Prinzessin Diana - Königin der Herzen

1. Juli 1961 - 31. August 1997

Candle in the wind 1997 Candle in the wind 1997

Goodbye England's rose; Lebe wohl, Englands Rose,

may you ever grow in our hearts. bl√ľhe ewig in unseren Herzen.

You were the grace that placed itself, Du warst die Anmut an den Orten,

where lives were torn apart. an denen Leben sich verlor.

You called out to our country Du warst zu hören in unserem Land

and you whispered to those in pain. wenn du den Leidenden zufl√ľstertest.

Now you belong to heaven, Nun ruhst du im Himmel,

and the stars spell out your name. und die Sterne schreiben deinen Namen.

And it seems to me you lived your life Und mir scheint es so, du hast dein Leben gelebt,

like a candle in the wind; wie eine Kerze im Wind,

never fading with the sunset, nie erloschen, wenn die Sonne verschwand

when the rain set in. oder der Regen begann.

And your footsteps will always fall here, Und deine Fußspuren werden immer

along England's greenest hills; auf Englands H√ľgeln sein;

your candle's burned out long before, dein Lebenslicht verging,

your legend never will. deine Legende tut es nie.

Loveliness we've lost; Wir verloren deine Lieblichkeit,

these empty days without your smile. die Tage leer ohne dein Lächeln.

This torch we'll always carry, Wir haben dein Leuchten immer in uns,

for our nation's golden child. du goldenes Kind unseres Landes.

And even tough we try, Und auch wenn wir es nicht wollen,

the truth brings us to tears; die Wahrheit lässt uns weinen;

all our words cannot express kein Wort kann es beschreiben,

the joy you brought us trough the years. wieviel Freude du uns brachtest.

And it seems to me you lived your life Und mir scheint es so, du hast dein Leben gelebt,

like a candle in the wind; wie eine Kerze im Wind,

never fading with the sunset, nie erloschen, wenn die Sonne verschwand

when the rain set in. oder der Regen begann.

And your footsteps will always fall here, Und deine Fußspuren werden immer

along England's greenest hills; auf Englands H√ľgeln sein;

your candle's burned out long before, dein Lebenslicht verging,

your legend never will. deine Legende tut es nie.

Goodbye England's rose; Lebe wohl, Englands Rose,

may you ever grow in our hearts. bl√ľhe ewig in unseren Herzen.

You were the grace that placed itself, Du warst die Anmut an den Orten,

where lives were torn apart. an denen sich Leben verlor.

Goodbye England's rose, Lebe wohl, Englands Rose,

from a country lost without your soul, sagt ein Land, den eine Seele fehlt,

who'll miss the wings of your compassion es vermi√üt die Fl√ľgel deines Mitgef√ľhls

more than you'll ever know. mehr als du es je geahnt.

And it seems to me your lived your life Und mir scheint es so, du hast dein Leben gelebt,

like a candle in the wind; wie eine Kerze im Wind,

never fading with the sunset, nie erloschen, wenn die Sonne verschwand

when the rain set in. oder den Regen begann.

And your footsteps will always fall here, Und deine Fußspuren werden immer

along England's greenest hills; auf Englands H√ľgeln sein;

your candle's burned out long before, dein Lebenslicht verging,

your legend never will. deine Legende tut es nie.

Your footsteps will always fall here, Deine Fußspuren werden immer

along England's greenest hills; Englands H√ľgeln sein;

your candle's burned out long before, dein Lebenslicht verging,

your legend never will. deine Legende tut es nie.

Diana - Princess of Wales

und Queen of hearts

Geburtsdatum: 1. Juli 1961

Geburtsort: Sandringham

Eltern: John Edward, 8. Earl Spencer (1924-1992)

Lady Frances Spencer, geb. Roche 1936

(seit 1969 geschieden, wiederverheiratete

Shand-Kydd)

Geschwister: Lady Sarah McCorquodale, geb. 1955

Lady Jane Fellowes, geb. 1957

Viscount Charles Edward of Althorp,

9. Earl Spencer, geb. 1964

Adelstitel: Princess of Wales, Herzogin von Cornwall

Herzogin von Rothesay, Gräfin von Chester,

Gräfin von Carrick

Ehepartner: Charles Prince of Wales

geb. Charles Philip Arthur George,

geb. am 14. November 1948;

verheiratet vom 29. Juli 1981 bis 28. August

1996

Kinder: William Prince of Wales; "Willie", geb.

