OS/2 Warp - Arbeitsoberfläche und Dienstprogramme

Gliederung

1. Geschichte von OS/2
2. Hardwarevoraussetzungen
3. Arbeitsoberfläche
4. Klickstartleiste
4.1 Objekte der Klickstartleiste
4.2 Erweiterungen
4.3 Schaltflächen
5. Kontextmen√ľs
5.1 Typische Eigenschaften eines Kontextmen√ľs
5.2 Befehle des Kontextmen√ľs
6. Der Folder System
6.1 Fenster in Symbolgröße
6.2 Laufwerke
6.3 Reißwolf
6.4 Systemstart
6.5 Der Folder Systemkonfiguration
6.6 Der Folder Befehlszeilen
6.6.1 OS/2 - Fenster
6.6.2 OS/2 - Gesamtbildschirm
6.6.3 Win - OS/2 - Fenster
6.6.4 Win - OS/2 - Gesamtbildschirm
6.6..5 DOS - Fenster
6.6.6 DOS - Gesamtbildschirm
6.6.7 DOS von Laufwerk A:
6.7 Der Folder Produktivität
6.7.1 OS/2 - Systemeditor (E.EXE)
6.7.2 Erweiterter Editor (EPM.EXE)
6.7.3 Textmode - Editor (TEDIT.EXE)
6.7.4 Symboleditor
6.7.5 Dateien und Text suchen
6.7.6 Zwischenablage anzeigen
6.7.7 Bilddateien anzeigen
6.7.8 Puls
7. Der Folder Multimedia
8. Folder Schablonen
9. Einige OS/2 - Befehle












1. Geschichte von OS/2

Die Entwicklung des Operating Systems/2 begann bereits 1984. Der Grund der Entwicklung war die Einf√ľhrung einer neuen Rechnergeneration durch IBM. Diese neue Generation sollte mit dem Mikrokanal, einem neuen Bus - System, ausgestattet werden. 1987 kam diese Technik unter dem Namen PS/2 auf den Markt.
Nach erfolglosem Anlauf von OS/2, der bedingt war durch die gro√üe Fehlerbehaftung, stieg Microsoft, nach der Einf√ľhrung von Windows, aus der Gemeinschaftsproduktion mit IBM aus. Der Erfolg von OS/2 blieb auch weiterhin aus. Dies √§nderte sich mit der Einf√ľhrung von Version 2.0, das mit preemptiven Multitasking und 32 - Bit aufwarten konnte. Ein gro√ües Problem dieser Version war aber noch die enorme Hardwarevoraussetzung, weshalb es auch nicht zum gro√üen Durchbruch von OS/2 kam. IBM arbeitete trotzdem weiterhin an OS/2 und pr√§sentierte im Oktober 1994 die gr√ľndlich modifizierte Version OS/2 Warp 3, die eine Reihe von Verbesserungen aufwies.

1. einfachere Installation, dabei die Wahlmöglichkeit zwischen einer Standard - und einer
benutzerdefinierten Installation
2. durchgängiges 32 - Bit - Betriebssystem
3. in DOS - Boxen können mehrere DOS - Anwendungen gleichzeitig gefahren werden.
4. eine Dual - Boot - Einrichtung lässt den wahlweisen Betrieb eines Rechners unter DOS oder
OS/2 zu.
5. gesteigerte Leistung bei geringerem Speicherbedarf
6. √ľberarbeitete Arbeitsoberfl√§che
7. eine Klickstartleiste, die einen schnelleren und einfacheren Zugriff auf Befehle und Objekte
erlaubt



2. Hardwarevoraussetzungen


4 MB Haupt -
speicher 32 Bit Prozessor 80386SX
(besser 8 MB)


Hardwarevoraussetzungen




35 MB Fest -
plattenplatz VGA fähig
(besser 200 MB)







3. Arbeitsoberfläche

Die Arbeitsoberfläche (Workplace Shell) erscheint nach dem Starten von OS/2. Auf ihr befinden sich verschiedene Objekte und Folder, die als Sinnbilder (Icons) dargestellt werden. Die Arbeitsoberfläche wird auch als Objekt bezeichnet, wobei sie stets geöffnet und als Vollbild dargestellt wird, sie kann nicht verdeckt oder zum Sinnbild verkleinert werden.
Die Anzahl, Art und Anordnung der einzelnen Objektsymbole h√§ngt von der Installtion und den anschlie√üend ausgef√ľhrten T√§tigkeiten ab.


4. Klickstartleiste

Ein Folder auf der Arbeitsoberfläche ist die, seit OS/2 V3 vorhandene, Klickstartleiste. Sie dient dem Zweck des schnellen Zugriffs auf Objekte die häufig benutzt werden. Ihr Aussehen und Umfang kann anwenderspezifisch gestaltet werden, wobei sie standartmäßig mit Referenzen auf die Objekte Drucker, Laufwerk, Lernprogramm und Reißwolf ausgestattet ist, außerdem beinhaltet sie die Schaltflächen Sperren, Suchen, Systemabschluß und Fensterliste.

4.1 Objekte der Klickstartleiste

Die Objekte der Klickstartleiste stellen Referenzobjekte dar, das hei√üt, die Objekte sind bereits an anderer Stelle in OS/2 vorhanden. Der Unterschied zwischen einem Referenzobjekt und einer Kopie besteht in dem Verbund des Referenzobjektes mit dem Original, d. h. √Ąnderungen, die in Referenzobjekten durchgef√ľhrt werden, finden auch im Originalobjekt statt, davon ausgenommen sind l√∂schen und kopieren. Ein weiterer Vorteil besteht in dem geringem Speicherverbrauch.

4.2 Erweiterungen

Erweiterungen der Klickstartleiste sind im Prinzip eine weitere Leiste mit Objektsymbolen, die oberhalb der bestehenden Objekte, aber noch innerhalb der Klickstartleiste plaziert sind. Erkennungsmerkmal der Erweiterungen sind die kleinen Druckkn√∂pfe √ľber den Icons, die mit einem Pfeil markiert sind, sobald sie ein Objekt enthalten.
Diese Erweiterungen können bis zu drei Objekte enthalten.

