Der Scheckverkehr

Inhaltsverzeichnis
1.1 Definition (Seite 2)
1.2 Allgemeines (Seite 2)
1.3 Ausstellen von Schecks (Seite 2)
1.4 Einlösen von Schecks (Seite 3)
1.5 Nichteinlösen von Schecks (Seite 4)
1.6 Bearbeiten von Schecks (Seite 5)
1.7 Scheckarten (Seite )
1.7.1 Barscheck (Seite )
1.7.2 Verrechnungsscheck (Seite )
1.7.3 Orderscheck (Seite )
1.7.4 Inhaberscheck (Seite )
1.7.5 Rektascheck (Seite )
1.7.6 Postscheck (Seite )
1.7.7 Zahlungsanweisung (Seite )
1.7.8 Tankscheck (Seite )
1.7.9 BestÀtigter LZB - Scheck (Seite )
1.7.10 Reisescheck (Seite )
1.7.11 Euroscheck (Seite )
1.8 Eurocheque - System (Seite )
2 Bearbeiten von Schecks bei der RBM
3 Eigene Erfahrungen mit Schecks
3.1 Eigene Erfahrungen mit der TĂ€tigkeit
3.2 Erfahrungen mit den Mitarbeitern
3.3 Wichtige Erkenntnisse
4 Quellenverzeichnis
5 Anhangverzeichnis
1.1 Definition
ÆDer Scheck ist eine Anweisung an ein Kreditinstitut oder ein Postgiroamt, fĂŒr Rechnung des Ausstellers eine bestimmte Geldsumme zu zahlen." (Wirtschaftslehre des Kreditwesens Seite 142) Das heißt das Kreditinstitut oder das Postgiroamt hat an den Einreicher des Schecks die auf dem Scheck angegebene Summe zu Lasten des Scheckausstellers zu zahlen. Der Scheck ist somit eine Zahlungsanweisung und ein Wertpapier, da der Scheck den Wert der Summe hat, auf die er ausgestellt ist. Ein Scheck ist jedoch kein gesetzliches Zahlungsmittel, d.h. jeder kann die Annahme eines Schecks verweigern und z.B. Bargeld verlangen. Die Zahlschuld, die mit einem Scheck beglichen werden soll, ist erst mit der Einlösung des Schecks durch das bezogene Kreditinstitut getilgt. (Wirtschatfslehre des Kreditwesens Seite 142 - 143)
1.2 Allgemeines
Die Scheckurkunde muss bestimmte gesetzlich vorgeschriebene Bestandteile enthalten, um von einem Scheck sprechen zu können. So ist die Bezeichnung ÆScheck" auf dem Papier, die Anweisung eine bestimmte Summe Geld zu zahlen, das bezogene Kreditinstitut, der Zahlungsort, der Ort und das Datum der Ausstellung sowie die Unterschrift des Ausstellers bzw. dessen Faksimile unerlĂ€ĂŸlich. Wird eine dieser Angaben nicht angegeben, so handelt es sich dabei um keinen Scheck. Um den Scheckverkehr zu vereinfachen, dĂŒrfen nur die von Kreditinstituten ausgegebenen Scheckvordrucke verwendet werden, da diese Vordrucke zusĂ€tzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen Bestandteilen auch sogenannte kaufmĂ€nnische Bestandteile enthalten, wie die Schecknummer, die Kontonummer des Ausstellers, die Bankleitzahl des bezogenen Kreditinstitutes, die Überbringerklausel, nach der der Scheck an jeden weitergegeben werden kann, etc. Der darauf befindliche Text darf nicht gestrichen oder geĂ€ndert werden. Die Angabe einer Zahlungsfrist oder einer Bedingung gilt als nicht geschrieben. (Wirtschatfslehre des Kreditwesens Seite 143 - 144)
1.3 Ausstellen von Schecks
