WBRS Fragen/Antwortenliste

WBRS - TEST 5HBa 11/95

Welche allgemeine Aufgabe hat die Kostenrechnung?
Aufgabe der Kostenrechnung ist die Erfassung, Verteilung und Zurechnung der Werteinsätze (Kosten), die bei der betrieblichen Leistungserstellung entstehen.
Was sind Kosten?
Kosten sind Werteinsatz zur Leistungserstellung.
Nennen Sie die drei Stufen der Kostenrechnung!
    Kostenerfassung
    Messung der Verbrauchsmengen und Feststellung der zugehörigen Preise Kostenverteilung
    Zuordnung der erfaßten Kosten auf Teilbereiche des Betriebes (soweit sie den Erzeugnissen nicht direkt zugerechnet werden können) Kostenzurechnung
    Zurechnung der Kosten auf die betrieblichen Leistungen (Produkte, Dienstleistungen)
Nennen Sie drei Aufgaben der Kostenrechnung!
    Kontrolle der Wirtschaftlichkeit Schaffung von Daten f√ľr die betriebliche Vorschaurechnung (Planung) Berechnung (Kalkulation) der Preise Ermittlung des Betriebserfolges Bewertung der Best√§nde an Halb - und Fertigerzeugnissen
Welche Kostenrechnungssysteme gibt es?

Welche Aufgabe hat die Istkostenrechnung?
Ziel der Istkostenrechnung ist die l√ľckenlose Verrechnung der effektiv angefallenen Kosten einer Abrechnungsperiode.
Was ist der Unterschied zwischen einer Vollkostenrechnung und einer Teilkostenrechnung?
Bei der Vollkostenrechnung werden alle Kosten, bei der Teilkostenrechnung nur ein Teil der Kosten den Kostenträgern zugerechnet.
Welche Teilbereiche der Kostenrechnung gibt es?

Was versteht man unter Kostenartenrechnung?
Die Kostenartenrechnung hat die Aufgabe, s√§mtliche Kosten, die bei der Leistungserstellung entstehen, l√ľckenlos zu erfassen und sie nach ihrer Herkunft zu gliedern.
Nach welchem grundsätzlichen Rechenschema erfolgt die Errechnung der Kosten?


Was sind Ausgaben?
Ausgaben sind alle vom Betrieb geleisteten Zahlungen mittels Bar - oder Buchgeld.
Was sind Aufwendungen
Die Aufwendungen sind der zu Anschaffungspreisen bewertete Vermögenseinsatz in der Abrechnungsperiode.
In welchen wesentlichen Punkten unterscheiden sich die Begriffe Aufwand und Kosten?