4.3 Schaltflächen

Sperren
Mit Hilfe des Druckknopfes Sperren kann der Rechner vor unbefugten Zugriff gesichert werden. Durch Sperrung des Systems werden die Tastatur - und Mausfunktionen au√üer Kraft gesetzt, desweiteren wird der Bildschirm durch ein IBM - Logo gegen unbefugte Blicke gesch√ľtzt.

Systemabschluß
Durch Druck auf die Schaltfl√§che Systemabschlu√ü wird ein Systemabschlu√ü durchgef√ľhrt. Er sorgt daf√ľr das alle Arbeiten ordnungsgem√§√ü abgeschlossen werden und alle Daten gesichert sind. Beim Systemabschlu√ü wird der aktuelle Aufbau der Arbeitsfl√§che gesichert, das hei√üt, bei einem Neustart des Systems werden alle zum Zeitpunkt des Systemabschlusses noch offenen Objekten ge√∂ffnet und die Arbeitsoberfl√§che erh√§lt den Aufbau wie zum Zeitpunkt des Systemabschlusses.


Suchen
Mit Hilfe des Druckknopfes Suchen kann der Rechner veranlasst werden nach bestimmten Objekten zu suchen, wenn die exakte Position von Objekten nicht bekannt ist.

Fensterliste
Die Schaltfläche beinhaltet verschiedene Funktionen.

1. Auflistung aller geöffneter Objekte und Programme
2. Umschalten zwischen Fenstern von geöffneten Objekten oder Programmen
3. √Ėffnen von auf Symbolgr√∂√üe verkleinerten Fenstern
4. Schließen offener Programme und Objekte
5. Anordnen von Fenstern auf der Arbeitsoberfläche
6. Fenster auf Symbolgröße reduzieren


5. Kontextmen√ľs

Zu jedem Objekt wird in OS/2 automatisch ein eigenes Steuerungsmen√ľ eingerichtet. Mit diesem Men√ľ k√∂nnen verschiedene Funktionen wie z.B. kopieren, suchen oder l√∂schen ausgef√ľhrt werden. Der Name "Kontextmen√ľ" den dieses Steuerungsmen√ľ tr√§gt, l√§sst die Beziehung (Kontext) zwischen Men√ľ und Objekt erkennen, demzufolge unterscheiden sich die Kontextmen√ľs verschiedener Objekt.

5.1 Typische Eigenschaften eines Kontextmen√ľ

1. Kontextmen√ľs k√∂nnen verschiedene Inhalte haben
2. Steht rechts neben eines Auswahlpunktes ein Pfeil, wird durch Links - Klick auf diesen Men√ľpunkt ein Untermen√ľ aufgerufen, steht der Pfeil in einem Rechteck (stilisierter Druckknopf) kann entweder durch anklicken des Pfeils ein Untermen√ľ aufgerufen werden, oder durch anklicken des Men√ľpunktes die Option mit ihrer Standardeinstellung aufgerufen werden.
3. Stehen hinter dem Men√ľpunkt drei Punkte, wird beim Aufrauf eine Dialogbox ge√∂ffnet.
4. Wird ein Kontextmen√ľ gleichzeitig zu mehreren Objekten aufgerufen, so ist das Kontextmen√ľ f√ľr alle Objekte g√ľltig.


5.2 Befehle des Kontextmen√ľs

√Ėffnen
Durch die Option √Ėffnen wird ein Ordner ge√∂ffnet und der Ordnerinhalt angezeigt.
Rechts neben dem Befehlsnamen befindet sich ein Pfeil, durch dessen anklicken weitere Optionen angezeigt werden.

Symbolanzeige
Mit Hilfe dieser Option können die Objekte innerhalb eines Ordners in symbolischer Form dargestellt werden. Symbolanzeige ist auch die Standardeinstellung.

Strukturanzeige
Die Strukturanzeige zeigt die Objekte der Arbeitsoberfläche, ähnlich der Baumstruktur unter DOS, an.


Detailanzeige
Mit Hilfe der Detailanzeige kann man zahlreiche Detailinformationen √ľber die Objekte erhalten, wie z.B. Titel der Objekte, die Objektklassen wie Ordner, Programm, Druckerobjekt, zus√§tzlich erh√§lt man noch Angaben √ľber Uhrzeit und Datum verschiedener Nutzungen sowie der Objektgr√∂√üe.

Einstellungen
Dieser Befehl √∂ffnet ein Notitzbuch √ľber das die Einstellungen des ausgew√§hlten Objektes √ľberpr√ľft und ver√§ndert werden k√∂nnen.

Hilfe
Hilfe √∂ffnet ein Hilfsfenster mit allgemeinen Informationen zum markierten Objekt. Es stehen verschiedene Unterfunktionen zur Verf√ľgung.
1. Hilfeindex - beinhaltet eine alphabetische Liste der Hilfethemen einer Anwendung.
2. Erweiterte Hilfe - ist die Standardeinstellung, bietet allgemeine Informationen zum ausgewählten Objekt an.
3. Hilfe f√ľr Hilfsfunktionen - n√§here Beschreibung der Hilfsfunktionen
4. Hilfe f√ľr Tasten - Anzeige der Tastenkombinationen und deren Funktionen.

Erstellen
Mit Erstellen kann ein neues Objekt erstellt werden.

Kopieren
Kopieren erstellt eine Kopie von einem ausgewähltem Objekt, wobei der Inhalt des Objekts mit kopiert wird.

Verschieben
Verschiebt ein Objekt in einen beliebigen Ordner ohne dabei eine Kopie anzufertigen.

Referenz erstellen
Eine ge√§nderte Form des Kopier - Befehls. Es wird auch hier eine Kopie des ausgew√§hlten Objekts angefertigt mit dem Unterschied, dass zwischen dem Referenz - und Originalobjekt ein Datenaustausch stattfindet d.h dass √Ąnderungen die im Referenzobjekt get√§tigt werden, automatisch im Originalobjekt G√ľltigkeit haben.

Aufnehmen
Funktion zum verschieben von Objekten in der zus√§tzliche Optionen zur Verf√ľgung stehen.

Fenster
Hilfsfunktion f√ľr das Arbeiten mit Fenstern. Gr√∂√üe und Position des Fensers k√∂nnen ver√§ndert werden, au√üerdem kann man das Fenster schlie√üen, verdecken oder auf Symbolgr√∂√üe verkleinern.