Um am Scheckverkehr teilnehmen zu können, sind bestimmte Voraussetzungen zu erfĂŒllen: Der Aussteller muss ĂŒber ein Kontokorrent - oder Postgirokonto verfĂŒgen, das entweder ein Guthaben enthĂ€lt oder auf das ein Kredit gewĂ€hrt worden ist. Desweiteren muss ein Scheckvertrag abgeschlossenen worden und der Aussteller scheckfĂ€hig sein. Diese Voraussetzungen werden in der Regel mit der Eröffnung eines Kontos geschaffen. Aktiv scheckfĂ€hig, d.h. die FĂ€higkeit einen Scheck ziehen zu können, ist jeder voll Rechts - und GeschĂ€ftsfĂ€hige sowie alle juristischen Personen und Personenhandelsgesellschaften. Passiv scheckfĂ€hig, d.h. die FĂ€higkeit Schecks auf sich ziehen zu lassen, sind nur Kreditinstitute und PostgiroĂ€mter. Kreditinstitute sind, sofern ein Scheckvertrag geschlossen wurde, das angegebene Konto die erforderliche Deckung aufweist und der Scheckvordruck ordnungsgemĂ€ĂŸ ausgestellt wurde, zur Einlösung verpflichtet. Der Kontoinhaber ist verpflichtet nur dann einen Scheck zu ziehen, wenn sein Konto die erforderliche Deckung aufweist. Desweiteren muss er die Vordrucke des Kreditinstitutes verwenden. Somit regelt der Scheckvertrag die RechtsverhĂ€ltnisse zwischen dem Scheckaussteller und dem bezogenen Kreditinstitut. (Wirtschatfslehre des Kreditwesens Seite 148)
1.4 Einlösen von Schecks
Ein Scheck kann nur innerhalb einer bestimmten Frist zur Einlösung vorgelegt werden. Dies sind fĂŒr im Inland ausgestellte Schecks acht Tage, fĂŒr im europĂ€ischen Ausland oder fĂŒr in einem an das Mittelmeer angrenzende Land ausgestellte Schecks 20 Tage und fĂŒr in Übersee ausgestellte Schecks 70 Tage. Im Falle, dass der Scheck vor dem angegebenen Ausstellungsdatum eingelöst werden soll, wird dies getan. Der Tag der tatsĂ€chlichen Ausstellung ist hier nicht ausschlaggebend. Die Frist verlĂ€ngert sich nur dann um einen Tag, wenn der letzte Tag im Fristzeitraum ein Samstag oder ein gesetzlicher Feiertag ist. Wird ein Scheck nicht rechtzeitig vorgelegt, so verliert der Scheckinhaber seine scheckrechtlichen AnsprĂŒche und kann nur noch bĂŒrgerlich - rechtliche AnsprĂŒche geltend machen. Desweiteren kann das Kreditinstitut die Einlösung ablehnen; in der Praxis werden die Schecks dennoch eingelöst. Das Kreditinstitut muss jedoch Schecksperren beachten.
Die Einlösung von Schecks bei Kreditinstituten kann entweder bar (bei Vorlage eines Barschecks) an den Vorleger oder mittels Verrechnung (bei Vorlage eines Verrechnungsschecks) auf das Konto des Vorlegers erfolgen. Ein Verrechnungsscheck muss in jedem Fall bei dem Kreditinstitut eingereicht werden, bei dem der Einreicher ein Konto besitzt. Bei einer Barauszahlung haftet das bezogene Kreditinstitut bis zur Höhe der Schecksumme fĂŒr einen eventuell entstandenen Schaden.
Aus SicherheitsgrĂŒnden prĂŒfen Kreditinstitute Schecks bei Ihrer Einlösung. Dabei wird auf folgendes geachtet: Besteht ein ausreichendes Guthaben bzw. ein nicht ausgeschöpfter Kredit in ausreichender Höhe auf dem Konto des Ausstellers; entspricht die Unterschrift oder das Faksimile der hinterlegten Unterschriftsprobe; ist der Inhaber legitimiert den Scheck einzureichen (bei Inhaberschecks kann die Legitimation geprĂŒft werden, bei Orderschecks ist die PrĂŒfung der Legitimation durch Lichtbildausweis (bei Barschecks) bzw. durch Indossament vorgeschrieben); ist der Scheck eventuell gesperrt worden.
