch die natĂŒrliche Schönheit und Farbenpracht der Natur, erste AnstĂ¶ĂŸe sich mit der Entstehung der Farben zu beschĂ€ftigen. Am Anfang stand fĂŒr ihn das Problem der Farbgebung, welches dann unmittelbar die Suche nach
GesetzmĂ€ĂŸigkeiten fĂŒr die Harmonie der Farben mit einschloß. Erst spĂ€ter beschĂ€ftigte er sich auch mit dem naturwissenschaftlichen Problemen seiner Theorie. In Italien unterhielt er sich mit Malern und KĂŒnstlern ĂŒber die Farben und die Malerei, und las außerdem noch Fachliteratur zu dem Thema.

Bild 7





Titelblatt der Farbenlehre
Doch all dies reichte ihm nicht und so beschloß er, nach seiner RĂŒckkehr nach Weimar, selbst Versuche zur Farbenentstehung zu machen. Er suchte sich in seinem Haus Zimmer mit viel Lichtdurchfluß, und bekam von Hofrat BĂŒttner aus Jena die notwendigen Prismen fĂŒr seine Versuche. WĂ€hrend seiner Experimente beging er aber einen entscheidenden Fehler. Er hielt das Prisma direkt vor das Auge und versuchte auf eine weiße FlĂ€che blickend, ein Spektrum zu erkennen. Der normale Aufbau eines solchen Experiments erfordert, dass das Licht durch ein Prisma auf eine weiße FlĂ€che gebrochen wird, damit ein Spektrum sichtbar wird. Goethe erkannte durch diesen Fehler nur am Rand der FlĂ€che ein wenig Farbe. Bei seinen meteorologischen Himmelsbeobachtungen stellte er immer wieder fest, dass Farberscheinungen durch die trĂŒben Wolken beeinflußt werden. Dies fĂŒhrte ihn zu der, physikalisch falschen, Annahme, dass Licht nur dort entsteht wo "Licht und Schatten sich berĂŒhren." Diese Form sah er in der Welt der Farben durch das "TrĂŒbe" realisiert, also einer Einheit aus Licht und Nichtlicht, welche fĂŒr ihn der Ursprung aller Farben war. Diese "TrĂŒbe" bezeichnete er als UrphĂ€nomen des Lichts. Im Buch "Johann Wolfgang von Goethe" von Wolfram Voigt und Ulrich Sucker finden sich ein paar Zeilen zum UrphĂ€nomen von Goethe im allgemeinen. " Als UrphĂ€nomen bezeichnete Goethe allgemeinste gesetzmĂ€ĂŸige ZusammenhĂ€nge, die bestimmten Erscheinungen der Natur eigen sind und sich dem Anschauen offenbaren und weil nichts in der Erscheinung ĂŒber ihnen liegt". (S.35). Auf die Farbenlehre bezogen findet man wieder das TrĂŒbe als Ursprung der Farben, da fĂŒr Goethe nichts mehr "ĂŒber" diese Farbe kommt, d.h. diese Farbe aus nichts zusammengesetzt ist. Bis zum Erscheinen seiner wohl grĂ¶ĂŸten Wissenschaftlichen Arbeit "Zur Farbenlehre" (1810) beschĂ€ftigte er sich hauptsĂ€chlich mit dem Problem der Farben. Seine Farbtheorie entstand durch mĂŒhseliges Sammeln von Fakten und zahlreiche Experimente. Die Farbenlehre selbst umfaßt drei Teile und zwar den "Didaktischen", den "Polemischen" und den "Historischen Teil". In dem "Didaktischen Teil" stellt Goethe seine Ansichten ĂŒber die Entstehung und die Bedeutung der Farben dar. Er unterscheidet in Physiologische, Physische und Chemische Farben, er untersucht die Farben auf ihre Wirkung und geht auf Beziehungen der Farbtheorie zur Mathematik u.a. ein. Immer wieder betont er den engen Zusammenhang zwischen dem Auge als biologischem Organ und dem Licht. Besonders deutlich wird dies in dem Satz:
"Das Auge hat sein Dasein dem Licht zu danken. Aus gleichgĂŒltigen tierischen HĂŒlfsorganen ruft sich das Licht ein Organ hervor, das seines Gleichen werde; und so bildet sich das Auge am Lichte fĂŒrs Licht, damit das innere Licht dem Ă€ußeren entgegentrete." (Voitg, Sucker, S.38) Diese Erkenntnis brachte ihn zu der Annahme das die Wahrnehmung der Farbe keine physikalische Eigenschaft, sondern, durch das Auge, physiologisch bedingt, und dadurch individuell verschieden ist. Unter den physischen Farben fast Goethe Farben zusammen die fĂŒr ihn zur Physik gehören. Er schildert dabei eingehend seine Versuche mit Prismen. In dem Abschnitt "Sinnlich - sittliche Wirkung" lassen sich AnsĂ€tze eine FarbenĂ€sthetik und Farbpsychologie erkennen. Außerdem formuliert er hier die Probleme die ihn eigentlich erst auf die Farblehre brachten, die GesetzmĂ€ĂŸigkeiten der Malerei. Die Farbenlehre endet mit dem großen historischen Teil, in dem Goethe die geschichtlichen BemĂŒhungen Farbe zu beschreiben und zu verstehen zusammenfaßt. Er beschĂ€ftigte sich in diesem Teil auch ausgiebig mit den Theorien von Epikur und Lukrez. Diese Farbenlehre ist aus heutiger Sicht physikalisch nicht tragbar und wurde schon damals durch die Newtonsche Theorie widerlegt, aber sie ist von einer
sprachlichen Schönheit, sowie auch als Anleitung fĂŒr die Malerei als Harmonielehre zu verstehen.
4.4. Der Streit Goethes und Newtons um die Farbenlehre