Suchen
Suchen ermöglicht die gezielte Suche nach einem bestimmten Objekt innerhalb des Systems.

Auswählen
Mit Ausw√§hlen k√∂nnen alle Objekte eines Ordners markiert werden oder die Auswahl zur√ľckgenommen werden.


Sortieren nach
Sortiert die Objekte eines geöffneten Ordners nach vorgegebenen Kriterien wie z.B. Name, Typ oder Größe.

Löschen
Entfernt das Objekt, zu dem das Kontextmen√ľ aufgerufen wurde aus dem ge√∂ffneten Ordner oder der Arbeitsoberfl√§che.

Anordnen
Richtet die Symbole eines geöffneten Fensters oder auf der Arbeitsoberfläche aus, voraussgesetzt sie werden in Symbolansicht angezeigt.
Bei unbeabsichtigter Ausrichtung k√∂nnen die Symbole, durch einen weiteren Aufruf des Kontextmen√ľs, √ľber den nun vorhandenen Men√ľpunkt Anordnen wiederrufen, in ihre alte Position zur√ľckgebracht werden.


6. Der Folder System

6.1 Fenster in Symbolgröße

Hier werden ge√∂ffnete Objekte in Symbolgr√∂√üe gesichert. Sie verf√ľgen damit √ľber eine Position, an der alle ge√∂ffneten Objekte in Symbolgr√∂√üe angezeigt werden.

6.2 Laufwerke

Mit Laufwerke kann auf die installierten Disketten - und Festplattenlaufwerke zur√ľckgegriffen werden. Es besteht hier auch die M√∂glichkeit Dateien oder Unterverzeichnisse zu verschieben oder zu l√∂schen. Es empfiehlt sich aber ein Dateiverwaltungsprogramm zu installieren.

6.3 Reißwolf

Mit der Funktion des Reißwolf kann ein Objekt permanent gelöscht werden. Permanent heißt in diesem Falle, so dass es normalerweise nicht wieder hergestellt werden kann. Es können aber Objekte dadurch wiederhergestellt werden, indem der Befehl UNDELETE in der OS/2 - Kommandozeile eingegeben wird.

6.4 Systemstart

Die Funktion Systemstart ist identisch mit dem Fenster Autostart unter Windows. Systemstart ist dazu gedacht, Programme zu enthalten, die bei der Systeminitialisierung gestartet werden soll, wenig später aber nicht mehr gebraucht werden

6.5 Der Folder Systemkonfiguration

System
Mit System können Standardeinstellungen geändert werden. Wie z.B.:
- Die Lösung von Objektkonflikten, die beim Erstellen, Kopieren oder Verschieben von Objekten auftreten.
- Die Art, in der Fenster angezeigt, verdeckt oder auf Symbolgröße verkleinert werden.
- Anzeigedauer von Logos.
- usw.

Land
Hier können die landesspezifischen Einstellungen geändert werden. Hierzu zählt das Datums - und Zeitformat, die Maßeinheit und das Währungssymbol.

Spooler
Der Spooler ist zu vergleichen mit dem Druckmanager unter Windows. Die vom Benutzer erzeugten Druckdaten werden in einer Spooldatei zwischengespeichert. Bei den Spooler - Einstellungen können der Spooler - Pfad, die Druckpriorität und allgemeine Angaben konfiguriert werden.

Programme hinzuf√ľgen
Bei dieser Funktion handelt es sich um eine Art Installations - Manager. Das Programm sucht auf den Laufwerken nach Programmen die noch nicht installiert worden sind oder noch nicht der Arbeitsoberfl√§che hinzugef√ľgt worden sind. Ein Objekt f√ľr dieses Programm wird in einem Ordner f√ľr DOS - oder Windows - Programme, f√ľr WIN - OS/2 - Gruppen oder f√ľr OS/2 - Programme auf der Arbeitsoberfl√§che angezeigt.

Dienstprogrammdisketten
Mit dieser Funktion werden Dienstprogrammdisketten erstellt. Es handelt hierbei um eine Art Notdisketten. Die Disketten haben folgende Funktionen:
- Das OS/2 - Betriebssystem von Diskette aus zu starten.
- √úberpr√ľfung der Festplatte auf eventuelle Fehler.
- Sichern und Wiederherstellen von OS/2 Verzeichnissen und Dateien.

Systemuhr
Mit Hilfe der Systemuhr kann die Funktion eines Alarmes aufgerufen werden. Die Anzeige ist in analog oder digital konfigurierbar.

Tastatur
Die Funktion der Tastatur kann die Belegung der Tastatur sowie das Intervall, in dem die Tastenaufschläge akzeptiert und Zeichen angezeigt werden, festlegen.

Installation anpassen
Hier zeigt OS/2 die Auswahlm√∂glichkeiten die f√ľr landesspezifische Informationen und f√ľr die Hardwareunterst√ľtzung verwendet werden k√∂nnen. Das √Ąndern der Einstellungen erfolgt durch einfaches Anklicken der Men√ľunterpunkte, wo dann die √Ąnderungen vorgenommen werden k√∂nnen.

Maus
Bei den Maus - Einstellungen können sämtliche Maus - Funktionen konfiguriert werden. Dies sind z.B. Zeigergeschwindigkeit, Mausspur, usw.

Einheitentreiber installieren
Hier können z.B. Grafikkartentreiber, Soundkartentreiber, usw. installiert werden, falls sie nicht in der Funktion INSTALLATION ANPASSEN bereits vorgegeben oder nicht vorhanden sind.

Selektives Löschen
Hierbei handelt es sich um eine Art "Uninstaller" wobei hier Komponenten des Betriebssystemes, die nicht mehr benötigt werden, gelöscht werden können.

Warnton
Diese Funktion ist bereits in dem Multimedia - Folder zu finden.

Schriftartenpalette
Bei dieser Auswahl handelt es sich um alle des Betriebssystem zu Verf√ľgung stehenden Schriftarten. Es k√∂nnen auch die Schriftarten die auf der Arbeitsoberfl√§che vorhanden sind durch die in der Schriftartenpalette ersetzt werden.

