Widerstand im Dritten Reich

Widerstand im Dritten Reich


Zur Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland gab es viele verschiedenen Arten des Widerstandes, die aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg genauer bekannt wurden, da bei der Durchsicht der Akten der Gestapo und anderer Beh├Ârden das genau dokumentierte Geschehen bekannt wurde. Es war nicht verwunderlich, dass sich in Deutschland schnell der Widerstand gegen die NSDAP erhob, da diese Partei zwar die gr├Â├čte war, allerdings nie eine absolute Mehrheit erreichen konnte. 1932, als die Weltwirtschaftskrise sich schon wieder entsch├Ąrfte, verlor Adolf Hitler und seine Partei sogar Stimmen. Und sogar 1933, als Hitler die Macht schon ├╝bernommen hatte und erste Gewalttaten gegen politische Gegner durchgef├╝hrt wurden, erreichte er nicht die absolute Mehrheit. Auch die gewaltige Propaganda konnte nicht verhindern, dass 7 Millionen Menschen die sozialdemokratische Partei und 5 Millionen die kommunistische Partei w├Ąhlten. Dazu kamen noch 6 Millionen W├Ąhler f├╝r andere kleinere Parteien. Dieses Ergebnis zeigte, dass das Volk keineswegs geschlossen hinter seinem F├╝hrer stand. Doch die schlechte Situation w├Ąhrend der Weimarer Republik und die Unterst├╝tzung durch die Zentrumspartei und durch die Kirche, die ihren gemeinsamen Feind im Bolschewismus sahen, verhalfen Hitler dennoch zur Macht.

Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus bestand gro├čteils aus kleinen Gruppen und Einzelpersonen, da Interaktion zwischen mehreren Gruppen sofort von der Gestapo bemerkt und verhindert worden w├Ąre. Der Widerstand versuchte sich durch Spitzel in wichtigen Positionen und durch Mittelsm├Ąnner zu organisieren. Die Verwendung von Telefonen und die Ben├╝tzung der Namen war unm├Âglich, da die Gestapo alle Vorg├Ąnge ├╝berwachte und kontrollierte. Auch bestand die Gefahr, dass ein Spitzel Seitens der Nazis eingeschleust h├Ątte werden k├Ânnen. Das Ziel dieses Widerstandes war die Beseitigung einer Regierung, die Freiheit und die Menschlichkeit bek├Ąmpfte, und das war nach Ansicht einiger Menschen nur durch einen Kriegsverlust Deutschlands m├Âglich. Dazu wurde auch die Niederlage und Besetzung Deutschlands als Notwendigkeit akzeptiert.

Beim b├╝rgerlichen Widerstand muss man allerdings auch zwischen Gruppen und Menschen, die von Anfang an gegen Hitler gek├Ąmpft haben, und nationalen Gruppen, die anfangs wohl bereit waren einem Deutschland unter der F├╝hrung der NSDAP zu dienen, unterscheiden. Die erste Gruppe entstand aus Menschen, die in der Weimarer Republik mitgewirkt haben, die allerdings nicht sehr effizient war, da viele ehemalige Politiker eingesperrt wurden und man sich auch nicht zu einem gemeinsamen Vorgehen entschlie├čen konnte. Die zweite Gruppe war zuerst erfreut ├╝ber die wachsende St├Ąrke und nationale Erhebung Deutschlands und dadurch entwickelte sich der Widerstand bei diesen Gruppen viele langsamer und nicht so extrem, wie bei der ersten Gruppe. Diese Gruppen zeigten ihren Widerstand meist passiv durch Verweigerung, Ablehnung und Nichteinhaltung von Vorschriften.

Widerstand seitens der ├Âffentlichen Kirche im eigenen Land hatte Hitler nicht zu bef├╝rchten, da vor seiner Macht├╝bernahme sich einige Bisch├Âfe freiwillig zu ihm bekannt haben und da die deutsche Kirche auch kein Blutvergie├čen durch Aufst├Ąnde und Massenproteste ihrer Anh├Ąnger provozieren wollte.

Verschieden Arten von passiven Widerstand waren zum Beispiel die Hilfe f├╝r Verfolgte des Regimes, man beantragte die Entlassung aus Staatsbetrieben und staatlichen Organisationen, man konnte systemkritische Schriften publizieren und man konnte ├Âffentlich und offiziell gegen bestimmte Taten Protest einlegen. Weiters z├Ąhlt man zum passiven Widerstand auch politische Streiks, Sabotageakte gegen wichtige Einrichtungen, die Befehlsverweigerung und das Nichtausf├╝hren von Befehlen, die Kriegsdienstverweigerung und als letzte Form die Desertion. Diese Art des Widerstands wurde meist vom b├╝rgerlichen Widerstand und von den Jugendlichen durchgef├╝hrt.