William Arthur Philip Louis, geb. am

21. Juni 1982 im St. Mary's Hospital,

Paddington, London;

Henry Prince of Wales; "Harry", geb.

Henry Charles Albert David, geb. am

15. September 1984 im St. Mary's

Hospital, Paddington, London;

Ausbildung: Schulbesuch in Riddlesworth Hall in Norfolk

und Privatschule West Heath bei Sevenoaks

in Kent

1975: Mit dem Tod des Großvaters wird sie Lady

Diana Spencer

1979: Kurze Zeit "student teacher" in Miss Vascani's

dance studios

1979-81: Kindergärtnerin in Young England Kindergarten

London-Pimlico

24. Februar 1981: Bekanntgabe der Verlobung mit Charles Prince

of Wales; Verlobungsring aus Weißgold mit

ovalem Saphir und 14 Brillanten

29. Juli 1981: Trauung mit Charles Prince of Wales in der

St. Paul's Cathedral in London; Hochzeits-

geschenk von Königin Elizabeth II. ein

Smaragd-Diamant-Kollier im Schätzwert von

mehr als 49 Millionen Schilling; Flitterwochen

in Broadlands, Mittelmeerkreuzfahrt mit der

"Britannia".

21. Juni 1982: Geburt ihres ersten Sohnes William

1983: Briefbomben-Attentatsversuch der "Schottisch-

Nationalen-Befreiungsarmee" in Glasgow;

Diana erleidet eine Fehlgeburt; sie wird zur

"Frau des Jahres" gek√ľrt.

1984: Geburt ihres Sohnes Harry

1987: Ehrenb√ľrgerin von London

1989: Schirmherrin der britischen Eheberatungsstellen

(bis 16. Juli 1996); Ehrenb√ľrgerin von

Northampton und Bardolino (Italien)

1992: Premierminister John Major verliest die

offizielle Bekanntgabe, dass Diana und Charles

sich trennen.

1993: Diana zieht sich aus dem öffentlichen Leben

zur√ľck; Preis des Leonardo-Fonds f√ľr ihren er-

folgreichen Kampf gegen AIDS.

1994: Im Juni bekennt sich Prinz Charles in einem

TV-Interview zu Camilla Parker-Bowles.

1995: Im November äußert sich Diana in einem

TV-Interview zu ihrer gescheiterten Ehe.

1996: Im März willigt sie offiziell in eine Scheidung

ein, die am 28. August 1996 rechtskräftig

wird; Diana bleibt Princess of Wales, darf aber

nicht mehr den Titel "Königliche Hoheit"

f√ľhren.

1997: Diana und ihre beiden Söhne fliegen im Juli

nach St. Tropez; der 1. Urlaub mit Dodi

Al-Fayed.

31. August 1997: Tod infolge eines Autounfalls in Paris; Diana

erliegt ihren inneren Verletzungen im Krankenhaus

La Pitié Salpêtrière.

6. September 1997: Trauerfeier f√ľr Diana in der Londoner

Westminster Abbey, anschließend Beisetzung in

Althorp auf dem Stammsitz ihrer Familie

Diana - Princess of Wales

Queen of hearts

Als Diana ein kleines M√§dchen war, hatte sie Angst vor der Dunkelheit. Sie z√ľndete eine Kerze an und suchte Trost bei der W√§rme der flackernden Flamme. Sp√§ter war sie eine strahlende Prinzessin und die Welt erw√§rmte sich an ihrem L√§cheln.

Ein Traum war vorbei als die Nachricht ihres Todes um die Welt ging und sich blankes Entsetzen bei Milliarden von Menschen breitmachte.

Und so ist das Leben dieser strahlenden Persönlichkeit verlaufen:

Diana Spencer wurde am 1. Juli 1961 als drittes Kind vom 8. Earl Spencer John Edward und von Lady Frances Spencer geboren. Sie war nach ihren beiden älteren Schwestern Sarah (1955) und Jane (1957) bereits die dritte Tochter der Spencers. Erst 1964 kam der ersehnte Erbe Charles Edward auf die Welt. 1967 trennten sich die Eltern, die schließlich 1969 geschieden wurden. Diana und ihre Geschwister wurden vom Vater aufgezogen.

Sie war der Liebling und ganze Stolz des Vaters.