Farbpalette Gemischte Farben - Reine Farben
Hier sind alle zur Verf√ľgung stehenden Farben angeordnet. Die Arbeitsoberfl√§che kann durch ein einfaches (R√ľberziehen) der Farben ver√§ndert werden.

Layoutpalette
Die Layoutpalette beinhaltet verschiedene Gesamt - Layouts der Arbeitsoberfl√§che. Einfaches (R√ľberziehen) eines Layout zur Arbeitsoberfl√§che bewirkt √Ąnderungen der Arbeitsoberfl√§che, entsprechend des ausgew√§hlten Layouts. Es ist wiederum auch m√∂glich das Layout selbst zu definieren.

Energie
Hier wird der Batteriezustand z.B. eines Laptops angezeigt.


6.6 Folder Befehlszeilen

Ein gro√üer Vorteil von OS/2 Warp ist, dass man auch weiterhin mit DOS und Windows Programmen arbeiten kann. Der Zugriff auf die DOS bzw. Windows - Ebene, wie auch auf die OS/2 - Prompt - Ebene erfolgt aus dem Folder Befehlszeilen. F√ľr jede Ebene l√§sst sich jeweils ein Fenster √∂ffnen, d.h. es existiert ein Fenster auf der Workplace Shell von OS/2, oder es kann ein Gesamtbildschirm ge√∂ffnet werden, wobei dann die Workplace Shell nicht mehr sichtbar ist und im Hintergrund bleibt.
Alle Fenster können mit einem Doppelklick mit der linken Maustaste auf das Symbol gestartet werden. Will man das Fenster wieder verlassen und schließen, so kann man am Prompt den Befehl Exit eingeben.

6.6.1 OS/2 - Fenster

Hier wird ein OS/2 - Fenster geöffnet, in dem am Prompt OS/2 Befehle eingeben werden können (ähnlich wie bei DOS). Das Fenster kann wie alle anderen Fenster auf der Workplace Shell bedient und verändert werden.

6.6.2 OS/2 - Gesamtbildschirm

Es wird umgeschaltet auf die OS/2 - Prompt Eingabe Ebene. Es existiert kein Fenster wie unter Punkt beim OS/2 - Fenster Symbol, da dieser Modus als Vollbildschirmdarstellung läuft.

6.6.3 Win - OS/2 - Fenster

Der Programmanager von Windows wird innerhalb eines Fensters auf der Workplace Shell gestartet.

6.6.4 Win - OS/2 - Gesamtbildschirm

Es wird Windows als Vollbildschirmdarstellung gestartet. Die Workplace Shell von OS/2 tritt in den Hintergrund.
Um wieder zur√ľck in die Workplace Shell von OS/2 zu gelangen gibt es einerseits die M√∂glichkeit das OS/2 - Icon am unteren Rand des WIN - OS/2 Hintergrunds anzuklicken. Eine weitere M√∂glichkeit ist die Benutzung der Tastenkombination Strg + Esc, mit der der Windows - Taskumschalter aufgerufen wird, der alle ge√∂ffneten Windows - Anwendungen anzeigt. Er enth√§lt auch den Eintrag Arbeitsoberfl√§che, der f√ľr die Workplace Shell steht. Wird dieser Eintrag angeklickt, dann wird wieder zur√ľck zur Workplace Shell geschaltet.

6.6.5 DOS - Fenster

Startet eine emulierte DOS - Prompt Ebene in einem OS/2 - Fenster. Es können bis zu 256 verschiedene DOS - Anwendungen gleichzeitig gestartet werden. Somit ist mit Hilfe von OS/2 praktisch Multitasking mit DOS möglich.
Bei dem DOS, das unter diesem Punkt gestartet wird, handelt es sich nicht um das DOS, was eventuell noch auf der Festplatte installiert ist, sondern um eine DOS Version, die im Umfang von OS/2 enthalten ist. Sie ist vollst√§ndig kompatibel zur MS - DOS Version 5.0, funktioniert aber aus betriebssysteminternen Gr√ľnden etwas anders als MS - DOS. Daher kann es in seltenen F√§llen zu Problemen mit DOS - Anwendungen kommen.
Eine laufende DOS - Session l√§uft abgekapselt gegen√ľber dem Systembereich und anderen Anwendungen und ist daher vollst√§ndig in das Sicherheitskonzept von OS/2 eingebunden, d.h. von der DOS - Anwendung k√∂nnen keine fremden Speicherbereiche ver√§ndert werden und falls ein Programm einmal abst√ľrzt, dann wird OS/2 davon nicht betroffen.

Vom Optischen her unterscheidet sich dieser DOS - Bildschirm nur durch die Hilfezeile am oberen Bildschirmrand, die aber mit dem Befehl Help off ausgeschaltet und mit Help on wieder eingeschaltet werden kann. Das Fenster der DOS - Session hat alle Elemente wie die anderen Fenster von OS/2. Es besitzt das Systemmen√ľ, kann verschoben werden, die Gr√∂√üe kann ge√§ndert werden, usw. Im Systemmen√ľ des DOS - Fensters kann man einige interessante Befehle finden. Es l√§sst sich unter dem Punkt Schriftartengr√∂√üe die benutzte Schriftart und Schriftgr√∂√üe im DOS - Fenster √§ndern. Die Fenstergr√∂√üe wird je nach verwendeter Schrift angepa√üt. Mit dem Befehl Markieren l√§sst sich ein Ausschnitt des DOS - Fensters markieren und in die Zwischenablage kopieren.
Mit der Tastenkombination Alt + POS1 kann man zwischen der Fenster - und Vollbildschirmdarstellung wechseln.

6.6.6 DOS - Gesamtbildschirm

Startet eine emulierte DOS - Prompt Ebene auf dem gesamten Bildschirm, wobei die Workplace Shell von OS/2 im Hintergrund bleibt. Alle grafisch orientierten DOS - Programme können nur im Vollbildschirm Modus gestartet werden.

6.6.7 DOS von Laufwerk A:

Wenn Programme nicht unter dem mitgelieferten DOS von OS/2 laufen, dann kann eine andere DOS - Version (ab MS - DOS 3.3) per Bootdiskette von Laufwerk A: gestartet werden.