Der Ursprung dieses Streites ist wie schon erwĂ€hnt die falsche Benutzung des Prismas, welcher Goethe glauben machte, dass Newton mit seiner Farbenlehre vollkommen falsch liegen mĂŒsste. Um die ZusammenhĂ€nge deutlicher werden zu lassen, muss man auch die Theorie von Newton kurz beleuchten. In dieser Lehre wird das weiße Licht aus Lichtern vieler verschiedener Farben zusammengesetzt. Aus diesem weißen Licht können, durch Brechung und andere UmwelteinflĂŒĂŸe, die anderen Farben herausgelöst werden. Er unterscheide sich in diesem Punkt nicht unbedingt von Goethe, denn zu diesem Herauslösen ist unbedingt Materie nötig, die man bei Goethe als das TrĂŒbe definiert findet. Newton schuf mit ihr die Voraussetzungen fĂŒr eine mathematische Betrachtung der Farben und ein wissenschaftliche Bearbeitung dieses Themas. Goethe versuchte aber eher eine lebendige Farbenlehre zu schaffen, und lies sich wenig durch genaue Physik stören. FĂŒr ihn war das weiße Licht die reinste Form des Lichtes und gerade diese sollte, nach Newton, nun aus anderen Farben bestehen. In dem Zitat "WĂ€re denn aber auch ein solches UrphĂ€nomen gefunden, so bleibt immer noch das Übel, dass man es nicht als solches anerkennen will, dass wir hinter ihm und ĂŒber ihm noch etwas Weiteres aufsuchen, da wir doch hier die Grenzen des Schauen eingestehen sollten. Der Naturforscher lasse die UrphĂ€nomene in ihrer ewigen Ruhe und Herrlichkeit bestehen." (Mayer, S.685) lĂ€sst Goethe seinen Unmut aus. Er verstĂ€rkt seine wörtlichen Angriffe gegen Newton, weil er von der wissenschaftlichen Richtigkeit seiner Farbenlehre ĂŒberzeugt war. Da ihm schon bei der Entdeckung des Zwischenkieferknochens niemand der wissenschaftlichen Welt geglaubt hatte, dachte er dass es mit der Farbenlehre genauso wĂ€re, dass er nur genug kĂ€mpfen mĂŒsste um alle davon zu ĂŒberzeugen. Auf die heutige Zeit bezogen haben beide Farbenlehren ihre Wirkung hinterlassen. Die physikalische Richtigkeit blieb aber, und das dies war schon zu Goethes Zeiten deutlich, der Newtonschen Lehre vorbehalten. Goethes Farbenlehre hingegen ist vielen Malern und KĂŒnstlern eine hilfreiche UnterstĂŒtzung. Die Zusammenfassungen ĂŒber die Harmonie der Farben sind bis heute noch vertretene Auffassungen. Dieser Unterschied wird auch schon im Ansatz der beiden Naturwissenschaftler deutlich. Goethe versuchte am Anfang eine verbindliche Lehre fĂŒr die Harmonie der Farben zu schaffen, was ihm sehr gut gelungen ist, wĂ€hrend Newton von Anfang an die wissenschaftlichen Aspekte dieser Sache im Auge hatte. Kurz vor Ende seines Lebens scheint sich Goethe zu besinnen, den er lĂ€sst aus einer neuen Auflage der Farbelehre, einige sehr anschuldigende SĂ€tze gegen Newton aus dem Polemischen Teil streichen.