Nennen Sie 3 Arten von Kosten nach den betrieblichen Funktionen!
    Kosten der Beschaffung Kosten der Lagerhaltung Kosten der Fertigung Kosten der Verwaltung Kosten des Vertriebes
Welche Arten von Kosten gibt es hinsichtlich der Zurechenbarkeit auf die Leistungseinheit?
    Einzelkosten Gemeinkosten Sonderkosten
Welche Arten von Löhnen gibt es?
    Fertigungsl√∂hne L√∂hne f√ľr innerbetriebliche Leistungen Hilfsl√∂hne Nichtleistungsl√∂hne
Was versteht man unter Fertigungslöhnen?
Die Fertigungsl√∂hne stehen in direktem Zusammenhang mit der Erzeugung der f√ľr den Absatz bestimmten Produkte und k√∂nnen diesen daher direkt zugerechnet werden.
Was sind Hilfslöhne?
Die den einzelnen Kostenträgern nicht direkt zurechenbaren Löhne werden als Hilfslöhne erfaßt und verbucht.
Wie hoch sind derzeit rund
a. die gesetzlichen Lohnabgaben?
30,75 %
b. die gesetzlichen Gehaltsabgaben?
27,4%
Wie hoch sind derzeit rund die Lohnnebenkosten unter Einbeziehung der Nichtleistungsl√∂hne f√ľr eine Normalarbeitsstunde?
93 - 105 %
Was versteht man unter Rohstoffen?
Rohstoffe (Rohmaterial, Fertigmaterial) sind jene Stoffe, die als Hauptbestandteil in die Fertigfabrikate eingehen, z.B. Holz bei der Möbelerzeugung
Wie werden die personalabh√§ngigen Steuern in der Kostenrechnung ber√ľcksichtigt?
Die personalabh√§ngigen Steuern (DB, LsSt, usw.) werden in den Lohn - bzw. Gehaltsnebenkosten ber√ľcksichtigt.
Nennen Sie drei Steuern, die Kostencharakter haben!
    Grundsteuer Verm√∂genssteuer bei Kapitalgesellschaften Kraftfahrzeugsteuer Versicherungssteuer sowie die √ľbrigen Betriebssteuern und Abgaben
Welche Aufgabe hat die zeitliche Abschreibung?
Die zeitliche Abgrenzung hat die Aufgabe, die Kostenarten periodenrein zu machen, d.h. Vorauszahlungen auszuscheiden und R√ľckst√§nde einzuf√ľgen.
Wie sind die Löhne zeitlich abzugrenzen?
Lohnvorsch√ľsse, die als Aufwand verbucht wurden, sind auszuscheiden. R√ľckst√§nde (z.B. noch nicht abgerechnete √úberstundenentlohnungen) sind hinzuzurechnen.
Welche Aufgabe hat die betriebliche Abgrenzung?
Durch die betriebliche Abgrenzung erfolgt die Umwandlung der Aufwendungen in Kosten; dabei sind die neutralen Aufwendungen auszuscheiden, die Zusatzkosten hinzuzurechnen und gewisse Aufwendungen zu korrigieren, z.B. auf Tageswertbasis umzurechnen.
Nach welchem Rechenschema erfolgt die Umwandlung der Aufwände in Kosten?


Was versteht man unter neutralen Aufwänden?
Neutrale Aufwendungen sind jene Aufwendungen, die wohl in der Finanzbuchhaltung, nicht aber in der Kostenrechnung verrechnet werden.
Was sind kalkulatorische Kosten?
Kalkulatorische Kosten sind jene Kosten, denen in der Finanzbuchhaltung kein Aufwand (=Zusatzkosten) oder ein Aufwand in anderer H√∂he (=Anderskosten) gegen√ľbersteht.
Welche Arten von neutralen Aufwänden gibt es? Nennen Sie je 1 Beispiel!
    Außergewöhnliche betriebliche Aufwendungen
Zeitlich und in der Höhe unregelmäßig, können nicht in der Kostenrechnung verrechnet werden, z.B. Forderungsausfälle, Kursverluste, sonstige Schadensfälle, usw.
    Betriebsfremde Aufwendungen
Werden Aufwendungen nicht durch die Erstellung der Betriebsleistungen, verursacht, m√ľssen die ebenfalls ausgeschieden werden; z.B. Kursverluste aus einer Spekulation mit Aktien in einer Maschinenfabrik, Pacht f√ľr ein nicht dem Betrieb dienendes Grundst√ľck.
    Sonstige neutrale Aufwendungen
Dazu geh√∂ren die bilanzm√§√üigen Abschreibungen, die Zinsen f√ľr das Fremdkapital sowie alle aus dem Erfolg zu deckenden Aufwendungen; z.B. K√∂rperschaftssteuer und Spenden.
Welche kalkulatorischen Kosten gibt es?
Die wichtigsten kalkulatorischen Kosten sind:
    kalkulatorische Abschreibungen kalkulatorische Zinsen kalkulatorische Wagnisse kalkulatorischer Unternehmerlohn kalkulatorische Miete
Nennen Sie 2 Unterschiede zwischen der buchhalterischen und der kalkulatorischen Abschreibung!


