Kriegsverlauf von 1942 - 1945

Der Kriegsverlauf von 1942 - 1945
Inhalt:
1. Zeittafel
2. Der Afrikafeldzug
3. Die Ostfront
4. Die Luftwaffe
5. Verluste
6. Die Marine



1.: Zeittafel:
02.03.42 Die sowjetische Offensive kommt vorläufig zum Stillstand
28.03.42 Das erste britische Fl√§chenbombardement trifft die Stadt L√ľbeck
26.05.42 Deutschitalienische Offensive in Nordafrika
03.06.42 Japanische Niederlage in der Luft - und Seeschlacht um die Midwayinseln
28.06.42 Beginn der deutschen Sommeroffensive in Rußland
30.06.42 Das Afrika - Korps erreicht Al Alamein
19.08.42 Beginn des deutschen Angriffs auf Stalingrad
23.10.42 Britischer Gegenangriff in Nordafrika
07.11.42 Britische und Amerikanische Truppen landen in Marokko und Algerien
11.11.42 Deutsche Truppen r√ľcken in den bisher unbesetzten Teil Frankreichs vor
22.11.42 Die 6. deutsche Armee wird bei Stalingrad eingeschlossen
27.11.42 Die französische Kriegsflotte versenkt sich im Hafen von Toulon selbst,
um sich dem deutschen Angriff zu entziehen
23.01.43 Britische Truppen nehmen Tripolis ein
27.01.43 Erster amerikanischer Tagesluftangriff auf Wilhelmshaven
31.01.43 Die deutsche Stalingrad - Armee kapituliert (250000 Gefangene)
18.02.43 Goebbels ruft zum totalen Krieg auf
13.05.43 Das deutsch - italienische Afrika - Korps kapituliert
24.05.43 Nach schweren U - Boot - Verlusten bricht Deutschland die Atlantikschlacht ab
30.06.43 Gro√üe Alliierte Offensive im S√ľdpazifik
10.07.43 Die Alliierten landen auf Sizilien
17.07.43 Beginn der sowjetischen Großoffensive auf der ganzen Front
25.07.43 Mussolini wird gest√ľrzt
03.09.43 Italien schließt einen Waffenstillstand mit den Alliierten
09.09.43 US - Truppen landen in Salerno
13.10.43 Italien erklärt Deutschland den Krieg
04.01.44 Die sowjetische Armee √ľberschreitet die alte polnische Grenze
27.01.44 Ende der Belagerung Leningrads
05.04.44 Alliierte greifen das rumänische Erdölzentrum Ploiesti an
10.04.44 Sowjetische Truppen erobern Odessa zur√ľck
04.06.44 Die Alliierten ziehen in Rom ein
06.06.44 Beginn der alliierten Invasion in der Normandie
22.06.44 Sowjetische Großoffensive in der Frontmitte
30.06.44 Die Alliierten erobern Cherbourg
04.08.44 Die Alliierten nehmen Florenz ein
15.08.44 Amerikanische und französische Truppen landen bei Toulon
23.08.44 Rumänien stoppt den Krieg mit Rußland und erklärt Deutschland den Krieg
25.08.44 Amerikanische Soldaten marschieren in Paris ein
31.08.44 Sowjetische Truppen nehmen Bukarest ein
19.09.44 Sowjetische Truppen nehmen Sofia ein
13.10.44 Britische Truppen nehmen Athen ein
21.10.44 Als erste deutsche Stadt wird Aachen von US - Truppen eingenommen
02.11.44 Die letzten deutschen Truppen verlassen Griechenland
24.11.44 Beginn der amerikanischen Luftoffensive gegen Japan
16.12.44 Deutschland beginnt die Ardennenoffensive, sie bleibt bald stecken
17.01.45 Sowjetische Truppen nehmen Warschau ein
11.02.45 Sowjetische Truppen erobern Budapest

13.02.45 verheerende britisch - amerikanische Bombenangriffe auf Dresden
01.03.45 Die T√ľrkei erkl√§rt Deutschland den Krieg
07.03.45 Die Amerikaner nehmen die intakte Rheinbr√ľcke bei Remagen in Besitz
09.04.45 Sowjetische Truppen nehmen Königsberg ein
13.04.45 Sowjetische Truppen nehmen Wien ein
19.04.45 Sowjetische Truppen nehmen Leipzig ein
25.04.45 Amerikanische und Sowjetische Truppen treffen sich bei Torgau an der Elbe
30.04.45 Hitler begeht Selbstmord
02.05.45 Berlin kapituliert vor den Sowjettruppen
02.05.45 Die deutschen Truppen in Italien kapitulieren vor den Alliierten
04.05.45 Teilkapitulation der Streitkräfte in Norddeutschland und den Niederlanden
07.05.45 In Reims wird die Kapitulation der gesamten Wehrmacht unterzeichnet
02.09.45 Nach zwei Atombomben der USA auf Nagasaki und Hiroshima kapituliert auch
Japan



2.: Der Afrikafeldzug:

Nachdem Italien 1941 die Cyrenaica an die Briten verloren hatte, wurde um deutsche Waffenhilfe gebeten. Deutschland stellte das Afrikakorps unter General Erwin Rommel zusammen, welches im April die Briten bis zur √§gyptischen Grenze zur√ľckwirft. Nur die Stadt Tobruk, die von See her versorgt wird bleibt in britischer Hand. Doch das Afrikakorps hat es mangels Nachschub an Munition, Treibstoff und Verpflegung schwer, da die Briten das Mittelmeer kontrollieren.
Zwischen November 1941 und Januar 1942 gewinnen diese die Cyrenaica zur√ľck. Sofort beginnt Rommel einen Gegensto√ü, mit dem er die Cyrenaica wieder erobert, in Tobruk einmarschiert, Ende Juni sogar die √§gyptische Grenze √ľberschreitet und Matruh erreicht. Bei Al Alamein, hundert Kilometer westlich von Alexandria, kommt Rommels Vormarsch zum Stehen.
General Bernard L. Montgomery wird der neue Kommandeur der 8. britischen Armee. In der Nacht zum 24. Oktober 1942 beginnt der Angriff auf Rommels ausgebaute Stellungen, der die bis zum 4. November anhaltende Materialschlacht um Al Alamein einleutet.
Am 4. November ziehen sich die Achsentruppen (Italien, Deutschland) zur√ľck, womit der endg√ľltige Verlust von Syrien besiegelt ist. Am 7. November landen amerikanische und britische Einheiten in Marokko und Algerien um einen Zweifrontenkrieg des Afrikakorps zu erreichen.
Die Deutschitalienischen Truppen bauen eine letzte Abwehrfront in Tunesien auf; Tripolis wird von den Briten genommen. Hitler verwehrt Rommel die R√ľckkehr nach Afrika, nachdem dieser in Deutschland um Unterst√ľtzung gebeten hatte.
Auf engem Raum beginnt in Tunesien der Zweifrontenkrieg, von Westen greifen die Britisch - amerikanischen Einheiten an, vom S√ľdosten ebenfalls die Briten.
Am 7. Mai √ľbernehmen die Alliierten Tunis und Biserta, bis am 13. Mai die Achsentruppen mit der Kapitulation den Afrikafeldzug beenden.
Die Alliierten konnten 275000 Gefangene zählen, die Hälfte waren Deutsche.
Bei ihren Verlusten von 10000 Gefallenenen, 39000 Verwundeten und 22000
Vermißten muss man bedenken, dass sie eine Armee von 350000 Soldaten
zerschlagen hatten und die Herrschaft √ľber den Mittelmeerraum wiedererlangten.






3.: Die Ostfront:
Der Kriegsschauplatz im Osten war der wichtigste und auch der blutigste.
Er verlief vom Barentsee bis fast an das Kaspische Meer. Die deutschen
Truppen bestanden aus 196 deutschen Divisionen und 68 rumänischen,
italienischen, ungarischen und slowakischen Divisionen. Die Front war
5000 Kilometer lang, das Zehnfache der deutsch - französischen Front im
Ersten Weltkrieg. Wegen dieser immensen Länge ließ sich eine zusammen -
hängende Verteidigungslinie nicht errichten, was den sowjetischen
Partisanen sehr n√ľtzlich war.
Im August 1942 hatte Deutschland etwa eine halbe Million Gefallene,
darunter 50000 Offiziere; hinzu kamen 1,1 Millionen Verwundete.
In dieser Zeit wurde eine Ist - Stärke von 3405000 Mann erreicht, man hätte
jedoch eine weitere Million gebraucht, um die hohen Ziele zu erreichen.
Doch auch das Material lie√ü zu w√ľnschen √ľbrig, wie das Beispiel der Kampf -
wagen zeigt: Nachdem die Russen den Panzer T34 benutzten, wollten die
Generäle einen stärkeren Panzer als den Pz - Kw (Panzer - Kraftwagen) IV.
Es wurde der 55 Tonnen schwere Panzer Tiger I und eine Weiterentwicklung
mit dem Namen Panther vorgeschlagen, doch Hitler war der Meinung, dass die
Zeit der Panzer vor√ľber sei, worauf nur 255 St√ľck dieser ausgezeichneten
Kampfwagen an der Front zur Verf√ľgung standen.
Die Sowjetunion hatte etwa 4 Millionen Gefangene zu beklagen, und zwar in
nur 14 Kriegsmonaten. Ihr Menschenreservoir schien schier unerschöpflich, und die Regenerationsfähigkeit der Armee grenzte ans wunderbare.
Am 15.08.1943 zählte die Abteilung Fremde Heere Ost 469 Divisionen auf
Seite der Sowjets, die Gesamtzahl der russichen Divisionen schätzt man auf 790.
Entscheidend f√ľr die Waffenproduktion war das Jahr 1942, als ein gro√üer Teil
der Kriegsindustrie hinter den Ural verlegt wurde. Städte in Zentralasien wurden
zu Waffenschmieden in welchen die klassiche Artillerie, die Granatwerfer, die als Stalinorgel bekannte Katjuscha und der mittelschwere Panzer T34 gebaut wurden. F√ľr den Luftkampf wurden verschiedene Typen des Jagdflugzeugs
und ein starkes Schlachtflugzeug mit dem Namen Il 2 gefertigt.











Die Hilfeleistungen der USA
Von Oktober 1941 bis Juni 1942 lieferten die Vereinigten Staaten an die
Sowjetunion 1285 Flugzeuge, 2249 Panzer, 81000 Maschinengewehre,
30000 Tonnen Explosivstoffe, 36800 Lastwagen 56500 Feldtelefone und
500000 Kilometer Telefonkabel. Im laufe der Zeit wurden diese Mengen
auf das Drei -, Vier -, oder F√ľnffache erh√∂ht. Dazu kamen ganze Fabriken:
eine √Ėlraffinerie f√ľr oktanreichen Treibstoff, eine Reifenfabrik von der
Ford Motor Company, die abgebaut und im Ural wieder aufgebaut wurde.
Ein Vergleich lässt die Wirksamkeit der amerikanischen Hilfeleistung
erkennen. Am 21.Juni 41 war die Wehrmacht mit 1280 Flugzeugen, 3330 Panzern und 600000 Kraftfahrzeugen gegen Rußland angetreten; zwischen
1942 und 1943 lieferten die USA an die Sowjetunion 3052 Flugzeuge, 4084 Panzer und 520000 Motorfahrzeuge - in einem Jahr also mehr als das gesamte
Arsenal, mit dem Deutschland in die Sowjetunion eingefallen war.
Die folgende Karte zeigt die zunächst erfolgreichen deutschen Vorstöße in der
Sowjetunion, die fast bis nach Moskau kamen.




Die Krimhalbinsel (1942)
Am 08.05. begann Manstein den Angriff auf die auf der Landenge von Parpatsch verschanzten Russen, die er mit einem Täuschungsmanöver im Norden und dem
Durchbruch im S√ľden √ľberlistete. Zehn Tage sp√§ter war die Wiedereroberung
der Krim mit 8000 Toten, Verwundeten und Vermißten beendet; diesen standen
170000 Gefangene gegen√ľber. Die schwerste Aufgabe, die Einnahme Sewastopols, stand noch bevor.
Die Truppen in der Stadt waren verstärkt worden, und dieVerteidigungs -
stellungen um Sewastopol wurden ebenfalls verbessert.
Die Verteidiger unter General Petrow verf√ľgten √ľber 7 Sch√ľtzendivisionen,
3 Brigaden, 2 Regimenter Marineinfanterie, 2 Panzerbatallione, eine kleine
Luftstreitmacht und 1600 Gesch√ľtze und Werfer.
Manstein holte sich die ungewöhnlichsten Kaliber, zwei Supermörser mit 61,5cm
und das Eisenbahngesch√ľtz "Dora", die gr√∂√üte Kanone die es je gab.
Das Geschoß wog 7 Tonnen, das Rohr maß 30 Meter und war 80 cm breit.
4000 Mann waren n√∂tig um es zu bedienen und zu sch√ľtzen, trotzdem feuerte es
nur 3 Geschosse pro Stunde, die jedoch die dicksten Bunker durchschlugen.
Sewastopol war also, und das war neu im 2.Weltkrieg eine Artillerieschlacht.
Die Deutschen begannen f√ľnf Tage vor dem Sturmangriff mit dem Trommelfeuer, dazu kam das Bombardement des 8. Fliegerkorps Richthofens.
Man hatte den Eindruck, dass kein Russe den Gescho√ühagel √ľberlebt haben k√∂nnte, doch der Widerstand war heldenhaft. Bei 50 Grad entstanden schwere
Verluste, eine deutsche Kompanie wurde bis auf 9 Mann aufgerieben.
Am 18. Juni erreichte man die Sewernaja - Bucht, am 28. wurde der H√ľgel von
Inkerman erobert. In der nächsten Nacht ließ Manstein in der Bucht Sturmboote
angreifen, die einen Br√ľckenkopf f√ľr das 54. Korps zu errichten. S√ľdlich ging das 30. Korps langsam vor und nahm die H√∂hen von Sapun und den H√ľgel von
Malakov. Die Reste der Verteidiger wehrte sich noch 4 Tage lang im Chersonesskji - Kap, während die Flotte einen Teil der Besiegten aufnahm, darunter General Petrow. Dem Sieger fielen 97000 Gefangene in die Hände.









Die Front
Im Norden der Ostfront zwischen dem Eismeer und dem finnischen Meerbusen
waren die Kanpft√§tigkeiten schwach. Das Nachlassen der deutschen Sto√ükraft zeigte sich besonders, als eine Offensive gegen die Eisenbahnlinie nach Murmansk nicht mehr gelang. Nur einige Kilometer entfernt fuhren die Z√ľge
vollbeladen mit amerikanischem Kriegsmaterial vor√ľber, und nur selten versuchten Kampfflieger oder Artillerie, die Transporte anzugreifen.
Der nächste Abschnitt war der, der Heeresgruppe Nord unter Generalfeld -
Marschall K√ľchler. Die Front verlief von Leningrad √ľber den Ladogasee,
den Ilmensee, die Wadaihöhen bis nach Cholm. Diese 1000 Kilometer wurden
von nur 45 deutschen Divisionen gehalten. Die Stadt Leningrad verteidigte sich
standhaft. Sie war von fast allen Seiten eingeschlossen und wurde durch eine
im Winter befahrbare Eisfläche des Ladogasee, im Sommer durch diese
Wasserstraße versorgt. Von ihren Stellungen in Zarskoje Selo sahen die Deutschen die Schlote der riesigen Werke, aus welchen ihnen immer wieder
fabrikneue Panzer entgegenrollten. Um den Widerstand zu brechen wurde die
11. Armee unter dem j√ľngsten deutschen Feldmarschall, Erich von Manstein,
nach ihrer Eroberung Sewastopols auf der Krimhalbinsel am Schwarzen und Asowschen Meer nach Leningrad geholt, um mit deren riesigen Gesch√ľtzen, die schon die Festung auf der Krim zerschlagen hatten, auch Leningrad zu brechen.
Weiter im S√ľden waren 100000 Mann, das entspricht 6 Divisionen, unter General Brockdorff - Ahlefeldt einem historischen Einschlie√üungsman√∂ver in Demjansk zum Opfer gefallen, worauf sie 4 Monate durch die Luft versorgt wurden und Anfang April vom General der Artillerie Seydlitz - Kurzbach aus
der Umklammerung befreit wurden. Danach säuberten sie das Hinterland und
verk√ľrzten so die Front um 200 Kilometer.
Anfang 1942 standen sich in Rußland die deutsche Heeresgruppe Mitte unter
Herrn Kluge mit 68 Divisionen und die sowjetischen Truppen mit 12 Armeen,
88 Infanteriedivisionen, 15 Kavaleriedivisionen und 24 motorisierten Brigaden
bei Temperaturen zwischen - 30 und - 50 Grad gegen√ľber.
Unter diesen Verhältnissen schafften die motorisierten Kolonnen gerade einmal
2 Kilometer pro Stunde, Tiere und Menschen litten nat√ľrlich auch sehr darunter.
Die Stellung der 4. deutschen Armee unter Generaloberst Heinrici, die sich im R√ľckzug befand, im Winter war unsicher, die Front war eine Zone mit 100 - 150 Kilometern Breite und es klaffte eine L√ľcke zwischen der 4. Armee und der
2. Panzerarmee. Die Sowjets standen nur der 216. Infanteriedivision unter General Freiherr von und zu Gilsa gegen√ľber, die sich in dem Eisenbahn -
kreuzungspunkt Suchinitschi verschanzt hatte. Wenn dieses Dorf fiel,
w√§re die ungedeckte Flanke der 4.Armee f√ľr die Gegner ein leichtes Ziel gewesen. Daher rettete die 18. Panzerarmee die Leute von Gilsa und brachte sie zu den deutschen Linien zur√ľck.

