Vor Sonnenaufgang


Gerhard Hauptmann

Vor Sonnenaufgang

Textinterpretation




Aufgabenstellung

    Was will der Autor mit seinem Werk Sagen? Was ist typisch Naturalistisch? Was kann man heute noch mit diesem Werk anfangen?


Schuster bleib bei deinen Leisten. Dieses alte Sprichwort trifft wohl am ehesten auf den Inhalt des Sozialen Dramas "Vor Sonnenaufgang" von Gerhart Hauptmann zu.
Gerhart Hauptmann war ein Naturalistischer Autor und Dichter. Er bringt dem Leser die Situation nahe wie sich Menschen verhalten die durch einen Zufall zu großem Reichtum gekommen sind.
Er will mit seinem Werk sagen das nicht nur das Materielle wie Geld den sozialen Stand ausmacht sondern auch die Bildung und der Charakter ausschlaggebend ist.
Das Alkohol zur Abh√§ngigkeit f√ľhrt und somit als eine Gefahrenquelle f√ľr den sozialen Abstieg betrachtet werden kann.
Er zeigt in seinem Werk auch auf wie sich Geld und reichlicher Alkohol Konsum auf die Moral in Bezug auf Sexualität und den Umgang mit anderen Menschen auswirken kann.



Das typische am Schreibstill des Naturalismus ist der sogenannte Sekundenstill, das heisst jede Sekunde wird wiedergeben. Die Werke enden immer mit einem offen Ende beziehungsweise, es gibt keine Hoffnung auf ein positives Ende. Der Leser muss sich das Ende selbst denken. Unteranderm gibt es bei dieser Literaurform auch keine Helden mehr. Auch typische B√∂sewichte fallen weg. Alle Figuren werden rein realistisch dargestellt so wie sie wirklich sind, mit ihren guten sowie auch mit ihren schlechten Eigenschaften. Der oder die Hauptdarsteller sind nicht in jeder Szene anwesend. Der Leser oder der Zuh√∂rer weiss vom Inhalt und der Handlung mehr als die Personen die das St√ľck auff√ľhren.
Der Stoff oder die Grundlage eines Naturalistischenwerkes lies sich am eindrucksvollsten im äußerlichen und moralischen Elend der Großstadtquartiere, unter Kranken, Geistesgestörten, Alkoholikern und Dirnen finden. Dies ergab eine Dramatik und erweckte Mitleid.
Die Sprache ist allt√§glich, derb und grammatisch falsche. Es wird die Umgangs - sprache wiedergegeben, unteranderm wird auch die Mundart Schreibweise verwendet. Der unnat√ľrliche Monolog wird vermieden. S√§mtliche Dichter haben f√ľr ihre Naturalistischen Werken philosophische Grundlagen ben√ľtzt.




Um einen Gegenwartsbezug herstellen zu können braucht man sich nur die heutige Konsumorientiete Gesellschaft zu betrachten. Speziel jene Gesellschaft der sozial niedrig gestellten Schicht wie die der Hilfsarbeiter und der minderbeschäftigten. Wenn solche Menschen durch Zufall wie zum Beispiel einem Lotto Gewinn zu Reichtum kommen, werden sie sich nicht anders Verhalten wie die Familie Krause. War es damals auf dem Bauerngut das Telefon, die Klingel und die Tapezierten Zimmer so sind es heute grosse Autos und Mobiltelefone.
Jeder hat den Geltungsdrang Statussymbole wie ein großes Auto oder ein Handy zubesitzen.
Die Kraft die Reichtum auf Menschen aus√ľbt hat sich auch in den letzten einhundertelf Jahren nicht ver√§ndert. Auch die Wirkung des Alkohols ist in der Gegenwart gleich geblieben. Nur die Moral hat sich ge√§ndert aber nicht zum bessern, gab es Damals nur Heimliche treffen die totgeschwiegen wurden, so werden heute Sexualit√§t und Alkoholismus via Internet und anderen Medien einer breiten √Ėffentlichkeit zug√§nglich gemacht.
Mit diesem Drama kann man heute sehr viel anfangen, man kann dr√ľber nachdenken wie es nicht sein sollte, aber verhindern kann man denn Missbrauch von Moral, Alkohol und Geld nicht.



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