Mit 6 Jahren kam Diana zusammen mit ihrem j√ľngeren Bruder in die private Tagesschule Silifield. 1970 wechselte sie nach Riddlesworth Hall. Sie entschied sich in den Wahlf√§chern f√ľr Reiten und Tanzen. F√ľr die Lernf√§cher interessierte sie sich wenig und galt bald als hoffnungsloser Fall. Nach 3 Jahren f√ľr zahlreiche gewonnene Schwimmwettk√§mpfe geehrt und bekam einen ehrenvollen Preis f√ľr Hilfsbereitschaft. Im

September 1973 kam sie nach West Heath. Dort fiel sie aber wieder nur durch ihre Vorlieben f√ľr das Tanzen und Schwimmen auf. 1975 wurde sie zu Lady Diana Spencer, weil ihr Gro√üvater starb und ihr den Titel Earl erbte.

Sie zogen nach Althorp. Lady Di gewann 1976 den Tanzbewerb der Schule, aber in den Lernfächern versagte sie noch immer. Sie las lieber Barbara Cartland - Romane oder die Hofnachrichten im Daily Telegraph.

In der Zwischenzeit wurde in Kreisen der k√∂niglichen Familie abwechselnd scherz- oder ernsthaft √ľber die M√∂glichkeit der Verm√§hlung zwischen Diana und Prinz Andrew gesprochen. Die Windsors √ľberlegten es sich und wollten dann Diana und Charles verkuppeln. 1977 lud Dianas Vater zur Fasanjagd auf Althorp ein. Der Versuch Charles und Diana zu verkuppeln schlug fehl, da der Prinz seit Juli ein Auge auf die √§ltere Schwester Sarah geworfen hatte. Das Verh√§ltnis der beiden wurde 1978 beendet.

Diana war ein lebensfroher Teenager und wurde erst durch den Schlaganfall ihres √ľber alles geliebten Vaters im September 1978, an den Ernst des Lebens erinnert. Nach vier Monaten hatte sich Earl Spencer wieder erholt.

Am 14. November 1978 bei Prinz Charles' Geburtstagsfeier zogen Queen Mum und Dianas Großmutter Lady Fermoy die Fäden bei der Begegnung von Charles und Diana. Schon im Januar 1979 erfolgte eine Einladung der Queen zu einem Jagdwochenende nach Sandringham. Später folgte sie noch einer Einladung der Queen, diesmal nach Schottland. Im Februar 1980 verbrachte Diana ihr erstes Wocheende in Sandringham im Kreis der königlichen Familie. Da arbeitete sie schon seit Mai 1979 als Kindergärtnerin im Young England Kindergarten.

Anfang September 1980 lud der Prinz Diana nach Balmoral ein. Dort wurden sie das erstemal von Reportern beobachtet. Die Anonymität von Diana hielt nur eine Woche. Am 8. September 1980 verriet die SUN der Nation die königliche Romanze. Das Privatleben von Diana war beendet.

Am 6. Februar 1981 machte Prinz Charles Diana in Balmoral einen Heiratsantrag und am 28. Juli 1981 erlebte London ein grandioses Feuerwerk √ľber dem Hyde Park. Diana und Charles heirateten in der St. Paul's Cathedral. Die Hochzeitsreise dauerte 14 Tage.

Dass der Traum vom eigenen k√∂niglichen Familienleben ein Alptraum werden k√∂nnte, zeichnete sich gleich nach der R√ľckkehr ab. Diana, die sich Zuneigung von Charles erwartete, erlebte wie er immer mehr in seinen alten Rhythmus verfiel. Er wanderte, angelte und erledigte B√ľrokram. Dianas Selbstvertrauen litt unter der Publicity und den neugierigen Blicken der ganzen Welt. Sie galt als unber√ľhrbar und das st√∂rte sie. Damals begann die hartn√§ckige Bulimie, die sie √ľber Jahre hinweg qu√§lte. Hin und wieder bekam sie den Charles, den sie wollte - sofern sie sich gef√ľgig anpa√üte.

Die k√∂nigliche Familie und die √Ėffentlichkeit wollten die Fortsetzung des M√§rchens, das so sch√∂n begonnen hatte. Diana aber konnte sich nicht an die Hofroutine und die Kodexfragen anpassen, als sei sie nur ein Zusatzr√§dchen im Getriebe. Aber Rebellionen und Regelverletzungen halfen nicht viel, der Rollenzwang wurde noch gr√∂√üer. Ihre Bulimie entwickelte sich immer st√§rker und sie plante einen Selbstmordversuch. Er mi√ülang genauso wie drei weitere Versuche.