Ein Scheck gilt erst dann als unwiderruflich eingelöst, wenn der Scheck nicht binnen zwei Tagen durch das bezogene Kreditinstitut rĂŒckbelastet wird. (Wirtschatfslehre des Kreditwesens Seite 149 - 151)
1.5 Nichteinlösen von Schecks
Ein Kreditinstitut muss einen Scheck nicht einlösen, wenn das Konto des Ausstellers weder eine ausreichende Deckung noch einen ausreichend hohen Kreditrahmen aufweist. Teilzahlungen bedĂŒrfen im Einzelfall eines gesonderten Auftrages seitens des Ausstellers. Die Einlösung kann auch verweigert werden, wenn die Vorlegungsfrist abgelaufen ist. Das Kreditinstitut muss die Einlösung verweigern, wenn eine Schecksperre vorliegt oder wenn eine nichtberechtigte Vorlage erkennbar ist.
Wird die Einlösung eines Schecks verweigert, so ist der Inhaber verpflichtet den unmittelbaren Vorbesitzer und den Aussteller davon in Kenntnis zu setzten. Dies hat innerhalb von vier Werktagen zu geschehen. Jeder Indossant muss dann den jeweiligen Vorbesitzer innerhalb zwei Werktagen benachrichtigen. Die Benachrichtigung des Ausstellers ĂŒbernimmt im Rahmen der Bedingungen fĂŒr den Scheckverkehr das bezogene Kreditinstitut. Barschecks mĂŒssen an den Inhaber zur Sicherung seiner RĂŒckgriffsansprĂŒche nach Anbringung eines Vermerkes ÆNicht - Bezahlt" wieder zurĂŒckgegeben werden. Der Scheckinhaber kann von seinem RĂŒckgriffsrecht Gebrauch machen, wenn der rechtzeitig eingereichte Scheck nicht eingelöst ist oder die Einlösungsverweigerung festgestellt ist. Dies kann geschehen durch Protest, eine datierte ErklĂ€rung der Landeszentralbank - Abrechnungsstelle oder durch die Anbringung eines Nicht - Bezahlt - Vermerkes seitens des bezogenen Kreditinstitutes. Der Umfang der RĂŒckgriffsansprĂŒche erstreckt sich auf die Schecksumme, Zinsen in Höhe von 2% ĂŒber dem Diskontsatz der Deutschen Bundesbank (mindestens jedoch 6%) vom Vorlegungstag an, Ersatz aller Auslagen sowie auf 1/3 % Provision aus der Schecksumme. Als RĂŒckgriffsschulder treten gesammtschuldnerisch der Aussteller und alle Indossanten auf. RĂŒckgriffsrechte seitens des Inhabers gegen Indossanten und den Aussteller verjĂ€hren in sechs Monaten nach Ablauf der Vorlegungspflicht. (Wirtschatfslehre des Kreditwesens Seite 151 - 152, 160)
1.6 Bearbeiten von Schecks
1.7 Scheckarten
Um den verschiedenen BedĂŒrfnissen und AnsprĂŒchen an die Sicherheit gerecht zu werden, gibt es verschiedene Arten von Schecks.
1.7.1 Barscheck
Der Barscheck dient zur Barauszahlung des auf dem Scheck angegebenen Betrages an den Kontoinhaber des Ausstellers oder einen Dritten. Bei ihm besteht die Gefahr, dass bei Verlust oder Diebstahl die angegebene Summe an den Inhaber, sprich eventuell an den Dieb, ausbezahlt wird. Ist ein Barscheck eingelöst, ist dies unwiderrufbar. (Wirtschatfslehre des Kreditwesens Seite 145)
1.7.2 Verrechnungsscheck
Aus jedem Barscheck wird ein Verrechnungsscheck, indem ein entsprechender Vermerk ÆNur zur Verrechnung" oder an der linken oberen Ecke zwei SchrĂ€gstriche angebracht werden. Diese Anbringungen können sowohl vom Aussteller als auch von jedem Inhaber getĂ€tigt werden. Die Kreditinstitute und PostgiroĂ€mter geben auch Vordrucke mit entsprechendem Vermerk heraus.
