Der Jugendstil

Der Jugendstil


1. Was bedeutet Jugendstil ?
Der Jugendstil ist ein internationaler Stil, f├╝r den sich in Deutschland der Begriff Jugendstil durchgesetzt hat. Er hat seinen Namen nach der 1899 in M├╝nche gegr├╝ndeten Zeitschrift "Jugend". Zwischen der Zeitschrift und dem "Jugendstil" gab es enge Beziehungen. Der Jugendstil pr├Ągte das Erscheinungsbild der Zeitschrift. Die Bezeichnung "Jugendstil" entstand im Volksmund als Spottname, der die Ornamente und Bebilderung des Blattes mit den neuen k├╝nstlerischen Ergebnissen zusammenbrachte. Die Zeitschrift ver├Âffentlichte satirische und f├╝r die damalige Zeit provokative Artikel.
Er hei├čt in Frankreich "Art Nouveau", in England/Schottland/USA "Modern Style", in ├ľsterreich "Sezessionstil" und in Italien: "Stile Liberty" oder "Stile florale".
Die K├╝nstler des Jugendstils realisierten ihre Werke f├╝r einen kleionen Kreis von Menschen, die gen├╝gend Finanzen, Interesse und Vorstellungen ├╝ber wertvolle und stilvolle Kunstwerke besa├čen. So hatte der Jugendstil etwas Elit├Ąres; er ist von K├Ânnern geschaffen, die auf vielen Kunstgebieten erfolgreich sind und richtet sich an den Kunstkenner.

2. Was ist Jugendstil ?
Der Jugendstil entwickelte sich als Reaktion auf den Historismus (Nachahmung alter Stile) und
hatte seine Bl├╝tezeit zwischen 1894 und 1914 und war in Europa weit verbreitet.
Der Jugendstil war Ausdruck einer weit verbreiteten Reformbewegung, die dem Leben mehr Sch├Ânheit und Stil verleihen wollte. Selbst allt├Ągliche Formen und technische Konstruktionen sollten geschm├╝ckt und verfremdet werden. An der Jahrhundertwende schufen bedeutende K├╝nstler diesen Stil in allen Kunstgattungen und - gewerben, in der Malerei, Architektur, Raumausstattung, Grafik, Literatur und bei Gebrauchsgegenst├Ąnden. Die rasche Verbreitung des Jugendstils wurde durch kunsthandwerkliche Werkst├Ątten gef├Ârdert, in denen Vasen, M├Âbel, Schmuck und Ziergef├Ą├če hergestellt wurden, die in den ornamentalen Formen des neuen Stils gestaltet waren.

Typisch f├╝r ihn ist, dass Formen und Linien elegante, aus der Natur gewonnene Schwingungen und Ornamente aufweisen, dass die Oberfl├Ąchen wertvoll und dekorativ gestaltet werden.
Charakteristisch sind die Verwendung von kostbaren Materialien, wie zum Beispiel Glas und Keramik, an der Natur und an der Geometrie orientierten Ornamenten, sowie die fl├Ąchig - lineare Ausgewogenheit. Dabei wurde auf die r├Ąumliche und plastische Wirkung verzichtet.
Vertreter bzw. Vorl├Ąufer des Jugendstils waren unter anderen Beardsley, Baillie und Scott in England, du Feure und H. Guimard in Frankreich, Henry van de Velde in Belgien, J. Hoffmann, Moser, Wagner und vor allem Klimt in ├ľsterreich sowie Eckmann, Obrist, Bruno Paul und Riemerschmid in Deutschland.

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