Charles und Diana absolvierten ihren ersten √∂ffentlichen Auftritt in Wales. Der Prinz war von Lady Di hingerissen und sah die Chancen, die sich der Hof mit Diana ausgerechnet hatte. Er hielt Camilla, die immer wieder Anlass f√ľr Eifersuchtsanwandlungen von Diana war, auf Distanz und k√ľmmerte sich um Dianas Stabilit√§t. Sie sprach oft √ľber verlorene Freiheit und die Langeweile am Hof. Dies √§nderte sich bald.

Diana war schwanger. Mit der Geburt von Prinz William Arthur Philip Louis im Londoner St. Mary's Hospital am 21. Juni 1982 bekam Prinz Charles nicht nur einen Konkurrenten f√ľr die Thronfolge, sondern auch den zweiten Rang bei Diana. Beide f√ľhrten f√ľr kurze Zeit eine klassische Jungfamilien-Ehe. Die junge Ehe schien gl√ľcklich, auch wenn nach Jahren herauskam, dass viele Probleme nur vertagt oder vom Kindergl√ľck verdeckt waren. Die Atempause vor anstrengenderen Zeiten wurde noch einmal verl√§ngert durch die Geburt von Prinz Henry Charles Albert David am 15. September 1984. Prinz Charles war und ist ein Mustervater. Der Prinz der perfekten Konventionen sa√ü mit seinen Stammhaltern gemeinsam in der Badewanne, tollte mit seinen S√∂hnen auf dem Boden herum und geno√ü sichtlich, was alle V√§ter der Welt, den Rest der Welt vergessen l√§sst. Diskussionen tauchten erst sp√§ter auf, als es um die Erziehung ging. Diana wollte dass William und Henry mit Liebe erzogen werden, Charles dagegen wollte das sofort mit Strenge und Konsequenz durchgegriffen wird.

Dass ihr die Kinder im Konfliktfall mehr bedeuteten als das Protokoll, bewies Diana immer wieder durch kurzfristige Terminänderungen oder Verzicht auf erwartete gesellschaftliche Auftritte. Der Hof verzieh ihr viele solcher Eigenwilligkeiten nicht. Vielleicht waren es aber gerade diese Eigenwilligkeiten, die der unerreichbaren "Royal Highness" das Wesen der "Nachbarin auf dem Thron" verliehen.

Egal ob die Presse sie beim Tanzen in einer Disco oder bei den Wettrennen der M√ľtter in der Schule der S√∂hne beobachtete, Paparazzi waren immer in ihrer N√§he. Erleichterung verschaffte ihr die Heirat von Prinz Andrew und der rothaarigen Skandalnudel Sarah Ferguson kurz "Fergie", im Jahre 1986. F√ľr kurze Zeit war das Interesse der Presse an Diana nicht so gro√ü. Aber in Wahrheit war das Interesse an ihr nie gesunken. Fergie und Andrew trennten sich 1992 und das Interesse an Prinz Charles und Diana stieg wieder. Doch Charles kochte innerlich vor Wut, weil Diana so gut bei der Presse ankam. Er, der vor seiner Heirat im Rampenlicht stand, belegte nur mehr den zweiten Rang in den Medien.

Spontaneit√§t blieb Dianas Naturell. Dem abgek√ľhlten Gatten konnte sie freilich keine Freude mit √úberraschungen machen, wenn diese gegen Konventionen oder seine Erwartungen verstie√üen: 1985 trat sie in einer vorweihnachtlichen Auff√ľhrung im Royal Opera House Garden in einer einstudierten Nummer mit dem Tanzstar Wayne Sleep auf. Sie bekam acht Vorh√§nge, doch Charles war nicht sehr erfreut und machte ihr eine "Szene". Es n√ľtzte nichts. Alle Welt konnte zusehen, wie sie beim Amerikabesuch im November 1985 mit John Travolta im Wei√üen Haus tanzte. Die beiden bekamen viel Applaus.

In den weiteren Jahren wurden viele Staatsbesuche absolviert. Auf dem diplomatischen Sektor hatte Diana schon fr√ľh gute Figur gemacht und im Laufe der Jahre dem Prince of Wales die Schau gestohlen. Bis zum Jahr 1992 hatten Charles und Diana 28 gemeinsame offizielle und 11 kaum weniger beobachtete private Auslandsreisen unternommen; in derselben Zeit hat Diana 8 Mal ganz alleine GB im Ausland vertreten.