Doch jetzt war die 4.+ 9. Armee und die 3.+4. Panzerarmee von einer riesigen Klammer bedroht. Am 5. Januar griffen die Russen die Rollbahn und die Eisenbahnlinie nach Moskau an. Hitler wollte die Sowjetunion mit einem kurzen Sommerfeldzug niederwerfen, während Stalin versuchte, die Wehrmacht im darauffolgenden Winter zu vernichten.
General Scherer machte aus der kleinen Stadt Cholm eine Festung, wo er Versprengte sammelte und 3 Monate ohne ein einziges Gesch√ľtz und nur durch
Gleitflugzeuge versorgt, standhielt.
Nachdem die Stadt Rschew kurz vor Wintereinbruch gehalten worden war,
setzte Hitler alles auf eine große Operation, mit der er den Kaukasus gewinnen
wollte um Ru√üland von dessen √Ėlfeldern abzuschneiden.
Anfang September 1942 stand die Armee des Generalobersten von Kleist vor
Tiflis und die Armee des Generalobersten Paulus hatte den Stadrand Stalingrads
erreicht. Eine der größten Tragödien der Militärgeschichte stand bevor.
Die in die Heeresgruppe A und B unterteilte Heeresgruppe S√ľd sollte zwischen
November 1942 und Februar 1943 Transkaukasien und damit die √Ėlfelder
erobern. Außerdem hätte diese Offensive die Russen vom Schwarzen Meer
zur√ľckgedr√§ngt, und damit die Krim, die Ukraine und Rum√§nien vor einem
Gegensto√ü gesch√ľtzt. Hinzu kommt, dass im Fall eines Sieges die Front bis auf
1000 Kilometer verk√ľrzt werden konnte, n√§mlich von der Wolgam√ľndung bis zum Mittellauf des Don.
Doch Geländeschwierigkeiten, Treibstoffmangel und der russische Widerstand
brachte die deutsche Wehrmacht schon bald zum stehen.

Die Eroberung Stalingrads
Am Stadtrand Stalingrads stand die 6.Armee unter Generaloberst Paulus, um
die Stadt, deren Siedlungen und Industrieanlagen sich √ľber 50 Kilometer erstreckten, jedoch nur selten mehr als 3000 Meter breit waren, zu erobern.
Zuerst wurde die Altstadt im S√ľden gelgen, genommen.
Später verbiß sich die Wehrmacht in kleinen Kämpfen in den Ruinen der Fabriken, wo um jeden Meter blutig gerungen wurde. Am 19. November
waren zwei Große Fabriken in deutscher Hand und General Tschuikow
musste das Ende der Munitions - und Nahrungsvorräte melden.
Die restlichen Belagerten schienen am Ende zu sein, als ein unerwarteter Befehl die 6. Armee erreichte: Alle Kampfhandlungen in Stalingrad sind einzustellen.
Doch Stalingrad blieb nicht lange in deutscher Hand:
Am 20. November gelang es den Sowjets die 6. Armee in Stalingrad einzukesseln. Richthofen erklärte, dass eine Luftversorgung von 350000 Mann,
darunter etwa 220000 Deutsche, sowie Italiener, Rumänen und Bulgaren,
nicht m√∂glich sei und Paulus wollte von Hitler Handlungsfreiheit, um aus der Stadt auszubrechen falls die S√ľdflanke nicht geschlossen werden konnte.

Hitler befahl am 23. die Verteidigung der "Festung" Stalingrad.
Die Mindestmenge des Nachschubs betrug täglich 600 Tonnen, die
Transportflotte hatte die Maximalleistung auf 350 Tonnen beziffert. Zwischen dem 12. und 23. Dezember 42 sollte von Manstein die Eingekesselten retten.
Er wollte die 6. Armee wiedergewinnen, um sie wieder in die Ostfront einzugliedern. Er h√§tte die Truppen bis zum Don zur√ľckgezogen um die
Frontl√§nge zu verk√ľrzen und die sowjetische Offensive aufzuhalten, doch Hitler
erlaubte den Ausbruch der 350000 Mann nicht, der vielleicht deren Rettung gewesen wäre. Er wollte unbedingt die Wolgalinie halten.
Nach Weihnachten wurden die Brotrationen auf 100 Gramm gek√ľrzt und an
Neujahr wurden die ersten Tode durch Verhungern gemeldet.
Am 2. Februar 1943 meldete Generalleutnant Rokossowskij um vier Uhr mittags
an Stalin, dass die Truppen der Donfront die feindlichen Kräfte in Stalingrad
vernichtet hätten. 22 Divisionen seien aufgerieben oder gefangengenommen
worden, 91000 Mann, 2500 Offiziere und 24 Generale, darunter Paulus und sein
Stabschef Schmidt haben die Waffen gestreckt.

Der weitere Kriegsverlauf im Osten
Der Durchbruch der Russen beiderseits Stalingrad brachte die ganze S√ľdfront in
Bewegung. In vielen K√§mpfen, in denen Charkow den Besitzer mehrmals wechselte, wurde die deutsche Front √ľber Don und Donez zur√ľckgedr√§ngt.
Die Kaukasusarmee hielt zun√§chst noch einen von der Krim versorgten Br√ľckenkopf auf der Kubanhalbinsel. Im Nordabschnitt gelang es den Russen
im Januar 1943 in schweren K√§mpfen s√ľdlich des Ladogasees, eine Landverbin -
dung nach Leningrad herzustellen. Im März räumten die deutschen Truppen zur
Einsparung von Kräften den Frontbogen von Wjasma und Rschew westlich von
Moskau. Dann folgte die Schlammperiode, in der die Front größtenteils erstarrte.
Im Sommer versuchte Hitler die Initiative wiederzugewinnen, indem er alle
verf√ľgbaren Reserven zusammenfa√üte, um einen gro√üen Frontbogen bei Kursk von Norden und S√ľden her abzuschneiden (Unternehmen Zitadelle).
Der Angriff schlug fehl, da die Russen mit einem Gegenstoß gegen den mittleren,
entbl√∂√üten Teil, die Stadt Orel eroberten. Der Verlust der Reserven bei Kursk brachte die S√ľdrussiche Front in eine schwere Krise. Der Kuben - Br√ľckenkopf und das Donezbecken mussten aufgegeben werden und Kiew wurde verloren.
Es gelang nicht, am Fluss Dnjepr eine haltbare Abwehrstellung zu errichten.
Daher gingen im M√§rz und April 1944 auch die s√ľdliche Ukraine verloren.
Die Rote Armee √ľberschritt den Pruth und Sereth und trug damit den Kampf
in rum√§nisches Gebiet hinein. Durch das Zur√ľckweichen der ukrainischen Front
musste die Heeresgruppe Mitte ihren rechten Fl√ľgel zur√ľckziehen und verl√§ngern,
um den Anschlu√ü zu bewahren. Die Heeresgruppe Nord war auf eine g√ľnstigere
Verteidigungslinie zur√ľckgezogen worden. Jetzt starteten die Sowjets einen Angriff auf den deutschen Bundesgenossen Finnalnd um diese zu trennen.
Die Befreiung Rußlands
Anfang 1944 hielt die Wehrmacht noch die ganze Krimhalbinsel, es waren
schon einige Angriffe der Russen erfolgt, die Verteidiger hielten jedoch noch
die Landenge von Parpatsch. Am 9. April verlangte Generaloberst Jaencke,
sich in Sewastopol festsetzten zu d√ľrfen, um die 17. Armee noch rechtzeitig
auszuschiffen und die Krim zu verlassen, Hitler jedoch bewies wiedereinmal
seinen Starrsinn und verlangte: "Kein Fußbreit Boden darf hergeschenkt werden!
Kein kampffähiger Mann darf sich einschiffen!"
Am 5. Mai begann der sowjetische Angriff, am 9. Mai hatten sie Sewastopol
befreit und die rund 235000 Mann, darunter nur 20000 Deutsche, versuchten
sich √ľber die Chesones Halbinsel √ľber das Meer zu retten. 150000 von ihnen
erreichten nur mit Pistolen bewaffnet Rumänien.
Am 10. April 1944 hatte die Rote Armee schon Odessa befreit und waren
zwischen dem 2. und 7. Juni √ľber 500 Kilometer vorgesto√üen und hatten damit
ihr Staatsgebiet vollständig befreit.
Jetzt standen sie an der Grenze zu Ostpreußen, am 31. Juli erreichten die
Truppen Stalins die Vororte von Warschau, die Eroberung der polnischen Hauptstadt wurde erst am 17. Januar des letzten Kriegsjahres beendet.
Wenig später fällt die Rote Armee auch in Budapest, Königsberg, Wien und
Leipzig ein, 5 Tage nach Hitlers Geburtstag treffen sich die amerikanischen
und sowjetischen Truppen bei Torgau an der Elbe, weitere 5 Tage später begeht
Hitler Selbstmord. Am 2. Mai 1945 kapituliert auch Berlin vor den Sowjets,
am 7. Mai wird die Gesamtkapitulation der Wehrmacht unterzeichnet.




4.: Die Luftwaffe
Die Taktiken, Strategien und Waffen der Luftwaffen
Einzelne Eins√§tze an der Ost -, S√ľd -, und Westfront
Die Luftschlacht um England
Der Luftkrieg √ľber Deutschland
Einsätze der Amerikaner und Japaner im Pazifik

Die Taktiken, Stragtegien und Waffen der Luftwaffe
Deutschland setzte von Beginn des 2. Weltkriegs auf eine taktische Luftwaffe.
Das heißt, sie bauten auf Abfangjäger mit kurzer Reichweite und auf schwere
Kampfflugzeuge. Die Alliierten hingegen bevorzugten eine strategische Luftwaffe mit weitreichenden schweren Bombern un Begleitschutz, wie es der
italienische General Douchet auch in seinem Buch "Luftherrschaft" vorhergesagt hat.
Die deutsche Luftwaffe besaß ab März 1942 zwei schlagkräftige Standardjäger.
Die neue Focke - Wulff 190 A "W√ľrger" und die Messerschmitt Bf 109 in den Versionen F (Ferdinand) und G (Gustav) die auch "Beule" genannt wurde.
Als R√ľckgrat der deutschen Kampfverb√§nde galten die Junkers JU 88, die Heinkel HE 111 und die Dornier DO 17. Als G√∂rings Hauptwaffe gegen englische Flugpl√§tze und als Angriffsspitze an allen Fronten diente die JU 87 "Stuka". Weitreichende schwere Bomber gab es nicht.
Die Engländer hatten als Standardjäger 1942 die Supermarine Spitfire MkV
und die Hawker Hurricane. Die Kampfflugzeuge waren die De Havilland
Mosquito, Hawker Typhoon und die Bristol Blenheim.
Die englische Royal Air Force (RAF) besaß auch eine große Anzahl von starken
Bombern, wie z.B.: die Avro Lancaster und die Short Stirling, die im Endeffekt
mit ihren bis zu 10 Tonnen schweren Bomben kreigsentscheidend waren.
Ab August 1942 war auch die 8. US - Luftflotte auf dem europäischen Kriegsschauplatz vertreten. Sie brachten als Begleitjäger die North American
P 51 C Mustang mit. Ihre Flugzeuge waren die Lockheed P 38 Lightning und vor
allem die Republic p - 47 Thunderbolt. Ihr einziger und effektivster Bomber war die Boeing B - 17 "Flying Fortress".


Die Einsätze an der Ostfront
Die Haupteins√§tze der deutschen Luftwaffe an der Ostfront waren Unterst√ľtzungsfl√ľge der Kampfflugzeuge gegen russiche Panzer und Flugpl√§tze,
obwohl es f√ľr die Luftwaffe keine ernstzunehmenden Flugzeuge gab.
Ihr geh√∂rte die Lufthoheit √ľber der gesamten Ostfront.
Der anfangs schnelle Vormarsch der deutschen Armee ist zum Großteil den
tödlichen Angriffen der Sturzkampfbomber "Stuka" und Jäger in Form von
Jagdbombern zu verdanken. Auch die Nachschubversorgung fiel größtenteils
auf ihre Ju 52/53m (Tante Ju) zur√ľck. Sie war das Flugzeug, das die eingekesselte 6. Armee (=> Ostfront, Die Eroberung Stalingrads) in Stalingrad
versorgte. Im Jahre 1943/44 stand die Luftwaffe auch in Ru√üland den englischen und amerikanischen Lufteinheiten gegen√ľber und verlor nach und nach die alleinige Luftherrschaft. Au√üerdem mussten sie sich h√§ufiger mit den "Fliegenden
Panzern" Iljuschin 2 - 10 auseinandersetzen.

Die Einsätze an der Westfront
An der Westfront gewannen die deutschen Verb√§nde bis Anfang 42 auch schnell an Boden. Auch √ľber dem Festland besa√ü die Luftwaffe die Herrschaft, was zum
einen an der deutschen "Vier Finger" (Schwarm) Formation der Jagdflieger, und zum zweiten an der guten Zusammenarbeit der Fliegerhorste mit den Radarstationen lag. Das Radar wurde eine entscheidende Waffe im 2. Weltkrieg.
Die Radarstationen "Himmelbett" lagen entlang der K√ľste und um wichtige
Industriestandorte verteilt. Nach dem Eintreffen der 8. US - Luftflotte änderte dies deren Tagesangriffe und die Nachtangriffe der RAF schlagartig. Diesen heftigen
Angriffen hielten die meist jungen deutschen Piloten nicht stand.
Im August 1942 brach die größte Luftschlacht des Krieges los:
Hauptziel der RAF während des Ladungsunternehmens bei Dieppe am 19.08.42
war nicht nur Luftunterst√ľtzung zu geben, sondern vielmehr die im Westen
liegenden Verbände der deutschen Luftwaffe in die Luft zu locken und zu
vernichten. Als Köder sollte die Anwesenheit von 225 Schiffen dienen, die nah
an der K√ľste in einem engbegrenzten Raum operierten. F√ľr dieses Ziel nahm die
RAF den Nachteil in Kauf "weg von zu Hause", im feindlichen Luftraum k√§mpfen und gleichzeitig den Sturm auf die Strandbefestigungen unterst√ľtzten
und die Schiffe sch√ľtzen zu m√ľssen. Am Anfang sah es so aus, als w√ľrde die Luftwaffe die Herausforderung nicht annehmen. Um 7 Uhr 30 waren es nur 30
deutsche Jäger, in der Hauptsache FW 190, in der Luft, und es wurde 10 Uhr, bevor der Feind in voller Stärke erschien. "Typhoons" flogen als Ablenkung
Scheinangriffe, um die gegnerischen Kampfverb√§nde, die aus Holland und Beauvais s√ľdw√§rts zogen, zu binden, w√§hrend die "Spitfires" gro√üe Bomber -
verb√§nde abfingen. Zu dieser Stunde hatte der R√ľckzug aus den Str√§nden bereits
begonnen, und f√ľr die RAF war es entscheidend, √ľber den Str√§nden von Dieppe
und Pourville Feuerschutz zu geben. In der halben Stunde von 10 Uhr 10 bis
10 Uhr 40 griffen "Bostons" und "Hurricanes", obwohl selber in harte Luftkämpfe mit Jägern und Bombern verwickelt, das Bismarck - Vorgebirge mit
nicht nachlassender Heftigkeit an. In und aus der sich verdichtenden Wolken -
decke k√§mpfend, brachen die "Spitfires" die Bomberformationen √ľber Dieppe und Pourville auseinander, w√§hrenddessen "Blenheims", "Bostons" und "Hurricanes" immer und immer wieder ihre Entlastungsangriffe f√ľr die Bodentruppen flogen. Um diese Zeit flogen bereits viele Piloten der RAF ihren
dritten oder vierten Einsatz seit dem Morgengrauen gegen ausgeruhte Gegner.
Und dennoch, bis gegen 13 Uhr hatte sich die RAF einen deutlichen Vorteil
erk√§mpft: W√§hrend der kritischen Phase des R√ľckzuges hat nicht ein feindlicher
Bomber es erreicht, die Landungsboote oder die Masse der vor der K√ľste liegenden Schiffe anzugreifen.
Wie die Schlußanalyse des Kampfes ergab, flog die RAF insgesamt 2617 Einsätze, bei denen sie 106 Flugzeuge, 88 davon "Spitfires", verlor.
Die Deutschen gaben den Verlust von 170 Flugzeugen in der wohl
größten eintägigen Luftschlacht des ganzen Krieges zu.
In der Luft war dieser Tag ein englischer Sieg, auch wenn alles andere nur
ein mäßiger Erfolg war. Während der ganzen Schlacht schlängelten sich die
Rettungsboote durch das Labyrinth der Landungsboote und Schiffe und trugen
sich mit ihren Rettungseinsätzen in das Ruhmensblatt dieses Tages ein.
13 Piloten und ein verwundeter Beobachter wurden gerettet. Die Retter selber
verloren 11 Offiziere und 26 Flugteams an Toten, Verwundeten und Vermißten.