Welchen Zweck haben die kalkulatorischen Zinsen?
Durch die kalkulatorischen Zinsen werden in der Kostenrechnung Zinsen f√ľr das gesamte dem Unternehmen zur Verf√ľgung stehende Kapital ber√ľcksichtigt.
Welche Aufgabe haben die kalkulatorischen Wagnisse?
Durch die kalkulatorischen Wagnisse werden die nicht versicherten, quantifizierbaren Einzelwagnisse als Kosten ber√ľcksichtigt.
Wie kann die Berechnung der kalkulatorischen Wagnisse erfolgen?
Die Berechnung der kalkulatorischen Wagnisse kann auf zwei (drei) Arten erfolgen:
    Als kalkulatorisches Wagnis wird ein Durchschnittswert der tats√§chlichen Wagnisverluste der letzten Jahre verrechnet (Risikow√§lzungsverfahren) Als kalkulatorisches Wagnis wird ein bestimmter Prozentsatz des betriebsnotwendigen Verm√∂gens verrechnet. Anstelle eines einheitlichen Prozentsatzes k√∂nnen verschiedene Prozents√§tze f√ľr die einzelnen Verm√∂gensgruppen entsprechend der genannten Einzelwagnisse herangezogen werden. oder ein Kombination der beiden genannten
Was versteht man unter dem kalkulatorischen Unternehmerlohn?
Unter einem kalkulatorischen Unternehmerlohn versteht man die kostenrechnungsm√§√üige Abgeltung f√ľr die Arbeitsleistung des Unternehmers bzw. der Gesellschafter und der mitt√§tigen Angeh√∂rigen, soweit sie nicht als Arbeitnehmer Entgelt beziehen.
Welche Gliederung weist ein Betriebs√ľberleitungsbogen auf?
    Aufwands - /Kostenart Aufwendungen Zeitliche Abgrenzung ( - /+) Betriebliche Abgrenzung ( - /+) Kosten
Was ist eine Kostenstelle?
Unter Kostenstellen versteht man betriebliche Teilbereiche, die in der Kostenrechnung als selbständige Abrechnungsbereiche dienen.
Welche Aufgaben hat die Kostenstellenrechnung?
Aufgabe ist es, den Gesamtbereich in Kostenstellen zu untergliedern, in denen die in der Abrechnungsperiode anfallenden Gemeinkosten erfaßt und kontrolliert werden können. Damit wird eine Kontrolle der Wirtschaftlichkeit von kleinen, klar abgegrenzten Verantwortungsbereichen und die mittelbare Zurechnung der Gemeinkosten auf die Erzeugnisse (Kostenträger) ermöglicht.
Welche Probleme ergeben sich bei der Kostenstellenrechnung?
    Bildung der Kostenstellen Umlegung der Gemeinkosten auf die Kostenstellen Ermittlung der Gemeinkostensätze
Was versteht man unter Kostenstelleneinzelkosten? Nennen Sie ein Beispiel!
Kostenstelleneinzelkosten sind Gemeinkosten, die den Kostenstellen direkt zugerechnet werden k√∂nnen. Bsp.:Reparaturkosten f√ľr eine Maschine in der Kostenstelle XY.
Was sind Kostenstellengemeinkosten?
Das sind jene Gemeinkosten, die nur mit Hilfe von Verteilungsschl√ľsseln den Kostenstellen zugerechnet werden k√∂nnen.
Nennen Sie zwei Beispiele f√ľr Verteilungsschl√ľssel und f√ľr die zugeh√∂rigen Kostenarten!
    Mengenschl√ľssel: Stromkosten nach der installierten Leistung Zeitschl√ľssel: Treibstoffe und Schmiermittel nach Maschinenstunden Wertschl√ľssel: Werbekosten nach dem Umsatz Verm√∂gensschl√ľssel: Verm√∂genssteuer nach steuerlichem Verm√∂gen je Stelle Kapitalschl√ľssel: Kalkulatorische Zinsen Personalschl√ľssel: Freiwilliger Sozialaufwand
Wie lautet das prinzipielle Kalkulationsschema der Zuschlagskalkulation?


Welche Zuschlagsbasen f√ľr die Gemeinkosten kommen
a. f√ľr die Materialstelle


b. f√ľr die Fertigungsstelle


c. f√ľr die Verwaltungs - und Vertriebsstellen in Betracht?