In nur wenigen Jahren war die von der √Ėffentlichkeit so intensiv beobachtete Ehe in den Kulissen ruiniert. Immer √∂fter zog sich Charles mit Camilla nach Highgrove zur√ľck. Am 9. Dezember 1992 gab Premierminister John Major die offizielle Trennung von Charles und Diana bekannt. Im Juni 1994 gestand der Prinz in einem TV-Interview, dass er nach f√ľnf Jahren Investition in die Stabilit√§t und Rettung seiner Ehe die gebrochen habe, weil er aufgegeben h√§tte. Wieder einmal sank seine ohnehin schon geringe Popularit√§t noch weiter.

Die letzte Fortsetzung des Enth√ľllungsromans erfolgte im November 1995: Am Hochzeitstag von Elisabeth II. und Prinz Philip sendete die BBC das Interview mit Diana, in dem die Prinzessin die Aff√§re mit dem Reitlehrer

James Hewitt zugab. Sie erkl√§rte, sie lehne eine Scheidung und k√∂nne sich im Interesse der Nation aber durchaus eine Sonderrolle als "Botschafterin des Herzens" vorstellen. Am 28. August 1996 wurde das Scheidungsurteil rechtskr√§ftig: Sie war keine k√∂nigliche Hoheit mehr, blieb aber Princess of Wales und behielt auch mit R√ľcksicht auf die S√∂hne ihr Domizil im Kensington Palace.

Diana schmiedete nach Trennung und Scheidung sichtlich erleichtert k√ľhne Pl√§ne. Sie hatte nicht vergessen, dass sie ihre gr√∂√üten Erfolge stets in den USA erzielt hatte und so widmete sie sich zusehends auch den Armen und Bed√ľrftigen in Amerika. Das beste Aush√§ngeschild der alten Monarchie wirkte in den USA Wunder. Seit Diana ohne Handschuhe AIDS - Kranke besuchte und ber√ľhrte, um aller Welt zu zeigen, dass Ansteckung so nicht m√∂glich sei, hat sie viel Segensreiches f√ľr die Tabugruppe der Gesellschaft getan. Weiters engagierte sie sich f√ľr die Brustkrebsforschung. Sie scheute sich nicht √ľber die Problematik, die sich in der gesellschaftliche Diskussion um Alkoholismus, Drogen oder Geisteskrankheiten ergaben, zu sprechen. Selbst bei Lepra kannte sie keine Ber√ľhrungs√§ngste.

Sie rief die seri√∂sesten Wohlt√§tigkeitsorganisationen Gro√übritanniens (darunter WomenAid, CRUSAID, Birthright, Help the Aged, Blindenschulen), angesehene Institutionen (Englands ber√ľhmteste Orchester- und Ballettkompanien etc.) und viele Krankenh√§user f√ľr Alte, Behinderte und Kinder ins Leben und verdanken ihr Ausbau und das Weiter- und √úberleben.

Diana k√§mpfte auch erfolgreich gegen die Landminen in Afrika. Die Organisation f√ľr Landminenbek√§mpfung

erhielt 1997 den Friedensnobelpreis. Dies erlebte Lady Di nicht mehr.

Im Juni 1997 lie√ü sie ihre Kleider bei Christie's in New York versteigern, wobei 3,3 Millionen Dollar f√ľr wohlt√§tige Zwecke zusammen kamen. Zus√§tzlich besuchte sie Mutter Teresa in einem Spital in der Bronx.

Prinzessin Diana konnte sich erst im Juli bei einem wohlverdienten Badeurlaub mit ihren S√∂hnen an der C√īte d' Azur erholen. Es war der erste Urlaub mit Dodi Al-Fayed. Sie konnte ihren Urlaub nicht lange genie√üen. Ende Juli war sie bei den Trauerfeierlichkeiten f√ľr den ermordeten Mode - Million√§r und Freund Gianni Versace in Mailand. Sie sa√ü neben Elton John und tr√∂stete ihn.

Von da an war sie mit Dodi auf Reisen. Die beiden reisten innerhalb von 40 Tagen viermal im Mittelmeer. Diana, die den Menschen so viel Liebe schenkte, schien selbst eine neue Liebe gefunden zu haben. In ihrem letzten Interview, das sie im August 1997 einer amerikanischen Reporterin gab, sprach Diana offen √ľber die Liebe zu Dodi und davon, dass Gro√übritanniens neuer Premierminister Tony Blair mit ihr √ľber eine symbolische wie hoch moralische Botschafterrolle verhandeln wolle.