Die Eins√§tze an der S√ľdfront
An der S√ľdfront standen sich in Afrika zun√§chst nur alte Doppeldecker gegen√ľber, was sich aber auch bald √§nderte. Deutschland sandte seine fortschrittlichen J√§ger und die ersten Gro√üraumfrachter nach Afrika, was
zur Folge hatte, dass die Luftherrschaft auch an dieser Front, mit Unterst√ľtzung des Verb√ľndeten Italien, gew√§hrleistet war. Doch wie √ľberall brach auch in
Afrika diese Herrschaft zusammen, das zum einen die schwerf√§lligen Messerschmitt ME 323 Gigant, die alsFrachtflugzeug ein schweres Gesch√ľtz
samt Zugmaschine und Personal, oder als Truppentransporter einmal sogar
220 Soldateb von Afrika nach Italien evakuierte, wovon 140 im Laderaum und
die √ľbrigen 80 in den Tragfl√§chen untergebracht waren, leichte Beute f√ľr
alliierte J√§ger war, und zum anderen, weil die Engl√§nder von der USA unterst√ľtzt
wurden. Dadurch ergab sich ein ungleiches Kräfteverhältnis zwischen den Alliierten und den Achsenmächten, wobei auf jeden deutschen Jagdpiloten
circa 4 - 5 Gegner kamen.
So konnten auch hervorragende Piloten wie Hans Joachiom Marseille mit 150
Absch√ľssen ( bei mindestens vier Gefechten scho√ü er sechs und mehr RAF - J√§ger in zehn Minuten vom Himmel) und Major Werner Schroer mit 114 Luftsiegen
nichts mehr ausrichten. Die effektivste Kombination des Afrikafeldzuges waren die Stukaangriffe mit Begleitschutz, wie sie auch bei der Eroberung von Al Alamein zum Einsatz kamen.


Die Luftschlacht um England
Die ber√ľhmte Luftschlacht um England begann eigentlich direkt nach dem
Kriegseintritt der Briten 1940. Hitler wollte England erst durch Luftangriffe gr√∂√ütenteils lahmlegen, um dann eine Invasion durchzuf√ľhren.
Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe Generalfeldmarschall Göring versprach
dieses Ziel in k√ľrzester Zeit zu erreichen. Zuerst solten die Jagdfliegerhorste
der RAF durch die Zerstörung der Startbahnen ausgeschaltet werden, was anfangs auch gut gelang. Hierauf sollten Stukas und Kampfflugzeuge der Typen JU87 und 88, Dornier DO 17, Messerschmitt ME 110 und Heinkel HE 111
die Industriezentren Englands lahmlegen und mit den zerm√ľrbenden Sirenen der
Stukas die Bev√∂lkerung zum Wahnsinn treiben. Doch durch die unerm√ľdlich
eingesetzten englischen Soldaten wurden die Startbahnen wieder repariert und
wegen der Dringlichkeit, ihr Vaterland zu retten, konnte schnell eine Jagdstaffel
aufgebaut werden, die auf alles vorbereitet war.
Sie bekam eine gro√üe Unterst√ľtzung durch die Radarstationen, die sie rechtzeitig
vorwarnten. So stand bei deutschen Angriffen eine geschlossene englische
Verteidigung bereit. Ab August 1942 bekam die RAF Unterst√ľtzung durch die
8. US - Luftflotte. Damit ließen auch die deutschen Nachtangriffe gegen London
und die Industriezentren immer mehr nach. Ab März 1943 mussten die deutschen
Verb√§nde statt Angriffen Verteidigungseins√§tze √ľber dem Reichsgebiet fliegen.
Außer einzelnen Verzweiflungsangriffen war dies das Ende der Luftschlacht um
England, die offiziell erst im Oktober 1944 von Göring auf unbestimmte Zeit
verschoben wurde. Er gab die Schuld f√ľr das Scheitern den Piloten, die "nicht
mit vollem Einsatz ihre Aufgaben bewältigt" hätten, wobei der Hauptfehler schon bei der Aufstellung der Luftwaffe begangen wurde.
Dieses Unternehmen wäre ohne die Einsatzbereitschaft und die Vaterlandsliebe
der britischen Piloten wahrscheinlich gegl√ľckt.
Niemals in der Geschichte menschlicher Kämpfe hatten so viele eine so große
Dankesschuld an so wenigen. Winston Spencer Churchill

Verluste der Engländer in der Luftschlacht:

Piloten Einheit oder Herkunft im Kampf gefallen
1822 RAF & Commenwealth 339
56 Marine - Luftwaffe 9
21 Australier 14
73 Neuseeländer 11
88 Kanadier 20
21 S√ľdafrikaner 9
2 S√ľd - Rhodesier 0
8 Iren 0
7 Amerikaner 1
141 Polen 29
86 Tschechen 8
26 Belgier 6
13 Freie Franzosen 0
1 Israeli 0

Verluste auf deutscher Seite:
Bomberbesatzungen 1176
Stukabesatzungen 85
Schlachtflieger 212
Jagdflieger 171
Vermißte und totgeglaubte Besatzungen 1445


Der Luftkrieg √ľber Deutschland
Ab März 1943 ist die Luftschlacht um England endlich umgekehrt und die
Angriffe werden mit Devensiveinsätzen getauscht. Eine Auflistung der
wichtigsten Angriffe der Alliierten ist unten dargestellt.
Die Luftverteidigung wurde zunehmend geschwächt, da die amerikanischen
Begleitschutzjäger die deutschen Jagdflugzeuge sehr in Bedrängnis brachten.
Auch musste die Luftwaffe des Reiches jetzt Tag und Nacht kämpfen, was eine
kolossale Ersch√∂pfung f√ľr Mensch und Maschine nach sich zog.
Hitlers letzte Hoffnung waren die ersten Strahlflugzeuge der Welt:
1. Die Messerschmitt ME 163 "Komet"
2. Die Messerschmitt ME 262 A1 a "Schwalbe"
3. Die Heinkel HE 162 A2 "Volksjäger"
4. Die Arado AR 234 B "Blitz"
Deren Einsatz kam jedoch zu spät, als dass sie noch kriegsentscheidend eingreifen hätten können. Auch die ersten Großraketen V1 und V2 waren nicht
mehr von Bedeutung.
Als allerletzte Verteidigungsmaßnahme wurden deutsche Rammjäger eingesetzt.
(Deutsche Art der Kamikazefliegerei) Bei diesen veralteten Maschinen der Typen BF 109 E und FW 190 A wurde die Bewaffnung entfernt und statt dessen
Panzerplatten um das Cockpit eingebaut, die dem Piloten eine 85 - prozentige
Überlebenschance bot. Diese Jäger wurden dann auf die anfliegenden Bomberschwärme gehetzt. Sie sollten entweder das Leitwerk oder Teile der
Fl√ľgel der Bomber zerst√∂ten, dass ddiese umkehren mussten, oder besser
abst√ľrzten.



Einsätze der Amerikaner und Japan im Pazifik
In den riesigen Weiten des pazifischen Raumes waren die Luftkriegshandlungen
von Anfang an entscheidend f√ľr alle Operationen zu See und zu Lande.
Sie haben auch letzten Endes den Krieg der Alliierten gegen das japanische
Inselreich entschieden. Schon der erste Tag des Krieges im Fernen Osten beginnt
mit einem Luftangriff größten Stils - mit dem japanischen Überfall auf die
amerikaische Pazifikflotte in Pearl Harbor am 7. Dezember 1941.
Sechs japanische Flugzeugträger schleichen sich unter dem Schutz zweier
Schlachtschiffe und eines Flottenverbandes aus Kreuzern, Zerstörern und
U - Booten, unbemerkt bis in die Reichweite ihrer Trägerflugzeuge an die
amerikanische Hawaii - Inselgruppe mit Honolulu und seinem Hafen Pearl Harbor
heran, wo die US - Flotte ahnungslos vor Anker liegt.
Von acht Schlachtschiffen werden drei versenkt, vier weitere neben drei Kreuzern schwer beschädigt.
Damit ist die gesamte amerikanische Pazifikflotte f√ľr l√§ngere Zeit lahmgelegt,
wodurch den Japanern √ľberhaupt erst ihre weitreichenden Eroberungen im
Pazifik - Raum in diesen Jahren des Expansionskrieges ermöglicht wurden.
Eine Abwehr dieses Schlages war den Amerikanern fast nicht möglich, weil
auch die Flugplätze attakiert wurden und selbst gestartete Flugzeuge gegen diese
√úbermacht wenig ausrichten konnten. 188 US - Maschinen wurden am Boden
zerstört, teils im Luftkapf abgeschossen, während Japan nur 29 seiner Flugzeuge
verlor. Der Angriff, der in 2 Wellen angreifenden 104 Horizontal - und 132 Sturz -
kampfbombern, sowie 83 Torpedobombern und 79 Jägern ist vernichtend.
Der ganze Kriegsverlauf im Pazifik war von unzähligen Luftschlachten geprägt.
Zwei See - Luft - Schlachten sind es besonders, die f√ľr die Wende des amphibischen Krieges im Pazifik bedeutend sind:
die eine vom 7.+ 8.05.1942 in der Korallenseeund die andere am 3.+4. Juni dieses Jahres bei den Midwayinseln.
Die strategisch wichtigste Schlacht war die Eroberung Okinawas. Dort schossen
amerikanische Piloten mit ihren F4 - U Corsairs und den Grumman F4F Wildcats
in einem Einsatz mehr als 350 japanische Flugzeuge ab.
Die letzte Hoffnung der japanischen Luftwaffe waren die Kamikaze - Flieger, die
sich in t√∂dlichen Eins√§tzen f√ľr ihr Kaiserreich opferten. Es gab mehrere Typen
der Kamikazeflugzeuge. Zum einen die Ohka (Kirschbl√ľte), die im Bug 1814 kg
TNT mit sich trug und mit einem Raketenantrieb fast 1000 km/h erreichte.
Zum anderen gab es die Nakajima KI 115. Sie war ein billiges Massenprodukt
und trug eine 500 - kg - Bombe unter dem Rumpf, die auf das Ziel abgeworfen wurde. Danach folgte ein Sturzflug gegen größere Schiffe.
Dies war auch der einzige zum Einsatz gekommene Flugzeugtyp.
Die einzige Angriffswelle der Ohka wurde von amerikanischen Jägern noch im
Anflug abgescho√üen. Am Nachmittag des 6. Aprils brausten japanische Flugzeuge von allen Seiten heran, insgesamt 182 Maschinen in 22 Angriffswellen. Rund zwei Dutzend Kamikaze - Flieger st√ľrzten sich mit ihrer
tödlichen Last auf die US - Schiffe. Zwei Zerstörer und ein Minensucher wurden
versenkt, neun Begleitschiffe schwer beschädigt. Zwei Munitionsdampfer flogen
mit gro√üem L√§rm in die Luft, nachdem sich zwei Kamikaze auf ihre Decks gest√ľrzt haben.

Der Zweite Weltkrieg wurde mit dem ersten und bis heute zum Gl√ľck einzigen
Abwurf einer Atombombe der Amerikaner auf die Städte Hiroshima und
Nagasaki, der 350000 das Leben kostete.
Diese Uraniumbomben, die f√ľr Stuttgart und Berlin bestimmt waren, wurden
von den gewaltigen Boeing B - 29 Superfortress abgeworfen und 100 Meter vor dem Boden gez√ľndet.


5.: Verluste:
Im 2.Weltkrieg waren ca. 110 Millionen Menschen an den Waffen. Etwa 27 Millionen davon sind gefallen, dazu gab es 25 Millionen Ziviltote. Die größten Verluste hatte die Sowjetunion mit 20 Millionen Menschen, darunter 7 Millionen Zivilisten. Deutschland hatte 5,25 Millionen Opfer zu beklagen, wovon eine halbe Million Zivilisten waren.
Dahinter folgt Polen mit 4,5 Millionen Toten wovon fast 4,2 Millionen keine Soldaten waren. Jugoslawien hatte Verluste von 1,7 Millionen Menschen, davon 1,28 Millionen Zivilb√ľrger. Frankreich beklagte 810000 Tote, die H√§lfte war Zivilbev√∂lkerung. Gro√übritannien hatte 368000 Gefallene von denen 62000 Zivilisten waren. Au√üerdem sind 330000 Italiener und 259000 Amerikaner umgekommen. Japan hatte Verluste von insgesamt 1,8 Millionen Menschen, davon 600000 Zivilisten, die vorwiegend durch die beiden Atombomben entstanden. Die chinesischen Gefallenen aus dem China - Japan - Konflikt sch√§tzt man auf 9 Millionen.


6.: Die Marine

Geschichtsreferat zum Seekrieg von 1942 bis 1945
unter besonderer Ber√ľcksichtigung U - Boot Krieges von 1939 bis 1945
einschließlich Vorgeschichte, Entwicklung, Gegenwartsbericht und Hintergrundwissen

Inhalt:
1.00 Geschichte der deutschen Marine
2.00 Die Seestreitkräfte
2.01 Deutschlands
2.02 Großbritanniens Hier war ein Bild der Graf Spee!
2.03 der USA
2.04 Japans
3.00 Der Krieg im Pazifik
3.01 Vorgeschichte und Kriegsbeginn
3.02 Der Kriegsverlauf
4.00 Der U - Boot Krieg
4.01 Aussehen, Technik, Ausr√ľstung, Gefahren, etc.
4.02 Situation der Flotte
4.03 Der Z - Plan
4.04 Die Taktik zu Kriegsbeginn
4.05 Eröffnung der Feindseligkeiten
4.06 Angriff auf "Scapa Flow"
4.07 Die Schlacht von Norwegen
4.08 Der Seekrieg nach dem Frankreichfeldzug und erste Geleitzugschlachten
4.09 Der britische Minenkrieg
4.10 Die Rudeltaktik
4.11 Gemeinsamer Kampf mit italienischen Booten
4.12 Luftwaffe und Flotte
4.13 Der schwarze Monat
4.14 Einsatz im Mittelmeer
4.15 Der Paukenschlag
4.16 Nordmeereinsatz von 1941 bis 1942
4.17 Höhepunkt und Wende der Schlacht im Atlantik
4.18 Fernoperationen von 1943 bis 1945
4.19 Neue Waffen
4.20 U - Bootjagd, ein neuer Begriff in der Kriegf√ľhrung
4.21 Nebenkriegsschauplätze von 1943 bis 1945
5.00 Zusammenfassung und Auswertung
6.00 Nachschub f√ľr Gro√übritannien und Ru√üland
7.00 Die Landung in der Normandie
8.00 Hintergrundinformationen
8.01 Aufbau von Seestreitkräften und Schiffstypen
8.02 Entwicklung der Kriegsschiffe
8.03 Die Bundesmarine (zum Vergleich)
8.04 Die neue U - Boottechnik


1.00 Geschichte der deutschen Marine

1850 Prinz Adalbert von Preu√üen gr√ľndet die preu√üische Flotte
1867 Entstehung der Flotte des norddeutschen Bundes
1871 Gr√ľndung der kaiserlichen Marine mit Aufgaben im K√ľstenschutz und Auslandsdienst,
von Wilhelm II. besonders gefördert
1898 von Tirpitz fördert die Hochseeflotte, diese wird vor dem ersten Weltkrieg zweit stärkste Seemacht
1919 Im Versailler Vertrag wird eine Flottenbeschr√§nkung verankert, die Reichsmarine verf√ľgt nur noch √ľber veraltet Einheiten und darf nur bedingt neue Kampfschiffe bauen
1935 Flottenabkommen zwischen Deutschland und England, Deutschland darf 35% der britischen Tonnage bauen
1935 Umbenennung am 21. Mai in "Kriegsmarine"
1939 Deutschland verf√ľgt nur √ľber 10% der britischen Tonnage
1945 Die noch intakten deutschen Kriegsschiffe werden als Beute verteilt oder verschrottet


2.00 Die Seestreitkräfte Deutschlands, Großbritanniens, der USA und Japans
2.01
Die deutschen √úberwassereinheiten waren, wie in der √úbersicht dargestellt, den alliierten Seestreitkr√§ften weit unterlegen. Nur wenige gr√∂√üere Schiffe wie der Schlachtkreuzer "Hood" konnten versenkt werden. Die gro√üen deutschen Kriegsschiffe wurden dagegen alle recht schnell vernichtet. Das Panzerschiff Graf Spee wurde nahe Montevideo im Dezember 1939 von den Briten aufgebracht und mit einer √úbermacht in Brand geschossen. Nach der Flucht in einen neutralen Hafen musste es erneut auslaufen und der Kommandant ordnete die Selbstzerst√∂rung des stark besch√§digten Schiffes an, bevor es dem Feind in die H√§nde fallen konnte. Mit dem Ruf "Versenkt die Bismarck" wurde eine Jagd begonnen, die ihren Abschlu√ü im Mai 1941 fand - eine britischen Flotte stellt die Bismarck und versenkte diese nach einem schweren Gefecht. Die Tirpitz wurde schon 1942 des √∂fteren angegriffen, konnte jedoch erst 1944 in einem Fjord von Jagdfliegern vernichtet werden. Die √ľbrigen Einheiten kreuzten in den Weltmeeren und erreichten keine nennenswerten Erfolge. Erhebliche Verluste erlitt die Flotte beim Kampf um Narwik und dem Oslofjord. Au√üer durch den U - Bootkrieg wurde die Kriegsmarine durch die Vorbereitung und Planung zum Unternehmen "Seel√∂we" ber√ľhmt. Wegen der geplanten Invasion wurde begonnen, aus vorhanden und erbeuteten Schiffen aller Art, wie Flu√ük√§hnen, Schleppdampfern, Motorschiffen, Frachtern usw. eine Landungsflotte durch Umbauten und Einbau von z.B. Rampen zu schaffen. Im Gegensatz zu den Alliierten verf√ľgte Deutschland √ľber keinerlei Landungsboote. Das Unternehmen wurde auf Eis gelegt und die Arbeiten eingestellt, w√§hrend die Umbauten bereits in vollem Gange waren.
Eine wenig bekannte Tatsache ist, dass der Flottenst√ľtzpunkt "Murmansk" deutschen Hilfskreuzern und U - Booten in den ersten Kriegsjahren zur Verf√ľgung stand.