Ein Verrechnungsscheck wird dem Konto eines Dritten gutgeschrieben, keinesfalls aber bar ausbezahlt. Somit ist ein großer Sicherheitsvorteil, im Gegensatz zum Barscheck, gegeben, da der Weg eines Schecks genau nachvollziehbar ist. Ein Nachteil liegt darin, dass ein Verrechnungsscheck nur von einem Inhaber eingelöst werden kann, der ein Konto besitzt. (Wirtschatfslehre des Kreditwesens Seite 145)
1.7.3 Orderscheck
Orderschecks bieten als weiteren Sicherheitsvorteil, gegenĂŒber Verrechnungsschecks, die Klausel, dass Orderschecks nur an legitimierte Inhaber zahlbar sind. Somit kann nur der auf dem Scheck genannte EmpfĂ€nger den Scheck einlösen. Zur Weitergabe an einen anderen ist der Inhaber verpflichtet auf der RĂŒckseite ein Indossament, eine Art AbtrittserklĂ€rung, anzubringen. Durch sein Indossament ĂŒbernimmt der Indossant die volle scheckrechtliche Haftung und kann in Falle einer Nichteinlösung im Zuge des ScheckrĂŒckgriffs zur Zahlung verpflichtet werden. Das bezogene Kreditinstitut ist vor der Einlösung zur PrĂŒfung der Indossamente und zur PrĂŒfung der Legitimation des Einreichers verpflichtet. Kreditinstitut bringen zur Vereinfachung anstatt eines Indossaments ihren Stempel auf der RĂŒckseite des Schecks an. Aufgrund dieser weiteren Sicherheit werden Orderscheckvordrucke hauptsĂ€chlich an GeschĂ€ftskunden ausgegeben, da bei diesen die Sicherheit oft an vorderster Stelle steht. (Wirtschatfslehre des Kreditwesens Seite 145 - 146)
1.7.4 Inhaberscheck
Inhaberschecks sind an den Vorleger zahlbar und werden durch formlose Übereignung des Schecks weitergeben. In der Praxis erfolgt eine Weitergabe der Inhaberschecks jedoch nicht. Sie werden sofort dem bezogenen Kreditinstitut zur Einlösung vorgelegt. Bei Inhaberschecks handelt es sich in der Regel um Verrechnungsschecks, die der EmpfĂ€nger zur Einlösung an sein Kreditinstitut weiterleitet. (Wirtschatfslehre des Kreditwesens
Seite 146)
1.7.5 Rektascheck
Rektaschecks sind an niemanden anderen als an den namentlich genannten EmpfĂ€nger zahlbar. Eine Weitergabe ist nur durch einen Abtretungsvertrag nach § 398 BGB möglich. Da dies Ă€ußerst kompliziert und langwierig ist, kommen Rektaschecks in der Praxis nicht vor. (Wirtschatfslehre des Kreditwesens Seite 146)
1.7.6 Postscheck
FĂŒr Postscheck, egal ob Bar - oder Verrechnungsschecks, gelten generell die selben Bestimmungen und Gepflogenheiten wie bei Bar - bzw. Verrechnungsschecks von Kreditinstituten. Barschecks können allerdings nur bis zu einem tĂ€glichen Gesamtbetrag von DM 20.000, - - eingereicht werden. (Wirtschatfslehre des Kreditwesens Seite 147)
1.7.7 Zahlungsanweisung
Zahlungsanweisungen können nur Inhaber eines Postgirokontos ausstellen. Der maximale Ausstellungsbetrag pro Zahlungsanweisung betrÀgt DM 3.000, - -. Der Aussteller gibt die Zahlungsanweisung dann an sein Postgiroamt weiter, welches die Zustellung an den EmpfÀnger veranlasst. Dieser kann die Zahlungsanweisung dann wie einen Verrechnungsscheck bei einem Kreditinstitut oder einem Postgiroamt zur Einlösung vorlegen. Die Vorlegungsfrist bei Zahlungsanweisungen betrÀgt, anders als bei Schecks, einen Monat. (Wirtschatfslehre des Kreditwesens Seite 147)
1.7.8 Tankscheck