Was sind innerbetriebliche Leistungen? Nennen Sie 2 Beispiele!
Unter innerbetrieblichen Leistungen versteht man betriebliche Hilfsleistungen, die der Hauptleistungen wegen erbracht werden und nicht f√ľr den Markt bestimmt sind; z.B. Werksk√ľche, Werkzeugmacherei (Erzeugung von Werkzeugen f√ľr die Fertigungsstellen).
Welche Aufgabe hat die innerbetriebliche Leistungsverrechnung?
Ihre Aufgabe ist es, die Kosten der nicht aktivierbaren innerbetrieblichen Leistungen auf die Kostenstellen zu verteilen, in denen sie eingesetzt werden.
Was sind Hauptkostenstellen?
Das sind jene Kostenstellen, deren Kosten mit Hilfe von Bezugsgrößen den Kostenträgern unmittelbar zugerechnet werden.
Was sind Hilfskostenstellen?
Hilfskostenstellen erbringen f√ľr andere Kostenstellen Leistungen. Sie lassen sich in Allgemeine Hilfskostenstellen und Fertigungshilfsstellen unterteilen.
Welche Arten von Hilfskostenstellen gibt es?
    Allgemeine Hilfskostenstellen: erstellen f√ľr das gesamte Unternehmen Leistungen (z.B. Hausverwaltung, Heizung, usw.) Fertigungshilfsstellen: stehen in engem Zusammenhang mit der Fertigung, sodass ihre Leistungen vorwiegend den Hauptkostenstellen zugute kommen (z.B. Arbeitsb√ľro, Reparaturwerkst√§tte, usw.)
Welche Aufgabe hat die Kostenträgerrechnung?
Mittels der Kostenträgerrechnung, die auf der Kostenarten - und der Kostenstellenrechnung aufbaut, werden den Kostenträgern die durch sie verursachten Kosten zugerechnet.
Was versteht man unter Kostenträgern?
Als Kostentr√§ger werden die Leistungen des Betriebes bezeichnet, denen die Kosten zugerechnet werden. Es k√∂nnen dies f√ľr den Absatz bestimmte Leistungen oder f√ľr den Betrieb selbst erbrachte Leistungen sein.
Welchen Arten der Kostenträgerrechnung kennen Sie?
    Kostenträgerzeitrechnung
    Aufgabe ist die nach Kostentr√§gern gegliederte Erfassung der in einer Periode angefallen Kosten. Werden diese Kosten den jeweiligen Erl√∂sen gegen√ľbergestellt, so ergibt sich die Kostentr√§gererfolgsrechnung. Kostentr√§gerst√ľckrechnung
    Sie ermittelt die Herstellkosten und die Selbstkosten oder die Verkaufspreise bzw. bei gegebenen Verkaufspreisen den Gewinn der betrieblichen Leistungseinheiten; sie stellt die eigentliche Kalkulation dar.
Eine Tischlerei erzeugt 20 Wohnzimmerschr√§nke der Type K 85. Es werden die Selbstkosten f√ľr einen Kasten errechnet. Welche Art von Kostentr√§gerrechnung liegt vor?
Es liegt die Kostentr√§gerst√ľckrechnung vor.
