Rauchen

1.. Millionen von Menschenleben "gehen in Rauch auf"
2.. Was bedeutet legal oder illegal?
3.. Rauch in Zahlen
4.. Die tödliche Rezeptur - Woraus besteht Zigarettenrauch?
5.. Woher kommt Nikotin?
6.. Ein hoher Preis!
7.. Die Gefahren des Rauchens fĂŒr Mann und Frau
8.. "Wer schön sein will muss leiden"
9.. Vorteile, wenn man das Rauchen aufgibt
10.. Zum Abgewöhnen
11.. Die anderen sind "WURSCHT"

1. Millionen von Menschenleben "gehen in Rauch auf"
Tabak ist einer der bestverkaufsten Konsumartikel der Welt. Er verfĂŒgt ĂŒber unzĂ€hlige Stammkunden und einen schnell wachsenden Markt. Seine begeisterten Hersteller bĂŒrsten sich mit stolzen Gewinnen und rĂŒhmen sich ihrer politischen Macht und ihres Ansehens. Das einzige Problem ist, dass ihm seine besten Kunden stĂ€ndig wegsterben!
Die Zeitschrift The Economist schrieb: "Zigaretten gehören zu den eintrĂ€glichsten KonsumgĂŒtern der Welt. Sie sind auch die einzigen "legalen" KonsumgĂŒter, die - wenn sie, wie vorgesehen, konsumiert werden - die meisten ihrer Verbraucher sĂŒchtig machen und hĂ€ufig deren Tod verursachen." FĂŒr die Tabakfirmen bedeutet das hohe Profite, fĂŒr ihre Kunden hingegen große Verluste. Durch Rauchen kommen also 50mal mehr Menschen ums Leben als durch illegale Drogen.

2. Was bedeutet legal oder illegal?
Legal bedeutet gesetzlich erlaubt; illegal - nicht erlaubt. Die Einteilung in legal und illegal ist ein von Menschen ausgedachte und am Markt orientierte Differenzierung. Univ. Prof. Dr. Otto - Michael - Lesch hat gesagt: "Weil der Staat mitkassiert, ist die Zigarette ein Genussmittel. Kassiert die Mafia, dann heißt es Suchtmittel."

3. Rauch in Zahlen
Rund 1,3 Millionen MĂ€nner rauchen in Österreich, bei den Frauen rund eine Million. Von den 15 - jĂ€hrigen MĂ€dchen rauchen 31 Prozent, bei den Burschen 29 Prozent. Alle zehn Sekunden stirbt weltweit ein Mensch durch Tabakkonsum; jĂ€hrlich drei Millionen Menschen, in Österreich etwa 13.000. 50 Prozent der Raucher sterben vor dem 70. Lebensjahr. In den vergangenen 50 Jahren hat das Zigarettenrauchen in den IndustrielĂ€ndern 60 Millionen Menschenleben gefordert. Pro Jahr konsumiert Herr und Frau Österreicher 13 Milliarden Zigaretten - damit liegt Österreich im europĂ€ischen Spitzenfeld. Das GeschĂ€ft mit dem Rauch: Der Gewinn der Austria Tabak betrug fĂŒr 1998 1,9 Milliarden Schilling.

4. Die tödliche Rezeptur - Woraus besteht Zigarettenrauch?
Bis zu 700 verschiedene chemische ZusĂ€tze können von den Zigarettenherstellern verwendet werden, aber das Gesetz erlaubt den Firmen, ihre Listen ĂŒber die Inhaltsstoffe geheimzuhalten. Auf den Listen stehen jedoch Schwermetalle, Pestizide und Insektizide. Manche Inhaltstoffe sind so giftig, dass es ungesetzlich ist, sie auf eine MĂŒlldeponie zu bringen. Zigarettenrauch enthĂ€lt Teer; er setzt sich aus 4000 verschiedenen chemischen Substanzen zusammen. Davon gelten 43 als krebserregend. Darunter fallen Cyanid, Benzol, Aceton, Arsen, Butan, Holzheist und Acetylen (ein Brenngas in Schweißbrennern). Zigarettenrauch enthĂ€lt außerdem Stickstoffoxyd und Kohlenmonoxid, beides giftige Gase. Der Hauptbestandteil ist Nikotin, eine stark suchterzeugende Droge.

5. Woher kommt Nikotin?
Nikotin kommt von Nicot. Jean Nicot war es, der in Portugal am Hof der Katharina von Medici den Anbau und die Aufbereitung der Tabakpflanze gefördert hat. Ihm zu Ehren hat man dem Hauptwirkstoff der Pflanze seinen Namen gegeben. Christoph Columbus hat die Tabakpflanze bei den Indianern gesehen und nach Europa gebracht.