Diesen Vorg├Ąngen stand der aktive Widerstand gegen├╝ber, der einen sofortigen Sturz des Regimes fordert und durch einen gewaltsamen Umsturz ein neues System mit einer neuen Regierung erreichen m├Âchte. Dazu geh├Ârten Attentate gegen wichtige Personen und auch gegen den F├╝hrer selbst. Diese Form des Widerstandes konnte aber nur durch die Unterst├╝tzung von Gener├Ąlen und anderen Offizieren gef├╝hrt werden. Im Laufe der Jahre wurden mehrere Attentate auf Adolf Hitler ver├╝bt, die allerdings alle scheiterten. W├Ąhrend des Krieges wurde es immer schwieriger Hitler erreichen zu k├Ânnen, da er die meist Zeit in seinem gut bewachten Hauptquartier verbrachte. Obwohl sich aber auch Diplomaten anboten um Hitler zu erschie├čen, war es unm├Âglich eine Pistole ziehen zu k├Ânnen, da Hitler stets von etlichen Leibwachen umgeben war. So entschlo├č man sich mit Sprengstoff gegen Hitler vorzugehen. Der bekannteste Attentatsversuch war der am 20. Juli 1944 durch Stauffenberg.

Der Sozialdemokratische Widerstand


Der sozialdemokratische Widerstand ├Ąu├čerte sich haupts├Ąchlich durch Massenproteste und Kundgebungen von Studenten und Arbeitern kurz nach der Macht├╝bernahme Hitlers. Es wurden aber auch die zwei paramilit├Ąrische Organisationen ‘Reichsbanner’ und ‘Eiserne Front’ unterst├╝tzt und Waffenlager angelegt. Das Problem war aber, dass sich die Parteispitze, die von der Weimarer Republik noch ├╝berzeugt war, nur an die rechtlichen Mittel halten wollte und dass die Gewerkschaft, da sie zu stark geschw├Ącht wurde, da viele Arbeiter zur NSDAP ├╝berliefen, um Gegenma├čnahmen zu ergreifen. Nach der Macht├╝bernahme Hitlers kam hinzu, dass die Funktion├Ąre und Politiker der Sozialisten, sowie die Gewerkschaftsf├╝hrer verhaftet wurden. Politisch protestierte man aber ├Âffentlich gegen das Erm├Ąchtigungsgesetz, das Hitler weitreichende Macht gew├Ąhren sollte, da es gegen Recht und Freiheit versto├čen w├╝rde. Nach der Abstimmung dar├╝ber im Reichstag, bei der die Sozialisten als einzige gegen Hitler gestimmt hatte, wurde die SPD aufgel├Âst und verboten. Die Politiker reagierten darauf auf verschiedene Weise. Viele wurden eingesperrt, manche flohen ins Ausland (Prag - Paris - London), um von dort aus den Widerstand zu organisieren und andere begannen innerhalb Deutschlands sich dem Regime zu widersetzen. Nur wenige versuchten sich den Verh├Ąltnissen anzupassen. Der Widerstand bestand aus kleinen Gruppen, die als Kegelklubs oder Gesangsvereine getarnt waren und durch das Verteilen von Flugbl├Ąttern aktiv waren.
Die Gruppe ‘Der rote Sto├čtrupp’, der sich aus jungen Arbeitern und Studenten bildete forderte die Bildung einer neuen revolution├Ąren Arbeiterbewegung, da die sozialistische und die kommunistische Partei falsch gehandelt h├Ątten. Eine andere Gruppe war ‘Neu Beginnen’. Diese Gruppen und auch die kleineren wurden allerdings bald von der Gestapo aufgel├Âst, da sich ein Gro├čteil nicht der Gefahr bewu├čt war, die ihre Aktionen bewirkten, und mit einem baldigem F├╝hrungswechsel rechnete. Doch nach einigen Jahren beschlo├č man die Massenbewegungen aufzul├Âsen und statt dessen kleine elit├Ąre Gruppen zu bilden. Da aber Die Gestapo stets arbeitete und viele Menschen verhaftete, konnten diese Widerstandsgruppen keine gro├če Wirkung erzielen. Erst im Jahre 1936, als die Arbeitslosenrate circa wieder auf dem Stand wie 1929 war, hofften die Gewerkschaften auf regen Zulauf. Auch als 1938 sich die wirtschaftliche Situation verschlechterte, glaubte man gro├če Chancen zu haben. Doch mit Kriegsbeginn wurden diese Organisationen wieder geschw├Ącht, da viele Personen an die Front mussten, viele starben und auch die Gestapo aktiver wurde.

Der 20. Juli 1944


Dieser Anschlag am 20. Juli 1944 war keineswegs nur durchgef├╝hrt worden, da der unmittelbare Kriegsverlust bevorstand, sondern er bedeutet das Ende einer Kette von geplanten Staatsstreichen, von denen schon mehrere geplant waren, die aber fr├╝her nie durchgef├╝hrt werden konnten. Seit dem Jahre 1941 herrschte eine enge Zusammenarbeit zwischen dem b├╝rgerlichen politischen und dem milit├Ąrischen Widerstand. Die Voraussetzung f├╝r das Gelingen eines Staatsstreiches war allerdings die Beseitigung Adolf Hitlers und anderer wichtiger F├╝hrungspers├Ânlichkeiten. Der Anf├╝hrer dieser Gruppe, die unter anderen Anf├╝hrern zuvor ihre Ziele nicht erreichen konnten, war ab 1943 der Oberstleutnant Claus Schenk Graf von Stauffenberg.