Mit dem Tankscheck, einer Sonderform des Überbringerschecks, kann an allen inlĂ€ndischen Tankstellen bargeldlos bezahlt werden, wobei das Kreditinstitut dem Tankstelleninhaber - bis zu einer Summe von DM 200, - - - die Einlösung des Schecks garantiert. Der Scheck wird somit auch dann eingelöst, wenn ein nicht ausreichendes Guthaben und kein ausreichend hoher Kredit auf dem Konto besteht. Tankschecks sind Verrechnungsschecks und tragen das amtliche Kraftfahrzeug - Kennzeichen des Kontoinhabers. Tankschecks werden aufgrund der Euroschecks und aufgrund der bargeldlosen Bezahlung mittels Kreditkarte allerdings kaum noch eingesetzt. (Wirtschatfslehre des Kreditwesens Seite 157)
1.7.9 BestÀtigter LZB - Scheck
Die grĂ¶ĂŸte Sicherheit fĂŒr den EmpfĂ€nger, dass der Scheck Ægedeckt" ist, besteht mit einem bestĂ€tigtem Scheck der Landeszentralbank. Hierbei ĂŒbernimmt die LZB die Verpflichtung den Scheck einzulösen, sofern er innerhalb von acht Tagen nach Ausstellung zur Einlösung vorgelegt wird. Jeder bestĂ€tigter LZB - Scheck muss von der LZB durch einen entsprechenden Vermerk auf der RĂŒckseite gesondert bestĂ€tigt werden. Diesen Arbeitsschritt ĂŒbernimmt das bezogene Kreditinstitut. Dieses belastet bei Übergabe an den Aussteller sofort dessen Konto. Wird der Scheck nicht binnen 15 Tagen eingelöst, erfolgt die Gutschrift der auf dem Scheck angegebenen Summe zu Gunsten des Ausstellers. Barauszahlungen nimmt nur die Zweiganstalt der Deutschen Bundesbank vor, von der der Scheck bestĂ€tigt worden ist. Alle anderen Zweigstellen behandeln ihn wie einen Verrechnungsscheck. BestĂ€tigte LZB - Schecks kommen in der Praxis aufgrund hoher GebĂŒhren, die fĂŒr die BestĂ€tigung anfallen, nur selten und wenn nur bei sehr hohen BetrĂ€gen vor. (Wirtschatfslehre des Kreditwesens Seite 152 - 153)
1.7.10 Reisescheck
1.7.11 Euroscheck
Der Euroscheck hat ein international vereinheitlichtes Format und Aussehen. FĂŒr seine Einlösung garantiert das ausgebende Kreditinstitut bis zu einem Betrag von DM 400, - - pro Scheck in ganz Europa, und in allen an das Mittelmeer angrenzende LĂ€ndern, sofern die Garantievoraussetzungen erfĂŒllt sind. Zu den Euroschecks gehört auch die ec - Karte. Diese ist ebenso auf der ganzen Welt am rechten Karetnrand gleich gestaltet. Euroschecks haben eine GĂŒltigkeitsdauer von zwei Jahren und werden auf der ganzen Welt in Verbindung mit der dazugehörigen ec - Karte angenommen. Da sie eine große Sicherheit bieten, gilt fĂŒr Euroschecks ein eigener Scheckvertrag. Dieser beinhaltet u.a. den Garantievertrag, der vorschreibt, dass der Name des Kreditinstitutes, die Unterschrift, die Konto - und Kartennummer auf dem Scheck und der ec - Karte ĂŒbereinstimmen mĂŒssen. Desweiteren ist geregelt, dass fĂŒr einen im Inland ausgestellten ec - Scheck die Garantie nach acht Tagen, bzw. fĂŒr einen im Ausland ausgestellten ec - Scheck die Garantie nach 20 Tagen, erlischt, sofern der Scheck bis dahin nicht dem bezogenen Kreditinstitut, einem inlĂ€ndischen Kreditinstitut zum Inkasso oder der deutschen eurocheque - Zentrale zugeleitet worden ist. Das Ausstellungsdatum muss innerhalb der GĂŒltigkeitsdauer der ec - Karte liegen. Wichtig fĂŒr den Aussteller ist auch, dass ein ausgestellter ec - Scheck innerhalb der Vorlegungsfrist nicht widerrufen werden kann. (Wirtschatfslehre des Kreditwesens Seite 153 - 154)
1.8 Eurocheque - System