BISMARCK: Schlachtschiff, 41700t, acht 28 cm Kanonen, 30 Knoten, Anfang des zweiten Weltkrieges st√§ndige Bedrohung f√ľr britische Navy, Jagd mit "Versenkt die Bismarck", im Mai 1941 von britischer Flotte versenkt
TIRPITZ: zweites Schiff der Bismarck Klasse, 25. März 1941 fertiggestellt, acht 38 cm Kanonen, 42900t, Anfang 1942 auf Fahrt nach Trondheim (Norwegen) entdeckt und öfters von Briten angegriffen, immer instandgesetzt, 1944 versenkt
GNEISENAU und beides Schlachtkreuzer, Schwesterschiffe, 32000t, 31,5 Knoten, neun 2,8 cm
SCHARNHORST: Kanonen, zwölf 15 cm Kanonen, Flak, 1800 Mann Besatzung



2.02
Die britischen √úberwassereinheiten waren im Gegensatz zu den deutsche sehr erfolgreich, die gro√üen Schlachtschiffe und Kreuzer, wie Nelson, Rodney, Hood, Prince of Wales, King George V und die √ľbrigen Einheiten waren in allen Ozeanen t√§tig, das Hauptoperationsgebiet lag jedoch im Atlantik mit den Hauptaufgaben Schutz des Mutterlandes, U - Bootjagd, Geleitschutz f√ľr Frachter aus den USA und Kampf gegen deutsche √úberwassereinheiten. Mit Hilfe der Marine wurde ein Landungsunternehmen zur Unterbindung schwedischer Erztransporte nach Deutschland durchgef√ľhrt, es wurden norwegische Flottenst√ľtzpunkte besetzt und an der K√ľste Minensperren ausgelegt. Aber auch bei den Briten blieben Verluste nicht aus: die Hood wurde in einem Gefecht mit der Bismarck am 24. Mai 1941 versenkt. Die Prince of Wales wurde sogar schon zu Kriegsbeginn zusammen mit der Repulse in malaiischen Gew√§ssern von japanischen Jagdfliegern zerst√∂rt. Die Briten waren mit ihren hoch technisierten Marinefliegern und ausgezeichneten Zerst√∂ren die erfolgreichsten U - Bootj√§ger. Nicht unerw√§hnt bleiben soll die Evakuierung von D√ľnkirchen vom 27. Mai bis 4. Juni 1940. 1200 Schiffe und Boote evakuierten mehr als 340000 britische und franz√∂sische Soldaten von Frankreich nach England √ľber. Diese gr√∂√üte Evakuierung aller Zeiten wurde unter st√§ndigen deutschen Luft - und Artillerieangriffen durchgef√ľhrt. Auch an der Landung in der Normandie waren die Briten nicht unbedeutend beteiligt. Gro√übritannien gestattete den USA die Mitbenutzung einiger Flottenst√ľtzpunkte und erhielt im Gegenzug 50 Zerst√∂rer. Die Navy griff sogar zwei vor Oran ankernde Kriegsschiffe des von Deutschland besetzten Frankreichs an und vernichtete diese. Als Vergeltung flog die franz√∂sische Luftwaffe Angriffe auf englische Schiffe um Gibraltar.

PRINCE OF WALES und Schlachtschiffe, zur damaligen Zeit einmalige Bewaffnung je zwei
KING GEORGE V Vierlingskanonent√ľrme vorn und hinten mit 36 cm plus Turm mit Zwillingsgesch√ľtz, Prince of Wales schon am Anfang des Krieges mit Repulse von japanischen Flugzeugen in malaiischen Gew√§ssern versenkt, Stolz der King George V Klasse, Untergang gro√üer Schock f√ľr Briten, King George V Flaggschiff der Home Fleet

Schlachtschiff NELSON: Schwesterschiff der Rodney, 35000t, neun 40 cm Kanonen, 14 Jahre Flaggschiff der britischen Flotte, verstärkt durch 40 mm Flak

Schlachtkreuzer HOOD: vor zweitem Weltkrieg gr√∂√ütes Schiff mit 41200t, 38 cm Gesch√ľtze, am 24. Mai 1941 in Gefecht mit Bismarck versenkt

2.03
Die amerikanischen √úberwassereinheiten k√§mpften gro√üteils im Pazifik, die Kampfaktionen im Atlantik waren vorwiegend Schutz von Truppen - und Materialtransportern gegen U - Boote (erst nach dem Angriff auf Ru√üland wurde die US Flotte zum Geleitschutz eingesetzt, meist von neu geschaffenen Flottenst√ľtzpunkten in Gr√∂nland und Island). Im Zuge des "lend - lease act" versorgten Schiffslieferungen fast ganz Gro√übritannien, sp√§ter auch Ru√üland mit Kriegsmaterial, diese wurden zu einem gro√üen Teil von britischen Zerst√∂rern gesch√ľtzt. Erst als die USA vermehrt aktiv in Europa auftraten, wurden zunehmend Frachter zum Transport, Landungsboote f√ľr Aktionen an den K√ľsten der "Festung Europa" und Kampfschiffe zur Unterst√ľtzung der Landungstruppen durch niederhalten der feindlichen Abwehr und K√ľstenartillerie eingesetzt. Die Ber√ľhmtesten Landungsaktionen fanden in Nord - und S√ľdfrankreich, sowie Sizilien statt. Im Pazifik dagegen lieferten sich Amerikaner und Japaner erbitterte Seegefechte, wobei nach Pearl Harbor die japanischen Seestreitkr√§fte lange im Vorteil waren. Im Gegensatz zum Atlantik spielten hier seegest√ľtzte Marineflieger die wichtigste Rolle - der Flugzeugtr√§ger wurde das wichtigste Kriegsschiff. Ab 1942 war die Pazifikflotte mit Marinefliegern und Marineinfanteristen an der R√ľckeroberung der von Japanern besetzten Inseln besch√§ftigt. Am 2. September 1945 wurde auf dem vor Tokio ankernden US Schlachtschiff "Missouri" der Waffenstillstand unterzeichnet - f√ľr die Alliierten unterschrieb General Mac Arthur.

US Schlachtschiff BB - 63 MISSOURI: IOWA Klasse, größte Schiffe der Navy, 45000t Wasserverdrängung, drittes Schiff der Klasse, im Juni 1944 in Dienst, mit Flugzeugträgern im Pazifik, Kapitulationsverhandlungen auf ihr beendeten Krieg,

Flugzeugträger ENTERPRISE: 18 große Gefechte im Pazifik, Flugzeuge des Trägers versenkten AKAGI, KAGA, HIRYU, MIKUMA, Beteiligung an Versenkung von 67 Schiffen
HORNET: Lt. Col. James H. Doolittle flog von ihr mit Bomber B - 25 Mitchell den ersten Angriff auf Tokio, gleiche Klasse wie
Enterprise und Yorktown, große Rolle bei Midway
2.04
Die japanischen √úberwassereinheiten waren die Widersacher der Amerikaner im Pazifik und verf√ľgten nach dem √úberfall auf Perl Harbor f√ľr einige Zeit √ľber die gr√∂√üere Schlagkraft. Zu den gro√üen Schlachtschiffen wurden etliche Kreuzer und Zerst√∂rer eingesetzt, auch U - Boote konnten Erfolge erzielen. Die Hauptwaffe bildeten aber die Marineflieger mit leistungsf√§higen Tr√§gerschiffen und Flugzeugen. Erst ab 1942 wurden die besetzten Inseln langsam von den USA zur√ľckerobert. Die Japaner waren f√ľr ihre Tapferkeit und Opferbereitschaft (siehe Kamikaze), aber auch f√ľr ihre Brutalit√§t im Umgang im Gefangenen bekannt. Erst die Atombombenabw√ľrfe √ľber Hiroshima und Nagasaki konnten Japan zur Einstellung der Feindseligkeiten bewegen.

Schlachtschiffe YAMATO: Schwesterschiffe, neun 46 cm Kanonen und weitere Bewaffnung, mit 65000t und MUSASHI größte Schiffe, neueste Technik, Yamato auf Spezialeinsatz versenkt, Musashi 1942 fertiggestellt, Flaggschiff der japanischen Navy ab Februar 1943, im Oktober 1944 durch alliierten Torpedotreffer (Jagdflieger) bei Mindorn / Philippinen versenkt

Flugzeugträger TAIHO: letztes großes japanische Trägerschiff, Flugdeck und Gefechtsdeck, 1944 versenkt
SHINANO: drittes Schiff der Yamato Klasse, sechs Jahre im Umbau, kurz nach Stapellauf 1944 zerstört.
JUNYO: aus Passagierschiff hergestellt, bei Midway eingesetzt

Flugzeugkreuzer MOGAMI: leichter Kreuzer mit f√ľnf 40 cm Kanonen, Umbau zum Flugzeugkreuzer, in Seeschlacht um Philippinen versenkt

schwerer Kreuzer SUZUYA: Umbau von 8500t auf 10000t und von f√ľnfzehn 15,5 cm auf zehn 20 cm Kanonen

leichter Kreuzer YUBARI: 1923 fertiggestellt, 3100t
KISO: letztes Modell der Kuma Klasse, 1932 in Dienst gestellt, bei Aleuten eingesetzt
TAMA: 1921 mit 5500t gebaut, Flaggschiff der 3. Flottille, 1923 und 1926 zwei Umbauten, nach 20 Jahren Ende 1942 durch Torpedotreffer versenkt
KUMANO: 8500t, f√ľnfzehn 15 cm Kanonen
YAHAGI: drittes Schiff der Agano Klasse, bei Okinawa eingesetzt und versenkt, Radar und stärkere Flak als Agano
AGANO: Flaggschiff der Torpedo Corps, gute Beweglichkeit, moderne Torpedoabschu√ürohre, sehr gute Nachrichten√ľbermittlungsanlage

Zerstörer FUBUKI: 1950t, 37 Knoten, 12,5 cm Kanonen, neun 60 cm Torpedoabschußrohre
HATSUYUKI: drittes Schiff der Fubuki Klasse, zusätzliche Flak
AYANAMI: Schiff der Fubuki Klasse, eins von 24
AKATSUKI: 24. Schiff der Fubuki Klasse, 1932 fertiggestellt, verbessert und 1935 √ľberholt
HIBIKI: 1933, 22. Schiff der Fubuki Klasse
SHIKINAMI: 17 Monate Bauzeit, Überholung und Umbau, 1944 zerstört

SHIRATSUYU: Nachfolgeklasse, 34 Knoten, Verbesserungen
HARUSAME: f√ľnftes Schiff der Shiratsuyu Klasse, f√ľnf 12,5 cm Kanonen, erste japanisch Doppeltorpedoabschu√ürohre, 34 Knoten
SHIMAKAZE: Gegenwaffe zu schnellen US Zerstörern, fertiggestellt 1943, 41 Knoten,
Radar, Flak

U - Boot I - 16 bei Angriff auf Pearl Harbor beteiligt
U - Boot I - 58 mit Aufklärungsflugzeug, versenkte schweren US Kreuzer Indianapolis






3.00 Der Krieg im Pazifik



3.01 Vorgeschichte und Kriegsbeginn
Die japanische Expansion, die bereits in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts und mit Beginn des 20. Jahrhunderts gezeigt hatte, dass man mit dieser Nation rechnen muss, wurde in den fr√ľhen drei√üiger Jahren fortgesetzt. Das erste Angriffsziel war China. W√§hrend in Europa Krieg gef√ľhrt wurde, sah Japan neue Chancen, seine Vormachtstellung in Asien auszubauen und neue L√§nder unter seine Herrschaft zu bringen. Im September 1940 eroberten die Japaner einige Luftst√ľtzpunkte in Franz√∂sisch - Indochina. Noch im selben Monat unterzeichnete Japan mit Deutschland und Italien ein √úbereinkommen - es lie√ü den Achsenm√§chten freie Hand in Europa, w√§hrend die Japaner ihrerseits in Ostasien nach ihrem Gutd√ľnken walten konnten. Die USA waren sich der von Japan ausgehenden Bedrohung bewu√üt und verlegten eine Flotte in den Pazifik, um die Japaner zu √ľberwachen und den Frieden wenn m√∂glich noch zu retten. Au√üerdem wurden Wirtschaftssanktionen eingerichtet, die den Import von Erzen und √Ėl nach Japan verhinderten - der Bedarf konnte jedoch leicht anderweitig gedeckt werden und die Kriegsr√ľstung lief auf vollen Touren weiter.
Die Waffenproduktion der USA wurde daraufhin gesteigert, Schiff um Schiff lief vom Stapel, der Bau von 50.000 Flugzeugen wurde festgelegt. Nachdem in Europa auch gegen Ru√üland vorgegangen wurde, begann Japan neue Aggressionen. Nach Verhandlungen wurde am 6. Dezember 1941 ein Friedensappell an den Kaiser Hirohito gerichtet. Japan versprach einen Antwort in den folgenden Tagen - die Antwort kam prompt. Am 7. Dezember 1941 griffen die japanischen See - und Seeluftstreitkr√§fte Pearl Harbor an. Es wurden f√ľnf Schlachtschiffe, drei Kreuzer und 177 Flugzeuge zerst√∂rt. √úber 3000 US Soldaten wurden get√∂tet, Tausende verwundet. Der Krieg im Pazifik begann.