Doch dann geschah das Unfaßbare:

Prinzessin Diana starb am 31. August 1997 um 3 Uhr 45 in einem Pariser Spital. Sie erlag den schweren Verletzungen, die sie bei einem Autounfall in einem Pariser Tunnel erlitten hatte. Durch eine √Ėffnung des Brustkorbes wurde in bedeutende Wunde an der linken Lungenvene geschlossen. Trotz der Schlie√üung dieser Wunde und einer √§u√üeren, dann inneren Herzmassage von 2 Stunden konnte die Kreislauft√§tigkeit nicht wiederhergestellt werden. Auch Dodi und der Chauffeur Henri Paul starben bei diesem Unfall. Nur der Leibw√§chter Trevor Rees - Jones konnte gerettet werden. Er kann sich aber bis heute nicht an die Einzelheiten des Unfalls erinnern.

Um vier Uhr fr√ľh wurde in den Radios der Tod der Princess of Wales bekanntgegeben. DIE WELT STEHT UNTER SCHOCK!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Auch Prinz Charles erfuhr um vier Uhr aus dem Radio vom Tod seiner Ex - Frau. Er wurde vom Sekret√§r seiner Mutter geweckt und von dem Unfall unterrichtet. Noch in der Nacht kam es zum ersten Streit mit der Queen. Die Queen forderte, Diana ohne jeden Aufwand des Hofes zu beerdigen. Noch nicht einmal die Flagge der Windsors sollte den Sarg bedecken. "Nein, sie ist die Mutter meiner S√∂hne", protestierte der Thronfolger und ging um sieben Uhr William und Henry wecken, um ihnen die Nachricht zu √ľberbringen. Der Streit eskalierte, als Charles am fr√ľhen Vormittag nach Aberdeen fuhr, um zusammen mit Dianas Schwestern den Sarg mit der Leiche aus Paris zu holen. Die Queen weigerte sich beharrlich, Vorkehrungen des Hofes f√ľr die Ankunft in London und die Aufbahrung im St. James Palace zu treffen.

Mittlerweile griff in England der Schock um sich, den die Nachricht aus Paris ausgel√∂st hatte. Spontan liefen trauernde B√ľrger in Kensington zum Wohnsitz Dianas und legten Blumenstr√§u√üe vor das Portal. Vor dem Kensington Palast kam es zu ersten herzzerrei√üenden Szenen, als AIDS - Kranke und Behinderte still um die tote Prinzessin weinten und Kinder selbstgemalte Bilder an die Z√§une hefteten.

Zur selben Zeit ordnete die Queen in Balmoral einen abendlichen Gedenkgottedienst der ganzen Familie an und befahl, den Namen Diana dabei nicht zu nennen. Nein, auch im Tode sollte diese Frau am Hofe nicht wieder genannt werden. Im Flugzeug, das den Sarg aus Paris nach London brachte, sa√ü Charles an seinem Funktelefon. Der Palast hatte noch immer keine Ehreneskorte zum Flughafen geschickt, und St. James. Charles erreichte Premierminister Tony Blair, "Tun Sie was!" bat der verzweifelte Prinz. Drei√üig Minuten dauerte das Gespr√§ch zwischen Tony Blair und der Queen. Es muss dabei viele Widerspr√ľche aus Balmoral gegeben haben, denn immer wieder beschrieb Blair der Queen, was sich auf Londons Stra√üen abspielte und noch abspielen w√ľrde. Am Ende stand der erste Sieg gegen das Protokoll: In gro√üer Eile wurde der St. James Palace ge√∂ffnet und f√ľr die Aufbahrung vorbereitet, ein Ort, an dem bisher nur verstorbene K√∂nige aufgebahrt wurden.

Ruhig und in seltsamer Disziplin zogen Tag und Nacht Zehntausende zu den Pal√§sten, um nur ein paar Minuten dazustehen oder um sich bis zu zehn Stunden in die Schlange vor den anfangs 15, dann 40 Kondolenzb√ľcher zu stellen. "Es ist unglaublich, zu welchen Gef√ľhlen unser Land f√§hig ist.", kommentierten die Sprecher der BBC jeden Abend aufs neue.

Schon am Mittwoch meldeten Blumenh√§ndler in London totalen Ausverkauf; mit Extra - Fl√ľgen mussten wei√üe Lilien, Nelken und Rosen aus Israel und S√ľdafrika herbeigeschafft werden.