Wann wendet man die Zuschlagskalkulation an?
Sie kommt dann zum Einsatz, wenn von einem Erzeugungsbetrieb verschiedenartige, hinsichtlich der Kostenverrechnung nicht miteinander vergleichbare Leistungen erstellt werden. Die Gesamtkosten werden in Einzel - und Gemeinkosten getrennt.
Welche Arten der Zuschlagskalkulation kennen Sie?
    Summarische Zuschlagskalkulation (ohne Kostenstellenrechnung) Differenzierende Zuschlagskalkulation (mit Kostenstellenrechnung)
Wie geht man bei der summarischen Zuschlagskalkulation hinsichtlich der Gemeinkosten vor?
Hierbei werden die gesamten Gemeinkosten in ein Verhältnis zu den Einzelkosten gebracht und daraus ein Zuschlagssatz ermittelt. Zuschlagsgrundlagen können das Fertigungsmaterial, der Fertigungslohn oder die Summe aus Fertigungsmaterial und Fertigungslohn sein.
Wann liegt eine differenzierende Zuschlagskalkulation vor?
Dieses Verfahren wird in der Regel von Betrieben angewendet, die mehrere verschiedenartige Produkte herstellen. Man ermittelt f√ľr die Gemeinkosten nach Kostenstellen bzw. Kostenpl√§tzen differenzierte Gemeinkostenzuschlagss√§tze. Die Einzelkosten, d.s. Fertigungsmaterial, Fertigungsl√∂hne und div. Sonderkosten, werden den Kostentr√§gern direkt zugerechnet, die Gemeinkosten werden mit Hilfe der Gemeinkostens√§tze zugeschlagen.
Wie werden bei einer einfachen Divisionskalkulation die Kosten pro Einheit ermittelt?
Indem man die Gesamtkosten einer Rechnungsperiode durch die in dieser Periode hergestellten Einheiten dividiert.
Wie geht man bei der √Ąquivalenzzahlenkalkulation vor?
Hier werden die bei der Herstellung mehrerer artverwandter Produkte entstandenen Kosten mit Hilfe einer zusammengesetzten Verteilungsrechnung auf diese Produkte aufgeteilt. Die f√ľr die Verteilung ma√ügebenden Verh√§ltniszahlen ergeben sich durch die Multiplikation der Erzeugungsmengen der einzelnen Produkte mit den zugeh√∂rigen √Ąquivalenzzahlen.
Was geben die √Ąquivalenzzahlen an?
Sie geben an, wie sich die Kosten pro Einheit der einzelnen Produkte zueinander verhalten.
Was sind Kuppelprodukte?
Davon spricht man, wenn in einem Produktionsgang zwangsl√§ufig zwei oder mehrere unterschiedliche Erzeugnisse anfallen. Die bei der Erzeugung erw√ľnschten Produkte sind die Hauptprodukte, die zus√§tzlich anfallenden Erzeugnisse sind die Nebenprodukte.
Wie geht man bei der Restrechnungsmethode im Rahmen einer Kuppelproduktkalkulation vor?