3.02 Der Kriegsverlauf
Japanische Armee, Luftwaffe und Flotte errangen einen Sieg nach dem anderen. Sie eroberten Hongkong und Singapur, Malaya und Burma, versenkten im Golf von Bengalen zwei britische Schlachtschiffe, die Nachschubstra√üen nach China wurden gesperrt. Thailand und eine indische Nationalarmee schlossen sich den Japanern an. Die US Truppen unter General Douglas MacArthur zogen sich aus Manila zur√ľck und gingen in Bataan in Stellung. Bis zum 9. April konnte die Stadt gehalten werden, dann waren Lebensmittel, Arzneimittel, Munition etc. aufgebraucht - Fort Corregidor auf einer Felseninsel in der Bucht von Manila hielt sogar bis zum 6. Mai durch. Was folgte war der als "Todesmarsch von Bataan" bekannte Marsch von 40.000 Amerikanern. Auf der 100 km langen Strecke in japanische Gefangenenlager starben mehr als die H√§lfte der verwundeten Gefangenen oder sie wurden von Japanern brutal get√∂tet.
In der Javasee errang die kaiserliche Marine einen vollst√§ndigen Sieg √ľber amerikanische und englische Seestreitkr√§fte. Die Eroberung von Guam, Wake, den Aleuten, Niederl√§ndisch - Ostindiens und Teile von Guinea machten sie zu Herren des Pazifiks. Im Mai wurde der nordaustralische Seehafen Darwin bombardiert, doch die amerikanischen, australischen und britischen Truppen konnten die Bedrohung abwenden - der Gegner wurde sogar von den "Flying Tigers", einer freiwilligen Zivilfliegertruppe in den L√ľften √ľber Burma bek√§mpft.
Schlie√ülich gelang es den Alliierten unter MacArthur erfolgreich Widerstand zu leisten und in die Gegenoffensive √ľberzugehen: die japanischen Marineflieger wurden im Mai 1942 bei der Schlacht in der Korallensee geschlagen, die Seeschlacht um die Midway Inseln vom 3. bis 6. Juni 1942 ging zu Gunsten der Alliierten aus, die Amerikaner konnten am 7.8.1942 auf Guadalcanar (Salomoninseln) landen - die Folge war eine Abnutzungsschlacht, die die Japaner erst am 8.3.1943 verloren - die japanische Flotte erlitt am 13. November bei den Salomonen eine schwere Niederlage. Damit ging der japanische Plan den Nachschub zu unterbinden und sich dank der eroberten und f√ľr eine l√§ngere Kriegf√ľhrung notwendigen Rohstoffquellen in die Defensive zur√ľckzuziehen und sich dauerhaft festzusetzen. In der Schlacht um Midway verloren die Japaner vier Flugzeugtr√§ger, die Amerikaner "nur" einen. Wesentlichen Anteil an diesen Erfolgen hatte die Entschl√ľsselung des japanischen Funkverkehrs, die Wende im Pazifik war eingetreten und die Alliierten ginge zum "Inselspringen" √ľber, um sich nach und nach dem das japanischen Mutterland zu n√§hern. Unter C. Nimitz und MacArthur r√ľckten die Amerikaner auf die Marianen, Neuguinea, Philippinen, Birma, der Insel Saipan am 15.6. - 9. 7. 1944, usw. vor. Am 19.10.1944 wurde die R√ľckeroberung der Philippinen begonnen, bei der Seeschlacht vom 23. bis 26. 10. 1944 verloren die Japaner vier Flugzeugtr√§ger und drei Schlachtschiffe. Am 23.2.1945 wurde Manila, am 28. 2.1945 Corregidor zur√ľckgewonnen. Von Saipan und Guam wurden schwere Luftangriffe auf Tokio und weitere Gro√üst√§dte sowie strategische Ziel gestartet. Am 1.4.1945 Landung auf Okinawa und am 21.6. Einnahme, auch dort wurden Luftst√ľtzpunkte errichtet. Die Briten unter Lord Mountbatten eroberten im M√§rz 1945 Birma zur√ľck, es folgte Rangun - der Weg nach Thailand und Singapur war erneut offen. Nach einer Weigerung Japans die Feindseligkeiten einzustellen, wurden die beiden Atombomben √ľber Hiroschima und Nagasaki abgeworfen. Nach Verhandlungen gaben die Japaner endlich auf.
Nun war einer der verbittertsten Kriege zu Ende, der sich durch Versenkung von 36 Gro√ükampfschiffen und der Besch√§digung 300 weitere durch Kamikazeflieger, Landungen von 60000 Marinesoldaten und dem Verlust von bis zu 3000 US Soldaten in nur einer Schlachten " auszeichnete". Gleichzeitig wurden die Schlachtschiffe als wichtigste Kapfeinheiten von Flugzeugtr√§gern abgel√∂st, es wurden schlachten gef√ľhrt, ohne das nur ein Schiffskanone geschossen hatte. Schlie√ülich der Beginn des Atomzeitalters mit den ersten und bis jetzt letzten Eins√§tzen von Atomwaffen in der Kriegsgeschichte.

4.00 Der U - Boot Krieg

4.01 Aussehen, Ausr√ľstung, Gefahren, Probleme,Verluste, etc.
Schon vor dem ersten Weltkrieg verf√ľgten verschiedene L√§nder √ľber U - Boote, deutsche U - Boote wurden gegen die britische Flotte eingesetzt, die Hauptst√ľtzpunkte waren Ostende und Zeebr√ľgge, sie waren technisch aber noch nicht sehr entwickelt. Nach dem Versailler Vertrag besa√ü Deutschland keine Unterwassereinheiten mehr, es war jedoch im Z - Plan f√ľr den Konfliktfall der Bau von drei kleinen, vier mittleren und zwei gro√üen U - Booten vorgesehen. Am Typ VII C sollen Aussehen und Ausr√ľstung erkl√§rt werden. Der Stahlrumpf hatte eine langgezogene, runde Form und verj√ľngte sich an beiden Seiten und nach unten, wobei sich der Bug nach oben abflacht, das Heck entgegengesetzt. Das Deck ist flach, auf ihm sind Antennen, Verankerungen zum Festmachen an Schiffen oder Landungsbr√ľcken, ein Notausstieg, die 8,8 cm U - Bootkanone sowie Mittschiffs nach hinten versetzt, Br√ľcke und Turm angeordnet - Rumpfdurchmesser und H√∂he waren hier am gr√∂√üten. Auf der Br√ľcke, die nur im aufgetauchten Zustand betreten werden konnte, waren der obere Teil des Luftzielsehrohr, Antennen, der Hauptaus/einstieg, der obere Teil des Angriffssehrohrs Kommunikationseinrichtungen zum Inneren die 2 cm Flak, Rettungsringe und Leitern zum Deck. Bei aufgetauchter Fahrt war dies der Platz der Br√ľckenwache.
Eine "Etage" darunter im Turm befand sich der Kommandant am Angriffssehrohr bzw. Luftzielsehrohr, die Seem√§nnische NR. 1 am Torpedorechner, der Ruderg√§nger und verschiedene √úberwachungsinstrumente, Karten, etc.. Im Bug waren die vier Bugtorpedorohre mit Torpedo - Offizier und Torpedomechanikern, im Bugraum Mannschaft und darunter Reservetorpedos untergebracht. Auf l√§ngeren Eins√§tzen wurden zus√§tzliche Torpedos auch noch bei der Mannschaft gelagert. Auf das WC folgen die Aufenthalts und Schlafr√§ume der Oberfeldwebel und Offiziere, die Oberfeldwebel - und Offiziersmesse, der Funkraum und der Horchraum mit Horcher und II. WO, gegen√ľber der Kommandantenraum und neben diesem auf gleicher L√§nge der vorher genannten vier R√§ume der Akkuraum. Der n√§chste Rumpfabschnitt beherbergte die Zentrale (unter Turm und Br√ľcke ) mit Leitendem Ingenieur (L.I.), Tiefenruderg√§nger, Zentralenmaat, Obersteuermann am Navigationstisch, √úberwachungsinstrumenten, etc... Es folgten Unteroffiziers - Raum, Komb√ľse und hinterer Akkuraum. Danach Dieselraum mit Dieselobermaschinist, Dieselmaat und 2 Mann sowie E - Maschine mit E - Obermaschinist, E - Maat und zwei Mann. Schlie√ülich die beiden Hecktorpedorohre mit zwei Torpedomechanikern. Au√üen am Bug befanden sich noch das erste H√∂henruderpaar, am Heck zweites H√∂henruderpaar, Seitenruder und die Schiffsschrauben. Tauchtanks, Akkus, sowie der Dieselvorrat waren gr√∂√ütenteils im unteren Rumpfteil oder dem Bauch Mittschiffs untergebracht und nahmen einen gro√üen Teil des Raumvolumens ein.
Bewaffnung: Die Bewaffnung bestand aus vier Bugtorpedo - und zwei Hecktorpedorohre mit 14 bis 24 Torpedos unterschiedlicher Typen, wie: Drucklufttorpedos, E - Torpedos, Ger√§uschtorpedos T5 "Zaunk√∂nig", fl√§chenabsuchende FAT Torpedos,... sowie der 8,8 cm U - Bootkanone und der 2 cm Flak. Bewaffnung, Manschafftsst√§rke und Ausr√ľstung variierte je nach Bootstyp. Der hier beschriebene Typ hatte durchschnittlich 14 Torpedos, machte bei √úberwasserfahrt und Tauchtiefe bis 16m ca. 15 bis 17 Knoten, in getauchter Fahrt mit E - Antrieb 7 Knoten und konnte ca. 200m tief tauchen, in Ausnahmef√§llen bis 270m (diese Zahlen sind Sch√§tzwerte und f√ľr die Richtigkeit wird nicht garantiert!) - im Gegensatz dazu verf√ľgten die ersten Boote √ľber keinerlei Schnorchel und konnten daher die Diesel nur an der Wasseroberfl√§che einsetzen. Dies war gef√§hrlich und die Fahrzeiten waren sehr begrenzt. Erst nach dem Einbau von Schnorcheln im Sommer 1944 konnten die Boote unbegrenzt tauchen, die Diesel konnten bei U - Fahrt benutzt und die Akkus aufgeladen werden. Auch ein Bootstyp mit gr√∂√üerer Unterwasser - als Oberwassergeschwindigkeit wurde entwickelt.
Zu den Gefahren ist zu sagen, dass die U - Boote mit das gef√§hrlichste Kampfmittel des zweiten Weltkrieges waren. Im getauchten Zustand waren die schnellen Zerst√∂rer mit ihren nach vorn katapultierten kleinen und den nach hinten weggeschleuderten riesigen, fa√ü√§hnlichen Wasserbomben die Hauptgefahrenquelle. Dabei wurde nicht mal ein direkter Treffer ben√∂tig um ein Boot zu versenken, schon die Druckwelle einer in der N√§he detonierten Bombe konnte das Boot zerst√∂ren, den Bootsk√∂rper soweit besch√§digen, dass Wasser eindringen kann. Wenn das Leck nicht geschlossen werden konnte, bestand die M√∂glichkeit, den betreffende Teile durch Schotte zu verschlie√üen. War dies auch nicht m√∂glich, blieb nur das Auftauchen und damit die Gefahr, je nach Laune der feindlichen Besatzungen gefangengenommen oder beim Auftauche durch gezielte Sch√ľsse mit Kanonen versenkt zu werden. War das Auftauchen nicht m√∂glich, so ertrank die gesamte Besatzung im langsam ansteigenden Wasser, da nur bei geringer Tauchtiefe der Notausstieg wegen des enormen Wasserdrucks m√∂glich war.
Die Versenkungen von U - Booten nahmen stetig zu, als mit Sonar und Radar ausger√ľstete Geleitschiffe die Ortung auch unter Wasser erm√∂glichten.
Die zweite Gefahrenquelle war die √úberwasserfahrt. Um l√§ngere Strecken zu √ľberbr√ľcken, waren die meisten Boote auf die √úberwasserfahrt angewiesen, da der E - Antrieb nur eine Geschwindigkeit von ca. 7 Knoten schaffte, der nur an der Oberfl√§che wirksame Dieselantrieb aber 17 Knoten. Die √ú - Fahrt wurde wenn m√∂glich bei Nacht und schlechtem Wetter durchgef√ľhrt, da die Patroulienflugzeuge die Boote nicht orten konnten, dies √§nderte sich jedoch grundlegend nach dem Einbau von Radar und anderen Peilger√§ten. Die U - Bootjagd war jetzt bei nahezu jeder Zeit und jedem Wetter m√∂glich. Dazu kamen bei den Eins√§tzen rund um Gro√übritannien die landgest√ľtzten Radaranlagen, die durch unglaublich viele Antennen an der K√ľste auch hier eine st√§ndige √úberwachung erm√∂glichten. Aufgetauchte Boote wurden meist durch Beschu√ü von Bordkanonen und MGs schwer besch√§digt bzw. durch Bomben und Raketengeschosse versenkt.
Nach dem Bau von Schnorcheleinrichtungen konnten die Auftauchvorgänge stark reduziert werden.
Aber auch einfache technische Probleme, ein Feuer oder √§hnliche Zwischenf√§lle waren unter Wasser ungleich gef√§hrlicher, als auf einem normalen Schiff. Dazu kamen noch die Lagerung von Munition f√ľr Flak, Bordkanone und die Torpedos, die nicht selten an Bord repariert und neu eingestellt wurden.
Die Belastungen f√ľr die Mannschaft sollen ebenfalls nicht unerw√§hnt bleiben. Das Steuern und Kommandieren der Boote erforderte h√∂chstes seem√§nnisches Geschick. Die Navigation war schwieriger, die Berechnungen langwieriger,.... Das "Betriebsklima" war im wahrsten Sinne des Worte bescheiden. Hitze und K√§lte, Schw√ľle, Luftfeuchtigkeit, L√§rm, N√§sse, Gestank und die unertr√§gliche Enge, das wochenlange eingesperrtsein in einer R√∂hre brachten nicht nur k√∂rperliche sondern auch seelische Probleme mit sich.
Verluste: Von 1160 eingesetzten deutschen U - Booten gingen 649 im Einsatz verloren. Bei Kriegsende wurden 89 von ihren Besatzungen selbst versenkt.
Von den Besatzungen kehrten 75% nicht mehr nach Hause zur√ľck !


4.02 Situation der Flotte
Der Seekrieg war auf deutscher Seite ausschlie√ülich von den U - Booten beherrscht. Die Marine hatte aber denkbar schlechte Erfolgsaussichten, sie war der schw√§chste Teil der Wehrmacht und der englischen und franz√∂sischen Flotte weit unterlegen. Obwohl Karl D√§mtz, der F√ľhre der U - Boote um 1939 an einen Krieg mit Gro√übritannien glaubte und den Ausbau der Marine - ganz besonders aber seiner Flotte - forderte, da sie die Hauptlast im Kriegsfall tragen sollte, lehnte Hitler ab. Er plante einen Krieg mit Gro√übritannien nicht ein. Die Flotte war schon zu Kriegsbeginn unterlegen, was die folgende Aufstellung zeigt.

4.03 Der Z - Plan
Er war die Grundlage f√ľr den Aufbau einer Flotte im Konfliktfall und sah den Bau von monatlich drei kleinen, vier mittleren und zwei gro√üen U - Booten vor. Der Chef des Amtes f√ľr Kriegsschiffbau erhielt vom Ob.d.M. (Oberbefehlshaber der Marine) freie Hand, um den Bau auf 29 Boote zu steigern. Der Schlachtschiffbau sollte mit Ausnahme von Bismarck und Tirpitz eingestellt werden. Die Werften machten keine Probleme, daf√ľr aber Hitler. Ende 1939 bis 1940 musste der Ob.d.M. Dr. h. c. Erich Raeder des √∂fteren zu Hitler, um f√ľr die h√∂chste Dringlichkeitsstufe im U - Bootbau zu werben. Doch der erfolg blieb aus, im Gegenteil: gelegentlich wurde dem laufenden Bau sogar Arbeiter und Rohstoffe zu Gunsten von Luftwaffe und Heer entzogen. Da er erst die Lage auf dem Festland bereinigen wollte, verschob Hitler weitere Entscheidungen bis nach dem Frankreichfeldzug.

deutsche Flotte zu Kriegsbeginn:
3 Panzerschiffe Deutschland, Graf Admiral Spee, Admiral Scheer
2 Schlachtkreuzer Gneisenau, Scharnhorst
2 schwere Kreuzer Admiral Hipper, Bl√ľcher
6 leichte Kreuzer
22 Zerstörer
49 U - Boote

französische Flotte zu Kriegsbeginn: britische Flotte zu Kriegsbeginn:
7 Schlachtschiffe 15 Schlachtschiffe
7 schwere Kreuzer 7 Flugzeugträger
1 Flugzeugträger 2 Flugzeugmutterschiffe
1 Flugzeugmutterschiff 15 schwere Kreuzer
11 leichte Kreuzer 49 leichte Kreuzer
73 Zerstörer 194 Zerstörer
79 U - Boote 62 U - Boote

Bei diesem Flottenschema f√§llt auf, dass Deutschland √ľber kein Flugzeugmutterschiff und keinen Tr√§ger verf√ľgte. Durch das machthungrige und f√ľr die Flotte negative Verhalten des Luftwaffen Ob. G√∂ring, der der festen √úberzeugung war, dass die Marine keine Flugzeuge braucht, wurde der Bau des Flugzeugtr√§gers "Graf Zeppelin" gestoppt und die Pl√§ne verworfen. Damit fehlte Deutschland eine Entscheidungswaffe im zweiten Weltkrieg.


4.04 Die Taktik zu Kriegsbeginn
Nach dem Frankreichfeldzug wurde endlich die wahre Gef√§hrlichkeit Englands erkannt. Das U - Boot war genau betrachtet die einzige Offensivwaffe, da die √úberwasserschiffe zwar qualitativ nicht schlecht waren, gegen die Masse der britischen Seestreitkr√§fte aber keine Chance hatten. Hitler legte jedoch immernoch mehr Wert auf die R√ľstung von Luftwaffe und Heer. Der geplante Bau von 29 Booten wurde auf 25 beschr√§nkt. Mit Einsatzreife und ausreichenden Bootszahlen war demnach nicht vor Ende 1941 zu rechnen. Die SKL (Seekriegsleitung) wollte trotzdem mit kleinen "Sticheleien" den Feind st√∂ren - ein Krieg mit schwachen Mitteln gegen die √úbermacht mit k√ľhnen und wendigen Aktionen. Aus einem Befehl der SKL vom 04.08 1939 geht hervor, dass Seeverbindungen anzugreifen, Zusammenst√∂√üe mit feindlichen Streitkr√§ften aber zu minimieren sind.