4.5. Goethes BeitrÀge zur Meteorologie

Durch Tagebuchnotizen von Goethe ist heute erwiesen, dass er sich, wĂ€hrend seiner Untersuchungen zur Farbenlehre, auch intensiv meteorologischen Studien widmete. Dadurch das die BĂŒrgerschaft sich immer mehr dem Problem der Meteorologie widmete, konnte sich auch Goethe diesem auch nicht mehr verschließen. Dies ist auch gar nicht mal so abwegig, da er bei eben diesen Untersuchungen auch Himmelsbeoabachtungen machte. Dabei dachte er auch oft ĂŒber "Witterungskundliche Probleme" wie zum Beispiel die Entstehung der Wolken und es Klimas, sowie die Nebelbildung nach. Er war einer der Ersten, die sich auch Gedanken zu der Wirkung des Wetters auf den Menschen machten. Ihn faszinierte es besonders, das er endlich einmal, bei der Wolkenbildung, sehen konnte wie die Natur selbst etwas trĂŒbes hervorbringt, was ja nach Ansicht seiner Farbenlehre der Ursprung aller Farben ist. Nachdem er die Farbenlehre 1810 abschloß, widmete er sich ausfĂŒhrlich dem Entstehen des Wetters. 1803 erschien in England das Buch "An essay of the modification of claudes" von Howard, einem Autodidakten auf dem Gebiet der Meteorologie. Er fĂŒhrte die heutige ĂŒblichen Begriffe der Wolkenbezeichnung ein.
Durch den Herzog Carl August wurde Goethe auf dieses Werk aufmerksam und war sehr begeistert. Auch hier wird wieder die enge Verflechtung von Naturwissenschaft und Kunst im Leben von Goethe deutlich, denn er schrieb 1821 das Gedicht "Howards EhrengedĂ€chtnis" in dem es unter anderem heißt :

Bild 9
Carl August
" ... Er aber, Howard, gibt mit reinem Sinn uns neuer Lehre herrlichsten Gewinn. Was sich nicht halten, nicht erreichen lĂ€sst. Er fĂ€ĂŸt es an, er hĂ€lt es fest." (Voigt, Sucker, S.59) Durch Vergleichen von Wolken, also einer Anwendung seiner Morphologie, versuchte er GesetzmĂ€ĂŸigkeiten der Wolkenbildung zu finden und war dabei sehr von Howard beeinflußt. In den Übergangsformen zwischen den einzelnen Wolkenformen sah Goethe einen Beweis fĂŒr die Umwandlung, die Methamorphose der Wolken. Bei seinen Beobachtungen stieß er auch auf eine Übergangsform, die noch nicht bekannt war, und gab ihr den Namen Paries. Diese Bezeichnung konnte sich aber nicht durchsetzen, da diese Zwischenform von der Fachwelt nicht als neu anerkannt wurde. Ab ungefĂ€hr 1816 begann Goethe systematisch wetterkundliche Daten zu sammeln. Selbst auf seinen Reisen ließ er sich nicht davon abringen, seine Messungen durchzufĂŒhren. Dadurch entstand eine sehr große Übersicht ĂŒber die damaligen WettervorgĂ€nge, die heute eine Aufschluß geben. Eine wahre Pionierleistung vollbrachte Goethe mit seiner Idee zum koordinierten Sammeln von Wetterdaten in wetterkundlichen Beobachtungstation. Auf sein Bestreben hin errichtete Carl August auf dem Ettersberg die erste dieser Art in Deutschland. Durch eine Ausbreitung von solchen Stationen, wurde das Herzogtum Sachsen Weimar das erste deutsche Land, mit einem Netz von Wetterstationen. 1817 schrieb Goethe das Werk "Instruktion fĂŒr eine systematische Wetterbeobachtung", in dem er Hinweise fĂŒr die Benutzung von solchen Stationen gab. Nach seinem Tod wurden fast alle Wetterstationen wieder geschlossen, da es an Geld, sowie an fĂ€higen ForschungskrĂ€ften mangelte. Er versuchte 1825 noch ein theoretische Zusammenfassung aller Wetterdaten in dem Artikel "Versuch einer Witterungslehre" aufzustellen, welcher aber nie veröffentlicht wurde. In diesem Artikel versucht Goethe den Wetterablauf anhand der Erdanziehungskraft zu erklĂ€ren. Je höher diese Anziehungskraft ist desto stĂ€rker sollte das Barometer ausschlagen. In seiner Theorie ist die Temperatur ein wichtiger Bestandteil fĂŒr die Ausbildung des Wetter, da erhöhte Temperatur eine Ausdehnung der AtmosphĂ€re zur Folgen haben mĂŒsste. Diese Idee wurde ĂŒberholt und ist heute von sehr geringer Bedeutung. Im Gegensatz zur Farbenlehre, hatte Goethe hier auch nicht den unbedingten Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit, sondern wollte nur einen Beitrag zum Verstehen der WettervorgĂ€nge liefern, weil er nicht an göttliche MĂ€chte glaubte, die den Himmel verĂ€ndern sollten. Durch seine vielen Beobachtungen der WettervorgĂ€nge entstanden auch durchaus praktische Dinge wie zum Beispiel das Goethe Thermometer.