Stauffenberg stammte aus einem alten s├╝ddeutschen Adelsgeschlecht, das seinen Titel vom bayrischen K├Ânig erhalten hatten. Er wuchs in einer eher liberalen und katholischen Umgebung auf. Claus war auch Mitglied bei einer Gruppe, die sich um den Schriftsteller Stefan George scharte. Als Hindenburg zum Reichspr├Ąsidenten gew├Ąhlt wurde, wurde dir Republik f├╝r Stauffenberg ertr├Ąglich und so entschied er sich auch die Offizierslaufbahn einzuschlagen. Die Macht├╝bernahme Hitlers verfolgte er zuerst mit Begeisterung, allerdings wird er nie als Nationalsozialist gesehen. 1934 nahm er bei einem Kongre├č teil, bei dem ein Redner in seiner Rede gegen die Juden hetzte, worauf Stauffenberg den Saal demonstrativ verlie├č. Dieser Vorfall scheint das erste Mal Zweifel bei Stauffenberg am Nationalsozialismus geweckt zu haben. Am Beginn des Krieges erf├╝llte er aber wieder seine Pflicht als Soldat, er k├Ąmpfte mit gro├čer Begeisterung und lehnte auch Widerstand w├Ąhrend des Krieges gegen den eigenen F├╝hrer ab. Doch als er von 1940 bis 1942 beim Generalstab arbeitete, wurden seine Vorschl├Ąge und Ansichten kaum beachtet, wodurch er auch kritisch der Kriegspolitik Hitlers gegen├╝berstand. Nachdem er 1942 nach Afrika abkommandiert wurde, wo er schwer verletzt wurde, schlo├č er sich nach seiner R├╝ckkehr dem deutschen Widerstand an, da er die Kontrolle Hitlers ├╝ber alle Gener├Ąle und das ganze Heer nicht akzeptieren konnte. Als sich dann langsam schon der Kriegsverlust f├╝r Deutschland abzeichnete organisierte Stauffenberg und seine Mitstreiter den Staatsstreich und das neue Deutschland danach.



Als die einzige M├Âglichkeit Hitler zu t├Âten wurde ein Bombenanschlag in dessen F├╝hrerhauptquartier erkannt. Als erstes wurde General Stieff beauftragt Sprengstoff zu einer der Besprechungen mitzuschmuggeln, dieser sah aber keine M├Âglichkeit den Sprengstoff und den Zeitz├╝nder unbemerkt in das Hauptquartier zu schmuggeln. In dieser Widerstandsbewegung waren auch Mitglieder der SS, die entt├Ąuscht ├╝ber den Kriegsverlauf waren. Es ist auch nie ganz gekl├Ąrt worden, ob der SS - F├╝hrer Himmler je Kontakt zu der Opposition gehabt hat. Aber genau diese Leute wurden von der Gestapo ├╝berwacht und so kam es auch schon bald zu ersten Verhaftungen, die Leute aus der Umgebung Stauffenbergs betrafen. Stauffenberg wollte aber dennoch das Attentat so bald als m├Âglich durchf├╝hren, da ihm Pl├Ąne ├╝ber eine bevorstehende Invasion der Alliierten bekannt wurden und er wollte Deutschland von innen heraus besiegen, da er einen sehr ausgepr├Ągten Nationalstolz hatten. Au├čerdem wollte er auch die Ostfront stabil halten, um den Kommunismus nicht nach Deutschland vordringen zu lassen. Von dem Befehlshaber des Ersatzheeres, Fromm, wurde Stauffenberg zu dessen Stellvertreter ernannt. So hatte Stauffenberg nun selbst auch Zutritt zum F├╝hrerhauptquartier. Als die Invasion der Alliierten gro├čen Erfolg hatte und die Russische Armee eine Gro├čoffensive startete, entschlo├č sich Stauffenberg das Attentat selbst durchzuf├╝hren, um wenigstens ein Zeichen an die restliche Welt zu geben.