6. Ein hoher Preis!
Die konkreten Kosten fĂŒr den einzelnen Raucher lassen sich leicht errechnen. Man braucht nur das Geld, das man als Raucher pro Tag fĂŒr Zigaretten ausgibt, mit 365 zu multiplizieren. Dann weiß man, wieviel Geld man im Jahr dafĂŒr verbraucht. Multipliziert man diese Zahl mit zehn, weiß man, wieviel es einen kostet wird, wenn man zehn Jahre weiterraucht. Man wird wahrscheinlich verblĂŒfft sein. Was könnte man mit diesem vielen Geld alles sonst machen?

7. Die Gefahren des Rauchens fĂŒr Mann und Frau
Nach wie vor wird Rauchen hauptsĂ€chlich mit der Entstehung von Lungenkrebs in Zusammenhang gebracht. In Österreich sterben auch jedes Jahr etwa 3000 Menschen daran.
Und die Liste der durch Rauchen verursachten SchÀden ist betrÀchtlich...
a.. Beim Mann ist eine reduktion der Spermienzahl und Spermienbeweglichkeit. Und eine höhere Raten an krankhaften SamenfÀden.
b.. Bei der Frau ist ein hĂ€ufiger unerfĂŒllter Kinderwunsch, als bei Nichtraucherinnen. Eine höhere Raten an FrĂŒh - Fehlgeburten als auch an Komplikationen nach der Geburt. Es gibt eine höhere Raten an kindlichen TodesfĂ€llen. Rauchen und die Anti - Baby - Pille können Krebs verursachen. Es gibt ein erhöhtes Risiko fĂŒr GebĂ€rmutterhalskrebs und Zyklusstörungen.

8. "Wer schön sein will, muss leiden"
Wer hat schon nicht das Sprichwort "Wer schön sein will, muss leiden" schon einmal gehört. Dies trifft insbesondere auf Raucher und Raucherinnen zu. Besonders fatal ist dir PlĂŒnderung des Vitamin C Vorrates im Körper durch Tabakrauch: Weil unser Immunsystem fĂŒr die Teer - Nikotinentsorgung einer einzigen Zigaretten 25 Milligramm Vitamin C benötigt. Vitamin C aber ist die entscheidende Komponente fĂŒr die Bildung von Collagen, das unsere Hautfestigkeit unterstĂŒtzt. StĂ€ndiger Raubgau am Collagen verursacht schließlich den Zusammenbruch des Bindegewebes. Das Resultat: mehr Falten und schlaff, hĂ€ngende Gesichtspartien. So ein Gesicht nennt man in den USA "Smokerface".

9. Vorteile, wenn man das Rauchen aufgibt
Nehmen wir an, jemand raucht seit vielen Jahren. Was passiert, wenn er das Rauchen aufgibt? 20 Minuten, nachdem er seine letzte Zigarette geraucht hat, normalisiert sich sein Blutdruck. Nach 24 Stunden ist das Herzinfarkt - Risiko geringer. Nach spĂ€testens neun Monaten lassen der Husten die Verstopfung der Nebenhöhle, die MĂŒdigkeit und die Kurzatmigkeit allmĂ€hlich nach. Nach 15 Jahren ist das Risiko eines HerzkranzgefĂ€hßversagens genauso groß wie jemandem, der sein ganzes Leben lang nicht geraucht hat.

10. Zum Abgewöhen
FĂŒr jeden, der fest entschlossen ist, dem blauen Dunst den Kampf anzusagen, steht eine individuelle Form der Nikotinersatztherapie zur VerfĂŒgung. Das sind z.B.: Nikotinkaugummis, Nikotin - Depot - Pflaster, Nikotininhalator und Nikotin - Microtabletten.
Nikotinkaugummi: Kaugummis (in 2 Dosierungen erhĂ€ltlich) sollten in der Entwöhnungsphase regelmĂ€ĂŸig gekaut werden.
Nikotin - Depot - Pflaster: Er gibt ca. 16 Stunden lang Nikotin ab.
Nikotinihalator: Ein Inhalator hÀlt ca. 3 Stunden an.
Nikotin - Microtabletten: Man legt sie unter die Zunge und es dauert 30 Minuten bis sich die Tablette aufgelöst hat.

11. Die anderen sind "WURSCHT"
Der gewaltigen Kraft der kleinen ewig fordernden Nikotinbestie ist es auch zuzuschreiben, dass es dem Raucher völlig "wurscht" ist, ob er mit seinem Qualm den nichtrauchenden Kollegen einnebelt und dessen Gesundheit schĂ€digt. Und dazu gehört auch die Freiheit, im Restaurant den Nichtrauchenden beim Essen niederzupaffen, auf der Straße und an der U - Bahn Haltestelle (trotz Verbots) die Umstehenden einzunebeln.
NICHTRAUCHERPARADIES AMERIKA
AnhĂ€nger der klaren Luft haben die Oberhand. Parks, BĂŒros, U - Bahn Stationen sind dort Nichtraucherzonen. Wer qualmt, muss sich mehr und mehr verkriechen.

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