    Anhang

    Tabellarischer Lebenslauf

28. 8.1749
Goethe in Frankfurt geboren. Eltern : Kaiserliche Rat Johann Kaspar Goethe und Katharina Elisabeth Goethe
1759
Besetzung von Frankfurt durch französische Truppen
1765 - 1768
Studium in Leipzig ( Jura )
1770 - 1771
Studium in Straßburg
6. 8.1771
Goethe wird in Straßburg zum Lizentiaten der Rechte promoviert
1775
Erste Schweizer Reise Goethes
7.11.1775
Goethe siedelt nach Weimar ĂŒber
11.6.1776
Ernennung Goethes zum Geheimen Legationsrat
25. 6.1776
Eintritt in den Staatsdienst in Weimar
18. 2.1777
Er erhĂ€lt die Oberaufsicht ĂŒber die Bergwerksangelegenheiten
1777
Erste Reise in den Harz
1778
Besuch am Hof von Friedrich dem II. In Postdam
Jan. 1779
Goethe ĂŒbernimmt die Kriegskommision
5. 9.1779
Goethe wird zum Geheimen Rat ernannt
Ende 1779
Zweite Schweizer Reise
23. 6. 1780
Goethes Aufnahme in die Freimaurer - Loge
10. 4. 1782
Kaiser Joseph erhebt Goethe in den Adelstand
11. 6. 1782
Goethe wird mit der Leitung der KammergeschÀfte beauftragt
1783
Zweite Harzreise
1784
Dritte Harzreise. Wichtige mineralogische Studien und Zeichnungen
6. 7.1784
Goethe erhĂ€lt Oberaufsicht ĂŒber das Steuerwesen in Ilmenau
1786 - 1788
Erste Italienreise, Tagebuch ĂŒber botanische Beobachtungen entsteht
1788
Goethe wird von allen RegierungsgeschÀften entlastet. Ausnahme: Bergwerksleitung in Ilmenau
Juli 1788
Erste Begegnung mit Christiane Vulpius
25.12.1789
Geburt des Sohnes von Goethe und Christiane
1790
Zweite Italienreise
1792
Teilnahme Goethes an der preußischen Intervention gegen Frankreich, BeschĂ€ftigung mit der Farbenlehre
1797
Dritte Schweizer Reise
13. 9.1804
Goethe wird zum Wirklichen Geheimen Rat ernannt
1806
Ehe mit Christiane Vulpius
Okt. 1808
Unterredungen mit Napoleon Bonaparte
12.10.1808
Goethe wird zum Ritter der Ehrenlegion ernannt
April 1813
Einmarsch russischer und preußischer Truppen in Weimar
12.12.1815
Goethe wird Staatsminister
6. 6. 1816
Christiane von Goethe stirbt
7.11.1825
Goethe wird Professor an der UniversitÀt in Jena
22. 3.1832
Goethe stirbt