6.7 Folder Produktivität

In diesem Ordner sind einige Programme, die man f√ľr die t√§gliche Arbeit am PC anwenden kann, die versuchen, diese Arbeit zu verbessern, also versuchen, die Produktivit√§t der Arbeit am PC zu erh√∂hen. Daher ergibt sich der Name dieses Ordners. Bei den Programmen handelt es sich drei Editoren (OS/2 - Systemeditor, den Erweiterten Editor, den Symboleditor), ein Programm zur Suche von Dateien und Text, zwei Programme zur Anzeige der Zwischenablage und von Bilddateien und schlie√ülich befindet sich noch das Programm Puls in diesem Ordner.

6.7.1 OS/2 - Systemeditor (E.EXE)

Dieser Editor eignet sich insbesondere zur Bearbeitung von Konfigurationsdateien, z.B. CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT, also f√ľr die einfache Textbearbeitung (ASCII - Dateien).
Es lassen sich Dank der einfachen Bedienung, schnell und einfach Batchdateien und k√ľrzere Programme erstellen.

Start des Systemeditors
Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Editor zu starten. Die Grundsätzlichsten sind der Start aus der Workplace Shell mit einem Doppelklick mit der linken Maustaste auf das Symbol des Editors oder der Aufruf am OS/2 - Prompt mit E.EXE. Dieser Aufruf kann auch durch die zusätzliche Eingabe eines Dateinamens ergänzt werden. Daraufhin wird die entsprechende Datei beim Aufruf gleich mit geladen und steht sofort im Editor zur Bearbeitung bereit.
Nachdem der Editor gestartet wurde, öffnet sich ein Fenster, das entweder leer ist, wenn noch keine Datei beim Aufruf mit angegeben wurde oder es enthält den Inhalt der angegebenen Datei. In der Titelzeile wird der Name der Datei, die momentan bearbeitet wird, angezeigt. Wurde noch keine Datei mit aufgerufen, steht an dieser Stelle Ohne Namen.
Eine weitere M√∂glichkeit den Editor zu starten basiert auf der Drag’n’Drop - Philosophie der Workplace Shell. Man zieht einfach die Datei, die man bearbeiten m√∂chte, auf das Editorsymbol. Der Editor wird ge√∂ffnet und es wird direkt die Datei geladen. Statt das Symbol der Datei auf das Editorsymbol zu ziehen kann man auch das Objektmen√ľ der Datei √∂ffnen. Dort klickt man auf den Punkt √Ėffnen und man hat den gleichen Effekt.
In diesem Systemeditor kann immer nur eine Datei zum selben Zeitpunkt geladen werden. Will man mehrere Dateien gleichzeitig bearbeiten, so kann der Editor einfach mehrere Male gestartet werden.

Arbeiten mit dem Editor
Mit der Taste F10 oder Alt kann man zwischen Text und Men√ľzeile hin - und herschalten. Einfacher geht es nat√ľrlich mit der Maus. Die Men√ľzeile enth√§lt die Men√ľs:

Datei: Neu: aktuelle Datei wird beendet, leeres Fenster zum Bearbeiten einer neuen Datei wird geöffnet
√Ėffnen: laden einer Datei, die bearbeitet werden soll
Sichern: Aktuelle Datei wird unter altem Name gespeichert
Sichern unter: Aktuelle Datei wird unter einem neuem Namen, der dann noch eingegeben werden muss, gespeichert
Automatisches Sichern: hier kann die Anzahl der √Ąnderungen (jeder gel√∂schter oder hinzugef√ľgter Buchstabe), nach denen die Datei automatisch gespeichert werden soll, eingegeben werden

Editieren: Widerrufen: die letzte √Ąnderung, die im Editierfenster vorgenommen wurde, wird wieder r√ľckg√§ngig gemacht
Ausschneiden: ein markierter Textabschnitt wird gelöscht und in die Zwischenablage kopiert
Kopieren: ein markierter Textabschnitt wird in die Zwischenablage kopiert
Einf√ľgen: Inhalt der Zwischenablage wird an der Cursorposition eingef√ľgt
Löschen: ein markierter Textabschnitt wird gelöscht
Suchen: mit dieser Funktion kann ein Ausdruck im Text gesucht und auch automatisch geändert werden
Gesamten Text auswählen: Markierung des gesamten Textes

Optionen: Schriftarten: Wahl der Schriftart, Größe, Stil und Hervorhebung (Konturieren, Unterstreichen, Durchstreichen). In dieser Dialogbox befindet sich das Feld Anwenden mit dem man die Einstellungen am Text im Editierfenster testen kann
Farben: Wahl der Textfarbe
Zeilenumbruch: Ein - bzw. Ausschaltung des Zeilenumbruches
bei Ein wird automatisch eine neue Zeile begonnen, wenn das Ende des Fensters erreicht ist
bei Aus muss der Benutzer selber die Return - Taste dr√ľcken, um eine neue Zeile zu beginnen

Hilfe: Die Hilfefunktion l√§sst sich jederzeit mit F1 aufrufen. Es wird der jeweils passende Hilfetext zur momentanen Situation angezeigt. Z.B. man befindet sich in einem Men√ľ und ruft von dort die Hilfefunktion mit der F1 Taste auf, dann werden Informationen √ľber genau dieses Men√ľ angezeigt.

Hilfeindex: alphabetisch sortierte Liste aller f√ľr das aktive Programm verf√ľgbaren Hilfethemen
Erweiterte Hilfe: nähere Informationen zum Inhalt des aktiven Fensters
Hilfe f√ľr Hilfefunktion: Informationen zum Aufruf und Anwenden der Hilfefunktion
Hilfe f√ľr Tasten: Tastenzuordnungen f√ľr den Systemeditor
Produktinformationen: Produktinformationen zum Systemeditor

Schließen des Editors
Der Editor l√§sst sich auf viele verschiedene Arten beenden. Die schnellste Methode ist ein Doppelklick mit der linken Maustaste auf das Icon in der linken oberen Ecke des Fensters. Klickt man hier aber nur einmal √∂ffnet sich das Systemmen√ľ dieses Fenster und man kann es durch Anklicken des Schlie√üen Befehls beenden. Desweiteren kann man die Tastenkombination Alt + F4 oder nur die Taste F3 benutzen.
Wurde die Datei vor dem Beenden des Editors nicht gespeichert, dann erfolgt eine Sicherheitsabfrage, wo dies dann nachgeholt werden kann. Bei dieser Sicherheitsabfrage taucht die Option L√∂schen auf, die nicht meint, dass die Datei gel√∂scht wird, sondern die Datei bleibt in dem Zustand, in dem sie beim √Ėffnen war. Alle √Ąnderungen, die vorgenommen worden sind, werden r√ľckg√§ngig gemacht.