4.05 Eröffnung der Feindseligkeiten
Am 03. September 1939 erkl√§rten Frankreich und Gro√übritannien Deutschland den Krieg. Der SKL Abh√∂rdienst fing den Funkspruch eines Senders mit dem Inhalt: "Total Germany" - d.h. sofortige Er√∂ffnung der Feindseligkeiten gegen Deutschland auf - D√§mtz war sehr ersch√ľttert als um 13.30 Uhr der Angriffsbefehl des Oberkommandos eintraf. Hitler war f√ľr eine schwache Flotte, da er nicht mit vielen Feinden im Seekrieg rechnete. Doch jetzt lautete der Befehl f√ľr die Kriegsmarine Kampf.
Im Einklang mit der Prisenordnung mussten Handelsschiffe, ob bewaffnet oder unbewaffnet zuerst angehalten und untersuchen werde. Wenn die Bestimmungen eine Versenkung zulie√üen, musste zuerst f√ľr die Sicherheit der "feindlichen" Besatzung gesorgt werden - nicht unter die Prisenordnung fielen Handelsschiffe mit Kriegsschiffgeleit oder Luftdeckung sowie Truppentransporter und die Schiffe, die sich der Durchsuchung widersetzen. Die Einhaltung fiel den U - Bootkommandanten schwer, weil es gef√§hrlich war zur Untersuchung aufzutauchen und festzumachen. Am ersten Kriegstag ereignete sich auch schon der erste peinliche Zwischenfall: U - 30 war vom 19. bis 21. August vor Nordirland bis Gibraltar unterwegs. Der Kommandant Kapit√§nleutnant Lemp sichtet nachts ein gro√ües, abgeblendetes Schiff abseits der normalen Route. Im Glaube an einen Hilfskreuzer wurde der Passagierdampfer "Athenia" auf USA Fahrt 250 sm westlich Irlands versenkt. Der Propagandaminister Goebbels lies die Nachricht verbreiten, dass die Torpedierung ein britisches Mittel sei, um die USA zu einem Kriegseintritt zu Bewegen. Am 30. September wurde die Prisenordnung aufgehoben, eine belastende Einschr√§nkung f√ľr den U - Bootkrieg war beseitigt worden.

4.06 Angriff auf "Scapa Flow"
Der ber√ľhmteste Erfolg eines deutschen U - Bootes ist wohl das Eindringen von U47 unter G√ľnter Prien in den englischen Kriegshafen "Scapa Flow".
Nicht weniger bekannt sind die Legenden, es gab jedoch nie den "Uhrmacher von Scapa Flow", den Spion namens √Ėrtel, der Jahre vorher als harmloser Uhrmacher getarnt Scapa Flow ausgekundschaftet, in der Nacht vor dem Angriff mit dem Schlauchboot zu U 47 √ľbersetzt und wegen der Kenntnis von Minenfeldern, Netzsperren und Liegepl√§tzen den Angriff geleitet haben soll - das alles sind Ger√ľchte, um die Versenkung der "Royal Oak" zu erkl√§ren. Auch die Legende um den Verbleib der Besatz ist frei erfunden, sie kam nicht im KZ um sondern starb am 08. M√§rz 1941 w√§hrend einer Geleitzugschlacht, als ihr Boot von dem britischen Geleitzugzerst√∂rer HMS "Wolverine" versenkt wurde.
Das Unternehmen lief folgenderma√üen: Um den 08. September machte sich D√§mtz Gedanken √ľber die M√∂glichkeit mit einem U - Boot in den stark gesicherten britischen Kriegshafen Scapa Flow einzudringen - zwei Versuche waren im ersten Weltkrieg gescheitert. Chancen standen jetzt besser, weil Aufzeichnungen √ľber Gezeiten, Netzsperren, etc. der beiden engen Zufahrten Holm Sounders und Kirk Sounders vorlagen, die von der Besatzung des U 14 gemacht wurden, als diese unter Wellner unfreiwillig in die Zufahrten gekommen war. Schwierigkeiten waren die Str√∂mung bei Einfahrt und Ausfahrt, komplizierte Berechnungen von Gezeiten, Flutgeschwindigkeit, Fahrgeschwindigkeit, Drift, Navigation sowei Kampf in niedrigen Wassertiefen. Nach Bedenkzeit stimmte Prien dem Unternehmen zu, der Termin wurde auf die mondlose Nacht des 13./14. Oktober 1939 festgelegt.
Die Durchf√ľhrung: U 47 verlie√ü den U - Bootst√ľtzpunkt Kiel mit Kommandant G. Prien am 08.Oktober und erreichte unter Vermeidung jeglicher Feindber√ľhrung am 13. Oktober gegen 04.30 Uhr Scapa Flow. Das Boot wurde in 90 m Tiefe auf Grund gelegt, nach einer Ruhepause und der Anbringung von Selbstzerst√∂rungs - sprengladungen schlief man. Darauf folgte Wecken um 16.00 Uhr, Essen um 17.00 Uhr und der Befehl "Alle auf Gefechtsstation" um 19.15 Uhr. U 47 tauchte auf und man stellte fest, dass die Nacht von einen Nordlicht erhellt war. Trotzdem lief U 47 mit der Str√∂mung in die Bucht ein. Im s√ľdlichen Teil befand sich kein Kriegsschiff, die Home Fleet war w√§hrend das Boot auf Grund lag ausgelaufen. Im Norden wurden aber um 00.58 Uhr zwei Schlachtschiffe gesichtet und sofort angegriffen, die erste Torpedosalve richtete nur geringen Schaden an, w√§hrend die Bugrohre nachgeladen wurden, drehte man 180¬į um die Hecktorpedos abzufeuern. Obwohl einige Zeit verstrich r√ľhrte sich in der Bucht nichts. Weder Suchscheinwerfer, Zerst√∂rer noch Flugzeuge waren zu sehen. Um 01.23 Uhr feuerte man die zweite Torpedosalve ab und drei Minuten sp√§ter wurde das Schlachtschiff getroffen. Nun war der Hafen lebendig, Zerst√∂rer und Scheinwerfer suchten die Bucht ab. Da alle Torpedos verschossen waren, ordnete Prien den R√ľckzug an. Es gelang ihm und seiner Mannschaft mit "√§u√üerster Kraft voraus" und seem√§nnischem Geschick gegen die Str√∂mung Scapa Flow zu verlassen und um 02.15 Uhr das offene Meer zu erreichen.
Das Ergebnis dieses Einsatzes: ein Schlachtschiff versenkt, ein weiteres schwer beschädigt.
Nach Schleichfahrt auf S√ľdkurs erreichten Boot und Besatzung unversehrt Kiel, Prien wurde vom Kommodore zum Konteradmiral bef√∂rdert.




4.07 Die Schlacht von Norwegen
Die Schlacht von Norwegen tobte von April bis Juni 1940. Gegen die britisch - franz√∂sische Invasionsflotte wurden alle verf√ľgbaren U - Boote eingesetzt. Obwohl etliche auch zum Schu√ü gegen schwere britische Kriegsschiffe kamen, wurde dieses Unternehmen die erste gro√üe Niederlage f√ľr die Unterseeboote. Schuld war aber nicht der Gegner sondern die Torpedos - die meisten waren Versager. Obwohl es schon fr√ľher (siehe erste Salve von Scapa Flow) Versager gegeben hatte, wurde von der Industrie meist die Mannschaft verantwortlich gemacht. Nach einer derart hohen Versagerzahl und der Beschwerde G. Priens bei D√§mtz stellten Untersuchungen fest, dass Magnetz√ľndungen versagten oder nicht richtig arbeiteten und auch die Tiefeneinstellung nicht richtig funktionierte d.h. die Torpedos z√ľndeten nicht oder unterliefen den Rumpf der Zielschiffe.
Es dauerte noch ca. zwei Jahre ( Fr√ľhjahr 1941) bis der Produktionsfehler ausgemerzt und die ersten einwandfreien Torpedos die U - Boote erreichten. In der Zwischenzeit wurden die elektrischen Torpedos, die sich gegen√ľber den Drucklufttorpedos nicht durch Luftblasenbildung verrieten, an Bord stetig gewartet, kontrolliert, repariert und neu eingestellt - eine schwierige und gef√§hrliche Notma√ünahme.

4.08 Seekrieg nach Frankreichfeldzug und erste Geleitzugschlachten
Nachdem die meisten U - Boote Mitte/Ende April aus Norwegen zur√ľckbeordert wurden, machte sich der Kampf gegen die britischen √úberwassereinheiten erst im Juni bemerkbar - die Zahl von 39 Frontbooten der beiden ersten Kriegsmonate wurde im Juni 1941 wieder erreicht und im Juli √ľberschritten. Nur 10 bis 15 Boote waren im Sommer und Herbst 1940 im Einsatz. Eine positive Folge des Frankreichfeldzuges war das um 450 sm n√§here Kampfgebiet - das Verh√§ltnis Frontboote zu Boote in See verbesserte sich von 2,35 : 1 auf 1,84 : 1. Um das Seegebiet zu sichern waren aber weit mehr Einheiten n√∂tig, daher konzentrierte man sich auf das erfolgversprechende Abfangen und Zerst√∂ren der noch schwach gesch√ľtzten Geleitz√ľge. Einen wichtigen Beitrag zu diesem Plan h√§tte die Luftaufkl√§rung liefern k√∂nnen, mit deren Hilfe es m√∂glich ist, Konvois schon von weitem zu sichten und den U - Boote Informationen √ľber St√§rke, Geschwindigkeit, Art und Gr√∂√üe der Schiffe zu √ľbermitteln. Obwohl die Luftaufkl√§rung technisch m√∂glich gewesen w√§re, wurde diese Idee nicht weiter verfolgt.

4.09 Der britische Minenkrieg
Gro√ües Interesse bestand bei der der SKL und der U - Bootf√ľhrung f√ľr die technische und taktische Entwicklung des Gegners. Daher wurden die Mannschaften, besonders aber leitende Ingenieure, Offiziere und Kommandanten ausgiebig √ľber Beobachtungen und Erfahrungen befragt, um Anzeichen auf neue Taktiken und Entwicklungen fr√ľhzeitig zu erkennen. Verluste durch Minen und feindliche U - Boote konnten jedoch nie ganz vermieden werden, um diesen Fallen zu entgehen wurden fast ausschlie√ülich die Seewege durch den Belt, Kattegat und Skagerrat benutzt. Nach einiger Zeit war das Herein - und Herausbringen der Boote kein gr√∂√üeres Problem mehr, durch die Zusammenarbeit von U - Bootf√ľhrung und Sicherungsstreitkr√§ften wurden die Verluste relativ gering gehalten - der Mineng√ľrtel zeigte sich als relativ nutzlos.

4.10 Die Rudeltaktik
Schon seit 1935 besch√§ftigten sich Admiral D√§mtz und die SKL mit der Rudeltaktik, die vorsah, dass der B.d.U.(Befehlshaber der U - Boote) die Boote in einem ausgew√§hlten Gebiet konzentriert und sie keinem Abschnittskommando unterstellt werden. Die Angriffe sollten gemeinsam gef√ľhrt werden, wobei jeder Kommandant die volle Handlungsfreiheit beibeh√§lt. Um diese Taktik erfolgreich in die Tat umsetzen zu k√∂nnen, mussten erst noch einige Probleme aus dem Weg ger√§umt werden. Die Nachrichten√ľbermittlung musste √ľber Langwelle erfolgen, da andere Wellenbereiche unter Wasser unwirksam sind
Die Verschl√ľsselung von Nachrichten war zu optimieren, der Code musste so schwierig sein, dass der Feind ihn nicht entschl√ľsseln konnte, aber auch einfach genug, dass das Entschl√ľsseln von eigenen Funkern schnell und fehlerfrei vorgenommen werden konnte. Zur Standortbestimmung wurde die Atlantikkarte in Quadrate mit Koordinaten eingeteilt - eine schnelle, genaue und einfache M√∂glichkeit zur Standortbestimmung von Schiffen, Geleitz√ľgen und U - Booten. Die ersten Versuche wurden im Oktober 1940 unternommen, doch wegen der geringen Zahl an eigenen Einheiten wirkte die Taktik erst im M√§rz 1941.

4.11 Gemeinsamer Kampf mit italienischen Booten
Nachdem der Seekrieg im Winter mit gleicher St√§rke, im Fr√ľhjahr 1941 mit steigendem Erfolg gef√ľhrt wurde, machten die immer st√§rkere landnahe Abwehr und das Wetter Mannschaften und Material im Nordatlantik zu schaffen. Daher erging von der SKL der Befehl zur Verlegung in den S√ľden, d.h. Azoren und westlich Spaniens. Italien bot Hilfe an, es war aber bald offensichtlich, dass die Italiener technisch und taktisch schw√§cher waren. Kurse an deutschen U - Boot Schulen und Eins√§tze unter Leitung deutscher Kommandanten wurden organisiert, um das Ungleichgewicht zu minimieren. Trotzdem funktionierte die Zusammenarbeit nicht besonders gut, nur ein italienischer U - Bootkommandant erreichte nennenswerte erfolge.


4.12 Luftwaffe und Flotte
Da U - Boote sich sehr schlecht zur Aufkl√§rung eigneten und die Kriegsmarine keine fliegende Komponente besa√ü, bereitete die Lokalisierung von Zielen gro√üe Probleme. Nachdem der Forderung nach Luftwaffenunterst√ľtzung stattgegeben wurde, unterstellte man dem B.d.U. eine Aufkl√§rerstaffel in Bordeaux. Als G√∂ring, von einem Jagdurlaub zur√ľckgekehrt, von dieser Ma√ünahme erfuhr, forderte er die Widerrufung des Befehls. Wegen dieser negativen Einstellung G√∂rings zur Zusammenarbeit von Flotte und Luftwaffe (man erinnere sich an die Pl√§ne zum Bau der "Graf Zeppelin" ), wurden nur wenige Maschinen des Aufkl√§rers " Focke Wulf 200 Condor" bereitgestellt. Die Zusammenarbeit war nie ge√ľbt worden und so zog nur ein einziger See - Luft Angriff einen Erfolg nachsich, der B.d.U. verzichtete daher im Fr√ľhling 1941 auf weiter Zusammenarbeit.

4.13 Der schwarze Monat
Der M√§rz 1941 war f√ľr die deutsche Marine, ganz besonders aber f√ľr die U - Boot Waffe der schwarze Monat.
Der legend√§re G√ľnter Prien wurde mit Mannschaft und "seiner U 47" am 08.03.1941 bei einer Geleitzugschlacht von einem britischen Zerst√∂rer versenkt. Darauf folgte Schepke samt Mannschaft und U 100 am 17.03.1941 und einige Tage sp√§ter Kretschmar mit U 99. Diese Verluste der drei besten, erfolgreichsten, beliebtesten und legend√§rsten U - Boot Teams best√ľrzten ganz Deutschland. Doch nachdem sich die U - Bootflotte von diesem Schock erholt hatte, stieg die Versenkungsziffer von 130.000 BRT auf 250.000 BRT im April.

4.14 Einsatz im Mittelmeer
Nach der gescheiterten Zusammenarbeit mit deutschen U - Booten wurden die italienischen Unterwassereinheiten ins Mittelmeer zur√ľckbeordert, denn es mussten die dort eintretenden Verluste unbedingt ausgeglichen werden. Wegen der zunehmend kritischen Lage verlegte man im September sogar deutsche Boote dorthin, denn britische U - Boote, Flugzeuge, √úberwassereinheiten und die auf Malta stationierte "Force K" verhinderten den Nachschub f√ľr die "W√ľstenf√ľchse" (Rommels Africacorps), die von der Offensive der britischen 8. Armee in Bedr√§ngnis gebracht wurden. Die Erh√∂hung der U - Bootzahl auf 24 zeigte sofort die erwartete Wirkung, wegen der schweren Verluste waren die Engl√§nder um die Jahreswende 1941/1942 wieder in der Defensive. Nun wurden die britischen Schiffe von deutsch - italienischen U - Booten versenkt. Im Fr√ľhjahr 1942 im Mittelmeer 25.000 BRT, im Atlantik dagegen 240.000 BRT.