Bereits am 6. Juli schmuggelte Stauffenberg Sprengstoff mit seiner Aktenasche in das F├╝hrerhauptquartier in Berlin. Am 11. Und am 15. Juli konnte Stauffenberg das Attentat nicht durchf├╝hren, da Hitler diese Besprechungen abgebrochen hatte. Am 16. Juli konnte er diesmal bei einer Besprechung in Ostpreu├čen das Attentat nicht ver├╝ben. Am 15. Juli konnte Stauffenberg den Walk├╝re - Befehl gerade noch stoppen, da er das Attentat nicht ver├╝ben konnte, allerdings den Befehl an den in Berlin wartenden General Olbricht schon gegeben hatte. Dieser Attentatsversuch fand im Berchtesgardener Berghof statt. Als letzten und endg├╝ltigen Termin vereinbarte man den 20. Juli. Diese Besprechung fand in der ‘Wolfsschanze’ bei Rastenburg in Ostpreu├čen statt. Obwohl bei dieser Besprechung sowohl G├Âring als auch Himmler fehlten, die man auch umbringen wollte, entschlo├č man sich dort den letzten Versuch zu unternehmen. Dieser Bunker wurde gerade umgebaut und die Bewachung war sehr stark. Um 10 Uhr kam er dort an, wo einige Vorbesprechungen stattfanden. In einer kleinen Pause wollte Stauffenberg und ein weiterer Offizier, von Haeften, alles vorbereiten, da sie allerdings durch einen anderen Offizier gest├Ârt wurden konnten sie nicht alle geplanten Vorbereitungen treffen. Deshalb hatte Stauffenberg nur eines von zwei geplanten Sprengstoffpaket bei sich. Stauffenberg nahm an der rechten Seite neben Hitler Platz. Er verlie├č kurzzeitig den Raum, in dem er seine Tasche mit dem Sprengstoff unter den Tisch neben Hitler gestellt hatte. Ein Teilnehmer dieser Besprechung schob die Tasche allerdings zur Seite, da sie ihm im Weg war. Die Bombe explodierte durch einen Zeitz├╝nder um 12.42 Uhr, verletzte Hitler allerdings nicht, der sich gerade ├╝ber den massiven Eigentisch beugte, der ihm das Leben rettete. Fast alle andere Teilnehmer der Besprechung wurden leicht oder schwer verletzt und vier Menschen starben. Nur Hitler und General Keitel, der hinter Hitler stand bleiben nahezu unverletzt. Stauffenberg, der vom Erfolg des Attentates ├╝berzeugt war, verlie├č sogleich das Hauptquartier und flog nach Berlin um den Umsturz durchzuf├╝hren. Die dort warteten Offiziere warteten allerdings sehr lange ab wie sie reagieren sollten, da sie keinen Kontakt mit Stauffenberg hatten und schon erfahren hatten, das Hitler den Anschlag ├╝berlebt hat. Einige Beteiligten verweigerten sogar die Teilnahme am Umsturz, da Hitler den Anschlag ├╝berlebt hat. Rat - und Tatenlosigkeit war bei den beteiligten Offizieren pr├Ąsent, da niemand genau wu├čte ob er nun die Befehle zum Umsturz geben sollte oder ob vielleicht das Attentat nicht erfolgreich gewesen war. Es standen zwar Truppen der Ersatzarmee bereit um Rundfunkstationen und andere wichtigen Einrichtungen zu besetzten, allerdings fehlte der endg├╝ltige Befehl. Auch einige Zuf├Ąlle f├╝hrten zum Scheitern dieses Umsturzes. Die Aufst├Ąndischen wollten auch die Befehlskette unterbrechen und Hitler isolieren, was ihnen mangels ungenauer Organisation aber nicht gelang.

Als der Befehl gegeben wurde, den Staatsstreich durchzuf├╝hren wurde zuvor schon ein Gegenbefehl von Hitler ausgegeben, den General Keitel durchf├╝hrte. Durch den Offizier Erich Fromm, der dem Widerstand nicht abgeneigt war, wurde am gleichen Tag noch die Verantwortlichen f├╝r das Attentat verhaftet. Die meisten wurden sofort erschossen, wie auch Stauffenberg, andere bekamen die M├Âglichkeit zum Selbstmord.. Fromm versuchte durch diese Aktion der Rache Hitlers zu entgehen. Der Befehl, der nach dem Attentat Stauffenbergs durch die Widerstandsk├Ąmpfer in Berlin in das ganze Reich verbreitet h├Ątte werden m├╝ssen war der sogenannt ‘Walk├╝re’ - Befehl. Dieser Befehl war f├╝r den Falle eines Staatsnotstandes geplant, bei dem das Ersatzheer, das im inneren des Landes verteilt stationiert war, alle wichtigen Zentralen der SS, der Gestapo und der Partei besetzen m├╝ssten. Dieser Walk├╝re - Befehl, der von Hitler einige Zeit zuvor unterschrieben wurde, sollte dazu dienen einen Aufstand des Volkes und der Fremdarbeiter in Deutschland niederzuschlagen. Allerdings war das nur eine Tarnung f├╝r den Staatsstreich. Denn durch einen Befehl vom F├╝hrer w├╝rde die ganze Macht im Lande auf das Ersatzheer ├╝bertragen, welches alle wichtigen Dienststellen besetzten w├╝rde und von dem Stauffenberg der Chef war.. Doch nicht alle Offiziere in den verschiedensten Teilen des Reiches befolgten ihn, als er von Berlin gegeben wurde, da auch der Gegenbefehl von Hitler pers├Ânlich gegeben wurde. Diese Tatsache verunsicherte viele Eingeweihte. Auch Truppen, die f├╝r die Unterst├╝tzung des Widerstandes angefordert wurden, marschierten wieder ab.