Unter dem Einfluß der Millionen trauernden Briten, von Prinz Charles, von Tony Blair und den Geschwistern Dianas sollten in den nächsten Tagen mehr Prinzipien des Hofes fallen, als in all den Jahren zuvor. Als Königin

Elisabeth II. erst am Freitag morgen aus Balmoral nach London zur√ľckkam, hatte sich die Stimmung l√§ngst gegen sie gewandt. Volk und Presse forderten die sofortige Halbmastbeflaggung und leiteten damit eine ganz Reihe von Dem√ľtigungen f√ľr die Royals ein. Die flagge √ľber dem Buckingham Palace darf nach Prinzipien des Hofes nur auf Halbmast gesetzt werden, wenn der letzte Regent verstorben ist. Dies √§nderte sich jetzt.

Samstag, der 6. September 1997 war ein sonniger Tag und die Fahnen auf dem Buckingham Palace und der Westminster Abbey wehten auf Halbmast. Um neun Uhr morgens √∂ffneten sich die Tore des Kensington Palace, und eine Gesch√ľtzlafette mit dem Sarg Dianas, eskortiert von einer berittenen Ehrengarde, setzte sich in Bewegung. Als der Trauerzug den Hyde Park erreichte, sahen viele Menschen etwas, was ihnen das Herz zerri√ü: In Handschrift hatte Prinz Henry mit blauer Tinte "Mummy" auf eine wei√üe Karte geschrieben und sie in den Kranz wei√üer Rosen gesteckt, der den Sarg mit zwei anderen Blumengestecken schm√ľckte.

Die K√∂nigsfamilie hatte sich zu einem einzigartigen Akt trauernder Ehrenerweisung entschlossen. Der gesamte Windsors - Clan wartete vor den Toren des Buckingham Palace auf den Trauerzug und verneigte sich als der Sarg Dianas vorbeizog. Ein paar hundert Meter weiter, am Eingang vom St. James Palace, warteten die S√∂hne William und Henry, Prinz Charles, Dianas Bruder Earl Spencer und √ľberraschenderwiese Prinz Philip, Ehemann der Queen, um den Sarg auf der zweiten H√§lfte zur Westminster Abbey zu begleiten - ein Marsch, zu dem sich William und Henry gemeinsam entschlossen hatten. Tapfer und sch√ľchtern, den Kopf zu Boden gesenkt, schritten sie den schweren Weg. Der kleine Henry hatte M√ľhe, im Takt der Schritte mitzuhalten, tief konzentriert hielt er sich mit den H√§nden an seinen Jackett√§rmeln fest, immer wieder von seinem Onkel Charles Spencer besorgt beobachtet. Neben ihm k√§mpfte sein Bruder um Selbstbeherrschung, starrte auf den Boden und bi√ü sich auf die Lippen.

Der Gottesdienst in der Westminster Abbey wurde ein herausragendes Ereignis. Es waren 2000 Gäste, unter ihnen die Hollywood - Schauspieler Tom Cruise, Nicole Kidman und Tom Hanks, die amerikanische Präsidentengattin Hillary Clinton, Dodis Vater Mohammed Al-Fayed, der Tenor Luciano Pavarotti, der Sänger Elton John u. v. m., geladen.

Es wurde zum herzergreifenden H√∂hepunkt, als Elton John seinen umgeschriebenen Song "Candle in the wind" mit der Zeile "Goodbye England's Rose..." anstimmte. Bei diesem Lied konnten sich die S√∂hne nicht mehr beherrschen, sie weinten herzzerrei√üend. Auch, die bisher so k√ľhl gebliebene Queen konnte ihre Tr√§nen nicht mehr zur√ľckhalten und weinte unaufhaltsam. Dies war bei der Live - √úbertragung nicht zu sehen, da gebeten wurde, die k√∂nigliche Familie beim Gottesdienst nicht zu filmen. Nur ein Sender hielt sich nicht daran: der amerikanische CNN. Nach Ausklingen der Melodie hatte das Volk eine neue heimliche Hymne, der Frieden der Feier schien gesichert, doch es war Dianas Bruder, der mit seiner feurigen Trauerrede eine Art Anklageschrift verlas, die prompt nach Beendigung mit Applaus quittiert wurde. Nach dem Gottesdienst wurde der Sarg nach Althorp, den Familiensitz der Spencers, gebracht.