6.7.2 Erweiterter Editor (EPM.EXE)

Der Erweiterte Editor ist wesentlich komplexer und leistungsst√§rker als der OS/2 - Systemeditor. Er beinhaltet viele Funktionen, die insbesondere f√ľr Programmierer und den professionellen Einsatz gedacht sind.
Die M√∂glichkeiten zum Starten und Beenden dieses Editors sind die gleichen wie beim OS/2 - Systemeditor und er enth√§lt neben vielen zus√§tzlichen Funktionen die gleichen Standardfunktionen wie dieser. Es w√ľrde an dieser Stelle etwas zu weit f√ľhren alle Funktionen des Erweiterten Editors zu erl√§utern. Da dieser auch eine sehr gute Hilfefunktion besitzt, es werden z.B. die Bedeutung der Men√ľs und deren Punkte in der unteren Zeile angezeigt, werden hier nur die wichtigsten Eigenschaften dieses Editors erw√§hnt.

Ein wesentlicher Unterschied zum OS/2 - Systemeditor ist der, das mehrere Dateien auf einmal bearbeitet werden k√∂nnen. Daher k√∂nnen beim Start √ľber die Befehlszeile mehrere Dateinamen angegeben werden. Beim Start √ľber die Workplace Shell lassen sich auch mehrere Dateien auf einmal markieren und k√∂nnen zusammen auf das Symbol des Editors gezogen werden. Wenn man unter dem Punkt Anpassen im Men√ľ Optionen die Umlauffunktion aktiviert, dann kann man mit Hilfe der in der Titelzeile erscheinenden Pfeile zwischen den Dateien wechseln.

Innerhalb des Editors k√∂nnen unter dem Punkt Befehlszeile... aus dem Men√ľ Befehle spezielle Editorbefehle angewandt werden. Diese integrierte Befehlssprache hat den Namen "E" und ist speziell f√ľr den Erweiterten Editor konzipiert worden und erinnert in ihrer Anlage an eine Kombination aus C und REXX.

Während der Benutzung des Editors können Makros aufgezeichnet werden.

Die Undo - Funktion ist sehr leistungsf√§hig. Es k√∂nnen alle √Ąnderungen einer Sitzung Schritt f√ľr Schritt wieder r√ľckg√§ngig gemacht werden (Men√ľ Editieren, Punkt Widerrufen...).

Es k√∂nnen viele individuelle Einstellungen vorgenommen werden (Men√ľ Optionen. Punkt Anpassung, Einstellungen), wie z.B. Tabulatoren, R√§nder, Farben, Tasten, Schriften, usw.

Meldungen und Fehlermeldungen des Editors k√∂nnen unter dem Punkt Nachrichten im Men√ľ Optionen nachtr√§glich angesehen werden.

6.7.3 Textmode - Editor (TEDIT.EXE)

Dieser Editor kann nur von der Kommandozeile aus aufgerufen werden. Durch seine Kompaktheit (ca. 25 KByte) kann er problemlos auf den OS/2 - Bootdisketten untergebracht werden und dadurch bietet er sich dazu an, z.B. bei der Wiederherstellungsfunktion von der Kommandozeile aus, die Systemdateien (CONFIG.SYS, AUTOEXEC.BAT) zu bearbeiten.
Es können mehrere Dateien geladen werden, indem man deren Namen hinter dem Aufruf des Editors angibt.
Der Editor kann nur mit Tastaturbefehlen bedient werden. Die Tastaturbelegungen und dazugeh√∂rigen Befehle k√∂nnen in der Hilfefunktion nachgelesen werden (F1 dr√ľcken).


6.7.4 Symboleditor

Mit Hilfe dieses Editors lassen sich Symbole (Icons) bearbeiten oder neu entwerfen. In diesem Abschnitt werden nur die wichtigsten Möglichkeiten des Symboleditors erläutert.

Start des Symboleditors
Er kann durch Aufruf aus dem Ordner Produktivit√§t durch den Doppelklick mit der linken Maustaste gestartet werden, aber auch √ľber das Einstellungen - Notizbuch von Objekten. Im allgemeinen Teil dieses Notizbuches finden sich die Optionen Erstellen, mit der der Symboleditor ohne Icon geladen wird und Editieren, wo das aktuelle Icon des Objektes direkt in den Editor geladen wird.

Arbeiten mit dem Symboleditor
Neben den Standardfunktionen im Men√ľ Datei und Editieren enth√§lt der Symboleditor zus√§tzlich folgende wichtige Funktionen:

Editieren: mit den Befehlen erweitertes Einf√ľgen, Ausf√ľllen, Horizontal und Vertikal drehen und Kreis lassen sich besondere Effekte auf das ganze Symbol oder nur auf einen markierten Ausschnitt anwenden.

Paletten: In diesem Men√ľ sind alle Befehle, die mit Farben zu tun haben untergebracht. Es k√∂nnen vorgegebene Farben gew√§hlt werden, sowie eigene kreiert werden. Die selbsterstellten Paletten k√∂nnen gespeichert werden.