Am gleichen Tag wurde Himmler zum Kommandanten der Ersatzarmee ernannt, Offiziere, die in die Umsturzpl├Ąne eingeweiht waren abgesetzt und ├╝ber 400 Beamte wurden eingesetzt um alle Beteiligten auszuforschen. Gefangene Widerstandsk├Ąmpfer gab es kaum. Die meisten wurden nach ihrer Verhaftung langen Folterungen unterzogen und anschlie├čend get├Âtet. Die ganze Familie Stauffenberg und viele Verwandten wurde verhaftet, in Konzentrationslager gebracht und manche sogar erh├Ąngt. Hitler lie├č sich Bilder von den Erh├Ąngten in sein Hauptquartier schicken. Stauffenberg starb vor einem Exekutionskommando mit den Worten: "Es lebe Deutschland". Er

Der Widerstand der Jugend


Der Widerstand der Jugendlichen fing schon 1933 an, als sich erste sozialistische Jugendgruppen bildeten, die aber nur wenig Zulauf hatten, da die meisten Jugendlichen in die verschiedenen Gruppen des Regimes eingegliedert waren (HJ, BDM). Besonders die Arbeiterjugend wurde von der HJ, der Polizei und der Gestapo verfolgt. So gab es schon in den ersten Jahren des Deutschen Reiches Massenverhaftungen von Jugendlichen. Alle Jugendorganisationen, die schon l├Ąnger existierten wurden entweder verboten, oder in die HJ eingegliedert.

Die Zeitschrift ‘Junge Front’, die zuletzt eine Auflage von ca. 300 000 Exemplaren erreichte, war das Zentrum des Widerstandes der katholischen Jugend. In dieser Zeitung wurde die nationalsozialistische Ideologie und ihre Handlungen gegen die kath. Kirche verurteilt. 1936 wurde diese Zeitung dann endg├╝ltig verboten und 50 bekannte kath. Jugendf├╝hrer wurden verhaftet. 1938 kam es dann zum Verbot aller katholischen Jugendorganisationen, die aber schon lange nicht mehr in die ├ľffentlichkeit treten durften. Allerdings bildeten sich illegale Gruppen und immer wieder wurden Jugendgottesdienste abgehalten, die auch ein Treffen f├╝r den Widerstand bedeuteten. Chefredakteur der ‘Jungen Front’ und der Organisator der Treffen war Johannes Maassen.

Der evangelische Widerstand war hingegen schw├Ącher, da bis auf religi├Âse Aktivit├Ąten alle anderen Treffen schon 1933 verboten wurden. Er wurde von der Zeitung ‘Jungenwacht’ unterst├╝tzt, die bis 1938 bestehen bleiben konnte.

Die weisse Rose:

Im Jahre 1942 begann der Kampf der ‘weissen Rose’ gegen Hitler. Den Kern dieser M├╝nchner Studenten bildeten Sophie Scholl, Hans Scholl, Alexander Schmorell, Willi Graf und Christoph Probst. Diese Studenten waren vorher meist in anderen Jugendgruppen t├Ątig und einige waren zuerst sogar positiv dem Regime gegen├╝ber eingestellt. Die menschenverachtende Politik, die Gleichschaltung und die Ger├╝chte ├╝ber Konzentrationslager ├Ąnderten allerdings ihre Meinung. Der Hochschullehrer, Professor Kurt Huber, unterst├╝tzte diese Gruppe. Diese Gruppe, von der einige Mitglieder schon einmal verhaftet wurden (Hans Scholl), begann 1942 mit dem Verfassen und dem Verteilen von Flugbl├Ąttern, in denen die Verbrechen des Hitlerregimes verurteilt wurden und in denen die Judenvernichtung als Schuld des ganzen deutschen Volkes gesehen wurde. Gleichzeitig rief man in diesen Flugbl├Ąttern die Bev├Âlkerung auf passiven Widerstand zu leisten und das System durch Sabotage zu Fall zu bringen. Jeder einzelne k├Ânne seine Teilschuld an der Vernichtung der Juden nur durch Widerstand wieder gutmachen. Nach diesen Aktionen wurden die meisten Studenten an die Ostfront in den Krieg geschickt. Nach der R├╝ckkehr vom Krieg nahmen die Studenten den Widerstand und diesmal sogar mir st├Ąrkerer ├ťberzeugung gegen den Nationalsozialismus auf. Doch diesmal wurde die n├Ąchste Aktion sorgf├Ąltig vorbereitet. Man suchte Kontakt zu anderen Universit├Ąten, um gro├če Teile des Volkes von ihren Gedanken ├╝berzeugen zu k├Ânnen. So wurden, au├čer in M├╝nchen, noch in den St├Ądten Saarbr├╝cken, Freiburg, Hamburg, Berlin und K├Âln Gruppen gegr├╝ndet. Teile dieser Gruppen bewaffneten sich und falsche Urlaubs - und Fahrtenscheine wurden f├╝r die bessere Koordination organisiert.