4.15 Der Paukenschlag
Hitler hatte vor, seine Kriegserkl√§rung an die USA am 11. Dezember 1941 mit einem milit√§rischen Schlag zu unterstreichen, doch das einzig geeignete Mittel war das U - Boot und es dauerte noch Wochen, bis der B.d.U. seine Einheiten aus dem unergiebigen und verlustreichen Raum um Gibraltar √ľber den Atlantik schicken konnte. Nur f√ľnf Boote f√ľhrten am 14. Januar 1942 den "Paukenschlag" an der amerikanischen Atlantikk√ľste durch, erst Ende Januar wurden diese verst√§rkt. Das Einsatzgebiet befand sich zwischen New York, Kap Hateras und Neufundland, wo sie vorrangig gegen friedensm√§√üig laufenden, schwach gesicherten Verkehr eingesetzt wurden und wegen der noch unge√ľbten Abwehr gro√üe Erfolgschancen hatten. Wegen den vielen Versenkungen wurden alle neuen Boote sofort in Richtung USA entsendet. Nun sah auch Hitler ein, dass das U - Boot eine sehr erfolgreiche und n√ľtzliche Waffe darstellt, er forderte daher den Ausbau der U - Bootflotte. Trotzdem stieg die Zahl der Atlantikboote von 67 im September 1941 nur auf 79 im April 1942. Die einzige gr√∂√üere Verbesserung waren die U - Tanker, die ab M√§rz die Unterwassereinheiten auf offener See mit Treibstoff, Torpedos und Nahrungsmitteln versorgten. Durch diese Neuentwicklung konnten trotz der extrem langen Anmarschwege im Mai 1942 ca. 50% der in See befindlichen Boote im Einsatzgebiet gehalten werden.
Erst im April wurden US Schiffe auf dr√§ngen von England in Geleitz√ľgen zusammengefa√üt, die Versenkungszahlen gingen zur√ľck und die Boot wurden aus dem direkten K√ľstenvorfeld zur√ľckgezogen. Statt der Einzelangriffe mehrten sich Geleitzugschlachten, wobei die U - Boote ihre Torpedos verschossen, bei den U - Tanker ihre Ausr√ľstung erg√§nzten und sofort den Kampf gegen √ľbriggebliebene Schiffe oder andere Geleitz√ľge aufnahmen. Es wurden gro√üe Erfolge erzielt. Ab Mitte Juni zeichnete sich die Wende ab und die Einheiten des B.d.U. wurden erneut in den Nordatlantik verlegt, wo sie am 19. Juli den Kampf aufnahmen.

4.16 Nordmeereinsatz von 1941 bis 1942
Durch den Kriegsbeginn gegen die Sowjetunion tat sich f√ľr die Marine ein neues Einsatzgebiet auf - das Nordmeer. Die √úberwassereinheiten wurden im Juni 1941 durch einige wenige U - Boote erg√§nzt. Dort griffen sie bis Ende 1941 verschiedene Schiffe an, die zum Teil durch Zerst√∂rer gesichert waren. Nach Beschie√üungen der norwegischen K√ľste und britischen Kommandounternehmen machte sich Hitler Ende 1941 Gedanken √ľber eine Landung britischer Truppen. Er ordnete die Sammlung starker √úber - und Unterwassereinheiten zur Verteidigung Norwegens an - erst im M√§rz 1942 wurden ca. 20 U - Boote vom Tonnagekrieg abgezogen und in den Norden geschickt. Aufkl√§rer vom Typ Focke Wulf 200 Condor sollten die zum Schutz der Geleitz√ľge eingesetzten Kriegsschiffe lokalisieren und die "√úberwasserstreitmacht" sollte gegen diese eingesetzt werden.
Nachdem einige Konvois erfolglos angegriffen wurden, blieb bei QP. 14 der Erfolg nicht aus, der alliierte Konvoiverkehr wurde darauf während der hellen Sommer - und Herbstmonate eingestellt.

4.17 Höhepunkt und Wende der Schlacht im Atlantik
Ende 1942 waren die deutschen U - Boote uneingeschr√§nkte Herrscher des Atlantik, Mittelmeeres und Nordmeeres. Geleitz√ľge konnten nicht, wie im Jahre 1941, weit genug gestreut werden, um den Angriffen zu entgehen, der immer gr√∂√üer werdende Nachschubbedarf an allen Kriegsschaupl√§tzen und die immer geringer werdende Schiffstransportkapazit√§t bereiteten den Alliierten gro√üe Probleme. Zudem wurden auch die Geleitfahrzeuge langsam knapp. Obwohl nur 12, sp√§ter 18 dann 20 U - Boote zur Verf√ľgung standen, konnten mehr Konvois als √ľblich angegriffen werden. Im Oktober stieg die Zahl auf 30 und sp√§ter sogar auf 40 Boote, auf beiden Seiten des Atlantiks bildete man "Rudel".
Von August bis November folgten wegen der gelungenen Funkf√ľhrung mit Schiffen und Flugzeugen viele Geleitzugschlachten. Doch auch die Alliierten lernten dazu und 1942 reichten die wenigen U - Boote nicht mehr aus, um die gut trainierten "Escort Groups" mit weiterentwickelten Radarger√§ten und "Huff Puff" Funkpeilger√§ten vor unl√∂sbare Probleme zu stellen. Die mit technischen Spezialeinrichtungen best√ľckten Geleitschiffe konnten die Feinde schon von weitem ausmachen. Dazu kam die √ľberraschende Nordafrikalandung der Alliierten am 08. November 1942, es mussten 15 deutsche und 24 italienische Boote abgezogen und gegen Landungsfahrzeuge eingesetzt werden. Im Atlantik erschwerten extrem harte Winterst√ľrme mit Hagel und Schneeschauern den Einsatz, denn die gr√∂√ütenteils noch auf visuelle Ortung ausgelegten Boote konnten kaum einen Geleitzug ausmachen und der Einsatz der Luftaufkl√§rung war bei diesen Wetterverh√§ltnissen nur bedingt m√∂glich. Der B.d.U. verlegte die Einheiten daher erneut auf die USA - Mittelmeer - Route. Da D√∂nitz einsah, dass f√ľr einigerma√üen erfolgreiche Operationen ca. 20 Boote n√∂tig waren, wurden die Fernkampffahrten eingestellt und vermehrt Geleitz√ľge im Nordatlantik angegriffen. Der Erfolg gab ihm Recht, in den ersten 20 M√§rztagen wurden 85 Schiffe versenkt - die deutschen Unterwassereinheiten brachten die Alliierten abermals in arge Schwierigkeiten, entweder musste gezielt und intensiv gegen die U - Boote vorgegangen werden oder der Konvoiverkehr war nicht mehr m√∂glich und damit fast der gesamte Nachschub an Truppen und Material aus den USA sowie die Versorgung der verschiedenen Kriegsschaupl√§tze gef√§hrdet. Im M√§rz wurde die "Atlantik Convoy Conference" einberufen und es wurde beschlossen, dass
1)... der automatische Funkpeildienst an Land und an Bord der Sicherungsfahrzeuge ausgebaut wird.
2)...das Zentimeterwellenradar in alle Flugzeuge und Geleitfahrzeuge eingebaut wird.
3)...die "Escort Groups" der Konvois durch "Support Groups" ergänzt werden.
4)...durch "Support Groups" Geleitträger und "Very Long Range" Flugzeuge die "air gap" vervollständigen.
5)...die Anti - U - Bootwaffen, wie "Hedgehog" und "Torpex" Wasserbomben und Raketengeschosse produziert eingesetzt werden
6)...alle verf√ľgbaren Daten des Gegners gesammelt und von "Operations Research Sections" untersucht werden

Die direkte Auseinandersetzung im Atlantik stand kurz bevor: die Alliierten verf√ľgten √ľber:
- sechs "Support Groups" mit zwei bis drei Geleitträgern
- rund 40 VLR "Liberator" Bombern
- zwölf "Ocean Escort Groups"

die Deutschen verf√ľgten √ľber:
- ca. 60 U - Boote verschiedener Typen
- wenige √úberwasserschiffe
- wenige Focke Wulf 200 Condor
Nach einem verlustreichen Angriff auf den Konvoi ONS. 5 und zwei Fehlschl√§gen gegen die Konvois SC. 130 und HX. 239, die die U - Bootlinien ohne ein einziges Schiff zu verlieren passierten, war die Wende des Seekrieges erreicht. Nun wurde durch Funken einiger U - Boote versucht, gr√∂√üere Konzentrationen vorzut√§uschen. Nachdem Verlust von 24 Booten im Mai wurde die Nordatlantikgruppe auf die USA - Gibraltar - Route verlegt. Nachdem auch dies keinen Erfolg brachte, erging von D√∂nitz der Befehl zur Verlegung in Gebiete mit schwacher oder nicht vorhandener Abwehr. Nach begrenzten Erfolgen wurde aber auch in diesen die alliierte Abwehr eingesetzt, schlie√ülich sogar landgest√ľtzten Luftwaffen gegen Ein - und Auslaufwege der U - Boote, was zur Folge hatte, dass am 01. August 1943 das Auslaufen aus franz√∂sischen H√§fen gestoppt wurde, da die Verluste auf Dauer unertr√§glich waren.






4.18 Fernoperationen von 1943 bis 1945
Im Herbst 1942 wurde ein verbesserter, neuartiger U - Boottyp mit der Bezeichnung IX D2 in Dienst gestellt. Bei einer Einsatzdauer von 16 Wochen und einer Bewaffnung √ľber 14 Torpedos sowie leistungsf√§higerer Funkausr√ľstung, etc. stellte es einen enormen Fortschritt im U - Bootbau dar. Bis August 1943 wurden vor S√ľdafrika 165000 BRT bzw. zwischen Madagaskar und Mauritius 244000 BRT von nur vier Booten auf den Grund des Meeres bef√∂rdert. Aber auch hier blieben die Verluste nicht aus, im Sommer 1943 wurden vier von neun Booten durch die alliierte Abwehr auf dem Weg zur indischen K√ľste vernichtet. Die Ergebnisse der √ľbrigen f√ľnf blieben unter den Erwartungen zur√ľck, erst nach √úberholung und tropenspezivischer Ausr√ľstung im japanischen Flottenst√ľtzpunkt Penang sowie Zusammenarbeit mit japanischen U - Kreuzern konnten erneut gr√∂√üere Erfolge verzeichnet werden. Aber die zunehmende Ersatzteilknappheit und die daraus resultierenden Reparaturprobleme, sowie das Fehlen von Torpedos lies die Versenkungszahlen abermals fallen. Das Fernunternehmen wurde bald eingestellt. Die Fernunternehmen bis 1945 wurden vorallem an der afrikanischen Westk√ľste bis in den Golf von Guinea und an den Ostk√ľsten von Nord - und S√ľdamerika durchgef√ľhrt, wobei der Zweck weniger die Versenkung von Handelsschiffen als vielmehr die Bindung der feindlichen Streitkr√§fte in diesen Gebieten war.

4.19 Neue Waffen
Erst zu Beginn des Jahres 1943 griffen deutsche U - Boote wieder, mit neuen oder weiterentwickelten Waffen und Ausr√ľstungskomponenten, in Geleitzugschlachten im Atlantik ein. Dank den neuen Elektronikger√§ten FuMB "Wanze" konnte die Biscaya als Anmarschweg zum Operationsgebiet genutzt werden, ohne die Luft√ľberwachung zu alarmieren.
Mit dem neuen Ger√§uschtorpedo T5 "Zaunk√∂nig" wurde der Weg zum Geleitzug freigeschossen und die fl√§chenabsuchenden FAT Torpedos gegen Handelsschiffe eingesetzt. Auch die Unterst√ľtzung durch Focke Wulf 200 "Condor" und Junkers 290 Aufkl√§rern trug dazu bei, dass die Versenkungszahlen im September 1943 in die H√∂he schnellten. Und auch die Begeisterung √ľber die Leistungen des neuen Ger√§uschtorpedos flaute bald ab, da die neu entwickelten und von Geleitfahrzeugen genutzten Ger√§uschbojen den "Zaunk√∂nig" einfach ablenkten.

4.20 U - Bootjagd, ein neuer Begriff in der Kriegf√ľhrung
Gegen die seit 1942 zunehmende Zahl von durch Flugzeuge versenkten U - Boote konnte man nichts unternehmen. W√§hrend sie getauchten vorwiegend von Zerst√∂rern angegriffen wurden, waren die meisten aufgetauchten und zerst√∂rten Boote die Beute von Aufkl√§rungsflugbooten wie der zur U - Bootbek√§mpfung optimierte Short Sunderland, der Consolidated Catalina, der Supermarine Stranraer oder landgest√ľtzten Bombern und Jagdflugzeugen vom Typ Consolidated PB4Y Privateer, Consolidated Liberator, de Havilland Mosquito, Bristol Beaufighter, Lockheed Hudson, Lockheed Ventura, Boeing Fortress, Vickers Wellington, Bristol Beaufort, Armstrong Whitworth, Vickers Warwick, Lockheed Harpoon, Avro Lancaster, de Havilland Sea Hornet, Fairey Firefly, .... Die Boote verf√ľgten in getauchtem Zustand zur Ortung von Flugzeugen nur √ľber ein Luftzielsehrohr, eine Flugabwehr war jedoch nicht m√∂glich. In aufgetauchtem Zustand war die Br√ľckenbesatzung f√ľr √úberwachung von See und Luft zust√§ndig, bei Sichtung von Flugzeuge wurde wenn m√∂glich ein Nottauchman√∂ver eingeleitet. Waren die feindlichen Flieger schon zu nahe, stand der Besatzung eine einzelne 2 cm Flak zur Verf√ľgung. Es zeigte sich jedoch bald, dass man mit solch einer "Spatzenschleuder" keine Chance gegen die mit Dutzenden MGs, Bordkanonen, Raketen und tonnenweise Bomben best√ľckten U - Bootj√§ger hatte. Von Dezember bis Februar 1944 wurden auf Befehl des B.d.U. nur kleine Kampfgruppen eingesetzt, darauf folgte die Einzelaufstellung. Das Ziel der Zerschlagung der feindlichen Versorgung konnte nicht mehr verfolgt werden, es wurde nur noch versucht, m√∂glichst viele Truppen des Gegners mit Konvoischutz und Abwehr zu besch√§ftigen und diese von anderen Aufgaben abzulenken.
Selbst bei Nacht und schlechtestem Wetter waren die U - Boote nicht mehr sicher. Die Wasseroberfläche wurde im Tiefflug mit an der Rumpfunterseite angebrachten Scheinwerfern abgesucht, auch waren bald alle U - Bootjagd - flugzeuge mit Millimeterwellenradar ausgestattet, was einen technischen Meilenstein darstellte und dem die Deutschen nichts entgegenzusetzten hatten. Die Jäger wurden immer öfter zu Gejagten.


4.21 Nebenkriegsschauplätze von 1943 bis 1945
Wegen der gestiegenen Seet√§tigkeit der Alliierten im Mittelmeer waren die ersten Versenkungen erst ab 1943 zu verzeichnen. Obwohl die amerikanischen und englischen Konvois stark gesch√ľtzt waren, konnten immer wieder Erfolge erzielt werden. Es wurde jedoch auf die Einzeltaktik gesetzt, da im Gegensatz zum Atlantik und Nordmeer im Mittelmeer √úberwasserf√ľhlungshalten und Rudeltaktik nicht m√∂glich waren.
Besonders viele Schiffe konnten w√§hrend der Vorbereitungen und der Durchf√ľhrung der alliierten Landung auf Sizilien zwischen 1943 bis Mai 1944 verzeichnet werden. Au√üer durch die Unternehmen im Mittelmeer unterbrochen wurden in den dunklen Wintermonaten auch wieder englische Konvois nach Murmansk entsendet.
Die U - Boote konnten oft mit den "Huff Puff" Peilern umgangen werden, es wurden jedoch trotzdem gelegentlich Konvois angegriffen. Nach der Nachr√ľstung der Boote mit Schnorcheln wurden sie vor die Kola - M√ľndung verlegt, wo sie von Februar bis April 1945 einige Schiffe versenkten. Eine interessante Aktion war die Verlegung von sechs U - Booten √ľber die Elbe, die Autobahn Dresden - Regensburg und die Donau nach Konstanz im Jahr 1942, um die Sowjeth√§fen zu erreichen.
Wegen den Entwicklungen auf der karelischen Landenge wurden im Juni 1944 ca. acht Boote in die finnischen Gew√§sser entsendet, sp√§ter sogar 12, die gegen die ausbrechende Sowjetflotte k√§mpften - f√ľnf U - Boote wurden bei diesem Unternehmen versenkt. Dies hatte zur Folge, das die deutsche Kriegsmarine im Mai 1944 nur noch maximal 40 Unterwassereinheiten hatte. Da die meisten alten Boote beim Anmarsch ausfielen, griffen bis August fast ausschlie√ülich Schnorchelboote die Invasionsflotte an - ein Grund daf√ľr waren auch die aufgegebenen U - Boot St√ľtzpunkte in Frankreich. Da die Schnorchelboote Wochenlang getaucht fahren konnten, hatte die Abwehr gro√üe Probleme, bis zum Kriegsende war es den Alliierten nicht m√∂glich, ihre gewaltigen an die U - Bootabwehr gebundene See - und Luftstreitkr√§fte anderweitig einzusetzen.