    Quellen

    MĂŒller, Friedrich von: Unterhaltungen mit Goethe. Weimar: Hermann Böhlaus Nachfolger, 1982 Hoffmann, Arthur: WerktĂ€tiges Leben im Geiste Goethes. Weimar: Hermann Böhlaus Nachfolger, 1950 Trunz, Erich: Weimarer Goethe - Studien. Weimar: Hermann Böhlaus Nachfolger, 1980, S. 1 - 48 Meyer, Hans( Hrsg.): Goethe, Ein Versuch ĂŒber den Erfolg. Frankfurt am Main: Insel, 1973 Meyer, Hans( Hrsg.): Goethe im zwanzigsten Jahrhundert. Frankfurt am Main: Insel, 1987, S.645 - 703 Götting, Franz( Hrsg.): Chronik von Goethes Leben. Leipzig: Insel, 1953, S. 7 - 141 Voigt, Wolfram; Sucker, Ulrich: Johann Wolfgang von Goethe als Naturwissenschaftler. Berlin: BSB B. G. Teubner, 1979 Lukacs, Georg: Goethe und seine Zeit. Berlin: Aufbau, 1950

5.3. Bibliographie:

    Born, M .: Betrachtungen zur Farbenlehre. MĂŒnchen: R. Piper & Co., 1963 Carus, C. G.: Goethe und seine Bedeutung fĂŒr diese und die kĂŒnftige Zeit. Weimar: Aufbau, 1957 Gebhardt, M.: Goethe als Physiker. Berlin: Köbl, 1932 Geerdts, H. - J.: Johann Wolfgang Goethe. Biographie. Leipzig: Volk und Wissen, 1972 Gericke, L.; Schöne, K.: Das PhĂ€nomen Farbe. Berlin: Hoheneichen, 1973 Girnus, W.: Goethes Weltbild. Berlin: Hoheneichen, 1062 Hamm,H.: Der Theoretiker Goethe. Berlin: Hoheneichen, 1975 Haecker, V.: Goehtes morphologische Arbeiten und die neuere Forschung. Jena: M. MĂŒller und Sohn, 1927 Heisenberg, W.: Die Goethsche und die Newtonsche Farbenlehre im Lichte der modernen Physik. Stuttgart: Insel, 1947 Kanaev, I.I.: Goethe als Naturforscher. Weimar: MĂŒhlhĂ€user Druckhaus, 1970 Link, G.: Goethes VerhĂ€ltnis zur Mineralogie und Geognosie. Jena: M. MĂŒller und Sohn, 1906
12. Schmidt, G.: Über die Herkunft der AusdrĂŒcke Morphologie und Biologie. Halle: Hoheneichen, 1935
13. Schmidt, G.: Goethe und die Naturwissenschaften. Eine Bibliographie. Halle: Hoheneichen, 1935.
14. Schneider - Carius, K.: Wetterkunde Wetterforschung, Geschichte ihrer Probleme und Erkenntnisse in Dokumenten aus drei Jahrtausenden. Freiburg - MĂŒnchen: R. Piper & Co., 1955.
15. Schweitzer, A.: Goethe als Denker und Mensch. In : Den Manen Goethes, Weimar: MĂŒhlhĂ€user Druckhaus, 1957.
16. Semper, M.: Die geologischen Studien Goethes. Leipzig: Franckh, 1914
17. Virchow, R.: Goethe als Naturforscher. Berlin: Hoheneichen, 1861
18. Walther, J.: Goethe als Seher und Erforscher der Natur. Halle: Ebener 1930.
19. Wessely, K.: Welche Wege fuhren noch heute zu Goethes Farbenlehre. 1969 : Aufbau


[1] Die Neptunistische Theorie geht in der Geschichte der Weltenstehung von der Erschaffung der Welt und allen Lebens durch das Wasser aus. Durch die Kristalisation desselben werden Berge die Erde ansich herausgebildet.
[2] Vulkanisten: Ähnlich wie die Neptunisten suchten sie nach einer Möglichkeit die Enstehung der Erde zu erklĂ€ren und versuchten dies ĂŒber den Weg das Feuers. FĂŒr sie entstand das Leben sowie die Erde aus den Vulkanen (wie auch der Name vermuten lĂ€sst).
[3] Geothit bezeichnet das Nadeleisenerz
[4] os intermaxilare: Zwischenkieferknochen paarig angelegter kleiner Knochen des Oberkiefers trÀg die vier SchneidezÀhne
[5] Sutura = Die Naht, incisiva = Schneidezahn; Die Naht zwischen Schneidezahn und Eckzahn nach Goethe benannt.
[6] Das Gesetz handelt von der Sparsamkeit der Natur bei der Ausbildung tierischer Organe, wird allgemeinhin auch als Gesetz des inneren Gleichgewichts der Organe bezeichnet.

4878 Worte in "deutsch"  als "hilfreich"  bewertet