Mit anderen Widerstandsgruppen wurde kaum Kontakt aufgenommen, da einerseits die Gestapo durch Treffen auf diese Gruppen aufmerksam geworden w├Ąre und da andererseits die M├╝nchner Gruppe ihre Aktion gleich starten wollte, w├Ąhrend die meisten anderen Gruppen warten wollten, bis der Krieg verloren war und das Reich destabilisiert wurde.

Am 18. Februar, obwohl sie schon von Freunden gewarnt wurden, gingen die Geschwister Scholl mit Koffern voller Flugbl├Ątter zur Universit├Ąt. Diese wurden in den G├Ąngen der Universit├Ąt verteilt. Der Hausmeister beobachtete Sophie Scholl, wie sie Zetteln in den Hof der Universit├Ąt warf. Er verschlo├č die Universit├Ąt und meldete diesen Vorgang sofort der Gestapo, die Hans und Sophie Scholl sofort verhafteten und ins Gef├Ąngnis brachten, wo sie verh├Ârt wurden. Weitere Studenten und der Professor Huber wurden wenig sp├Ąter verhaftet. Hitler ordnete eine Verhandlung beim Volksgerichtshof unter der Leitung des Richters Freisler an, der f├╝r seine harten Urteile bekannt war. Um nicht zu viel Aufsehen zu erregen, wurden drei Prozesse abgehalten. Beim ersten wurden Hans und Sophie Scholl und Christoph Probst zum Tode verurteilt. Der zweite Proze├č umfasste unter anderem Professor Huber, Willi Graf und Alexander Schmorell, die alle zum Tode verurteilt wurden und noch andere vier Studenten, die wie die sieben im dritten Proze├č Gef├Ąngnisstrafen erhielten.

Das letze Flugblatt verurteilte Hitler und seine Kriegf├╝hrung an, durch die viele tausend Soldaten den Tod fanden. Direkt erw├Ąhnten die Studenten die Schlacht von Stalingrad, bei der dreihundertdrei├čigtausend Deutsche starben. Weiters klagen sie das Regime an, der Jugend ihr Leben zu stehlen, sie zu ‘narkontisieren’ und das selbst├Ąndige Denken zu verhindern. Hitler und sein F├╝hrungsstab werden als "Ausbeutet" und "Mordbuben" bezeichnet. Die Parole der Studenten lautet folgenderma├čen:
"Kampf gegen die Partei! Heraus aus den Parteigliederungen, in denen man uns weiter politisch Mundtot halten will! Heraus aus den H├Ârs├Ąlen der SS - Unter - und - Oberf├╝hrer und Parteikriecher!" (........) "Es gilt den Kampf jeden einzelnen von uns um unsere Zukunft, unsere Freiheit und Ehre in einer sittlichen Verantwortung bewu├čten Staatswesen. Freiheit und Ehre!"

Die Studenten in Hamburg, die die Flugbl├Ątter der Geschwister Scholl weitergegeben hatten wurden 1944 von der Gestapo entdeckt und verhaftet. Viele dieser Studenten konnten allerdings noch rechtzeitig vor ihrer Hinrichtung von den Alliierten befreit werden.

Die Aktionen der weissen Rose und die Hinrichtungen der Studenten riefen in ganz Europa Erstaunen und Bewunderung hervor. Rundfunk und Zeitungen berichteten in ganz Europa, englische Flugzeuge warfen Flugbl├Ątter mit dem gleichen Text, wie der der weissen Rose, ab und in Norwegen wurde der Text sogar in Widerstandszeitungen abgedruckt.

Widerstand in ├ľsterreich:

Der milit├Ąrische Widerstand und die Befreiung Wiens:
Zu Ende des Jahres 1943 fing auch in Wien die Bildung des milit├Ąrischen Widerstandes an, da der Kriegsverlust bevorstand und es bewu├čt wurde, dass Wien bald selbst Kriegsschauplatz werden w├╝rde. Besonders um den Generalstabsmajor Karl Szokoll bildete sich eine Gruppe, die im Untergrund gegen Hitler arbeitete. Major Szokoll war in Wien f├╝r die Bildung neuer Ersatztruppenteile verantwortlich, die er an die Front schicken sollte. Diese Rolle machte ihn auch zu einem wichtigen Verb├╝ndeten f├╝r die Widerstandsbewegung um Stauffenberg. Als der Walk├╝re - Befehl von Berlin kam besetzten seine Truppen sofort wichtige Geb├Ąude, wie Bahnh├Âfe oder milit├Ąrisch wichtige Geb├Ąude und nahmen wichtige Personen der SS, der NSDAP und der Polizei fest. Als der Umsturz allerdings fehl schlug, zogen sich diese Truppenteile wieder zur├╝ck. Da aber die Gestapo keine direkte Verbindung von Szokoll zum Attentat finden konnte wurde er auch nicht verhaftet. Dieser Vorfall veranlasste Szokoll seine T├Ątigkeit im Untergrund zu forcieren. Er glaubte ein erfolgreicher Umsturz und eine Befreiung ├ľsterreichs k├Ânnte nur durch den Aufstand des Milit├Ąrs erfolgreich sein. Daher bildete Einheiten von Bataillonsgr├Â├če, die haupts├Ąchlich aus ├ľsterreichern bestanden, er beschaffte einflussreiche Posten f├╝r ├Âsterreichische Wehrmachtsangeh├Ârige und er legte geheime Waffen -, Munitions - und Treibstofflager an. Szokoll begann also innerhalb der Wehrmacht eine Gruppe zu bilden, die auch zur Gruppe O5[1] Verbindung hatte. Szokoll wollte keine kleine Gruppe bilden, die offen k├Ąmpfte, sondern er bildete ein geheimes Netz von Offizieren, die gegen das Regime arbeiteten. Am Ende des Krieges wurde eine Verteidigungsstellung im nieder├Âsterreichischen Alpenvorland gebildet, die eine wichtige Verbindungsstra├če betraf und so den R├╝ckzug einiger Wehrmachtsteile nach Westen verz├Âgerte. Nachdem diese Verteidigungsstelle zerst├Ârt worden war, zogen sich die Unabh├Ąngigkeitsk├Ąmpfer in die Berge zur├╝ck.