5.00 Zusammenfassung
F√ľr die Niederlage der U - Boote waren etliche Faktoren entscheidend:
Das √úberlegenheitsgef√ľhl zu Kriegsbeginn war gef√§hrlich, weil man den Gegner untersch√§tzte, die deutsch - japanischen Streitkr√§fte waren den Alliierten am Anfang tats√§chlich √ľberlegen. Der Krieg dauerte jedoch so lange, dass sich das Kr√§fteverh√§ltnis √§nderte. Auch die Fehleinsch√§tzung Hitlers im Bezug auf den Kriegseintritt Englands und Frankreichs, die Konzentration auf den Landkrieg und die daraus resultierende Vernachl√§ssigung der Marine sowie die negativen Haltung von G√∂rings Zusammenarbeit von Luftwaffe und Flotte, die sich in der fehlenden See - Luft - Komponente, Aufkl√§rung und abgebrochenem Bau des Flugzeugtr√§gers "Graf Zeppelin" zeigte, waren dem Seekrieg nicht gerade dienlich. Dazu kamen noch die schwierige Zusammenarbeit mit den Verb√ľndeten, was die Beispiele Japan und Italien deutlichmachen. Nicht zu vergessen sind die technischen Neu - und Weiterentwicklungen, wobei die Alliierten fast immer ein Mittel gegen deutsche Erfindungen hatten (siehe "Zaunk√∂nig" gegen Ger√§uschbojen), es jedoch kaum m√∂glich war, den Einsatz von Radar und Sonar zu verhindern. √úberhaupt ist das Radar (schon 1922 erfunden) so wichtig, dass es in keinen U - Bootaufsatz fehlen darf, denn es erm√∂glichte erstmals, U - Boote und Schiffe sowie Flugzeuge und Fahrzeuge bei Nacht und Nebel, schlechtestem Wetter, usw. zu orten und schlie√ülich zu bek√§mpfen. Einer der wichtigsten Erfolge war die Erbeutung eines deutschen U - Bootes, das von seiner Besatzung nicht mehr rechtzeitig zerst√∂rt werden konnte. Dieses Boot barg Informationen √ľber Ausr√ľstung, Bewaffnung und Leistung, die vorher nicht verf√ľgbar waren. Das Bedeutendste war jedoch die voll intakte Decodiermaschine. Hunderte Spezialisten hatten die ganzen vorherigen Jahre versuchten, den Code zu knacken. Die Alliierten konnten von da an fast alle Funkspr√ľche nutzen. Letztlich bleibt noch die √úberlegung, ob es sinnvoll war, dass Raeder und D√∂nitz die Unterwassereinheiten verstreut einsetzten. Da der Gro√üteil des Transportes im zweiten Weltkrieg per Schiff abgewickelt wurde, w√§re ein konzentrierter Einsatz gegen die Handelsschiffe sehr effektiv gewesen. Der Nachschub aus den USA w√§re zusammengebrochen und was n√ľtzten die gr√∂√üten Streitkr√§fte ohne Treibstoff ?

6.00 Nachschub f√ľr Gro√übritannien und Sowjetunion
Da Großbritannien und die Swjetunion mit zunehmender Kriegsdauer Nachschubprobleme bekamen, wurde Verschiedenes unternommen, um die Truppenversorgung zu sichern:
Nach der Niederlage Frankreichs stand Gro√übritannien im Kampf gegen Deutschland in Europa ohne Partner da. Die USA lieferten im September 1940 ca. 50 Zerst√∂rer. Im Gegenzug wurde ihnen die Mitbenutzung von Flottenst√ľtzpunkten in Neufundland, auf den Bermudas, den Bahamas, in Jamaika und in Britisch - Guinea f√ľr 99 Jahre gestattet. Alle weiten Lieferungen mussten bezahlt werden. Die "cash and carry" Klausel wurde geschaffen. Nachdem aber klar war, dass auf Dauer keine ausreichenden Finanzmittel bereitstehen w√ľrden, erm√§chtigte der Kongre√ü Roosevelt, Waffenlieferungen zu verleihen bzw. zu verpachten und einen sp√§teren Zahlungstermin zu vereinbaren. Im Rahmen dieses "lend and lease act" setzte ein st√§ndiger Flu√ü von Kriegsmaterial nach England ein. Um die Transporte zu sch√ľtzen und die ordnungsgem√§√üe Stationierung der Waffen zu kontrollieren, wurden Flottenst√ľtzpunkte auf Gr√∂nland und Island eingerichtet. Diese Kriegsmittelhilfen hatten eine Umfang von insgesamt 50 Mrd. US - $.
Eine weitere aber unwichtigere Hilfe war die Weitergabe von Konstruktionsplänen, so konnten einige Länder Zeit und Entwicklungskosten sparen. Außerdem war die Ersatzteilbeschaffung einfacher. Viele Fahrzeuge, Flugzeuge und Schiffe wurden in Amerika, England, Rußland, usw. nach den selben Plänen gebaut, taten ihren Dienst in den verschiedene Streikräften - unter anderen Bezeichnungen.




7.00 Die Landung in der Normandie
Da man mit einer Landung der Alliierten rechnete, wurde die ganze K√ľstenlinie von Spanien bis Norwegen, befestigt, mit Minenfeldern versehen, mit Warnanlagen ausger√ľstet und durch K√ľstenartillerie gesichert. Die erwartete Offensive begann im Sommer 1943 Gestalt anzunehmen, da man endlich anfing, einen bestimmten Platz f√ľr die Invasion auszusuchen. Als Landepunkt wurde Nordfrankreich ausgew√§hlt und der amerikanische General Dwight D. Eisenhower zum Oberkommandierenden der gesamten alliierten Streitkr√§fte ernannt. Insgesamt waren 3.000.000 Mann an der Invasion beteiligt. Amerikaner, Kanadier, Engl√§nder, freie Franzosen und Angeh√∂rige andere Nationen wurden in Schottland und England zusammengefa√üt und ausgebildet. 16.000.000 Tonnen Waffen und Munition, 5000 Schiffe, 4000 Landefahrzeuge und 11000 Flugzeuge standen bereit. Der 5. Juni 1944, der "D Day" war als Datum vorgesehen, aber schlechtes Wetter machte einen Aufschub um einen Tag notwendig. Monate hindurch hatten Bomber ihre Ziele gesucht und dadurch die Deutschen beim Ausbau der Befestigungsanlagen behindert. Schlachtschiffe und Kreuzer hielten viele Tage lang mit ihren schweren Gesch√ľtzen die K√ľste unter Beschu√ü. In den fr√ľhen Morgenstunden des 6. Juni wurden die ersten Truppeneinheiten √ľber den Kanal transportiert. Die Invasion ging in einer Breite von 70 Kilometern vorsich. Unter einem t√∂dlichen Kreuzfeuer k√§mpften sich die Alliierten den Weg vom Wasser ins Land frei. Tausende wurden get√∂tet, viele Tausende verwundet....


8.00 Hintergrundinformationen

8.01 Aufbau von Seestreikräften und Schiffstypen
Kriegsschiffe sind in Flottenst√ľtzpunkten stationiert, wo sie gewartet, repariert, umgebaut, ausger√ľstet, usw. werden. Flottenst√ľtzpunkte werden durch Marinesicherungstruppen gesichert und durch Marineversorgungstruppen versorgt.

Kriegsschiffe sind:
Schlachtschiffe: Linienschiffe, große Kriegsschiffe, starke Panzerung und schwere Bewaffnung
Kreuzer: schw√§cher gepanzert, schw√§cher armiert, aber f√ľr gr√∂√üere Geschwindigkeiten gebaut
Zerst√∂rer: ohne Panzerung, schw√§cher armiert, f√ľr noch gr√∂√üere Geschwindigkeiten
Fregatte: kleiner als Zerstörer, besonders schnell und flexibel
Kleinkampfschiffe: Schnell - / Kanonen - / Torpedoboote: kleine, sehr schnelle Fahrzeuge, meist nur zur Verteidigung im Hoheitsgebiet eingesetzt
Minenleger/ - sucher: behindern Seeverkehr durch verschiedene Minen bzw. räumen eigene Seewege
Flugzeugmutterschiffe: Flugzeuge werden zum Start von Katapulten geschleudert, landen im Wasser und werden an Bord gehievt
Flugzeugtr√§ger: f√ľr Start und Landung von Flugzeugen eingerichtetes Flugdeck
U - Boote: Unterseeboote zum Tauche und Operieren unter Wasser eingerichtet
Landungsschiffe: hochseefähige, schnelle, leicht bewaffnete Schiffe mit Rampe, die das Anlanden von Truppen, Material wie Panzern, etc. ermöglichen
Hilfsschiffe: Tanker, Frachter, Tender, Truppentransporter(Passagierschiffe) unterst√ľtzen und versorgen Flotte auf See und im Hafen
Unterarten, wie: Panzerschiffe, Schlachtkreuzer, Korvetten, Flugzeugkreuzer, etc.


1 Seemeile = 1,852 km
1 Knoten = 1 Seemeile pro Stunde = 1,852 km pro Stunde

8.02 Entwicklung der Kriegsschiffe
In fr√ľheren Zeiten waren Kriegsschiffe vornehmlich Segelschiffe und r√∂mischen Galeeren (zus√§tzlich rudernde Sklaven). Es wurde noch mit Pfeil und Bogen bzw. mit Katapulten geschossen. Sp√§ter wurden nur noch Segelschiffe eingesetzt, ab ca. 1550 Gro√üsegelschiffe mit Abmessungen von bis zu 72 m L√§nge und 16 m Breite, Besatzungen von √ľber 850 Mann, Geschwindigkeiten von √ľber 12 Knoten und einer Bewaffnung von ca. 90 Kanonen. Die √Ąra der Windjammer beendete die Erfindung der Dampfmaschine und der Einsatz der ersten Dampfschiffen. Nach der Erfindung des Dieselmotors 1892 wurden Kriegsschiffe mit Dieselantrieb gebaut. W√§hrend des Zweiten Weltkrieges waren fast alle Schiffe mit Diesel betrieben, erreichten Geschwindigkeiten von √ľber 37 Knoten. Das Gr√∂√üte Kriegsschiff dieser Tage war die japanische Yamato mit √ľber 65000t Wasserverdr√§ngung, neun 46 cm Kanonen, sowie Kleinkanonen und Flak. Auf den √úberwassereinheiten wurden oft Katapultflugzeuge zur Aufkl√§rung, Verbindungsdienst usw. eingesetzt.
Seit der Seeschlacht um Midway wurde das Schlachtschiff als wichtigstes Kriegsschiff vom Flugzeugtr√§ger abgel√∂st, denn es wurde keine einzige √úberwassereinheit durch einen See - See Treffer versenkt. Ausschlie√ülich Flugzeuge und Flak spielten eine Rolle. Nach 1945 wurden die letzten Flugzeugmutterschiffe au√üer Dienst gestellt. Neue Flugzeugtr√§ger wurden vor allem von den USA gebaut. Eine erhebliche Verbesserung war das "zweigeteilte" Deck mit getrennten Pl√§tzen zum Abstellen und Starten/Landen der Flugzeuge, da bei einem einteiligen Deck, bei Notlandungen oder Unf√§llen die betreffende Maschine meist in geparkte Luftfahrzeuge gerast war. Es sind zu 95% Kampfjets im Einsatz, pro Tr√§ger ca. 50 plus Hubschrauber. Der Antrieb wurde auf Atomenergie umgestellt. Gro√übritannien hat alle Gro√ütr√§ger verschrottet und setzt nur noch Tr√§ger f√ľr seine Senkrechtstarter "Harrier" ein. Auch Ru√üland verf√ľgt mittlerweile √ľber ein eigenes Tr√§gerschiff.
Kreuzer und Zerst√∂rer der USA und Ru√ülands werden auch durch Atomenergie angetrieben. In den meisten anderen Staaten werden diesel - und gasturbinengetriebene Kampfschiffe eingesetzt, die oft mit Hubschraubern zur Versorgung, Aufkl√§rung, U - Bootabwehr, SAR und √úberwasserkampf ausger√ľstet sind. Auch die Bewaffnung war starkem Wandel unterzogen. Au√üer von Schlachtschiffen, veralteten Kriegsschiffen und Kanonenbooten werden kaum noch Rohrwaffen eingesetzt. Die neueren Schiffe haben meist nur ein bis zwei Kanonen f√ľr Warnsch√ľsse und kleinere K√§mpfe, die Hauptwaffen sind Langstreckenmarschflugk√∂rper und Lenkflugk√∂rper zum Einsatz gegen Landziele, Schiffe, Flugzeuge, und U - Boote. Alle Seestreitkr√§fte (auch Bundesmarine) verf√ľgen mittlerweile √ľber Marineflieger.

8.03 Die Bundesmarine (zum Vergleich)
Sie ist die kleinste Teilstreitkraft mit nur 27.200 Mann im Gegensatz zu Heer( 233.400 Mann) und Luftwaffe (77.400 Mann). Es werden 50 √úberwasserkampfschiffe plus Hilfsschiffe und 17 U - Boote eingesetzt. Damit hat sie zahlenm√§√üig mit Frankreich die gr√∂√üte U - Boot Flotte der Natotruppen in Europa. Nur Frankreich, Gro√übritannien, die T√ľrkei und Griechenland verf√ľgen √ľber mehr √úberwasserschiffe (europ. Natotruppen). Die Aufgaben der Marine sind:Seeraum√ľberwachung, K√ľstenschutz, Schutz von Seewegen und Handelschiffen( 60% des Import und 35% des Export werden √ľber die See abgewickelt, 10% der deutschen Arbeitspl√§tze sind direkt mit dem Seehandel verbunden), im Kriegsfall kommen noch U - Bootjagd, Bek√§mpfung von √úberwasserschiffen und Abwehr von Luftangriffen dazu. Eingesetzt werden FK Zerst√∂rer der L√ľtjens Klasse, Fregatten der Bremen / Brandenburg Klasse, Schnellboote der Gepard / Albatross / Tiger Klasse und U - Boote der 205 / 206 / 206A Klasse, Minenj√§ger/r√§umer sowie Hilfsschiffe und Umweltschutzschiffe wie das √Ėlauffangschiff "Bottsand". Zu den Marinefliegern geh√∂ren 54 Marinejagdbomber/Fotoaufkl√§rer/Begleitj√§ger "Tornado", 18 Seefernaufkl√§rer/U - Bootj√§ger "Atlantic", eine Do 228 zur √Ėlaufkl√§rung, zwei Do 228 zum Lufttransport. Zum Bestand geh√∂ren 17 Bordhubschrauber vom Typ "Sea Lynx" und 22 SAR Hubschrauber vom Typ "Sea King".
Es werden keine atombetriebenen Schiffe und keine Flugzeugträger, Schlachtschiffe, Kreuzer, etc. verwendet.

8.04 Die neue U - Boottechnik
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden in der U - Boottechnik erhebliche Fortschritte gemacht. Die Boote der Bundesmarine (205,206,206A) werden immernoch diesel - elektrisch angetrieben, jedoch mit wesentlich verbesserten Maschinenanlagen, verbesserter Bewaffnung, Ausr√ľstung, geringer Mannschaft besseren Einsatzbedingungen und erheblich gesteigerten Leistungen. Mit einer Verdr√§ngung von 350t bis 430t, einer L√§nge von 42 m, breite von 4,6m und einem Antrieb von 1200 PS, sowie 8 Torpedorohren und 21 Mann Besatzung geh√∂ren sie zu den kleinen Boote. Sie sind f√ľr den Einsatz in geringen Wassertiefen ausgelegt.
Die U - Boote der USA und Ru√ülands, teilweise auch Frankreichs und Gro√übritanniens, sind weitgehend atombetriebenen. Je nach Klasse wie z.B. LA - Class, Ohio - Class, Lafayet - Class, Oscaro - Class, Seawolf - Class, Typhoon - Class, Vorgeschwader Klasse, Akula - Class, etc. sind es Jagd U - Boote mit den Aufgaben U - Bootjagd, √úberwasserjagd, Flottenschutz usw. oder strategische U - Boote mit Marschflugk√∂rpern oder Atomraketen. Die Atom U - Boote der russischen Akula Class sollen angeblich eine Wasserverdr√§ngung von 32000 t haben und werden daher als Unterwasserkreuzer bezeichnet. Auch die U - Bootjagd und √úberwachung wurde weiterentwickelt. Langstreckenseepatroulienflugzeuge mit Radar, MAD, Sonarbojen und neusten elektronischen Ger√§ten werden von Land oder See eingesetzt, fast jedes Kriegsschiff verf√ľgt √ľber Hubschrauber zur U - Bootabwehr, Flottenst√ľtzpunkte werden per Satellit bewacht,...

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