Diana Spencer wurde am Abend des 6. Septembers 1997 auf einer kleinen Insel in einem Kunstteich auf dem Grundst√ľck begraben. Es war eine kurze Zeremonie. Vor Prinz Charles, William und Henry, Dianas Schwestern Sarah und Jane, ihrem Bruder Charles und ihrem pers√∂nlichen Butler Paul Burell sprach ein Geistlicher drei Gebete. Der Sarg wog 250 kg und war innen mit Blei verkleidet. Diana trug ein schwarzes Kleid, und neben ihr lag ein Rosenkranz, ein Geschenk Mutter Teresas, die nicht mehr an der Beerdigung teilnehmen konnte, weil sie am 6. September, wenige Stunden vor der Zeremonie, starb. Der Sarg wurde so begraben, dass der Kopf zur aufgehenden Sonne gerichtet ist.

Mit einer untergehenden Sonne in der Bucht von Sardinien hatte die Tragödie genau eine Woche zuvor begonnen.

Nach Tod und Beerdigung der K√∂nigin der Herzen sind Vergleiche mit der √∂sterreichischen Kaiserin Elisabeth, √ľber die wir am Samstag ein Referat h√∂ren, aufgetreten.

In der Tat gibt es eine Menge Gemeinsamkeiten zwischen Prinzessin Diana und Kaiserin Elisabeth:

Weder Elisabeth noch Diana hatten von ihrer Herkunft damit rechnen k√∂nnen, in ein Herrscherhaus einzuheiraten; das steife Leben bei Hof war ihnen auch zutiefst zuwider. Schlie√ülich f√ľhrte der psychische Druck, in dem sie lebten, in beiden F√§llen zu schweren gesundheitlichen Problemen. W√§hrend Elisabeth an nerv√∂ser Magersucht litt, hatte Diana Bulimie. Beide wurden von den Ehem√§nnern betrogen. Kaiser Franz Josef

Hatte jahrzehntelang die Schauspielerin Katharina Schratt an seiner Seite, und Prinz Charles hat die Liaison mit

Camilla Parker-Bowles nie aufgegeben.

Kaiserin Elisabeth und Diana waren in ihren Ansichten der Zeit, in der sie lebten, weit voraus und sie bet√§tigten sich im weiteren Sinne politisch. Die Kaiserin trug viel dazu bei, dass es 1867 zum Ausgleich mit Ungarn kam, und Diana engagierte sich f√ľr wohlt√§tige Zwecke. Auch der Tod der beiden weist viele Gemeinsamkeiten auf. Beide starben auf tragische Weise au√üerhalb ihres Heimatlandes. Kaiserin Elisabeth starb 1898 in Genf nach einem Attentat von Luigi Lucheni; Diana starb 99 Jahre sp√§ter bei einem Autounfall in Paris.

Das Interesse an den historischen Gestalten wird wohl auch lange nach Dianas Tod nicht abreißen. Beide Katastrophen haben die Königshäuser, die sie repräsentierten, ins Wanken gebracht, beide haben heftige Diskussionen nach dem Sinn der Monarchie ausgelöst.

Und schlie√ülich haben ihre Sch√∂nheit und die tragischen Umst√§nde ihres Todes dazu gef√ľhrt, dass jede von ihnen zum Mythos wurde.

Ich möchte Königin sein

in den Herzen der

Menschen.

Diana, Prinzessin von Wales

Gerade noch war ich ein

Niemand und im nächsten

Moment war ich Prinzessin

von Wales, Mutter, Spielzeug

der Medien und Mitglied dieser

Familie, und das war einfach

zuviel f√ľr einen einzigen

Menschen.

Diana, Prinzessin von Wales

Wir alle tragen

Schuld am tragischen

Tod von Prinzessin

Diana.

Glyn Welden Banks

The Guardian Weekly

(Leserbrief)

Kennedys Tod

hinterließ eine große

Leere im Leben der

Amerikaner.

Dianas Tod

hinterlässt eine ähnliche

Leere in unserem.

Daily Express

Trotz allem Adel,

aller Schönheit,

allem Applaus blieb

sie tief im Inneren immer

eine sehr unsichere Person,

beinahe kindlich in ihrem

Wunsch, anderen Gutes zu

tun, um sich dadurch von

tiefsten Minderwertigkeits-

problemen zu befreien.

Charles, Earl of Spencer,

Dianas Bruder

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