Optionen: Test: zum Ausprobieren des neuen Symbols
Raster: der Hintergrund wird gerastert
X - Hintergrund: der Hintergrund wird mit Kreuzen durchsetzt
gerade Linien: F√ľhrungshilfe f√ľr das Zeichnen von geraden Linien
Stiftstärke: die Dicke des Striches kann geändert werden

6.7.5 Dateien und Text suchen

Mit Hilfe dieses Programmes lassen sich schnell und bequem Dateien auf jedem Laufwerk suchen. Es kann der Dateiname, der auch Wildcards (* und ?) enthalten darf eingegeben werden, sowohl als auch ein Suchtext, der in der Datei enthalten sein soll und die Laufwerke, die durchsucht werden sollen.
Die gefundenen Dateien werden nach erfolgreicher Suche im Ergebnisfenster angezeigt. Diese Liste kann in einer Datei gespeichert werden, um sie f√ľr andere Aufgaben benutzen zu k√∂nnen.
Eine gefundene Datei kann mit einem w√§hlbaren Editor bearbeitet werden und es k√∂nnen beliebige Befehle (Men√ľ Operationen, Punkt Befehl...) auf sie angewendet werden.

Übung: Alle *.bak Dateien suchen und löschen

6.7.6 Zwischenablage anzeigen

Die Funktion der Zwischenablage ist der Austausch von Daten, Grafiken und anderen Informationen zwischen Anwendungen.
Die Zwischenablage wird ist in ihrer Funktion haupts√§chlich auf den Datenaustausch zwischen OS/2 - Anwendungen beschr√§nkt. Standardm√§√üig nicht unterst√ľtzt wird der Austausch zwischen OS/2 - und Windowsanwendungen.

Wird das Symbol Zwischenablage anzeigen angeklickt, dann wird ein Fenster geöffnet, in dem die Daten, die zuletzt in einer Anwendung kopiert worden sind, angezeigt. Der Typ der Daten wird in der Titelleiste angezeigt (z.B. Text).
Im Men√ľ Anzeigen kann man ein anderes Anzeigeformat w√§hlen, falls m√∂glich.

6.7.7 Bilddateien anzeigen

Diese Anwendung l√§sst sich √ľber ihr Symbol oder den Befehl PICVIEW am OS/2 - Prompt starten.
Es können Dateien mit den Grafikformaten Metafiles (*.MET), im Picture Interchange Format (*.PIF) und OS/2 - Spoolerdateien (*.SPL) geladen und dargestellt werden.
Es k√∂nnen mehrere Bilder gleichzeitig geladen werden, die mit einfachen Mitteln dann bearbeitet werden k√∂nnen (markierten Ausschnitt ausschneiden, kopieren, einf√ľgen, Bild vergr√∂√üern, verkleinern).

6.7.8 Puls

Dieses Programm zeigt die aktuelle Auslastung des Prozessors in einer graphischen Kurve an.
Im Men√ľ Optionen k√∂nnen Einstellungen bez√ľglich der graphischen Darstellung der Kurve (z.B. Farbe des Hintergrundes und der Kurve) vorgenommen werden.


7. Der Folder Multimedia

Mindestvoraussetzungen hierf√ľr sind CD - ROM Laufwerk und eine Soundkarte. Beim Installieren von OS/2 erkennt das System diese Komponenten und konfiguriert sie in den meisten F√§llen schon optimal. In dem Multimedia - Folder sind folgende Einzelkomponenten enthalten:

Multimedia - Installation

Warnton
Bei dem Symbol Warnton handelt es sich um ein Programm in dem man Einstellungen der zahlreichen Warnt√∂ne, wie zum Beispiel f√ľr Druckerfehler und Fenster √∂ffnen, vornehmen kann.

Multimedia - Datenumsetzer
Mit dem Multimedia - Datenumsetzer k√∂nnen unterst√ľtzte Bild - und Tondateien in anderen Dateiformaten umgesetzt werden.

Multimedia - Konfiguration
Bei der Multimedia - Konfiguration werden die Multimedia unterst√ľtzenden Einheiten wie z.B. CD - ROM Laufwerke und Soundkarten konfiguriert.

Lautstärke
Hierbei handelt es sich um einen Master - Volume - Regler mit einer Mute - Funktion.

Filme
Das Folder Filme beinhaltet digitale Filme im z.B. .avi Format.

Klangelemente
Genau wie das Folder Filme, nur das hier Klangelemente beinhaltet sind. Bei beiden Foldern wird durch zweimaliges anklicken eines Klang - oder Filmsymboles das dazugehörige Programm zum Abspielen dieser Formate gestartet.

Digital - Audio - Spieler
Der Digital - Audio - Spieler kann sowohl Digital - Audio - Dateien (.wav) Abspielen als auch Aufnehmen. Zusätzlich können einige Klangeffekte dazu editiert werden.

MIDI - Spieler
Hierbei handelt es sich um ein Programm das Dateien im .mid Format abspielt. Wenn zus√§tzlich ein MIDI - Eingabeger√§t oder zus√§tzliche Multimedia - Software vorhanden ist, k√∂nnen auch St√ľcke im Musical Instrument Digital Format aufgenommen werden.

CD - Spieler
Dieser wird benötigt um digitale Audio CD's abspielen zu können. Der CD - Spieler ähnelt sehr einem herkömmlichen CD - Spieler.

Digital - Video - Spieler
Dies Programm dient dazu digitale Filme in unterst√ľtzten Formaten wie zum Beispiel .avi abspielen zu k√∂nnen.


8. Folder Schablonen

Schablonen dienen als Vorlageobjekte, mit deren Hilfe neue Instanzen bestimmter Objekte auf eine einfache Weise erzeugt werden können.
In dem Folder Schablonen befinden sich leere Objekte, deren endg√ľltigen Eigenschaften und Einstellungen noch fehlen. Es ist nur die Form eines Objektes vorhanden, z.B. Ordner, Dateiobjekt, Drucker oder Programmobjekt.
Um eine Schablone zu benutzen wird sie mit gedr√ľckter rechter Maustaste an ihren Bestimmungsort gezogen. Dort wird eine Kopie der Schablone erzeugt, die auch wieder gel√∂scht werden kann. Die Originalschablone aus dem Folder l√§sst sich dagegen nicht l√∂schen.
Anschlie√üend wird automatisch das Einstellungen - Notizbuch ge√∂ffnet, in dem alle weiteren spezifischen Angaben vorgenommen werden m√ľssen.