1945, als die Rote Armee kurz vor Wien stand, entwickelte Szokoll einen Plan, der der Roten Armee helfen sollte Wien zu erobern. Dazu stellte er Kontakt mit Befehlshabern der Roten Armee her. Zusammen mit diesen arbeiteten sie einen Plan aus. W├Ąhrend die Rote Armee nach Wien ziehen w├╝rde, w├╝rde der Widerstand strategisch wichtige Pl├Ątze innerhalb Wiens besetzen. Auch w├╝rde man mit der roten Armee zusammentreffen, um sie an den Abwehrstellungen der Wehrmacht vorbeizuf├╝hren und Verteidigungspl├Ąne der Wehrmacht wurden den Sowjets gegeben. Die Widerstandsgruppe sollte auch die Zerst├Ârung von Br├╝cken und Geb├Ąuden verhindern. Am 6.April, als der Angriff auf Wien durchgef├╝hrt wurde, wurden allerdings wichtige Personen des Widerstand verhaftet. Es gelang aber trotzdem wichtige Geb├Ąude zu st├╝rmen und sowjetische Truppen ins Innere der Stadt zu f├╝hren. Als am 10. April schlie├člich auch die letzten Teile der Wehrmacht besiegt wurden, begannen die Sowjets die Widerstandsk├Ąmpfer zu entwaffnen, da sie von ihnen Gefahr bef├╝rchteten. Der Wiener Widerstand versprach sich durch diese Zusammenarbeit mit der Roten Armee bessere Behandlung nach dem Krieg. Viele Menschen sahen die Kollaboration von Szokoll mit der Roten Armee auch als Verrat und machten ihn und seine Mitstreiter f├╝r die Zerst├Ârung der Innenstadt Wiens verantwortlich, da seine Zusammenarbeit mit den Sowjets nicht ausschlaggebend f├╝r die Befreiung Wiens war.

Widerstand in Tirol:
Tirol war neben Wien das zweite wichtige Zentrum des ├Âsterreichischen Widerstandes. Gr├╝nde waren die geographische Beschaffenheit, die traditionelle Rolle der katholischen Kirche und die Bev├Âlkerung, die gro├čteils aus kleinen unabh├Ąngigen Bauern bestand, die einen ausgepr├Ągten Nationalstolz besa├čen. Der Widerstand setzte sich aus vielen kleinen Gruppen zusammen, die verstreut waren und die ein starkes Nationalgef├╝hl f├╝r ihre Region besa├čen. Es kommt hinzu, dass die Propagandamaschinerie der NSDAP nicht so beherrschend war, wie in den gr├Â├čeren St├Ądten. Auch fanden die Widerstandsk├Ąmpfer in dem ├Âsterreichischen Patriotismus der Tiroler Bev├Âlkerung R├╝ckhalt. So konnten sie sich immer in die Berge zur├╝ckziehen wenn wieder einmal die Gestapo kam um sie zu verhaften. Auch wuchs dies Gruppe bald an, da sich ihr Deserteure anschlossen. Die wichtigsten K├Âpfe der Widerstandsgruppen waren Dr. Karl Gruber und Dr. Friedrich W├╝rthle. Ab 1944 beschlo├č man Ma├čnahmen zum Sturz des Regimes durchzuf├╝hren. Die Gruppen nahmen Kontakt zum milit├Ąrischen Widerstand auf und einige Offiziere in Tirol begannen den Widerstand durch Waffenlieferungen zu unterst├╝tzen. So half der Obergefreite Oskar G├Ârz Dr. Gruber, da er eine Truppe aus Soldaten des Ersatzheeres bildete, die er zur Unterst├╝tzung des Widerstandes bestimmt hatte. Dr. Gruber hatte Kontakt mit den alliieren M├Ąchten und so gelang es ihm Personen nach Tirol zu bringen, die den Widerstand unterst├╝tzten und die Bev├Âlkerung ausbildeten. Die Widerstandsk├Ąmpfer wollten im gleichen Augenblick, wenn die Alliierten an den Grenzen ├ľsterreichs kamen, einen Volksaufstand durchf├╝hren, um die Alliierten zu unterst├╝tzen und um den Unabh├Ąngigkeitswillen ├ľsterreichs von Deutschland zu demonstrieren und so einen besseren Eindruck f├╝r die Zeit nach dem Krieg zu hinterlassen. Die Br├╝der Otto und Fritz Molden bauten zugleich in Tirol eine O5 - Gruppe auf und stellten die Verbindung aller Widerstandsgruppen in den Vordergrund ihrer Arbeit. Der Leutnant Steiner trat auch der O5 - Gruppe bei und baute sie weiter aus. Er versuchte die Tiroler Bataillone von Nazis zu s├Ąubern und durch eigene verl├Ą├čliche Leute zu ersetzen. Die F├╝hrer der O5 - Gruppe, die bereits von den Amerikanern als beachtliche milit├Ąrische Gruppe gesehen wurde, machten gemeinsam mit den Amerikanern Pl├Ąne, durch welchen sie eine Landung der Alliierten unterst├╝tzen k├Ânnten. Gleichzeitig wurde der bewaffnete Aufstand vorbereitet. Da die Gruber - Gruppe und die O5 - Gruppe noch nebeneinander operierten, was die Effektivit├Ąt minderte entschied sich Heuberger, der F├╝hrer der O5, sich dem Befehl Grubers zu unterstellen.