Welche Nachteile hat die Istkostenrechnung zu Vollkosten?
Sie ist vor allem f√ľr eine Planung, Steuerung und Kontrolle des Betriebsprozesses und f√ľr preispolitische Entscheidungen wenig oder nicht geeignet.
Wann spricht man von einer Teilkostenrechnung?
Siel liegt dann vor, wenn nicht die gesamten Kosten, sondern lediglich ein Teil der anfallenden Kosten auf die Kostenträger verrechnet werden.
Welche Arten von Kosten nach ihrem Verhalten zum sich ändernden Beschäftigungsgrad unterscheidet man?
Variable Kosten gliedern sich wie folgt:
    proportionale Kosten degressive Kosten progressive Kosten regressive Kosten
Nennen Sie ein Beispiel f√ľr
a. absolut fixe Kosten?
Gebäudeabschreibung, Grundsteuer
b. intervallfixe Kosten?
Abschreibung von Maschinen bei einer Kapazitätserweiterung
Was sind progressive Kosten?
Die progressiven Kosten steigen in st√§rkerem Ausma√ü als der Besch√§ftigungsgrad. Bezogen auf die Leistungseinheit steigen sie; Bsp.: Fertigungsl√∂hne, wenn √úberstunden geleistet werden m√ľssen.
Wodurch sind degressive Kosten gekennzeichnet?
Die degressiven Kosten steigen in geringerem Ausma√ü als der Besch√§ftigungsgrad. Auf die Leistungseinheit bezogen sinken sie; Bsp.: Materialkosten im Falle der Ausn√ľtzung von Mengenrabatten.
Was versteht man unter semivariablen Kosten?
Sie werden auch Mischkosten genannt. Viele Kostenarten setzen sich aus einem fixen und einem variablen Bestandteil zusammen.
Welche Arten der Teilkostenrechnung gibt es?
    Differentialkalkulation Partialkalkulation Direct Costing
Charakterisieren Sie die Differentialkalkulation!
Hier wird der Gesamtumsatz in einen Haupt - und Nebenumsatz getrennt. Während der Hauptumsatz z.B. mit den gesamten Fixkosten des Betriebes und den anteiligen variablen Kosten belastet wird, rechnet man dem Nebenumsatz nur zu den variablen Kosten ab.
Erläutern Sie den Begriff Partialkalkulation!
Hier werden zeitweise bestimmte fixe Kosten, wie z.B. Zinsen f√ľr das Eigenkapital und nicht verbrauchsbedingte Abschreibungen, nicht ber√ľcksichtigt. Sie wird zum Beispiel dann angewendet, wenn die Produkte zu den Preisen, die sich bei Ber√ľcksichtigung aller Kosten ergeben, nicht absetzbar sind.
Wie lautet das grundsätzliche Rechenschema beim einstufigen Direct Costing?
    Zerlegung der einzelnen Kostenarten in ihre variablen und fixen Bestandteile, Zurechnung der variablen Kosten auf die Kostenträger, Berechnung der Deckungsbeiträge der einzelnen Produkte und des Gesamt - Deckungsbeitrages und Ermittlung des Nettoerfolges.
Erklären Sie die Angabe "V=6"!
Der Variator V gibt an, wieviel Zehntel der variable Kostenanteil einer bestimmten Kostenart bei einer bestimmten Beschäftigung beträgt.
V=6 bedeutet: die Produktionszunahme von 10 % hat eine Zunahme der Hilfslöhne um 6 % verursacht.
Welche Aufgabe hat die Kostenträgerrechnung?
    Zurechnung der variablen Kosten auf die Erzeugnisse Ermittlung der Deckungsbeitr√§ge durch Gegen√ľberstellung der Erl√∂se und der variablen Kosten der Produkte sowie Ermittlung des Periodenerfolges
Nennen Sie 3 Anwendungsfälle des Direct Costing!
    Ermittlung der Preisuntergrenze, z.B. bei Zusatzauftr√§gen Erfolgsplanung Produktewahl Investitionsentscheidungen Entscheidungen √ľber Eigenfertigung oder Fremdbezug und Entscheidung √ľber wirtschaftliche Losgr√∂√üen
Bei einem Produkt ergibt sich nach der Vollkostenrechnung ein Verlust, nach der Teilkostenrechnung ein (positiver) Deckungsbeitrag. Welche √úberlegungen sind bei einer langfristigen Betrachtung anzustellen?
Es muss untersucht werden, inwieweit durch Einstellung des Produktes Fixkosten abgebaut werden können.
Bei einem Produkt ergibt sich bei einem Preis von 210. - pro St√ľck ein Deckungsbeitrag von 95. -. Welche √úberlegungen sind anzustellen, wenn ein Zusatzaufwand zum Preis von 180. - pro St√ľck erhalten werden k√∂nnte?

Bei einem Produkt ergibt sich bei einem Preis von 120. - pro St√ľck ein mengenm√§√üiger Umsatz von 3000 St√ľck. Welche √úberlegungen sind anzustellen, wenn bei einem Preis von 110. - 3500 St√ľck abgesetzt werden k√∂nnten?
Bei einer Preissenkung m√ľssen alle Auswirkungen untersucht werden; z.B. ob es zu einer Erh√∂hung der Fixkosten kommt oder ob sich Auswirkungen auf den Absatz der √ľbrigen Produkte ergeben.
Was versteht man unter Plankostenrechnung?
Die Plankostenrechnung ist ein System der Kostenrechnung, in dem die Kosten f√ľr zuk√ľnftige Abrechnungsperioden ermittelt bzw. vorgegeben werden und die Einhaltung bzw. Erreichung dieser geplanten Werte kontrolliert werden.
Welche Aufgabe hat die Kostenkontrolle?
Ihre Aufgabe ist der laufende Soll - Ist - Vergleich.

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