Kohleabbau in ehemaligen DDR

Beispiel Niederlausitz - Hoyerswerda / Schwarze Pumpe

Geographische Lage: Niederlausitz liegt ca. 100 km sdlich von

Berlin an der Oder/Nei√°e.

Niederlausitz ist ein reines Arbeiterdorf des Braunkohleabbaus.

Man bezeichnet es als Braunkohlekombinat "Schwarze Pumpe".

Niederlausitz entsandt nach dem 1. Weltkrieg und entwickelte

sich dann schnell zu einem der gr"√°ten Kohleabbaugebiete in der

ehemaligen DDR. Es kam dazu, weil die Standortfaktoren "u√°erst

gnstig waren: Es war viel Kohle, sowie viel Wasser vorhanden.

Au√°erdem liegt Niederlausitz sehr Zentral. Von hier aus konnte

man leicht Berlin, Dresden, Chemnitz, Leipzig und auch Polen

sowie die Tschechoslowakei leicht erreichen. Zu Spitzenzeiten

wurden pro Tag ca. 100.000 Tonnen Kohle gef"rdert und ca.

360.000 Liter Wasser verbraucht. Zum Vergleich: Die Stadt Emden

verbraucht pro Tag nur ca. 19.000 Liter Wasser. Hoyerswerda,

eine Kleinstadt, so gro√° wie Emden, hatte um die 80.000

Einwohner. Davon waren 16.000 bei dem Braunkohlekombinat

"Schwarze Pumpe" besch"ftigt.

Hoyerswerder lag allerdings ca. 20 km von der Arbeitsst"tte

entfernt. Man entschlo√° sich also eine Schnellbahn zwischen

Hoyerswerder und dem Arbeitsplatz zu bauen. Dies war unbedingt

n"tig, da zum einen fast niemand ein Auto besa√° und zum zweiten

die Stra√°enverh"ltnisse katastrophal waren. Um weiteren Wohnraum

fr Arbeiter zu schaffen, hat man auf schon abgebauten Fl"chen,

Plattenbauten gebaut. Diese waren zwar ohne jeglichen Komfort,

erparten aber den Bau von weiteren Verkehrswegen.

Die Schwerindustrie

Die Schwerindustrie wurde nach dem Krieg in Frstenberg

angelegt. Frstenberg liegt ca. 100 km n"rdlich von Berlin. Die

hier ben"tigten Rohstoffe kamen fast ausschlie√°lich aus

Russland. Den Russen war nichts zu teuer und somit bauten sie

Erdgas- & Erd"lpipelines von Donezk, einem Industrieort ca. 100

km sdwestlich von Moskau (250 km von Tschernobyl entfernt!)

entfernt, ganz nach Frstenberg. Au√°erdem wurden Rohstoffe per

Bahn und LKW nach Frstenberg geschafft. Insgesamt eine sehr

kostspielige Angelegenheit.

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