√úbung 1: neuen Ordner anlegen
√úbung 2: ein Programm einrichten

Eigene Schablonen erstellen
Eigene Schablonen k√∂nnen f√ľr eigene Zwecke vorkonfiguriert werden, falls die vorhandenen Schablonen daf√ľr nicht geeignet sind.
Um eine eigene Schablone zu erstellen, sollte man zuerst eine Kopie eines bestehenden Objektes, das weitgehend mit dem zu erstellenden Typ √ľbereinstimmt, erstellen. Die Einstellungen der Kopie k√∂nnen dann beliebig ver√§ndert werden. Nach den notwendigen √Ąnderungen wird das Symbol mit gedr√ľckter rechter Maustaste in den Folder Schablonen gezogen. Anschlie√üend wird im Notizbuch des Symbols unter dem Punkt Allgemein das K√§stchen vor dem Wort Schablone mit einem Mausklick aktiviert.
9. Einige OS/2 - Befehle

Die meisten OS/2 - Befehle, die am OS/2 - Prompt eingegeben werden können, sind identisch mit den normalen MS - DOS Befehlen. Daher werden an dieser Stelle nur einige wichtige Befehle erläutert, die nur unter OS/2 angewendet werden können.

CMD

mit diesem Befehl wird der OS/2 Befehlsinterpreter geladen (bei DOS: COMMAND.COM). Es k√∂nnen mehrere Ebenen gestartet werden, wobei die Umgebungsvariablen in jeder Ebene unterschiedlich sein k√∂nnen. Mit EXIT verl√§sst man eine Ebene und kehrt in die n√§chst h√∂herliegende zur√ľck.

Syntax: CMD [d:] [Pfad] [/S] [/Q] [/C Zeichenkette | /K Zeichenkette]

/S Tastenkombination STRG + C zur Unterbrechung eines Vorgangs wird aufgehoben
/Q bewirkt, das ein sekundärer Befehlsprozessor mit NO ECHO arbeitet
/C Befehlsinterpreter soll die Befehle in Zeichenkette ausf√ľhren und danach automatisch auf die h√∂herliegende Ebene zur√ľckkehren
/K Interpreter f√ľhrt die Befehle in Zeichenkette aus, bleibt danach aber aktiv

Beispiel: CMD /C "DIR C:"


DETACH

Befehl f√ľr das Multitasking. Mit Detach wird es m√∂glich Prozesse im Hintergrund ablaufen zu lassen. Wichtig ist, das die Programme, Batchdateien oder OS/2 - Befehle die als Hintergrundproze√ü gestartet werden, nicht die Ein - und Ausgabeger√§te benutzen d√ľrfen.

Syntax: DETACH Befehl

Beispiel: DETACH DIR | SORT> sortiert.dir


MAKEINI

Stellt die Systemdateien OS2.INI und OS2SYS.INI wieder her, falls diese besch√§digt sind. Es wird dann jedoch auf Standardeinstellungen zur√ľckgegriffen, die sich in den Dateien INI.RC und INISYS.RC befinden.

Syntax: MAKEINI Neu_ini Resource

Neu_ini: Name der neuen .INI Datei, normalerweise OS2.INI oder OS2SYS.INI
Resource: Name der Resourcedatei, die die nötigen Informationen enthält, um die neue .INI Datei zu erstellen, normalerweise INI.RC und INISYS.RC


PATCH

Mit Hilfe dieses Befehls l√§sst sich der Code von Programmen oder Dateien ver√§ndern. Die Bytes k√∂nne direkt ge√§ndert werden oder es k√∂nnen auch welche am Ende der Datei neu hinzugef√ľgt werden. Die Eingabe findet in hexadezimaler Schreibweise statt.

Syntax: PATCH [d:] [Pfad] Datei [/A]

/A der automatische Modus wird aktiviert, die Programmänderungen werden aus der angegebenen Datei entnommen, die auch den Namen der zu ändernden Datei enthält

Beispiel: PATCH MEINPROG.EXE


RMVIEW

Zeigt pr√§zise Informationen √ľber s√§mtliche Ressource, die momentan verf√ľgbar bzw. belegt sind.

Syntax: RMVIEW [Optionen]

/P beschreibt den physikalischen Aufbau des Computers
/D beschreibt die momentan installierten Gerätetreiber
/L beschreibt den logischen Aufbau des Computers
/IRQ zeigt an, welche Interups momentan von welchen Geräten benutzt werden
/MEM zeigt die momentan belegten Speicherbereiche an
/HW die Hardwarekomponenten des Rechners werden baumartig dargestellt
/? zeigt Syntax, sowie alle Optionen mit Beschreibung an


UNPACK

Dient zum Entpacken von Dateien, die in komprimierter Form auf den OS/2 - Installationsdisketten vorliegen.

Syntax: UNPACK [d:] [Pfad] Archiv [z:] [Pfad] [/V] [/F] [/N:Datei]
UNPACK [d:] [Pfad] Archiv [/SHOW]

Archiv Name der Quelldatei, die die komprimierten Daten enthält
/V Verify einschalten, kopierte Datei werden √ľberpr√ľft, ob die √úbertragung korrekt verlaufen ist
/F Dateien mit erweiterten Attributen werden nicht kopiert, wenn das Ziellaufwerk keine erweiterten Attribute unterst√ľtzt
/N:Datei wenn im Archiv mehrere Dateien vorhanden sind, kann mit /N eine Datei daraus extrahiert werden
/SHOW Anzeige des Inhaltsverzeichnisses der gepackten Datei

Beispiel: UNPACK A:PACKER.DA@ C:\DATEN /V


VIEW

Dient zum Betrachten bestimmter Hilfedokumente (Endung .INF).

Syntax: VIEW [d:] [Pfad] Datei [Stichpunkt]

Stichpunkt Stichpunkt, zu dem Informationen angezeigt werden sollen. Der Stichpunkt muss im Inhaltsverzeichnis des Dokuments enthalten sein.































Literaturangaben:

    Freese, Peter & M√ľllmerstadt, Friedrich OS/2 Warp Grundkurs Computerpraxis rororo Verlag Koch, Olaf; Meder, Norbert; Scheuber, Peter; Smiatek, Thomas OS/2 Warp Version 3 Das Kompendium Markt & Technik Verlag Ollig, Hans
Optimal umsteigen - OS/2 Warp Version 3
bhv - Verlag
    OS/2 Hilfefunktion

5401 Worte in "deutsch"  als "hilfreich"  bewertet