ÆDas eurocheque - System ist ein internationales Zahlungssystem, das auf der Verwendung von Scheck und Scheckkarte basiert: Der eurocheque dient zusammen mit der ec - Karte als Mittel zur Bargeldbeschaffung und als bargeldloses Zahlungsmittel. Die ec - Karte dient auch als Identifikationskarte." (Wirtschatfslehre des Kreditwesens Seite 155) Um in den Genuß einer ec - Karte zu kommen muss man jedoch seinem Kreditinstitut Sicherheiten, wie z.B. eine feste Anstellung mit festem Lohn oder einen BĂŒrgen, bieten und die Sonderbedingungen fĂŒr ec - Karten anerkennen. Die Sonderbedingungen regeln u.a. die Garantie fĂŒr die Einlösung der ec - Schecks, die Bereitstellung eines Dispokredites und die Regulierung von SchĂ€den, die durch den Gebrauch der Karte und der Schecks entstehen können. Mit der ec - Karte erhĂ€lt man bei seinem Kreditinstitut ec - Schecks und KontoauszĂŒge aus den Auszugsdruckern. Sie dient weiterhin als Garantiekarte fĂŒr den ec - Scheck, zur Abhebung von Bargeld an allen ec - Geldautomaten und zur bargeldlosen Bezahlung weltweit. Am Geldautomaten kann allerdings tĂ€glich nur eine Summe von insgesamt DM 3.000, - - abgehoben werden. Nach Ausschöpfung dieser Summe erfolgt keine Geldausgabe mehr. (Wirtschatfslehre des Kreditwesens Seite 154 - 157)
2 Bearbeitung von Schecks in der RBM
Bei der Einreichung einzulösender Schecks mĂŒssen die Kunden ein Formular ÆScheckeinreichung" ausfĂŒllen. Auf diesem ist jeder Scheck einzeln mit der Schecknummer, dem Aussteller, dem bezogenen Kreditinstitut und der Schecksumme aufzufĂŒhren. Der Einreicher muss dieses aus buchungstechninschen GrĂŒnden notwendige Formular unterschreiben.. Die Bearbeitung der Schecks geschieht bei der Raiffeisenbank MĂŒnchen eG vorschriftsgemĂ€ĂŸ nach den oben aufgefĂŒhrten Bestimmungen, dem Scheckgesetz und den bankĂŒblichen Gepflogenheiten. Ein erneutes AuffĂŒhren erscheint mir daher hier ĂŒberflĂŒssig.
3 Eigene Erfahrungen mit Schecks
Ich habe festgestellt, dass eine Bank ein ganz anderes Milieu bietet als z.B. eine Krankenkasse, bei der ich im ersten Halbjahr mein Praktikum praktizierte. Jeder einzelne Vorgang ist genauestens geregelt, so dass gerade bei Routineaufgaben dem Mitarbeiter keine FreirÀume gelassen werden. Dies erscheint mir angesichts der enormen GeldbetrÀge und der Stellung der Bank in unserer Gesellschaft als Institut, das nie etwas falsch macht und dem voll und ganz vertraut wird, auch als gerechtfertigt.
3.1 Eigene Erfahrungen mit der TĂ€tigkeit
Ich selbst hatte lediglich mit der Annahme von einzulösenden Schecks am Schalter zu tun und muss feststellen, dass viele Kunden, die offensichtlich nur selten einen Scheck einreichen, sich mit den FormalitÀten nicht immer gut auskennen. Desweiteren sind GeschÀftskunden, die oft tÀglich Schecks einreichen, teilweise so in Zeitnot, dass wichtige Details einfach vergessen werden.
3.2 Erfahrungen mit den Mitarbeitern
Mit allen Mitarbeitern kam ich sehr gut aus. Verschiedene Systeme, wie z.B. das der Börse, wurden mir fachgerecht und gut erklĂ€rt. Auch außerhalb der Arbeit, wie z.B. in der Mittagspause, hat jeder ein offenes Ohr fĂŒr alle Themen, ganz egal ob sie mit der Bank zu tun haben oder nicht.
4 Quellenverzeichnis
Grill, Percynski. Wirtschaftslehre des Kreditwesens. 26., ĂŒberarbeitete Auflage, 1991.
Verlag Dr. Max Gehlen, Bad Homburg vor der Höhe
5 Anhangverzeichnis
Kopie Verrechnungsscheck
Kopie Orderscheck
Kopie Tankscheck
Kopie Reisescheck
Kopie Euroscheck
Formular ÆScheckeinreichung"
Kopie der Seiten 142 - 161 des Buches ÆWirtschatfslehre des Kreditwesens"

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