Zivilisten wurden geworben, die politische, organisatorische und technische Aufgaben ├╝bernahmen, w├Ąhrend Soldaten mit Waffen ausgestattet wurden. Plakate der O5 wurden in Tirol und speziell in Innsbruck aufgeh├Ąngt und ├Âsterreichische Fahnen gehi├čt. Das hatte Gro├črazzien der Gestapo zur Folge, die viele Verhaftungen mit sich brachten. Gruber entschied sich nun von einem gro├čen Aufstand abzusehen und hingegen wichtige Positionen (Br├╝cken, Rundfunkstationen, Kasernen) in Tirol zu besetzen. Auch verst├Ąrkte er die Zusammenarbeit mit der 7. Und der 5. US - Armee.

Am 2.Mai kam es zum Aufstand. Widerstandsk├Ąmpfer besetzten alle Kasernen in und um Innsbruck. Der Abwehrgeneral Tirols und sein Stab wurde durch ein Sonderkommando gefangengenommen. Allerdings wurden die Aufst├Ąndischen von SS - Gruppen und der Wehrmacht schnell zur├╝ckgetrieben und diese verstreuten sich. Am 3. Mai, nachdem sich der Widerstand wieder neu formiert hatte drang man in das Zentrum der Stadt ein und die Polizeikaserne wurde besetzt, wo ein Waffenlager war. Um 17. Uhr war Innsbruck in den H├Ąnden des Widerstandes. Als Zeichen f├╝r die Widerstandsk├Ąmpfer galt eine rot - wei├če Armbinde. Durch diese Aktion war der Weg f├╝r die Amerikaner frei und ├╝ber Funk wurde allen Tirolern mitgeteilt sich der Befreiung Amerikas nicht zu widersetzen. Am Abend des 3. Mai erreichten die ersten amerikanischen Truppen das schon befreite Innsbruck. Die ├ľsterreicher hatten also Tirol ohne gro├čes Blutvergie├čen selbst befreit und der Aufstand in Innsbruck hatte zur Folge, dass die amerikanische Armee ganz Tirol ohne gro├čes Blutvergie├čen einnehmen konnte. Auch wurde die Zerst├Ârung der Infrastruktur und von Kraftwerken und Br├╝cken durch Tiroler Freiheitsk├Ąmpfer verhindert. Auch verhielt sich die Wehrmacht korrekt und so kamen Massaker an der aufst├Ąndischen Bev├Âlkerung kaum vor. Nur einzelne SS - Gruppen qu├Ąlten jeden bewaffneten Zivilisten. Nach dem Krieg sch├Ątzte man die St├Ąrke der Unabh├Ąngigkeitsk├Ąmpfer auf etwa 1000 Mann, von denen 21 starben.
Quellen:

    Radom├şr Luza; Der Widerstand in ├ľsterreich 1938 - 1945; ├ľsterreichischer Bundesverlag, Wien1983

    van Roon; Widerstand im Dritten ReichBeck’sche Reihe, 4., neubearbeitete Auflage, N├Ârdlingen 1987

    Dr. Christian Zentner; Der Zweite Weltkrieg; M├╝nchen; Reichenbach[1] Das Zeichen O5, das w├Ąhrend des Zweiten Weltkrieges in Wien auftrat, war das Zeichen einer Gruppe, die in Wien Widerstand gegen die Nationalsozialisten leistete..
    Verlag

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